| 2020-08-25 |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann eine Berufung, deren Begründung weitgehend aus Urteilsversatzstücken und Textbausteinen besteht und inhaltlich auf das angegriffene Urteil kaum eingeht, als unzulässig verworfen werden, auch wenn sie 146 Seiten umfasst (15 U 171/2019 18. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg kann ein Arbeitnehmer auf Grund der Datenschutzgrundverordnung einen Fingerabdruck auf einem Zeiterfassungssystem ohne Befürchtung einer Abmahnung durch den Arbeitgeber verweigern, weil die Fingerlinienverzweigungen biometrische persönliche Daten sind (10 Sa 2130/2019 4. Juni 2020). |
| Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Bremen dürfen Geschwisterkinder beispielsweise eines Schülers nicht pauschal von Einschulungsfeiern an Grundschulen ausgeschlossen werden, weil dies eine unverhältnismäßige Ungleichbehandlung ist (5 V 1657/2020 19. August 2020). |
| Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf sind zwei Schüler nach der Verweigerung des Tragens einer geeigneten Mund-Nase-Bedeckung rechtswidrig von der Teilnahme an dem Präsenzunterreicht ausgeschlossen, aber wegen der bestehenden Gesundheitsgefahren nicht von der Maskenpflicht befreit (18 L 1608/2020 25. August 2020). |
| Die Mohrenstraße in Berlin mit dem Bundesjustizministerium soll nach dem ersten Gelehrten mit Herkunft aus Afrika an einer Universität Preußens in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umbenannt werden. |
| Die Stadt München beschließt ein Verbot des Verkaufs von Alkohol ab einundzwanzig Uhr für den Fall, dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je einhunderttausend Einwohner während siebener Tage auf mehr als fünfunddreißig steigt. |
| Facebook zahlt auf Grund eines Vergleichs in Frankreich für die Jahre 2009 bis2018 einhundertsechs Millionen Euro Einkommensteuer nach. |
| Das Unternehmen Aveva in Großbritannien übernimmt für fünf Milliarden Dollar den Anbieter Orisoft in den Vereinigten Staaten von Amerika. |
| Nach Ansicht einer Forschergruppe der nationalen Akademie der Wissenschaften der Vereinigten Staaten von Amerika gehen in dem Jahre 2070 infolge der Intensivierung der Landwirtschaft jährlich etwa achtundzwanzig Milliarden Tonnen Boden durch Wasserabfluss verloren und ist in dem Vergleich zu dem Jahre 2015 je nach Gebiet mit einer Zunahme der Bodenverluste zwischen dreißig und sechsundsechzig Prozent zu rechnen. |
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| 2020-08-24 |
| 2020-08-24 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss über einen Ausschluss eines Gesellschafters einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Verwertung seiner Anteile nicht gleichzeitig entschieden werden, selbst wenn die Einlage noch nicht geleistet wurde, weil der frühere Gesellschafter weiter Inhaber seiner Anteile und an die damit verbundenen Verpflichtungen gebunden bleibt (II ZR 171/2019 4. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird die gesetzliche Strafmilderung nach § 306e StGB analog auch gewährt, wenn der Brandstifter die Gefahr anders abwendet als durch Löschen des Feuers (1 StR 118/2020 27. Mai 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart darf ein Inhaber eines Optikfachgeschäfts nicht mit Gratisbrillen für so genannte Coronahelden werben, weil die kostenlose Abgabe von Brillen § 7 I HWG verletzt (2 W 23/2020 6. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern unterrichtete die Staatsanwaltschaft Regensburg die Medien in dem Juli 2017 zu früh über die Korruptionsanklage gegen den früheren Oberbürgermeister Regensburgs Joachim Wolbergs und hat dadurch das Recht des Betroffenen auf ein faires Verfahren verletzt (7 ZB 19/1999 20. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg darf ein Arbeitgeber eine geplante Präsenzsitzung des Gesamtbetriebsrats nicht wegen der Coronakrise untersagen, wenn geheim durchzuführende Wahlen anstehen, die nicht mittels Video oder Telefon durchgeführt werden können (12 TaBVGa 1015/2020 24. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss ein Angeklagter unter Umständen in dem Gerichtssaal die Gesichtsmaske abnehmen, wenn dadurch das Verhalten eines beispielsweise wegen eines Eifersuchtsmords an seiner früheren, vierunddreißig Jahre jüngeren Lebensgefährtin auf einem Reiterhof Angeklagten besser bewertet werden kann (3590 Js 23697/2019 21. August 2020). |
| Nach einer Versäumnisentscheidung des Landgerichts Hamburg darf Klaus Günter Annen aus Weinheim auf der Internetseite Babykaust nicht bei Äußerungen über die Ärztin Kristina Hänel in Gießen den Schwangerschaftsabbruch nicht mit dem Holocaust vergleichen und muss 6000 Euro an die Betroffene zahlen (324 O 290/2019 24. August 2019). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover kann sich ein Empfänger einer Fehlüberweisung von rund 170000 Euro nicht auf Entreicherung durch Luxusaufwendungen berufen, da er von Anfang an mit der Rückzahlung des Geldes rechnen musste (4 O 248/2019 27. Juli 2020). |
| Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Münster war in Emsdetten an dem 22. August eine Abiturfeier mit fünfundneunzig Teilnehmers entgegen der Verordnung zu dem Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus als herausragender Anlass zu genehmigen (5 L 708/2020 22. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika ist der vierundsiebzigjährige Joseph James De Angelo mehr als vierzig Jahren nach dreizehn Morden und vielen Vergewaltigungen nach einem Geständnis zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit der Bewährung verurteilt (um 20. August 2020). |
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| 2020-08-23 |
| 2020-08-23 Nach einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union ist es Sache des vorlegenden Gerichts als Gerichts des Vollstreckungsmitgliedstaats über die Zulässigkeit und die Stichhaltigkeit der Beweise zu entscheiden, die der Schuldner des Unterhaltsanspruchs zu der Stützung der Behauptung vorgelegt hat, dass er seine Schuld größtenteils beglichen habe (C-41/2019 4. Juni 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands gebietet die Verfassung keinen vollkommenen Schutz vor jeglicher mit einem Strafverfahren einhergehender Gesundheitsgefahr, so dass von dem allgemeinen Lebensrisiko einer Infektion mit dem Coronavius auch ein Angeklagter eines Strafverfahrens nicht vollständig ausgenommen werden kann (2 BvR 483/2020 19. Mai 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind dem Gerichtshof der Europäischen Union verschiedene Fragen über die Folgen der Rechtswidrigkeit der Mindestsätze und Höchstsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure vorgelegt (VII ZR 174/2019 15. Mai 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bemisst sich der Streitwert eines Antrags auf Feststellung der Nichtigkeit eines Vertrags nach dem Wert der Leistungspflicht, von welcher der Kläger freigestellt werden will beziehungsweise nach dem Wert der Leistung, die ihm zurückgewährt werden soll, während die Gegenleistung außer Betracht bleibt (V ZR 160/019 12. März 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss bei bestimmten Zweifeln die Nichtexistenz anderer Gläubiger in dem Aufgebotsverfahren ausreichend glaubhaft zu machen (3 Wx 254/2019 3. April 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist ein selbständiger Tennislehrer, der wegen einer fortschreitenden Erkrankung des rechten Handgelenks keinen einzigen längeren Ballwechsel mehr ausführen kann, als berufsunfähig anzusehen (5 U 42/2019 12. Februar 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern kann ein in einem früheren Verfahren auf Erteilung einer Fahrerlaubnis vorgelegtes Fahreignungsgutachten verwertet werden, selbst wenn die für das damalige Gutachten ursächliche Straftat in dem Fahreignungsregister inzwischen getilgt ist (11 ZB 84/2020 11. März 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg ist ein Jugendamt nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, alle Tatsachen zu ermitteln und festzustellen, aus denen eine Kindeswohlgefährdung erwachsen kann (6 S 5/2020 5. Mai 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen steht eine Nichtteilnahme an einer Rückrufaktion zwecks Softwareupdates der Zuteilung einer Prüfplakette für ein Dieselkraftfahrzeug entgegen (8 B 1179/2019 15. Mai 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist § 222 II ZPO auf die nach § 721 II 2, III 2 oder § 794a I 2 ZPO zu ermittelnde Frist für die Anbringung des Antrags auf Verlängerung der Räumungsfrist unmittelbar anwendbar (64 T 40/2010 20. Mai 2020). |
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| 2020-08-22 |
| 2020-08-22 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Anspruch auf Entschädigung wegen eines immateriellen Schadens nach einer Verletzung des Benachteiligungsverbots abgetreten und gepfändet werden, so dass er in die Insolvenzmasse fällt (IX ZB 11/2019 18. Juni 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt auch bei einer bereits länger andauernden Unterbringung die gemäß § 1906 I Nr. 1 BGB erfolgende weitere zivilrechtliche Unterbringung eine nach wie vor bestehende ernstliche und konkrete Gefahr für Leib oder Leben des Betroffenen voraus, wobei sich in dem Einzelfall aber Besonderheiten ergeben können (XII ZB 215/2020 10. Juni 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich der für eine Strafbarkeit wegen Zuwiderhandlung gegen ein vereinsrechtliches Betätigungsverbot erforderliche mindestens bedingte Vorsatz auf die