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o. Univ.-Prof. Dr. Gerhard
Köbler |
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Universität Innsbruck |
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OLAF ist im Kampf gegen Lügner, Schmierer, Fälscher und Betrüger eins: Spitze!
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Im Milleniumsspiel lautet die Millionenfrage
… … … .. ……..?
und die Tausendeurofrage Warum gibt es
nicht mehr solche Professoren?
Was ist
Wann wird auch in den Sümpfen Recht
gegen Unrecht siegen?
Wo ergaunern gerissene Ganoven gemeinschädliche
Gefälligkeitsnetzwerke?
Wie teilen Lügner und Konsorten
selbstbedienend und betrügend?
Warum verliert eine Fakultät mit
schlechten Noten das Gesicht?
2003-12-31 Zum 1.
Januar 2004 steigt der steuerliche Grundfreibetrag in Deutschland von 7235 Euro
auf 7664 Euro.
Der Eingangssteuersatz der Einkommensteuer sinkt auf 16 Prozent, der
Spitzensteuersatz auf 45 Prozent, der Werbungskostenpauschbetrag auf 920 Euro,
der Sparerfreibetrag auf 1370 Euro für Ledige und 2740 Euro für Verheiratete,
die Pendlerpauschale auf 30 Cent je Kilometer Entfernung vom Arbeitsplatz, die
Einkommensgrenze für Erziehungsgeld für Eltern auf 30000 Euro netto, für
Alleinerziehende auf 23000 Euro netto.
Die Verrechnung früherer Verluste mit späteren Gewinnen von Unternehmen wird
jenseits eines Sockelbetrags von einer Million Euro eingeschränkt, die
Abzugsfähigkeit von Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschlägen auf einen
Stundenlohn von 50 Euro.
Steuerbürger erhalten in Deutschland eine bundesweit vergebene, auch bei Umzug
fortgeltende Steuernummer.
Kündigungsschutz gibt es in Deutschland ab 1. Januar 2004 für neu eingestellte
Arbeitnehmer nur in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands erfasst die
Konzentrationswirkung des § 13 BImSchG auch Vereinen nach dem Naturschutzrecht
eingeräumte Mitwirkungsrechte (7 B 119/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Führung eines
Krankenhauses ein Betrieb eines Handelsgewerbes und ist die Eintragung eines
Haftungsausschlusses nach § 25 II HGB nur rechtzeitig, wenn der übernehmende
Unternehmensträger die Anmeldung unverzüglich vorgenommen hat und Eintragung
und Bekanntmachung innerhalb etwa 5 Monaten der Abmeldung nachgefolgt sind (3
Wx 108/2003 6. Juni 2003).
Vieweg, Klaus/Werner, Almuth, Sachenrecht, 2003
Wolfgang Zöllner 75.
Josef Pauli 75.
2003-12-30 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu Kreditverträgen für den Kauf
unwirtschaftlicher Grundstücke (Schrottimmobilien) verfassungsgemäß (1 BvR
693/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind zwei einen
deswegen erfrierenden Betrunkenen bei Kälte in einer unbewohnten Gegend in
Stralsund aussetzende Streifenpolizisten zu drei Jahren und drei Monaten Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Braunschweig ist das
Anlagemodell der Göttinger Gruppe weder ein verbotenes Schneeballsystem noch
sittenwidrig, so dass die atypischen stillen Gesellschafter nicht von ihren
Leistungspflichten befreit sind (3 U 231/2002).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs ist nächtliche
Dachsbeobachtung im Gschnitztal wegen Wildstörung rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts der Ukraine darf Leonid Kutschma
zum dritten Mal als Präsident kandidieren, weil seine erste Amtszeit vor
Inkrafttreten der nur eine einmalige Wiederwahl gestattenden Verfassung
begonnen hat.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Verwaltungsgerichts Algeriens darf die
Nationale Befreiungsfront in Algier nicht mehr tätig sein.
Die Bürgerschaft in Hamburg beschließt vorzeitige Neuwahlen am 29. Februar
2004.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 2996 Punkte.
2003 kamen rund 72000 Spätaussiedler nach Deutschland.
2003-12-29 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen
Wertpapierdienstleister (z. B. Consors) nach ausreichender Aufklärung objektiv
unvernünftige Aufträge der Kunden (z. B. eines Werbetexters zu einem Kreditkauf
von Aktien aus Israel) ausführen (XI ZR 21/2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln kann ein auf einer Weintraube vor
einer Obsttheke eines Supermarkts ausrutschender Kunde keinen Schadensersatz
verlangen, weil er in diesem Bereich selbst besonders vorsichtig sein muss (135
C 156/2002).
Der Krankenstand in Deutschland sinkt auf 3,6 Prozent (9 Tage) der
Sollarbeitszeit.
Der Wert des Euro steigt auf 1,2510 Dollar.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 3952 Punkte.
Österreich setzt die den Transitverkehr nicht mehr einschränkende Regelung der
Europäischen Union nicht um.
Die Magnetschwebebahn zwischen Stadt und Flughafen Schanghai nimmt den Betrieb
auf.
China hebt Strafzölle gegen Stahleinfuhren auf.
Die Personalausgaben der Landeszentrale für Neue Medien in Bayern sind in acht
Jahren um 66 Prozent gestiegen, die Gehälter der Geschäftsleitung um mehr als
40 Prozent.
Calisto Tanzi gesteht Veruntreuungen in Höhe von 500 Millionen Euro.
2003-12-28
Calisto Tanzi von Parmalat (Milchkönig Italiens) ist wegen des Verdachts des
Betrugs und der Urkundenfälschung verhaftet.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Bestellung
einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit zur entgeltlichen Ausbeutung
eines Grundstücks als Steinbruch kein die Ausübung eines Vorkaufsrechts
eröffnender kaufähnlicher Vertrag (V ZR 70/2003 26. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für
Zulässigkeitsvoraussetzungen des § 574 II ZPO für die Rechtsbeschwerde der
Zeitpunkt der Entscheidung über die Rechtsbeschwerde maßgeblich (VI ZA 16/2003
23. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die
Voraussetzungen der Verantwortlichkeit nach § 5 II TDG anspruchsbegründende
Merkmale für eine Haftung des fremde Inhalte anbietenden Internetproviders nach
§ 823 BGB (VI ZR 335/2002 23. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands haften die
Erben des vorverstorbenen Ehegatten eines Sozialhilfeempfängers neben den Erben
des Sozialhilfeempfängers in dem jeweils durch § 92 c I 2 BSHG bezeichneten
Umfang (5 C 17/2002 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands umfasst die
Zusage steuerfreier Übergangsleistungen nicht die Übernahme der durch den
Progressionsvorbehalt nach § 32b II EStG verursachten steuerlichen Belastung
durch den Arbeitgeber (9 AZR 100/2002 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei
Beantragung der Zurückweisung der Berufung vor ihrer Begründung und
nachfolgender Rücknahme der Berufung dem Berufungsbeklagten nur die halbe
Prozessgebühr zu erstatten (2 AZB 50/2002 16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands schließt ein 11
Quadratmeter großes Dienstzimmer eines zur Hälfte von seiner
Unterrichtsverpflichtung freigestellten Grundschulleiters die steuerliche
Berücksichtigung von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nicht aus
(VI R 16/2001 7. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Veräußerung
eines Grundstücks durch einen gewerblichen Grundstückshändler zwei Jahre nach
dem Erwerb ein gewichtiges Indiz für ein dem Gewerbebetrieb zuzuordnendes
Geschäft (III R 20/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist bei
versehentlicher Nichtmitübertragung eines dinglichen Rechts (z. B.
Vorkaufsrecht) bei Eintragung des Erwerbers eines Grundstücks ein gutgläubiger
lastenfreier Erwerb möglich (2 Z BR 111/2003 14. August 2003)
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die vom
Pflichtverteidiger für die Fahrt vom Kanzleisitz zum Gerichtsort aufgewendete
Zeit bei der Bemessung einer aus anderen Gründen zu gewährenden
Pauschalvergütung (z. B. 6500 Euro statt der gesetzlichen
Pflichtverteidigergebühren von 1850 Euro) zu berücksichtigen (2 [s] Sbd. VII
210/2003 10. Oktober 2003).
Ab 1. Jabuar 2004 ist die Schenkung von Sparbüchern in Österreich je nach
Verwandtschaftsgrad zwischen 2 und 60 Prozent schenkungsteuerpflichtig.
Joachim Musielak 70.
2003-12-27
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Niederlande sind
Schadensersatzklagen dreier Einwohner Enschedes gegen staatliche und städtische
Behörden wegen des Feuerwerksunglücks vom 13. Mai 2000 abgewiesen.
Als Folge der Pfandpflicht für Getränkeverpackungen sinkt der Absatz
pfandpflichtiger Getränkearten von 2060 Millionen Liter im letzten Quartal 2002
auf 840 Millionen Liter im letzten Quartal 2003.
Der Sparerfreibetrag für Kapitaleinkünfte wird in Deutschland von 1550 auf 1370
Euro für Alleinstehende und von 3100 auf 2740 Euro für Verheiratete verringert.
Das Atomkraftwerk Biblis A darf wieder Strom erzeugen.
Günther Kaiser 75.
Aigner, Dietmar/Hofmann, Dietrich, Fernabsatzrecht im Internet, 2004
Ulmer, Peter, Gesellschaft bürgerlichen Rechts und Partnerschaftsgesellschaft,
4. A. 2004
Jung, Peter, Handelsrecht, 3. A. 2004
Kling, Michael/Thomas, Stefan, Grundkurs
Wettbewerbs- und Kartellrecht, 2004
Pitz, Johann, Patentverletzungsverfahren, 2003
Kapitalmarktrechtskommentar, hg. v. Schwark, Eberhard, 2003
Bauer, Jobst-Hubertus, Arbeitsrechtliche Aufhebungsverträge, 7. A. 2003
Janiszewski/Jagow/Burmann, Straßenverkehrsrecht, 18. A. 2004
2003-12-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Alimentationspflicht eines Dienstherrn nicht verletzt, wenn ein Bediensteter in
Krankheitsfällen einen Sockelbetrag seiner Aufwendungen von weniger als einem
Prozent seiner Jahresbezüge selbst tragen muss (2 C 36/2002 3. Juli 2003).’
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands endet die
Eigenschaft öffentlich gefördert mit der freiwilligen vorzeitigen Rückzahlung
öffentlicher Baudarlehen nur, wenn die Wohnung im Zeitpunkt der Rückzahlung
noch Eigenheim ist (5 C 5/2002 5. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kann den Überlasser
eines roten Kraftfahrzeugkennzeichens zum Zweck der Überführung eines
Kraftfahrzeuges unter besonderen Umständen eine Aufklärungspflicht über den Umfang
der für das Kraftfahrzeug getroffenen Kaskoversicherung treffen (5 U 882/2003
7. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe genügt für den
Nachweis des Forderungsübergangs bezüglich eines Unterhaltsanspruchs auf den
Träger der Sozialhilfe dessen beglaubigte, monatlich aufgeschlüsselte
Aufstellung über gezahlte Sozialhilfeleistungen (1. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist bei
öffentlichrechtlichem Ausgleich einer Betriebsrente bis zur Höhe des
Grenzbetrags durch erweitertes Splitting und späterem schuldrechtlichem
Versorgungsausgleich der übertragene Teilausgleichsbetrag mit seinem
aktualisierten dynamischen Wert von der ungekürzten schuldrechtlichen
Ausgleichsrente abzuziehen (13 UF 76/2003 13 UF 76/2003 22. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg binden bei Aufhebung
eines Urteils wegen eines Verfahrensfehlers des erstinstanzlichen Gerichts das
Berufungsgericht nur die in seinem Aufhebungsurteil hierzu gemachten
Ausführungen (11 U 255/2001 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis nimmt ein mit
laufendem Motor und eingeschaltetem Abblendlicht mit seinem Fahrzeug von einem
Parkstreifen aus etwa einen Meter in die Fahrbahn hineinragender, auf dem
Fahrersitz angegurtet eingeschlafener Kraftfahrzeugführer am Verkehr teil (1 W
24/20023 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund darf ein Vermieter
grundsätzlich die Warmwasserversorgung ohne Zustimmung des Mieters auf ein
Energieleistungsunternehmen (z. B. Wärmecontracter) übertragen und muss dabei
nicht notwendig den preiswertesten Anbieter auswählen (130 C 7311/2003 4.
November 2003).
Jean-Marie Messier muss auf eine Abfindung Vivendi Universals in Höhe von 20,5
Millionen Euro verzichten, um Verfahren wegen Veröffentlichung gefälschter
Pressemitteilungen und Verheimlichung finanzieller Verpflichtungen zui
entgehen.
12,5 Prozent der Fläche Deutschlands sind überbaut.
2003-12-25 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verpflichtet die
Verfassung ein Vollstreckungsgericht, bei der Prüfung des
Vollstreckungsschutzes auch die Grundrechte (z. B. Recht auf Leben eines schwer
herzkranken Wohnungseigentümers) zu berücksichtigen (1 BvR 1920/2003 25.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Abhängigkeit einer Geldentschädigung von der Schwerwiegendheit eines Eingriffs
in ein allgemeines Persönlichkeitsrecht (z. B. Ausmaß der Verbreitung, Nachhaltigkeit
der Fortdauer, Anlass des Handelnden, Grad des Verschuldens) verfassungsmäßig
(1 BvR 1338/2000 26. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Verurteilung zum Widerruf von weder bewusst noch offenkundig unwahren
gerechtfertigten Äußerungen auf die Erklärung zu beschränken, dass die
Behauptung nicht aufrechterhalten wird (1 BvR 2194/2002 28. August 2003).’
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei fehlender
Glaubhaftmachung gegen das Vergessen einer lediglich mündlichen Anweisung
getroffener organisatorischer Vorkehrungen ein Organisationsverschulden eines
Prozessbevollmächtigten zu vermuten und der Antrag auf Wiedereinsetzung in den
früheren Stand zurückzuweisen (VI ZB 50/2003 4. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands obliegt es bei
Widerspruch zwischen der Angabe des Erwerbsgrunds in Abteilung I des Grundbuchs
und einer Verfügungsbeschränkung in Abteilung II dem Besserberechtigten, die Unrichtigkeit
des eingetragenen Erwerbsgrunds zu beweisen (V ZR 246/2002 31. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
zusätzlicher Beratervertrag zu einem Kaufvertrag hinzukommen, wenn der
Verkäufer den Käufer unter Zuhilfenahme einer Berechnung der Rentierlichkeit
zum Kauf eines Grundstücks bewegt (V ZR 423/2002 31. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterliegt eine als
Grundstückseigentümerin von der in einem privatnützigen wasserrechtlichen
Planfeststellungsbeschluss vorgegebenen Trassenführung für die Erschließung
eines Abbaugebiets betroffene Gebietskörperschaft hinsichtlich der Benutzung
ihrer Grundstücke keinem Duldungs- oder Kontrahierungszwang (V ZR 424/2002 24.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich ein
Darlehensnehmer auf die Unwirksamkeit einer Unterwerfungserklärung unter die
sofortige Zwangsvollstreckungserklärung wegen Verstoßes der zugrundeliegenden
Vollmacht gegen das Rechtsberatungsgesetz nicht berufen (XI ZR 421/2002 2.
Dezember 2003, IV ZR 33/2003 22. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Abweisung
der Zahlungsklage einer über eine vollstreckbare Urkunde verfügenden Partei
eine allein einen Antrag nach § 731 ZPO verfolgende Berufung unzulässig (VII ZR
81/2002 9. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt grobe
Fahrlässigkeit der Annahme einer Verfügungsbefugnis vor, wenn der Erwerber mit
einem verlängerten Eigentumsvorbehalt rechnen muss und weiß, dass die für die
Verfügungsbefugnis im Rahmen eines solchen Eigentumsvorbehalts konstitutive
Vorausabtretung deswegen ins Leere geht, weil er selbst seine Leistung bereits
im Voraus an seinen abtretungspflichtigen Vertragspartner erbracht hat (II ZR
172/2001 22. September 2003).
2003-12-24 Nach
einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann ein einzelner
Wohnungseigentümer bei einem Wohnungseigentumsgericht nur dann die Abberufung
des Verwalters beantragen, wenn er mit einem Antrag auf Behandlung dieser Frage
in der Wohnungseigentümerversammlung scheitert oder offenkundig scheitern wird
(2 ZBR 139/2001 4. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg verletzt die mit einem
Link versehene Preisangabe Top Tagespreis für einen DVD-Player in einem
Internetverkaufsangebot die Preisangabeverordnung (5 U 48/2003 6. November
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ersetzt der Hinweis „Es
handelt sich um ein beratungsintensives Produkt, bitte kontaktieren Sie unsere
Hotline für eine kompetente Fachberatung“ in einem Internetverkaufsangebot für
einen DVD-Player nicht die fehlende technische Spezifikation und Preisangabe
nach der Preisangabeverordnung (5 U 69/2003 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg ist die Vergabe von
Hausmeisterdiensten und Gartenpflegearbeiten an ein Tochterunternehmen des
Vermieters nicht ohne Weiteres rechtswidrig (/ S 547/2003 27. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln kann die Räumungsfrist für einen
gekündigten Mieter verlängert werden, wenn er nachweist, dass er sich nach
erstmaliger Bewilligung einer Räumungsfrist hinreichend (erfolglos) um
Ersatzwohnraum bemüht hat (201 C 253/2002 30. Mai 2002).
Auf Grund einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ändert Österreich
zum 1. Januar 2004 § 50a GehG dahingehend, dass für die besondere
Dienstalterszulage (ordentlicher) Universitätsprofessoren nach dem 7. November
an einer Universität eines Staates des europäischen Wirtschaftsraums, ab 31.
Dezember 1979 an einer Universität der Türkei und ab 1. Juni 2002 an einer
Universität der Schweiz in einer vergleichbaren Verwendung zurückgelegte
Dienstzeiten (für die Vergangenheit auf Antrag und ab 1. Januar 2004 von Amts
wegen) als gleichwertig zu berücksichtigen sind.
2003-12-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen Krankenhäuser
Patienten vor der Behandlung detailliert über die Kosten von Wahlleistungen (z.
B. Behandlung durch leitende Ärzte) unterrichten (III ZR 37/2003 27. November
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg bleibt Abdelghani Mzoudi
weiter enthaftet.
Der Ministerrat Italiens verabschiedet ohne Anwesenheit Silvio Berlusconis ein
Dekret zur Verhinderung der Beschränkung der Ausstrahlung des Fernsehsenders
Rete 4 auf Satellitenfrequenzen.
Bei dem Konzern Parmalat Italiens ist die Existenz von 10 Milliarden Euro
umstritten, so dass das Unternehmen unter Gläubigerschutz gestellt wird.
Mobilcom gibt die vor drei Jahren für 8,4 Millionen Euro gekaufte UMTS-Lizenz
(unentgeltlich) zurück, um als Service-Provider UMTS-Dienste anbieten zu
können.
In Deutschland lebt etwa eine Million Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis.
Die Geschworenen des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika
schlagen für den jüngeren der beiden Snipers (Heckenschützen) (Lee Malvo)
lebenslange Haft ohne Begnadigungsmöglichkeit vor, nachdem sie für den älteren
Heckenschützen die Todesstrafe vorgeschlagen hatten.
Beiten Burkhardt verselbständigen sich von KPMG wieder als eigene
Rechtsanwaltsgesellschaft, um Prüfungsvorschriften der Vereinigten Staaten von
Amerika eher zu entsprechen.
Etwa 95 Prozent der (etwa 3000) durch den Anschlag vom 11. September 2001 auf
das World Trade Center Geschädigten beantragen Entschädigung (zwischen 500
Dollar und 7,9 Millionen Dollar) und verzichten damit auf eine Klage.
In den Vereinigten Staaten von Amerika wird der erste Fall von Rinderwahnsinn
festgestellt.
Adeline Ritter-Rintelen 24. Februar 1905-Neuwied 23. Dezember 2003.
2003-12-22 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Mieter
vertraglich auf sein Recht zur Kündigung des Mietvertrags verzichten, weil
dadurch die gesetzliche Kündigungsfrist nicht abgeändert wird (VIII ZR
81/2003).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Energieversorger
(z. B. RWE Rhein-Ruhr AG) aus der staatlichen Förderung umweltfreundlicher
Energien entstehende Kosten vertraglich auf ihre Kunden abwälzen (VIII ZR
90/2002, 310/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
ausgeschiedener Versicherungsvertreter keinen Ausgleich für die Kosten der
Bestandspflege des erworbenen Kundenstamms verlangen (VIII ZR 17/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Rechtsanwalt zu Mandantengesprächen ein Notebook (ohne Netzwerkkarte und
Zusatzgeräte) in eine Justizvollzugsanstalt mitnehmen (2 BGs 315/2003 15.
Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss ein
freiwillig Versicherter (z. B. Rentner) wegen eines Arbeitsentgelts aus
geringfügiger Beschäftigung keinen Krankenversicherungsbeitrag zahlen, weil er
andernfalls gegenüber versicherungspflichtigen Rentnern benachteiligt wird (B
12 KR 25/2003 R 16. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist der Texter der
Musikgruppe Landser wegen Volksverhetzung, Bildung einer kriminellen
Vereinigung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu drei Jahren
und vier Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist das Läuten der
Kirche in Baiersdorf (gegenüber der TA Lärm) um 16,6 Dezibel zu laut und damit
rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin Mitte darf ein Kaufhaus einen
für die Öffentlichkeit zugänglichen Gehweg nicht vollständig (z. B. auf mehr
als einem Meter) mit Kameras überwachen (16 C 427/2002 18. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs der Niederlande kann die
Verwertungsgesellschaft Buma Internettauschbörsen (z. B. KaZaa) nicht für
Urheberrechtsverstöße der Nutzer haftbar machen.
Die Umweltminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union verlängern gegen
die Stimme Österreichs das Ökopunktsystem für den Transit durch Österreich und
ermöglichen dadurch wegen verbesserter Lastkraftwagen praktisch den freien
Transitverkehr von Lastkraftwagen durch Österreich.
Der Wert des Euro steigt auf 1,2447 Dollar.
Die Präsidenten der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität
Berlin unterzeichnen die Kürzungen vorsehenden Hochschulverträge mit Berlin.
2003-12-21 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Gesetzgeber verpflichtet, Lücken im Rechtsschutz gegenüber Gehörsverstößen bis
31. Dezember 2004 zu schließen (1 BvR 10/1999 7. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Prüfung nur der vom Antragsteller dargelegten Gründe im Beschwerdeverfahren
gemäß § 146 IV 6 VwGO nicht die Verfassung (1 BvQ 30/2003 14. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein durch
Umgehung des Gegenanwalts § 12 I BORA verletzender Vertrag nicht nach den §§
134 oder 138 I BGB nichtig (V ZR 429/2002 17. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands trifft einen
Prozessbevollmächtigten einer Partei grundsätzlich kein Verschulden an einem
verspäteten Zugang eines Schriftsatzes, wenn er veranlasst, dass der Schriftsatz
so rechtzeitig in den Briefkasten eingeworfen wird, dass er nach den normalen
Laufzeiten fristgerecht bei dem Gericht hätte eintreffen müssen (VI ZB 60/2002
30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt die Zulassung
einer Rechtsbeschwerde gegen eine Beschwerdeentscheidung durch den
Einzelrichter auch dann zur Zurückverweisung der Sache von Amts wegen, wenn die
Zulassung allein mit Divergenz oder Rechtsfortbildung begründet war (XII ZB
188/2002 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein eine
Unterlassung einer Urheberrechtsverletzung begehrender Antrag die
Verletzungsform beschreiben, wobei eine Wiedergabe des kopierten Originals nur
in Fällen einer identischen Übernahme in Betracht kommt (I ZR 18/2000 23.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen ist ein vertraglicher
Gewährleistungsausschluss eines Gebrauchtwagenkaufvertrags (z. B. bezüglich der
mit 123000 Kilometern abgelesenen, tatsächlich 284000 Kilometer umfassenden
Kilometerleistung) wegen arglistigen Verschweigens unwirksam, wenn der
Verkäufer dem Käufer nicht mitteilt, dass er das Fahrzeug kurz vorher von einem
fliegenden, nicht identifizierbaren Zwischenhändler erworben hat (1 U 40/2003
8. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Bezeichnung
von Geschwindigkeitsmessungen als Wegelagerei keine Beleidigung eines
Polizisten, sondern eine im Rahmen der Meinungsfreiheit erlaubte
Meinungsäußerung (2b Ss 224/02-2/2003 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig kann rückständiger
Betreuungsunterhalt gemäß § 1615l BGB auch ohne Verzugsbegründung für ein Jahr
nach Entstehung des Anspruchs verlangt werden (12 UF 11/2003 3. September
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg kann einer Mutter
eines nichtehelichen Kleinkinds keine Arbeitsaufnahme zugemutet werden, wenn
der Vater auf Grund seines soziokulturellen Hintergrunds (z. B. Sinti) nicht
bereit ist, sein Kind während der Abwesenheit der Mutter in notwendiger Weise
zu betreuen (4 Bs 190/2002 1. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann eine
Anwaltsgesellschaft des bürgerlichen Rechts wegen mittelbarer Vorteile aus dem
Fremdenverkehr zur Zahlung von Fremdenverkehrsbeiträgen verpflichtet sein (2 S
2192/2002 25. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Baden-Baden kann ein Auktionshaus vom
Einlieferer bei erhärtetem Verdacht der Fälschung eingelieferter und
veräußerter Bilder Rückzahlung des Auktionserlöses verlangen (3 S 7/2003 30.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kassel muss allein auf Grund des
Gebrauchs einer während einer Betriebszugehörigkeit bestehenden Vollmacht die
Vollmacht nicht nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb besonders widerrufen
werden (1 S 438/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind Internetanbieter nicht zur Auskunft über rechtswidrig online Musik
tauschende Nutzer verpflichtet.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Astar Air Cargo ein von der Deutschen Post unabhängiges
amerikanisches Unternehmen.
Der Stadtrat Köln genehmigt in nichtöffentlicher Sitzung den Bau dreier
Hochhäuser auf dem gegenüber dem Dom liegenden Rheinufer, weil der Dom keine
freie Sicht verdient.
Kurt Waldheim 85.
2003-12-20 Nach
monatelangen Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika und
Großbritannien verzichtet Libyen (gegen Gegenleistungen) auf
Massenvernichtungswaffen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf sich
eine Industrie- und Handelskammer an einer Flughafenbetriebsgesellschaft
beteiligen (1 BvR 732/2001 30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands steht das
Fehlen einer umfassenden Begründung nach § 146 IV 3 VwGO der Zulässigkeit eines
Antrags nicht entgegen, wenn der Beschwerdeführer den Zeitdruck für die
Beschwerdebegründung nicht verursacht hat und bindet die Feststellung des
Bundesverfassungsgerichts, dass eine bloße Gefährdung der öffentlichen Ordnung
im Allgemeinen ein Versammlungsverbot nicht rechtfertigt, die Fachgerichte nach
§ 31 I BVerfGG (1 BvQ 32/2003 5. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird bei
Unterlassen einer eigenen Nichtigkeitsklage eines Subventionsbegünstigten eine
an einen Beihilfe gewährenden Mitgliedstaat gerichtete Entscheidung der
Europäischen Kommission auch gegenüber dem Begünstigten bestandskräftig (V ZR
48/2003 24. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Verlust des
Eigentums nach Eintragung von Volkseigentum und Ablauf einer Ausschlussfrist
nicht verfassungswidrig (V ZR 91/2003 17. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen mit nicht
regulierbaren Heizkörpern ausgestattete Gebäude nicht mit Thermostatventilen
ausgestattet werden (VIII ZR 67/2003 8. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist einer
Überweisung eines Kassenpatienten durch einen Kassenarzt an einen anderen
Kassenarzt nicht der Wille des Überweisenden zum Abschluss eines Vertrags mit
privatrechtlicher Verpflichtung zu entnehmen (X ZR 10/2002 30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen von einem
Gericht zur Belegung eines Verkehrsverhältnis benützte Verwendungsbeispiele (z.
B. im Internet) in das Verfahren eingeführt und im Protokoll oder der
Entscheidungsbegründung dokumentiert werden (I ZB 26/2001 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist das
Unterlassen der Stellung eines Urlaubsantrags kein Antrag auf Übertragung eines
Teilurlaubs auf das nächste Kalenderjahr (9 AZR 270/2002 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts besorgt
unerlaubt fremde Rechtsangelegenheiten, wer an Kraftfahrzeugen
gebührenpflichtig verwarnter Kraftfahrzeughalter Antistrafzettel mit Hinweisen
auf rechtliche Möglichkeiten zur Bekämpfung der Verwarnung anbringt (3 ObOWi
87/2003 31. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann eine
Bußgeldbehörde ein bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit aufgenommenes Lichtbild
zum Zweck der Fahreridentifizierung mit einem bei der Meldebehörde hinterlegten
Ausweisfoto vergleichen (1 ObOWi 310/2003 27. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Gifhorn ist bei einverständlicher
Ehescheidung eine gemeinsame Beratung beider Beteiligter durch denselben
Rechtsanwalt aufzugeben, wenn sich die Parteien offenkundig nicht einigen
können, einseitig Vorteile zu Lasten der jeweils anderen Partei anstreben oder
sonstige widerstreitende Interessen deutlich werden (33 C 1197/2003 29. Oktober
2003).
Münchener Anwaltshandbuch Aktienrecht, hg. v. Schüppen, Matthias/Schaub,
Bernhard, 2004
Ascheid/Preis/Schmidt, Kündigungsrecht, 2. A. 2004
Jerouschek, Günter, Psychotherapeutengesetz, 2004
Konzernsteuerrecht, hg. v. Kessler, Wolfgang/Kröner, Michael/Köhler, Stefan,
2004
Eisenberg, Ulrich, Jugendgerichtsgesetz, 10. A: 2004
Janiszewski, Horst, Verkehrsstrafrecht, 5. A. 2004
2003-12-19 Der
Bundestag Deutschlands beschließt die Vorziehung von Teilen der Steuerreform
auf den 1. Januar 2004, die Einordnung des Sozialhilferechts als Teil XII in
das Sozialgesetzbuch, die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe
(zum Arbeitslosengeld II), einen verringerten Kündigungsschutz und (ab 1. März
2004) die Erhöhung der Tabaksteuer um 1,2 Cent pro Zigarette.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein mit
einer Deutschen verheirateter Peruaner wegen des Verdachts der Mitgliedschaft
in einer kriminellen Vereinigung nach Peru ausgeliefert werden (2 BvR 879/2003
1. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht einem
Zwischenmieter ein Recht auf fristlose Kündigung des Hauptmietvertrags wegen
Gesundheitsgefährdung durch den untervermieteten Gewerberaum zu (XII ZR
308/2003 17. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist das Recht
eines vom Arbeitgeber freigestellten Arbeitnehmers auf Weiterbeschäftigung nach
Betriebsübergang nicht verwirkt, wenn es nach fünf Monaten gerichtlich geltend
gemacht wird und der Arbeitgeber keine Umstände oder Dispositionen hinsichtlich
des Arbeitsplatzes vorträgt (8 AZR 621/2002 18. Dezember 2003).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist der
Vollzug der die Verwendung der Tarife AktivPlus xxl und calltime 120 der
Deutschen Telekom untersagenden Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Köln
vorläufig ausgesetzt (12 B 2621/2003, 13 B 2623/2003, 13 B 2624/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist ein habilitierter,
als außerplanmäßiger Professor titulierter akademischer Direktor nicht ohne
Weiteres korporationsrechtlich als Hochschullehrer einzustufen (7 K 1168/2002).
Nach einer Entscheidung des Kassationsgerichtshofs Frankreichs können ehemalige
Zwangsarbeiter in Frankreich Deutschland nicht unmittelbar auf Entschädigung
verklagen (16. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika haben die Gefangenen in Guantánamo ein Recht auf einen Rechtsanwalt und
auf Zugang zum amerikanischen Rechtssystem.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Gary Leon Ridgway wegen 48fachen Mords (an Frauen) zu 48facher
lebenslänglicher Haft und 480000 Dollar Geldstrafe verurteilt.
Die Europäische Kommission leitet gegen Deutschland ein
Vertragsverletzungsverfahren wegen zu niedriger Besteuerung des zum
Selbstdrehen von Zigaretten verwendbaren Tabaks ein.
Nach einem außergerichtlichen Vergleich zahlt Alliance Capital wegen unlauteren
Handelsverhaltens 250 Millionen Dollar an geschädigte Investoren.
Das Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt die atomaren Zwischenlager zehn bis
zwölf an Standorten von Kernkraftwerken, so dass Transport von atomarem
Material entfallen kann.
In Deutschland werden Renten künftig am Monatsende ausbezahlt.
Die Außenminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf
ein Schutzprogramm für von Ausfischung bedrohte Fischarten (z. B. Kabeljau).
2003-12-18 Nach
einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
muss British Airways wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung 6,8
Millionen Euro Geldbuße zahlen (T-219/1999(.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist
Voraussetzung für jede nicht au0erordentliche Kündigung eines Angestellten im
öffentlichen Dienst wegen Tätigkeit für den Staatssicherheitsdienst der
ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik eine (möglicherweise durch
Vernehmung von Führungsoffizieren beweisbare) bewusste und finale Tätigkeit für
den Staatssicherheitsdienst (2 AZR 699/2001 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin dürfen sich Erwerber von
Wohnungen auf die vom teilenden Eigentümer festgelegte Kostenregelung verlassen
(24 W 285/2002 1. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die
(ausdrückliche) Annahme einer unwirksamen Kündigung ein Angebot auf
Vertragsauflösung, das stillschweigend angenommen werden kann(I – 10 U 46/2003
16. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart erhält eine Klägerin
18200 Euro Gewinnzusage von einem Unternehmen in den Niederlanden (13 U
142/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Göttingen darf der Vermieter auch bei
Mietverzug des Mieters die Versorgung mit Wasser und Wärme nicht unterbrechen
(5 T 282/2002 7. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine
Verpflichtungserklärung Boris Beckers für Sportgate-AG-Verbindlichkeiten in
Höhe von rund 1,5 Millionen Euro (wegen Zweckverfehlung) unwirksam (12 O
13994/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart können
Getränkehersteller bis zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs über die
Pfandpflicht wegen dadurch möglicher Bevorzugung einzelner Getränke keinen
vorläufigen Rechtsschutz gegen das Einwegpfand für Getränkeverpackungen
erlangen (19 K 3612/2003 2. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Aachen kann bei einem in einer
Behindertenwerkstatt tätigen Behinderten noch Erwerbsunfähigkeit als
Voraussetzung einer Erwerbsunfähigkeitsrente eintreten (S 9 U 21/2002 20.
November 2003).
Egon Krenz ist wegen guter Führung vorzeitig unter Aussetzung des Strafrests
von zweieinhalb Jahren zur Bewährung aus der Haft entlassen.
Nach einer Entscheidung des Kriegsverbrechertribunals der Vereinten Nationen
wegen Jugoslawien ist ein Kommandanten (Nikolic) eines serbischen
Internierungslagers wegen Kriegsverbrechen zu 23 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Internationalen Sportsgerichtshofs in Lausanne
verlieren Johann Mühlegg und Olga Danilowa wegen Dopings auch die bisher noch
verbliebenen Goldmedaillen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission ist die Thüringer
Rostbratwurst europaweit geschützt.
Die Europäische Kommission stimmt der Übernahme Beiersdorfs durch Tchibo zu.
Die Bankgesellschaft Berlin muss die Berliner Bank zwecks Sanierung verkaufen.
Ronald Schill bildet in Hamburg mit fünf anderen Abgeordneten die
Ronald-Schill-Fraktion.
Das Europäische Parlament stimmt mit 348 gegen 102 Stimmen der Transitregelung
durch Österreich zu.
Der Euro steigt auf 1,2437 Dollar.
In der Höhle Hohe Fels auf der schwäbischen Alb werden 33000 Jahre alte
Elfenbeinschnitzereien gefunden.
Brockhaus übernimmt die Harenberg Lexikon und Kalenderverlage.
Erotic media darf über Premiere Pornofilme (statt als Rundfunk) als
Mediendienst aussenden.
2003-12-17 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein
mitgliedstaatsrechtlich oder gemeinschaftsrechtlich zum Inverkehrbringen
zugelassenes Arzneimittel in einem Mitgliedstaat (z. B. Frankreich) nicht
zusätzlichen Bestimmungen zur Vorlage von Genehmigungen beim Zoll unterworfen
werden (C-122/2003 11. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen eine 1200
Euro monatlich verdienende Ehefrau und ein 5000 Euro monatlich verdienender
Ehemann 3900 Euro Pflegekosten für die Mutter der Ehefrau an einen Landkreis
zahlen (XII ZR 224/2000).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Hamburg muss der Senat Hamburgs
nicht jeden von einer Bezirksversammlung zum Bezirksamtsleiter Gewählten (z. B.
Uwe Hornauer) ernennen (HVerfG 17/2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts soll die Frage
eines Polizisten, ob ein Kraftfahrzeugführer Alkohol getrunken habe, noch keine
Vernehmung sein, so dass eine ohne rechtliche Belehrung gegebene Antwort in
einem Strafverfahren verwertet werden können soll.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann sich eine von
einem Beamten eines Kreiswehrersatzamts 8000 Euro aus Vermögen der Staatskasse
als Gebühr überwiesen erhaltende Prostituierte gegenüber einem
Herausgabeanspruch des Staates aus ungerechtfertigter Bereicherung nicht auf
Gutgläubigkeit („Vergütung“) berufen (6 U 141/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin muss ein zum
Abgeordneten gewählter Lehrer (z. B. Michael Cramer) seine Tätigkeit als Lehrer
ruhen lassen (4 B 7/2003 18. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf ein vorsitzender
Richter aus Nebentätigkeiten als Obmann eines Schiedsgerichts und als
Schlichter nicht mehr als 30 Prozent des jährlichen Grundgehalts der
Besoldungsgruppe R2 letzte Dienstaltersstufe erhalten (1 UE 2541/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen kann ein
psychotherapeutisch tätiger Heilpraktiker ohne abgeschlossenes Studium der
Psychologie nicht als psychologischer Psychotherapeut approbiert werden (8 LB
2892/2001, 8 LB 4215/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarland muss eine
hochverschuldete Gemeinde ein Hallenbad geschlossen halten (1 W 32/2003 2.
Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart liegt keine in
Mischgebieten zulässige Wohnungsprostitution vor, wenn die Prostituierten
Mieten weit über dem ortsüblichen Niveau auf täglicher Basis zahlen und die
Zimmer auf Grund ihrer Einrichtung nicht mehr für dauerhaftes Wohnen bestimmt
sind (3 K 1019/2003 22. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin muss Ozcan Mutlu wegen des
gegenüber einem Polizisten geäußerten Satzes Was bildest du dir ein? 2000 Euro
Geldstrafe zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands müssen sechs
mittelständische Zementhersteller 41 Millionen Euro Bußgeld wegen verbotener
Preisabsprachen zahlen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt den Schutz des olympischen Symbols und
der olympischen Bezeichnungen, so dass sie (ohne Zustimmung der Rechtsträger)
markenrechtlich nicht mehr verwendet werden dürfen.
Rolf Baschang ist als Nachfolger Ingo Bückerts Präsident des Landgerichts
Karlsruhe.
Der Wert des Euro steigt auf 1,2420 Dollar.
In Deutschland sind bisher 292 Fälle von Rinderwahnsinn bekannt.
2003-12-16 Nach
einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz ist die
Kommunalbeamteneigenschaft einzelner seiner Mitglieder verfassungsrechtlich
unbedenklich (B 13/2003 2. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist ein ohne
förmliches Vergabeverfahren erteilter öffentlicher Auftrag wirksam (Verg
37/2003 3. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt ist eine Neueröffnung
(z. B. eines Modehauses) nach einem ohne vollständige Schließung durchgeführten
Umbau wettbewerbswidrig (6 U 120/2002 30. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die jeden 1000.
Kassenbon stornierende Aktion Glücksbontage Karstadts nicht wettbewerbswidrig,
weil sie kein Glücksspiel sei (4 W 163/2003 20. November 2003).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Fraport AG durch
Gewerbegebiete in Flughafennähe Frankfurt am Main ausweisende Bebauungspläne
der Städte Kelsterbach und Raunheim nicht in eigenen Rechten verletzt, so dass
sie keine Normenkontrollanträge stellen kann (9 N 639/2002 15. 12. 2003, 9 N
3413/2003 15. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln darf eine Fachkraft für
Arbeitssicherheit eines Betriebs nicht organisatorisch und disziplinarisch
einem Abteilungsleiter (z. B. für Qualitätsmanagement) unterstellt werden
(10[1] Sa 1231/2002 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier kann ein Betreuter, der zu
Verfügungen über sein Vermögen mit Barausgaben von mehr als 250 Mark
wöchentlich der Einwilligung seines Betreuers bedarf, ohne Einwilligung seines
Betreuers keinen Mobilfunkvertrag mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten und
monatlicher Grundgebühr abschließen (3 S 89/2003 27. November 2003).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln darf die Deutsche Telekom aus
Gründen des lauteren Wettbewerbs keine Nulltarife (AktivPlus xxl, Calltime 120)
mehr anbieten (1 L 2579 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf kann ein
gleichgeschlechtlicher Lebenspartner eines einen Monat nach der Eintragung
einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft Verstorbenen Witwerrente aus
der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten(27 RA 99/2002).
Nach einer Entscheidung des deutschen Patent- und Markenamts kann die Deutsche
Post AG der TPG Post der Niederlande nicht die Verwendung des Namens TPG Post
Deutschland für ihr deutsches Tochterunternehmen untersagen.
Die Regierung Bayerns beschließt die Auflösung des Bayerischen Obersten
Landesgerichts für neue Verfahren ab 1. Januar 2005 und für laufende Verfahren
bis 30. Juni 2006.
Die Initiative Gesundheit ist keine Ware kann den Verkauf der Krankenhäuser
Hamburgs nicht verhindern (HVerfG 4/2003 15. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Rats Wuppertals werden drei zwischen 1937 und 1939
aus dem Eigentum von Juden zwangsversteigerte, von den Versteigerungserwerbern
der Stadt gegebene Bilder von der Stadt an die Erben der früheren Eigentümer
zurückgegeben.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission muss Electricité de France
888 Millionen Euro Beihilfe an Frankreich zurückzahlen.
Durch die Verweigerung der Unterschrift des Staatspräsidenten verzögert sich
das Inkrafttreten eines Silvio Berlusconi begünstigenden Mediengesetzes
Italiens.
Yukos und Sibneft werden den begonnenen Zusammenschluss rückgängig machen.
Ronald Schill ist aus der Partei rechtsstaatlicher Offensive ausgeschlossen.
2003-12-15-Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs sind Vorruhestandsregelungen gemäß der Richtlinie
1977/187/EWG bei Betriebsübergang auch mit Einverständnis der Arbeitnehmer
nicht zu deren Lasten abänderbar (C-4/2001 6. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands enthält die
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure keine preisrechtlichen
Beschränkungen für eine vereinbarte Nebenkostenpauschale (VII ZR 13/2002 15.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Verletzung des Eigentums des Arbeitgebers (z. B. durch Diebstahl oder
Unterschlagung) oder des Vermögens des Arbeitgebers durch den Arbeitnehmer
immer ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung (2 AZR 667/2002
11. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitgeber einem Arbeitnehmer bei Erbringung von nur 50 bis 60 Prozent der
Leistung vergleichbarer Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum aus
verhaltensbedingten Gründen und aus betriebsbedingten Gründen kündigen (2 AZR
667/2002 11. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands genügt für die
für eine Überkreuzlebendorganspende erforderliche persönliche Verbundenheit die
eindeutige Feststellung einer hinreichend intensiven und gefestigten Beziehung
durch den im Vorfeld der Transplantation tätigen Arzt oder Psychologen (9 VS
1/2001 R 10. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist der
eine Erweiterung des Friedhofs im Jahre 2030 festschreibende
Flächennutzungsplan Heilbronns wegen Fehlens derzeitiger wichtiger Belange
rechtswidrig (3 S 1650/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln können Arbeitgeber ohne
Beteiligung des Betriebsrats eine Berufsausbildung (z. B. als
Industriekaufmann) verkürzt anbieten (5 BV 38/2002 11. April 2003).
Nach einem Vergleich vor dem Amtsgericht Bingen zahlt die Deutsche Bahn AG
einer Kundin 150 Euro Schmerzensgeld und 50 Euro Fahrkostenerstattung wegen
einer nicht funktionierenden Klimaanlage.
Der Vermittlungsausschuss Deutschlands einigt sich auf 41 (statt 94 Handwerke)
mit Meisterzwang (u. a. Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Schornsteinfeger,
Klempner, Installateur, Elektrotechniker, Tischler, Seiler, Optiker, Glaser,
Stukkateur, Maler, Bäcker, Fleischer, Friseur) und Handwerksausübung ohne
Meisterbrief nach sechs Jahren erfolgreicher praktischer Tätigkeit als Geselle.
