Köbler, Gerhard, Indogermanisches Wörterbuch, (4.
Auflage) 2013
Das vielleicht um 2000 v. Chr. in der Mitte zwischen
Indien und Europa verbreitete, nur wissenschaftlich aus jüngeren Folgesprachen
(z. B. Altindisch, Altiranisch, Griechisch, Lateinisch, Germanisch, Keltisch,
Baltisch, Slawisch, Albanisch usw.) rekonstruierbare, nach Indern und Germanen
wissenschaftlich so genannte Indogermanische (oder Indoeuropäische) eines
namentlich unbekannten und auch geschichtlich nicht näher bekannten Volkes ist
die seit etwa 200 Jahren erkannte, gemeinsame Vorstufe für die mit rund 70
lebenden Sprachen am weitesten verbreitete Sprachengruppe der Erde. Weil die
Sprachwissenschaft kein meinen Vorstellungen vollständig entsprechendes,
jedermann ohne Weiteres verständliches Wörterbuch aufwies, versuchte ich auf
der Grundlage der vorliegenden Literatur schon 1980 ein
indogermanisch-neuhochdeutsches und neuhochdeutsch-indogermanisches Wörterbuch
(2. Auflage 1982). Mit Hilfe der modernen Elektronik konnte ich es im Jahre
2000 im Rahmen meiner Internationalen Germanistischen Etymologischen Lexikothek
in maschinenlesbarer, erweiterter und verbesserter Form der Allgemeinheit
digital in einer dritten Auflage zur Verfügung stellen (835 S., etwa 4500 Ansätze
und rund 2000 Verweise, 29 Buchstaben).
Auf
dieser Grundlage wurde seit 2012 eine unicodefähige Fassung erarbeitet (4.
Auflage). Sie kann unabhängig von der Schrift Times German in allen
unicodefähigen Schriften dargestellt werden. Derzeit scheint sich (in
Ermangelung einer alle für das Indogermanischen benötigten Zeichen einwandfrei
abbildenden Schrift) dafür trotz kleinerer Schwächen die Schrift Linux
Libertine am besten zu eignen.
H h1, h2, h3 I I (J) K Kw L M N O P Ph
neuhochdeutsch-indogermanisches Wörterbuch
neuenglisch-indogermanisches Wörterbuch
3. Auflage
2006 (Times German)
Das seinerzeit in einer eigenen Schrift Times German in
das Internet gestellte Wörterbuch wird dort nach den einzelnen Buchstaben
aufgeteilt in
H h1,
h2, h3 I I (J) K Kw L M N O P Ph
neuhochdeutsch-indogermanisches Wörterbuch
neuenglisch-indogermanisches Wörterbuch
Außerdem
wurde das Wörterbuch auf der Grundlage einer Datenbank in das für
Einzelabfragen leichter und schneller nutzbare Projekt Wikiling (http://www.wikiling.de) überführt.
Geordnet ist das
indogermanische Wörterbuch streng alphabetisch. Der einzelne Artikel besteht
aus dem (rekonstruierten) Stichwort in einer normalisierten Hauptform und
eventuellen Nebenformen, einer einfachen grammatikalischen Bestimmung,
neuhochdeutschen Bedeutungsangaben, neuenglischen Bedeutungsangaben, einer
vereinfachten Darstellung der Rekonstruktionsbasis mit Literaturhinweis, einem
Hinweis, in welchen indogermanischen Sprachen das Lemma nachweisbar ist,
Verweisen sowie Angaben zum Weiterleben im Germanischen und in germanistischen
Einzelsprachen. Ununterbrochene und punktierte Unterstreichungen erfassen die
selbständigen, auch an ziffernmäßigen Angaben (z.B. ā 1/1 [d. h. Nr. 1
insgesamt und Nr. 1 im Buchstaben a] erkennbaren Ansätze (Pokornys), wobei die
ununterbrochenen Unterstreichungen die nicht weiter aufschlüsselbaren
(primären) Wurzeln kennzeichnen. Der weitere Ausbau ist denkbar.
Möge damit die
Germanistik um ein weiteres einfaches Hilfsmittel bereichert sein. Fördernde
Hinweise werden gern aufgegriffen. Jedermann ist es unbenommen, Besseres zu
bieten.
Vielleicht werden
eines Tages zusätzliche Erweiterungen möglich.
Als für die Erstellung von Word-Dokumenten in meiner Schrift „Times German“
notwendige Sonderschriftarten können von jedermann jederzeit heruntergeladen
werden
Tmsgerno.ttf Times German Normal
Tmsgerbd.ttf Times German Bold (halbfett)
Tmsgerit.ttf Times German Italic (kursiv)
Tmsgerbi.ttf
Times German Bold Italic (halbfett kursiv)
Times German
Zip-Datei (enthält alle obigen Fonts).
Für die
Darstellung der griechischen Schriftzeichen ist ferner die Installation der in
vielen Betriebssystemen (z. B. Windows 95, 98 und Windows XP) von Microsoft
bereits vorinstallierte und mitgelieferte Schrift „Greek“ erforderlich.
Greek.ttf Greek TrueType