| 2004-05-13 |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein seine Kinder bei einer Demonstration mit einer Bombenattrappe zur Schau stellender Palästinenser wegen Störung des öffentlichen Friedens zu fünf Monaten Haft verurteilt (12. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist Ulrich Eisermann wegen Bestechlichkeit und Untreue beim Bau einer Müllverbrennungsanlage in Köln zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, ein anderer Angeklagter aus Mangel an Beweisen freigesprochen. |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße hat ein Mitglied eines Ortsvorstands der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs keinen Anspruch auf Einbürgerung (5 K 2179/2003 20. April 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg darf eine Frau aus Togo bei unmittelbar drohender Zwangsbeschneidung nicht abgeschoben werden (7 A 92/2003 7. Mai 2004). |
| Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf die Nichtanzeigepflicht der Schweiz für Steuerhinterziehung beim Beitritt zum Abkommen von Schengen. |
| Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf DDVG die Frankfurter Rundschau erwerben. |
| Monika Weisberg-Schwarz ist als Nachfolgerin Peter Mackes Präsidentin des Verfassungsgerichts Brandenburg. |
| Nach dem überraschenden Sieg der Kongresspartei bei den Parlamentswahlen Indiens wird wahrscheinlich Sonia Gandhi Ministerpräsidentin. |
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| 2004-05-12 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt der geringere Verdienst von Untersuchungsgefangenen im Verhältnis zu Strafgefangenen nicht den Gleichheitssatz (2 BvR 406/2003 15. März 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gehört das Werfen eines Feuerwerkskörpers durch einen Schüler auf dem Pausenhof zu den (schulbezogenen) Handlungen, für die der Täter bei Schäden sozialversicherungsrechtlich nur im Falle des vorsätzlichen Handelns haftet (VI ZR 163/2003). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Reisebüros bei der Berechnung der Provision für die Ticketvermittlung von Lufthansa nicht die Landegebühren einbeziehen (VIII ZR 159/2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf eine Widerrufsbelehrung nicht auf eine Postfachadresse verweisen (1/6 O 5451/2003 24. März 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung einem freien Fotojournalisten zu Unrecht auf Grund eines Verdachts einer strafbaren Handlung die Jahresakkreditierung verweigert (27 A 102/2004 28. April 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig stehen dem Bau des jüdischen Begegnungszentrums Leipzigs keine berechtigten Anliegen der Anwohner entgegen (1. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz fehlt es am Rechtsschutzbedürfnis für eine Klage, das ZDF zur Ausstrahlung der mittäglichen Nachrichten am 14. Mai 2004 zu zwingen (4 L 476/2004). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist eine Klage auf Einrichtung einer Lehrkrankenhausabteilung für neue Medizin ebenso unzulässig wie eine Klage auf Feststellung der Richtigkeit der neuen Medizin (4 K 2965/2003). |
| Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Frankfurt am Main muss ein trotz aussichtsloser Rechtslage auf einem Urteil bestehender Kläger 1000 Euro Kosten wegen Missbrauchs der Sozialgerichtsbarkeit tragen (21 RJ 4016/1999). |
| Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands ist es dem Landkreis Neu-Ulm untersagt, den lokalen Papierentsorger zum Boykott des Grünen Punktes aufzurufen. |
| Nach einer Entscheidung des Bundesversicherungsamts darf die Gmünder Ersatzkasse den Beitragssatz der Krankenkasse nicht auf 13,5 Prozent senken. |
| DaimlerChrysler rufen weltweit 680000 Kraftfahrzeuge wegen möglicher Gefahren aus einem elektrohydraulischen Bremssystem zurück. |
| Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf nimmt gegen Josef Ackermann den Vorwurf der Lüge über die Finanzierung der Millionenprämien an ausscheidende Manager zurück. |
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| 2004-05-11 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein eine Mandantenforderung verjähren lassender Rechtsanwalt nur bei angestrebter Durchsetzung der Forderung zu Schadensersatz verpflichtet (IX ZR 255/2000 18. März 2004). |
| Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen aus geschützten Sorten Saatgut herstellende Landwirte Pflanzenzüchtern eine Vergütung zahlen (KZR 37/2002 u. a.). |
| Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat ein Hinterbliebener eines aus religiösen Gründen eine Bluttransfusion verweigernden Verstorbenen keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung (2 U 8/2003 9. Dezember 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg hat die hamburgische Medienanstalt für neue Medien die Sendezeiten von Bayern 3 im analogen Kabelnetz Hamburgs rechtswidrig begrenzt (21 E 1608/2004). |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen besteht ein Anspruch auf die Eigenheimzulage auch, wenn eine Mutter einem Sohn ein Kaufpreisdarlehen unter Rückzahlung in geringen Monatsraten gibt (13 K 288/1999). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist Herbert Häber wegen Anstiftung zum Mord an drei Flüchtlingen aus der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik verurteilt, wird aber nicht bestraft. |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover ist ein wegen Treibstoffmangels (z. B. vor Wien)notlandender Pilot wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr zu sechs Monaten Haft mit Bewährung verurteilt. |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen ist die Gewerbesteuer in ihrer derzeitigen Form verfassungswidrig (4 K 317/1991 21. April 2004). |