Nach dem Scheitern der Verfassungsverhandlungen in der Europäischen Union
wollen Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Schweden und
Österreich die Ausgaben auf dem derzeitigen Stand festschreiben.
Der Wert des Euro steigt auf 1,2323 Dollar.
Bayer schreibt 2,2 Milliarden Euro ab.
Deutschland unterzeichnet eine Konvention der Vereinten Nationen gegen
Korruption.
Kostenpflichtige Dialer müssen in Deutschland zwingend die einheitliche Vorwahl
09009 verwenden.
2003-12-14 Regierung und Opposition
Deutschlands einigen sich auf die Durchführung der bei Beschränkung der
Neuverschuldung auf 25 Prozent derzeit finanzierbaren Teile der Steuerreform.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands setzt
ein vorläufiges Berufsverbot (z. B. als Apothekerin wegen Betrugs,
Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung) die Feststellung voraus, dass es
schon vor Rechtskraft des Hauptsacheverfahrens als Präventivmaßnahme zur Abwehr
konkreter Gefahren für wichtige Gemeinschaftsgüter erforderlich ist (1 BvR
1594/2003 24. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Erstattung
verbotener Auszahlungen zur Gläubigerbefriedigung erforderlich, wenn und soweit
eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung überschuldet ist (II ZR 229/2002 22.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands berechtigt ein
Wegerecht zu landwirtschaftlichen Zwecken nicht zu Fahrten von und zu einem
später errichteten Gewächshaus und Wohnhaus (V ZR 323/2002 11. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Integrität der Wählerwillensbildung betroffen, wenn amtliche Stellen das ihnen
obliegende Wahrheitsgebot nicht einhalten, und kommt eine Ungültigerklärung
einer Wahl nicht nur bei Unerträglichkeit des Fortbestehens einer
Wahlentscheidung in Betracht (8 C 14/2002 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands unterliegen auf
jeweils einen Tag befristete Einzelarbeitsverträge der arbeitsgerichtlichen
Fristenkontrolle, wenn durch die Befristung der gesetzliche Bestandsschutz des
Arbeitsverhältnisses nach §1 KSchG entzogen wird (7 AZR 187/2002 16. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind
unterschiedliche kinderbezogene Leistungen für Angestellte und Beamte und
unterschiedliche Vergütungen für angestellte Lehrkräfte und beamtete Lehrkräfte
rechtmäßig (6 AZR 633/2001 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des
Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Anschaffungskosten Kosten von Maßnahmen,
durch die der Standard eines Gebäudes in mindestens drei der vier Kernbereiche
der Wohnungsausstattung (Heizung, Sanitär, Elektroinstallation, Fenster) vor
der Erstbenutzung deutlich gesteigert wurde (IX R 69/2000 20. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht die
Einkunftserzielung gegenüber der steuerfreien Vermögensmehrung im Vordergrund,
wenn auf Dauer die gesamten Zinseinnahmen die gesamten Zinsaufwendungen
übersteigen (VIII R 43/2001 8. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gilt für den
nach der Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung abrechenbaren
Aufwendungsersatzanspruch eines zum Berufsbetreuer bestellten Rechtsanwalts für
berufsspezifische Dienste die Ausschlussfrist des § 1835 I 3 BGB als gegenüber
der allgemeinen Verjährungsregelung speziellere Regelung (20 W 125/2003 3.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist bei Entscheidungen
des Vormundschaftsgerichts statt des Familiengerichts der Familiensenat
zuständig und erfolgt keine Entlassung eines nach dem 1. Januar in Deutschland
geborenen Kindes ausländischer Eltern aus der deutschen Staatsangehörigkeit,
wenn das Kind weiter seinen gewöhnlichen Aufenthalt in seinem Geburtsland
beibehalten soll (17 UF 259/2002 17. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main haftet die Deutsche
Bahn AG nicht für Schadensersatzansprüche von Bahnkunden ihrer die
Personenbeförderung ausführenden Tochtergesellschaften und schließt § 17 EVO
die Haftung eines Eisenbahnunternehmens für Verspätungen im inländischen
Eisenbahnverkehr aus (2/1 S 131/2003 15. Oktober 2003).
2003-12-13 Saddam Hussein wird nach Hinweisen
von Angehörigen einer befreundeten Familie in einem ausgemauerten Erdloch unter
einem Keller eines Bauernhofs nahe Tikrit gefasst.
Die Verfassungsänderung der Europäischen Union kann mangels Übereinstimmung
über das Stimmgewicht der Mitgliedsländer (z. B. Deutschland, Frankreich,
Spanien und Polen) nicht weiter gefördert werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Vergleich unwirksam sein, wenn sich die von den Parteien als feststehend zu
Grunde gelegte Auslegung einer Vertragsklausel (z. B. Entschädigungsregelung
eines Pachtvertrags) als unrichtig erweist (III ZR 376/2002 6. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verpflichtet § 57 I
Nr. 2 TKG einen Grundstückseigentümer nicht zur Duldung von einem Netzbetreiber
installierter und allein der Versorgung von Hausbewohnern mit Programmangeboten
dienender Kabelanlagen (V ZR 51/2003 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich die
Grundsatzbedeutung einer Rechtsfrage aus ihrem Gewicht für die beteiligten
Verkehrskreise ergeben und ist die Beschränkung der gerichtlichen Tätigkeit von
Rechtsbeiständen in Zivilsachen auf die Amtsgerichte nicht verfassungswidrig (V
ZB 9/2003 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen vom
Bundespatentgericht beigezogene Verwendungsbeispiele den Verfahrensbeteiligten
zuvor zur Kenntnis gebracht werden (I ZB 5/2003 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
Beiträge zu einer Familienhaftpflichtversicherung jedenfalls bei Familien mit
minderjährigen Kindern nach § 76 II Nr. 3 BSHG einkommensmindernd zu
berücksichtigen (5 C 8/2002 28. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann einer
Pflegekraft im ambulanten Pflegedienst wegen Annahme der Erbschaft einer
Pflegeperson gekündigt werden (2 AZR 62/2002 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitgeber dem Betriebsrat Auskunft über Arbeitszeiten nicht mit der
Begründung verweigern, er wolle die tatsächliche Arbeitszeit wegen einer im
Betrieb eingeführten Vertrauensarbeitszeit bewusst nicht erfassen (1 ABR
12/2002 6. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein Reiseveranstalter
auf jedermann geradezu ins Auge springende Gefahren nicht durch zusätzliche
Warntafeln hinweisen (16 U 31/2003 30. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I entfaltet eine
Verwaltungsbewilligung Österreichs für eine Tätigkeit als Buchmacher Wirkung in
allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (5 Qs 41/2003 27. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Chemnitz ist die Bezeichnung eines
Diskussionsteilnehmers als Arschloch auch dann eine nicht durch das Recht auf freie
Meinungsäußerung gerechtfertigte schwere Verletzung des allgemeinen
Persönlichkeitsrechts, wenn sie durch ungerechtfertigte oder überzogene
Vorwürfe verursacht wurde (21 C 959/2003 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund ist ein Zeckenbiss eine zur
Zahlung von Krankenhaustagegeld verpflichtende Unfallverletzung, keine
Infektion (128 C 5745/2003 22. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köpenick ist ein auf die
Veröffentlichung von Werbeanzeigen für Telefonsex gerichteter Vertrag
grundsätzlich nicht wegen Sittenwidrigkeit oder Gesetzesverletzung nichtig (6 C
190/2003 20. Juli 2003).
Toll Collect lehnt den von
der Bundesregierung Deutschlands geforderten Schadensausgleich in
Milliardenhöhe ab.
Köln wird Sitz der Agentur für Luftverkehrssicherheit der Europäischen Union,
Parma Sitz der Agentur für Lebensmittelsicherheit, Helsinki Sitz der
Chemieagentur (für die Zulassung chemischer Produkte).
Balken aus Eiche und Fichte wurden in den Holzaufbauten des zweistöckigen
romanischen Steinbaus Hölle 11 in Quedlinburg zwischen 1215 und 1230 verbaut,
so dass das Haus als ältester deutscher Fachwerkbau angesehen wird.
Kallwass, Wolfgang, Privatrecht. Ein Basisbuch, 17. A. 2004
Koller, Ingo, Transportrecht, 5. A. 2004
Eisenhardt, Ulrich, Gesellschaftsrecht, 11. A. 2003
Dengler, Michael F., Die Haftpflichtversicherung im privaten und gewerblichen
Bereich, 3. A. 2003
Hümmerich, Klaus, Arbeitsvertragsgestaltung, 2003
Fiebig, Stefan/Gallner, Inken/Griebeling, Jürgen u. a., Kündigungsschutzgesetz,
2. A. 2004
2003-12-12 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss die unterliegende Partei
eines Rechtsstreits Gebühren des inländischen und des ausländischen
Rechtsanwalt der Gegenseite nach den gleichen Tarifen zahlen und ist die
Nichtzahlung der Kosten für die Hinzuziehung eines zusätzlichen
Einvernahmeanwalts in einem Mitgliedstaat (z. B. Deutschland)
europarechtswidrig (C-289/2002 11. Dezember 2003).
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
müssen italienische und griechische Reeder wegen wettbewerbswidriger Absprachen
bei Fährdiensten 5, 5, Millionen Euro Geldbuße zahlen (T-56/1999 und andere).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Verbraucherausstellung nicht in jedem Fall eine Freizeitveranstaltung, bei der
Freizeitangebote und Verkaufsangebote derart miteinander verwoben sein müssen,
dass der Kunde im Hinblick auf Ankündigung und Durchführung der Veranstaltung
in eine freizeitlich unbeschwerte Stimmung versetzt werden und sich einem auf
einen Geschäftsabschluss gerichteten Angebot nur schwer entziehen können muss
(X ZR 178/2002 28. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf die
Deutsche Post befristet Beschäftigte nicht von der Zahlung einer eine
tarifliche Grundvergütungskürzungen ausgleichenden Besitzstandszulage (an
unbefristet Beschäftigte) ausschließen (6 AZR 24/2003 11. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Sammelauskunftsersuchen
an ein Kreditinstitut zur Aufdeckung und Ermittlung unbekannter
Spekulationsgewinne verfassungswidrig sein (VII B 85/2003 21. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf dem
Scientology Gemeinde Baden-Württemberg e. V. die Rechtsfähigkeit nicht wegen
wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs entzogen werden (1 S 1972/2000).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin dürfen für
Nachzulassungen von Arzneimitteln Gebühren nur innerhalb vierer Jahre nach
Antragstellung erhoben werden (5 B 11/2001 11. Dezember 2003, 5 B 1/2002 11.
Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss Alpine die Ingenieure
des Betreiberkonsortiums mit den Leistungsphasen 8 und 9 des neuen Münchener
Fußballstadions in Fröttmaning beauftragen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Bertelsmann wegen Vertragsbruchs 209 Millionen Dollar an zwei
frühere Manager aus dem Erlös an dem Verkauf von AOL im Jahr 2000 zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf Schwarz Pharma weiter Omeprazol in den Vereinigten Staaten von
Amerika vertreiben.
Das Parlament Österreichs beschließt (am 3. Dezember 2003) als Folge einer die
Europarechtswidrigkeit einer Norm, eines Bescheids und einer
höchstgerichtlichen Entscheidung feststellenden Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs vom 30. September 2003 (C-224/2001) die Gleichwertigkeit von
Vordienstzeiten ordentlicher Universitätsprofessoren in anderen Mitgliedstaaten
des Europäischen Wirtschaftsraums hinsichtlich der besonderen
Dienstalterszulage (§ 50a GehG).
Die Christlich Demokratische Union hinterlegt bei dem Bundesverfassungsgericht
Deutschlands eine Schutzschrift im Zusammenhang mit dem Ausschluss des
Abgeordneten Martin Hohmann.
Ronald Schill wird mit 19 von 25 Stimmen aus der Fraktion der Partei
rechtsstaatlicher Offensive in Hamburg ausgeschlossen.
Christoph Ann wechselt von Freiburg im Breisgau an die Technische Universität
München.
Christoph Benicke wechselt von Heidelberg nach Gießen.
Ulrich Ehricke wechselt von Bremen nach Köln.
Christoph Gröpl wechselt von Regensburg nach Saarbrücken.
Hanno Merkt wechselt von der Bucerius Law School in Hamburg nach Freiburg im
Breisgau.
Paul Oberhammer wechselt von Halle/Wittenberg nach Zürich.
Michael Pawlik wechselt von Rostock nach Regensburg.
Frank Neubacher wird in Köln für Kriminologie, Jugendrecht, Strafvollzug,
Strafrecht und Strafprozessrecht habilitiert.
Susanne Wimmer-Leonhardt wird in Saarbrücken für bürgerliches Recht, Handels-
und Wirtschaftsrecht, internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung
habilitiert.
2003-12-11 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist der Versand rezeptfreier, zugelassener
Arzneimittel (z. B. durch DocMorris) zulässig, doch können Mitgliedstaaten der
Europäischen Union für rezeptpflichtige und im Inland nicht zugelassene
Arzneimittel aus Gründen der Gesundheit strengere Anforderungen stellen
(C-322/2001)(, was Deutschland ab 1. Januar 2004 aber nicht mehr tut).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verletzt die Pflicht
eines Handwerkers (z. B. Verputzers) aus einem Mitgliedstaat der Europäischen
Union (z. B. Portugal) zur Eintragung in die Handwerksrolle eines anderen
Mitgliedstaats (z. B. Deutschland) vor Aufnahme einer handwerklichen Tätigkeit
in diesem anderen Mitgliedstaat die Dienstleistungsfreiheit (C-215/2001).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann die
Verweigerung eines Zuschusses zur Besoldung eines Beamten in den neuen
Bundesländern wegen Verletzung des Gleichheitssatzes verfassungswidrig sein (2
BvR 1883/1999 13. November 2003, 2 BvR 538/2000 19. November 2003)..
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt auch bei
falscher Belehrung die Frist für die sofortige Beschwerde gegen die Bestätigung
oder Versagung eines Insolvenzplans mit der Verkündung des entsprechenden
Beschlusses (IX ZB 36/2003 16. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein in
Großbritannien ansässiger, auf Grund einer Ausbildung in den Vereinigten
Staaten im Staat New York als attorney-at-law zugelassener Deutscher ohne die
zweite juristische Staatsprüfung nicht im Inland als deutscher Rechtsanwalt
zugelassen werden und hat auch nicht die Rechte eines niedergelassenen
europäischen Rechtsanwalts (AnwZ [B] 74/2002 19. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands darf einem
Arbeitslosen die Arbeitslosenhilfe nicht wegen wahrheitsgemäßer Darstellung
seiner Erwerbsbiographie versagt bzw. entzogen werden (B 7 AL 106/2002 R).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können
Vorfälligkeitsentschädigungen vom Darlehensnehmer auch dann nicht als
Werbungskosten bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen
werden, wenn er mit dem Darlehen Aufwendungen finanziert hat, die während der
Vermietungstätigkeit als sofort abziehbare Werbungskosten zu beurteilen waren
(IX R 20/2002 23. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist Abdelghani Mzoudi
auf Grund der Aussage eines in den Vereinigten Staaten von Amerika inhaftierten
mutmaßlichen Terroristen aus der seit 15 Monaten dauernden Untersuchungshaft
entlassen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München darf ein Demonstrant (z. B.
aus Göttingen) bei einer Demonstration (z. B. in München) nicht allein wegen
szenetypischer Kleidung vorbeugend festgenommen werden (13 T 3942/2003 2.
Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss die Deutsche Bahn
AG für die Bewachung von Anlagen an den Bundesgrenzschutz 64 Millionen Euro
zahlen (2 K 1198/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier kann eine Gemeinde eine
Windkraftstromanlage einer benachbarten Gemeinde nicht verhindern, weil durch
die Erteilung einer Baugenehmigung ihre Planungshoheit nicht verletzt wird (5 K
507/2003 26. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin kann ein Arbeitnehmer auch
bei nur kurzer Tätigkeit ein ausführliches Arbeitszeugnis und den Abschluss des
Arbeitszeugnisses mit einer Dankes- und Zukunftsformel verlangen (88 CA
604/2003).
In Abwesenheit Martin Hohmanns beschließt der Bundestag Deutschlands einstimmig
eine Resolution gegen Antisemitismus.
In Umsetzung eines Urteils des Verfassungsgerichtshofs Thüringen beschließt der
Landtag Thüringens eine Verminderung der Aufwandsentschädigung für
Ausschussvorsitzende und parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer von 693 Euro
auf 320 bis 460 Euro monatlich.
Zur Verhinderung eines Strafverfahrens wegen rechtswidriger Übernahme von
Executive Life durch Crédit Lyonnais zahlen französische Beteiligte an die
Vereinigten Staaten von Amerika 770 Millionen Dollar.
2003-12-10 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Vorauspfändung von Kontoguthaben für
künftig fällig werdende Unterhaltsansprüche zulässig (IXa ZB 200/2003 31.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können mehrere
Unternehmen eines Konzerns bei Irreführung über den Warenvorrat an
verschiedenen Orten abgestimmt wegen desselben Wettbewerbsverstoßes klagen (I
ZR 240/2000 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein (auch) den Beklagten
mit der Zustellung der Anspruchsbegründungsschrift auf die Verjährung des
Anspruchs hinweisender Richter wegen Befangenheit ablehnbar (V ZB 22/2003 2.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die bewusste
vielfältige Gestaltung der Unterschrift den Verdacht der Beweisvereitelung
begründen (XI ZR 380/2000 23. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss die Stiftung
Frauenkirche 750000 Euro (aus Pflichtteilergänzungsanspruch) an die Alleinerbin
eines verstorbenen Großspenders zurückzahlen (IV ZR 249/ 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands dürfen
Fraktionen in Gemeinden (z. B. Tönisvorst) wegen des Demokratieprinzips
einzelne Fraktionen nicht gezielt aus Ausschüssen ausgrenzen (8 C 18/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der
Arbeitgeber grundsätzlich nicht zur Einstellung einer Vollzeitkraft zwecks
Abbaus von Überstunden verpflichtet werden (9 AZR 16/2003 9. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Zuordnung eines Arbeitnehmers zu einem Spielbanktronc keine
mitbestimmungspflichtige Regelungsfrage, sondern eine Rechtsfrage (1 ABR
44/2002 9. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands schließt ein
Vorbehaltsnießbrauch zu Gunsten der Eltern an einem Zweifamilienhaus eines
unverheirateten Arbeitnehmers dessen eigenen Hausstand als Voraussetzung
doppelter Haushaltsführung nicht aus, sofern der Arbeitnehmer die Wohnung nicht
nur vorübergehend nutzen kann (VI R 170/1999 4. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann Leo Kirch von der
Deutschen Bank wegen Verletzung des Bankgeheimnisses Schadensersatz verlangen
(21 U 2392/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen kann eine Erlaubnis
für den Erwerb und Besitz einer Jagdwaffe nach unerlaubtem Einbau eines
Schalldämpfers zurückgenommen werden (11 UE 2912/2000 9. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn muss Deutschland nicht 710000
Euro Schadensersatz an Opfer eines Luftangriffs der NATO auf die Brücke von
Varvarin 1999 zahlen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße kann
ein Sozialhilfeantragsteller nicht gemeinnützige Arbeit mit der Begründung
verweigern, dass er täglich mindestens fünf Stunden Fernschach spielen müsse (4
L 3161/2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund muss eine diabetologische
Schwerpunktpraxis eine von der kassenärztlichen Vereinigung und den
Landesverbänden der Krankenkassen festlegbare Mindestzahl von Diabetespatienten
behandeln (26 KA 5/2002 7. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Kriegsverbrechertribunlas in Den Haag ist Dragan
Obrenovic wegen Mitwirkung an der Ermordung von mehr als 7000 Muslimen in
Srebrenica zu 17 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika in Mississippi ist Bayer von Haftung wegen Lipobay/Baycol freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss gegen die Gletscherbahnen Kaprun AG dort auf Schadensersatz
geklagt werden, wo der Schaden geschah.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist der ehemalige
Leiter der Bank von China wegen Bestechlichkeit zu 12 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission müssen vier europäische
Chemieunternehmen 70 Millionen Euro Buße wegen rechtswidriger Preisabsprachen
zahlen.
Nach einer Entscheidung der Financial Services Authority muss die Bank Abbey
National 2 Millionen Pfund Strafe wegen unzureichenden Schutzes vor Geldwäsche
zahlen.
Jürgen Cierniak ist neuer Richter am Bundesgerichtshof Deutschlands.
Der letzte Neubau des Bundestags in Berlin (Marie-Elisabeth-Lüders-Haus) ist
übergeben.
Christoph Blocher (SVP) ist an Stelle von Ruth Metzler Bundesrat (CVP) der
Schweiz.
Hessen kauft für 13,3 Millionen Euro Schloss Erbach von den in wirtschaftliche
Schwierigkeiten geratenen Grafen.
2003-12-09 Die
Regierungsparteien des Senats Hamburgs beschließen als Folge des Streits um
Ronald Schill Neuwahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Verpflichtung des Arbeitgebers zur Zahlung eines Zuschusses zum
Mutterschaftsgeld in bisheriger Form wegen Diskriminierung verfassungswidrig,
so dass der Gesetzgeber bis 2005 eine verfassungsgemäße Lösung schaffen muss (1
BvR 302/1996 18. November 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind auf Grund der
Pressefreiheit Veröffentlichungen von Luftbildern von Grundstücken von Personen
der Zeitgeschichte (z. B. Sabine Christiansen, Alida Gundlach) zulässig, nicht
aber persönlichkeitsrechtsverletzende Veröffentlichungen von Lageplänen oder
Wegeplänen zum Auffinden des Grundstücks (VI ZR 373/2002, VI ZR 404/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland muss Bild die (eher
eine Bejahung als eine Verneinung suggerierende) Schlagzeile Udo Jürgens im
Bett mit Caroline? vom September 2000 trotz der inzwischen verflossenen Zeit
richtig stellen (VI ZR 38/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Richter (z.
B. des Kammergerichts Berlin) nicht deswegen befangen, weil seine Ehefrau in
einer unteren Instanz (z. B. als Kammervorsitzende des Landgerichts Berlin) mit
demselben Rechtsstreit befasst war (II ZB 31/2002 20. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Steuerberater einen Mandanten vorbeugend über Wege zum Steuersparen aufklären
(z. B. Alternative zum Objektverbrauch, Schaden von 20000 Euro) (IX ZR 167/2002
16. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Vermögensverlust großen Ausmaßes ab 50000 Euro zu bejahen (1 StR 274/2003 7.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist die
Berufung gegen ein Verkaufsverbot für bestimmte Blechspielzeuge zulässig (21 A
1075/2001 28. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen muss ein
Sozialversicherungsträger den (für die dreißigjährige Verjährungsfrist
notwendigen) Vorsatz der Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen auf
Seiten des Abführungspflichtigen nachweisen (16 KR 223/2002 9. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist eine Bezahlung von
Leistungen bei rechtzeitigem Widerruf vorsehende allgemeine Geschäftsbedingung
(z. B. eines Internetunternehmens) wegen unangemessener Benachteiligung
rechtswidrig (12 O 2393/2003 14. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist der Halter eines
rassemäßig nicht gefährlichen, durch Beißen auffällig gewordenen Hundes
polizeipflichtig (2 K 1151/2003 25. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin Tiergarten ist ein
Hans-Christian Ströbele schlagender, 130 Kilo wiegender Angreifer wegen
Körperverletzung und Beleidigung zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist Patrick Lindner (Friedrich
Raab) wegen Steuerhinterziehung durch Absetzung der Kosten eines angeblich an
einen Lebensgefährten vermieteten, tatsächlich aber selbst mitbewohnten Hauses
zu 720 Tagessätzen zu 600 Euro (432000 Euro) Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Standesamts Berlin Spandau darf ein Kind Nemo
Maximilian genannt werden.
Einiges Russland erhält 222 von 450 Sitzen der Duma(, die Opposition 59 Sitze).
Libyen, Deutschland und die Philippinen haben im Jahr 2000 11 Millionen Dollar
für die Freilassung elfer Geiseln Abu Sayyafs gezahlt.
Nach Unterzeichnung durch den Präsidenten soll das von beiden Häusern des
Parlaments der Vereinigten Staaten von Amerika beschlossene Gesetz gegen
unzulässige e-mails am 1. Januar 2004 in Kraft treten.
Der Euro steigt auf einen Wert von 1,2275 Dollar.
2003-12-08 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können
Gebührenforderungen von Rechtsanwälten grundsätzlich nicht am Gericht des
Kanzleisitzes geltend gemacht werden (X AZR 91/2002 11. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Werbung mit
sicherer Rendite bei stiller Beteiligung an einem Immobilienunternehmen wegen
Verwechslungsgefahr mit einem festverzinslichen Wertpapier auch ohne
ausdrückliche unrichtige Tatsachenbehauptung wettbewerbsrechtswidrig (I ZR
252/2001 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands steht bei
Unterlassung einer Anhörung des Betriebsrats vor insolvenzbedingter
Betriebsstilllegung eines Betriebs mit mehr als 20 Arbeitnehmern einem
gekündigten Arbeitnehmer ein Anspruch auf Nachteilsausgleich zu (1 AZR 541/2002
22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz dürfen
durch Verschleierung ihrer Identität ihre Ausreispflicht hintertreibende
Ausländer grundsätzlich auch gegen ihren Willen in einer zentralen
Gemeinschaftsunterkunft untergebracht werden (10 B 11432/2003 19. November
2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen kann eine
in den Niederlanden beschäftigte und wohnende Arbeitnehmerin über ihren in
Deutschland arbeitenden Ehemann einen Anspruch auf Erziehungsgeld Deutschlands
haben (13 EG 17/2001 24. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss ein Verkäufer einer
Wohnung auf durch bauliche Mängel bedingte, durch Lüften nicht abzustellende
Schimmelbildung hinweisen (26 O 12901/2002 25. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss die DB Netz AG die
Eisenbahnstrecke Stromberg-Simmern-Morbach im Hunsrück betreiben (8 L 2921/2003
28. November 2003).
Nach einer Entscheidung eines Sondergerichts Griechenlands sind 15 Angeklagte
des „17. November“ des Terrorismus schuldig.
Nach Verlängerung der Suspension der Mitgliedschaft Zimbabwes im Commonwealth
tritt Zimbabwe aus dem Commonwealth aus.
Nach einem Beschluss des Umweltausschusses der internationalen
Seeschifffahrtsorganisation sollen Tankersicherheit und Schutz der Meeresumwelt
weltweit verbessert werden.
Toll Collect ist unmittelbar vor der Vertragskündigungsmöglichkeit zur Zahlung
von Vertragsstrafe bereit (monatlich 7,5 Millionen Euro ab Dezember).
Nach Ansicht eines Abgeordneten des Europäischen Parlaments lehnen viele
Abgeordnete das vorgeschlagene Statut wegen befürchteten Verlusts vorteilhafter
pauschaler Reisekostenabrechnungen ab (z. B. Flugpreispauschale Berlin-Brüssel
1040 Euro bei tatsächlichem Reisepreis ab 150 Euro).
Der Euro ist 1,2241 Dollar wert.
Gerhard Goll ist der Rechtsanwaltskanzlei Nonnenmacher in Karlsruhe
beigetreten.
2003-12-07 Bei der Wahl in Russland erhält
Wladimir Putins Partei Einiges Russland etwa 37 Prozent der Stimmen und erlangt
mit verbündeten Parteien eine Zweidrittelmehrheit in der Duma..
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Präklusionsregelung
der §§ 338 Nr. 1 Halbs. 2, 222b I StPO verfassungsgemäß (2 BvR 1540/1001 19.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist es zur
Gewährung rechtlichen Gehörs im Allgemeinen erforderlich, dass das vorlegende
Gericht die Beteiligten auf die beabsichtigte Vorlage hinweist und ihnen
Gelegenheit zur Stellungnahme hierzu gibt, und widerspricht eine für den
konkreten Wirtschaftsplan die sofortige Fälligkeit der gesamten Jahresbeiträge
vorsehende und den Wohnungseigentümern in Verbindung mit einer Verfallklausel
die Zahlung in monatlichen Raten nachlassende Regelung im Grundsatz nicht
ordnungsmäßiger Verwaltung (V ZB 34/2003 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Versagung
der Restschuldbefreiung beantragender Gläubiger den Versagungsgrund glaubhaft
machen (IX ZB 37/2003 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Amtshaftungsanspruch nicht auf Wiedergutmachung durch eine dem Amt
zuzurechnende Handlung gerichtet und gelten Bodenrichtwerte grundsätzlich nur
für Grundstücke, für die Erschließungsbeiträge gezahlt sind (III ZR 32/2002 22.
Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gelten für
Änderungskündigungen zur Anpassung vertraglicher Nebenabreden nicht die
gleichen strengen Maßstäbe wie für Änderungskündigungen zur Entgeltabsenkung (2
AZR 74/2002 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bewirkt eine
Sicherungsübereignung eines Unternehmens (z. B. Gaststätte) einen
Betriebsübergang erst, wenn der Sicherungsnehmer die Betriebsmittel im eigenen
Namen nutzt (8 AZR 312/2002 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können beruflich veranlasste
Aufwendungen für ein Universitätsstudium im Anschluss an ein
Fachhochschulstudium Werbungskosten sein (VI R 50/2002 22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg ist ein Anschreiben von
Fondsanlegern eines inzwischen geschlossenen Fonds mit Hinweisen zu
Auseinandersetzungen durch Rechtsanwälte (nur) unter Verwendung einer in ihrer
Herkunft nicht erklärbaren Adressenliste wettbewerbswidrig (1 U 17/2003 10.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg muss bei einer
Unterhaltsabänderungsklage das beklagte volljährige Kind beweisen, dass der
Unterhaltsanspruch fortbesteht und welche Haftungsquote auf den jeweiligen
Elternteil entfällt (10 UF 302/2001 14. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel liegt eine
erlaubnisbedürftige Anlagevermittlung vor, wenn der Vermittler den Abschluss
eines konkreten Geschäfts bereits so umfassend vorbereitet und abgewickelt hat,
dass der Kunde den Auftrag nur noch zu unterschreiben und abzusenden hat (6 TG
3395/2002 18. Juli 2003).
Google und Ebay übertreffen T-online in der Nutzerzahl.
Der Bundesrechnungshof Deutschlands äußert Bedenken gegenüber der
Beratungsvertragsvergabe Florian Gersters in der Bundesanstalt für Arbeit.
Der Bundesvorstand der Partei rechtsstaatlicher Offensive setzt Ronald Schill
als Landesvorsitzenden Hamburgs ab.
2003-12-06 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Schadensersatzanspruch gegen einen
Architekten wegen eines im Bauwerk verkörperten Mangels der Planung oder
Aufsicht nach Grund und Höhe unabhängig von einer Haftung des Bauunternehmers
(VII ZR 448/2001 23. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen die
Mitteilung des Insolvenzgerichts an den Schuldner, dass sein Antrag auf
Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens wegen Fehlens von Unterlagen kraft
Gesetzes als zurückgenommen gilt, eine sofortige Beschwerde grundsätzlich nicht
statthaft (IX ZB 599/2002 16. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für die Annahme
eines Angebots ein als Willensbetätigung zu wertendes, nach außen
hervortretendes Verhalten des Angebotsempfängers erforderlich, das vom
Standpunkt eines unbeteiligten objektiven Dritten auf Grund aller äußeren
Indizien auf einen wirklichen Annahmewillen schließen lässt (XI ZR 101/2002 14.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein
Kreditvertrag durch bloße Unrichtigkeit von Angaben über Kreditkosten (z. B.
falsche Angabe über Gläubiger von Bearbeitungskosten) nicht nichtig (XI ZR
134/2002 14. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind auch Netze
zwischen Energieversorgungsunternehmen Netze für die allgemeine Versorgung und
ist die kürzeste Entfernung auch unter Berücksichtigung der Gesamtkosten zu
bestimmen (VIII ZR 165/2001 8. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein in einer
Teilungserklärung als Speicher ausgewiesener, als Wohnraum verkaufter
Kaufgegenstand einen Rechtsmangel (V ZR 217/2002 26. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt bösgläubig,
wer im Bereich der Grundstücksgrenze baut und sich nicht durch Zuziehung eines
Sachverständigen über den Grenzverlauf vergewissert, wobei ein
Schadensersatzanspruch nach § 990 II BGB durch die §§ 912ff. BGB nur
ausgeschlossen ist, wenn eine Duldungspflicht nach § 912 BGB besteht (V ZR
360/2002 19. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann einen
Schuldner zwecks Sicherung zur Verrechnung seiner Forderungen gegen einen
insolvenzgefährdeten Dritten mit Forderungen seines Gläubigers ermächtigende
Vereinbarung vom Gläubiger nur mit Wirkung für die Zukunft gekündigt werden,
wobei bereits entstandene Forderungen auch nach der Kündigung verrechnet werden
können (I ZR 128/2001 4. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann auch im
Grundbuchverfahren auf Verlangen eine Bescheinigung über die formelle
Rechtskraft einer Entscheidung verlangt werden (2 Z BR 121/2003 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle genügt für die Wahrung der
Verkehrssicherungspflicht bei einer größeren Schwimmbadrutsche die Festlegung
eines Benutzungsabstands von 30 Sekunden (9 U 80/2003 24. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main besteht bei
Abgabe eines Verbraucherangebots in einer Haustürgeschäftslage, neun Monate
späterer Annahme durch den Unternehmer und anschließender Bestätigung des
Verbrauchers kein Widerrufsrecht des Verbrauchers wegen Haustürgeschäftslage (U
121/2003 21. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart steht der Rückabwicklung
eines wegen Sittenwidrigkeit nichtigen Radarwarngerätkaufvertrags nach § 817
Nr. 2 BGB nichts entgegen (5 S 13/2003 29. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann eine Begrenzung der
Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung in allgemeinen Geschäftsbedingungen
eines Krankenversicherungsvertrags unwirksam sein (252 C 1591/2003 3. April
2003).
Christoph Trzaskalik 3. Januar 1943-Mainz 6. Dezember 2003.
Hueck, Götz/Windbichler,
Christine, Gesellschaftsrecht, 20. A. 2003
Arbeitsrecht Kommentar, hg. v. Henssler, Martin/Willemsen, Heinz Josef/Kalb,
Jürgen, 2004
Gern, Alfons, Deutsches Kommunalrecht, 3. A. 2003
Ukrow, Jörg, Jugendschutzrecht, 2004
Köbler, Gerhard, Rechtstschechisch. Deutsch-tschechisches und
tschechisch-deutsches Rechtswörterbuch, 2003
2003-12-05 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entscheidet bei der
Abtretung mehrerer Arbeitseinkommen über eine Zusammenrechnung nach § 850e Nr.
2 ZPO grundsätzlich das Prozessgericht, im Vollstreckungsverfahren das Vollstreckungsgericht
(IXa ZB 194/2003 31. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg darf eine Bank Gebühren
für das Ausbuchen von Wertpapieren aus einem vom Kunden fortgeführten Depot
verlangen (9 U 3928/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein ist die
Haftpflichtversicherung eines verstorbenen Unfallverursachers zur Zahlung von
500000 Euro Schmerzensgeld und 500 Euro monatlicher Unfallrente an einen auf
Grund des Unfalls schwerstbehinderten fünfjährigen Jungen verpflichtet (9 U
92/2003 4. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg lässt das
im Grundgesetz gesicherte Berufsbeamtentum die Nutzung der durch
Teilzeitbeschäftigung eines Beamten gewonnenen Freizeit durch einen Zweitberuf
nicht zu (4 S 1540/2002 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf die Bildzeitung auf
Grund der Pressefreiheit in einem Bericht über eine angebliche Schlägerei des
Sohnes Uschi Glas’ ein Foto Uschi Glas’ auf der Titelseite abbilden (7 O
20815/2003 4. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart darf eine Bank nicht für
jede Übertragung von Wertpapieren aus einem Depot eines Kunden in ein anderes
Depot (z. B. bei Depotauflösung) Gebühren verlangen (20 O 1001/2003).
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck ist Gerald Falger vom
Vorwurf der fahrlässigen Gemeingefährdung wegen unterlassener
Sicherheitsvorkehrungen bei einer mit 6 Toten endenden Snowboardveranstaltung
in Innsbruck wegen mangelnder Vorhersehbarkeit freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Kriegsverbrechertribunals der Vereinten Nationen
für das frühere Jugoslawien ist Stanislav Galić wegen Angriffen auf die
Bewohner Sarajevos zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tokios ist Yasuo Hayashi wegen
zweier Giftgasanschläge zum Tod verurteilt.
Die Europäische Kommission weist einen Antrag der Schweiz auf Aussetzung der
deutsche Anrainer abends und morgens vor Fluglärm schützenden Überflugsregelung
Deutschlands für den Flughafen Zürich zurück.
Wolfgang Gerber, Eberhard Rinne und Joachim Starck vom Bundesgerichtshof
Deutschlands sind im Ruhestand.
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des deutschen Fußballbundes muss das
durch Zuschauer gestörte Spitzenspiel der zweiten Fußballbundesliga
Deutschlands zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg ohne Zuschauer in
Aachen wiederholt werden.
Der Euro ist 1,2155 Dollar wert.
Luxemburg sichert eine Sperrminderheit Deutschlands, Frankreichs und
Österreichs gegen die Zulässigkeit von Fahrten schwerer Lastkraftwagen an
Sonntagen.
Die zentrale Datei Deutschlands für Verkehrsdelikte in Flensburg umfasst mehr
als 7 Millionen Täter (2,76 Millionen Neuzugänge, 2,45 Millionen Löschungen,
82,8 Prozent Männer).
2003-12-04 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs dürfen die Bestimmungen
einzelner Mitgliedstaaten der Europäischen Union (z. B Schwedens) über die
Verarbeitung personenbezogener Daten strenger sein als die Bestimmungen der
Datenschutzrichtlinie 1995/46/EG (C-101/2001 6. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen
Gemeinschaften ist TDI als beschreibendes Zeichen (z. B. Audis) wegen fehlender
Unterscheidungskraft als Gemeinschaftsmarke nicht eintragungsfähig (T-16/2002
3. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei der
Bemessung des wegen Tötung eines Unterhaltsverpflichteten zu ersetzenden
Schadens dem fiktiven Nettoeinkommen des Getöteten Eigenheimzulage und
Kinderzulage zurechenbar (VI ZR 346/2002
4. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Einmanngesellschaft mit beschränkter Haftung gegen Gläubiger ihres
Alleingesellschafters Drittwiderspruchsklage erheben, wenn die Vollstreckung
gegen sie ein eigenes, von § 771 ZPO erfasstes Recht verletzt (IX ZR 55/2002
16. Oktober 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss das
Oberverwaltungsgericht Berlin erneut die Rechtmäßigkeit (Verhältnismäßigkeit)
der seit 1996 von den Hochschulen in Berlin erhobenen Rückmeldegebühren
Studierender (51,13 Euro) prüfen (6 C 13/2003, 6 C 14/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die
Deutsche Telekom auch auf eigene Rechnung an Endkunden verkaufende
Wiederverkäufer bedienen (6 C 20/2002 3. Dezember 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Eigentümer eines
als Pflegeheim für betreutes Wohnen genutzten Grundstücks einen erhöhten
Abschreibungssatz bei der Einkommensteuer geltend machen (IX R 9/2003 30.
September 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein Tonstudio
kein häusliches Arbeitszimmer (IV R 53/2001 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss ein Tierarzt wegen
groben Fehlverhaltens und daraus vermutetem Verschulden dem Land
Nordrhein-Westfalen und einigen Landwirten durch die Schweinepest von 1996/1997
erlittenen Schaden ersetzen (U 108/2002 3. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist die
Revision gegen das die Ausweisung Metin Kaplans verbietende Urteil eines
Verwaltungsgerichts zulässig und der Asylantrag Metin Kaplans abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Münster entfällt ein Anspruch auf
Arbeitslosengeld nicht automatisch dadurch, dass ein Betroffener sich gegenüber
dem Arbeitsamt krank meldet, wenn seine Krankenkasse ihn für arbeitsfähig hält
(S 3 [2] 74/2001 3. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Kriegsverbrechertribunals der Vereinten Nationen
für Ruanda sind zwei ehemalige Mitarbeiter des Senders Radio Television Libre
des Milles Collines wegen Anstachelung zum Völkermord zu lebenslanger Haft und
der ehemalige Herausgeber der Zeitschrift Kangura zu 35 Jahren Haft verurteilt.
Die Zahl der Studienanfänger Deutschlands stieg 2003 (bei 38,5 Prozent
Hochschulreife des Jahrgangs) auf 385000, die Zahl der Studierenden auf mehr
als 2 Millionen und die Zahl der arbeitslosen Akademiker auf 253000.
Nach Ansicht des 1991 als Umweltminister Hessens die Inbetriebnahme der
Brennelementefabrik Siemens’ in Hanau verhindernden Außenministers Josef
Fischer ist der Antrag des Eigentümers auf Genehmigung des Verkaufs der Anlage
an China (trotz bereits im Oktober signalisierter Bejahung) ausschließlich nach
rechtlichen Gesichtspunkten zu entscheiden.
Die Vereinigten Staaten von Amerika heben die Strafzölle für Stahl aus der
Europäischen Union auf.
Heinz Artmann 28. September 1919-München 4. Dezember 2003.
2003-12-03 Die Bundesregierung Deutschlands
beschließt die schrittweise Steuerfreistellung der Arbeitnehmerbeiträge zur
Rentenversicherung ab 2005 und die schrittweise Besteuerung (von zunächst 50
Prozent, bis 2040 100 Prozent) der Renten ab 2005, wobei Renten bis monatlich
1575 Euro steuerfrei bleiben.
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen
Gemeinschaften muss Volkswagen nicht 31 Millionen Euro Buße zahlen, weil die
Verletzung des europäischen Wettbewerbsrechts in den Jahren 1996 und 1997 nicht
nachgewiesen ist.
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben bei einer
gemeinsamen Fahrt vom Wohnort zum Einsatzort verunglückende Arbeitnehmer wegen
Eingliederung in eine betriebliche Gefahrengemeinschaft keinen Anspruch auf
Schmerzensgeld gegen den Krafrtfahrzeugführer (VI ZR 348/2002 2. Dezember 2003,
VI ZR 349/2002 2. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine durch
Gesetz festgelegte Ausgleichsentschädigung in zwei Teilen für die
Beeinträchtigung eines Grundstücks durch eine Energieanlage (z. B.
Trafostation) nicht verfassungswidrig (V ZR 129/2003 28. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht die
Gewinnermittlung durch Einnahmeüberschussrechnung gemäß § 4 III EStG der
Bildung eines gewillkürten Betriebsvermögens nicht (mehr) entgegen (IV R
13/2003 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands verletzt die Erhebung
der Gewerbesteuer durch Gemeinden weder den Gleichheitssatz des Grundgesetzes
noch europäisches Recht (X R 2/2000 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist das häusliche
Arbeitszimmer eines Bildjournalisten nicht Mittelpunkt seiner Tätigkeit, weil
ein Bildjournalist keinen konkreten Tätigkeitsschwerpunkt hat (IV R 34/2002 28.
August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Aufwendungen für
eine nach auf Dauer angelegter Vermietung leer stehende Wohnung bei den
Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar, solange der
Steuerpflichtige seine Einkommenserzielungsabsicht nicht endgültig aufgegeben
hat (IX R 102/2000 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen haben
islamische Dachverbände (z. B. Zentralrat der Muslime e. V., Islamrat für die
Bundesrepublik Deutschland e. V.) mangels Religionsgemeinschaftsqualität keinen
Anspruch auf Einführung islamischen Religionsunterrichts als ordentliches
Lehrfach an öffentlichen Schulden Nordrhein-Westfalens (19 A 997/2002 2.
Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis darf ein
ausländischer Vater eines deutschen Kindes wegen des Schutzes der Familie nicht
abgeschoben werden (1 W 1/2003 25. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf erhält Wolfgang Frenz von
Nordrhein-Westfalen keine 68500 Euro Schadensersatz wegen Mitteilung seiner
V-Mann-Eigenschaft in der Nationaldemokratischen Partei durch den
Landesverfassungsschutz an den Bundesverfassungsschutz, weil der
Verfassungsschutz zur Offenlegung seiner Identität verpflichtet gewesen sein
soll (2 b O 122/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Duisburg kann ein
all-inclusive-Reisender den Reisepreis um jeweils 2 Prozent mindern, wenn der
im Katalog abgebildete Hummer auf der Reise nicht zur Verfügjung steht und das
vorgeschlagene Windsurfen nur gegen zusätzliches Entgelt möglich ist(12 S
27/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf erhält eine auf einer
nassen Treppe eines Ferienhotels in der Türkei ausrutschende Pauschalurlauberin
keinen Schadensersatz, weil nasse Treppen in all-inclusive-Hotels zum
allgemeinen Lebensrisiko gehören sollen (8 O 388/2002).
Rolf Clemens Wagner ist von dem Bundespräsidenten Deutschlands zum 10. Dezember
2003 begnadigt worden.
