| 2002-08-22 |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße hat bei Erschöpfung der Aufnahmefähigkeit eines Gymnasiums (z. B. Werner-Heisenberg-Gymnasium Bad Dürkheim) ein Schüler keinen Anspruch auf Aufnahme in dieses Gymnasium (2 L 2211/2002). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Hongkongs können Deutsche Bank AG und BNP Paribas derzeit nicht die Auswechslung der Führungskräfte von Asia Pulp & Paper Co erzwingen. |
| Die Europäische Kommission hält ein Dosenpfand für europarechtsgemäß. |
| Die Staatsanwaltschaft Augsburg erhebt Anklage gegen drei Angestellte der CPU Softwarehouse AG wegen verbotenen Insiderhandels (Verkauf von Aktien für 270000 Euro vor öffentlicher Verlustwarnung). |
| Consors wechselt am 16. September 2002 vom neuen Markt in den geregelten Markt. |
| T-Online Internationale AG verlangt ab 1. September 29,95 Euro monatlich für den schnellen DSL-Zugang ins Internet (Flatrate). |
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| 2002-08-21 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf bei einem Verfall über den erzielten Gewinn hinaus dem Empfänger alles ihm durch die Straftat Zugeflossene (z. B. Gesamteinnahme aus einem gegen ein Embargo verstoßendes Handelsgeschäft) vom Staat eingezogen werden (1 StR 115/2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können sich Arbeitnehmer nach einem Betriebsverkauf gegenüber einem nicht tarifgebundenen Erwerber nicht auf ihren eine Vergütung in Höhe des jeweils geltenden Tariflohns vorsehenden Arbeitsvertrag berufen, so dass sie eine nach dem Betriebsübergang erfolgende Tariferhöhung nicht verlangen können (4 AZR 263/2001). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands diskriminiert eine tarifliche, bei Fehlen eines hinterbliebenen Ehegatten Hinterbliebenenbezüge zur Auszahlung an unterhaltsberechtigte, mit dem verstorbenen Arbeitnehmer in einem Haushalt lebende oder von ihm sorgerechtlich betreute Kinder vorsehende Versorgungsregelung nichteheliche Kinder nicht (3 AZR 463/2001 20. August 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist auch bei Abbedingung aller Gewährleistungsansprüche das Verschweigen der Belegenheit eines Grundstücks in einem Überschwemmungsgebiet ein zu Wandlung oder Minderung berechtigender Sachmangel (5 U 1754/1998). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg verliert ein sein Motorrad abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen gestaltender Kraftfahrzeughalter den Haftpflichtversicherungsschutz für von ihm verursachte Straßenverkehrsunfallschäden (8 U 3687/2001). |
| Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist auch eine außerhalb des Betriebs erbrachte, normalerweise im Rahmen des betrieblichen Arbeitsablaufs zu erbringende, vom Arbeitgeber zu einem Festpreis an eigene angestellte Arbeitnehmer vergebene Arbeit mitbestimmungspflichtig (5 TaBV 43/2001 5. Mai 2001). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg berührt eine Entziehung einer Funktion als Gemeindedirektor oder Kurdirektor das Beamtenverhältnis eines Gemeindebeamten nicht (2 B 302/2002). |
| Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main muss die Deutsche Lufthansa einem seinen Reisepass vergessenden und deswegen in China mit einer Geldstrafe von 1650 Euro bestraften Piloten die Strafe nicht ersetzen (6 Ca 2397/2002 20. August 2002). |
| Michael Kopper von Enron Corp. erklärt sich der Geldwäsche und des Betrugs für schuldig und will mit den Untersuchungsbehörden der Vereinigten Staaten von Amerika zusammenarbeiten. |
| Die Deutsche Telekom AG erzielt im ersten Halbjahr 2002 einen Verlust von 3,9 Milliarden Euro (durch höhere Abschreibungen). |
| Die Zahl der Sozialhilfeempfänger Deutschlands steigt auf 2,7 Millionen Menschen (3,3 Prozent der Bevölkerung, dabei Deutsche 2,8 Prozent der Bevölkerung, Ausländer 8,3 Prozent, Bremer 9,2 Prozent, Bayern 1,7 Prozent, Westdeutsche 3,2 Prozent, Ostdeutsche 2,7 Prozent). |
| Bei Blaubeuren wird eine rund 35000 Jahre alte, 3,5 cm hohe Mammutelfenbeinstatuette eines Greifvogels oder Vogelmenschen gefunden. |
