| 2004-08-15 |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln gilt auch für die strafrechtliche Arrestanordnung der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (2 Ws 105/2004 30. März 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg ist der durch die Anordnung der Nichtkürzung der Haare zwecks Überprüfung der Fahreignung erfolgende Eingriff in das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit gerechtfertigt (3 Bs 185/2003 27. August 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Heilbronn haftet ein siebenjähriges Kind trotz Bestehens einer Haftpflichtversicherung nicht für einen von ihm im Straßenverkehr verursachten Schaden (7 S 1/2004 Wa 5. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Memmingen müssen gewerblich tätige Anbieter der Internetplattform eBay Verbrauchern ein Widerrufsrecht bzw. ein Rückgaberecht einräumen und die Verbraucher entsprechend belehren (1 H O 1016/2004 23. Juni 2004). |
| Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein übergibt die Funktionen des Staatsoberhaupts an Erbprinz Alois Philipp Maria. |
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| 2004-08-14 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf die Unmöglichkeit der Entscheidung schwieriger Fragen in kurzer Zeit durch das Bundesverfassungsgericht nicht dazu führen, dass eine Verfassungsbeschwerde allein wegen des vom Beschwerdeführer nicht zu vertretenden Zeitablaufs als unzulässig verworfen wird und ist dem Betroffenen bereits zu dem Rechtseingriff in einem dinglichen Arrestverfahren und nicht erst zur endgültigen Entscheidung rechtliches Gehör zu gewähren (2 BvR 1012/2002 5. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands erfordert die Rechtswegerschöpfung vor Erhebung einer Verfassungsbeschwerde bei objektiv willkürlichen oder unter Verstoß gegen Verfahrensgrundrechte zu Stande gekommenen Entscheidungen eines Berufungsgerichts in Zivilsachen die Einlegung der auf Zulassung der Revision gerichteten Beschwerde, da sie nicht offensichtlich aussichtslos ist (1 BvR 138/2004 26. April 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haften die Mitglieder des Aufsichtsrats einer Voraktiengesellschaft dem ersten Vorstand nicht nach § 41 I 2 AktG für die Vergütungsansprüche und gehört diese Vergütung nicht zu dem in der Satzung gesondert auszuweisenden Gründungsaufwand (II ZR 47/2002 14. Juni 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Beweisantrag die zu beweisenden Tatsachen unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls spezifiziert bezeichnen (I ZR 196/2001 15. Januar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist ein noch nicht wertgestellte Zahlungseingänge ohne Weiteres einschließender Kontoauszug irreführend (3 U 38/2004 16. Juni 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle muss ein Streupflichtiger eine das Streuen unzumutbar machende Ausnahmelage beweisen (9 U 220/2003 27. Februar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist die Anbieterbehauptung Sorgenfrei ins Internet irreführend, wenn Viren- und Hackerangriffe nicht jedenfalls ganz weitgehend ausgeschlossen sind (3 U 40/2003 15. Januar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm verliert ein (im 9. Fachsemester Sozialarbeit) studierendes Kind seinen Anspruch auf weitere Finanzierung gegenüber dem unterhaltspflichtigen Elternteil, wenn es nicht im Einzelnen belegt, welche Veranstaltungen es besucht, welche Fachprüfungen es abgelegt und an welchen praktischen Ausbildungsabschnitten es teilgenommen hat (11 WF 146/2003 13. Februar 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz darf über einen Feststellungsantrag nicht durch Grundurteil entschieden werden und fehlt einer Widerklage eines Arztes auf Erstattung der Kosten eines Detektivs, der die klagende Patientin als Simulantin entlarvt haben soll, das Rechtsschutzinteresse (5 U 331/2004 24. Juni 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die allgemeine Bezeichnung des Erzeugnisses eines Mitbewerbers als billiges Plagiat eine Meinungsäußerung, deren Verbot gerechtfertigt ist (29 U 4296/2003 11. Dezember 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken darf ein Apotheker kein Parfüm verkaufen und seine Apotheke nicht zusätzlich als Parfümerie bezeichnen (1 U 549/2003-141 24. März 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Heilbronn gilt das Haftungsprivileg des § 828 II 1 BGB nicht bei einem Auffahren eines neunjährigen Fahrradfahrers auf ein parkendes Kraftfahrzeug (1 S 9/2004 St 12. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bremen haften Eltern nicht aus Aufsichtspflichtverletzung, wenn ein sechsjähriges Kind sich von der Hand der Mutter löst, eigenmächtig über einen Radweg läuft und dadurch einen Schaden eines Radfahrers verursacht (9 C 521/2003 19. Dezember 2003). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Ettenheim ist ein nach einem zu Informationszwecken erbetenen Angebot auf einer privaten Baustelle abgeschlossener Vertrag über Türen und Fenster ein widerrufbares Haustürgeschäft (1 C 270/2003 20. April 2004). |
| Müller, Horst, Praktische Fragen des Wohnungseigentums, 4. A. 2004 |
| Beckmann, Roland Michael/Matusche-Beckmann, Annemarie, Versicherungsrechts-Handbuch, 2004 |
| Berlit, Wolfgang, Wettbewerbsrecht, 5. A. 2004 |
| Handbuch des Wettbewerbsrechts, hg. v. Gloy, Wolfgang/Loschelder, Michael, 3. A. 2004 |