In Deutschland wurden im dritten Quartal 2003 31400 Schwangerschaften
abgebrochen.
Das Parlament Österreichs stimmt gegen zwei Stimmen dem Beitritt zehner neuer
Mitgliedstaaten zur Europäischen Union zu.
Die Europäische Kommission stimmt dem Zusammenschluss von Hachette mit Verlagen
Vivendis nicht zu.
Der Euro ist 1,2131 Dollar wert.
2003-12-02 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine allein von der öffentlichen Hand
beherrschte Bank (z. B. Postbank Hannover) einer nicht verbotenen Partei (z. B.
Republikaner) nicht unter Berufung auf die politische Zielrichtung ein
Girokonto kündigen (XI ZR 397/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann einer
mittellosen Partei in verfassungskonformer Auslegung des § 236 II 2 ZPO eine
längere Rechtsbeschwerdebegründungsfrist einzuräumen sein (III ZB 84/2002 25.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Deutsche
Telekom von 01051 Telecom wegen fehlender Verwechslungsgefahr nicht die
Unterlassung von Telecom in der Firma verlangen (I ZR 79/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands müssen für die
Feststellung des Grads einer krankheitsbedingten Behinderung die allgemeinen
Erfahrungssätze über Heilungsbewährung (z. B. zweijähriges Überleben nach
Entfernung eines bösartigen Dickdarmtumors) berücksichtigt werden (B 9 6/2002
18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands müssen die tatbestandlichen
Voraussetzungen einer gesetzlichen Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 20 GewStG 1984
von der jeweiligen Organgesellschaft selbst erfüllt werden (I R 100/2001 4.
Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle hat ein Strafgefangener
bei Abwägung aller Einzelumstände nicht (schon) wegen zweitägiger Unterbringung
in einem Gemeinschaftshaftraum ohne separate Toilette einen Anspruch auf 200
Euro Schmerzensgeld (16 U 116/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist Werbung
für umweltfreundliches Flüssiggas nicht (schon) wegen Nichterwähnung der
Umweltbelastung durch Lastkraftwagentransport wettbewerbswidrig (6 W 183/2003
12. November 2003).
Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Köln ist die Werbung für MAOAM (Was wollt
ihr denn?) nur eine ohne nähere Ausgestaltung keinen Urheberrechtsschutz
verdienende Werbeidee.
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen sind die drei zum
Bau der Pilotkonditionierungsanlage in Gorleben erteilten Genehmigungen
rechtmäßig (7 KS 563/2001 27. November 2003 u. a.).
Nach Ansicht des Landgerichts München muss eine Krankenversicherung die Kosten
einer ungewöhnlichen, aber erfolgreichen Außenseiterbehandlungsmethode (z. B.
ganzheitliche Behandlung von Zahnfehlstellungen im Oberkiefer und Unterkiefer)
bezahlen (6 S 7321/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg kann die Nürnberg Arena 2000
Projektgesellschaft von der Stadt Nürnberg keine Mehrkosten für den Bau des
neuen Eisstadions wegen angeblich unterlassener Mitteilung verlangen.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz sind Aufwendungen
für die Wohnungsausstattung wegen krankheitsbedingten Umzugs im Gegensatz zu
Speditionskosten und Elektrogeräteinstallationskosten keine steuerlich abzugsfähigen
außergewöhnlichen Belastungen (5 K 1429/2002 10. November 2003).
Hans-Jürgen Hellwig ist Präsident des Rates der Europäischen Anwaltschaften.
Nora Schmidt-Keßeler ist Hauptgeschäftsführerin der Steuerberaterkammer
Deutschlands.
Die Vorsitzende des Finanzausschusses des Bundestags Deutschlands gibt nach
Kritik 916 Euro monatlich werte Nebentätigkeiten bei
Versicherungsgesellschaften auf, obwohl dies kein Eingeständnis von Fehlern
ist.
Der Bürgermeister von Leukerbad ist wegen Betrugs, Urkundenfälschung und
ungetreuer Geschäftsführung zu viereinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt.
2003-12-01 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschland muss Thomas Haas rund 500000 Euro an die ihn
früher sponsernde TOSA Tennistalentförderung GmbH zurückzahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt einem
Vertragspartner eines zu Insichgeschäften ohne Eintragung in das
Handelsregister befugten Vertreter einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
das Fehlen der Eintragung nur zugute, wenn es ihm möglich gewesen wäre, sein
Handeln bei Kenntnis der nicht eingetragenen Tatsache anders einzurichten (VII
ZR 122/2001 9. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt der Erwerber
eines Wohnhauses durch Zwangsversteigerung als Vermieter in die laufenden
Mietverträge ein und muss eine wegen der öffentlichen Förderung von
Modernisierungsmaßnahmen vereinbarte Beschränkung von Mieterhöhungen gegen sich
gelten lassen (VIII ZR 58/2003 10. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschland gilt die
Radwegbenutzungspflicht auch für Liegefahrräder benutzende Radfahrer, weil
Fahrrad jedes wenigstens zwei Räder aufweisende, allein durch Muskelkraft des
oder der Fahrer bewegte Fahrzeug ist.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein echtes
Factoring betreibendes Unternehmen zum Vorsteuerabzug berechtigt (V R 34/1999
4. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz müssen bei
Nichtfeststellbarkeit eines Schädigers unter mehreren spielenden Kindern alle
gemeinsam für den Schaden einstehen, auch wenn sie nur zehnjährig sind (10 U
998/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist einem
seine Kollegen im Beruf betrügerisch schädigenden Arzt wegen Unwürdigkeit die
Approbation zu entziehen (9 S 1138/2003 28. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg sind bei Erreichen
bestimmter Punktzahlen den Erhalt von im Internet handelbarer oder bis zur Höhe
des Einsatzes gegen Geld tauschbarer sog. Token ermöglichende Spielautomaten
Spielgeräte mit Gewinnmöglichkeit im Sinne der Gewerbeordnung (4 Bs 370/2003 1.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Grundstückseigentümer in einem Überschwemmungsgebiet eine dem möglichst
schadlosen Hochwasserabfluss dienende bauliche Einschränkung grundsätzlich
hinnehmen (1 C 101000/2003 30. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts kann ein Arbeitgeber einen
ordentlich unkündbaren, längere Zeit nach Verlassen des Büros in Richtung
Baustelle privaten Tätigkeiten nachgehenden Arbeitnehmer (z. B. Bauaufseher)
unter Wahrung einer sozialen Auslauffrist außerordentlich kündigen (6 [3] Sa
194/2003 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs sind die
gesetzlichen Eingriffe in die privatrechtlichen Pensionsverträge der
österreichischen Bundesbahnen (z. B. Erhöhung des Pensionsalters von 53 auf
54,5 Jahre) wegen des Allgemeinwohls rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Moskaus muss das
Bolschoitheater Anastasia Wolotschkowas Arbeitsvertrag erfüllen, obwohl kein
männlicher Tänzer Partner der vergleichsweise gewichtigen Ballerina sein konnte
oder wollte.
Der Ministerrat der Europäischen Union einigt sich auf die Erleichterung des
Aufenthalts in anderen Mitgliedstaaten durch Absicherung von
Sozialleistungsansprüchen für außerhalb ihres Heimatlandes wohnende oder
arbeitende Arbeitnehmer.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 3829 Punkte.
Beate Uhse kauft Christine le Duc der Niederlande.
Italien will 1000 Euro Prämie für jedes zweite und weitere Kind zahlen.
2003-11-30 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Einbau von Kaltwasserzählern
in einer Wohnungseigentumsanlage zur Umsetzung einer beschlossenen Verteilung
der Wasserkosten eine Maßnahme ordnungsmäßiger Verwaltung (V ZB 21/2003 25.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für die zwecks
Beurteilung der Einhaltung prozessualer Fristen (z. B. Eintreffen eines
Berufungsbegründungsfaxes) erforderliche Zeitbestimmung die gesetzliche Zeit im
Sinne des Gesetzes über die Zeitbestimmung maßgeblich (, die im Zweifel von der
Deutschen Telekom ihren Gebührennachweisen zugrundegelegt wird) (VII ZB 8/2003
24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Kündigung
eines Bauvertrags im Regelfall dahin zu verstehen, dass auch eine freie
Kündigung gewollt ist (VII ZR 218/2002 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Überschreitung der gesetzlichen Gebühren (z. B. 7950 DM) durch eine
Honorarvereinbarung um mehr als das Siebzehnfache (z. B. 88607 DM) ein Schluss
auf eine verwerfliche Gesinnung des Verlangenden gerechtfertigt (IX ZR 131/2000
24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind im Zusammenhang
mit einer Vermögensübergabe zur Vorwegnahme der Erbfolge vereinbarte
abänderbare Versorgungsleistungen dann nicht als dauernde Last (Sonderausgabe)
abziehbar, wenn sie nicht aus den erzielbaren laufenden Nettoerträgen (z. B.
Mieten) des übergebenen Vermögens (z. B. Einfamilienhaus) gezahlt werden können
(GrsS 1/2000 12. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts dürfen auch bei
auf Trunkenheit beruhenden Verkehrsvergehen mit tödlichen Unfallfolgen für die
Strafaussetzung zur Bewährung die besonderen Umstände des Einzelfalls nicht
außer Acht gelassen werden (1 St RR 88/2003 4. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann Wiedereinsetzung in
den vorherigen Stand bei wegen eines unverschuldeten Computerabsturzes nicht
vollständig an das Rechtsmittelgericht gelangter Berufungsbegründungsschrift
gewährt werden (14 U 49/2003 30. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin handelt bei ebay der Verkäufer
nicht in fremdem Namen, sondern unter seinem Pseudonym und vereinbaren die
Parteien einen Versendungskauf (18 O 117/2003 1. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Oldenburg hat ein Geschädigter nach §
249 II 2 BGB nur Anspruch auf Umsatzsteuer, wenn und soweit sie tatsächlich
angefallen ist (9 S 553/2003 25. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig kann bei nicht behebbaren
Störungen eines Mobilfunktelefons das Vertragsverhältnis fristlos gekündigt
werden (9 C 12621/2002 19. Februar 2003).
2003-11-29 Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die Abweisung
einer auf eine erneute Kündigung gegründeten Räumungsklage unter Berufung auf
die Rechtskraft eines klagabweisenden Urteils eines früheren Räumungsprozesses
die Art. I 1, 2 I GG in Verbindung mit dem Rechtsstaatsprinzip (1 BvR 2388/2002
30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann eine
Selbstablehnung eines Verfassungsrichters in einem Normenkontrollverfahren
begründet sein, wenn der Richter sich in einem Gutachten zur
Verfassungsmäßigkeit einer ähnlichen Norm geäußert hat (1 BvL 3/1998 17.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein
fremdsprachiger Angeklagter in jedem Verfahrensstadium (z. B.
Ermittlungsverfahren) einen Dolmetscher auf Kosten der Staatskasse hinzuziehen
(2 BvR 2032/2001 27. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Kompetenzkonflikt zwischen einem Senat eines Oberlandesgerichts und einem
Einzelrichter dieses Senats (z. B. über Beschwerden gegen Entscheidungen des Vorsitzenden
einer Kammer für Handelssachen) durch unanfechtbaren Beschluss des Senats zu
entscheiden (X AZR 175/2003 16. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands umfasst die Frist des
§ 32 IV 1 Nr. 2 lit. b EStG vier volle Kalendermonate (VIII R 105/2001 15. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Brandenburg steht das
Vorschlagsrecht für die Wahl des Ministerpräsidenten in Brandenburg nur den
einzelnen Abgeordneten zu (112/2002 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann rückständiger
Unterhalt nach einem Jahr verwirkt sein (9 WF 158/2003 4. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm reicht die Behauptung, eine
Ehe sei aus aufenthaltsrechtlichen Gründen eingegangen worden und die
Nichtoffenbarung fehlender Liebe sei eine arglistige Täuschung, jedenfalls dann
nicht für eine Aufhebung der Ehe, wenn beide Ehepartner zweieinhalb Jahre ein
normales Eheleben geführt haben (10 WF 141/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg ist die Einreichung
einer Diskette keine Ablieferung oder Übersendung einer häuslichen Arbeit in
Maschinenschrift und bildet eine Funktionsfähigkeit benutzter Hilfsmittel (z.
B. Drucker) keinen wichtigen Grund für eine Unterbrechung einer Prüfung (3 Bs
156/2002 31. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin steht bei
verfolgungsbedingter Veräußerung eines Grundstücks durch einen Treuhänder der
Rückgabeanspruch dem Treugeber bzw. dessen Erben zu (29 A 306/1998 11.
September 2003).
Brox, Hans, Allgemeiner Teil des BGB, 27. A. 2003
Eckert, Jörn, Schuldrecht AT, 3. A. 2003
Reinicke, Dietrich/Tiedtke, Klaus, Kaufrecht, 7. A. 2003
Kötz, Hein/Wagner, Gerhard, Deliktsrecht, 10. A. 2003
Grüneberg, Christian, Haftungsquoten bei Verkehrsunfällen, 8. A: 2004
Weyers, Hans-Leo/Wandt, Manfred, Versicherungsvertragsrecht, 3. A. 2003
Richardi, Reinhard, Betriebsverfassungsgesetz, 9. A. 2003
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, hg. v. Hömig, Dieter, 7. A.
2003
Ipsen, Jörn, Staatsrecht I, 15. A. 2003, Staatsrecht II, 5. A. 2003
Maurer, Hartmut, Allgemeines Verwaltungsrecht, 14. A. 2003
Kilian, Wolfgang, Europäisches Wirtschaftsrecht, 2. A. 2003
Herdegen, Matthias, Internationales Wirtschaftsrecht, 4. A. 2003
Grunsky, Wolfgang, Zivilprozessrecht, 11. A. 2003
Assenmacher, Hans-Jörg/Mathias, Wolfgang, Kostenordnung, 15. A. 2003 (vormals
Göttlich/Mümmler)
Fischer,
Klaus/Uthoff, Rolf, Die Richter- und Anwaltsklausur im Zivilrecht, 2003
2003-11-28 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können gegen eine
Partei, der Prozesskostenhilfe bewilligt worden ist, die von der Gegenpartei
verauslagten Gerichtskosten festgesetzt werden, wenn sich die bedürftige Partei
in einem Vergleich zur Übernahme dieser Kosten bereit erklärt hat (III ZB
11/2003 23. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss bei
Erreichung des tariflichen Mindestabstandsgebots der Betriebsrat einer
Umgruppierung eines tariflich Angestellten zum außertariflichen Angestellten
zustimmen (4 ABR 54/2002 16. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die
Bundeswehr die Kosten einer künstlichen Befruchtung einer (in Bayern 1968 geborenen)
Berufssoldatin tragen (2 C 38/2002 27. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind Klagen
von Gemeinden und Anwohnern gegen die Festlegung des Anfangsanflugspunktes
RILAX östlich von Donaueschingen für den Flughafen Zürich wegen unterbliebener,
aber nicht erforderlicher Anhörung abgewiesen (9 C 6/2002 26. November 2003).
Nach Entscheidungen einzelner Kammern des Landesarbeitsgerichts Köln verlängert
sich die Berufungsfrist bei unterbliebener Rechtsmittelbelehrung um ein Jahr.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs sind drei
Bildreporter von dem Vorwurf der Verletzung der Privatsphäre von Prinzessin
Diane und Dodi al Fayed durch Fotografieren des Inneren des Unglücksfahrzeugs
freigesprochen.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Verschiebung der Rentenauszahlung auf das
Monatsende nicht zu.
Der Bundestag Deutschlands verabschiedet den 30 Milliarden Euro Neuverschuldung
umfassenden Bundeshaushalt 2004.
Der Bundestag Deutschlands verlängert die Auslauffrist für das strafrechtliche
Rehabilitierungsgesetz, das berufliche Rehabilitierungsgesetz und das
verwaltungsrechtliche Rehabilitierungsgesetz zugunsten Opfer politischer
Verfolgung in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik bis 31. Dezember
2007.
Der Euro erreicht (als Folge des abnehmenden Kapitalzuflusses in das
Niedrigzinsland Vereinigte Staaten von Amerika) den Wert von 1,20 Dollar.
Ernst Mittenzwei 4. September 1939-München 28. November 2003.
2003-11-27 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs können zwar Musiknoten als
Marken eingetragen werden (z. B. die ersten neun Noten von Für Elise), nicht
aber lautmalerische Worte (z. B. Kukelekuuuuu als Wiedergabe des Hahnkrähens im
Niederländischen) (C-283/2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann auf Grund der
Freizügigkeit der Arbeitnehmer ein in Luxemburg wohnender, aus Deutschland
stammender Beamter der Europäischen Gemeinschaften seine in Luxemburg
entstandenen, an die luxemburgische Rentenversicherung entrichteten
Aufwendungen für eine Haushaltshilfe von seinen in Deutschland
steuerpflichtigen Einkünften absetzen (C-209/2001 13. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein zwei
Ampeln bei Rot überfahrender Kraftfahrzeuglenker zwecks Erhalts eines
Ersatzanspruchs gegen eine Kaskoversicherung beweisen, dass er infolge
Krankheit in einen Sekundenschlaf gefallen ist (IV ZR 16/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein vor 2001 Rentner
bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder gewordener Versicherter
die vom Bundesverfassungsgericht Deutschlands als verfassungswidrig erklärte
Halbanrechnung der Vordienstzeiten in der Zusatzversorgung des öffentlichen
Dienstes hinnehmen (IV ZR 186/2002 26. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Insolvenzverwalter nicht einen gemäß § 240 ZPO unterbrochenen Passivprozess
über eine Insolvenzforderung zur Aufnahme durch den Insolvenzschuldner freigeben
(II ZA 8/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können ein
Grundstück als Altersruhesitz erwerbende und die Aufhebung ihrer nichtehelichen
Lebensgemeinschaft auf Dauer ausschließende Partner einer nichtehelichen
Lebensgemeinschaft deren Scheitern nicht als Wegfall der Geschäftsgrundlage
geltend machen (II ZR 63/2002 6. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann dem Schuldner
bei Anmeldung einer Forderung aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten
Handlung nicht pauschal die Beiordnung eines Rechtsanwalts verweigert werden
(IX ZB 44/2003 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein das
rechtswidrige Fehlen der Aufnahme von Arbeitnehmern in eine soziale Auswahl
geltend machender Betriebsrat die betreffenden Arbeitnehmer benennen oder durch
abstakte Merkmale bestimmbar machen (5 AZR 305/2002 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein
Arbeitnehmer (z. B. Spülerin) bei Abschluss eines Aufhebungsvertrags im Büro
des Geschäftsführers nicht durch das Widerrufsrechts für Haustürgeschäfte
geschützt (2 AZR 177/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann ein unter Vorlegung
falscher, ihn als Frau ausweisender Papiere einen Mann heiratender Mann mangels
Rechtsschutzbedürfnisses nicht auf Feststellung des Nichtbestehens einer Ehe
klagen (10 WF 388/2003 19. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann ein Internetprovider
nicht durch allgemeine Geschäftsbedingung sehr viel kürzere Kündigungsfristen
für sich als für seine Kunden festlegen (2 U 504/2003 25. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarland kann eine private
Gesellschaft keine Konzession zum Betrieb einer Spielbank verlangen.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf darf eine
Polizeigewerkschaft wegen des Hausrechts des Staats in einer
Polizeidienststelle keine Unterschriftenaktion zwecks Einstellung von mehr
Polizisten durchführen (10 Sa 1186/2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen besteht
auf einem Umweg Unfallversicherungsschutz eines Arbeitnehmers, wenn der nicht
nur aus privaten Gründen gewählte Umweg sicherer, kostengünstiger oder
schneller ist als der kürzeste Weg.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin haben
Wohnungsunternehmen keinen Anspruch auf Subventionierung über die 15 Jahre
währende Förderung hinaus.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist Ute Fabel
(falsche Magistra) wegen fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen
und Nichtabführens von Sozialversicherungsbeiträgen zu sechs Monaten Haft auf
Bewährung verurteilt.
Die Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf die
Möglichkeit von Mitgliedstaaten und Unternehmen, an einzelstaatlichen
Verteidigungsmitteln gegen feindliche Übernahmeversuche festzuhalten.
Die Innenminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf die
Einführung biometrischer Merkmale in Visa und Aufenthaltsberechtigungen (z. B.
Daten des Gesichtsbilds und Abdrücke zweier Finger) sowie die Gründung einer
europäischen Grenzschutzagentur.
Die Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf
einen einheitlichen Strafrahmen für die meisten Rauschgiftdelikte (z. B. 1 Jahr
bis 3 Jahre Haft bei Erzeugung, Vertrieb oder Verkauf von Drogen, mindestens 5
Jahre Haft bei größeren Mengen oder besonders gefährlichen Drogen).
Ab Juli 2004 werden für bestimmte Haustiere (z. B. Hunde, Katzen, Frettchen,
nicht Hamster, Schlangen, Spinnen) bei Übertritt in einen anderen Mitgliedstaat
der Europäischen Union Ausweise benötigt.
2003-11-26 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist ein Verbot eines
Mitgliedstaats (z. B. Italiens), ohne Konzession Wetten für ausländische
Buchmacher zu sammeln, anzunehmen oder zu bestellen, wegen Verletzung der
Niederlassungsfreiheit europarechtswidrig, sofern es nicht Allgemeininteressen
(z. B. dem Verbraucherschutz) dient (C-243/2001 6. November 2003).
Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Enteignungsbehörde an einen
Bebauungsplan nur in seiner städtebaulichen Zielsetzung gebunden (1 BvR
171/2002 16. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein
einstiger Manager eines Krankenhauses in Konstanz keinen Anspruch auf
Schadensersatz gegen das Zweite Deutsche Fernsehen wegen Verletzung seines
Persönlichkeitsrechts durch den durch die Pressefreiheit gerechtfertigten
Beitrag Klinik Monopoly des Magazins WISO (VI ZR 226/2002 25. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Bank auch
bei formal ordnungsgemäßer Indossamentenkette eines Schecks die sachliche
Berechtigung des Einreichers prüfen, wenn Verdachtsmomente für eine
unrechtmäßige Erlangung bestehen (XI ZR 232/2002 30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands können Rechtsanwälte und Steuerberater für
höchstens zwei Jahre nach ihrem Ausscheiden aus ihrer bisherigen Kanzlei an
einem Wettbewerbsverbot festgehalten werden (II ZR 59/2002 29. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht einer
Schadensersatzverpflichtung eines Betreuers wegen Amtspflichtverletzung durch
Abschluss eines Vertrags nicht entgegen, dass das Vormundschaftsgericht den
Vertrag genehmigt hat (XII ZR 13/2001 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands erhalten Erben
einer jüdischen, 1936 ein Grundstück in Teltow-Seehof verkaufenden
Erbengemeinschaft vom Landkreis Potsdam-Mittelmark ein 3000 Quadratmeter großen
Grundstück zurück, weil die Vermutung, dass bei dem Verkauf die Judenverfolgung
eine erhebliche Rolle gespielt habe, nicht widerlegt ist (8 C 10/2003).
Nach einer Entscheidung des
Bayerischen Obersten Landesgerichts muss eine rechtswidrig einen
Erschließungsbeitrag verlangende Gemeinde keine Mahngebühren und
Säumniszuschläge zurückerstatten ( 1 Z RR 6/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln beginnt der Versuch des
Prozessbetrugs (z. B. durch Behauptung einer angeblichen
Darlehensverbindlichkeit im Zugewinnausgleichsverfahren) mit der Einreichung
bewusst unwahren Parteivorbringens bei Gericht (4 UF 76/2001 6. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichthofs Mannheim ist eine
Gebühr für eine Einbürgerung in Höhe von 255 Euro verfassungsgemäß (13 S
1167/2002 13. August 2003).
Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann es rechtmäßig sein, wenn sich eine
Planfeststellungsbehörde (z. B. für eine Brücke einer Landesgartenschau) aus
gestalterischen, funktionalen, interkommunalen und grenzüberschreitenden
Erwägungen für eine Konstruktion entscheidet, die ein höheres Kollisionsrisiko
für Vögel aufweist (5 S 2312/2002 29. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf
der amerikanische Militärstützpunkt Ramstein entgegen einem Antrag des Bundes
für Umwelt und Naturschutz Deutschlands weiter ausgebaut werden, weil eine
Unterbrechung der Arbeiten die Gefahr erheblicher, unzumutbarer
Bauverzögerungen nach sich zöge (7 B 11715/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt an der Oder ist ein
25jähriger Lebensgefährte der Mutter eines zweijährigen Kindes wegen
Misshandlung Schutzbefohlener und schwerer Körperverletzung zu elf Jahren Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Braunschweig muss Stefan Effenberg für
die Bezeichnung eines Polizisten als Arschloch 100000 Euro Geldstrafe bezahlen,
obwohl er ihm nach Anhalten wegen zweimaliger Geschwindigkeitsüberschreitung
nur einen schönen Abend gewünscht haben will.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Innsbruck sind vier Mitglieder der
Lawinenkommission Obergurgl vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.
Nach Entscheidungen der Staatsanwaltschaft Berlin sind Verfahren gegen Leo
Kirch und Helmut Kohl wegen falscher uneidlicher Aussage durch Verschweigung
eines Beratervertrags eingestellt.
Günther Kaufmann ist aus der Strafhaft (wegen vermutlich nicht begangener
Erpressung mit Todesfolge) entlassen.
WMP EuroCom AG will einen umstrittenen, ohne Ausschreibung erlangten
Beratervertrag mit der Bundesanstalt für Arbeit Deutschlands im Wert von 1,2
Millionen Euro auflösen.
Die Forschungsminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union lehnen
mehrheitlich die Förderung verbrauchender Embryonenforschung ab.
In Italien wird gegen 120 Wehrpflichtige aus dem Burggrafenamt ermittelt, die
ihre Untauglichkeit zum Wehrdienst wegen Mondsüchtigkeit, Depression mit
Suizidgefahr und Homosexualität durch Atteste dreier ihre Angaben ohne Bedenken
bestätigender Ärzte belegt haben.
Nach glottochronologischen Erkenntnissen Russell Grays und Quentin Atkinsons
soll die indogermanische Sprache vor 7800 bis 9800 Jahren in Anatolien
entstanden sein.
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben in Deutschland rund 70000 Soldaten
stationiert, in Westeuropa 116000, in Südkorea 37000, in Japan 45000, im Irak
137000, in Afghanistan 10000, in Dschibuti, Kirgisistan, Usbekistan, Bulgarien
und Rumänien kleinere Kontingente.
Jürgen Baumann Essen 22. Juni 1922-Tübingen 26. November 2003.
2003-11-25 Der Transitvertrag in der
Europäischen Union läuft ohne die von Österreich erwünschte Neuregelung aus, so
dass für Transporte mit Lastkraftwagen durch Österreich weitgehend freie Fahrt
besteht.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss Spanien auf Klage
der Europäischen Kommission wegen Nichtausführung eines Urteils des Europäischen
Gerichtshofs von 2004 an ein jährliches Zwangsgeld von 624150 Euro für jedes
Prozent seiner nicht den Grenzwerten der entsprechenden Richtlinie gemäßen
Badegebiete in Binnengewässern zahlen (C-278/2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat
Großbritannien durch Abhören von Gesprächen eines wegen Bildung einer
kriminellen Vereinigung, Rauschgiftbesitzes und Rauschgifthandels zu
lebenslanger Haft verurteilten Briten ohne ausreichende Rechtsgrundlage in
Verletzung des Rechtes auf Privatleben abgehört.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist eine unter Verletzung des
Verbots, ohne Zustimmung des gegnerischen Prozessvertreters mit dessen
Mandanten zu verhandeln, abgeschlossene Vereinbarung wirksam (V ZR 429/2002 17.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 661a BGB
(Gewinnzusage) nicht verfassungswidrig (III ZR 106/2003 16. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Kosten
einer statt Durchführung einer Zwangsvollstreckung vorgenommenen
rechtsanwaltlichen Leistungsaufforderung nach Erteilung einer vollstreckbaren
Ausfertigung des Urteils Kosten der Zwangsvollstreckung (IXa ZB 183/2003 10.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Nichtabführung der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung während der
dreiwöchigen Insolvenzantragsfrist durch einen Geschäftsführer einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung nicht strafbar (5 StR 221/2003 30. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein nur ein
einziges gemeinsames wirtschaftliches Interesse eines Wirtschaftszweigs
wahrnehmender Verein ein von der Körperschaftsteuer befreiter Berufsverband
sein (I R 45/2002 10. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf ein auf
Wunsch des Kunden eine Reparaturrechnung der Versicherung des Kunden
(erlaubnisfrei nur) zuleitender Unternehmer nicht mit der Aussage werben
Abrechnung mit jeder Versicherung (6 U 194/2002 23. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
Unfall bei einem von der Betriebssportgemeinschaft einer Verwaltungsbehörde
organisierten Fußballspiel grundsätzlich kein Dienstunfall (2 A 11109/2003 9.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Darmstadt sind zur Vernichtung
bestimmten Sprengstoff aus dem Kosovo nach Deutschland sendende Soldaten der
Bundeswehr nicht wegen Waffenschmuggels nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz
strafbar.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II kann ein Eigentümer eines
Fußballs nicht ohne Zustimmung des Grundstückseigentümers seinen Fußball von
einem fremden Grundstück zurückholen und hat ein Grundstückseigentümer keinen
Anspruch auf Unterlassung des Fußballspiels vor seinem Grundstück (5 O
5454/2003 3. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss ein kaufmännisch
unerfahrener Käufer (z. B. Zahnarzt) das Zeichen O/OO auf einer Rechnung nicht
als Abkürzung für pro Tausend Stück verstehen, so dass er nur einmal die Summe
von 186,67 Euro für die gesamte gelieferte Menge zahlen muss (112 C 1679/2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schottlands darf über die
vorzeitige Entlassung des verurteilten libyschen Geheimagenten Abdel Bassit Ali
el Mekrahi frühestens im Jahr 2026 entschieden werden.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf Random House
den Taschenbuchverlag Heyne übernehmen.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Laibach ist einem Österreicher
Grundstücksvermögen im Wert von 10 Millionen Euro zurückzugeben.
2003-11-24 Die Finanzminister der
Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen mehrheitlich eine
Verlängerung der Frist für die Einhaltung des Stabilitätspakts durch
Deutschland (und Frankreich) um zwei Jahre (40 Stimmen Frankreichs,
Italiens, Portugals, Belgiens, Griechenlands, Irlands und Luxemburgs gegen
Sanktionen, 20 Stimmen Spaniens, der Niederlande, Österreichs und Finnlands für
Sanktionen)..
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs kann ein nicht ausreichend über
bevorstehende Belastungen (z. B. steigende Unterhaltungskosten, bevorstehende
Reparaturkosten) aufgeklärter Grundstückskäufer (z. B. Eigentumswohnungskäufer)
vom Kaufvertrag zurücktreten (V ZR 423/2002 31. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe können Hersteller
sakraler Gegenstände für eine Kirche eine Änderung der Anordnung in der Kirche
nicht grundsätzlich unter Berufung auf ihr Urheberecht verhindern (6 U 132/2002
11. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz müssen Gerichte
Lärmbelästigungen grundsätzlich an Hand der Technischen Anleitung Lärm
beurteilen (5 U 279/2001 4. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen ist ein 30
Meter hoher Funkmast der Deutschen Bahn in der Nähe des alten Bahnhofs Deutsch
Everns rechtmäßig (7 K 3838/2000 30. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen kann eine Krankenkasse
eine von Fachleuten anerkannte ärztliche Behandlung gelähmter Kinder im Ausland
(z. B. Ukraine) nicht ablehnen (4 KR 204/2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin wird ein Beamter in
seinen Rechten verletzt, wenn er in einem Zimmer arbeiten muss, dessen
zugehöriger Fluchtweg nur etwa einen Meter breite Treppen und eine sich nur
nach innen öffnende Außentüre aufweist (28 A 14/1999).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Nürnberg ist bei Vereinbarung von
Blockarbeitszeit und Insolvenzverfahrenseröffnung in der Freistellungsphase der
Entgeltanspruch eines Arbeitnehmers für die Freistellungsphase einfache
anzumeldende Insolvenzforderung (9 Ca 3159/2003 22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußballbundes wird
Hasan Salihamidzic wegen offensichtlichen Fehlentscheids des Schiedsrichters
Fandel trotz roter Karte nicht gesperrt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten ist
eine Betrugsklage in Höhe von 3 Milliarden Dollar gegen DaimlerChrysler wegen
angeblicher Täuschung von Aktionären beim Zusammenschluss zugelassen.
Die Jury des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von Amerika in
Virginia schlägt die Todesstrafe für den sog. Sniper John Allen Muhammad vor.
Time Warner verkauft die Musiksparte an ein Konsortium um Edgar Bronfman
junior.
Dietmar Bittner ist Präsident des Finanzgerichts Hessen.
Die Umlautschreibung von Internetadressen wird in Deutschland ab 1. März 2004
möglich, nicht dagegen die Schreibung von ß.
Namhafte deutsche Nachkriegsgermanisten wie Arthur Henkel, Karl Stackmann,
Walter Höllerer, Peter Wapnewski oder Walter Jens wurden vor dem Kriegsende als
Mitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei geführt.
2003-11-23 Als Folge tagelanger
Demonstrationen wegen Wahlfälschung tritt Eduard Schewardnadse als Präsident
Georgiens zurück.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Beachtung des
Verbots mittelbarer Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts eine
Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit jeder Handlung der Gemeinschaftsorgane der
Europäischen Gemeinschaften, doch liegt keine mittelbare Diskriminierung auf
Grund Geschlechts vor, wenn eine Anerkennung als praktischer Arzt eine
Vollzeittätigkeit vorschreibt (C-25/2002 9. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist der Begriff der
angemessenen Vergütung für Sendungen von Tonträgern in allen Mitgliedstaaten
einheitlich auszulegen und von jedem Mitgliedstaat europarechtsgemäß umzusetzen
(C-245/2000 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands begründet
eine Verbindung eines Bundesverfassungsrichters (z. B. Jentsch) mit einem
Politiker (z. B. Kanther) in einer gemeinsamen Rechtsanwaltskanzlei in einem
Verfassungsbeschwerdeverfahren betreffend staatliche Parteienfinanzierung die
Besorgnis der Befangenheit (2 BvR 383/2003 18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erwirbt ein
Treugeber durch eine schuldrechtliche Vereinbarung der künftigen Verwaltung
eines Eigentums eines Eigentümers im Interesse des Treugebers kein
Aussonderungsrecht in der Insolvenz des Eigentümers (Treuhänders) (IX ZR
75/2001 24. Juni 2003)
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Vermischung der Sicherheiten des § 3 MaBV und des § 7 MABV in der Form, dass
sich eine Bürgschaft nach § 7 MaBV mit Baufortschritt reduziert, unzulässig (XI
ZR 33/2002 6. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann eine von einem
Arbeitgeber einem Arbeitnehmer nach einer Abfindung gezahlte Jubiläumszuwendung
eine für die Tarifbegünstigung der Hauptentschädigung unschädliche
Entschädigungszusatzleistung sein (XI R 23/2002 14. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen steht der Abschluss
einer Lehre dem Anspruch eines Kindes gegen seine Eltern auf Finanzierung eines
Studiums nicht entgegen, wenn erst der Abschluss der Lehre die
Fachhochschulreife begründet (1 S 30/2003 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel darf das
Rechtsschutzinteresse in einem einstweiligen Anordnungsverfahren auf vorläufige
Zulassung zum Studium außerhalb der festgesetzten Kapazität nicht mit der
Begründung verneint werden, dass der Studienplatzbewerber sich nicht zuvor
erfolglos um einen Studienplatz bemüht hat (8 MM 3953/2002 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Saarlouis ist eine Nennung von
Namen des Beschuldigten, Höhe des angeblich hinterzogenen Betrags und Dauer der
angeblichen Hinterziehungsdelikte in einer Presseerklärung der
Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung in einem Steuerstrafverfahren als
Durchbrechung des Steuergeheimnisses grundsätzlich rechtswidrig (1 K 129/2002
23. Juni 2003).
Günther Beckstein 60.
2003-11-22 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt eine ohne sachlichen Grund
nicht hinreichend zwischen zu Beurteilenden unterscheidende Beurteilungsweise
(z. B. Gleichbewertung von 21 Bewerbern mit der Spitzennote) den Anspruch auf
beurteilungsfehlerfreie Entscheidung (2 BvR 311/2003 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind aus Baumängeln
entstandene Mangelfolgeschäden und dadurch veranlasste Prozesskosten sog. enge
Mangelfolgeschäden (VII ZR 357/2002 25. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Verfahrenskosten (jedes Verfahrensabschnitts) zu stunden, wenn der Schuldner
sie nur im Wege von Ratenzahlungen aufbringen kann (IX ZB 459/2002 25.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine eine
Wohnung durch Dauernutzungsvertrag an einen Genossen vermietende, diesen
Genossen wegen genossenschaftswidrigen Verhaltens ausschließende, sie aber für
einen anderen Genossen benötigende Wohnungsgenossenschaft ein berechtigtes
Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses (VIII ZR 22/2003 10.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt unter den
Voraussetzungen des § 839 III BGB auch eine Ersatzpflicht nach dem
gemeinschaftsrechtlichen Staatshaftungsanspruch nicht ein, doch kann eine
Ersatzpflicht für einen durch einen Sofortvollzug eingetretenen Zinsschaden
dann nicht mit der Begründung verneint werden, dass der Geschädigte die
Einlegung eines Rechtsmittels unterlassen habe, wenn sich nicht feststellen
lässt, dass das Rechtsmittel Erfolg gehabt hätte (III ZR 342/2002 9. Oktober
2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann ein im
Vergleichsweg abgegebenes Schuldanerkenntnis vormundschaftsgerichtlich erst
nach Prüfbarkeit der Höhe, Plausibilität, möglichen Durchsetzbarkeit und
rechtlichen Grundlage behaupteter Forderungen genehmigt werden (3 Z BR 67/2003
6. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist eine aus dem Vertrag
eines Hauptunternehmers in Subunternehmerverträge übernommene
Vertragsstrafenklausel als allgemeine Geschäftsbedingung anzusehen (26 U
112/2002 2. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm verletzt ein den Kläger auf
nicht beachtete Grundsätze des Bundesgerichtshofs zur Beweislast hinweisendes
und den daraufhin angetretenen Zeugenbeweis (z. B. zur Arbeitsunfähigkeit in
der Krankentagegeldversicherung) als verspätet zurückweisendes Gericht seine
Hinweispflicht (20 U 46/2003 12. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haftet der für einen
Hochsitz Verkehrssicherungspflichtige nicht für den an einem Pferd durch
Einsteigen in die unteren Sprossen entstehenden Schaden (5 U 757/2003 2.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz entsteht bei Diskussion
und Erörterung eines vorterminlich entworfenen Vergleichstextes in einem
Gerichtstermin grundsätzlich keine Erörterungsgebühr (14 W 537/2002 15. August
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein Zahnarzt vor
Entfernung eines Weisheitszahns über die Gefahr einer
Kieferknochenmarksentzündung aufklären (5 U 52/2002 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist eine Fraktion
eines Landtags ein bürgerlichrechtlicher, nicht rechtsfähiger Verein, der im
einstweiligen Verfügungsverfahren parteifähig ist und sich (nach Art. 19 III
GG) auf den Schutz der Grundrechte (z. B. Meinungsfreiheit im Zusammenhang mit
der Vorführung eines Sexfilms) berufen kann (4 W 32/2003 22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist bei einer eine
Unternehmenskrise außergerichtlich nicht bewältigenden juristischen Person auch
bei beantragter Eigenverwaltung grundsätzlich eine Anordnung von
Sicherungsmaßnahmen (z. B. vorläufiger Verwalter) erforderlich (6 T 135/2003
23. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bremen ist bei Nichtteilnahme der
Jugendgerichtshilfe an einer Hauptverhandlung gegen einen 16jährigen, des
Deutschen nicht ausreichend mächtigen Ausländer ein Pflichtverteidiger zu
bestellen (15 Qs 329/2003 22. 10. 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Neuss kann eine katholische
Kirchengemeinde einen Mietvertrag über einen Gemeindesaal für eine Feier einer
Hochzeit nicht kündigen, wenn sie erfährt, dass die Feier eine homosexuelle
Lebenspartnerschaft betrifft (77/32 C 6064/2002 25. Juli 2003).
Rüthers, Bernd/Stadler, Astrid, Allgemeiner Teil des BGB, 13. A. 2003
Borchert, Günter, Verbraucherschutzrecht, 2. A. 2003
Münchener Prozessformularbuch Privates Baurecht, hg. v. Koeble,
Wolfgang/Kniffka, Rolf, 2. A. 2003
Beck’sches Formularbuch Aktienrecht, hg. v. Lorz, Rainer/Pfisterer,
Benedikt/Gerber, Olaf, 2003
Neumann, Dirk, Ladenschlussgesetz, 4. A. 2003
Blomeyer, Wolfgang/Otto, Klaus, Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen
Altersversorgung, 3. A. 2004
Münchener Anwaltshandbuch Unternehmenssteuerrecht, hg. v. Lüdicke,
Jochen/Rieger, Norbert, 2004
2003-11-21 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die unentgeltliche Verteilung einer allein
durch Anzeigen finanzierten Zeitung (z. B. 20 Minuten Köln) grundsätzlich nicht
wettbewerbswidrig (I ZR 151/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der zunächst
aus einem Vollstreckungsbescheid gegen den Schuldner vorgehende Gläubiger nach
Ersetzung des Vollstreckungsbescheids durch einen Prozessvergleich der Parteien
vom Schuldner den Ersatz der Vollstreckungskosten (nur) in der Höhe verlangen,
in der sie entstanden wären, wenn der Gläubiger die Zwangsvollstreckung von
Anfang an auf den später vergleichsweise vereinbarten Betrag beschränkt hätte
(IXa ZB 204/2003 10. Oktober 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands können Offenbach
und Flörsheim den Regionalplan Südhessen 2000 wegen seines Rechtsnormcharakters
im Wege der Normenkontrolle angreifen (4 CN 5/2003 20. November 2003 u. a.)
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein hat ein
gewerkschaftlichen Rechtsschutz in Anspruch nehmen könnender Arbeitnehmer
keinen Anspruch auf Prozesskostenhilfe (2 TA 215/2003 24. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist das Zwangspfand für
Einweggetränkeverpackungen rechtmäßig (10 A 415/2003 12. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart müssen nur die
Unternehmen eine Restmülltonne eines öffentlichrechtlichen Entsorgungsträgers
führen, bei denen Restmüll anfällt (19 K 2192/2003 24. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist der
Zigarettenhersteller Altadis nicht für den Tod eines 50jährigen Rauchers
verantwortlich.
Der Bischof von Regensburg verbietet Christen bei Streitigkeiten in Ausübung
kirchlicher Ämter und Aufgaben die Anrufung weltlicher Gerichte (17. November
2003).
DaimlerChrysler verkaufen MTU Aero Engines GmbH München an Kohlberg Kravis
Roberts & Co.
34 amerikanische Länder einigen sich grundsätzlich auf eine (eingeschränkte)
Freihandelszone ab 2005.
Der von Landesministern den Verzicht auf Weihnachtsgeld fordernde Wolf bezieht
monatlich 19000 Euro und damit mehr als der Bundespräsident.
Rudolf Seiters wird Präsident des Roten Kreuzes Deutschlands.
2003-11-20 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs ist die von Österreich angegebene Zahl der
Transitfahrten von Lastkraftwagen durch Österreich im Jahr 2001 falsch
(C-356/2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist der absolute Schutz
der Marke Bud für tschechisches Bier in Österreich europarechtsgemäß, wenn
damit wenigstens mittelbar ein Ort bezeichnet wird (C-216/2001 18. November
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung Frank Schmökels wegen Mordes zu lebenslanger Haft und
Sicherungsverwahrung rechtskräftig.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verhindert die
Rechtskraft eines Urteils jede spätere gerichtliche Geltendmachung einer im
Grund vor Urteilserlass vorliegenden Anfechtung (VIII ZR 60/2003 19. November
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein wegen
Vollrausches Verurteilter in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht
werden, obwohl der Verurteilte bei der Berauschung uneingeschränkt schuldfähig
war (5 ARs 63/2003 29. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind in einem
bereits bestehenden Sozialversicherungsverhältnis wurzelnde, zukünftig
entstehende oder fällig werdende laufende Geldansprüche (z. B. Rente wegen
Erwerbsminderung) gegen einen Träger der gesetzlichen Rentenversicherung
pfändbar (IXa ZB 180/2003 10. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine bloße
Vermögensgefährdung kein Vermögensverlust (1 StR 212/2003 7. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Schuldner
bei Anhaltspunkten für Vermögen im Ausland und für Nichtanerkennung von
Befugnissen des Insolvenzverwalters im Ausland zur Erteilung einer Auslandsvollmacht
für den Insolvenzverwalter verpflichtet sein (IX ZB 75/2003 18. September
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist nicht strafbar,
wer nur Zeit und Ort der Prostitutionsausübung (z. B. mittels eines
Hausbesuchsservices) bestimmt, aber die (z. B. illegal aus Osteuropa
eingereisten) Frauen freiwillig und selbstbestimmt arbeiten lässt (2 StR
186/2003 1. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands besteht ein
Gemeinschaftsbetriebsrat zweier rechtlich selbständiger Unternehmen nach
Betriebseinstellung eines Unternehmens für das verbleibende Unternehmen fort (7
AZR 11/2003 19. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind zwar negative
Einkünfte aus einer Beteiligung an einem ausländischen
Waffenherstellungsunternehmen nicht bei der Gewinnfeststellung abziehbar,
Einkünfte aus einer Beteiligung an der Herstellung von Jagdmunition oder
Sportmunition aber doch (I R 95/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands wird bei einem
weiteren Widerspruch nach einer Klage gegen die Ablehnung eines
Altersrentenantrags und ausdrücklicher Festlegung des Klägers, dass vor einer
Fortsetzung des anhängigen Streitverfahrens zunächst über den Widerspruch gegen
einen weiteren ablehnenden Bescheid der Beklagten entschieden werden soll, der
weitere Widerspruch nicht Gegenstand des Klageverfahrens (12 RJ 3/2001 R 23.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier kann ein Wissenschaftler
(z. B. Universitätsprofessor der Universität Trier auch bei knappen verfügbaren
Mitteln der öffentlichen Haushalte) auf Grund seiner Wissenschaftsfreiheit
nicht Unterlassung der Errichtung und Ausschreibung einer zusätzlichen Stelle
verlangen (2 K 1037/2002 11. November 2003).
