| 2021-02-15 |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster sind parzellenweise verpachtete landwirtschaftliche Grundstücke ohne ausdrückliche Entnahmeerklärung Betriebsvermögen (4 K 1326/2017 F 6 November 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Chemnitz ist eine Rentnerin wegen Ermordung ihres alkoholkranken Mannes in dem Mai 2003 nach einem heimlich aufgezeichneten Geständnis gegenüber ihrer Tochter zu lebenslanger Haft verurteilt (15. Februar 2021). |
| Der Bundestag Deutschlands beschließt mit einer Mehrheit aus Regierungsparteien und Alternative für Deutschland ein Gesetz, das Grundlage einer Erhöhung von Gebühren der Post sein könnte (15. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs sind achtundvierzig Geschäftsbedingungen des Unternehmens Degiro aus den Niederlanden rechtswidrig (um 15. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Türkei ist die Rechtsanwältin Eren Keskin wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation neben drei weiteren Angeklagten zu fünfundsiebzig Monaten Haft verurteilt (15. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung der Generalversammlung der Welthandelsorganisation wird Ngozi Okonjo-Iweala aus Nigeria zu dem ersten März 2021 Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (um 15. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens kann das Unternehmen Shell wegen Umweltschäden durch austretendes Öl in Nigeria außer vor Gerichten in den Niederlanden auch vor Gerichten Großbritanniens verklagt werden (12. Februar 2021). |
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| 2021-02-14 |
| 2021-02-14 Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann eine Wohnungseigentümergemeinschaft ihre Räumpflicht und Streupflicht an öffentlich zugänglichen Wegen wirksam an einen Hausmeisterdienst übertragen, so dass sie für Schäden von Opfern infolge von Pflichtverletzung des beauftragten Hausmeisters nicht selbst einstehen muss (9 U 34/2019 7. Dezember 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg sind wegen der vor neun Jahren eingetretenen Insolvenz des Reiseanbieters Rainbow Tours wegen Bankrotts und Insolvenzverschleppung Matthias Kampmann zu zweiundzwanzig Monaten Haft mit Bewährung, der frühere Gesellschafter G. zu achtundzwanzig Monaten Haft und der frühere Insolvenzverwalter zu einer Geldstrafe von 220 Tagen zu je 150 Euro verurteilt (um 12. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bremen handelt ein eine Eigenbedarfskündigung einer Wohnung durch den Vermieter ablehnender und die Wohnung erst während eines laufenden Rechtsstreits auf Räumung herausgebender Mieter nicht ohne weiteres schuldhaft (9 C 97/2020 8. Januar 2021). |
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| 2021-02-13 |
| 2021-02-13 Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist , wenn eine Wohnung längere Zeit nicht genutzt wird, eine nochmalige Nutzungsgenehmigung nicht erforderlich, wenn kein Verfall der baulichen Anlage festzustellen ist (15 B 2210/2019 2. November 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist das Rücksichtnahmegebot unter Nachbarn nur verletzt, wenn Ausmaß, Baumasse oder Gestaltung einer baulichen Anlage ein benachbartes Grundstück trotz Wahrung der Abstandsflächen unangemessen benachteiligen (7B 1264/2020 9. Dezember 2020). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts sind wegen mehrfacher Vergewaltigung eines neunjährigen Jungen zwei Angeklagte des Missbrauchsfalls Münster zu sieben Jahren und neun Monaten sowie zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt (12. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens hat der vorwurfsvolle Zitate Herzogin Meghans von Sussex aus einem Brief an ihren Vater Thomas Markle ohne Zustimmung veröffentlichende Verlag Associated Newspapers Limited ihre Privatsphäre verletzt (11. Februar 2021). |
| Der frühere, für die Niedrigzinspolitik zugunsten der Hochschuldenmitgliedstaaten der Europäischen Union formal verantwortliche Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi wird Ministerpräsident Italiens (um 13. Februar 2021). |
| Als Folge des Fehlens der erforderlichen Zweidrittelmehrheit in dem Senat der Vereinigten Staaten von Amerika ist der frühere Präsident Donald Trump von der Anklage der Anstiftung zu einem Aufruhr freigesprochen (13. Februar 2021). |
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| 2021-02-12 |
