| 2007-07-22 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann, wenn zu einem Nachlass, für den Vorerbschaft und Nacherbschaft angeordnet worden sind, ein Anteil an einer Erbengemeinschaft mit einem Grundstück im Gesamthandsvermögen gehört, der Vorerbe über dieses Grundstück ohne die Beschränkungen des § 2113 BGB verfügen (V ZB 145/2006 15. März 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Nichtbegünstigung zusammenlebender Eltern durch Versagung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende nicht verfassungswidrig (III R 4/2005 19. Oktober 2006). |
| Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf die Umschreibung eines ausländischen Führerscheins nicht von einer erneuten Untersuchung der Fahreignung im Inland abhängig gemacht werden (III-5 Ss 23/2007 19. April 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist das Durchführen einer Einkaufsfahrt mit einem für Überführungen bestimmten (roten) Kraftfahrzeugkennzeichen nicht nach §§ 1, 6 PflVG strafbar (2 Ss 533/2006 18. Dezember 2006). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss ein mit Wirtschaftsjurist werbender Diplomwirtschaftsjurist einen klarstellenden Zusatz (z. B. FH) verwenden (4 U 153/2006 22. Februar 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann ein Verschweigen einer Doppelversicherung eine arglistige Täuschung sein (20 U 172/2006 14. Februar 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist ein Schiedsspruch, der statt der beklagten Gesellschaft des bürgerlichen Rechts deren Gesellschafter als Gesamtschuldner verurteilt, ein Verstoß gegen den ordre public (34 Sch 23/2006 29. Januar 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ravensburg ist ein Kraftstoffmehrverbrauch eines Personenkraftwagens von 3,03 Prozent gegenüber dem Verkaufsprospekt zwar ein Sachmangel, aber unerheblich (2 O 297/2006 6. März 2007). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist die Klage Valerie Plames und Joseph Wilsons gegen vier Regierungsangestellte wegen Enthüllung der Identität der früheren Mitarbeiterin des CIA (Civil Intelligence Agency) auf Schadensersatz zurückgewiesen. |
| Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika müssen Purdue Pharma LP und drei Angestellte wegen Täuschung der Öffentlichkeit über die Gefahren eines Schmerzmittels (Oxycontin) 634 Millionen Dollar zahlen. |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist der sofortige Vollzug der Haft des wegen Betrugs (22,5 Millionen Dollar) und Justizbehinderung schuldig gesprochenen Verlegers Conrad Black abgelehnt. |
| Nach einer Entscheidung der europäischen Arzneimittelagentur darf Sanofi-Aventis das Medikament Acomplia gegen Fettleibigkeit in Europa weiter verkaufen, aber nicht an unter schwerer Depression leidende Patienten. |
| BMW kauft die Motorradabteilung Husqvarnas. |
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| 2007-07-21 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzen Art. 1 Nrn. 7 und 16, 2 Nr. 1 des Gesetzes zur Neuregelung des Versicherungsvermittlungsrechts die bisher zugelassenen Versicherungsberater nicht in ihren Grundrechten aus Art. 3 I, 12 I GG (1 BvR 999/2007 8. Mai 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der den Mandanten nicht auf das gegenstandswertabhängige Rechtsanwaltsgebührenrecht hinweisende Rechtsanwalt zum Ersatz des dadurch verursachten Schadens verpflichtet (IX ZR 89/2006 24. Mai 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn sich der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt gegen einen wieder verheirateten Ehegatten nach seinem fiktiv ohne den Splittingvorteil der neuen Ehe errechneten Einkommen bemisst, auch ein eventueller Realsplittingvorteil auf der Grundlage dieses fiktiv nach der Grundtabelle bemessenen Einkommens zu bestimmen (XII ZR 245/2004 23. Mai 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein in einer allgemeinen Mietvertragsbedingung enthaltenes Parabolantennenverbot rechtswidrig (VIII ZR 207/2004 16. Mai 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Werben um Mitglieder oder Unterstützer einer terroristischen Vereinigung grundsätzlich (noch) keine Unterstützung dieser Vereinigung (AK 6/2007 16. Mai 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Veräußerung von Wohnungseigentum unter umfassender Modernisierung und Aufstockung das Werkvertragsrecht auf Mängel der gesamten Bausubstanz anwendbar (VII ZR 210/2005 26. April 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf die Prüfung einer notierten Frist nicht erst am letzten Tag der Frist erfolgen (VI ZB 66/2006 25. April 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der Rückabwicklung eines widerrufenen Darlehensvertrags der