Advanced Micro Devices bauen in Dresden für 2,4 Milliarden Euro eine
Chipfabrik, weil das deutsche Finanzpaket aus Zuschüssen, Bürgschaften und
Eigenkapital an konkurrierenden Standorten nicht angeboten wurde.
Die Vereinigten Staaten von Amerika belegen unter Nutzung eines Vorbehalts
gegen den Eintritt Chinas in die Welthandelsorganisation die Einfuhr von
Bekleidung aus China mit Strafzöllen.
2003-11-19 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands soll ein Halteverbot nicht Eigentum, Besitz
oder Vermögen schützen, so dass ein vor einer durch ein Halteverbot
gekennzeichneten Baustelle Parkender den einem Bauunternehmen entstehenden
Schaden nicht ersetzen muss (VI ZR 385/2003 18. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands fällt im
schiedsrichterlichen Beschwerdeverfahren auch bei Rücknahme der Beschwerde die
volle Beschwerdegebühr von 2,0 an (III ZB 29/2003 23. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein nicht
geschäftsführender Alleingesellschafter einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung Geschäftsanteile der Gesellschaft mit beschränkter Haftung als
Berechtigter in seinem Namen veräußern, weil eine Gesellschaft mit beschränkter
Haftung auch bei Innehabung eigener Anteile nicht Gesellschafterin ihrer selbst
sein kann und der übereinstimmende Wille ihres Alleingesellschafters mit ihrem
Willen identisch ist (II ZR 74/2001 22. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs verdrängen die Vorschriften der
§§ 912ff. BGB über den Überbau Schadensersatzansprüche des
Grundstückseigentümers aus dem Eigentümer-Besitzer-Verhältnis nur, wenn der
Eigentümer des überbauten Grundstücks zur Duldung des Überbaus verpflichtet ist
(V ZR 360/2002 19. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Rechtsbeschwerde auf eine als unzulässig verworfene Berufung nicht auf neu
vorgebrachte Tatsachen gestützt werden, die belegen sollen, dass die
Berufungsbegründungsfrist gewahrt war (IX ZB 40/2003 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm war die Regenwaldwerbung
des Bierherstellers Krombacher wegen fehlender Transparenz teilweise
wettbewerbsrechtswidrig (4 U 105/2003 18. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann der
sexuelle Missbrauch eines Kindes die Ausweisung eines Ausländers (z. B. eines
Türken) aus Deutschland begründen (11 S 420/2003 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf der
von der Stadt Andernach aus einem unterirdischen Kohlendioxydvorkommen neu
erschlossene Kaltwassergeysir auf dem Namedyer Werth derzeit wegen ungenügender
Abwägung zwischen Naturschutzerfordernissen und Gründen des Allgemeinwohls
nicht in Betrieb genommen werden (1 B 11653/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz muss ein Beamter einen
sieben Jahre nach seiner Ehescheidung weiterbezahlten Verheiratetenzuschlag
trotz Verausgabung wegen Offensichtlichkeit des Fehlers zurückzahlen (6 K
311/2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Gotha muss ein einer Mutter zu
Unrecht Kindergeld verweigerndes und den Widerspruch ohne Abwarten der
Begründung ablehnendes Arbeitsamt die Anwaltskosten der Mutter erstatten (III
224/2003).
Nach einer Mehrheitsentscheidung des obersten Gerichts Massachusetts’ dürfen
Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung (Homosexuelle) nicht als Bürger
zweiter Klasse behandelt und damit von Eheschließungen ausgeschlossen werden.
Das Europäische Parlament befürwortet die Embryonenforschung.
Der Wert des Euro steigt auf 1,1910 Dollar.
2003-11-18 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Einschränkung der Gewährung von
Ansprüchen auf Altersteilzeitarbeit auf Arbeitnehmer, die keine Altersrente für
schwerbehinderte Menschen in Anspruch nehmen können, durch den Tarifvertrag für
Altersteilzeit der chemischen Industrie rechtmäßig (9 AZR 122/2003).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands sind ihre
Beschäftigung nach Aufnahme des Studiums beim gleichen Arbeitgeber über die
Geringfügigkeitsgrenze hinaus fortsetzende Arbeitnehmer (z. B. bis zu 20
Stunden wöchentlich arbeitende Studenten der Rechtswissenschaft zwischen der
ersten juristischen Staatsprüfung im Freiversuch und dem Verbesserungsversuch)
von der vollen Krankenversicherungspflicht und der vollen
Pflegeversicherungspflicht frei (B 12 KR 24/2002 R, B 12 4/2003 R).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist das
Aufstellen von Kraftfahrzeuganhängern mit Werbetafeln am Straßenrand nicht
(mehr) wettbewerbsrechtswidrig (6 U 167/2002 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Gegenüberstellung
eines Gebrauchtwagenpreises mit einem unter dem Listenpreis oder einem
Hauspreis liegenden Neupreis (beim Erstverkauf erzielter Preis) nicht
irreführend (6 U 36/2003 19. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz hat ein
volljähriger, bei einer Klassenfahrt infolge Kletterns auf einem Fenstersims
aus dem Fenster stürzender Schüler keinen Anspruch auf Leistungen aus der
Unfallversicherung (2 U 39/2003 25. August 2003).
Nach einer Zwischenentscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die
Abschöpfung von Werbeeinnahmen beanstandeter Sendungen nach § 69 III
Medienstaatsvertrag Berlin-Brandenburg verfassungswidrig (27 A 9/2003 13.
November 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann ein Käufer eines
gebrauchten Kraftfahrzeugs bei bloß vorformulierter Erklärung Das Kraftfahrzeug
ist unfallfrei nicht wegen eines dem Verkäufer unbekannten Unfallschadens vom
Kaufvertrag zurücktreten (32 O 11282/2003 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße ist
ein Eilantrag von Nachbarn gegen die Errichtung einer Mobilfunksendeanlage in
Rodalben wegen schädlicher Umwelteinwirkungen abgelehnt (3 L 2707/2003 13.
November 2003).
Nach einem Beschluss der Europäischen Kommission soll Deutschland das um
konjunkturelle Einflüsse bereinigte strukturelle Defizit 2004 um 0,8
Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts senken.
2003-11-17 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der Bemessung des
Barunterhaltsanspruchs eines vom Vater betreuten Kindes gegen die geschiedene,
wiederverheiratete und die Haushaltsführung der neuen Ehe durchführende Mutter
von den tatsächlichen Verhältnissen auszugehen (XII ZR 111/2001 12. November
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine als
Wohnungsvermittler tätige juristische Person keine Vermittlungsprovision
beanspruchen, wenn eine an ihr rechtlich oder wirtschaftlich beteiligte Person
rechtlich Eigentümer der vermittelten Wohnung ist (III ZR 41/2003 23. Oktober
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die teilweise
private Verwendung eines einem Unternehmen zugeordneten Gebäudes keine
steuerfreie Grundstücksvermietung und schließt damit den Vorsteuerabzug nicht
aus (V R 39/1999 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands besteht bei einem
Zwischenraum von mehr als vier Monaten zwischen einem Ausbildungsabschnitt und
der Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres kein Kindergeldanspruch(VIII
R 78/1999 15. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts darf ein
Stiefvater seinen Stiefsohn gegen den Willen des leiblichen Vaters nicht
adoptieren, wenn die Gefahr der bloßen Rücksichtnahme auf Unterhaltsansprüche
besteht (1 Z BR 36/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf haftet Extra für aus ihren
Märkten verschwundene Erzeugnisse Tchibos (35 O 72/2003).
Nach einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft München muss Alexander Frey wegen
Bezeichnung des Jugendamtsleiters Schröer als altersstarrsinnig und kläglichen
Versager 30 Tagessätze zu 100 Euro zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ungarns erhalten zwei Roma nur
geringe Haftentschädigung, weil sie durch Haft nur gering geschädigt sind.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist (der mutmaßliche Heckenschütze) John Allen Muhammad des Mordes und
Terrorismus schuldig.
Nach dem Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Bundestags
Deutschlands zu angeblichen Wahllügen vor der Bundestagswahl des Jahres 2002
hat nach Ansicht der Ausschussmehrheit die Bundesregierung die Öffentlichkeit
nicht bewusst über die finanzielle und wirtschaftliche Lage getäuscht, nach dem
Sondervotum der Minderheit doch.
Humana Milchunion entlässt vier leitende Mitarbeiter wegen unzureichender
Überwachung der Herstellung von Kindernahrung.
Nach einem Vergleich mit der Börsenaufsicht der Vereinigten Staaten von Amerika
zahlt Morgan Stanley wegen Interessenkonflikts bei Vertrieb von Investmentfonds
50 Millionen Dollar Strafe.
Das Füttern von Tauben auf dem Trafalgar Square ist mit rund 75 Euro Strafe
bedroht.
Deutschland hat Ali Hassan Sheik Al Mojad an die Vereinigten Staaten von
Amerika ausgeliefert.
2003-11-16 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs steht Art. 2 elfte Richtlinie 89/666/EWG des Rates
vom 21. 12. 1989 über die Offenlegung von Zweigniederlassungen einer Regelung
eines Mitgliedstaats (z. B. Niederlande) entgegen, die Zweigniederlassungen
einer nach dem Recht eines andern Mitgliedstaats (z. B. Großbritannien)
gegründeten Gesellschaft (z. B. Inspire Art Ltd) Offenlegungspflichten
auferlegt, die nicht in dieser Richtlinie vorgesehen sind, und nehmen die
Gründe, aus denen eine Gesellschaft in einem andern Mitgliedstaat errichtet
wurde, sowie der Umstand, dass sie ihre Tätigkeit ausschließlich oder nahezu
ausschließlich im Mitgliedsstaat der Niederlassung ausübt, grundsätzlich nicht
das Recht, sich auf die Niederlassungsfreiheit zu berufen (C-167/2001 30.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist es
europarechtswidrig, wenn von einem Unternehmer (z. B. in Deutschland), der sich
an einem Verfahren zur Vergabe eines öffentlichen Auftrags beteiligt hat,
angenommen wird, dass er sein Interesse an diesem Auftrag verloren hat, weil er
nicht vor der Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens eine vorgesehene
Schlichtungskommission angerufen hat (C-410/2001 19. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Ausschluss von Richtern, die nicht alle laufbahnrechtlichen Voraussetzungen im
früheren Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erworben haben, von der
Gewährung eines Zuschusses mit Art. 3 I GG vereinbar (2 BNvR 709/1999 12.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Werbesendungen
(z. B. der Deutschen Telekom AG) im Fernsehen (anders als Werbesendungen im
Hörfunk) keine ohne Angabe von Preisen zulässigen mündlichen Angebote (I ZR
211/2001 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
marktbeherrschendes Unternehmen ein Vertragsverhältnis mit einem andern
Unternehmen nicht aus einem Grund beenden, aus dem es den Abschluss des
Vertrags nicht hätte ablehnen dürfen, ohne dadurch gegen das Verbot der Diskriminierung
zu verstoßen (KZR 32/2001 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann bei
Eröffnung zweier Rechtswege (z. B. Zivilrechtsweg, Verwaltungsrechtsweg) nicht
ausgeschlossen werden, dass die jeweils angerufenen Gerichte die
Zumutbarkeitsgrenze bei Live-Musik-Veranstaltungen unterschiedlich bestimmen (4
B 55/2003 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands übt ein
selbständiger, extern bestellter Datenschutzbeauftragter nicht einen Beruf
eines beratenden Betriebswirts noch eines Ingenieurs noch einen ähnlichen Beruf
aus (IV R 34/2001 5. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden erlaubt es das
Grundrecht der freien Berufsausübung einem Rechtsanwalt und Steuerberater im
Schriftverkehr mit Behörden und Gerichten auf die Führung der Qualifikation (z.
B. Steuerberater) zu verzichten, die in dem Zusammenhang der beruflichen
Tätigkeit (z. B. anwaltliche Vertretung) nicht erforderlich ist, so dass er
dadurch keinen Straftatbestand verwirklicht (StO 1/2003 21. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim befreit eine
Anwohnerparkberechtigung nur von den Parkgebühren (1 S 2659/2002 19. August
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dortmund kommt es für den Beginn der
Widerrufsfrist des § 355 I BGB für Haustürgeschäfte über Warenlieferungen nur
auf die ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung an (17 S 30/2003 11. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim ist bei Abrechnung eines
Kraftfahrzeugschadens auf Totalschadenbasis ein Mehrwertsteuerposten nur zu
ersetzen, wenn er für einen umsatzsteuerpflichtigen Erwerb oder eine Reparatur
tatsächlich entstanden ist (7 S 187/2003 29. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Freiburg im Breisgau sind einem
Rechtsanwalt Flugkosten (von Dresden nach Basel) der Economy Class zu
erstatten, wenn die Benutzung der Bahn (von Dresden nach Lörrach) zu zwei
Übernachtungen zwingen würde (5 Qs 84/2003 u. a. 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bielefeld ist ein Mehrwertsteuerabzug
von dem bei einem Totalschaden zu erstattenden Wiederbeschaffungswert
(abzüglich Restwert) nicht gerechtfertigt, wenn der Kraftfahrzeughalter
tatsächlich eine Ersatzbeschaffung für das Kraftfahrzeug durchführt (42 C
25/2003 13. Mai 2003).
2003-11-15 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands hat der Gesetzgeber durch die Einführung
des Verfahrenspflegers seine Pflicht zum Schutz von Kindern im Streit mit den
Eltern ausreichend erfüllt (1 BvR 1354/2003 20. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
unanfechtbares landgerichtliches Strafurteil den Umfang der Bezugnahme auf die
Beweiswürdigung des erstinstanzlichen Urteils zweifelsfrei bezeichnen (2 BvR
1071/2003 6. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Nichtausdehnung der Witwenversorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz auf
nichteheliche Lebenspartner nicht verfassungswidrig (1 BvR 1587/1999 30. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Kunden im
Rahmen eines Gaslieferungsvertrags Flüssiggasbehälter unter Eigentumsvorbehalt
zwecks ausschließlicher Befüllung mit von ihm gelieferten Gas zur Verfügung
stellender Gaslieferant die Unterlassung der Befüllung der Behälter mit Gas
eines anderen Gaslieferanten wegen Eigentumsstörung verlangen (II ZR 367/2002
15. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Beitragsgestaltung der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten trotz
Nichtberücksichtigung von Teilzeitarbeit rechtmäßig (IV R 387/2002 10.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein Gericht
das rechtliche Gehör, wenn es nach Beantragung einer mündlichen Verhandlung
ohne Mitteilung der Absicht, ohne mündliche Verhandlung zu entscheiden, ohne
mündliche Verhandlung entscheidet (I ZB 5/2000 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands haben
anerkannte Schwangerschaftskonfliktsberatungsstellen einen Anspruch auf
Übernahme von mindestens 80 Prozent ihrer notwendigen Kosten durch den Staat (3
C 2/2002 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann die
sozialrechtswidrig herbeigeführte Mittellosigkeit eine Heranziehung zum
Kostenersatz für die den unterhaltsberechtigten Angehörigen gewährte
Sozialhilfe auch für Zeiten einer Untersuchungshaft und einer
Ersatzfreiheitsstrafe rechtfertigen (5 C 4/20002 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle begründet ein
Glatteisunfall keinen Anscheinsbeweis einer Streupflichtverletzung (9 U 42/2003
23. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann eine
vorläufige Zuweisung einer Ehewohnung zwecks Vermietung nicht erfolgen (3 UF
112/2003 26. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart hat der
öffentlichrechtliche Betreiber eines Schwimmbads seine Amtspflicht hinsichtlich
einer von der Aufsicht einsehbaren Rutschbahn mit der Aufstellung von
Gefahrenhinweisen und einer allgemeinen Badeaufsicht erfüllt (4 U 119/2003 24.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss eine Werbeanzeige eines
Reiseveranstalters in einer Tageszeitung bei einem Mindesteilnehmervorbehalt
auch den Zeitpunkt enthalten, bis zu dem der Reiseveranstalter die Reise wegen
Nichterreichung der vorbehaltenen Mindestteilnehmerzahl absagen kann (33 O
2642/2003 1. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Amberg ist bei einem Totalschaden die
Mehrwertsteuer nicht zu ersetzen (8. Mai 2003 2 C 1520/2002 8. Mai 2003).
Schumacher, Silvia/Janzen, Ulrike, Gewaltschutz in der Familie, 2003
Privates Baurecht, hg. v. Koeble, Wolfgang/Kniffka, Rolf, 2. A. 2003
Motzke, Gerd u. a., Praxis der HOAI, 3. A. 2004
Münchener Prozessformularbuch Familienrecht, hg. v. Gottwald, Peter, 2. A. 2003
2003-11-14 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss Österreich an einen wegen der
Bezeichnung mehrerer Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs als
Kellernazi zu einer Geldstrafe verurteilten Journalisten 24000 Euro
Entschädigung zahlen (39394/1998 13. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
die Türkei zu Entschädigungen verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine
geschiedene Ehefrau wegen des Unterhalts für ihr Kind aus erster Ehe (z. B. 151
Euro monatlich) im Zweifel eine Beschäftigung aufnehmen und ihr zweiter Ehemann
während ihrer Arbeitszeit die Kinder aus der zweiten Ehe beaufsichtigen (XII ZR
111/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Zahlung von
Schmiergeld (z. B. 200000 DM) an einen Geschäftsführer einer kommunalen
Gesellschaft mit beschränkter Haftung (z. B. Fernwärmestadtwerke Gotha GmbH mit
dem einzigen Gesellschafter Stadt Gotha) durch den Inhaber eines Ingenieurbüros
zur Erlangung von Aufträgen Beamtenbestechung (2 StR 164/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Unternehmer (z. B. Lancaster) den Absatz seiner Waren durch Internet untersagen
(4. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt für eine
Insolvenzanfechtung ein bedingter Benachteiligungsvorsatz (IX ZR 272/2002 17.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Nachbar
nach Ablauf der landesgesetzlich vorgesehenen Frist das Zurückschneiden eines
zu nahe an der Grenze gepflanzten 14 m hohen Baumes grundsätzlich nicht mehr
verlangen, aber gegebenenfalls einen Ausgleich für erhöhten Reinigungsbedarf
analog § 906 II 2 BGB analog geltend machen (V ZR 102/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein seinen
Arbeitsplatz beim Arbeitgeber für einen außerhalb der Arbeitszeit geleisteten
Bereitschaftsdienst nicht nutzen könnender EDV-Organisator Aufwendungen für
sein häusliches Arbeitszimmer von der Steuer absetzen (VI R 41/1998 7. August
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann eine in
Luxemburg ansässige Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit einem einzigen
Schweizer Gesellschafter (z. B. Aktiengesellschaft) zum Vorsteuerabzug in
Deutschland berechtigt sein (V R 97/2001 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist die
Versetzung des Landtagsdirektors Heinrich Große-Sender in den einstweiligen
Ruhestand rechtmäßig (6 A 404/2002 12. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Arnsberg hat ein infolge
Zigarettenverbrauchs schwer erkrankter Raucher keinen Schadensersatzanspruch
gegen den Zigarettenhersteller Reemtsma (2 O 294/2002 14. November 2003).
Exxon Mobil muss 11 Milliarden Dollar für Erdgaslizenzen an Alabama zahlen.
Nach einer Entscheidung der Financial Services Authority muss Christopher
Goekjian von Credit Suisse First Boston rund 210000 Euro wegen Verhinderung der
Aufdeckung von Versuchen zur Irreführung der Steuerbehörden Japans zahlen.
Die Bundestagsfraktion der Christlich Demokratischen Union schließt mit
Mehrheit (79 Prozent) Martin Hohmann wegen der Bezeichnung von Juden als
Tätervolk aus.
Herwig von Staa weiß ziemlich genau, wer nicht zur Landtagswahl in Tirol ging
und dadurch verhinderte, dass die Österreichische Volkspartei 50 Prozent der
Stimmen erreichte (Wahlgeheimnis im Rechtsstaat).
Am Institut für biologische Energiealternativen wird aus einzelnen Molekülen
die Bakteriophage PhiX174 zusammengesetzt.
Das Kernkraftwerk Stade wird (wegen Unwirtschaftlichkeit des Atomstroms in
Deutschland) abgeschaltet und für rund 500 Millionen Euro rückgebaut.
2003-11-13 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat (z. B.
Italien) der Europäischen Union nicht grundsätzlich alle Absolventen
rechtswissenschaftlicher Studiengänge in anderen Mitgliedstaaten (z. B. in
Frankreich) von der praktischen Ausbildung (zum Volljuristen) ausschließen,
sondern muss im Einzelfall eine Vergleichsprüfung anstellen (C-313/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands soll ein
durch List nach Deutschland gelockter, unter Terrorismusverdacht stehender
Jemenit (z. B. Mohammed Ali Hassan al Mujad) an die Vereinigten Staaten von
Amerika ausgeliefert werden dürfen (2 BvR 1506/2003 5. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Arzt sich
strafbar machen, wenn er einem psychisch kranken Straftäter Ausgang gewährt,
den dieser zu neuen Straftaten nutzt (5 StR 327/2003 13. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Belegen
unrichtiger Angaben mit gefälschten Urkunden gegenüber einem Finanzamt
Urkundenfälschung (5 StR 253/2003 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands umfasst ein
gerichtlich angeordneter Vorbehalt der Zustimmung eines vorläufigen
Insolvenzverwalters auch die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses (2 AZR
532/2001 2. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein nicht
individuell zugeordneter Arbeitsplatz in einem Großraumbüro ein anderer, den
steuerlichen Abzug der Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer ausschließender
Arbeitsplatz (VI R 17/2001 7. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein
Büroarbeitsplatz in einer Schalterhalle einer Bank ein anderer, den
steuerlichen Abzug der Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer ausschließender
Arbeitsplatz (VI R 162/2000 7. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Eltern
Kindergeld für ihre einen Arbeitsplatz erst zu einem späteren Zeitpunkt
antreten könnenden Kinder beanspruchen (VIII R 77/2000 15. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Deponiebetreiber in Deutschland bis 1. Juni 2005 die Anforderungen der
Abfallablagerungsverordnung Deutschlands erfüllen (8 B 11220/2003 4. November
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss ein Arzt für die aus
einem nicht rechtzeitig erkannten zweiten Schlaganfall entstehenden Schäden
100000 Euro Schmerzensgeld zahlen (9 O 5889/1999 15. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika haben Gruner + Jahr und Rosie O’Donnell keine Ansprüche gegeneinander
wegen des Magazins Rosie.
Regierung und Opposition Deutschlands einigen sich im Vermittlungsausschuss des
Bundestags und Bundesrats auf gemeinsame Behandlung zustimmungspflichtiger und
zustimmungsfreier Gesetze.
Nach einem Mehrheitsbeschluss des Kuratoriums der Mahnmalstiftung Holocaust
darf Degussa am Mahnmal weiterbauen, obwohl ein Vorgängerunternehmen das
Giftgas Zyklon geliefert hatte.
2003-11-12 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die bis 2007 geltende
Exklusivlizenz der Deutschen Bundespost für die Briefbeförderung
verfassungsgemäß (1 BvR 712/2001 7. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands (im Streit um
Prozesskostenhilfe) verlangen Richtlinien der Europäischen Union zum
Verbraucherschutz nicht, dass ein Erwerber bei einem wirksamen Rücktritt von
einem Grundstückskauf der finanzierenden Bank das (überteuerte und
unvermietbare) Grundstück (Schrottimmobilie) statt des Darlehens zurückgeben
darf und sind Realkreditvertrag und Immobilienkaufvertrag keine verbundenen
Geschäfte im Sinn von § 9 VerbrKrG (XI ZR 447/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein 1944
in das Gebiet des Deutschen Reiches nach dem Stand vom 31. Dezember 1937
flüchtender, sich am 24. Mai 1949 dort aber nicht aufhaltender deutscher
Volkszugehöriger nicht Deutscher ohne deutsche Staatszugehörigkeit
(Statusdeutscher) geworden (1 C 35/2002 11. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die
Einteilung von Unternehmen der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung in zwei
Gefahrenklassen rechtmäßig (B 2 U 21/2002 R 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg
rechtfertigt ein tätlicher Angriff (z. B. Faustschlag gegen den Oberarm) eines
Schülers einer weiterführenden Schule auf einen Lehrer den sofortigen
Schulausschluss (9 S 2277/2003 22. Oktober 2003 2 K 1642/2003 11. September
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen kann
eine Musikerin grundsätzlich nicht das Spielen von ihr interpretierter,
komponierter oder arrangierter Musiktitel im Hörfunkprogramm eines
Rundfunksenders verlangen (8 A 90/2003 7. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen ist der Heuersdorf
bedrohende Braunkohleplan für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain nichtig (1 D
51/2000).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Berlin darf Hyundai nicht mit dem
Slogan „Es gibt wieder richtige Volkswagen“ werben (103 O 188/2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund bestimmt sich eine
Unfallrente eines Amateurfußballtorwarts nicht nach den potentiellen Einkünften
als Berufsspieler (S 23 U 123/2002 6. Oktober 2003).
Die Minderheitsaktionäre von RWE Gas nehmen ein Abfindungsangebot RWEs an.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs sind die früheren
Leiter des Konzerns Elf wegen Schmiergeldzahlungen zu Haftstrafen verurteilt.
Die Jahrgänge 1957 und 1958 der Kabinettsprotokolle der Regierung Deutschlands
sind im Internet einsehbar.
Die Bundesregierung Deutschlands entsendet zum Schutz ihrer Staatsbürger für
logistische Aufgaben drei Bundeswehrsoldaten in den Irak.
Nach einer einstweiligen Verfügung des zuständigen Gerichts Großbritanniens
werden ausländische, über einen Vorfall sexueller Natur mit Prinz Charles
berichtende Zeitungen (z. B. Le Monde) von Vertriebspartnern nicht
ausgeliefert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist auf Betreiben von Herstellerunternehmen die Sammelklage betreffend
das Seilbahnunglück von Kaprun vorläufig unterbrochen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chinas ist ein politische
Ansichten im Internet verbreitender Geschäftsmann wegen Anstiftung zur
Untergrabung der Staatsgewalt zu drei Jahren Haft verurteilt.
Hermann Borgs-Maciejewski ist als Richter am Bundesverwaltungsgericht
Deutschlands in den Ruhestand getreten.
Konstantin Mettenheimer ist zu einem Seniorpartner Freshfield Bruckhaus Deringers
gewählt.
2003-11-11 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein Präsident eines
Landesarbeitsgerichts nicht rückwirkend eine Einstufung in eine höhere
Besoldungsgruppe verlangen (2 BvL 7/2002 10. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist im
Kartellgesetz ein Rechtsmittel gegen Entscheidungen der Oberlandesgerichte in
Verfahren zur Nachprüfung öffentlicher Auftragsvergaben nicht vorgesehen (X ZB
12/2003 16. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz haben nur
vorübergehend in Deutschland arbeitende Ausländer keinen Anspruch auf
Kindergeld (5 K 1573/2001 18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln können Verbraucher Unterlassung
unerwünschter 0190er Faxwerbung außer vom Werbenden auch vom Netzbetreiber
verlangen (31 O 349/2003 2. Oktober 2003).
Nach einem Vergleich vor dem Landgericht Frankenthal entschuldigen sich Die
neue Frau und Woche der Frau für verletzende Berichte über Kronprinzessin
Victoria von Schweden.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands missbrauchen
vorzeitig die Vertragslaufzeiten für Wegenutzungsrechte der
Energieversorgungsunternehmen ohne vorherigen öffentlichen Hinweis auf das
Auslaufen über 20 Jahre hinaus verlängernde Gemeinden ihre marktbeherrschende
Stellung (6. November 2003).
Deutschland und Österreich vereinbaren einen (neuen) Vertrag über die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur polizeilichen Gefahrenabwehr und in
strafrechtlichen Angelegenheiten.
VW do Brasil stimmt einem Schiedsspruch des Arbeitsgerichts von São Paulo mit
18 Prozent Lohnerhöhung und Bezahlung der Streiktage bei zwei Stunden täglicher
Mehrarbeit zu.
Vermutlich infolge Fehlens von Vitaminen in einer Säuglingsnahrung Humana
Lebensmittelunions sterben Säuglinge in Israel.
2003-11-10 Nach einer Entscheidung des
Bundesfinanzhofs Deutschlands können bei entsprechenden Nachweisen Aufwendungen
einer im Erziehungsurlaub befindlichen Steuerpflichtigen vorab entstandene
Werbungskosten sein (VI R 137/1999 22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München haben Comroad-Aktionäre
mangels rechtzeitiger Pfändung keinen Anspruch auf bei dem Gründer Bodo
Schnabel beschlagnahmte 20 Millionen Euro.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin haben Rechtsreferendare
derzeit keinen Anspruch auf Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst (7
A 347/2003 4, November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts der Schweiz kann der Tatbestand der
Geldwäscherei Grundlage für einen Schadensersatzanspruch (z. B. über 1,5
Millionen Euro) aus dem der Geldwäsche zugrunde liegenden Betrug sein.
Nach einer Entscheidung der Welthandelsorganisation sind die Strafzölle der
Vereinigten Staaten von Amerika auf Stahl unzulässig.
IG-Farbenindustrie AG in Abwicklung stellt Antrag auf Eröffnung des
Insolvenzverfahrens.
Der Regierungspräsident Nordhessens genehmigt den ersten privaten
Entsorgungsverband für die mittelständische Wirtschaft in einem Flächenland.
Saarland erlässt eine Haushaltssperre.
Die Christlich Demokratische Union will den Bundestagsabgeordneten Martin
Hohmann wegen der Bezeichnung von Juden als Tätervolk in Russland ausschließen.
Das Strafverfahren gegen Jan Klima wegen Falschaussage im Zusammenhang mit Euroteam
ist eingestellt.
2003-11-09 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte kann ein Staat (z. B. Italien)
unter genau beschriebenen Umständen verpflichtet sein, vorbeugende Maßnahmen
zum Schutz des Lebens einer von Straftaten bedrohten Person zu treffen, doch
hat der Staat (grundsätzlich) keine Verantwortung für einen Mord durch
beurlaubte Strafgefangene (37703/1997 24. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist im
Gewinnabführungsvertrag den außenstehenden Aktionären als Ausgleich der
voraussichtlich verteilungsfähige durchschnittliche Bruttogewinnanteil je Aktie
abzüglich der von der Gesellschaft hierauf zu entrichtenden Körperschaftsteuer
in Höhe des jeweils gültigen Steuertarifs zuzusichern (II ZB 17/2001 21. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist das
Erfordernis eines gesonderten Schriftsatzes zur Berufungsbegründung nach
Zulassung der Berufung keine bloße Förmelei, so dass eine nicht fristgerecht
begründete Berufung als unzulässig zu verwerfen ist (3 B 143/2002 20. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands fehlt einem
trotz fehlendem Einverständnis ohne mündliche Verhandlung ergangenen Urteil
jede materiellrechtliche Grundlage (8 C 1/2002 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist der
Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft mit beschränkter Haftung einer
Kommanditgesellschaft nicht Arbeitnehmer im Sinne des Arbeitsgerichtsgesetzes
(5 AZB 79/2002 20. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der
Differenzgewinn aus einem Optionsgeschäft eine Einkunft aus einem
Spekulationsgeschäft (IX R 2/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Veräußerung
eines 50-prozentigen Kommanditanteils an einer gewerblich geprägten
Grundstücksgesellschaft (steuerrechtlich anteilige) Übertragung so vieler
Objekte wie sich im Gesamthandseigentum der Personengesellschaft befinden (III
R 1/2001 28. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist eine
Notanwaltsbeiordnung nach § 78b ZPO im Klageerzwingungsverfahren nicht möglich
(2 Ws 865/2003 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann eine
Krankenversicherung nach ärztlicher Verschreibung von Viagra ihrem
Versicherungsnehmer nicht entgegenhalten, dass die Einnahme des Mittels wegen
einer Kreislauferkrankung zu gefährlich sei (12 U 32/2003 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz können Kosten
vorprozessualer Beweissicherung nicht auf Grund einer Kostenentscheidung nach §
269 III 2 ZPO im Hauptprozess festgesetzt werden (14 W 148/2003 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg hat ein im Ausland
lebender bedürftiger Deutscher (z. B. Florida-Rolf) Anspruch auf Sozialhilfe
(z. B. Kosten für Wohnung) für Deutsche im Ausland (4 ME 310/2003 11. August
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg hat ein
hilfebedürftiges muslimisches Kind Anspruch auf Sozialhilfe durch Übernahme der
Kosten für die Beschneidung durch einen Arzt (4 MF 336/2002 23. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig darf ein verbotswidrig
auf einem Behindertenparkplatz abgestelltes Fahrzeug sofort abgeschleppt werden
und ist eine Behörde nicht verpflichtet, die ständige Erreichbarkeit der
Kraftfahrzeugzulassungsstelle sicherzustellen (4 L 118/2001 19. März 2003).
2003-11-08 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist bei einer Übertragung des
Aufenthaltsrechts auf einen in das Ausland ziehenden Elternteil der regelmäßige
Kontakt mit dem anderen Elternteil sicherzustellen (1 BvR 153/2003 20. August
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands wird eine
Äußerung erst dann zur Schmähkritik wenn nicht die Auseinandersetzung in der
Sache (z. B. Zuteilung einer Insel-Domain), sondern die Herabwürdigung einer
Person (z. B. eines Bewerbers um das Bürgermeisteramt auf einer Nordseeinsel)
im Vordergrund steht (1 BvR 2145/2002 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Erfüllungsort
aus einem Energielieferungsvertrag und einem Wasserlieferungsvertrag der Ort
der Abnahme der Leistung (VIII ZR 321/2002 17. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein ohne
Einschränkung auf die Angaben des Kapitalansuchenden verweisender, die
Sicherheit der Kapitalanlage nicht prüfender Anlagevermittler dies dem Kunden
ungefragt mitteilen (III ZR 381/2002 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Rechtsfehler kein Begründungmangel (X ZB 29/2001 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein von einem
vom Gericht im Rahmen einer strafgerichtlichen Urteilsabsprache bewirkter
Rechtsmittelverzicht unwirksam (3 StR 368/2002 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands schließt ein Widerruf
der Zustimmung zum Realsplitting gegenüber dem Wohnsitzfinanzamt des
Unterhaltsempfängers den Sonderausgabenabzug des Unterhaltsleistenden aus (XI R
8/2003 2. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts hat ein berufsmäßig
eine Pflegschaft führendes Mitglied eines Fürsorgevereins einen unmittelbaren
Vergütungsanspruch (1 Z BR 8/2003 7. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle spricht der Anschein
schuldhafter Unfallverursachung gegen einen aus einer Grundstücksausfahrt
ausfahrenden, mit einem Teilnehmer des fließenden Verkehrs zusammenstoßenden
Verkehrsteilnehmer, wobei auch die Betriebsgefahr des Teilnehmers am fließenden
Verkehr zurücktreten kann (14 U 239/2002 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann der Staat
eine Betreuervergütung nur von einem Erben, nicht von dem Begünstigten einer
Lebensversicherung (z. B. Witwe) zurückverlangen (20 W 105/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann Berufung auch durch
ein nicht unterschriebenes Computerfax eingelegt werden (2 Ws 880/2003 11.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein
Verkehrssicherungspflichtiger eines Feldweges von geringer Verkehrsbedeutung
nicht den Luftraum bis zur Höhe von etwa 3,5 Metern von Ästen freihalten (1 U
3465/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim ist einem wegen
einer berufsbezogenen Straftat zur weiteren Berufsausübung unwürdigen Arzt die
Approbation zu entziehen (9 S 1138/2003 28. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf rechtfertigt eine
Veränderung der Anbindung an das öffentliche Personennahverkehrsnetz einen
Mieter nicht zur fristlosen Kündigung eines Mietvertrags (24 S 49/1993 10. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz ist eine Zulassung als
Nebenkläger notwendig, wenn eine Verurteilung wegen einer entsprechenden Tat
(Katalogtat) rechtlich möglich ist (10 Qs 88/2003 7. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist eine Eintragung eines
Menschen als intersexuell oder intrasexuell in das Geburtsregister unzulässig
(16 T 19449/2002 30. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kronach muss ein Floßfahrtenbetreiber
vor Fahrtbeginn sicherstellen, dass der Wasserstand ein gefahrloses Unterfahren
der zu passierenden Brücken ermöglicht (1 C 443/2002 10. April 2003).
Grunewald, Barbara, Bürgerliches Recht, 6. A. 2003
Brühl, Albrecht, Mein Recht auf Sozialhilfe, 18. A. 2003
Henssler, Martin/Prütting, Hanns, Bundesrechtsanwaltsordnung, 2. A. 2003
Model, Otto/Creifelds, Carl, Staatsbürger-Taschenbuch, 31. A. 2003
Harry Rosen von Hoewel gestorben.
2003-11-07 Der Bundestag Deutschlands
beschließt die Zulassung von (besonders riskanten) Hedge Fonds für
Privatanleger.
Der Bundesrat Deutschlands lehnt die Vorziehung der Steuerreform auf Kredit ab.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Ausländer (z. B. Tscheche) nicht die bei Überwachung seines Briefwechsels
entstehenden Übersetzungskosten zahlen (2 BvR 2118/2001 7. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Kabelnetzbetreiber nach Vertragsende die Verkabelung nicht auf dem Grundstück
(bzw. im Haus) zurücklassen (V ZR 50/2003 4. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst eine
Vollmacht zur Unterzeichnung von Stundenlohnnachweisen nicht die Vereinbarung
eines höheren Stundenlohnes (VII ZR 79/2002 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschland kann ein
arbeitsunfähiger, unwirksam gekündigter Arbeitnehmer während der
Arbeitsunfähigkeit keine Vergütung verlangen (5 AZR 562/2003 5. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist der
Verfassungsgerichtshof für Schadensersatzansprüche aus europarechtswidrigen
Urteilen österreichischer Höchstgerichte zuständig, doch soll es der
Gerechtigkeit entsprechen, wenn ein Beschwerdeführer die ihm innerhalb eines
bach Durchführung eines Vorabentscheidungsverfahrens vor dem Europäischen
gerichtshof mit der Aufhebung einer europarechtswidrigen Entscheidung einer
Verwaltungsbehörde (z. B. Landesgeschäftsstelle des Arbeitsmarktservices
Vorarlberg) endenden Verfahrens vor dem Verwaltungsgerichtshof in einem
Vorabentscheidungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof erwachsenen Kosten
nicht ersetzt verlangen kann (A 36/2000 10. Oktober 2003).
Der Förderansatz für die Transrapidstrecke München-Flughafen München soll von
800 Millionen auf 530 Millionen Euro gekürzt werden (geschätzte Gesamtkosten
1,6 Milliarden Euro).
Von 71000 Asylbewerbern in Deutschland wurden 6 Prozent anerkannt.
Uwe Kischel wechselt von Mannheim nach Greifswald.
Robert Rebhahn wechselt von Berlin (Humboldt-Universität) nach Wien.
Hartmut Weyer wird in Köln für bürgerliches Recht, Handels- und
Wirtschaftsrecht, Europarecht habilitiert.
2003-11-06 Der
Bundestag Deutschlands beschließt die Nichterhöhung der Renten im Jahre 2004.
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Deutschlands unterbindet
am Monatsende die Verwendung von 0190-Nummern für Call-by-Call-Anbieter
(stattdessen 010).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat
der Europäischen Union (z. B. Italien) nicht ohne Weiteres (z. B. notwendiger
Verbraucherschutz) die Annahme von Sportwetten sich oder staatlichen
Konzessionären vorbehalten (C-423/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Kaufempfehlung eines Börsenexperten (z. B. Sascha Opel) zum Zweck der
Ausnutzung der Kurssteigerung in eigenem Interesse (z. B. Gewinn von 115000
Euro) eine Täuschungshandlung.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
finanziertes Immobiliengeschäft mit dem der Finanzierung dienenden
Verbraucherkreditvertrag ein verbundenes Geschäft bilden, wenn der
Kreditvertrag dem Verbraucherkreditgesetz unterfällt und eine Ausnahme des § 3
II Nr. 2 VerbrKrG nicht vorliegt (XI ZR 135/2002 23. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Verteilen
eines einschlägigen Werbeprospekts (anders als bei § 145 BGB) ein Anbieten im
Sinne von § 9 II Nr. 1 PatG (X ZR 179/2002 16. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das
Wortzeichen Cityservice mangels Unterscheidungskraft nicht als Marke
eingetragen werden (I ZB 6/2003 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Fachhochschullehrer mit Richteramtsbefähigung zum Strafverteidiger gewählt und
bestellt werden (5 StR 232/2003 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine ohne
sachlichen Grund festgesetzte Befristung eines Arbeitsvertrags eines bereits
einmal (als Ferienarbeiter) beschäftigten Arbeitnehmers unwirksam (2 AZR
690/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle dürfen in einem
Mietvertrag über Gewerberaum die Pflichten zu regelmäßigen
Schönheitsreparaturen und einer Schlussschönheitsreparatur dem Mieter
(grundsätzlich) auferlegt werden (2 U 200/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln reicht ein eine
Umverteilung der Arbeitsaufgaben auf Mitarbeiter des Betriebserwerbers
vorsehendes, einen Arbeitnehmer des bisherigen Betriebsinhabers nach
Betriebsübergang entbehrlich machendes Erwerberkonzept als Begründung für die
Kündigung eines Arbeitnehmers durch den Betriebsveräußerer nicht aus (9 Sa
443/2003 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Braunschweig muss der Eishockeyverein
Hannover Scorpions die Rockband Hannover Scorpions an den Einnahmen aus dem
Fanartikelverkauf beteiligen.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf ist das
Ermittlungsverfahren gegen Josef Ackermann und Rolf Breuer wegen Betrugsverdachts
beim Verkauf des Deutschen Herold eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf Ryanair den Flughafen bei
Weeze nicht als Niederrhein (Düsseldorf) bezeichnen (33 O 193/2003).
Nach einem Vergleich vor dem Landgericht Köln gibt Team Konzept den Buchstaben
T in seinem Logo nach einer Übergangsfrist zu Gunsten der Deutschen Telekom
auf.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart darf ein in einem
anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union die Hochschulreife erwerbender
Inländer gegenüber einem Abiturienten in Deutschland nicht benachteiligt werden
(4 K 4733/2001 9. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag hat der
Iran (mangels Vertragsbruchs) keinen Schadensersatzanspruch gegen die
Vereinigten Staaten von Amerika wegen der Zerstörung dreier Ölplattformen in
den Jahren 1987 und 1988 durch Kriegsschiffe.
Der Bundestag Deutschlands
beschließt die Zulässigkeit kostenlosen Kurzparkens in Innenstädten.
Der zuständige Bundestagsausschuss Deutschlands beschließt den Abriss
des Palastes der Republik in Berlin mit der Aussicht auf spätere
Wiedererrichtung des Stadtschlosses.
Bertelsmann und Sony wollen das Musikgeschäft zusammenlegen.
Die Bank von England erhöht ihren Leitzins von 3,5 auf 3,75 Punkte.
Täglich werden im Mittelmeer 2000 Tonnen Rohöl rechtswidrig entsorgt (Ölteppich
von der Fläche Korsikas).