| 2021-02-12 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können sich die Abschlussprüfer des Unternehmens EY der zahlungsunfähigen Wirecard AG vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags nicht auf ein Zeugnisverweigerungsrecht berufen, weil sie von der Verschwiegenheitsverpflichtung wirksam entbunden sind (StB 43/2020 27. Januar 2021, u. a.). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Rechtsbeschwerde einer Behörde gegen die bloße Feststellung, dass ihre Anordnung der Abschiebungshaft rechtswidrig war, unzulässig (XIII ZB 41/2020 15. Dezember 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist, wenn eine Rechtsanwaltssozietät für eine angestellte Juristin Beiträge zu der Berufshaftpflichtversicherung übernimmt, nur der Prämienanteil der vorgeschriebenen Mindestversicherungssumme Arbeitslohn, während Beiträge für eine freiwillige Höherversicherung dem Unternehmen nutzen und deswegen ihre Übernahme keinen lohnsteuerpflichtigen Vorteil begründet (VI R 11/2018 1. Oktober 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg genügt für die Erteilung einer Vollstreckungsklausel für den Rechtsnachfolger nach § 727 ZPO eine Bezugnahme auf das elektronische Handelsregister etwa durch Vorlage einer Kopie des Handelsregisterauszugs (6 W 24/2020 16. Dezember 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Stuttgart ist die außerordentliche Kündigung eines Koches einer evangelischen Kindertagesstätte nach vierundzwanzig Arbeitsjahren wegen Kirchenaustritts durch die Arbeitgeberin unwirksam (4 Sa 27/2020 10. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss das Unternehmen C&A für April 2020 die einbehaltene Miete für eine Filiale in München nebst Zinsen bezahlen, weil in der Coronakrise kein Mangel der Mietsache liegt (12. Februar 2021). |
| Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss die Polizei Berlins einem sachverständigen Prüfingenieur bei seinem Einsatz zwecks Prüfung des Brandschutzes in dem von so genannten Linksautonomen besetzten Haus Rigaer Straße 94 Polizeischutz gewähren (1 L 105/2021 11. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die von der Senatsverwaltung wegen der Coronakrise erlassene Krankenhausverordnung wegen fehlender Ermächtigungsgrundlage nichtig (14 L 18/2021 11. Februar 2021, 14 L 20/2021). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Haßfurt muss der Musiker Angelo Kelly dreitausend Euro Bußgeld wegen Verletzung des Jugendarbeitsschutzgesetzes zahlen, weil er seinen vierjährigen Sohn William in dem Rahmen eines Konzerts auf Schloss Eyrichshof bei Ebern in Unterfranken nach siebzehn Uhr auftreten ließ (3 OWi 2306 Js 8551/2020 12. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein trotz Infektion mit dem Coronavirus in einem Supermarkt einkaufender Angeklagter zu sechs Monaten bedingter Haft und dreitausendsechshundert Euro Geldstrafe verurteilt (11. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein trotz Infektion mit dem Coronavirus in einem Park spazieren gehender Angeklagter zu zweitausendvierhundert Euro Geldstrafe verurteilt (11. Februar 2021). |
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| 2021-02-11 |
| 2021-02-11 Nach einer die Vorentscheidung des Landgerichts Schwerin bestätigenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Polizeibeamter Mecklenburg-Vorpommerns wegen Verletzung des Kriegswaffenkontrollgesetzes, des Waffengesetzes und des Sprengstoffgesetzes rechtmäßig zu einer Bewährungsstrafe verurteilt (6 StR 235/2020 1. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll der Gerichtshof der Europäischen Union klären, inwieweit Internethändler beispielsweise bei einem Taschenmesser Verbraucher ausführlich über Herstellergarantien für die angebotenen Erzeugnisse unterrichten müssen (I ZR 241/2019 11. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen, wenn eine Klage beispielsweis wegen einer Abmahnung gegenüber einer Fernsehserie zu keinem Zeitpunkt Aussicht auf Erfolg hat, nach ihrer Rücknahme die Kosten nicht nach den Grundsätzen zu dem Wegfall des Klagegrunds verteilt werden, weil es ,wenn eine Klage zu keinem Zeitpunkt zulässig und begründet war, bei dem Grundsatz bleibt, dass bei Rücknahme der Klage der Kläger die Kosten trägt (I ZB 38/2020 17. Dezember 2020). |
| Nach einer Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist eine Pflicht nach der Coronaschutzverordnung, nach der unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands in dem unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften auf dem Grundstück, den Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft eine Alltagsmaske zu tragen ist, rechtswidrig (13 B 1932/2020 10. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf ist eine von dem Arbeitgeber neben dem Grundlohn bezahlte monatliche Pauschale für Nachtarbeit oder Sonntagsarbeit nicht steuerfrei, wenn sie ohne Rücksicht auf die tatsächlich erbrachten Leistungen gezahlt wird (10 K 410/2017 H L 27. November 2020). |
| Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Düsseldorf darf ein Apotheker wegen Wettbewerbswidrigkeit nicht damit werben, bei der Abgabe von Schutzmasken gegen das Coronavirus die Eigenbeteiligung von zwei Euro für die Anspruchsberechtigten zu übernehmen (34 O 4/2021 10. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat der Insolvenzverwalter der früheren Großmetzgerei Sieber gegen den Freistaat Bayern keinen Anspruch auf Schadensersatz in Höhe von rund elf Millionen Euro, weil die Warnung des zuständigen Ministeriums vor dem Verzehr von Wurstwaren und Schinkenwaren in dem Mai 2016 rechtmäßig war (15 O 18592/2017 11. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein Angeklagter wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung zu acht Jahren Haft verurteilt (10. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs sind zwei Angeklagte wegen staatsfeindlicher Verbindung zu siebenundzwanzig Monaten und teilbedingt zu zwölf Monaten Haft verurteilt (11. Februar 2021). |
| Nach einer die Vorentscheidung bestätigenden Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss der Technische Überwachungsverein Rheinland Tausenden Frauen Schadensersatz für Schäden aus mangelhaften Brustimplantaten leisten (11. Februar 2021). |
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| 2021-02-10 |
| 2021-02-10 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Unterschrift unter einem fristwahrenden Schriftsatz zwar nicht lesbar, aber als Paraphe einem auch sonst in gleicher oder ähnlicher Weise unterschreibenden Rechtsanwalt klar zuordenbar sein (III ZB 14/2020 17. Dezember 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Wohnung umfassend modernisiert, wenn nach Abzug der Kosten für reine Instandhaltungsmaßnahmen mindestens ein Drittel der für eine vergleichbare Neubauwohnung notwendigen Kosten aufgewendet wurde (VIII ZR 369/2018 11. November 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hat das Ansammlungsverbot der in dem Frühjahr 2020 geltenden Coronaverordnung Nordrhein-Westfalens eine ausreichende gesetzliche Grundlage, so dass zwei Bußgelder von je zweihundert Euro wegen Verletzung des Verbots rechtmäßig sind (4 RBS 446/2020 28. Januar 2021, 4 RBs 3/2021). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel ist ein Angeklagte wegen versuchten Versicherungsbetrugs durch einen vorgetäuschten Bootsunfall zu einundzwanzig Monaten Haft mit Bewährung, seine Ehefrau zu einem Jahr Haft mit Bewährung verurteilt (10. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I durch einstweilige Verfügung ist eine in dem November 2020 vorgestellte und von dem Burdakonzern angegriffene Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland – vertreten durch das Bundesgesundheitsministerium - und dem Internetkonzern Google zu einem Gesundheitsportal vorläufig untersagt (37 O 15720 10. Februar 2021, 37 O 15721/2020). |
| Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Köln muss die Polizei in Köln die Videoüberwachung des Neumarkts in Köln wegen der dort bestehenden Gefahren derzeit nicht einstellen (20 L 2344/2020 10. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin muss ein Arbeitgeber auch während der Coronakrise die Notwendigkeit einer Kündigung eines Mitarbeiters sorgfältig detailliert begründen (38 Ca 4569/2020 um 9. Februar 2021, 34 Ca 6664/2020). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist die Eintragung der Neufassung der Gesellschaftsverträge des Unternehmens Swarovski in das Firmenbuch unterbrochen, weil wegen ungerechtfertigter erheblicher Eingriffe in die Rechte von Gesellschaftern kein wirksamer Gesellschafterbeschluss vorliegt (9. Februar 2021). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Polens sind zwei Forscher wegen ihrer mangelhaft dokumentierten Aussage, ein Ortsvorsteher in Polen habe an der Ermordung von Juden während der deutschen Besatzung mitgewirkt, zu einer Entschuldigung verurteilt (9. Februar 2021). |
| Nach einer mit sechsundfünfzig Stimmen getroffenen Mehrheitsendscheidung des Senats der Vereinigten Staaten von Amerika ist das Amtsenthebungsverfahren gegen den früheren Präsidenten Donald Trump rechtmäßig (9, Februar 2021). |
| In Brasilien sollen möglichst viele der rund 45000 Einwohner der Stadt Serrano in kurzer Zeit gegen das Coronavirus geimpft werden (9. Februar 2021). |
| Die Untersuchungen einer internationalen Kommission von Sachverständigen in Wuhan in China haben keine wesentlichen neuen Erkenntnisse über die Herkunft des Coronavirus ergeben, die bereits vorher mit Fledermäusen in Verbindung gebracht worden war (9. Februar 2021). |
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| 2021-02-09 |
| 2021-02-09 Nach einer Mehrheitsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands können Äußerungen der Bundesverfassungsrichterin Astrid Wallrabenstein zu dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von dem 5. Mai 2020 über den Anleihekauf durch die Europäische Zentralbank in der Zeit zwischen ihrer Wahl und ihrer Ernennung Zweifel an ihrer Unparteilichkeit begründen (2 BvR 2006/2015 12. Januar 2021). |