Rechtsgedanke der Vorteilsausgleichung zu berücksichtigen (XI ZR 17/2006 24. April 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich ein Eigentümer der Haftung als Zustandsstörer nicht durch Verzicht auf sein Eigentum entziehen (V ZR 179/2006 30. März 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Herausgabeanspruch eines eingetragenen Grundstückseigentümers nur verwirkt, wenn die Herausgabe für den Besitzer schlechthin unerträglich ist (V ZR 190/2006 16. März 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist anzunehmen, dass ein Rechtsanwalt sich auch mit Hilfe elektronischer Datenbanken über die Rechtsprechungsentwicklung unterrichten muss (IX ZR 55/2003 11. Januar 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf bei einer rechtswirksamen Anpassungspflicht ein Bebauungsplan nicht bekannt gemacht werden (4 BN 8/2007 14. Mai 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf eine Abfindung Teilzeitbeschäftigter anteilsmäßig erfolgen (9 AZR 729/2005 13. Februar 2007). |
| Der Basiszinssatz beträgt seit 1. Juli 2007 3,19 Prozent. |
| *Schoch, Friedrich, Informationsfreiheitsgesetz, 2007 |
| *Zimmermann, Walter, Zivilprozessordnung, 8. A. 2007 |
| *Koch, Ludwig/Kilian, Matthias, Anwaltliches Berufsrecht, 2007 |
| *Zimmermann, Walter, Anwaltsvergütung außerhalb des RVG, 2007 |
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| 2007-07-20 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands endet ein Arbeitsverhältnis grundsätzlich durch Vereinbarung eines schriftlichen Geschäftsführerdienstvertrags (6 AZR 774/2006 19. Juli 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein Siebenunddreißigjähriger aus dem ehemaligen Jugoslawien wegen Förderung der Schwarzarbeit zu drei Jahren Haft verurteilt. |
| Die Parteien der Streitsache 3.08 O 1546/1997 haben den vom Landgericht Frankfurt am Main vorgelegten Vergleichsvorschlag angenommen. |
| Nach einer Entscheidung des Landratsamts Donauwörth ist das Disziplinarverfahren gegen Alfred Böswald eingestellt. |
| In Umfragen erreicht die Christlich Demokratische Union/Christlich Soziale Union 40 Prozent der Stimmen, die Sozialdemokratische Partei 29 Prozent. |
| Graser, Alexander, Privatdozent an der Hertie School of Governance Berlin wird zum W3-Professor der juristischen Fakultät ernannt. |
| Jakob, Dominique wechselt von München nach Zürich. |
| Ransiek, Andreas wechselt von Osnabrück nach Bielefeld. |
| Schliesky, Utz wird in Kiel zum außerplanmäßigen Professor ernannt. |
| Wittig, Petra wird in München zum W2-Professor ernannt. |
| Wittreck, Fabian wechselt von Würzburg auf eine W2-Professur nach Münster. |
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| 2007-07-19 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein unverlangt Werbe-SMS erhaltender und den Absender zivilrechtlich belangen wollender Verbraucher von der Telefongesellschaft Auskunft über den Namen und die Anschrift des Inhabers des Absendeanschlusses verlangen (ZR 181/2004 19. Juli 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Kündigung einer Krankentagegeldversicherung aus wichtigem Grund durch den Versicherer (noch) nicht begründet, wenn ein Versicherter trotz Bezugs von Krankentagegeld kleinere Arbeiten erledigt (IV ZR 129/2006 18. Juli 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei einem Gebrauchtwagenkauf zu vermuten, dass ein binnen sechs Monaten festgestellter Mangel (z. B. an der Zylinderkopfdichtung) bereits bei Abschluss des Kaufvertrags bestanden hat, doch kann der Verkäufer die Vermutung widerlegen (VIII ZR 259/2006 18. Juli 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Betreiber einer Windenergieanlage unter bestimmten Voraussetzungen zwecks Anschlusses seiner Anlage an das Stromnetz dessen Ausbau verlangen (VIII ZR 288/2005 18. Juli 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine nach sofort vollzogenem Widerruf der Zulassung eines Rechtsanwalts eintretende verschuldete Fristversäumnis nicht der betroffenen Partei zugerechnet werden (5 AZR 848/2006 18. Juli 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist der Abzug der Kostendämpfungspauschale von der Beihilfe für Beamte wegen Verletzung der Alimentationspflicht, des Rücksichtnahmegebots und der Dienstherrentreue rechtswidrig (6 A 3535/2006 18. Juli 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein Kinderpornografie abrufender und weitergebender Lehrer aus dem Dienst zu entfernen (3 A 10296/2007 12. Juli 2007). |
| Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt ist ein Betrag von 1100 Euro für eine Erstausstattung einer bezugsfertigen Wohnung eines alleinstehenden Arbeitslosengeld II-Empfängers ausreichend (2 B 261/2006 AS 14. Februar 2007). |