2003-11-05 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf der Einzug eines Lebensgefährten in eine
Mietwohnung der Zustimmung des Vermieters, doch ist die Zustimmung
grundsätzlich zu erteilen (VIII ZR 371/2002 5. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verliert ein
Wohnungsmakler seinen Provisionsanspruch, wenn sein Gehilfe die vermittelte
Wohnung verwaltet (III ZR 5/2003 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bandenmäßige
Einfuhr von Betäubungsmitteln in Zusammenhang mit bandenmäßigem Handel mit
Betäubungsmitteln nur ein unselbständiger Teilakt des Bandenhandels (1 StR
146/2003 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind in
Mietstreitigkeiten mit Beteiligung von Personen mit allgemeinem Gerichtsstand
im Ausland die Oberlandesgerichte Beschwerdeinstanz und Berufungsinstanz (VIII
ZB 30/2003 15. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein
Scheinselbständiger (z. B. ein Menübringer in selbständiger Tätigkeit)
gesetzlich unfallversichert (, wenn er z. B. bei dem Abholen der Menüs von der
Laderampe stürzt und sich erheblich verletzt) (B 2 U 38/2002 R 19. August
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln besteht der
Auskunftsanspruch nach § 19 III MarkenG bei allen Verletzungstatbeständen der
§§ 14, 15, 17 MarkenG und auch im Verfahren der einstweiligen Verfügung (6 W
67/2003 7. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln kann ein neuer
Sachvortrag im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht zu rückwirkender
Bewilligung von Prozesskostenhilfe führen (11 TA 391/2002 7. April 2003).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Norwegens kann Robert Lund
nicht wegen Lungenkrebs Schadensersatz von dem Tabakunternehmen Tiedemanns
verlangen.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die Errichtung eines Bundesamts für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Zum 1. Oktober 2004 soll in Deutschland die 1988 eingeführte, 18 Monate
umfassende Praxisphase Arzt im Praktikum nach Abschluss eines Medizinstudiums
entfallen.
Karlheinz Schreiber ist aus der Christlich Sozialen Union ausgetreten.
Bei dem Bau der Fundamente des Holocaustmahnmals in Berlin ist (auch) ein
Betonverflüssiger der Degussatochter Woermann Bauchemie verwendet worden.
Die Abgeordnetenkammer in Italien beschließt die Abschaffung der allgemeinen
Wehrpflicht zum 1. Januar 2005.
Das Bundeskartellamt Deutschlands stimmt dem Erwerb von Anteilen an den
Stadtwerken Wuppertal, Velbert, Remscheid und Oberhausen durch die Rhein-Ruhr
AG unter der Auflage der Abgabe von Anteilen an den Stadtwerken Leipzig und
Düsseldorf zu.
2003-11-04- Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann auch
gegenüber als Kommentar bezeichneten Tatsachenbehauptungen (z. B. über die
behauptete Ausgrenzung des deutsch-türkischen Fußballvereins Baris Spor in
Müllheim in der Badischen Zeitung) eine Gegendarstellung (z. B. des
Bürgermeisters) durchgesetzt werden (1 BvR 825/1999 17. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Koppelung
eines Stromangebots eines Stadtwerks mit einem Telefondienstleistungsangebot
eines Telekommunikationsunternehmens zu einem gemeinsamen vergünstigten
Grundpreis kein sittenwidriger Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung
(KZR 16/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Rechtsanwalt eine Bürogemeinschaft mit einer
Steuerberatungspartnerschaftsgesellschaft bilden, nicht aber zugleich Mitglied
der Steuerberatungsgesellschaft sein (AnwZ [B] 24/2000 29. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Aufzählung
der Fälle voller Verhandlungsgebühr trotz nichtstreitiger Verhandlung in § 33 I
2 BRAGO abschließend (VI ZB 34/2003 23. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei
Geltendmachung von Unkenntnis vom wahren Zeitpunkt einer Berufungseinlegung als
Grund für die Versäumung der Berufungsfrist für den Antrag auf Wiedereinsetzung
fristgerecht dargelegt werden, warum nicht bereits vor Zugang der gerichtlichen
Mitteilung über den Zeitpunkt der Berufungseinlegung der wahre Zeitpunkt
erkannt werden konnte (X ZR 37/2003 16. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht für
Kellogg’s keine Verwechslungsgefahr mit der Marke Kelly eines Unternehmens
Österreichs für Salzgebäck und Kuchen (I ZR 9/2001 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitnehmer seinen Widerspruch gegen den Übergang seines Arbeitsverhältnisses
auf einen Betriebsübernehmer weder widerrufen noch mit einem Vorbehalt versehen
(8 AZR 491/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main bestehen im
Fonds-Prozess gegen die Julius Bär Kapitalanlage AG keine Ansprüche wegen eines
angeblich fehlerhaften Verkaufsprospekts.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg besteht für einen
Hersteller eines Schokoladenriegels mit der Marke Duplo keine
Verwechslungsgefahr (bzw. Rufschädigungsgefahr) durch die Marke Duplo des
Rasierklingenherstellers Wilkinson Sword (3 U 274/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin ist der Verkauf von
Bratwürsten aus einem tragbaren Grillgerät auf öffentlichen Straßen und Plätzen
(sog. Grillwalken) eine erlaubnispflichtige Sondernutzung (1 B 15/2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist die
Abweisung einer Beschwerde einer Schwarzafrikanerin, dass oftmalige
Drogenkontrollen rassistisch motiviert seien, durch den Unabhängigen
Verwaltungssenat Wien, wegen Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes
rechtswidrig.
Das Luftverkehrsabkommen von Montreal ist in Kraft.
Rudolf Atzbach ist seit 1. November 2003 Vizepräsident des Bundeskriminalamts
Deutschlands.
2003-11-03 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs ist eine Einordnung stehen gelassener
Gehaltsansprüche eines bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
angestellten Gesellschafters als Kapital ersetzendes Gesellschafterdarlehen
durch ein Gericht eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B.
Österreich) europarechtswidrig (C-201/2001 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist einem
Insolvenzverwalter für einen die Masse betreffenden Prozess auch bei
Masseunzulänglichkeit Prozesskostenhilfe zu gewähren (IX ZB 460/2002 18.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Unterhaltsanspruch eines geschiedenen Ehegatten aus Billigkeitsgründen nach §
1576 BGB gegenüber dem Unterhaltsanspruch wegen Krankheit und Gebrechen nach §
1572 BGB subsidiär (XII ZR 184/2001 17. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Werbung mit
einem Einkaufsschein über zehn Mark wegen Geburtstags des Kunden nicht
übertrieben anlockend und damit nicht wettbewerbswidrig (I ZR 8/2001 22. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist eine Verzicht
einer Schwangeren auf Zugewinnausgleich kurz vor der Eheschließung unwirksam
(14 UF 70/2003 14. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Gießen kommt ein Kaufvertrag nicht
durch eine automatisierte e-mail-Antwort auf ein Kaufangebot eines Kunden
zustande (1 S 413/2002 4. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück darf der Mieter die Miete
mindern, wenn die Mietwohnung in Wirklichkeit kleiner ist als im Vertrag
angegeben (12 S 475/2003 5. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist die
schwarze Liste von Staaten, aus denen kein schmutziger Strom nach Österreich
eingeführt werden darf, aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika erhält Argentinien 90 Tage Zahlungsaufschub gegenüber Kenneth Dart.
Dieter Althaus ist für ein Jahr Präsident des Bundesrats Deutschlands.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 3750 Punkte.
Vorstand und Betriebsrat Opels einigen sich auf eine Verkürzung der
Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden ohne vollen Lohnausgleich.
Wegen Erkrankungen auf einem Kreuzfahrtschiff schließt Spanien kurzfristig die
Grenze zur Kronkolonie Gibraltar Großbritanniens.
2003-11-02 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs erhält ein Spediteur keinen
Schadensersatz, wenn die zuständigen Behörden eines Mitgliedstaats eine
Durchfahrten von Lastkraftwagen verhindernde Versammlung unter bestimmten
Umständen (z. B. Brennerblockade) nicht untersagen (C-112/2000 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Nichterstreckung des Schutzes von Tendenzbetrieben auf Zulieferbetriebe (z. B.
Zustellunternehmen einer Tageszeitung) nicht die Verfassung (1 BvR 62/1999 29.
April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind auf die
wirtschaftliche Neugründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung durch
Verwendung des Mantels einer inzwischen unternehmungslosen Gesellschaft mit
beschränkter Haftung die der Sicherung der Kapitalausstattung dienenden
Gründungsvorschriften des Gesetzes über die Gesellschaften mit beschränkter
Haftung einschließlich der registergerichtlichen Kontrolle entsprechend
anzuwenden (II ZB 4/2002 7. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist über einen
Hilfsantrag auch zu entscheiden, wenn der Kläger den Hauptantrag für erledigt
erklärt und es daraufhin zu keiner Entscheidung im Sinne des Hauptantrags kommt
(I ZR 270/2001 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet das
Fehlen tatbestandlicher Darstellungen in einem Berufungsurteil allein keinen
Zulassungsgrund nach § 543 II Nr. 2 ZPO (V ZR 441/2002 16. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Werbung mit
unentgeltlicher Überlassung fünfer Bücher für den Fall einer zweijährigen
Mitgliedschaft in einem Buchclub nicht als übertriebenes Anlocken
wettbewerbswidrig (I ZR 291/2000 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Ausnahme
von einer Überstundenzuweisung wegen fehlender Verzichtbereitschaft auf
tarifliche Vergütungsansprüche eine Maßregelung gemäß § 612a BGB (2 AZR
742/2000 7. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann ein
Kraftfahrzeugeigentümer nicht Schadensersatz in Höhe herkömmlicher
Ausbeulkosten verlangen, wenn der Schaden auch mit neuerer, billigerer
Ausbeultechnik beseitigt werden kann (19 U 57/2003 21. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg ist eine
Grundstücksübereignung auf einen Dritten zur Erfüllung eines Vermächtnisses ein
gutgläubigen lastenfreien Erwerb ermöglichendes Verkehrsgeschäft (11 Wx 19/2002
25. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Saalfeld können Angaben eines Zeugen
vom Hörensagen regelmäßig nur dann Grundlage einer Verurteilung sein, wenn
seine Bekundungen durch andere wichtige Beweisanzeichen bestätigt werden (635
Js 35910/2002 2 Ds jug. 25. April 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts in Bozen sind Erika Simon und
Helmut Simon Finder der Leiche des Mannes vom Hauslabjoch (mit Anspruch auf 25
Prozent des Wertes).
Nach Auswertung von Isotopen in Zähnen und Knochen stammt die im September 1991
von Erika Simon und Helmut Simon am Hauslabjoch (92 Meter und 56 Zentimeter
südlich der heutigen österreichisch-italienischen Grenze) gefundene männliche
Leiche (1,60 Meter groß, rund 50 Kilogramm schwer, im Todeszeitpunkt etwa 46
Jahre alt, vor rund 5200 Jahren gestorben) wahrscheinlich am ehesten aus
Feldthurns im Eisacktal und ist von dort später in das untere Etschtal gezogen.
Premiere erwirbt von Infront für 300 Millionen Euro die Übertragungsrechte an
den Bundesligafußballspielen Deutschlands der Jahre 2004/2005 und 2005/2006.
Der wegen seiner Teilnahme an einem evangelischen Abendmahl suspendierte
Priester Bernhard Kroll verzichtet auf seine Pfarrei in Großhabersdorf und
bleibt Priester mit neuer beruflicher Orientierung.
2003-11-01 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf eine
Weissagerin wegen des Persönlichkeitsrechts eines Kindes (z. B. von Prinzessin
Caroline von Monaco) nicht gegen den Willen des Betroffenen eine astrologische
Prognose (Geburtshoroskop über Eigenschaften und künftige Entwicklung
veröffentlichen (1 BvR 1964/2000 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Benutzungshandlung (bezüglich einer Marke wie z. B. Kellogg’s/Kelly’s) nur dann
als ernsthaft anzusehen, wenn sie nach Art, Umfang und Dauer dem Zweck des
Benutzungszwangs entspricht, die Geltendmachung bloß formaler Markenrechte zu
verhindern (I ZR 293/200 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands übernimmt auch bei
Geschäften des Versandhandels der Verkäufer grundsätzlich keine Bringschuld, so
dass sich seine Verpflichtung bei einer Gattungsschuld auf die der
Transportperson übergebene Sache beschränkt (VIII ZR 302/2002 16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist für
einen Schadensersatzanspruch wegen Verletzung von nicht auf einem
öffentlichrechtlichen Vertrag beruhenden öffentlichrechtlichen Pflichten der
ordentliche Rechtsweg gegeben (3 A 5/2002 22. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine
wegen eines Mangels im Abwägungsverfahren im Wege der Normenkontrolle für
unwirksam erklärte Sanierungssatzung nach Durchführung eines e4rgänzenden
Verfahrens nicht rückwirkend in Kraft gesetzt werden (4 CN 2/2002 10. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann auch
ein Fachmarkt für Fahrräder und Sportbedarf ein Verbrauchermarkt im Sinne der
Baunutzungsverordnung sein (4 C 5/2002 18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann ein in
Folge eines Sekundenschlafs aus Übermüdung ungebremst in ein Stauende fahrender
Lastkraftwagenlenker mit Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr bestraft
werden (1 St RR 67/2003 18. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist einem seit sieben
Jahren unter Betreuung stehenden achtzigjährigen Angeklagten auch bei Gefahr
einer geringfügigen Geldstrafe eine Pflichtverteidiger beizuordnen (2 Ss
439/2003 14. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann ein über die Herkunft
eines Kraftfahrzeugs aus dem Ausland (ohne besondere Nachfrage) nicht
aufgeklärter Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten, weil ein Import den Marktwert
um 10 Prozent mindert (28 U 150/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg schließt § 614 II BGB
ein auf Mängel gegründetes Leistungsverweigerungsrecht des Bestellers nicht aus
(13 U 1322/2003 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist ein Akten zur
Akteneinsicht anfordernder Rechtsanwalt zur eigenverantwortlichen Überprüfung
der Begründungsfrist für einen Antrag auf Zulassung der Berufung verpflichtet
(2 LA 52/2002 25. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe ist höhere Gewalt im Sinn des
§ 7 II StVG ein außergewöhnliches, betriebsfremdes, durch Naturkräfte oder
Handlungen Dritter herbeigeführtes unvorhersehbares Ereignis, das
vernünftigerweise nicht verhütet werden kann und nicht in Kauf genommen werden
muss (7 O 130/2003 11. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe kann auch bei Suche einer
Eigentumswohnung für einen Dritten ein Maklervertrag begründet werden (5 S
214/2001 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist Wolfgang Weber wegen des
Verkaufs wertloser Daten an Sachsenmilch zu zwei Jahren Haft mit Bewährung und
einer Bewährungsauflage von 100000 Euro verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main ist ein
Fahrzeugteilversicherer nicht zum Ersatz des Schadens verpflichtet, der bei
Einfahren in eine überflutete Senke am Motor entsteht, weil die Überschwemmung
den Schaden nicht unmittelbar verursacht (301 C 485/2003 [42] 13. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens wird die Entfernung
von Kruzifixen aus zwei Schulzimmern in Ofena derzeit nicht vollzogen.
In China sind für Eheschließung und Ehescheidung keine Erlaubnisse der
Arbeitgeber mehr nötig.
Jean-Claude Trichet wird als Nachfolger Wim Duisenbergs Präsident der
Europäischen Zentralbank.
Klaus Landry 65.
Reinking, Kurt/Eggert, Christoph, Der Autokauf, 8. A. 2003
Schöner, Hartmut/Stöber, Kurt, Grundbuchrecht, 13. A. 2003
Schulze-Rossbach, Ulrich, Das AMA-Musikerrecht, 2003
Badura, Peter, Staatsrecht, 3. A: 2003
Kuß, Horst, Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Teile A und B,
4. A. 2003
Müller, Beck’sches Prozessformularbuch, hg. v. Locher, Horst/Mes, Peter, 9. A.
2003
Bernd/Schöppe-Fredenburg, Pedro, Luchterhand Anwaltsformulare Prozessrecht,
20023
Eckert, Ludwig, Steuerberatergebührenverordnung, 4. A: 2003
Haarmeyer, Hans, Guter Rat bei Insolvenz; 2003
2003-10-31 Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss die Türkei
wegen mangelnder Unparteilichkeit eines Kriegsgerichts einem Kläger 13000 Euro
Schadensersatz leisten.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschland haftet ein seine
Arbeitnehmer mit einem betriebseigenen Fahrzeug per Sammeltransport von der
Wohnung zur Arbeitsstelle und zurück bringen lassender Arbeitgeber nicht für
Unfälle auf der Fahrt (8 AZR 548/2002 30. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Vermietung
eines Betriebsgrundstückes an ein branchenfremdes Unternehmen nicht ohne
weiteres eine Aufgabe des Betriebs, sondern kann auch eine bloße
Betriebsunterbrechung sein (IV R 20/2002 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Berlin ist der
Landeshaushalt Berlins 2002/2003 wegen ungenügender Begründung einer
Haushaltsnotlage verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern kann bei Besetzung
eines Dienstpostens die Begeisterung eines jungen Bewerbers stärker gewichtet
werden als das Dienstalter eines älteren Bewerbers (3 CE 1805/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen muss das
Landesbergamt Clausthal-Zellerfeld einen der Salinas Salzgut GmbH den Salzabbau
in Gorleben erlaubenden Vertrag genehmigen (7 L 3421/2000 30. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Weiden kann sich ein Arbeitnehmer
nicht unter Berufung auf ein Widerrufsrecht bei Haustürgeschäften nach § 312 BGB
von einem Arbeitsvertrag lösen, weil Arbeitnehmer als solche keine Verbraucher
im Sinne der §§ 13, 14 BGB sind (1 Ca 1912/2002 16. Juli 2003).
Ingo Kobers Nachfolger als Präsident des Europäischen Patentamts werden ab 1.
Juni 2004 Alain Pompidou und ab 2007 Frau Alison Brimelow.
Ulrich Schwenke ist als Nachfolger Werner Schlukats Präsident des
Verwaltungsgerichts Osnabrück.
Armin Lünterbusch tritt als Präsident des Oberlandesgerichts Köln in den
Ruhestand.
2003-10-30 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist das Verlangen eines
Anerkenntnisses im Hinblick auf Grund und Höhe geltend gemachter
Rechnungsforderungen bei Erbringung im Wesentlichen wertloser Teilleistungen
sittenwidrig (16 U 199/2002 23. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin beginnt die Verjährung von
Schadensersatzansprüchen von Anlegern gegen Wertpapierdienstleister wegen
fehlerhafter Beratung mit Vertragsschluss, ohne dass es auf das Wissen des
Beratenen vom Beratungsfehler ankommt (21 O 118/2003).
Carsten Spengemann muss 40000 Euro wegen eines unterschlagenen, nach dem Urteil
überraschend wieder aufgetauchten Ringes zahlen (, ohne als vorbestraft zu
gelten).
Nach einer Entscheidung des Kassationsgerichts Italiens ist Giulio Andreotti
vom Vorwurf des Mordes freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Tschechiens ist die
Fernsehdirektübertragung des Berufungsverfahrens wegen Mordkomplotts gegen
Karel Srba wegen des höher zu bewertenden Rechtes auf ein faires Verfahren
rechtswidrig.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt einen Nachtragshaushalt in Höhe von
24,5 Milliarden Euro Neuverschuldung (29. Oktober 2003).
Baden-Württemberg beschließt die Kürzung des Weihnachtsgeldes 2003 um 33
Prozent und die Streichung des Urlaubsgeldes 2004 (29. Oktober 2003).
Der Olympiastaatssekretär Sachsens Köhler ist in den einstweiligen Ruhestand
versetzt.
Ab 1. November 2003 gilt in Deutschland ein neues
Kriegsdienstverweigerungsrecht.
Die Europäische Kommission stellt einen Entwurf für eine neue Chemikalienverordnung
vor (29. Oktober 2003).
Der Deutsche Aktienindex steigt auf 3642 Punkte.
Italien verkauft Anteile an Enel für zwei Milliarden Euro zum Abbau der
Verschuldung des Staatshaushalts.
2003-10-29- Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Gemeinde einen gemeinsamen Fuß- und
Radweg bei Schnee und Eis ebenso streuen wie einen einfachen Fußweg (III ZR
8/2003 9. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann auch ein morgens
zu Proben und abends zu Vorstellungen fahrender Opernsänger nur eine Fahrt
täglich zur Arbeitsstätte von der Steuer absetzen (VI B 101/2003 11. September
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf eine Unterricht
zu Hause vorbereitende Rektorin ein häusliches Arbeitszimmer von der Steuer
absetzen, wenn sich ihr schulischer Arbeitsplatz aus praktischen Gründen nicht
für die Unterrichtsvorbereitung eignet (VI R 118/2000 7. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg bleibt Susanne
Juhnke in vollem Umfang Betreuerin Harald Juhnkes.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist bei einem Verkauf eines
Kraftfahrzeugs durch einen Kraftfahrzeughändler in Kommission der Verkäufer vor
dem Insolvenzrisiko des Kraftfahrzeughändlers nur geschützt, wenn er Verkauf in
fremdem Namen oder Vorausabtretung vereinbart oder den Verkäufer anweist, dass
der Käufer an den Eigentümer unmittelbar zu zahlen hat (27 U 81/2003 7. Oktober
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Biberach ist die von der
Kreissparkasse Biberach angefochtene Wahl zum Aufsichtrat der Kässbohrer
Geländefahrzeug AG rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf darf der Oberbürgermeister
Düsseldorfs einen Stadtrat der Partei des demokratischen Sozialismus nicht
verrückten Kommunisten nennen (12 O 248/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein irakischer
Asylbewerber wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz durch Überweisung
von 2,25 Millionen Euro in den Irak trotz des Embargos der Vereinten Nationen
zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier verwirkt ein sich einen
vollstreckbaren Titel für den doppelten Maklerlohn verschaffender Makler wegen
Treupflichtverletzung jeden Anspruch auf Maklerlohn (1 S 76/2003 14. Oktober
2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main darf einem zu
einer Personalmitarbeiterin so Frauen wie dich hatte ich schon hunderte
sagenden Gasinstallateur fristlos gekündigt werden (15 Ca 647/2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf muss eine Krankenkasse
einer siebenfachen Mutter nicht die Kosten einer achten künstlichen Befruchtung
erstatten (S 26 KR 6/2003).
Der Landtag Niedersachsens beschließt ein Gesetz zur Unterbringung besonders
gefährlicher Personen.
Microsoft beendet Sammelklagen von Verbrauchern in sechs Bundesstaaten der
Vereinigten Staaten von Amerika wegen überhöhter Preise durch Ausgabe von
Gutscheinen im Wert von bis zu 200 Millionen Dollar.
2003-10-28 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf der
Ehegatteneinkommensteuersplittingvorteil einer weiteren Ehe eines
wiederverheirateten Ehegatten künftig nicht dem geschiedenen Ehepartner einer
vorangegangenen Ehe zu gute kommen (1 BvR 2298/1993, 1 BvR 2298/1994).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands verletzt der
Tarifvertrag vom 15. Februar 2000 über das Prüf- und Beratungsstellenverfahren
im Berliner Gebäudereinigerhandwerk nicht das Rechtsberatungsgesetz (22.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern sind die
Bürgermeisterwahlen in Vilseck/Oberpfalz wegen Verletzung der Wahlordnung durch
den Kandidaten der Christlich Sozialen Union ungültig (4 BV 671/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz
verpflichtet eine schriftliche Anmeldung zu einer Klassenfahrt auch bei
Nichtteilnahme wegen Krankheit zur Tragung der anteiligen Kosten (2 A
11188/2003 9. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Braunschweig kann Wattenscheid 09
wegen Sittenwidrigkeit des unter der Bedingung des Aufstiegs (infolge eines
Sieges Eintracht Braunschweigs über Wattenscheid 09) geschlossenen
Transfervertrags von Eintracht Braunschweig nicht 250000 Euro Zahlung
verlangen.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf kann, wer ein Haus für
1500 DM statt marktgerechter 4000 DM an seinen Sohn vermietet, Verluste aus
Vermietung im entsprechenden Umfang nicht steuerlich geltend machen, weil die
Vermietung insofern nur eine Liebhaberei darstellt (11 K 678/1999 E 10. April
2003).
Deutschland unterzeichnet die Tabakrahmenkonvention der
Weltgesundheitsorganisation (24. Oktober 2003).
2002 hat ein Deutscher im Durchschnitt 1800 Euro gespart (Spar- und Termineinlagen,
Lebensversicherungen, Wertpapiere, Aktien, Kredittilgung, Bruttogeldvermögen
insgesamt 3,73 Billionen Euro, Nettogeldvermögen 2,12 Billionen Euro).
Ein Erweiterungsbau für den Bundesgerichtshof Deutschlands wird eröffnet.
Überbrückungsgeld und Existenzgründerzuschuss der Ich-AG sind rückwirkend zum
1. Januar 2003 steuerfrei.
Dr. Karel Kosik 17. Juni 1927-28. Oktober 2003.
2003-27-10 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist ein Mehrwertsteuer für ein
in einem anderen Mitgliedstaat (z. B. Deutschland) geleastes Kraftfahrzeug
festsetzendes Gesetz eines Mitgliedstaats (z. B. Österreich) europarechtswidrig
(C-155/2001 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine als KPMG
firmierende Steuerberatergesellschaft nach Erweiterung um eine
Rechtsanwaltsgesellschaft den Zusatz KPMG fortführen (I ZR 64/2001 23. Oktober
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht bei
Vereinbarung einer Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer zwecks gemeinsamer
Vermögensbildung durch Ehegatten ein vorrangiger rechtsgeschäftlicher Anspruch
auf Zustimmung zur Zusammenveranlagung aus Gesellschaftsvertrag (XII ZR
161/2001 25. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bedarf die
befristete Weiterbeschäftigung eines Arbeitnehmers (z. B. eines
Kraftfahrzeugmeisters) bis zur rechtskräftigen Entscheidung des
Kündigungsrechtsstreits wegen der Befristung der Schriftform, bei deren Fehlen
ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit vereinbart ist (7 AZR 113/2003 22.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm genügt bei nächtlicher
Beschädigung einer Grünanlage in einem Gewerbegebiet durch einen
Kraftfahrzeugführer die Benachrichtigung des Geschädigten am nächsten Morgen
(20 U 212/2002 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken muss eine Mutter
ihren Kindern 36000 Euro Schmerzensgeld wegen sexuellen Missbrauchs zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln muss ein Antrag auf
Ablehnung eines Richters wegen Befangenheit vor Abschluss der mündlichen
Verhandlung gestellt werden, so dass ein danach gestellter Antrag
zurückzuweisen ist (11 Ta 421/2002 7. April 2003).
Trotz Verlusts etwa eines Prozentes Stimmen behält die Südtiroler Volkspartei
21 Abgeordnetenmandate im Südtiroler Landtag.
Die Registrierungsbehörde für Telekommunikation und Post Deutschlands entzieht
398791 Dialern der Mainpean GmbH nachträglich wegen unzureichender
Unterrichtung der Kunden über Kosten die Registrierung.
Nach einer Entscheidung der Verbraucherschutzministerin Deutschlands darf die
Bundesanstalt für Züchtungsforschung in Quedlinburg keine mit Gentechnik gegen
Mehltau, Feuerbrand und Apfelschorf resistent gemachte Apfelbäume im Freiland
pflanzen.
Nach einer Entscheidung des Wissenschaftsministeriums Nordrhein-Westfalen ist
Jörg Immendorff wegen Kokaingebrauchs vorläufig vom Dienst an der Kunstakademie
Düsseldorf suspendiert.
Hansa Rostock verbietet vier auf den Fußballplatz stürmenden Zuschauern
bundesweit den Besuch von Fußballstadien bis 30. Juni 2007.
Durch Übernahme der Fleet Boston Financial Corp. Durch die Bank of America
Corp. Für 47 Milliarden Dollar soll die zweitgrößte Bank der Vereinigten
Staaten von Amerika entstehen.
2003-10-26 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands erhält ein Rechtsanwalt bei ausnahmsweisem
Absehen von einer mündlichen Verhandlung in einer Tatsacheninstanz einer
Wohnungseigentumssache die gleichen Gebühren wie in einem Verfahren mit einer
mündlichen Verhandlung (V ZB 12/2003 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Benachrichtigung des Beschuldigten und seines Verteidigers vom Termin einer
richterlichen Zeugenvernehmung nur unter den Voraussetzungen des § 168c V StPO
unterbleiben (3 StR 212/2002 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die der
Anfechtung eines Wohnungseigentümerbeschlusses entgegentretenden
Wohnungseigentümer nach gerichtlicher Ungültigerklärung des Beschlusses zur
Beschwerde oder Rechtsbeschwerde befugt (V ZB 11/2003 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Aufrechnungserklärung nach Klageszustellung mit einer bereits vor Klageerhebung
aufrechenbaren Forderung erst die Aufrechnungserklärung das erledigende
Ereignis für eine bis dahin zulässige und begründete Klage (IX ZR 268/2002 17.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Wasserversorgungsunternehmen grundsätzlich nicht verpflichtet,
Versorgungsverträge mit Mietern unter gleichzeitiger Entlassung des
Grundstückseigentümers bzw. Vermieters aus seinem Vertragsverhältnis
abzuschließen (VIII ZR 279/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf ein nach der
Baubeschreibung zu beachtendes, nicht aber die vertragliche Beschaffenheit des
Gebäudes bestimmendes Bodengutachten keiner Beurkundung (V ZR 278/2001 14. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein eine
Bestattung ohne Rechtspflicht Übernehmender nicht Verpflichteter nach § 15 BSHG
(5 C 2/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein von
einem Dritten arbeitsplatzgebundene Mittel für eine Weihnachtsgratifikation
erhaltender Arbeitgeber nicht zur Leistung einer Weihnachtsgratifikation für
die übrigen Arbeitnehmer verpflichtet (10 AZR 524/2002 21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine auf
Erhaltung des Kindergeldanspruchs gerichtete Vereinbarung eines Kindes
unwirksam, die ursächlich dafür ist, dass ein Anspruch auf Weihnachtsgeld nicht
geltend gemacht werden kann, der ohne die Vereinbarung bestanden hätte (VIII R
16/2002 11. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Lieferung von
Software zur Steuerung einer Gebäudeheizung keine Arbeit an einem Bauwerk, so
dass die Mängelverjährungsfrist von fünf Jahren nicht gilt (I-18 U 207/2002 4.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss ein
wiederholter Klageerzwingungsantrag frühere Strafanzeige und Gründe des
Einstellungsbescheids und Beschwerdebescheids darstellen (3 Ws 751/2003 22.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock läuft die um einen Monat
verlängerte Berufungsbegründungsfrist auch dann drei Monate nach Zustellung des
Urteils an dem Tag ab, welcher der Bezifferung nach dem der Zustellung
entspricht, wenn die nicht verlängerte Frist an einem Wochenende oder
gesetzlichen Feiertag geendet hätte (3 U 151/2003 28. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Greifswald darf ein
Betroffener grundsätzlich nicht frei wählen, ob er einen Eintritt eines
Schadens verhindert oder ob er den Schaden hinnimmt und dann Schadensersatz
verlangt (2 L 90/2001 27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rottweil ist die Zurückweisung einer
Teilleistung vollständige Nichtleistung, so dass der Gläubiger vom ganzen
Vertrag zurücktreten kann (3 O 24/2003 26. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kleve muss sich bei Körperverletzung
mit Todesfolge in dem Todeseintritt die besondere, dem Erfolg des Grunddelikts
innewohnende Gefährlichkeit niederschlagen (z. B. auch ohne Hinzutreten
weiterer Umstände lebensbedrohende Vorgehensweise des Täters) (140 Ks 305 Js
467/2002 4. April 2003).
Das Parlament der Balearen beschließt mit konservativer Mehrheit die
Abschaffung der ecotasa (Umweltsteuer für Touristen).
Mitarbeitern der Fraport ist wegen Zahlung von 195000 Dollar Schmiergeld für
die Modernisierung des Flughafens Taschkent fristlos gekündigt.
2003-10-25 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann eine regelmäßige Kontrolle der vom Mandanten
mitgeteilten Tatsachen (z. B. mit einer Zahlung des Hauptschuldners ist mangels
Zahlungsfähigkeit nicht zu rechnen) vom Rechtsanwalt berufsrechtlich nicht
verlangt werden (1 BvR 801/2003 16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es
verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, bei einer wertende und tatsächliche
Bestandteile enthaltenden Meinungsäußerung (z. B. die Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten wird von den Arbeitgebern geschmiert) im Rahmen der Abwägung
zu berücksichtigen, dass die Tatsachenbehauptung, auf der die Bewertung
aufbaut, unrichtig ist und die Äußerung deshalb gegenüber einem kollidierenden
Schutzgut (z. B. Ruf der Gewerkschaft) zurücktreten zu lassen (1 BvR 1172/1999
16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Zwangsverwalter einer Mietwohnung dem Mieter zur Herausgabe einer
herauszugebenden Kaution verpflichtet (VIII ZR 11/2003 16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rückt ein
Angehöriger eines verstorbenen Mieters auch hinsichtlich der für die Kündigung
einer Mietwohnung wegen Eigenbedarfs zu beachtenden Wartefrist in die
Rechtslage des Mieters ein (VIII ZR 26/2003 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf eine
Gemeinde zur Verwirklichung von Ausgleichsmaßnahmen auf ein bereits
beschlossenes, aber noch nicht verwirklichtes Nutzungskonzept zurückgreifen (4
BN 37/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist Erfüllungsort für
Honorarforderungen von Rechtsanwälten der Sitz der Rechtsanwaltskanzlei (12 AR
5/2003 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist ein Anspruch
auf laufende Hilfe zum Lebensunterhalt auch von minderjährigen Kindern in
eigenem Namen geltend zu machen und ist eine Berichtigung des Rubrums und eine
Einbeziehung der Kinder im Beschwerdeverfahren nicht möglich, wenn nur der
Vater als Beschwerdeführer auftritt und ihm zur Vertretung seiner Kinder die
Zustimmung der getrennt lebenden Mutter fehlt (12 ME 283/2003 7. August 2003).
Karsten-Michael Ortloff ist unter Freistellung von der bisherigen
verwaltungsrichterlichen Tätigkeit Leiter für professionelle
Mediationsverfahren am Verwaltungsgericht Berlin.
Beck’sches Handbuch der AG, hg. v. Müller, Welf/Rödder; Thomas, 2004
Ehricke, Ulrich/Ekkenga, Jens/Oechsler, Jürgen, Wertpapiererwerbs- und
Übernahmegesetz, 2003
Lecheler, Helmut, Einführung in das Europarecht, 2. A. 2003
Rechtshandbuch Electronic Business, hg. v. Gounalakis, Georgios, 2003
2003-10-24 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs kann Doublemint (Wrigleys) wegen des beschreibenden
Charakters entgegen der Ansicht des Gerichts erster Instanz der Europäischen
Gemeinschaften nicht als Gemeinschaftsmarke eingetragen werden (C-191/2001 P).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen
Gemeinschaften darf Van den Bergh Foods wegen seiner marktbeherrschenden
Stellung in Irland die kostenlose Lieferung von Tiefkühltruhen an
Eiswiederverkäufer nicht von der ausschließlichen Lagerung seines Eises in den
Truhen abhängig machen (T-65/1998 23. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das gegen C
& A wegen ihrer Rabattaktion anlässlich der Einführung des Euro verhängte,
zusätzlichen Umsatz verursachende Bußgeld von 200000 Euro rechtmäßig (I ZB
45/2002 23. Okrober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist
Baden-Württemberg wegen rechtswidriger Telefonüberwachung nach fünfmaligem
Abbrennen eines Bauernhofs in Horben zu Schadensersatz wegen schwerwiegender
Verletzung des Persönlichkeitsrechts verpflichtet (III ZR 9/2003 23. Oktober
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein von einem
Strafgegangenen verletzter Untersuchungshäftling keine Ansprüche gegen den
Staat aus Amtspflichtverletzung wegen unzureichender Absperrung zwischen den
Hafttrakten (III ZR 354/2002 23. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann, wer einen
Kraftfahrzeugunfallschaden auf der Grundlage eines Sachverständigengutachtens
geltend macht, nur für die im Gutachten geschätzte Reparaturzeit
Mietwagenkosten beanspruchen, nicht für die tatsächlich entstandene Reparaturzeit
(VI ZR 361/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die prozessuale
Unterwerfungserklärung eines nicht vertretungsberechtigten Treuhänders für
einen Darlehensnehmer (grundsätzlich) unwirksam (IV ZR 398/2002 22. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen eine nach
Rücknahme des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung im
Beschwerdeverfahren ergangene Entscheidung über die Kosten die Rechtsbeschwerde
nicht statthaft (VIII ZB 40/2003 16. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein nach der
Zivilprozessordnung in ihrer bis zum 31. Dezember 2001 geltenden Fassung zu
erlassendes Berufungsurteil einen Tatbestand enthalten (XII ZR 303/2002 13.
August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine notarielle
Beurkundung ohne Verlesung von in Bezug genommenen notariellen Niederschriften
nur wirksam, wenn die Beteiligten erklärt haben, dass ihnen der Inhalt der Niederschriften
bekannt ist und sie auf das Verlesen verzichtet haben (V ZR 431/2002 18. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kommt trotz Bedenken
gegen die Verfassungsmäßigkeit des § 19 ErbStG eine Aussetzung darauf gegründeter
Steuerbescheide nicht in Betracht (II B 20/2003 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Nürnberg handelt grob fahrlässig, wer
seine EC-Karte tagsüber in einem mit einem Schlafsack zugedeckten Rucksack in
einem unbewachten Personenkraftwagen lässt (31 C 9097/2001 30. Januar 2002).
Manfred Stremplat scheidet zum 31. Oktober 2003 als Präsident des
Finanzgerichts Hessen aus.
Die Fraktion der Freien Demokratischen Partei im Landtag Nordrhein-Westfalens
trennt sich von Landesgeschäftsführer Kuhl vor dem Landesarbeitsgericht in
gegenseitigem Einvernehmen.
Algerien, Benin, Brasilien, Philippinen und Rumänien werden zu nichtständigen
Mitgliedern des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gewählt.
Die Geberkonferenz für den Wiederaufbau des Irak erbringt Zusagen in Höhe von
35 Milliarden Dollar (Vereinigte Staaten von Amerika 20 Milliarden Dollar).
Australien schenkt 50000 auf einer Irrfahrt befindliche Schafe an Eritrea und
zusätzlich 700000 Dollar für sachgerechte Schlachtung.
Das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas wird vorläufig nicht weitergebaut,
weil die ein Schutzmittel gegen Graffitibeschmierung liefernde Degussa im
Dritten Reich mittelbar Giftgas Zyklon herstellte.
2003-10-23 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs ist die Spielfilme (aus angeblichen Reihen vor 1994
viermal) durchbrechende Werbezeit eines Fernsehsenders (z. B. RTL) zu begrenzen
und kann deshalb ein Bußgeld (von z. B. 10 Millionen Euro) für einen Verstoß
rechtmäßig sein (C-245/2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist ein Markenrecht
bereits verletzt, wenn die Verbraucher das Zeichen des Wettbewerbers gedanklich
mit einer bekannten Marke verknüpfen, doch kann Adidas nicht verbieten, dass
Wettbewerber (z. B. Fitnessworld Trading Ltd.) Sportkleidung mit zwei
parallelen Streifen vertreiben, weil der Markenschutz nur ähnliche, reine
Verzierungen nicht erfasst (C-408/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Anspruch
auf Zahlung aus einem Energieliefervertrag grundsätzlich am Ort der
Energieabnahme als dem Erfüllungsort einklagbar (VIII ZR 321/2002 17. September
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfordert die
Prüfung der Rechtmäßigkeit eines Schwangerschaftsabbruchs wegen medizinischer
Indikation nach § 218a II StGB regelmäßig ein Sachverständigengutachten (VI ZR
203/2002 15. Juli 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind
Globalanmeldungen von Wiedergutmachungsansprüchen jüdischer Geschädigter (z. B.
durch die Jewish Claims Conference) nur wirksam, wenn das beanspruchte
Grundstück und der frühere jüdische Eigentümer (z. B. durch eingereichte
Adressbücher und andere Akten) konkretisierbar bzw. individualisierbar sind (7
C 62/2002, 7 C 8/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands müssen
Telekommunikationsunternehmen (z. B. Vodafone D2) keine Daten der Nutzer ihrer
Prepaid-Angebote erheben (6 C 23/2003 22. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Grundstückseigentümer die Kosten einer Felssicherung grundsätzlich im Rahmen
der Verhältnismäßigkeit selbst tragen (12 A 10423/2003 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg ist Diabetes bei Zuverfügungstellung
eines Insulinvorrats kein Hindernis für eine Abschiebung (z. B. nach Algerien)
(11 B 3755/2003).
Der Bund muss in Deutschland 2003 voraussichtlich 43,4 Milliarden Euro
Neuverschuldung tätigen.
Die Allianz AG (Versicherung) verkauft 40 Prozent der Beiersdorf AG (Nivea,
Hansaplast) an Tchibo (Kaffee) für 4,4 Milliarden Euro.
Der Nationalrat Österreichs beschließt eine Änderung des Asylrechts.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts in L’Aquila/Italien kann der
Präsident der Muslimischen Union Italiens verlangen, dass die Kruzifixe in den
Klassenzimmern seiner Kinder entfernt werden.
Fritz Reichert-Facilides 24. Oktober 1929-23. Oktober 2003.
2003-10-22 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss sich ein wegen Dienstunfähigkeit
Versorgungsbezüge erhaltender Ruhestandsbeamter sein weiterhin erzieltes
Einkommen auf seine Versorgungsbezüge anrechnen lassen (3 AZR 83/2003 21.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein Referendar
(z. B. für das Lehramt) nur ausnahmsweise wegen fachlicher und pädagogischen
Leistungsdefizite außerordentlich gekündigt werden, weil dadurch erheblich in
seine Berufsfreiheit eingegriffen wird (2 AZR 232/2002 6. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf ein Finanzamt im
Gewerbeuntersagungsverfahren auch nicht rechtskräftig festgestellte
Steuerschulden mitteilen (VII R 39, 43/2002 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann eine ehemalige
Studentin Joseph Beuys’ nicht ihre Nennung als Miturheberin wichtiger
Kunstwerke Joseph Beuys’ verlangen (21. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf verletzt ein
Standesbeamter seine Amtspflicht, wenn er nicht bei dringender Todesgefahr eine
unverzügliche Eheschließung an einem Sterbebett ausführt(I-18 U 33/2003 15.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße darf
ein in Deutschland geborener und aufgewachsener Türke zur Bekämpfung der
Drogenkriminalität aus Deutschland ausgewiesen werden (8 K 1203/2003 26.
September 2003).
Nach einer auf ein vom Parlament Floridas binnen einer Stunde geschaffenes
Gesetz gestützten Anordnung des Gouverneurs wird die seit 13 Jahren im Wachkoma
liegende Terri Schiavo entgegen einer gerichtlichen, vom Ehemann erwirkten
Entscheidung wieder künstlich ernährt.
Der Wert des Euro liegt zeitweise wieder bei 1,18 Dollar.
Toll Collect garantiert den Beginn des Lastwagenmautsystems auf Deutschlands Autobahnen
zum 1. August 2004.
Die Ferienfluggesellschaft Aero Lloyd fliegt auf Grund eines Kredits von 5
Millionen Euro wieder mit zwei Flugzeugen.
Möglicherweise haben sich zahlreiche Leichtathleten (z. B. Dwain Chambers) mit
einem bis jetzt nicht nachweisbaren Dopingmittel (THG) gedopt.
Claus Hipp 65.
2003-10-21 Nach Entscheidungen des
Europäischen Gerichtshofs ist das Verlangen einer Arbeitserlaubnis Deutschlands
für türkische Fahrer von in Deutschland für türkische Unternehmen zugelassenen
Kraftfahrzeugen auf der Route Deutschland-Türkei eine Behinderung des
Dienstleistungsverkehrs, die darauf geprüft werden muss, ob sie den
Dienstleistungsverkehr nach dem Inkrafttreten des Zusatzprotokolles zum
Assoziierungsabkommen zwischen der Türkei und der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft stärker behindert als vor dem Inkrafttreten
(C-317/2001, C-369/2001).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen
Gemeinschaften müssen General Motors und Opel Nederland wegen Behinderung des
Wettbewerbs 35,5 Millionen Euro Geldbuße leisten (T-368/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands unterliegt eine
durch streitiges rechtskräftiges Urteil zu Gunsten eines Arbeitnehmers
erwirkte, die Betriebsrente zu einem mehr als zwei Jahre vor dem Sicherungsfall
liegenden Zeitpunkt erhöhende Betriebsrentenanpassung nicht der
Missbrauchsvermutung des § 7 V 2 Betriebsrentenanpassungsgesetz (3 AZR 120/2002
18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Brandenburg darf eine
Fraktion (z. B. PDS) einen Abgeordneten (z. B. Esther Schröder) ausschließen
(16. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Hamburg sind die
Online-Roulette zulassenden Normen der Verordnung über die Spielordnung für die
öffentliche Spielbank in Hamburg nichtig, weil das Spielbankgesetz persönliche
Anwesenheit der Spieler in der Spielbank voraussetzt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg verletzt der Ausschluss
von Minderheitsaktionären nicht die Eigentumsgarantie des Grundgesetzes
Deutschlands (11 U 45/2003 8. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg muss der Betreiber
eines Reiterhofs nicht den Schaden eines dreizehnjährigen Mädchens ersetzen,
den dieses bei unbeaufsichtigtem Reiten infolge eines Sturzes erleidet (15 U
47/2003 2. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist der Verkauf von
Kopierschutz umgehenden Vorrichtungen rechtswidrig.