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| 2002-08-20 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hindert ein laufendes Insolvenzverfahren ein Finanzamt nicht an der Durchsetzung von gegen das Unternehmen bestehenden Steueransprüchen gegenüber dem persönlich haftenden Gesellschafter (IX ZR 265/2001 4. Juli 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein über ein am Geldautomaten als vorhanden ausgewiesenes, aber noch nicht verfügbares Guthaben (z. B. 1000 DM) verfügender Kontoinhaber (z. B. Rentnerin) keine Überziehungszinsen für das zu früh abgehobene Geld bezahlen (I ZR 86/2000 27. Juni 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Geltendmachung eines Anspruchs zur Wahrung einer tarifvertraglichen Ausschlussfrist (nur) eine geschäftsähnliche Handlung, so dass ein Stellvertreter keine Vollmachtsurkunde vorlegen muss (5 AZR 341/2001 14. August 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat ein mit seinem Kraftfahrzeug in ein Hochwassergebiet fahrender Autofahrer wegen grob fahrlässiger Schadensverursachung keinen Anspruch aus Teilkaskoversicherung (7 U 97/2000). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist das Versprechen eines wertvollen HiFi-Geräts als Geschenk bei Bestellung bestimmter, bei Einsatz eines Sparschecks im Wert von 60 DM zusammen 49,90 DM kostender Waren wettbewerbswidrig (3 U 281/2001 27. Juni 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist das Führen eines durch eine ausländische Hochschule (z. B. Kemerovo/Russische Föderation) verliehenen Professorentitels im Internet (z. B. durch einen Gynäkologen) vor der erforderlichen Zustimmung der Verwaltungsbehörde wettbewerbswidrig (6 U 15/2002 7. Juni 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Oldenburg hat ein Anleger einen Schadensersatzspruch in Höhe von 50000 Euro wegen fehlerhafter Unterrichtung über die Kapitalanlage in einem Windpark gegen die Projektinitiatoren (8 O 3573/2001 13. August 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg ist ein das Wahlergebnis nicht tatsächlich verfälschender Fehler des Wahlverfahrens (z. B. der Bürgermeisterwahl in Dirlewang) unbeachtlich. |
| Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz begründet ein von einem Flugplatz ausgehender Lärm keine Verringerung des Einheitswerts eines davon (in üblicher Weise) betroffenen Grundstücks (1 K 2646/1999 27. Mai 2002). |
| Nach einem Beschluss des Senats Berlins bleibt die Durchfahrt durch das Brandenburger Tor grundsätzlich gesperrt (ausgenommen Linienbusse und Taxis). |
| Die Schweiz überweist der Nationalbank Perus 77 Millionen von peruanischen Militärs bei Züricher Banken versteckter Schwarzgelder. |
| Der Rohölpreis für Nordseeöl der Sorte Brent steigt auf 27,50 Dollar. |
| Redaktionsschluss für Köbler, Gerhard, Who is who im deutschen Recht, 2002. |
| Thomas Wegscheider 27. Februar 1933-20. August 2002. |
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| 2002-08-19 |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Tragen wenig bekannter Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (z. B. eines in Form und Größe dem Armdreieck der Hitlerjugend ähnlichen Abzeichens) zwecks Verhinderung der Wiederbelebung verfassungsfeindlicher Vereinigungen, der Verhinderung gruppeninterner Bindungen und zwecks Stärkung der Rechtssicherheit grundsätzlich strafbar (3 StR 495/2001). |
| Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Rheinland-Pfalz hat die dem Fraktionsvorsitzenden Böhr gewidmete Broschüre Nix Politik! Fußball! der CDU-Landtagsfraktion und des CDU-Landesverbands Rheinland-Pfalz keinen hinreichenden Bezug zur parlamentarischen Tätigkeit, so dass für sie keine vom Staat den Fraktionen zur Verfügung gestellten Mittel verwendet werden dürfen. |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen muss sich ein Antragsteller für eine Einbürgerung in Deutschland nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich in deutscher Sprache äußern können (12 UE 1473/2002). |
| Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist eine einen Leasingnehmer bei Vertragsablauf vom Kauf eines geleasten Kraftfahrzeugs (z. B. Porsche) ausschließende allgemeine Geschäftsbedingung (unter Belastung mit der Erstattung des Unterschieds zwischen dem tatsächlichen Restwert von 14200 Euro und dem veranschlagten Restwert von 18000 Euro) unangemessen und rechtswidrig (141 C 27942/2001). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts Nigerias ist die mehr als neun Monate nach ihrer Ehescheidung ein Kind aus einer außerehelichen Beziehung gebärende Amina Lawal zum Tod durch Steinigung nach Verselbständigung des Kinds verurteilt. |
| Nach einer von Robbie Williams angestrebten Entscheidung einer Schiedsinstanz der Vereinten Nationen darf Howard Taylor die in unlauterer Absicht aufgenommene Internetadresse www.robbiewilliams.info nicht führen. |
| Die Bundesregierung Deutschlands beschließt als Folge des Hochwassers an Elbe und Mulde eine Haushaltssperre und eine Verschiebung der geplanten Steuerentlastung (um 6,9 Millionen Euro) von 2003 auf 2004. |
| Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn AG schließen einen Rahmenvertrag über den Bau der Magnetschwebebahn Metrorapid. |
| Das Bundeskartellamt Deutschlands stellt das Missbrauchsverfahren gegen Bewag, Veag und die Hamburgische Electricitäts-Werke AG wegen des Verdachts der Inrechnungstellung unangemessen hoher Kosten für Regelenergie ein. |
| In den Vereinigten Staaten von Amerika werden vermehrt Väter wegen Nichterfüllung von Unterhaltsverpflichtungen festgenommen. |
| Die Polizei Zimbabwes hat bisher 147 weiße Farmer (von rund 2900 zum Verlassen ihres Lands aufgeforderten weißen Farmern) festgenommen, weil sie ihr Land nicht verlassen haben. |
| Derzeit steigt die Zahl der Menschen jährlich um rund 80 Millionen (für 2050 geschätzt 9,1 Milliarden). |
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| 2002-08-18 |
| Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine eine Abgabe darstellende Gebühr für die notarielle Beurkundung eines Vertrags über die Gründung einer Kapitalgesellschaft (z. B. Gründerzentrum-Betriebs-GmbH in Höhe von 2273,60 DM) durch beamtete Notare (Baden-Württembergs) europarechtswidrig (C-264/2000 21. März 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll die Teilnahme eines Richters an einer Tagung zu einer aktuellen Rechtsfrage (z. B. drückervermittelte Wohnungsfinanzierung) und seine dortige Meinungsäußerung (z. B. gegen aufzuhebende Urteile eines Oberlandesgerichts) grundsätzlich keine Befangenheit begründen (XI ZR 388/2001 14. Mai 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind für die Ladung eines benannten Zeugen im Ausland (z. B. Italien) die Einzelumstände des Falls (z. B. Einfuhr von Betäubungsmitteln) unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit gegeneinander abzuwägen (3 StR 504/2001 25. April 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst die vertragliche Verpflichtung zur Freistellung auch die Verpflichtung zur Abwehr unbegründeter Ansprüche Dritter vom Freistellungsberechtigten, doch kann der den Dritten ohne Einschaltung des Freistellungsschuldners befriedigende Freistellungsberechtigte Ersatz von Aufwendungen nur bei Vorliegen eines Anspruchs aus Geschäftsführung ohne Auftrag verlangen (V ZR 3/2001 19. April 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der Inhalt einer dienstlichen Erklärung eines Richters über Wahrnehmungen in einer früheren Hauptverhandlung nicht für die Beurteilung der Schuld- und Straffrage im Rahmen der Beweiswürdigung verwertet werden (4 StR 485/2001 22. März 2002). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands spricht bei Einwilligung des nicht sorgeberechtigten Elternteils und des mindestens fünfjährigen Kindes in die Änderung des Familiennamens eines sog. Scheidungshalbwaisen eine widerlegliche Vermutung dafür, dass die Namensänderung dem Kindeswohl entspricht (6 C 10/2001 20. März 2002). |