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| 2004-05-10 |
| Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist bei flüssigen Waren (z. B. Flüssigwaschmitteln der Henkel KGaA) die Form der Verpackung der Ware der Form der Ware gleichzusetzen (C-218/2001 12. Februar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann ein maschinenschriftlicher Testamentsentwurf ohne Unterschrift nur ganz ausnahmsweise wirksam sein (1 Z BR 013/2004 7. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind die vom Bundeskartellamt Deutschlands Betonherstellern auferlegten Bußgelder erheblich erniedrigt. |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Karlsruhe kann sich eine Anwohnerin nicht mit Angst vor Terroranschlägen gegen die Baugenehmigung eines Generalkonsulats der Türkei in Karlsruhe wehren (3 K 953/2004 29. April 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf bei Gefahr der Verwendung eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr ohne Fahrerlaubnis das Kraftfahrzeug durch die Polizei sichergestellt werden (12 B 10545/2004 29. April 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Grenzsoldat der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wegen Totschlags eines Flüchtlings zu zehn Monaten Haft mit Bewährung verurteilt. |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist das Strafverfahren gegen Stadtrat Schreiber wegen Bestechlichkeit bei dem Bau einer Müllanlage auf Grund von Verhandlungsunfähigkeit beendet. |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Göttingen hat ein Zollinspektor in Niedersachsen keinen Anspruch auf Sonderurlaub und Urlaub ohne Bezüge zwecks Ableistung des juristischen Vorbereitungsdienstes in Hessen (3 B 140/2004 3. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund muss ein Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis nicht zur Erlangung von Steuervergünstigungen durch einen Schwerstbehinderten nachträglich ausstellen (43 SB 20/2003 29. März 2004). |
| Nach einem Vergleich vor dem Oberlandesgericht Braunschweig zahlt die Freundin eines verstorbenen Lottomillionärs der Witwe 65000 Euro statt 140000 Euro geschätzten Pflichtteils. |
| Der Deutsche Aktienindex fällt unter 3800 Punkte. |
| Paul Wieandt wird Verwaltungsratsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse. |
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| 2004-05-09 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Neuregelung der Zulassungsvoraussetzungen für die Revision in § 543 II ZPO nicht verfassungswidrig und widerspricht die Beschränkung einer Entscheidung über die Nichtzulassung einer Revision auf die Klärung der Nichteröffnung des Zugangs zum Revisionsgericht nicht dem Rechtsschutzsystem des Grundgesetzes (1 BvR 864/2003 8. Januar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der erforderlichen Aufnahme der Berufungsanträge eine wörtliche Wiedergabe nicht unbedingt notwendig, doch muss deutlich werden, was ein Berufungskläger mit dem Rechtsmittel erstrebt (IV ZR 91/2003 11. Februar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Anforderungen des § 540 I 1 ZPO für im Termin der Schließung der mündlichen Verhandlung verkündete Urteile nicht herabgesetzt (VI ZR 94/2003 10. Februar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist die Anordnung eines Trennscheibeneinsatzes zur Ausschließung der Gefahr der Geiselnahme eines Strafverteidigers zulässig (5 Ars [Vollz9 78/2003 3. Februar 2004]). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die Grundsätze der Prospekthaftung im engeren Sinn nicht zu Lasten einer nur die Voraussetzungen für die Freigabe von Anlegergeldern zu prüfen habenden Bank angewendet werden (XI ZR 37/2003 27. Januar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann nach Erledigung eines Rechtsstreits in der Hauptsache in einen zusagegemäß erlassenen Bescheid kein erneuter Vorläufigkeitsvermerk aufgenommen werden (XI R 21/2002 14. Mai 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf erfüllt eine Telefaxübermittlung der jeweils durch den Vertragspartner eines Mietvertrags unterzeichneten Urkunden nicht die gesetzliche Schriftform und können sich beim mündlichen Abschluss eines langjährigen Mietvertrags zur schriftlichen Beurkundung verpflichtende Parteien nicht gegenseitig den Mangel der Schriftform entgegenhalten (10 U 102/2003 22. Januar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist eine Gemeinde bei Verdacht einer Kontaminierung eines Grundstückes mit Altlasten nicht zur (nachträglichen) entsprechenden Kennzeichnung des Bebauungsplans verpflichtet (6 U 67/2003 26. September 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Potsdam ist die Festlegung einer Mindestvergütung von 500 Euro nach § 2 II InsVV verfassungswidrig (und sind – bei anzunehmender Durchschnittsbearbeitungszeit von 37,5 Stunden - 2000 Euro angemessen) (35 IN 68/2003 26. März 2004). |