Nach Entscheidungen des Landgerichts München I muss eine Lebensversicherung die
Versicherungssumme bei Verschweigen eines dreimonatigen Aufenthalts in einer
psychiatrischen Einrichtung in einem Lebensversicherungsantrag nicht auszahlen
(25 O 6668/2003, 25 O 6667/2003).
Der Deutsche Bundestag hat das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Europäischen
Union und der Schweiz vom 1. Juni 2002 umgesetzt.
Der Rat der europäischen Gemeinschaft einigt sich auf eine Richtlinie zum
Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer vor elektromagnetischen
Feldern und Wellen.
Die Europäische Kommission leitet ein Vertragsverletzungsverfahren gegen
Deutschland wegen Behinderung des Handels durch das Dosenpfand ein.
Horst Herold 80.
2003-10-20 Nach einer Entscheidung des
Landesarbeitsgerichts Köln müssen bei einem durch dreiseitiges Rechtsgeschäft
bewirkten Arbeitgeberwechsel auch die Tätigkeitszeiten bei dem bisherigen
Arbeitgeber bei der für eine betriebliche Altersversorgung des neuen
Arbeitgebers notwendigen Mindestbetriebszugehörigkeit berücksichtigt werden (6
Sa 82/2003 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln ist die Zulässigkeit
einer Betriebsratswahl in unselbständigen Teilbetrieben an Hand der Umstände
des Einzelfalls zu beurteilen (7 TaBV 69/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Baden-Baden darf die
Bundesvereinigung der Apothekerverbände bis zum Ende des Jahres 2003 einen
Bestellservice mit Hauszustellung (www.aponet.de)
nicht betreiben (2 O 414/2003).
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist ein Jagdpächter
zur Mitwirkung an einer Notimpfung von Wildschweinen gegen Schweinepest
verpflichtet (1 L 2792/2003 16. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz darf für Insolvenzrecht
eine Erlaubnis zur Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten nicht erteilt werden
(4 K 233/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart können Kampfhunde
auch nach Ablegung einer Verhaltensprüfung erhöht besteuert werden (11 K
3456/2002 15. September 2003).
Nach einer Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
muss Josef Ackermann während des gegen ihn laufenden Strafverfahrens seine
Tätigkeit als Vorstandssprecher der Deutschen Bank nicht ruhen lassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs dürfen Suchworte
bei Google, die gleichzeitig Markennamen sind (sog. Adwords), nicht mehr auf
Links von Wettbewerbern verweisen, die diese Markennamen in ihre Werbung
einfügen.
Der ehemalige Finanzchef der Kirch Media AG ist gegen eine Bankbürgschaft von
100000 Euro aus der Untersuchungshaft entlassen.
Deutschland und die Slowakische Republik ratifizieren ein ab 1. Dezember 2003
in Kraft tretendes Abkommen über soziale Sicherheit.
Bayern erlässt eine Haushaltssperre.
Hubert Gorbach folgt Herbert Haupt als Vizekanzler Österreichs.
Bei einer Volksabstimmung in Rumänien befürworten 90 Prozent der Abstimmenden
eine neue Verfassung.
Kenia suspendiert 23 höhere Richter wegen Korruptionsverdachts vom Dienst.
2003-10-19 Bei den Parlamentswahlen in der
Schweiz erreichen die Schweizerische Volkspartei SVP 27,2 Prozent (56 statt 44
Abgeordnete), die Sozialdemokratische Partei 23,3 Prozent, die
Freisinnig-Demokratische Partei 16,8 Prozent, die Christlichdemokratische Volkspartei
14,3 Prozent und die Partei die Grünen 7,8 Prozent der Stimmen.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
verletzt die Verwendung von Unterlagen der Gauck-Behörde Deutschlands bei der
Entlassung einer Kindergärtnerin nicht Menschenrechte in rechtswidriger Weise
(41111/1998 22. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist in den
Mitgliedstaaten der Europäischen Union (z. B. Deutschland) eine Gebühr für den
reinen Marktzugang bei Bodenabfertigungsdiensten (z. B. in Hannover gegenüber
Lufthansa) europarechtswidrig (C-363/2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann die Rücknahme einer
Genehmigung für das Inverkehrbringen von Humanarzneimitteln nicht auf Art. 15a
Richtlinie 1975/319/EWG in der Fassung der Richtlinie 1993/39/EWG gestützt
werden, falls die zurückgenommene Genehmigung nur eine Änderung bestimmter
Teile der ursprünglichen Genehmigung für das Inverkehrbringen anordnete
(C-39/2003 P).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt die
Aussetzung eines Rechtsstreits gegen mehrere Beklagte wegen eines anderweitig
anhängigen selbständigen Beweisverfahrens jedenfalls dann nicht in Betracht,
wenn das Ergebnis des selbständigen Beweisverfahrens deshalb nicht verwertbar
ist, weil nicht alle Beklagten an diesem Verfahren beteiligt sind (VII ZB
32/2002 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind einstweilige
Anordnungen im Unterbringungsverfahren im Amtshaftungsprozess nur daraufhin zu
überprüfen, ob sie vertretbar sind (III ZR 326/2002 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Unterzeichnung des Berufungsgerichtsurteils durch einen nicht an der mündlichen
Verhandlung und der Urteilsfällung beteiligten Richter kein
Revisionszulassungsgrund, weil die falsche Unterschrift nach § 319 ZPO
nachträglich durch die richtige ersetzt werden kann (VI ZR 309/2002 24. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Preisbindungsbestimmungen
in einem Kommissionsvertrag grundsätzlich unbedenklich (I ZR 225/2000 20. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt eine
Abrede, mit der sich ein Erdgaslieferant verpflichtet, im Versorgungsgebiet des
Abnehmers keine Dritten mit Erdgas zu beliefern, das Kartellverbot des § 1 GWB
(KVR 24/2001 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf verwirkt der eine
Mietminderung widerspruchslos längere Zeit hinnehmende Vermieter sein Recht auf
die volle Miete (10 U 18/2002 30. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe täuscht eine Straftat
vor, wer wider besseres Wissen behauptet, was in seiner Person die objektiven
und subjektiven Voraussetzungen des betreffenden Delikts begründet (1 Ss
161/2002 17. April 2003).
Unter dem Münsterplatz in Konstanz werden Reste eines römischen Kastells aus
dem 4. Jahrhundert entdeckt.
2003-10-18 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Betäubungsmittelhändler keinen Anspruch
auf Rückgabe freiwillig überlassener Drogen und keinen Anspruch auf Geldersatz,
so dass er bei Durchsetzung der Bezahlung mit Nötigungsmitteln wegen Erpressung
strafbar ist (3 StR 137/2003 7. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Blockabstimmung bedenkenfrei, wenn durch Ablehnung des Abstimmungsblocks eine
Einzelabstimmung herbeigeführt werden kann und kein anwesender
Abstimmungsberechtigter der Blockabstimmung widerspricht (II ZR 109/2002 21.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt der
Gläubigerbenachteiligungsvorsatz nach § 133 I 1 InsO kein unlauteres
Zusammenwirken von Gläubiger und Schuldner voraus (IX ZR 272/2002 17. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet bei
Nichtausreichen der Haftpflichtversicherungssumme zur Befriedigung mehrerer
Betroffener und Berufen des Geschädigten auf sein Befriedigungsvorrecht
zunächst eine anteilige Kürzung aller Forderungen statt und erhält dann der
Geschädigte einen Anteil von den Ansprüchen seiner Rechtsnachfolger in der
Höhe, in der sie erforderlich ist, um seinen Ausfall infolge der Kürzung
auszugleichen (VI ZA 9/2003 8. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt eine
wettbewerbsrechtliche Haftung eines Dritten bei Verstößen gegen Verbotsnormen,
denen er selbst nicht unterworfen ist, jedenfalls dann nicht ein, wenn ihm die
erforderliche Prüfung des Verhaltens desjenigen, der die rechtswidrige
Beeinträchtigung unmittelbar vorgenommen hat, nicht zuzumuten ist (I ZR
292/2000 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann bei
mehreren Rechtswegen gegen Lärmimmissionen nicht ausgeschlossen werden, dass
die jeweils angerufenen Gerichte die Zumutbarkeitsgrenzen für den Lärm
unterschiedlich bestimmen (4 B 55/2003 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann der Mutter eines
nichtehelichen Kindes bei grober Unbilligkeit nicht die vorrangige Verwertung
ihres Vermögens zugemutet werden (18 UF 418/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind die Reisekosten
einer Partei zur Teilnahme an einer mündlichen Verhandlung regelmäßig zu
erstatten (11 W 1732/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart verletzt ein
Jugendhilfeträger seine Amtspflicht, wenn er trotz eines Zuständigkeitswechsels
die Übernahme einer Hilfeleistung ablehnt (4 U 42/2003 23. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen darf ein als
Mitglied eines Organs einer Körperschaft öffentlichen Rechts tätig gewordener
Rechtsanwalt die Körperschaft in derselben Rechtssache nicht als
prozessbevollmächtigter Rechtsanwalt vertreten (2 E 98/2002 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bielefeld steht einem ehemaligen
Steuerberater einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deren Löschung
im Handelsregister kein Zeugnisverweigerungsrecht mehr zu (20 T 19/2003 20. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Duisburg mindert sich der Preis einer
all-inclusive-Reise in die Karibik bei katalogwidrigem Fehlen von Lobstern im
Speiseangebot um 2 Prozent und bei zusätzlichen Gebühren für Windsurfen
ebenfalls um 2 Prozent (12 S 27/2003 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf kann ein Türkeireisepreis
um 20 Prozent gemindert werden, wenn der Reisende an einem anderen Ort
untergebracht wird und statt eines Sandstrandes nur eine Badeplattform auf
Klippen vorhanden ist (37 C 156/2002 26. Mai 2003).
Schwab, Karl Heinz/Prütting, Hanns, Sachenrecht, 31. A. 2003
Schlüter, Wilfried, Erbrecht, 9. A. 2003 (Prüfe dein Wissen)
Burandt, Wolfgang/Franke, Susanne, Unternehmertestament, 2003
Dreier, Thomas/Schulze, Gernot, Urheberrechtsgesetz, 2003
Streinz, Rudolf, EUV/EGV, 2003
Liebscher,
Christoph/Flohr, Eckhard/Petsche, Alexander, Handbuch der
EU-Gruppenfreistellungsverordnungen, 2003
2003-10-17 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs kann eine mitgliedstaatliche Ausnahmeregelung (z. B.
Frankreichs) von ganzjährigen Schonzeiten der europäischen Richtlinie zum
Schutz wild lebender Vogelarten europarechtsgemäß sein (C-182/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Verbot des Kalifatstaats Metin Kaplans nicht verfassungswidrig (1 BvR
536/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
italienisches, italienische Arbeitnehmer für eine deutsche Zweigniederlassung
anwerbendes Unternehmen dann keine Beiträge an die Sozialkassen der
Zusatzversorgungskasse für das Baugewerbe zahlen, wenn engere Beziehungen zu
Italien als zu Deutschland bestehen(10 AZR 593/2002 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Brandenburg ist die
geplante Auflösung fünfzehner amtsangehöriger Gemeinden des Amtes Neuhausen
/Spree verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster dürfen nach 17 Uhr
angenommene, vor 12 Uhr des nächsten Tages zugestellte Briefe mit einem Gewicht
bis zu 20 Gramm von privaten Kurierexpressdiensten befördert werden (13 A
711/2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz ist die Kürzung des
Vorwegabzugs bei mehreren Arbeitsverhältnissen nur bezüglich des Arbeitsverhältnisses
vorzunehmen, aus dem Zukunftssicherungsleistungen erbracht worden sind (2 K
1492/2003 26. August 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist ein
Aidskranker wegen Infizierung seiner Geliebten verurteilt.
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Ersetzung der Gewerbesteuer durch
eine Gemeindewirtschaftssteuer, die Arbeitsmarktgesetze und das Vorziehen der
Steuerreform.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bad Homburg ist Gerhard Walter
vorläufiger Insolvenzverwalter Aero Lloyds.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Berlin sind Vorermittlungen
gegen Helmut Kohl wegen des Verdachts uneidlicher Falschaussage eingestellt,
weil Helmut Kohl zu einem Beratervertrag mit Leo Kirch nicht befragt worden
war.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Stuttgart sind
Ermittlungsverfahren gegen Gerhard Mayer-Vorfelder und andere wegen
Unregelmäßigkeiten bei dem Verein VfB Stuttgart aus Mangel an Beweisen
eingestellt, ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung nach Zahlung einer
Geldbuße von 10000 Euro.
2003-10-16 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das nicht für einen angemessenen
Lebensunterhalt benötigte Arbeitslosengeld für den Unterhalt von Eltern
heranziehbar (XII ZR 122/2000 15. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet der für
einen nichtrechtsfähigen Verein Handelnde Vereinsmitgliedern nur ausnahmsweise
persönlich (II ZR 153/2002 30. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bestimmt sich die
Reichweite eines in allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbarten Ausschlusses
von Versicherungsschutz nach dem erkennbaren Zweck der Ausschlussklausel (IV ZR
32/2003 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Tarifvertrag (z. B. über Weihnachtsgeld) auch vier Jahre nach der Kündigung
noch gelten, wenn bis dahin keine andere Abmachung vereinbart wurde (4 AZR
573/2002 15. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird die
unternehmerische Aufgabenstellung durch Teilzeitarbeit eines Arbeitnehmers
nicht wesentlich beeinträchtigt, wenn eine geeignete Ersatzkraft eingestellt
werden kann (9 AZR 636/2002 14. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Arbeitgeber die einem unterdurchschnittlichen Arbeitszeugnis zugrunde liegenden
Tatsachen beweisen, der Arbeitnehmer die für ein gewünschtes
überdurchschnittliches Arbeitszeugnis erforderlichen Tatsachen (9 AZR 12/2003
14. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts Brandenburg war die
Ablehnung des Antrags zweier Abgeordneter auf Vorlage der Beschluss- und
Tischvorlagen zu Sitzungen von Leitungsgremien der LEG durch die
Untersuchungsausschussmehrheit rechtswidrig (VfGBbg 95/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss ein Gewerberaummieter
Betriebskostennachzahlungen leisten, wenn bei Mietvertragsschluss die
Betriebskostenvorauszahlungen (ohne Betrugsabsicht) zu niedrig festgesetzt
worden waren (30 U 44/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haftet ein Bauherr auch
ohne Verschulden für bei Bauarbeiten im Gebäude des Nachbarn auftretende Risse
(5 U 18/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf Nadja Abd el
Farrag in Ungelogen nicht behaupten, Gerd Graf Bernadotte habe sie über 3000
Euro Vorschusszahlung für einen Auftritt in einem Oldenburger Autohaus im
Unklaren gehalten.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg werden Moslems an der
Elfenbeinküste nicht grundsätzlich verfolgt (7A 3898/2001 29. September 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Berlins ist ein Verfahren
gegen einen Hundehalter eingestellt, der dem Hund beigebracht hat, auf den
Befehl Adolf sitz, mach den Gruß die rechte Pfote zu heben.
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
müssen Kranken aus medizinischen Gründen zum Gebrauch von Marihuana ratende
Ärzte keinen Entzug ihrer Zulassung befürchten.
Aero Lloyd teilt Insolvenz mit und stellt den Flugbetrieb ein.
Jägermeister zahlt ThüSa 25000 Euro für die Aufgabe der Kräuterlikörmarke
Waldmeister.
Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
ernennen Claude Trichet zum Präsidenten der Europäischen Zentralbank.
Der Treuhänder hat alle Anteile Gerhard Schmids an Mobilcom verkauft.
Apple will seinen kostenpflichtigen Onlinemusikdienst Musicstore für das
Betriebssystem Windows öffnen.
2003-10-15 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde wegen Verletzung der Religionsfreiheit durch Tischgebete
in einem kommunalen Kindergarten wegen fehlender vorheriger Erschöpfung des
Verwaltungsrechtswegs unzulässig (1 BvR 1522/2003 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
ungebrauchtes Kraftfahrzeug kein Neuwagen mehr, wenn zwischen Herstellung und
Kaufvertragsabschluss mehr als 12 Monate vergangen sind oder infolge der
Standzeit Mängel entstanden sind.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt das für
eine Feststellung einer Schadensersatzverpflichtung notwendige
Feststellungsinteresse auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes und des
Urheberrechts nicht allein deshalb, weil der Kläger im Weg der Stufenklage auf
Leistung klagen könnte (I ZR 277/2000 15. Mai 2003).
Nach einer Hauptsacheentscheidung des Landgerichts München I bleibt Maxim
Billers Roman Esra wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte der ehemaligen
Freundin Billers und ihrer türkischen Mutter verboten (9 O 11360/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg ist das bei
bestimmten Beschlüssen in Niedersachsen zu gewährende Anhörungsrecht des
Ortsvorstehers gewährt, wenn der Ortsvorsteher einmal schriftlich ausdrücklich
auf das Anhörungsrecht hingewiesen und ihm sachlich und zeitlich ausreichend
Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden ist (2 B 170/2003 21. August
2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Amtsgerichts ist Haftbefehl gegen den
ehemaligen Finanzvorstand der Kirch Media wegen des Verdachts der Untreue
erlassen.
Markus Söder wird Generalsekretär der Christlich Sozialen Union.
Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Baugewerbes Deutschlands einigen sich auf eine
zweijährige Lohnerhöhungspause für Mindestlöhne.
Banken sollen künftig nur für unerwartete Kreditausfälle Eigenkapital
zurücklegen müssen.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt eine Stärkung der Rechte der
leiblichen Väter.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Spaniens werden Ermittlungen
gegen Silvio Berlusconi wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung derzeit
nicht fortgesetzt.
Die Vereinigten Staaten von Amerika verhindern im Sicherheitsrat der Vereinten
Nationen eine Verurteilung Israels wegen des Grenzzauns gegen die
Palästinenser.
2003-10-14 Nach Entscheidungen des
Europäischen Gerichtshofs können Unternehmen Schadensersatz wegen Schäden aus
Vertragsverletzungen der Europäischen Union gegenüber der
Welthandelsorganisation erhalten (C-93/2002 P 30. September 2003, C-94/2002 P
30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen
Gemeinschaften ist eine Beschwerde nach Art. 59 der Verordnung 40/94 nur
zulässig, wenn die Beschwerdebegründung binnen vierer Monate nach Zustellung
des Bescheids dem zuständigen Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt zugeht
(T-71/2002 17. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtshofs Deutschlands darf
eine Zahnarzt-GmbH in Publikumszeitschriften für ihre Leistungen in einer
Klinik werben (1 BvR 1608/2002 26. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Bürgschaft
eines Arbeitnehmers für eine Bankschuld seines Arbeitgebers wegen finanzieller
Überforderung sittenwidrig und damit nichtig sein (XI ZR 121/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Gefährdung
wesentlicher Belange der Insolvenzmasse eine Anordnung einer Postsperre in
einem Insolvenzverfahren rechtmäßig (IX ZB 65/2003 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein in
Rechtsinstrumenten enthaltene Deutsche Mark-Beträge in Euro angebender, nach
dem 31. Dezember 2001 gestellter Pfändungsantrag (hinsichtlich der
Währungsangabe) rechtmäßig (IXa ZB 119/2003 27. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Psychotherapeuten keine Ärzte in tarifrechtlichem Sinn (8 AZR 288/2002 12. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands erwirbt bei
Beantragung einer Adoption vor Vollendung des 18. Lebensjahres des zu
Adoptierenden der bei Adoption volljährige zu Adoptierende die
Staatsangehörigkeit Deutschlands mit der Adoption (1 C 20/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist Erstjahr gemäß §
5 Eigenheimzulagengesetz das Jahr des achtjährigen Förderzeitraums, in dem
unter Einbeziehung des Vorjahres erstmals der Gesamtbetrag der Einkünfte den
maßgebenden Grenzbetrag nicht überschreitet (III R 55/2000 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine
Werbung mit älteren Testergebnissen der Stiftung Warentest nicht in jedem Fall
rechtswidrig (6 U 174/2002 4. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen sind Klagen auf
Verringerung des Flugbetriebs des Flughafens Frankfurt am Main wegen Lärms
abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist ein
Bürgerbegehren auf Verringerung der Zahl der Mitglieder eines Magistrats zulässig
(8 TG 2479/2003 20. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist eine
Arbeitsfreistellung von Betriebsratsmitgliedern für eine
Fortbildungsveranstaltung zu Arbeitskämpfen nur erforderlich, wenn eine gewisse
Wahrscheinlichkeit dafür spricht, dass der Betriebsrat mit Fragen eines
Arbeitskampfs konfrontiert wird (11 Sa 281/2003 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm ist eine
Arbeitsfreistellung von Betriebsratsmitgliedern für eine Fortbildungsveranstaltung
zu Arbeitskämpfen nur erforderlich, wenn abzusehen ist, dass der Betrieb vom
bevorstehenden Arbeitskampf betroffen sein wird (10 Sa 141/2003 11. August
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist die Bezeichnung Bavaria
Holland Beer für ein Bier aus den Niederlanden rechtswidrig (7 O 16532/2001 2.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein Beamter die
seinem Dienstherrn bei der Aufklärung eines Dienstvergehens notwendig
entstehenden Detektivkosten ersetzen (6 K 405/2003 16. September 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts muss The Sun Nicole Kidman
wegen eines unwahren Berichts über eine Beziehung zu Jude Law Schadensersatz
zahlen.
Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichnen einen
Staatsvertrag über gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen.
Crop Science (Bayer) und Monsanto beenden Patentstreitigkeiten durch
Querlizenzierungen.
Beate Merk folgt Manfred Weiß als Justizministerin in Bayern.
2003-10-13 Nach einer Entscheidung des
Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein Arbeitsamt einem Erstattungsanspruch
wegen zu Unrecht entrichteter Beiträge die Einrede der Verjährung
entgegenhalten (B 12 AL 1/2002 R 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der von seinem
Ehegatten erwerbende Käufer eines Grundstücks keine Eigenheimzulage
beanspruchen (XR 49/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine
Schwangere wegen der Ansteckungsgefahr mit Mumps nicht in einem Kindergarten
als Erzieherin arbeiten (12 A 10856/2003 11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum ist die Veröffentlichung eines
Bildes eines Zivilpolizisten im Internet mit der Bezeichnung Schlapphut rechtswidrig
(8 O 374/2003 9. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg haftet ein nur vermittelnder
Anlageberater grundsätzlich nicht selbst für eine mögliche falsche Beratung (11
O 950/2002 22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main müssen auch im
Ausland ansässige, in Deutschland wirkende Unternehmen ein vollständiges
Webimpressum führen.
Nach Entscheidungen des Landgerichts Münster kann ein Anleger wegen
unzureichender Beratung von einem Anlegevertrag (z. B. über
Argentinienanleihen) zurücktreten (14 O 17/2003 1. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist das einfache Ausspähen
einer Geheimnummer an einem Geldautomaten ohne weiteres möglich (7 S 641/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück besteht bei Schenkung von
Sparkassenbüchern für jahrelange Pflege ein Pflichtteilergänzungsanspruch (10 O
1166/2002 28. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg darf eine 10,8
Quadratmeter große Werbetafel nicht an einer Hauswand angebracht werden, auf
der bereits vier Werbetafeln angebracht sind (4 A 155/2002 18. September 2003).
Die Regierung Deutschlands will Lebensversichern die Möglichkeit einräumen, auf
das Halbeinkünfteverfahren zu verzichten, um Verluste vollständig mit Gewinnen
verrechnen zu können.
Nach einer Entscheidung des International Centre for Settlement of Investment
Disputes in Washington hat die Fraport AG einen Anspruch auf Einleitung eines
Schiedsverfahrens gegen die Regierung der Philippinen wegen Scheiterns des
Flughafenprojekts von Manila im Wert von 425 Millionen Dollar.
Das Haushaltsjahr der Vereinigten Staaten von Amerika endet mit einem Defizit
von 374 Milliarden Dollar.
Werner Thieme 80.
Ivo Appel wechselt von Freiburg im Breisgau nach Augsburg.
Holger Fleischer wechselt von Göttingen nach Bonn.
Wolfgang Hau wechselt von Trier nach Passau.
Rudolf Streinz wechselt von Bayreuth nach München.
Rüdger Veil wechselt von Berlin an die Bucerius Law School Hamburg.
Christian Waldhoff wechselt von München nach Bonn.
Stefan Koos wird in Konstanz für bürgerliches Recht, Gesellschaftsrecht,
Wettbewerbsrecht, Kartellrecht und internationales Privatrecht habilitiert.
Bernd Mertens wird in Tübingen für bürgerliches Recht, deutsche Rechtsgeschichte
und europäische Rechtsgeschichte habilitiert.
Randolf Schnorr wird in Bonn für bürgerliches Recht, Gesellschaftsrecht,
Handelsrecht und Steuerrecht habilitiert.
2003-10-12 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands überschreiten
Fachgerichte ihren Entscheidungsspielraum, wenn sie eine Beweisaufnahme unter
dem Gesichtspunkt des unzulässigen Ausforschungsbeweises ablehnen, obwohl
tatsächliche Anhaltspunkte für die aufgestellte Behauptung vorliegen, und
Prozesskostenhilfe sodann wegen fehlender Erfolgsaussicht verweigern (1 BvR
1998/2002 14. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Rechtsanwalt darauf hinwirken, dass bis zur Entscheidung über die Einlegung
eines Rechtsmittels keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden (IX ZR 5/2000
10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands schließt § 17a IV
GVG es auch bei einem schwerwiegenden Rechtsfehler grundsätzlich aus, die
Bindungswirkung der Verweisung des Rechtsstreits an das Gericht eines anderen
Rechtswegs zu durchbrechen (X ARZ 138/2003 (8. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haften Unternehmer,
deren fehlerhafte Leistungen bei unterschiedlichen Gewerken zu nur einheitlich
beseitigbaren Mängeln geführt haben, als Gesamtschuldner (VII ZR 126/2002 26.
Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einem
selbst auf der Betriebsstätte tätigen Gesellschafter einer Gesellschaft des
bürgerlichen Rechts eine Inanspruchnahme der Gesellschaft durch den
Geschädigten nach den Grundsätzen des gestörten Gesamtschuldverhältnisses
ausgeschlossen sein (VI ZR 434/2001 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Parallelimporteur eines Arzneimittels wettbewerbsrechtlich nicht verpflichtet,
die ursprüngliche Herstellerangabe zu entfernen (I ZR 124/2000 12. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist für eine
Festsetzungsfrist für die Schenkungsteuer die Kenntnis der organisatorisch zur
Verwaltung der Schenkungstuer berufenen Dienststelle des zuständigen Finanzamts
maßgeblich (II R 22/2001 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg führt eine
Wiedereinsetzung in eine Berufungseinlegungsfrist nicht die Wiedereinsetzung in
die Berufungsbegründungsfrist herbei (9 UF 120/2002 23. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle sind Reisekosten einer
Partei zur Teilnahme an einer mündlichen Verhandlung grundsätzlich
erstattungsfähig (8 W 2371/2003 8. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel haben in einem
Verfassungsschutzbericht erwähnte Personen, Gruppen oder Parteien keinen
Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs (11 TG 1982/2002 24. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim können
Tagebuchaufzeichnungen eines Dritten über den Cannabisverbrauch eines in einem
Fahrerlaubnisverfahren Beteiligten von der Fahrerlaubniserteilungsbehörde bei
der Entscheidung über die Beibringung eines ärztlichen Gutachtens verwertet
werden (10 S 430/2003 16. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln kann ein Miterbe durch formfreien
Vertrag seine Mitgliedschaftsrechte an einer Erbengemeinschaft mit der Folge
der Anwachsung und der Entbehrlichkeit einer notariellen Beurkundung aufgeben
(11 T 63/2003 7. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam ist die Tätigkeit eines
Rechtsanwalts als Verfahrensbevollmächtigter in einem DNA-Identitätsfeststellungsverfahren
als Einzeltätigkeit nach § 91 Nr. 1 BRAGO abzugelten (24 Qs 174/2002 8. Juli
2003).
2003-10-11 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf der Antrag
auf Prozesskostenhilfe für das Berufungsverfahren vor dem
Oberverwaltungsgericht nicht mit der Begründung abgelehnt werden, dass die
Berufung aus den Gründen des Urteils vom heutigen Tag keine hinreichende
Aussicht auf Erfolg bietet, und besteht bei Zulassung einer Berufung und
Anraten des persönlichen Erscheinens zwecks ausführlicher Befragung
hinreichende Aussicht auf Erfolg (1 BvR 1152/2002 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands stellt der
Zahlungsanspruch des Anfechtungsgläubigers in der Insolvenz des Anfechtungsgegners
nur eine Insolvenzforderung dar, wenn dieser im Zeitpunkt der
Insolvenzeröffnung über sein Vermögen nur Wertersatz schuldete und eine
Gegenleistung für den anfechtbar erlangten Gegenstand selbst nicht
unterscheidbar in seinem Vermögen vorhanden ist (IX ZR 228/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist die Bewilligung
einer Weiterbildungsmaßnahme nur ein Indiz dafür, dass der Unterhaltspflichtige
vom Arbeitsamt nicht zu vermitteln ist bzw. die Umschulung arbeitsmarktpolitisch
und individuell sinnvoll ist und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten als die
bisherige Ausbildung bieten wird, ohne dass damit bereits entschieden ist, dass
ein den Mindestunterhalt deckender Verdienst nicht zu erwarten ist (9 UF 111/2003
23. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg sind Aktivposten
einer Schlussrechnung über Bauleistungen keine selbstständig abtretbaren
Forderungen (13 U 47/2003 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist bei einem
Anerkenntnisurteil nach gegensätzlichen Kostenanträgen die Kostenentscheidung
vom Gericht zu begründen (10 WF 100/2002 23. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann ein Erbverzicht oder
ein Pflichtteilsverzicht nach dem Erbfall nicht mehr angefochten werden (6 W
63/2002 8. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann der Kreditnehmer
bei einem Kreditvertrag zur Finanzierung eines Kaufvertrags dem Kreditgeber
keine aus Nebenabreden neben dem Kaufvertrag erwachsenden Einwendungen
entgegensetzen (5 U 1599/2002 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover ist eine in England
gegründete, in Deutschland ansässige limited in Deutschland rechtsfähig und
parteifähig und ist auf sie das Recht ihres Gründungsstaats anzuwenden (20 T
39/2003 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock ist die sofortige Beschwerde
eines Schuldners gegen einen auf seinen Insolvenzantrag ergangenen
Insolvenzverfahrenseröffnungsbeschluss grundsätzlich unzulässig (2 T 263/2003
24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Göttingen ist die Zustellung einer
einstweiligen Verfügung mit einem Unterlassungsgebot eine
Zwangsvollstreckungsmaßnahme (74 AR 16/2003 14. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln ist auch bei nur einem Gläubiger
ein Verbraucherinsolvenzverfahren möglich (71 IK 161/2003 18. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln begründet die Tilgung einer
Forderung keinen Anspruch eines Schuldners auf vorzeitige Löschung seiner
Eintragung in das Schuldnerverzeichnis (71 IK 45/2000 15. August 2003).
In Deutschland gelten derzeit 118 Gesetze und 87 Verordnungen im Steuerrecht.
Wahlers, Henning, Die Satzung der kleinen Aktiengesellschaft, 3. A. 2003
Münchener Anwaltshandbuch Versicherungsrecht, hg. v. Terbille, Michael, 2003
Petersen, Jens, Versicherungsunternehmensrecht, 2003
Schulz, G., Alles über Arbeitszeugnisse, 7. A. 2003
Sport-Marketing und Recht, hg. v. Fritzweiler, Jochen, 2003
Handbuch der Grundrechte, hg. v. Merten, Detlef/Papier, Hans-Jürgen, Bd. 1 2004
Gehrlein, Markus, Zivilprozessrecht, 2. A: 2003
2003-10-10 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist ein umfangreiches
Wirtschaftsstrafverfahren mit zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen
rechtswidrig besetzt (3 StR 199/2003 14. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine vor
Ablauf der Berufungsbegründungsfrist die Zurückweisung der Berufung
beantragende Partei bei Rücknahme des Berufungsantrags nicht die zweite Hälfte
der Prozessgebühr verlangen (VIII ZB 19/2003 3. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt die Haftung
für den Vertrieb einer wettbewerbswidrigen Nachahmung mit der Auslieferung an
den Zwischenhändler (I ZR 214/2000 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist ein Sweatshirt mit der
(NSDAP enthaltenden) Aufschrift CONSDAPLE nicht rechtswidrig (2 Ss 407/2003 8.
Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz kann eine umziehende
Witwe nicht die Umbettung ihres ein Jahr zuvor verstorbenen Ehemannes auf den
Friedhof ihrer neuen Wohngemeinde verlangen (2 K 367/2002 21. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist die Reform
des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger verfassungswidrig und muss bis
2004 geändert werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Österreichs ist die im
Arbeitskampf der Austrian Airlines geplante Betriebsversammlung rechtswidrig.
Die Kultusministerkonferenz Deutschlands einigt sich auf 180 ECTS-Punkte für
den Bacherlorabschluss und 300 Punkte für den Masterabschluss, wobei
Bachelorabschlüsse grundsätzlich Fachhochschuldiplomabschlüssen und
Masterabschlüsse den Diplomabschlüssen und Magisterabschlüssen der
Universitäten entsprechen.
Das zentrale Mahngericht Niedersachsens wird in Uelzen errichtet.
Die Deutsche Telekom senkt zur Vermeidung eines Missbrauchsverfahrens die
Entgelte für die Überlassung von Teilnehmerdaten an Anbieter von
Auskunftsdiensten und Herausgeber von Telefonverzeichnissen um fast die Hälfte.
Rainer Gemählich wird Präsident des Landgerichts Weiden, Hasso Nerlich
Präsident des Amtsgerichts Nürnberg.
2003-10-09 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist Bildjournalist nur, wer durch seine
Bildbeiträge kreativ an der Erstellung des redaktionellen Teils einer Zeitung
mitwirkt (4 AZR 419/2002 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands müssen
Krankenkassen nicht die Kosten nicht anerkannter Behandlungsmethoden tragen (B
1 KR 19/2002 3. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind die
Grundsätze der beschränkten Arbeitnehmerhaftung auf die Haftung arbeitnehmerähnlich
Tätiger entsprechend anzuwenden (B 2 U 39/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein auch
Bauüberwachung durchführender Architekt sein häusliches Arbeitszimmer nicht
steuerlich absetzen, weil es nicht den Mittelpunkt seiner betrieblichen
Betätigung bildet (IV R 9/2003 26.Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz wird der
Urlaubsanspruch eines Mitarbeiters durch eine Insolvenz des Unternehmens nicht
berührt (6 Sa 1213/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin hat die Bankgesellschaft Berlin
keine Schadensersatzansprüche (z. B. in Höhe von 36 Millionen Euro) gegen vier
ehemalige Manager (8. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier dürfen die Dienstbezüge
eines verspätet zustellenden Postbediensteten disziplinarrechtlich gekürzt
werden (4 K 440/2003 25. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands muss der
Energieversorger Mainova AG die Wettbewerber Getec Net GmbH und
Energieversorgung Offenbach an sein Mittelspannungsstromnetz anschließen.
Die Deutsche Bank verkauft 19,4 Prozent Anteil an der Axel Springer AG an
Hellman & Friedman in San Francisco.
Hessen will die elektronische Fußfessel landesweit anwenden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens ist die Strafe für
einen ungeschützt homosexuellen Geschlechtsverkehr ausführenden Schweden
deswegen herabgesetzt worden, weil die Strafwürdigkeit seit der Entwicklung
aidshemmender Medizin geringer geworden sei und in Schweden in den letzten
Jahren nur noch wenige infizierte Männer gestorben seien.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Tschechiens hat Frantisek
Kinsky keinen Anspruch auf Rückgabe von Grundstücken in Nordböhmen (im Wert von
insgesamt 1,3 Milliarden Euro), weil die Grundstücke von der Tschechoslowakei
zu Recht als Feindeigentum auf Grundlage des Pariser Reparationsabkommens von
1945 verstaatlicht worden seien und auch die Anwendung der Beneš-Dekrete korrekt
gewesen sei.
Die Europäische Kommission blockiert die Novellierung der Verpackungsverordnung
vorerst, weil die Neuregelungen für Einwegverpackungen die europäischen
Grundfreiheiten verletzen würden.
Coca-Cola einigt sich mit einem ehemaligen Manager auf Rücknahme einer Klage
wegen Bilanz- und Marketingbetrugs gegen Zahlung von 540000 Dollar.
Wilhelm Münch 18. September 1949-9. Oktober 2003.
2003-10-08 Nach einer Entscheidung des
Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften war die Beteiligung der
British Sky Broadcasting Group Rupert Murdochs an KirchPayTV europarechtsgemäß
(T-158/2000 30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss ein
Gebrauchtwagenverkäufer eine Standzeit eines Fahrzeugs von drei oder mehr Jahren
dem Kunden ungefragt mitteilen (3 U 49/2002 16. April 2003).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Saarland dürfen Unternehmen der
saarländischen Stahlindustrie Sonderabfälle nicht als Waren verkaufen (3 R
1/2003 22. August 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln kann ein
Betriebsübernehmer (in teleologischer Reduktion des § 613a BGB) eine
Betriebsvereinbarung nach kollektivrechtlichen Regeln kündigen (1 SA 1219/2002
8. April 2003).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Berlin ist die Auslieferung der
ersten Auflage der Herbert Grönemeyer-Biographie Ulrich Hoffmanns wegen
Verletzung von Persönlichkeitsrechten rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Essen ist das Einstellen eines
Warensortiments in das Internet nur eine Einladung zu einem Angebot (16 O
416/2992 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist der Vermieter eines
Kraftfahrzeugs nicht verpflichtet, das Fahrzeug im Winter mit Winterreifen
auszurüsten (418 S1/2003).
Nach einer Mitteilung der Deutschen Post AG dürfen Briefträger in Einzelfällen
frankierte Briefe von Kunden entgegennehmen und in den Postweg eingeben.
Die Europäische Kommission weist Frankreich auf seine Verletzung des
Stabilitätspakts hin.
Die Europäische Kommission eröffnet vor dem Europäischen Gerichtshof ein
Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland und sieben weitere
Mitgliedstaaten der Europäischen Union wegen mangelhafter Umsetzung der
Richtlinien zur Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes.
Hans Gliem 6. Dezember 1923-4. Oktober 2003.
Kalifornien wählt unter Abwahl des amtierenden Gouverneurs den österreichischen
Schauspieler Arnold Schwarzenegger zum neuern Gouverneur.
2003-10-07 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Anlagevermittler zu richtiger und
vollständiger Auskunft über die für den Anlageentschluss des Kunden bedeutsamen
Umstände verpflichtet, wenn der Kunde deutlich macht, dass er die besonderen
Kenntnisse und Verbindungen des Vermittlers nützen will (III ZR 381/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein in eine
Urteilsabsprache einbezogener Rechtsmittelverzicht grundsätzlich unwirksam (3
StR 36(/2002 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
außerordentliche Beschwerde trotz greifbar gesetzwidriger Entscheidung auch im
Prozesskostenhilfeverfahren nicht zulässig (XII ZB 91/2003 23. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine anwaltliche
Vollstreckungsgebühr für eine an den Schuldner gerichtete Zahlungsaufforderung
mit Vollstreckungsandrohung bereits dann erstattungsfähig, wenn der Gläubiger
eine vollstreckbare Ausfertigung des Titels hat und dem Schuldner zuvor ein
angemessener Zeitraum für die freiwillige Erfüllung zur Verfügung stand (IXa ZB
146/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei einer
unklaren Berufungsschrift für deren Zulässigkeit der Berufungskläger durch
Auslegung ermittelt werden können (VII ZB 33/2002 5. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen muss ein Arbeitgeber
dafür einstehen, dass die ihm verbundene Pensionskasse Europarecht beachtet (8
Sa 739/2002 23. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster kann eine Frau Aufwendungen
für eine künstliche Befruchtung nur dann als außergewöhnliche Belastung geltend
machen, wenn sie verheiratet ist (12 K 6611/2001 E 17. April 2003).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Hannover sind deutsche Gerichte für Klagen
auf Einlösung von Gewinnzusagen der in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen
Union ansässigen Unternehmen zuständig (18 S 2003/2001 6. Juli 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim haftet die Sparkasse Rhein-Neckar-Nord
wegen Verzögerung eines Konkursantrags durch Kreditgewährung den
Konkursgläubigern auf Schadensersatz (z. B. 17 Millionen Euro) (3 O 359/1999
30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München darf Nadja ab del Farrag Schmuck
nicht unter der 1998 für Frank Bäuerle eingetragenen Marke Naddel (bzw.
naddel.de) vertreiben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart kann Veronica Ferres von der
Stuttgarter Zeitung nicht 25000 Euro Schmerzensgeld verlangen, doch muss die Stuttgarter
Zeitung unwahre Behauptungen über Veronica Ferres unterlassen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg im Breisgau darf für
die Teilnahme eines Verwaltungsbediensteten an einer Besprechung mit einem
Bürger keine Verwaltungsgebühr erhoben werden (2 K 2217/2002 24. September
2003).
Nach Entscheidungen des Bundeskartellamts Deutschlands müssen Swissphone
Telecommunications GmbH und Ansmann Engergy GmbH je rund 100000 Euro Buße wegen
des Versuchs rechtswidriger Einflussnahme auf die Preisgestaltung von Händlern
durch Inaussichtstellen von Rabatten und Androhung von Nichtbelieferung zahlen.
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
muss der Strafschadensersatz Philipp Morris’ in einem vernünftigen und
angemessenen Verhältnis zu dem entstandenen Schaden stehen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens sind die von
Touristen in den Trevibrunnen in Rom geworfenen Münzen herrenlos, so dass ihre
Aneignung nicht als Diebstahl zu bestrafen ist.
Der Umsatz Freshfields Bruckhaus Deringers in Deutschland betrug 2002 285
Millionen Euro (Clifford Chance Pünder 151 Millionen, Hengeler Mueller 149
Millionen).
Im Saarland gilt seit 1. Oktober 2003 ein neues Juristenausbildungsgesetz.
Vassilios Skouris ist für drei Jahre zum Präsidenten des Europäischen
Gerichtshofs gewählt.
2003-10-06 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands war die Selbstbezeichnung Focus’ als
Marktführer auf Grund nur der größeren Leserreichweite 1999 rechtswidrig (I ZR
150/2001 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind erfolglose
Ankaufbemühungen von Betäubungsmitteln noch kein vollendetes Handeltreiben (3
StR 61/2002 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein
Abweichen eines Richters von einer bloß telefonischen Zusage einer
Höchstfreiheitsstrafe nicht den Grundsatz des fairen Verfahrens (3 StR 231/2003
5. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen darf ein Finanzamt
eine eigene Gegenforderung mit abgetretenem Erstattungsanspruch trotz
rückwirkender Stundung aufrechnen 6 K 872/2000 4. Juni 2003).
Nach Entscheidungen des Landgerichts München verliert der einen Schaden nicht
sofort meldende Versicherte seinen Versicherungsschutz (251 C 3851/2003, 20 S
7631/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist ein Staatenlosigkeit
behauptender Ausländer ein Türke und kann deswegen in die Türkei abgeschoben
werden (4 L 812/2003).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs verliert eine
unbeaufsichtigt Öl auf dem Herd erhitzende Hausfrau wegen grober Fahrlässigkeit
ihren Versicherungsschutz gegen Brandschäden (7 Ob 170/2003).
Das zuständige Gericht der Vereinigten Staaten von Amerika stimmt dem Vergleich
zwischen DaimlerChrysler und den ehemaligen Aktionären von Chrysler zu.
Connex Verkehr GmbH stellt wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit die
Zugverbindung Köln-Rostock ein.
Hapag-Lloyd AG verkauft Pracht Spedition + Logistik an Kühne & Nagel für 40
Millionen Euro.
Der Rohölpreis erreicht 30 Dollar pro Barrel.