| Kloepfer, Michael, Umweltrecht, 3. A. 2004 |
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| 2004-08-13 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine vermietende Gesellschaft des bürgerlichen Rechts im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung ihrer Einkünfte aus Vermietung beteiligtenfähig und klagebefugt und ist ein Mietvertrag zwischen einer Gesellschaft und einem Gesellschafter steuerrechtlich nicht anzuerkennen, wenn und soweit dem Gesellschafter das Mietgrundstück nach § 39 II Nr. 2 AO 1977 anteilig zuzurechnen ist (II X R 83/2000 18. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln dürfen zwar Preisangaben auf einer nur durch einen einfachen Link zugänglichen Internetseite aufgeführt sein, doch müssen sie dort deutlich lesbar sein (6 U 4/2004 7. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein Polizeibeamter den seinem Dienstherrn durch Tanken von Diesel statt Benzin entstehenden Schaden am Dienstfahrzeug (rund 3000 Euro) ersetzen (2 A 11982/2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg kann ein Arbeitgeber einen nachträglichen Teilzeitbeschäftigungsantrag während einer Elternzeit aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen (3 Sa 44/2003 6. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg muss der Arbeitgeber bei der Sozialauswahl vor einer Kündigung auch Unterhaltspflichten angemessen berücksichtigen (12 Sa 108/2003 17. März 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln darf ein Arbeitnehmer die dreiwöchige Frist für eine Kündigungsschutzklage nicht deswegen verstreichen lassen, weil der Betriebsleiter zum Abwarten rät (5 Ta 63/2004 19. April 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Baden-Württemberg kann ein Steuerzahler Belastungen durch die Einführung des Euro nicht als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen (2 K 84/2003). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss ein Telekommunikationsunternehmen bei der klageweisen Durchsetzung seiner Forderung die Einzelgespräche nachweisen können (154 C 4031/2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands ist die Beteiligung der Mainova AG an den Stadtwerken Aschaffenburg rechtswidrig. |
| Nach einer Entscheidung des Bauministeriums Brandenburg ist das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des Flughafen Schönefeld genehmigt. |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist ein ehemaliger Schüler des Priesterseminars Sankt Pölten wegen des Besitzes von (rund 1700) Kinderpornobildern zu sechs Monaten Haft mit Bewährung verurteilt. |
| Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Kaliforniens sind mehr als 4000 Ehen gleichgeschlechtlicher Paare nichtig. |
| Jürgen Stock wird Vizepräsident des Bundeskriminalamts. |
| In Deutschland wurden 2003 rund 214000 Ehen geschieden. |
| Deutschland gewährt Libyen wieder staatliche Hermes-Bürgschaften. |
| Der Preis für ein Fass Öl der Sorte Brent steigt auf 42,90 Dollar, der Sorte West Texas Intermediate auf 45,55 Dollar. |
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| 2004-08-12 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein Rechtsanwalt sich (unahbhängig von einer Qualifikation als Fachanwalt) als Spezialist (z. B. für Verkehrsrecht) auf seinem Briefkopf einstufen und verletzen die berufsrechtlichen Regelungen teilweise das Grundrecht der Berufsfreiheit (1 BvR 159/2004 28. Juli 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands hat bei bewusster, objektiv greifbar gesetzwidriger Rechtsanwendung der Betroffene hilfsweise eine außerordentliche Beschwerdemöglichkeit (IV B 230/2002 13. Mai 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein Gericht eine bestandskräftig gewordene Billigkeitsmaßnahme der Finanzverwaltung zur Anpassung an eine abweichende Rechtsauffassung beachten (VIII R 33/2002 16. März 2004). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf die Polizei das angehaltene Kraftfahrzeug eines betrunkenen Kraftfahrzeugführers (ermessensfehlerfrei) durch ein Abschleppunternehmen auf einen nahe gelegenen Parkplatz abschleppen lassen (6. August 2004). |
| Nach Entscheidungen des Finanzgerichts Niedersachsen dürfen zielgerichtet der Erforschung der Verhältnisse Dritter dienende Ermittlungen einer Außenprüfung nicht verwertet werden (13 K 507/2000 22. Juni 2004 u. a.). |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster darf die Finanzverwaltung bei mangelhafter Buchführung die Umsätze eines Gewerbetreibenden mittels in sich schlüssiger Schätzung festlegen (IV R 45/2003). |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Sachsen-Anhalt kann die Finanzverwaltung (bei schlüssiger Darlegung der Voraussetzungen) mutmaßlich nicht gezahlte Steuern bereits vor Abschluss eines Strafverfahrens wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung verlangen (1 V 1019/2003). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Freiburg im Breisgau muss Baden-Württemberg einem rechtswidrig wegen Brandstiftungsverdachts Abgehörten und unter Zurückhaltung von Beweismitteln in Untersuchungshaft Gehaltenen 30000 Euro, seinem Vater 15000 Euro Schadensersatz zahlen. |
| Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf sich ein Arbeitnehmer auch erst kurz vor Ende eines befristeten Arbeitsverhältnisses als arbeitssuchend melden (33 AL 127/2004 26. Juli 2004). |
| Das Priesterseminar Sankt Pölten wird geschlossen. |