Existenz des gegen den ausländischen Verein verfügten vollziehbaren Verbots erstrecken, wobei ein Irrtum über das Bestehen des Verbots ein Tatbestandsirrtum ist (3 StR 52/2020 10. Juni 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bleibt das Familiengeld Bayerns bis zu monatlich 300 Euro als einzusetzendes Einkommen in dem Rahmen der Verfahrenskostenhilfe unberücksichtigt (XII ZB 537/2019 20. Mai 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands beziehen sich die Entscheidungen des Senats über den Wegfall des Widerrufs einer Versorgungszusage wegen wirtschaftlicher Notlage nur auf laufende Betriebsrenten und unverfallbare Anwartschaften, nicht hingegen auf künftige Zuwächse (3 AZN 442/2020 23. Juni 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein Betriebsrat eine Befugnis für einen Antrag auf Durchführung eines Sozialplans (1 ABR 38/2018 25. Februar 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein bebautes, durch den Steuerpflichtigen langjährig in dem Rahmen privater Vermögensverwaltung genutztes Grundstück Gegenstand eines gewerblichen Grundstückshandels werden, wenn der Steuerpflichtige in Hinblick auf eine Veräußerung Baumaßnahmen ergreift, durch die ein neues Gebäude hergestellt wird (X R 1872018 15. Januar 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin liegt eine Verletzung des Vorranggebots und Beschleunigungsgebots in einer Kindschaftssache nach § 155 I FamFG nicht vor, wenn wegen des Notbetriebs in dem Familiengericht auf Grund der Coronakrise der Bericht eines Verfahrensbeistands erst einen Monat nach Eingang bearbeitet wird und die Kinder seit mehr als drei Jahren keinen Umgang mit ihrem Vater haben (17 WF 1028/2020 25. Juni 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kommt eine Löschung einer Eintragung in dem Handelsregister nach § 395 FamFG nur in Betracht, wenn ihre Unzulässigkeit zu bejahen ist (22 W 73/2014 13. Mai 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann ein Antrag des Erben, die Testamentsvollstreckung durch Einziehung des Testamentsvollstreckerzeugnisses zu beenden, dahin ausgelegt werden, dass er die Anordnung der Rückgabe des durch Zeitablauf kraftlos gewordenen Zeugnisses an das Nachlassgericht verlangt (I-3 Wx 44/2020 23. April 2020). |
| *Handbuch der Kapitalmarktinformation, hg. v. Habersack/Mülbert/Schlitt, 3. A. 2020 |
| *Sozialgesetzbuch V Gesetzliche Krankenversicherung, hg. v.Becker/Kingreen, 7. A. 2020 |
| *Bundesimmissionsschutzgesetz, hg. v. Jarass, H., 13. A. 2020 |
| *Troidl, Thomas, Akteneinsicht im Verwaltungsrecht, 2. A. 2020 |
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| 2020-08-21 |
| 2020-08-21 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind rassistische und fremdenfeindlich Beweggründe wie beispielsweise hitzefrei statt Völkerbrei grundsätzlich strafzumessungsrechtlich beachtlich, auch wenn eine Gesinnung als solche nicht berücksichtigt werden kann, wenn sie nicht in einer Tat zu einem Ausdruck kommt (3 StR 40/2020 20. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bleiben bei einem Rechtsmittel der Staatsanwaltschaft die Beteiligungsrechte eines Nebenklägers aus § 397 StPO bestehen und begründen die Notwendigkeit einer Anreise beispielsweise zweier Nebenklägervertreterinnen aus Hamburg und Berlin zu einer Hauptverhandlung in Leipzig (5 StR 219/2020, 5 StR 616, 2020 10. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Rechtsmittel unzulässig, wenn der Schriftsatz größtenteils bereits sprachlich unverständlich und inhaltlich schlichtweg nicht mehr nachvollziehbar ist (III ZB 48/2019 30. Juli 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einer Verurteilung beispielsweise zweier Angeklagter aus Rumänien zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe eine ausländische Strafe nicht strafmildernd berücksichtigt werden, sondern kann der Nachteilsausgleich erst auf der Vollstreckungsebene erfolgen (1 StR 406/2019 23. April 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Sachsen-Anhalt ist ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gegen das Erfordernis der Mund-Nasen-Bedeckung in Ladengeschäften wegen der bestehenden Gesundheitsgefahren abgelehnt (21/2020 K 3 19. August 2020). |
| Nach einer Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein Eilantrag gegen das Öffnungsverbot für Bordelle der zehnten Coronabekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalzs abgelehnt, weil die Nachvollziehbarkeit von Kontaktverboten in diesem Bereich nicht gewährleistet ist (6 B 10868/2020 20. August 2020). |
| Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist der Eilantrag Andreas Kalbitz‘ gegen die Annullierung seiner Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland abgewiesen (43 O 223/2020 21. August 2020). |