2003-10-05 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sind bei einer Verurteilung allein
oder maßgeblich auf Grund der Aussagen eines Zeugen, dem der Angeklagte während
des Ermittlungsverfahrens oder in der Hauptverhandlung keine Fragen stellen
oder stellen lassen konnte, die Verteidigungsrechte rechtswidrig eingeschränkt
(33900/1996 20. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat der seine Waren im
Europäischen Wirtschaftsraum über ein ausschließliches Vertriebssystem in den
Verkehr bringende Markeninhaber nachzuweisen, dass die Waren ursprünglich von
ihm selbst oder mit seiner Zustimmung außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums
in den Verkehr gebracht wurden, wenn der Dritte nachweisen kann, dass eine
tatsächliche Gefahr der Abschottung der nationalen Märkte besteht, falls er den
genannten Beweis zu erbringen hat (C-244/2000 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verletzt, wenn bei einem fast siebeneinhalb Jahre
dauernden Strafverfahren unter unzutreffender Zugrundelegung justizbedingter
Verzögerungszeiten von nur etwa zweieinhalb Jahren an Stelle der an sich
verwirkten Freiheitsstrafe auf eine Gesamtgeldstrafe von 180 Tagessätzen
erkannt wird (2 BvR 153/2003 25. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat das
Insolvenzgericht dem wegen Sprachschwierigkeiten nicht zur Erfüllung erteilter
Auflagen fähigen Schuldner einen Dolmetscher zur Verfügung zu stellen (IX ZB
539/2002 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist bei einer Rettungshandlung
eines Dritten auf Kosten eines Versicherungsnehmers für die Gebotenheit der
Aufwendungen auf den Dritten abzustellen, auch wenn er nicht Repräsentant des
Versicherungsnehmers war (IV ZR 276/2001 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Aufsichtsbehörde bei Verhinderung der Notartätigkeit eines Rechtsanwalts und
Notars infolge der anwaltlichen Tätigkeit nicht zur Bestellung eines
Notarvertreters verpflichtet (NotZ 31/2002 31. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands geht bei einem
Betriebsübergang ein freies Dienstverhältnis nicht auf den Betriebserwerber
über (8 AZR 59/2002 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands gelten
Betriebsvereinbarungen grundsätzlich fort (1 ABR 54/2001 18. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der beschränkte
Abzug von Vorsorgeaufwendungen nicht verfassungswidrig (XI R 17/2000 11.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann auch bei
geringer Schadenshöhe eine kurze Freiheitsstrafe wegen Diebstahls verhängt
werden (5 St RR 167/2003 22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die Unterlassung der
Protokollierung der tatsächlichen Feststellungen eines gerichtlichen
Augenscheins ein die Berufung begründender Verfahrensfehler, als dessen Folge
eigene Feststellungen des Berufungsgerichts geboten sind (9 U 155/2002 4.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen begründet
die Bezeichnung eines Sachvortrags einer Partei als Unsinn (anders als die
Bezeichnung als unsinnig) die Besorgnis der Befangenheit des Richters (L 11 AR
49/2003 AB 16. Juni 2003)
2003-10-04 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der das Recht auf ärztliche Neubemessung
der Invalidität ausübende Versicherungsnehmer nach Ablauf einer Dreijahresfrist
nicht mehr verpflichtet, sich durch vom Versicherer beauftragte Ärzte
untersuchen zu lassen (IV ZR 310/2002 16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat bei Gütertrennung
nach Ehescheidung die Ehefrau Anspruch auf die Hälfte des Verkaufserlöses des
im Alleineigentum des Ehemannes stehenden Hausgrundstücks, wenn sie ihm bei dem
Erwerb die Hälfte des Kaufpreises als unbenannte Zuwendung zur Verfügung
gestellt hat (4 U 113/2002 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln bestimmt sich die
Zuständigkeit des Insolvenzgerichts nach dem Zeitpunkt des Eingangs des
Eröffnungsantrags (2 W 60/2003 21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg kann im Mangelfall der
Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen herabgesetzt werden, wenn der
Unterhaltspflichtige durch Zusammenleben mit einem Partner Wohnkosten und
Haushaltskosten spart (11 UF 850/2003 30. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Dienstgerichtshofs bei dem Oberlandesgericht Köln
ist eine schwere Behinderung eines Proberichters bereits bei der dienstlichen
Beurteilung zu berücksichtigen (DGH 1/2003 14. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann ein
unterlegener Bewerber die Überprüfung seines Bewerbungsverfahrensanspruches
nach endgültiger Übertragung des ausgeschrieben gewesenen Dienstpostens an
einen anderen Bewerber nicht mehr verlangen (1 A 1759/2002 12. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hanau berechtigt die Eintragung in ein
Telefonverzeichnis gegen den Willen des Betroffenen nicht zu Schadensersatz
wegen Persönlichkeitsverletzung (2 S 395/2002 4. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier soll der
Verkehrssicherungspflichtige bei einer Straßenausbaustelle nicht besonders auf
ein 10 cm tiefes Loch von 0,5 Quadratmetern Fläche hinweisen müssen (11 O
134/2002 15. April 2003).
Hacks, Susanne/Ring, Ameli/Ring, Peter, Schmerzensgeldbeträge, 22. A. 2004
Huhn/Schuckmann, Hans-Joachim von, Beurkundungsgesetz und Dienstordnung für
Notare, 4. A. 2003
Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, hg. v. Dieterich, Thomas/Müller-Glöge,
Rudi/Preis, Ulrich/Schaub, Günter, 4. A. 2004
Klages, Christian, Grundzüge des Filmrechts, 2003
Münchener Anwaltshandbuch Verwaltungsrecht, hg. v. Johlen, Heribert/Oerder,
Michael, 2. A. 2003
Risse, Jörg, Wirtschaftsmediation, 2003
Handbuch des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts, hg. v. Wabnitz,
Heinz-Bernd/Janovsky, Thomas, 2. A. 2003
2003-10-03 Nach einer Entscheidung der
Staatsanwaltschaft Bonn sind die Ermittlungen wegen des Verschwindens von Akten
des Kanzleramts bei dem Regierungswechsel 1998 mangels feststellbarer
Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Duisburg ist ein Benzinmehrverbrauch
von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Benzinnormverbrauch ein Sachmangel eines
Neuwagens (1 O 117/2003).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Hamburg darf Dieter Bohlens Hinter
den Kulissen wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten (z. B. von
Tagesschausprecherinnen) nicht vertrieben werden.
Die Innenminister und Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
beschließen die einheitliche Regelung des Sorgerechts für Kinder unter
Anknüpfung an das Recht des Aufenthaltsorts des Kindes bei
grenzüberschreitenden Rechtsstreitigkeiten.
Random House verkauft die Verlagsgruppe Heyne Econ Ullstein (ohne Heyne) an
Bonnier.
Deutschland will zwecks Haushaltssanierung die nächste Rentenerhöhung von Juli
2004 auf Januar 2005 verschieben.
Die Bundeswehr Deutschlands wird um 30000 Soldaten und 45000 Zivilbedienstete
verkleinert.
Deutscher Aktienindex 3401 Punkte.
Recording Industry Association of America vergleicht sich mit 52 rechtswidrigen
Nutzern von Musikstücken außergerichtlich gegen Zahlung von durchschnittlich
5000 Dollar.
Der Beginn der Lastkraftwagenmaut auf Autobahnen Deutschlands wird
voraussichtlich in das Jahr 2004 verschoben.
Bei Ausgrabungen vor dem Kultusministerium Bayerns in München wurden unter
Keramikfragmenten des 13. Jahrhunderts viertausend Jahre alte Bruchstücke von
Bechern und Vorratsgefäßen gefunden.
2003-10-02 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs kann ein Mitgliedstaat der Europäischen Union (z. B.
Belgien) die im Land ansässigen Bürger nicht verpflichten, ihre Kraftfahrzeuge
im Inland zuzulassen(C-232/2001).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs müssen zwölf Stahlunternehmen
(z. B. Salzgitter AG, Thyssen Stahl AG) Bußgelder wegen rechtswidriger
Preisabsprachen bezahlen (C-182/1999 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs bleibt das sektorale
Fahrverbot auf Autobahnen Tirols für Transporte von Holz, Bauschutt und Müll
mindestens bis 30. April 2004 außer Kraft.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs müssen Österreichs
Gemeinden die von 1995 bis 2000 erhobene Getränkesteuer (in Höhe von bis zu 1,2
Milliarden Euro) an die Wirte zurückzahlen, sofern sie nicht nachweisen, dass
die Wirte die Steuern an ihre Gäste weitergegeben haben und sich durch die
Rückzahlung bereichern würden.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands müssen
Gegner bestimmter Regelungen des Schulgesetzes Brandenburgs zum
Religionsunterricht vor einer Verfassungsbeschwerde den Verwaltungsrechtsweg
beschreiten (1 BvR 1557/2003 19. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht nach einer
Trennung von Ehegatten keine strafrechtliche Garantenpflicht des einen
Ehegatten gegenüber dem anderen Ehegatten mehr (3 StR 153/2003 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wirkt eine zwischen
Prozessparteien durch Vergleich vereinbarte Kostenaufhebung auch gegen einen
Nebenintervenienten (II ZB 15/2002 14. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen sind Reisekosten eines
am Wohnort oder Geschäftsort ansässigen Rechtsanwalts einer an einem
auswärtigen Gerichtsstand klagenden oder verklagten Prozesspartei notwendige
Kosten der Rechtsverfolgung (6 W 131/2003 13. Mai 2003).
2003-10-01 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen Reiseveranstalter (z. B. von
Flugpauschalreisen) in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen erkennbar machen,
welche Leistungen von ihnen selbst und welche Leistungen von Dritten erbracht
werden (X ZR 244/2002 30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann Ron Sommer
nicht die Unterlassung der Verbreitung einer einzelnen ihn betreffenden
Fotomontage verlangen (VI ZR 89/2002 30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Anspruchsübergang nach § 116 I SGB X nur auf den zuständigen
Sozialversicherungsträger erfolgen, nicht auf einen sich irrtümlich für
zuständig haltenden und deswegen leistenden Sozialversicherungsträger (VI ZR
274/2002 8. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Arbeitgeber einem das betriebliche Organisationskonzept nicht wesentlich
beeinträchtigenden Teilzeitarbeitsantrag eines Arbeitnehmers stattgeben (9 AZR
665/2002 30. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Braunschweig ist die Werbung
eines spezialisierten Rechtsanwalts, dass er fast immer 100 Prozent mehr aus
vergleichbaren Fallgestaltungen heraushole, eine rechtswidrige, andere
Rechtsanwälte pauschal herabsetzende Erfolgsaussage (2 U 33/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann bei Versäumung einer
Berufungsbegründungsfrist wegen Computerabsturzes eine Stunde vor Fristablauf
Wiedereinsetzung in den früheren Stand gewährt werden (14 U 49/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist die Domainendung .ag
(Antigua und Barbuda) für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung wegen
Irreführung rechtswidrig (312 O 271/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist eine Gebühr für die
Übertragung von Wertpapieren aus dem Depot eines Kunden an den Kunden
festlegende allgemeine Geschäftsbedingung einer Bank unangemessen (20 O
101/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg im Breisgau ist
Bereitschaftsdienst von Feuerwehrleuten Arbeitszeit und darf die Arbeitszeit
von Feuerwehrleuten 48 Stunden wöchentlich nicht überschreiten (9 K
505-512/2003 25. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Argentiniens muss Evelyn
Karina Vásquez sich keiner DNA-Analyse zum Nachweis ihrer genetischen
Abstammung unterziehen.
Nach einer Entscheidung des High Court Großbritanniens müssen zwei Frauen auf
Verlangen der Samenspender eingefrorene Embryos zerstören lassen.
Das Münchner Volkstheater darf gegen den Willen der Berechtigten nicht Martin
Sperrs Jagdszenen aus Niederbayern mit zur Hälfte abgeändertem Text aufführen.
Auf dem Getränkemarkt Deutschlands besteht erhebliche Unsicherheit über die
Auswirkungen der Rücknahmepflicht von Verpackungen (Dosenpfand).
Die Europäische Kommission verhängt wegen verbotener Preisabsprache bei
Konservierungsmitteln (Sorbaten) Bußgelder gegen vier Unternehmen (z. B. 99
Millionen Euro gegen Aventis).
Die Vereinigten Staaten von Amerika treten der UNESCO wieder bei.
2003-09-30 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs ist ein Mitgliedstaat zum Ersatz der einem Einzelnen
durch eine hinreichend qualifizierte europarechtswidrige Entscheidung eines
letztinstanzlichen Gerichts entstehenden Schäden verpflichtet, beeinträchtigt
die besondere Dienstalterszulage für ordentliche Universitätsprofessoren
Österreichs nach § 50a Gehaltsgesetz 1956 ohne zwingenden rechtfertigenden
Grund des Allgemeininteresses die europarechtlich gewährleistete Freizügigkeit
der Arbeitnehmer, untersagen Art. 48 EG-Vertrag (jetzt Art. 39 EG) und 7 I VO
(EWG) Nr. 1612/1968 vom 15. Oktober 1968 eine besondere Dienstalterszulage nach
§ 50a Gehaltsgesetz 1956 als Treueprämie Österreichs und ist das die besondere
Dienstalterszulage einem Europaprofessor verweigernde Urteil des
Verwaltungsgerichtshofs Österreichs vom 24. Juni 1998 wegen Verletzung der
Verpflichtung zur Aufrechterhaltung seines Vorabentscheidungsersuchens
europarechtswidrig (C-224/2001).
(Es freut die Redaktion, dass es einem Einzelnen unter erheblichen Opfern
gelungen ist, die Europarechtswidrigkeit eines Gesetzes, einer
Ministerialentscheidung und eines Singulargerichtsurteils durch den
Europäischen Gerichtshof feststellen zu lassen und dadurch die ausdrückliche
Festlegung eines Grundsatzes europäischen Rechts des Einzelnen gegenüber
vereint europarechtswidrig handelnden Trägern dreier Gewalten eines Staates zu
bewirken.)
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann ein Unternehmen in
einem Mitgliedstaat (z. B. Niederlande) der Europäischen Union die Rechtsform
eines anderen Mitgliedstaats (z. B. Großbritanniens, Bestimmungen über Mindestkapital,
Haftung und Gläubigerschutz) benutzen, ohne dass dies als Rechtsmissbrauch
europarechtswidrig ist (C-167/2001 Inspire Art).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs dürfen die Kapitäne
kleinerer, nahe der Küste verkehrender Schiffe unter deutscher Flagge auch aus
anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union kommen (C-47/2002).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs ist eine Subvention der
Volkswagen AG durch Sachsen in Höhe von 123 Millionen Euro europarechtswidrig
(C-301/1996 u. a.).
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften
ist der Zusammenschluss mehrerer Reedereien zum Trans-Atlantic Conference
Agreement nicht europarechtswidrig, so dass die Beteiligten nicht 273 Millionen
Euro Bußgeld leisten müssen (T-191/1998 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz darf ein
uniformierter Polizist keinen Pferdeschwanz tragen (2 B 11357/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße fehlt
BUND die Antragsbefugnis für die Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gegen die
Erweiterung des Militärflughafens Ramstein.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Nürnberg kann ein eine Ausbildung
zum Bankkaufmann und ein Studium der Betriebswirtschaftslehre verbindender
Ausbildungsvertrag bis zum Abschluss der Ausbildung ein
Berufsausbildungsverhältnis begründen (3 Ca 8538/2002 A 1. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Deutschlands darf ein
Stadttheater in dem reinen Männerstück Kunst Yasmina Rezas wegen des
Urheberrechts des Autors gegen dessen Willen die Rollen nicht mit Frauen
besetzen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts Nigerias ist Amina
Lawal von der Todesstrafe durch Steinigung wegen Ehebruchs freigesprochen (16.
September 2003).
Unter Bildung einer Holding (nach dem Umsatz weltweit größte Fluglinie)
beteiligen sich Air France an KLM mit 81 Prozent und KLM an Air France mit 19
Prozent.
Italien will ab 1. Oktober 2003 bei der Geburt jedes zweiten oder weiteren
Kindes einer Frau 1000 Euro Prämie zahlen.
Ab 1. Oktober 2003 benötigen Polen, Weißrussen und Russen für die Einreise in
(das ab Mai 2004 zur Europäischen Union gehörige) Polen ein Visum.
Australien kauft zwecks Beendigung der wochenlangen Irrfahrt auf einem
Transportschiff 50000 ursprünglich für Saudiarabien bestimmte Schafe zurück.
2003-09-29 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen Nachbarn bei jährlichen Volksfesten ein
Rockkonzert mit Lärmimmissionen bis etwa 70 Dezibel bis Mitternacht dulden (V
ZR 41/2003 26. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt die Sperrfrist
des Mietrechts in Gebieten mit gefährdeter Wohnungsversorgung bei Kündigung
wegen Eigenbedarfs auch für nach dem Tod des Mieters in dessen Rechte
eintretende Familienangehörige (VIII ZR 26/2003 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands geht bei
Übernahme eines Betriebsteils nur das Arbeitsverhältnis der dem Betriebsteil
angehörigen Arbeitnehmer auf den Erwerber über (8 AZR 446/2002 25. September
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands müssen
Betriebsparteien bei der Bemessung einer Sozialabfindung bei betriebsbedingter
Kündigung Zeiten des Erziehungsurlaubs bei der Berechnung der Dauer der
Betriebszugehörigkeit berücksichtigen (1 AZR 58/2002 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann ein Gericht ohne
Kenntnis dessen, was sich hinter der unter einer Internetanschrift erreichbaren
Leitseite verbirgt, keine Feststellungen zur Verwechselungsgefahr oder zur
Unlauterkeit des Verhaltens treffen (3 U 154/2001 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen soll bei Verletzung
der Anzeigepflicht eine nicht genehmigungspflichtige,
schriftstellerisch-wissenschaftliche Nebentätigkeit eines Beamten untersagt
werden können (1 UE 783/2002 24. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg sind auf einen
Anspruch auf Entgeltzahlung wegen Annahmeverzugs des Arbeitgebers der
Nettobetrag eines bezogenen Arbeitslosengeldes und die hierauf durch die
Bundesanstalt für Arbeit als Arbeitnehmeranteil abgeführten Beiträge zur
Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung anzurechnen (6
Sa 424/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist es dem Marebuchverlag
untersagt, weitere Exemplare Nikolai Herbsts (Persönlichkeitsrechte einer
früheren Lebensgefährtin verletzenden) Romans Meere zu verkaufen oder dafür zu
werben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt an der Oder darf Harald
Juhnkes Ehefrau auf Grund ihrer Veröffentlichung von In guten und schlechten
Zeiten Harald Juhnke nicht länger im Bereich der Persönlichkeitsrechte
betreuen, weil auch Menschen in hilfloser Lage ein Recht auf Wahrung ihres
Ansehens in der Öffentlichkeit haben.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Darmstadt muss bei Anwesenheit
Ursula Chmeliks in einer Sitzung des Kreistags Offenbach das im Sitzungssaal
befindliche Kruzifix entfernt werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist die Klage
einer Sozialversicherungskasse gegen vier Zigarettenhersteller auf 18,7
Millionen Euro als unzulässig abgewiesen, will eine Sozialversicherungskasse
nicht nach einer Erkrankung gegen den vermeintlichen Verursacher vorgehen kann.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Türkei sind vier
ehemalige Führer der Demokratischen Volkspartei wegen Urkundenfälschung im
Zusammenhang mit der letzten Parlamentswahl verurteilt.
Pierre Gerckens soll als enger Vertrauter Dieter von Holtzbrincks den
Tagesspiegel der Holtzbrinck-Gruppe kaufen, um die nicht gewisse
Ministererlaubnis für den von Holtzbrinck angestrebten Zusammenschluss von
Tagesspiegel und Berliner Zeitung entbehrlich zu machen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission darf Alcan Pechiney
übernehmen.
2003-09-28 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einem verbundenen Geschäft der unter
Verletzung einer Aufklärungspflicht oder durch Täuschung zum kreditfinanzierten
Beitritt zu einer Anlagegesellschaft veranlasste Anleger sein Recht, jederzeit
fristlos unter Forderung des ihm zustehenden Abfindungsguthabens aus der
Anlagegesellschaft auszuscheiden, auch dem Rückzahlungsanspruch eines
Kreditinstituts entgegenhalten (II ZR 387/2002 21. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist maßgebender
Beurteilungszeitpunkt für die nach § 56 StGB zu treffende Prognose der
Zeitpunkt der jetzigen Entscheidung (2 StR 125/2003 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch ein
Gesangssolist (z. B. Drei Tenöre) eine (von der Umsatzsteuer befreite)
kulturelle Einrichtung im Sinn des europäischen Umsatzsteuerrechts (5 StR
169/2000 18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt ein
Sachverständiger nicht sittenwidrig, wenn er es unterlässt, bereits am Beginn
seines Gutachtens auf die eingeschränkte Möglichkeit der Erhebung der
tatsächlichen Bewertungsfaktoren hinzuweisen (VI ZR 312/2002 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist § 817 S.
2 BGB in öffentlichrechtlichen Rückabwicklungsverhältnissen nicht anwendbar (9
C 4/2002 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann der Besuch
einer Fachoberschule durch ein volljähriges, mit in der häuslichen Gemeinschaft
lebendes Kind ein Umzugshinderungsgrund sein (6 AZR 411/2001 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist bei dem für
den Zugang zur Familienversicherung in der Krankenversicherung maßgebenden
Gesamteinkommen das Einkommen aus Kapitalvermögen unter Abzug des
Sparerfreibetrags zu berücksichtigen (B 12 KR 13/2002 R 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann der Anspruch auf
Schadensersatz (z. B. eines über einen nicht angeleinten Dackel stürzenden
Joggers) aus Gefährdungshaftung wegen Mitverschuldens des Geschädigten eingeschränkt
sein (5 U 27/2003 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist die
Zuweisung eines mehrfach belegten Haftraums ein anfechtbarer Verwaltungsakt und
verletzt die Unterbringung in einem mehrfach belegten Haftraum ohne abgetrennte
oder nicht gesondert entlüftete Toilette Menschenrechte (3 Ws 578/2003 18. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken kann die sog.
Münchener Formel nicht als taugliche Berechnungsgrundlage für den Ausgleichsanspruch
eines Kraftfahrzeugvertragshändlers verwendet werden, weil sie unangemessene
Pauschalierungen benützt (1 U 924/2001-211 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim darf ein
emeritierter Professor ohne Zustimmung der Fakultät oder anderer Lehrender
Lehrveranstaltungen anbieten, die gegenständlich in Wettbewerb zu
Lehrveranstaltungen anderer Lehrender treten (9 S 576/2003 28. April 2003).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Hamburg darf Praktiker wegen unlauteren
Wettbewerbs nicht Abschläge von 20 Prozent auf alle Waren gewähren.
2003-09-27 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands geht eine Willenserklärung einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung auch zu, wenn das Schriftstück in ein privates Postfach
des Geschäftsführers gegeben wird (III ZR 353/2002 31. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfasst die
Bindungswirkung eines Urteils auch im Rahmen von Ausgleichszusammenhängen oder
Sinnzusammenhängen nicht ein präjudizielles Rechtsverhältnis (I ZR 269/2000 26.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt eine
Verletzung rechtlichen Gehörs durch ein Berufungsgericht nicht zur Zulassung
der Revision, wenn sich im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren das
Berufungsurteil aus anderen Gründen als richtig erweist (V ZR 187/2002 18. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs kann die Verwechslungsfähigkeit
von Lichtenstein mit Liechtenstein ein Freihaltebedürfnis an Lichtenstein
begründen (I ZB 10/2001 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen
Justizverwaltungsakte aus der Arbeitsgerichtsbarkeit der Rechtsweg nach § 23 I
EGGVG nicht eröffnet (IV AR [V.Z] 1/2003 16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Gründungskommanditisten neu beitretenden Anlegern zur vollständigen Aufklärung
über Gefahren der steuerlichen Anerkennungsfähigkeit der konkreten
Kapitalanlage verpflichtet (II ZR 202/2002 14. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können Neugläubiger
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegen einen die
Insolvenzantragspflicht verletzenden Geschäftsführer einen
Schadensersatzanspruch haben (II ZR 241/2002 7. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfasst eine
strafbewehrte Unterlassungsvereinbarung nach beendetem Merchandisingvertrag
grundsätzlich auch nicht besonders bezeichnete Bilder des Betroffenen (I ZR
297/2000 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können einem nicht
selbst einer Gesellschaft angehörenden Treugeber durch Vereinbarung mit allen
Gesellschaftern unmittelbare gesellschaftsrechtliche Ansprüche gewährt werden
(II ZR 46/2002 23. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands reicht die
Zurückweisung des Antrags auf gerichtliche Entscheidung durch den
Anwaltsgerichtshof für die Anordnung des Sofortvollzugs der Rücknahme der
Zulassung nicht aus (AnwZ [B] 21/2003 9. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
fristgerechter Einreichung einer nicht unterschriebenen Berufungsschrift
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren, wenn der
Prozessbevollmächtigte sein Büropersonal allgemein angewiesen hatte, alle
ausgehenden Schriftsätze vor Absendung auf das Vorhandensein der Unterschrift
zu prüfen (VIII ZB 134/2002 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kommt eine Abrechnung
eines Kraftfahrzeugunfallschadens auf Neuwagenbasis nur in Betracht, wenn nicht
ausschließlich solche Teile betroffen sind, durch deren spurenlose
Auswechselung der frühere Zustand wiederhergestellt werden kann (14 U 268/2002
19. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann eine generische
Internetdomain (z. B. www.Mitwohnerzentrale.de) wettbewerbsgemäß sein (5 U
186/2001 6. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München behält der Nebenkläger
auch bei teilweise erfolgreicher Berufung des Angeklagten seinen Anspruch auf
Erstattung seiner notwendigen Auslagen gegenüber dem Angeklagten (2 Ws 758/2003
7. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist bei Unwirksamkeit einer
Stornopauschalvereinbarung keine Schätzung branchenüblicher Pauschalsätze
zulässig (22 S 3/2002 25. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Schwerin ist eine erst nach Abschluss
des erstinstanzlichen Verfahrens einen geeigneten Zeugen ermittelnde und
benennende Partei mit diesem neuen Beweismittel in der Berufung ausgeschlossen
(6 S 362/2002 2. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Celle ist eine Hirnschädigung eines
Allergikers durch Wespenstich auf dem Arbeitsweg ein Arbeitsunfall (S 9 U
100/2002 25. März 2003).
Schwarz, Günter Christian, Gesetzliche Schuldverhältnisse, 2003
Hartmann, Peter, Kostengesetze, 33. A. 2004
2003-09-26 Der Bundestag Deutschlands
beschließt eine Gesundheitsreform und Änderungen bei Kündigungsschutz und
Arbeitslosengeld.
Der Bundesrat Deutschlands beschließt einen verstärkten Schutz der Intimsphäre
und eine Überprüfung von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes auf
Zusammenarbeit mit dem Staatssicherheitsdienst der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik an Hand der Rosenholz-Datei, lehnt aber die sog.
Hartz-Gesetze, den Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Gewerbesteuer, das
Haushaltsbegleitgesetz, das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit und die
Reform des Sexualstrafrechts (sowie den Haushaltsentwurf des Bundes für 2004)
ab.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die zweimonatige
Beantragungsfrist von Konkursausfallgeld nach Eröffnung eines Konkursverfahrens
nach § 141e Arbeitsförderungsgesetz dann nicht europarechtswidrig, wenn sie
nicht ungünstiger als bei gleichartigen innerstaatlichen Anträgen ist und die
Ausübung europarechtlicher Rechte nicht praktisch unmöglich macht (C-125/2001
18. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf eine
Nachrichtenagentur (z. B. ddp) keine Aussage eines Dritten über gefärbte Haare
eines Bundeskanzlers (z. B. Gerhard Schröders) ohne zumutbare vorherige Prüfung
auf den Wahrheitsgehalt verbreiten (1 BvR 2243/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf für die
zweite juristische Staatsprüfung als Teil einer Ausbildung (z. B. vom Land
Berlin) keine Gebühr erhoben werden (2 C 20/2002 25. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Übergabe
eines Militärgrundstücks (z. B. durch die Royal Air Force an die Bundeswehr
Deutschlands) kein Betriebsübergang gemäß § 13a BGB (8 AZR 421/2002 25.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss Krombacher Brauerei
die von ihr nicht mehr ausreichend genutzte Marke SAB Siegener Aktienbrauerei
zu Gunsten der South African Breweries International B.V. freigeben 4 U 88/2003
25. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen bedarf eine
Mitarbeiter von Ärzten zu einer Beteiligung am Liquidationserlös von Chefärzten
berechtigende Bestimmung einer Berufsordnung einer gesetzlichen Ermächtigung (8
K 3109/2000 25. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg im Breisgau kann ein
Schlag eines 12jährigen Realschülers gegen den Oberarm einer Lehrerin unter der
Aufforderung, sich zu verpissen, einen sofortigen Ausschluss von der Schule
rechtfertigen (2 K 1642/2003 11. September 2003).
William Morrison (und nicht Wal-Mart) darf die Supermarktkette Safeway in
Großbritannien übernehmen.
Rosario Silva de Lapuerta und Koen Lenaerts folgen am 7. Oktober 2003 Gil
Carlos Rodriguez Iglesias und Melchior Wathelet als Richter am Europäischen Gerichtshof,
Juliane Kokott und Luis Miguel Poiares Pessoa Maduro Siegbert Alber und Jean
Mischo als Generalanwälte am Europäischen Gerichtshof.
Israel entlässt die Bombardierung dicht besiedelter Wohngebiete der
Palästinenser verweigernde Piloten aus der Armee.
2003-09-25 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein Arbeitnehmer zwecks Wahrung seines
Entgeltanspruchs während des Kündigungsschutzprozesses die ihm als
Prozessbeschäftigung angebotene Arbeit annehmen (5 AZR 500/2002 24. September
2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist bei
Bezeichnung aller Wohnungseigentumsrechte als Wohnungen im Vertrag über die
Begründung von Wohnungseigentum auch das Vermieten der Wohnungen auf Dauer von
der Zweckbestimmung erfasst (2 Z BR 22/2003 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg kommt eine Auslegung
einer Beschwerderücknahmeerklärung durch das Gericht nur in Betracht, wenn
Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass die Rücknahme nicht gewollt war (6
TaBV 2/2003 2. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück besteht bei Geburt eines
Kindes trotz ärztlich verabreichter Verhütungsmittel kein Anspruch auf
Schadensersatz gegen den Arzt (2 O 1272/2002 12. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat eine im Heimatland
von Verstümmelung der Geschlechtsorgane bedrohte Frau (z. B. ein sechsjähriges
Mädchen aus Guinea) Anspruch auf Asyl in Deutschland (IX 23/2003 3. September
2003).
Matthias Sawatzky einigt sich mit der Staatsanwaltschaft Landshut auf 75000
Euro Geldstrafe wegen Hinterziehung von 2,3 Millionen Euro Steuern.
Sportreporter Günther Koch gibt nach Wahl in den Landtag Bayerns sein
Abgeordnetenmandat zu Gunsten seines Berufs auf.
Die Deutsche Post erhöht zum 1. Januar 2003 das Luftpoststandardbriefporto auf
1,55 Euro und senkt das Standardinfobriefporto auf 40 Cent.
Die zuständige Behörde Großbritanniens belegt Lloyds TSB mit 1,9 Millionen
Pfund Geldbuße wegen des Verkaufs aktienbezogener Anleihen.
2003-09-24 Nach
einer mit fünf gegen drei Stimmen getroffenen Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands fehlt für eine (seit 1998 streitige)
Nichteinstellung einer ein muslimisches (, nach Ansicht der Senatsmehrheit höchst
unterschiedlich wahrgenommenes) Kopftuch tragenden, in ihrem Recht auf gleichen
Zugang zum öffentlichen Dienst in Verbindung mit ihrer Religionsfreiheit
verletzten Lehrerin in Baden-Württemberg (z. B. Fereshta Ludin) derzeit die
dafür erforderliche gesetzliche Grundlage, die jeder Landesgesetzgeber (unter
Berücksichtigung von Schultraditionen, konfessioneller Zusammensetzung der
Bevölkerung und ihrer religiösen Verwurzelung) schaffen kann (2 BvR 1436/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt für die
Erschöpfung des markenrechtlichen Schutzes einer Ware (z. B. Vier Ringe über
Audi) die rechtmäßige Verfügbarkeit des Werbenden über die beworbene Ware im
Zeitpunkt ihres Absatzes, ohne dass eine Vorrätighabung erforderlich ist (I ZR
256/2000 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine Frauen
durch niedrigere Abschläge bei vorgezogener Inanspruchnahme von Betriebsrenten
begünstigende betriebliche Versorgungsordnung grundsätzlich rechtmäßig (3 AZR
304/2002 23. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Betriebsrente wegen einer Altersentschädigung als Abgeordneter (gemäß
Richtlinien einer Unterstützungskasse) gekürzt werden (3 AZR 465/2002 23.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind bei
Beurteilung der Eignung einer Förderungsmaßnahme zur beruflichen Eingliederung
eines Arbeitslosen auch dessen persönliche Vermittlungshemmnisse zu
berücksichtigen (B 7 AL 66/2002 R 3. Juli 2003).
Die Verlagsgruppe Milchstraße erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen das
Erscheinen der Zeitschrift tv komplett, weil der Name den falschen Eindruck der
vollständigen Darstellung aller Sender erwecke.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist eine Kinder mit
Kopfnüssen und Bußgeldern erziehende Grundschullehrerin
dienstgeschäftsausführungsunfähig.
Koffein und Pseudoephedrin sind aus der Liste der Dopingmittel gestrichen, das
von Kelli White verwendete Modafinil ist neu aufgenommen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Belgiens sind die Klagen gegen
Präsident Bush und Ministerpräsident Scharon wegen Verbrechen gegen die
Menschlichkeit abgewiesen.
VG Wort wird an den Erlösen der (auch unter das Pressespiegelprivileg des
Urheberrechtsgesetzes fallende Beiträge vermarktenden) Presse-Monitor
Deutschland GmbH & Co KG (PMG) aus elektronischen Pressespiegeln beteiligt.
In Schweden wird der wegen des Todes Anna Lindhs nach Überwachungskamarafotos
zunächst Festgenommene mangels Beweises aus der Untersuchungshaft entlassen und
ein anderer Verdächtiger in Untersuchungshaft genommen.
Als Folge des Wiedereintritts des Irak in den Weltölmarkt verringert die
Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) zur Sicherung des Ölpreises
ihre Fördermenge um 1 Prozent.
Die neun aus Geiselhaft in der Sahara befreiten deutschen Geiseln sollen
angemessen an den aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegebenen
Befreiungskosten beteiligt werden.
In Bayern stimmten 88,3 Prozent der Abstimmenden dafür, dass der Staat
Gemeinden nur Aufgaben zuweisen darf, wenn er für die Finanzierung sorgt, und
85,1 Prozent für eine Stärkung der Rechte der Kinder in der Landesverfassung.
Toll Collect ruft 20000 fehlerhafte Erfassungsgeräte für die Autobahnmaut
zurück.
2003-09-23 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Abhängigkeit des
Erwerbs landwirtschaftlicher Grundstücke (z. B. durch eine Stiftung in Liechtenstein)
in einem Mitgliedstaat (z. B. Österreich ([Vorarlberg]) von einer vorherigen
staatlichen Genehmigung grundsätzlich europarechtsmäßig, doch darf der Erwerb
nicht ausnahmslos von Residenz auf dem Grundstück und Eigenbewirtschaftung des
Grundstücks abhängig gemacht werden (C-452/2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat
(z. B. Großbritannien) die Einreise eines mit einer Staatsangehörigen
verheirateten Drittstaatsangehörigen grundsätzlich (ausgenommen z. B. bei
Scheinehe) nicht verweigern (C-109/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet ein
Internetprovider für strafbare Inhalte von ihm zur Verfügung gestellter
Internetseiten nur bei nachgewiesener Kenntnis des Inhalts (VI ZR 335/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Vollstreckungsgericht bei einem beantragten Pfändungs- und
Überweisungsbeschluss zur Feststellung einer Leistungsunfähigkeit eines
Schuldners nicht auf eine eidesstattliche Versicherung des Schuldners und das
ihr zugrundeliegende Vermögensverzeichnis abstellen (IXa ZB 62/2003 27. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Vermieter
eine Räumungsvollstreckung aus einem gegen den Mieter erstrittenen
Räumungstitel nicht gegen den Untermieter vollstrecken (IXa ZB 11/2003 18. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes muss auch ein Rechtsanwalt
einen Vertragsschluss als Grundlage behaupteter Vergütungsansprüchen nachweisen
(IX ZR 250/2002 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann eine
Rechtsanwaltskammer einen rechtswidrigen Verwaltungsakt gegen einen
Rechtsanwalt wegen einer Berufsrechtsverletzung nicht hinsichtlich eines Gebots
oder Verbots zurücknehmen und hinsichtlich einer Belehrung aufrechterhalten
(AnwZ [B] 59/2002 4. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine nicht zur
Erhaltung der wirtschaftlichen Handlungsfreiheit des Kreditnehmers erforderliche
Ablösungsvereinbarung eines Kreditverhältnisses grundsätzlich auch bei
unangemessener Höhe des Vorfälligkeitsentgelts rechtmäßig (XI ZR 226/2002 6.
Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist D2-BestCityPlus
mit City Plus (der Deutschen Telekom) verwechslungsfähig und damit
wettbewerbswidrig (I ZR 122/2000 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein Unfall
eines wegen Tätigkeit auf einer auswärtigen Baustelle in einer Pension erlittener
Unfall eines Bauleiters ein Arbeitsunfall sein (B 2 U 43/2002 19. August 2003).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands sind Klagen gegen die
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte auf Entlastung von Beiträgen zur
Rentenversicherung wegen Beitragsleistung zum Generationenvertrag durch
Erziehung wegen Fehlens der Passivlegitimation unzulässig (B 12 RA 3/2002 R und
andere).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf ein Hersteller eines
nur weitgehend, aber nicht völlig gleichen Erzeugnisses (z. B.
Kinderfahrradhelm) nicht mit dem Testergebnis des anderen Erzeugnisses für sein
Erzeugnis werben (6 U 209/2002 11. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Bundesrepublik Deutschland (und nicht die Bank Austria Österreichs bzw. die
Kommunistische Partei Österreichs) Berechtigte des (250 Millionen Euro
umfassenden) Vermögens der Außenhandelsunternehmung Novum der früheren
Deutschen Demokratischen Republik.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein wegen der Kürze der
Verbindungsdauer nicht entgegennehmbarer, zu Rückruf mit hohen Kosten
verleitender Anruf auf einem Mobilfunktelefon rechtswidrig (1 HK O 7754/2003).
Nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation
Deutschlands darf die Deutsche Telekom für Z-ISP ein nutzungsabhängiges Entgelt
von 0,63 Euro für jede 10 Kilobit/Sekunde genutzter Bandbreite erheben.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands ist Eon der Erwerb
einer Beteiligung von 30 Prozent an den Stadtwerken in Eschwege wegen
Wettbewerbswidrigkeit untersagt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts der Vereinigten
Staaten von Amerika finden die Gouverneurswahlen in Kalifornien am 7. Oktober
2003 statt.
Antragstellern für ein Visum zum Besuch der Vereinigten Staaten von Amerika
werden mit einem Scanner zwei Fingerabdrücke elektronisch abgenommen , doch
gilt für Inhaber maschinenlesbarer Pässe bestimmter Länder (z. B. Deutschland)
ein Programm für visumfreies Reisen.
Manfred Schmider nimmt den Revisionsantrag gegen seine Verurteilung zu
elfeinhalb Jahren Haft zurück.
Andreas Schlüter wird zum 1. Januar 2004 Generalsekretär des Goethe-Instituts.
2003-09-22 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Programmanbieter sein Programm grundsätzlich nur in das Kabelnetz des
Betreibers einspeisen, mit dem er einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen
hat, und bedarf es für die Vermarktung in weiteren Netzen der (entgeltlichen)
Zustimmung des Netzbetreibers (V ZR 319/2001 19. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei erweiterter
Pfändung für bevorzugte Unterhaltsansprüche der an den Sozialhilfesätzen
ausgerichtete notwendige Eigenunterhaltsbedarf pfändungsfrei (IXa ZB 151/2003
18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erledigt die
Aufrechnungserklärung (nach Klagezustellung und nicht bereits die
Aufrechnungslage vor Klageerhebung) eine Klage gemäß § 91a ZPO (IX ZR 268/2002
17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss bei vertraglicher
Vereinbarung der Tilgung eines Hypothekendarlehens durch Lebensversicherung der
Kunde nicht die Gefahr einer geringeren Auszahlung infolge geschrumpfter
Überschussbeteiligung tragen (15 U 8/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein muss ein
Arbeitgeber einem Betriebsrat das betriebsübliche Intranet öffnen (5 TaBV
25/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf die Verbraucherzentrale
Hamburg e. V. im Internet einen Text Zahlungsboykott gegen 0190-Betrüger
veröffentlichen (17. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden ist der Abzug von
Kirchensteuer von Arbeitslosenhilfe, Arbeitslosengeld und Unterhaltsgeld auch
rechtmäßig, wenn der Betroffene nicht Mitglied einer Kirche ist (S 10 AL
222/2003 11. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln kann ein Vermieter eine auf
Auszug des Mieters zwecks nachfolgenden eigenen Einzugs gerichtete
Abstandszahlung von der Steuer absetzen (8 K 155/2003).
Nach einem Beschluss der Wettbewerbsminister der Mitgliedstaaten der
Europäischen Union sollen sich Staatsangehörige eines Mitgliedstaats
unbürokratisch in einem anderen Mitgliedstaat niederlassen können und nach fünf
Jahren ein dauerndes Aufenthaltsrecht mit Ansprüchen auf soziale Leistungen
haben.
Die Finanzbehörde Hamburgs will ab 1. Oktober 2003 rückständige
Kraftfahrzeugsteuern mit Hilfe von Parkkrallen eintreiben.
Smart verklagt Quelle wegen des Verkaufs von Kleinwagen über das Internet wegen
angeblich unzutreffender Preisangaben.
Jürgen Rausch gestorben.
2003-09-21 Die
Christlich Soziale Union erringt bei der Landtagswahl in Bayern bei geringerer
Wahlbeteiligung mit 125 von 180 Parlamentssitzen (alle Direktmandate) (erstmals
in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland) eine Zweidrittelmehrheit.
Bei einem Volksentscheid in Lettland stimmen 67 Prozent der Abstimmenden für
den Beitritt zur Europäischen Union.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine staatliche
Beihilfe für ein privates, von einem staatlichen Unternehmen logistische und
kommerzielle Unterstützung erhaltendes Unternehmen ausgeschlossen, wenn die
verlangte Gegenleistung alle variablen Zusatzkosten, die durch die Gewährung
der logistischen und kommerziellen Unterstützung entstanden sind, einen
angemessenen Beitrag zu den Festkosten infolge der Nutzung des öffentlichen
Netzes und eine angemessene Vergütung des eingesetzten Kapitals umfasst und
kein Grund für die Annahme besteht, dass die betreffenden Faktoren unterschätzt
oder willkürlich festgesetzt worden sind (C-83/2001 u. a. 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Regelung eines
Mitgliedstaats (z. B. Deutschlands) europarechtswidrig, nach der in der Regel
bei Gebietsfremden die Bruttoeinkünfte, bei Gebietsansässigen die
Nettoeinkünfte besteuert werden (C-234/2001 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt §
1612b V BGB nicht Art. 3 GG (1 BvL1/2001 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der Auswahl
der Bewerber für das Amt eines Anwaltsnotars die Zeit der Tätigkeit als
Syndikusanwalt nicht als Zeit einer Tätigkeit als Rechtsanwalt zu
berücksichtigen (NotZ 1/2003 14. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Vergabe von
Sonderpunkten wegen einer Tätigkeit als Syndikusanwalt an einen Bewerber für
ein Anwaltsnotariat möglich (NotZ 2/2003 14. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einer
Stufenklage der zunächst unbestimmte Antrag dritter Stufe auf Herausgabe von
Wertpapieren oder Zahlung des Erlöses oder Leistung von Schadensersatz lauten
(III ZR 109/2002 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigen
vielfache Verstöße eines Notars gegen Beurkundungsvorschriften nicht die
Entfernung aus dem Amt, wenn erkennbar ist, dass der Notar nunmehr einsichtig
ist und sich in Zukunft rechtmäßig verhalten wird (NotSt [Brfg] 3/2002 10. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands bedarf eine
Inkassotätigkeit keiner Erlaubnis nach dem Rechtsberatungsgesetz, weil § 1 I
der fünften Verordnung zur Ausführung des Rechtsberatungsgesetzes nicht mehr
anzuwenden ist (6 C 27/2002 16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Berufung auch vor der Zustellung des in vollständiger Form abgesetzten Urteils
erster Instanz ordnungsgemäß begründet werden (2 AZR 596/2002 6. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei einer teils
selbst genutzten, teils an wechselnde Feriengäste vermieteten Ferienwohnung
festzustellen, ob in einem Zeitraum von 30 Jahren aus der Vermietungstätigkeit
ein Totalüberschuss erzielt werden kann (IX ZR 18/2002 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle hat der
Anschlussberufungskläger die Kosten der Anschlussberufung zu tragen, wenn das
Berufungsgericht die Berufung einstimmig zurückweist und die Anschließung
deshalb ihre Wirkung verliert (2 U 110/2002 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann bei Einstellung
einer von mehreren Ausgaben einer bundesweit vertriebenen Zeitung ein Anspruch
auf Abdruck einer Gegendarstellung in einer anderen Ausgabe bestehen (21 W
1372/2003 21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock kann ein Gericht bei
Vorliegen der für ein Teilurteil erforderlichen Voraussetzungen die Berufung
teilweise durch Beschluss zurückweisen (3 U 157/2002 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig ist ein Rentenanspruch eines
Rechtsanwalts grundsätzlich pfändbar (73 M 8500/2003 17. Juni 2003).
2003-09-20 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können verauslagte
Gerichtskosten nicht nach § 19 BRAGO festgesetzt werden (XII ZB 193/2002 16.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Bezeichnung
nur eines Teils von Streitgenossen in einer Berufungsschrift als
Berufungsbeklagte das Rechtsmittel gegenüber den Nichtbezeichneten im Zweifel
unzulässig (V ZR 233/2001 22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz werden anwaltliche
Erörterungen zwischen einem schriftlichen gerichtlichen Vergleichsvorschlag und
den schriftsätzlichen Annahmeerklärungen der Parteien durch die Prozessgebühr
abgedeckt, so dass keine zusätzliche Erörterungsgebühr entsteht (14 W 446/2003
10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst die
Verpflichtung eines Treuhandgesellschafters zur Aufklärung künftiger Anleger
eines Fonds auch Angaben hinsichtlich des Umfangs einer zugesagten Mietgarantie
(II ZR 18/2001 7. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Satzung
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung bestimmen, dass ein kündigender
Gesellschafter auch schon vor Zahlung seiner Abfindung endgültig aus der
Gesellschaft ausscheidet (II ZR 326/2001 30. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind volljährige
unverheiratete, im Haushalt mindestens eines Elternteils lebende, in
allgemeiner Schulausbildung befindliche Kinder trotz ihrer materiellen
unterhaltsrechtlichen Gleichstellung mit ihren Ansprüchen nicht im Rang von §
850d II a ZPO zu berücksichtigen (IXa ZB 73/2003 9. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Schwarzgeldabrede in einem Kaufvertrag in der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik keine sittlich anstößige, moralisch verwerfliche
Manipulation (8 C 10/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz entsteht bei
gerichtlicher Feststellung eines Vergleichs mangels Entscheidung keine
Verhandlungsgebühr des Rechtsanwalts (14 W 411/2003 20. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg können in einem
zusätzlichen Werbeprospekt enthaltene Bindungsausschließungsklauseln die
Bindungswirkung einer Gewinnzusage nicht wirksam ausschließen (6 U 173/2002 7.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken sind Leistungen an
den Unterhaltsschuldner nach dem Grundsicherungsgesetz nicht auf seinen
Unterhaltsbedarf anrechenbar (2 UF 151/2002 27. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann eine
besondere Härte vorliegen, wenn es einem Ausländer auf Grund besonderer
Umstände (z. B. Dauererkrankung) ohne eigenständiges Aufenthaltsrecht in
Deutschland nicht möglich wäre, einen hinreichenden Umgang mit seinem deutschen
Kind zu führen (13 S 2685/2002 4. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dortmund tritt die Betriebsgefahr
eines Fahrzeugs eines Kraftfahrzeughalters hinter der groben Fahrlässigkeit
eines eine Sperrfläche im Überholvorgang überfahrenden anderen
Kraftfahrzeugführers zurück (15 S 277/2002 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist eine Befreiung vom
Gebot des behindertengerechten Bauens für das Holocaustdenkmal Peter Eisenmans
in Berlin rechtmäßig (19 A 284/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart ist ein Antrag auf
eine Verpflichtung, vorläufig bis zur Entscheidung in der Hauptsache das
Vorliegen eines Abschiebungshindernisses festzustellen, zulässig (A 4 K
11310/2003 6. Juni 2003).
Riesenhuber, Karl, Europäisches Vertragsrecht, 2003
Praxishandbuch Franchising, hg. v. Metzlaff, Karsten, 2003
Rehbinder, Manfred, Rechtssoziologie, 4. A. 2003
Brox, Hans, Erbrecht, 20. A. 2003
Sozialrechtshandbuch, hg. v. Maydell, Bernd Baron von/Ruland, Franz, 3. A. 2003
Binder, Stefan u. a., Sozialgerichtsgesetz, 2003
Anwalt- und Notarverzeichnis, 5. A. 2003
Lecheler, Helmut, Einführung in das Europarecht, 2. A. 2003
2003-09-19 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Rechtsvorschriften
Dänemarks für die Verwendung von Sulfiten, Nitriten und Nitraten in
Lebensmitteln ablehnende Entscheidung 1999/830/EG der Europäischen Kommission
vom 26. Oktober 1999 europarechtswidrig (C-3/2000 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist im
Streit um die Rechtmäßigkeit von Entscheidungen eines Senats einer Universität
(z. B. Technische Universität Dresden) die Wissenschaftsfreiheit auch zu
Gunsten der Universität zu berücksichtigen (1 BvQ 23/2003 1. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann eine
verschachtelte Gestaltung der Versteuerung von Kapitalerträgen wegen Rechtsmissbrauchs
rechtswidrig und unbeachtlich sein (2 K 1204/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haftet ein Kunde für
einen von ihm auf dem Gelände eines Kraftfahrzeughändlers bei einer Probefahrt
verursachten Schaden nicht, weil er darauf vertrauen darf, dass grundsätzlich
alle ihm anvertrauten Kraftfahrzeuge vollkaskoversichert sind.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München soll es (noch) nicht
wettbewerbswidrig sein, wenn ein Interessent an einer Webseite zweimal klicken
muss, um die Anbieterkennzeichnung (Webimpressum) zu erfahren (29 U 2681/2003
18. September 2003).
Nache einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein Provider im
Fall einer Kündigung auch dann die Webadresse eines Kunden freigeben, wenn er
statt des Kunden als Inhaber bei der Vergabestelle Denic eingetragen ist
(onlinedienst heise).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist § 9 IV 1
RhPfJAPO rechtmäßig (2 A 10770/2003 30. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ergibt sich aus
einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr wegen vorsätzlich begangener
Straftaten nicht zwingend, dass der Betroffene für den staatlichen
Vorbereitungsdienst für den Erwerb der Richteramtsbefähigung persönlich
ungeeignet ist (5 LB 114/2002 27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann der Rektor der
Universität Duisburg-Essen bestellt werden.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf sind die Anklagen wegen
Untreue gegen Josef Ackermann und andere in Zusammenhang mit der Übernahme
Mannesmanns durch Vodafone ohne Einschränkung zulässig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main darf die
Premiereprogrammzeitschrift tv-komplett wegen Wettbewerbswidrigkeit nicht
erscheinen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg muss bei Prüfungen, bei
denen die Gründlichkeit der Untersuchungen oder die Überzeugungskraft der
Argumente wichtige Bewertungskriterien sind, die damit möglicherweise verflochtene
fachwissenschaftliche Beurteilung ausgefiltert werden (6 VG 2363/1999 16. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden ist ein Anspruch des
Hauses Wettin auf die Rückübertragung der ehemaligen Brauerei des Rittergutes
Helfenberg wegen Enteignung unter der Gesamtverantwortung der Sowjetunion
abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Potsdam darf die Bundeswehr
Deutschlands den Übungsplatz Kyritz-Ruppiner Heide (Bombodrom) vorerst nicht
nutzen.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind Vorleistungen
eines als Subunternehmer tätigen Vorsitzenden einer als gemeinnützig
anerkannten Bildungseinrichtung wegen der Beschränkung der Steuerbefreiung auf
die gemeinnützige Bildungseinrichtung nicht von der Umsatzsteuer befreit (5 K
6/2001 15. Mai 2003).
Focus darf über Björn Engholm schreiben, dass die HVA Björn Engholm in der
Kategorie IM-Akte (Quellen, IM für besondere Aufgaben, Residenten, Führungs-IM,
Funker, Werber, Instrukteure, Kuriere, Perspektiv M) unter der Registriernummer
XV/128/71 und unter dem Decknamen Erdmann seit 1971 erfasst hatte.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs sind Subventionen
für Ryanair in Millionenhöhe rechtswidrig, weshalb Ryanair die Verbindung
London-Straßburg aufgeben will.
Rumänien ändert seine Verfassung im Hinblick auf den geplanten Beitritt zur
Europäischen Union.
Die Bildungsminister von 40 Staaten Europas vereinbaren die Schaffung
einheitlicher Bachelorstudiengänge, Masterstudiengänge und Doktorandenstudiengänge.
Die Volkswagen AG muss für das ihr auferlegte Bußgeld von 90 Millionen Euro
noch 26 Millionen Euro seit 1998 asugelaufener Zinsen an die Europäische
Gemeinschaft zahlen.
Die Zechen Lohberg-Osterfeld und Warndt-Luisenthal werden sozialverträglich
geschlossen.
2003-09-18 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs muss Volkswagen (eine von 102 Millionen Euro
erniedrigte) 90 Millionen Euro Buße wegen rechtswidriger Marktabschottung
(planmäßige Verhinderung des Kaufs billigerer Kraftfahrzeuge in Italien durch
Käufer aus Deutschland) zahlen (C-228/2000 P).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine
Muttergesellschaften mit in anderen Mitgliedstaaten niedergelassenen
Tochtergesellschaften (z. B. durch Verbot des Abzugs von nicht mittelbar der
Erzielung von im Land der Muttergesellschaft steuerpflichtigen Gewinnen
dienenden Kosten für die Beteiligung an einer ausländischen
Tochtergesellschaft) benachteiligende Steuervorschrift eines Mitgliedstaats (z.
B. Niederlande) europarechtswidrig (C-168/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf die
Bundeswehr Deutschlands ein aktives Mitglied der Republikaner (z. B.
Oberleutnant) von der Alarmreserve ausschließen (6 C 4/2003 17. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands dürfen
übertarifliche Zulagen auf kommende Tariflohnerhöhungen nur bei entsprechender
Vereinbarung im Arbeitsvertrag angerechnet werden und ist eine erst im zweiten
Monat nach Inkrafttreten der Tariflohnerhöhung erfolgende Anrechnung unwirksam
(4 AZR 533/2002 17. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main gibt es für die
Aufzeichnung von Telekommunikationsdaten im Rahmen des Anonymitätsdienstes
AN.ON –Anonymität Online im Internet keine Rechtsgrundlage (5/6 Qs 47/2003 15.
September 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen ist die
Einheitsbewertung des Grundvermögens verfassungsgemäß (1 K 201/2000 19. Mai
2003).
Deutschlands Beitrag zur Europäischen Union sinkt auf 0,24 Prozent der
Wirtschaftsleistung.
Die neue Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft über Ozonverschmutzung ist am
9. September in Kraft getreten (2002/3/EG).
Ulrich Schwenke ist als Nachfolger Werner Schlukats Präsident des
Verwaltungsgerichts Osnabrück.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist eine Sammelklage gegen Bayer AG wegen Lipobay wegen zu
unterschiedlicher Aspekte der Kläger abgewiesen.
Der Verwaltungsratsvorsitzende der New Yorker Börse tritt nach Kritik an seinen
Bezügen (140 Millionen Dollar) zurück.
2003-09-17 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Hamburg gilt die Straßenverkehrsordnung auch auf jedem
Werksgelände (z. B. darf Rückwärtsfahren keine anderen Verkehrsteilnehmer
gefährden) (14 U 195/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf die
Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der
ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik grundsätzlich Unterlagen über
Helmut Kohl zwecks Aufarbeitung und politischer Bildung an Forschung und Medien
herausgeben (1 A 317/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz kann ein Nachbar einer
Schule nicht die Einschränkung der Schulhofbenutzung durch Schüler in den
Pausen verlangen, sondern muss den hiervon ausgehenden Lärm hinnehmen (1 K
1074/2003 14. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein Netzbetreiber die
Telefonnummern für eine betrügerische Dienstleistung (z. B. SMS zum Kennenlernen
von Frauen für 49,90 Euro) abschalten (22 O 9966/2003 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen gefährdet ein
mehrheitlicher Auslandsaufenthalt eines Steuerpflichtigen (z. B. in Spanien)
grundsätzlich nicht den Steueranspruch, so dass kein Anspruch der Finanzbehörde
auf Stellung einer Sicherheit besteht (10 V 511/2002 28. April 2003).
Der deutsche Presserat missbilligt den Titelbericht Der Kannibale des Stern
wegen unangemessener sensationeller Darstellung von Gewalt und Brutalität.
Konstantin Film AG kauft für 4,5 Millionen Euro die Kirch Media Entertainment
GmbH.
Die Europäische Kommission verbietet Frankreich weitere Staatshilfen für
Alstom.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Altria Group Inc. keine Sicherheitsleistung von 12 Milliarden
Dollar für die Einlegung der Berufung gegen die Verurteilung von Philip Morris
zu 10.1 Milliarden Dollar Schadensersatz erbringen.
Finnland plant den Bau eines neuen Atomkraftwerks.
2003-09-16 Die Vereinigten Staaten von
Amerika legen ihr Veto gegen eine Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten
Nationen zwecks Ablehnung des Beschlusses Israels zu Palästinenserführer Arafat
ein.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Rechtsanwalt die rechtzeitige Einlegung eines Rechtsmittels durch Telefax mit
den Zeitangaben der Gebührenrechnung der Deutschen Telekom beweisen (VII ZB
8/2003 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die einen
angemeldeten Zusammenschluss mehrerer Unternehmen (z. B.
Lekkerland/Tobaccoland) freigebende Verfügung des Bundeskartellamts
Deutschlands ein von Dritten als in ihren wirtschaftlichen Interessen
Betroffenen grundsätzlich anfechtbarer Verwaltungsakt (KVR 14/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind für
Abfindungen aus einem Sozialplan keine Beiträge an die Zusatzversorgungskasse
des Baugewerbes abzuführen (10 AZR 686/2002 9. Juli 2003, 625/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln verletzt die Bildung einer
Selbstentsorgergemeinschaft die Verpackungsverordnung, nicht aber das
Wettbewerbsrecht (6 U 212/2002 27. Juni 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Bewilligung
variabler Vergütungsbestandteile von mehr als 25 Prozent des Gehalts für
Gesellschaftergeschäftsführer keine verdeckte Gewinnausschüttung (mehr). (I R
46/2001 27. Januar 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen ist der im
Interesse eines Unternehmens auf dessen Kosten erfolgende Erwerb des
Führerscheins für Lastkraftwagen kein zu höheren Sozialversicherungsbeiträgen
verpflichtender geldwerter Vorteil.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf die Deutsche Post AG die
kostenlose Fernsehzeitschrift Einkauf aktuell auch in nicht allgemein
zugängliche Briefkästen zustellen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover muss eine Fluggesellschaft
bei Billigflugangeboten mindestens jeden zehnten Platz für den Niedrigpreis
freihalten.
Die Deutsche Telekom einigt sich mit dem Bundeskartellamt Deutschlands und der
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation Deutschlands auf eine
Senkung der Kosten der Nutzung ihrer Datenbestände durch Auskunftsdienste von
89 Millionen Euro auf 49 Mi8llionen Euro.
Kaspar Villiger tritt als Finanzminister der Schweiz zurück.
2003-09-15 Die
Entwicklungsländer brechen die Verhandlungen mit den Industrieländern über
Änderungen im Welthandel wegen deren Forderungen nach Investorenschutz ab.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands haben bei
Ermittlungen der Steuerfahnder mangels gesetzlicher Grundlage Betroffene kein
Recht auf Einsichtnahme in die Ermittlungsakten (z. B. sog. Fallhefte) (VII B
138/2001 4. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss der Halter eines
Pferdes den durch Ausschlagen einem nachfolgenden Reiter entstehenden Schaden
(überwiegend) ersetzen (4 U 77/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein Anlageberater
Anleger auf die Gefahr des Totalverlusts bei Insolvenz des Fondsbetreibers
hinweisen (5 U 82/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein Mieter eine nicht
mit dem Mauerwerk verbundene, durch die Brüstung verdeckte
Satellitenempfangsschüssel auf dem Balkon ohne Zustimmung des Vermieters
anbringen (31 S 7699/2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Stuttgart ist die Christliche
Gewerkschaft Metall wegen zu geringer Größe nicht tariffähig.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hagen muss ein Gebrauchtwagenhändler
nicht auf fehlende Wartungen des Fahrzeugs hinweisen, weil der Käufer
Unregelmäßigkeiten dem Serviceheft selbst entnehmen kann (9 C 221/2003 23. Mai
2003).
Die Allianz AG bietet Mitarbeitern den Kauf von Aktien mit einem Nachlass von
20 Prozent bis zur Höhe eines Bruttomonatsgehaltes an.
Japan ermöglicht ungehinderte Partnerschaften zwischen japanischen und
ausländischen Rechtsanwälten.
Das das Klonschaf Dolly erzeugende Unternehmen Schottlands steht zum Verkauf.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika wird die Wahl des Gouverneurs von Kalifornien am 7. Oktober 2003 wegen
veralteter Wahlmaschinen nicht stattfinden.
2003-09-14 Mit 56
Prozent der Stimmen lehnen die Schweden die Übernahme des Euro als Währung ab.
Mit 67 Prozent der Stimmen billigen die Esten den Beitritt Estlands zur
Europäischen Union.
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs verwehrt das
Gemeinschaftsrecht einem Mitgliedstaat (z. B. Italien) den Erlass von
Bestimmungen, die die Erstattung einer durch ein Urteil des Europäischen
Gerichtshofs für gemeinschaftswidrig erklärten Abgabe ungünstigeren
Bestimmungen unterwerfen (C-216/1999 10. September 2002, C-222/1999 10.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands erfordert
das Interesse der Öffentlichkeit an einer möglichst authentischen
Berichterstattung nicht die Gestattung von Fotografien während des weiteren
Verlaufs der Hauptverhandlung, wenn am ersten Verhandlungstag die Möglichkeit
zu Fernseh-, Rundfunk- und Fotoaufnahmen bestand (1 BvQ 2/2003 28. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erwirbt auch bei
Einräumung eines unwiderruflichen Bezugsrechts auf den Erlebensfall der
Bezugsberechtigte die Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag sofort (IV ZR
59/2002 18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einer
Publikumskommanditgesellschaft die Durchführung einer Nachtragsliquidation von
der gerichtlichen Bestellung eines Nachtragsliquidators abhängig (II ZR
102/2002 2. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der einem
Termin zum gemeinsamen Aufmaß fernbleibende Auftraggeber bei Unmöglichkeit
eines neuen Aufmaßes oder einer Überprüfung des einseitigen Aufmaßes des
Auftragnehmers im Prozess auf Zahlung des Werklohns vorzutragen und zu
beweisen, welche Massen zutreffend sind oder dass die vom Auftragnehmer
angesetzten Massen unzutreffend sind (VII ZR 143/2002 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein wichtiger
Grund zur fristlosen Kündigung in der unmittelbaren Gefahr der
Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers liegen (XI ZR 50/2002 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Tatrichter
regelmäßig nicht verpflichtet, einen sein Zeugnisverweigerungsrecht nutzenden
Zeugen zu fragen, ob er in die Verwertung früherer Aussagen einwilligt, sofern
nicht im Einzelfall besondere Hinweise auf eine solche Bereitschaft bestehen (3
StR 181/2002 24. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine Rücknahme
einer Berufung gegen den einzigen Streitgenossen mit Wohnsitz im Ausland
jedenfalls dann keinen Einfluss auf die Berufungszuständigkeit des
Oberlandesgerichts, wenn sie erst nach Ablauf der Berufungsfrist erfolgt (VI ZR
430/2002 13. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der
Urkundsbeamte der Geschäftsstelle ein Notfristzeugnis auch bei Unklarheit über
eine Rechtsmittelfrist auszustellen (z. B. Rechtsmittel bis … nicht eingelegt)
(VIII ZR 263/2000 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann Art. 12
GG einer Behörde die Zurverfügungstellung von Informationen für eine mögliche
Bewerbung um eine Genehmigung (z. B. für eine Personenbeförderung) gebieten (3
C 46/2002 2. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein Gericht den
Nachweis einer Bevollmächtigung durch eine schriftliche Vollmacht unter Setzung
einer Ausschlussfrist gemäß § 62 III 3 FGO nur verlangen, wenn begründete
Zweifel an der Bevollmächtigung bestehen (VII R 18/2002 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann ein aus der
Ehewohnung ausgezogener Ehepartner von dem verbliebenen Ehepartner nur die auf
dessen eigenen Anteil entfallende Nutzung vergütet verlangen, nicht auch die
unentgeltliche Nutzung durch die gemeinsamen, volljährigen und wirtschaftlich
selbständigen Kinder (9 W 21/2002 3. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist wegen der
schwierigen wirtschaftlichen Lage Argentiniens die Zwangsvollstreckung ohne
Sicherheitsleistung einzustellen (8 U 60/2003 10-Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist nur das
Bundesverfassungsgericht Deutschlands für eine Entscheidung darüber zuständig,
ob es einen völkerrechtlich anerkannten Grundsatz gibt, wonach ein Staat den
Notstand ausrufen, sich für zahlungsunfähig erklären und mit Rücksicht darauf
die Erfüllung eingegangener Verpflichtungen bis zur Beendigung des Notstands
suspendieren kann (8 U 52/2003 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe fehlt es an einem
Rechtsschein für den Schutz eines Gutgläubigen, wenn sich die
nichtigkeitsbegründenden Umstände (z. B. Verletzung des
Rechtsberatungsgesetzes) einer Vollmacht aus der Vollmachtsurkunde selbst
ergeben (1 U 26/2003 29. Juli 2003).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Berlin begründet eine Barzahlung eines
Honorarvorschusses in Höhe von 2000 Euro noch keinen eine Durchsuchung einer
Rechtsanwaltskanzlei rechtfertigenden Anfangsverdacht wegen Geldwäsche (502 Qs
49/2003 24. Juli 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Zweibrücken steht eine
Verfahrenseinstellung einer erkennbar auf andere Fälle bezogenen Durchsuchung
nicht entgegen (Qs 68/2003 21. Juli 2003).
2003-09-13 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf eine allein erziehende Frau bei der
Förderung ihrer Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz
grundsätzlich nicht dadurch benachteiligt werden, dass sie den Unterhalt ihrer
Kinder durch eigene Erwerbstätigkeit sicher stellt (1 BvR 1573/2002 11. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Zuteilung
mehrerer Grundstücke aus der Bodenreform als Kleinstfläche an einen
Begünstigten nicht deswegen nichtig, weil die Gesamtfläche der zugeteilten Grundstücke
5000 Quadratmeter überschreitet (V ZR 435/2002 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf dem Gläubiger
bei einer Lohnpfändung die Beiordnung eines Rechtsanwalts nur nach Prüfung des
Einzelfalls versagt werden (Ixa ZB 124/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Teilung
eines einheitlich (z. B. mit einer Burg) bebauten Grundstücks der Erwerber des
einen Grundstücks aus Nachbarrecht verpflichtet sein, bauliche Veränderungen an
seinem Gebäude in einer die Belange des anderen Grundstückseigentümers
möglichst wenig beeinträchtigenden Weise zu verwirklichen (V ZR 199/2002 11.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands geht bei einem
Arbeitsunfall der Anspruch des Verletzten gegen den Schädiger gemäß § 116 I SGB
X im Zeitpunkt des Unfalls auf den Unfallversicherungsträger über, soweit
dieser auf Grund des Schadensereignisses Sozialleistungen zu erbringen hat (VI
ZR 274/2002 8. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das rechtliche
Gehör verletzt sein, wenn das Beschwerdegericht in der mündlichen Verhandlung
die Zurückverweisung der Sache zur weiteren Aufklärung als sicher darstellt und
der Beschwerdeführer deswegen von der Stellungnahme zu einem gerichtlichen
Hinweis absieht (I ZB 36/2000 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands verletzt die
dem Träger der Regionalplanung durch Landesgesetz auferlegte Verpflichtung zur
gebietsscharfen Ausweisung regionalbedeutsamer Infrastrukturvorhaben nicht die
Garantie der kommunalen Selbstverwaltung, wenn die Ausweisung durch
überörtliche Interessen von höherem Gewicht gerechtfertigt ist und den
Grundsatz der Verhältnismäßigkeit einhält (4 CN 9/2001 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf genügt bei leicht
verständlichen Sachverhalten und überschaubaren Verfahrensgegenständen die
Übersetzung der Anklageschrift in der Hauptverhandlung nach der Verlesung (2 Ss
88/2003-41/2003 II 2. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann in der
Zusendung rechnungsähnlich gestalteter Angebote eine konkludente Täuschung im
Sinne des Betrugstatbestandes liegen (1 Ws 126/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein Ausschluss von
Zugewinnausgleich und Versorgungsausgleich vorsehender Ehevertrag nicht ohne
Weiteres wegen unangemessener Benachteiligung eines Ehepartners unwirksam (13
UF 257/2003 23. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hannover ist die unaufgeforderte
Zusendung eines e-mails für eine Spendenaktion Nachbarn in Not nicht ohne
Weiteres wettbewerbswidrig (526 C 15759/2002 19. Februar 2003).
Die Änderungen des Urheberrechts in Deutschland treten (auf Grund ihrer
Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt vom 12. September 2003) in Kraft.
Israel beschließt die Ausweisung des Palästinenserführers Yassir Arafat und
sieht seine Tötung als opportun an.
Gramlich, Bernhard, Mietrecht, 9. A. 2003
Urban-Crell, Sandra/Schulz, Christian, Arbeitnehmerüberlassung und
Arbeitsvermittlung, 2003
Richardi, Reinhard, Arbeitsrecht in der Kirche, 4. A. 2003
Wimmer, Andreas, Klausurtipps für das Assessorexamen, 3. A. 2003
2003-09-12 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat (z. B. Portugal) den Betrieb
von Glücksspielen und Geldspielen auf Kasinos mit staatlicher Zulassung
beschränken (C-6/2001 11. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
angestellter Lehrer nicht wirksam auf die Erstattung der bei einer genehmigten
Dienstreise (z. B. Klassenfahrt) entstehenden Kosten verzichten (6 AZR 323/2002
11. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hat ein Stromeinspeisungen
messender Stromnetzbetreiber keinen Anspruch auf Ersatz der Messkosten gegen
den Stromeinleiter (29 U 14/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz müssen
Landkreise und kreisfreie Städte bei Ganztagsschulen in offener Form keine
Schulbusse für die Rückfahrten der Schüler an Nachmittagen einsetzen (und
bezahlen) (2 A 10588/2003 25. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg ist nach Entziehung
der Fahrerlaubnis wegen Drogengebrauchs für die Neuerteilung des Führerscheins
der Fahrerlaubnisbehörde ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorzulegen
(7 B 2994/2003 27. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Deutschen Patent- und Markenamts kann die Deutsche
Post AG von einem Wettbewerber (z. B. EP Europost AG & Co) nicht die
Unterlassung der Verwendung des Wortes Post verlangen (30240981.5/39).
Nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation
Deutschlands darf die Deutsche Telekom einen Mindestumsatz verlangen und
Pauschalgebühren für Geschäftskundentarife einführen.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs darf die
staatliche Betreuung bzw. Nichtbetreuung von Asylsuchenden nicht nur von der
Herkunft aus einem bestimmten Land (z. B. Georgien) abhängig gemacht werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten
erhalten Angehörige von Opfern des Terroranschlags vom 11. September 2001 keine
Entschädigung aus den 1990 beschlagnahmten Geldern des Irak.
Die Deutsche Bank verklagt den Staat New York wegen der Schäden an ihren
Gebäuden durch den Terroranschlag vom 11. September 2003 auf 500 Millionen
Dollar Schadensersatz.
Die Vereinigten Staaten von Amerika wollen ihre Gefangenen auf Guantanamo ohne
Entscheidung über Schuld oder Unschuld für die Dauer ihres Kampfes gegen den
Terrorismus festhalten.
Nach einer Verordnung Österreichs müssen gefährliche Gegenstände (z. B.
Piercingringe) vor dem Turnunterricht abgelegt oder überklebt oder die
betreffenden Schüler vom Turnunterricht ausgeschlossen werden.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hebt die 1992 gegen Libyen verhängten
Sanktionen auf.
Der deutsche Aktienindex fällt auf 3502 Punkte.
Werner Flume 95.
2003-09-11 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die von Österreich 1995
zur Erschwerung des Leasings von Kraftfahrzeugen in anderen Mitgliedstaaten
eingeführte Eigenverbrauchsabgabe europarechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Verordnung der
Europäischen Gemeinschaft über die Verteilung der für 2000 erforderlichen
Verringerung der Ökopunkte für Fahrten von Lastkraftwagen durch Österreich auf
die Jahre bis 2004 rechtswidrig, doch hat Österreich die für die Berechnung
erforderlichen Zahlen so spät vorgelegt, dass eine vollständige Kürzung allein
im Jahr 2000 den freien Warenverkehr unverhältnismäßig eingeschränkt hätte und
nur eine Verteilung auf die Jahre 2000 und 2001 rechtmäßig gewesen wäre
(C-445/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die mündliche
Nebenvereinbarung einer höheren als der schriftlich vereinbarten
Grundstücksmiete wegen Verabredung einer Steuerhinterziehung grundsätzlich
unwirksam (XII ZR 74/2001 2. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitnehmer (z. B. Niederlassungsleiter) bei Beendigung des
Arbeitsverhältnisses durch Kündigung dem Arbeitgeber keine finanziellen
Leistungen (z. B. Beteiligung an Leasingkosten des Dienstwagens) ohne
Gegenleistung erbringen (9 AZR 574/2002 9. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann ein sexuelle Kontakte
ermöglichender Barbetreiber ein sexuelle Kontakte anbietendes Anzeigenblatt
nicht wegen Wettbewerbsverletzung verklagen (4 U 63/2003 9. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss ein Mieter nicht nach 16
Uhr seinen Briefkasten auf neu eingetroffene Post (z. B. des Vermieters)
überprüfen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hanau ist der Vorsitzende im Strafverfahren
gegen Margret Härtel wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs auf Grund
unzureichender Kenntnis der Akten befangen.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund genügen für eine
Arbeitsunfallverletztenrente mehrere, insgesamt eine Erwerbsfähigkeitsminderung
von 20 Prozent erreichende einzelne gesundheitliche Beeinträchtigungen (23 [11]
U 116/2002 25. August 2003).
Frankreich einigt sich mit Libyen endgültig über die Entschädigung der Opfer
eines Anschlags auf ein Linienflugzeug.
Schwedens Außenministerin Anna Lindh stirbt an den Folgen von Messerstichen
eines Attentäters in einem Kaufhaus.
2003-09-10 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Abhängigmachung der
Aufnahme eines Arbeitnehmers (z. B. Isabel Burbauds) in die öffentliche
Krankenhausverwaltung eines Mitgliedstaats (z. B. Frankreichs) von einer
Ausbildung in einer Schule des Mitgliedstaats europarechtswidrig (C-285/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf Mobilcom die
von der Deutschen Telekom verwendete Farbe Magenta-Rot in Anzeigen nicht
verwenden (I ZR 44/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Rücknahme der Einbürgerung eines das Bestehen einer ehelichen
Lebensgemeinschaft mit einer deutschen Ehefrau vortäuschenden Ausländers
rechtmäßig (1 C 6/2003 9. September 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein Arbeitgeber
bei der Bemessung von nettobezogenen Zuschussleistungen nicht zur
Berücksichtigung einer rechtsmissbräuchlichen Lohnsteuerklassenwahl
verpflichtet (9 AZR 554/2002 9. September 2003 u. a.)
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein keinem
Arbeitgeberverband angehörender, in seinem Firmentarifvertrag inhaltlich auf
Verbandstarifverträge verweisender Arbeitgeber in einen um den Neuabschluss
eines Verbandstarifvertrages geführten Verbandsarbeitskampf einbezogen werden
(1 AZR 142/2002 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein muss ein
unter Verletzung des Landesnaturschutzgesetzes mit seinem Wohnmobil auf dem
öffentlichen Parkplatz vor einem Restaurant übernachtender Tourist 35 Euro
Bußgeld zahlen (1 Ss Owi 33/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Naumburg sind die Finder der
Himmelsscheibe von Nebra wegen Unterschlagung und Hehlerei zu Haft mit
Bewährung, Geldstrafen und gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Nach einem Vergleich nimmt RWE als Folge der Vereinbarungen zwischen der
Bundesregierung Deutschlands und den Energieunternehmen die Schadenersatzklagen
wegen des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich zurück und trägt die Kosten des
Rechtsstreits in Höhe von 40,5 Millionen Euro.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Indonesiens ist Abdul Aziz
alias Imam Samudra wegen Beteiligung am Bombenanschlag von Bali zum Tod
verurteilt.
Gegen Zahlung von 2000 Dollar nimmt der Musikverband RIAA in den Vereinigten
Staaten von Amerika seine Klage gegen ein zwölfjähriges Mädchen wegen
Urheberrechtsverletzung zurück.
Boris Meissner 10. August
1915-Köln 10. September 2003.
Peter Christian Wauschkuhn Angerapp/Ostpreußen 30. Dezember
1940-Zernez/Engadin 10. September 2003.
2003-09-09 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs ist die Bereitschaftszeiten eines Klinikarztes (z. B.
eines Assistenzarztes am städtischen Krankenhaus Kiel), in denen er nicht
arbeitet, aber anwesend ist, als Ruhezeiten einstufende Regelung eines
Mitgliedstaats (z. B. Deutschlands) wegen Verletzung der Richtlinie 1993/104
europarechtswidrig, weil sich der Arzt in der Ruhezeit an einem vom Arbeitgeber
bestimmten Ort aufhalten und dem Arbeitgeber zur Verfügung stehen muss, um
gegebenenfalls sofort seine Leistung zu erbringen (C-151/2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat
(z. B. Italien) den Verkauf eines gentechnisch veränderten, nach
wissenschaftlich begründeter Ansicht möglicherweise gefährlichen Lebensmittels
(z. B. Tiermehl aus gentechnisch verändertem Mais) für einen
Untersuchungszeitraum verbieten.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein sein
siebenjähriges Kind von hinten umklammernder und erstickender Vater nicht
heimtückisch, aber möglicherweise aus niedrigen Beweggründen getötet (1 StR
153/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Landgericht als Beschwerdegericht im zivilprozessualen Verfahren die
Rechtsbeschwerde an den Bundesgerichtshof nach § 17a IV 5 GVG zulassen (III ZB
91/2002 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Käufer
eines verwendeten Firmenmantels einer Gesellschaft die Anforderungen für die
Neugründung einer Gesellschaft (z. B. einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung) erfüllen (II ZB 4/2002 7. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Gericht
den Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses nicht wegen
Zahlungsunfähigkeitserklärung des Schuldners ablehnen (IXa ZB 62/2003 27. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist der
Verkaufserlös des Miteigentumsanteils an einer bisherigen Ehewohnung eines
Arbeitslosen bei der Ehescheidung dann bei der Berechnung der Arbeitslosenhilfe
anzurechnen, wenn er nicht zum alsbaldigen Erwerb angemessenen Wohnraums
bestimmt ist (B 11 AL 55/2002 E 5. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann bei großer
klanglicher Ähnlichkeit zweier Internetdomains für identische Waren oder
Dienstleistungen der eine Inhaber von dem anderen Inhaber Unterlassung verlangen
(3 w 81/2003 7. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist eine vor rund
200 Jahren durch mündliche Vereinbarung entstandene Grunddienstbarkeit (z. B.
Wegerecht) nicht durch die Nichteintragung im Grundbuch untergegangen (3 W
7903).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken überwiegt das
Interesse am Schutz des Lebens eines infolge dienstlicher Tätigkeit gefährdeten
Menschen das Interesse seines Wohnanlagenachbarn am Schutz vor andauernder
verdeckter Überwachung durch Kameras (3 W 126/2003 20. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein darf ein
Arbeitgeber einen Betriebsrat von der betriebsüblichen Nutzung des Internets
nicht ausschließen (1 TaBV 16/2002 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf Hans Saler nicht
behaupten, dass Reinhold Messner den Tod seines Bruders durch übertriebenen
Ehrgeiz bei der Überschreitung des Nanga Parbat im Jahre 1970 mitverursacht
hat.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hof kann aus der Tätigung von 41
Geschäften auf der Internetauktionsplattform ebay nicht geschlossen werden,
dass ein Verkäufer eines Notebooks Unternehmer ist (22 S 28/2003 29. August
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth ist eine Kunden
schnelle Abwicklung von Wertpapiergeschäften durch online-broking anbietende
Bank zum Schutz des Kunden vor hoher Verschuldung durch Eingabeirrtum
verpflichtet (10 O 8034/2001 23. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hat ein gehbehinderter,
fahrtauglicher Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung (2
RJ 139/2000 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg muss Hamburg einem eine
Untätigkeitsklage wegen nicht rechtzeitiger Veröffentlichung von Urteilen des
Bundesfinanzhofs im amtlichen Bundessteuerblatt durch das
Bundesfinanzministerium erhebenden Steuerzahler die Prozesskosten erstatten
(III 86/2003 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg kann ein für sein
vorzeitiges Ausscheiden aus einem Unternehmen Sachleistungen, Gehalt und eine
hohe Abfindung erhaltender Geschäftsführer den Steuervorteil des § 34 EStG
verlieren (15 K 6157/1998 E 21. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz können Geldbußen der
Europäischen Kommission in Kartellsachen wegen fehlenden Abschöpfungsanteils
nicht von der Steuer abgesetzt werden (2 K 2377/2001 15. Juli 2003).
Die Rechtsanwälte der Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester der Erzdiözese
Boston in den Vereinigten Staaten von Amerika einigen sich mit der Erzdiözese
auf eine Abfindung von 77 Millionen Euro.
Der die Aufnahme Kurt Waldheims auf die Watchlist der Vereinigten Staaten von
Amerika bewirkende Neal Sher ist wegen Veruntreuung von Geldern aus dem
Restitutionsfond aus der zuständigen Rechtsanwaltskammer ausgeschlossen.
2003-09-08 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands geht ein Unterhaltsanspruch eines Kindes gegen
eine es jahrelang trotz voller Berufstätigkeit pflegende Mutter nicht nach
deren Eintritt in den Ruhestand auf den Sozialhilfeträger über (XII ZR 339/2000
23. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann ein durch einen
erstrittenen Unterlassungstitel geschützter Verletzter gegen eine neue
Verletzungshandlung nur durch (z. B. Dringlichkeit der Verfügung gegen den
betreffenden Verstoß voraussetzende) Ordnungsmittel nach § 890 ZPO, nicht durch
eine erneute Unterlassungsklage vorgehen (6 U 32/2003 25. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein sind
Praktikanten bei der Wahl des Betriebsrats wahlberechtigt (2 TaBV 39/2002 15.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Essen hat ein Ausländer mit
Anspruch auf Arbeitslosenhilfe keinen Anspruch auf Zahlung der Kosten eines
Deutschkurses durch die Sozialverwaltung, weil er infolge seiner Arbeit über
ausreichende Deutschkenntnisse verfügen muss (12 AL 234/2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Baden-Württemberg darf die
Finanzverwaltung nicht rechtmäßig erlangte Kenntnisse eines Betriebsprüfers
einer Bank über Kunden verwerten (3 K 240/1998).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim ist ein Strohmänner für meist
türkische Fahrschüler in die praktische Fahrprüfung entsendender Fahrlehrer zu
fünf Jahren Haft verurteilt.
Nach einem Beschluss der Europäischen Kommission können auf Grund
mitgliedstaatlicher Regelung Zigarettenverpackungen mit Bildern (z. B.
sterbender Krebspatienten) versehen werden.
Juliane Kokott tritt ihr Amt als Generalanwältin bei dem Europäischen
Gerichtshof am 7. Oktober 2003 an.
Jutta Semler ist seit 3. September 2003 Präsidentin des Verwaltungsgerichts
Stuttgart.
Richard Giesen wechselt von Darmstadt nach Gießen.
Urs Peter Gruber wechselt von München nach Halle-Wittenberg.
Ralf Krack wechselt von Göttingen nach Kiel.
Christian Schröder wechselt nach Halle-Wittenberg.
Rolf Sethe wechselt nach Halle-Wittenberg.
Ansgar Staudinger wechselt von Münster nach Bielefeld.
Stefan Vogenauer wechselt vom Max-Planck-Institut in Hamburg nach Oxford.
Birgit Bachmann wird in München für Zivilrecht, Zivilverfahrensrecht,
internationales Privatrecht und Steuerrecht habilitiert.
Christoph Brüning wird in Bochum habilitiert.
Diederich Eckhardt wird in Bonn für bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht
habilitiert.
Torsten Körber wird in Göttingen für bürgerliches Recht, internationales
Privatrecht, Rechtsvergleichung, Handels- und Gesellschaftsrecht, deutsches und
europäisches Wirtschaftsrecht habilitiert.
Sebastian Krebber wird in Trier für bürgerliches Recht, Arbeitsrecht,
internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung habilitiert.
Frank Maschmann wird in Passau für bürgerliches Recht, deutsches und
europäisches Arbeits- und Sozialrecht habilitiert.
Hendrik Schneider wird in Mainz für Strafrecht, Strafprozessrecht,
Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht habilitiert.
Joachim Suerbaum wird in Bochum habilitiert.
2003-09-07 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die Ausweisung eines seit dem
fünften Lebensjahr in Deutschland lebenden, zahlreiche, schwere Straftaten
begangen habenden Türken in die Türkei nicht unverhältnismäßig (43359/1998 4.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sind für die Frage, ob
zwei Klagen zwischen denselben Personen bei Gerichten verschiedener
Vertragsstaaten (z. B. wegen Brieftaubenuhren) denselben Gegenstand haben, nur
die Klageansprüche des jeweiligen Klägers zu berücksichtigen (C-111/2001 8. Mai
2003).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs ist bei dreidimensionalen,
aus der Form der Ware bestehenden Marken kein strengerer Maßstab anzulegen als
bei anderen Markenformen und ist zu berücksichtigen, dass dreidimensionale, aus
der Form der Ware bestehenden Marken von allen frei verwendet werden und
grundsätzlich nicht eingetragen werden können (C-53/2001 u. a. 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Verweigerung des vorläufigen Rechtsschutzes gegen Bußgeldverfahren wegen
Berufsausübung ohne Meisterbrief durch Verwaltungsgerichte das Gebot effektiven
Rechtsschutzes (1 BvR 2129/2002 7. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die allgemeine
Geschäftsbedingung Die Übergabe des Objekts wird dadurch ersetzt, dass die
Leasinggeberin ihre Herausgabeansprüche gegenüber dem Besitzer an den
Lieferanten abtritt unwirksam (VIII ZR 135/2002 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt die
Beseitigung der Ausschlussmöglichkeit des gesetzlichen Erbrechts des
Adoptivkinds nicht die Testierfreiheit (1 BvR 1504/2002 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann bei einem einen
nicht unerheblichen Teil seiner Arbeitszeit im Außendienst verbringenden
Praxis-Consultant das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten
beruflichen Betätigung bilden (VI R 78/2002 29. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ursprünglicher
Zustand bei Erwerb eines Wohngebäudes durch Schenkung oder Erbfall der Zustand
zum Zeitpunkt der Anschaffung oder Herstellung durch den Schenker oder
Erblasser (IX R 64/1999 3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein Empfänger von
Arbeitslosenhilfe bei Eingehen unverändert weiterer Zahlungen seine Mitteilung
über leistungserhebliche Veränderungen in geeigneter Form wiederholen (Ss
470/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel ist eine
mehrheitlich von der öffentlichen Hand betriebene Aktiengesellschaft (z. B.
Fraport AG) an Art. 8 I GG gebunden (6 TG 691/200 14. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main rechtfertigt der
Terroranschlag vom 11. September 2001 den Rücktritt von einer Flugreise nach
New York vom 24. November bis 30. November 2001 wegen höherer Gewalt (2/24 S
239/2002 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II muss ein Unternehmen in
Italien 25000 Euro Gewinnzusage an eine Verbraucherin in Weilheim leisten.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hameln ist auch dann, wenn eine
Ersatzbeschaffung für einen unfallbedingt zerstörten Personenkraftwagen nur
durch Ankauf von einer nicht umsatzsteuerpflichtigen Privatperson möglich ist,
ein Mehrwertsteuerabzug (z. B. 323,45 Euro) vom Wiederbeschaffungswert nicht
rechtmäßig (20 C 89/2003 [2] 27. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Papenburg ist vom
Wiederbeschaffungswert für ein total beschädigtes Kraftfahrzeug im
Gebrauchtwagenhandel (wegen der Händlergewinnspanne von 20 Prozent) ein
pauschaler Abzug von 2 Prozent Mehrwertsteuer vorzunehmen (2 C 162/2003 [VII]
19. Juni 2003).
Gegen 23,25 Millionen Dollar verzichtet Be Inc. auf Schadensersatzansprüche
gegen Microsoft wegen Zerstörung seiner Geschäftsbasis durch unlauteren
Wettbewerb.
2003-09-06 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der mit einem Prozesskostenhilfeantrag
scheiternde Konkursverwalter die Anfechtungsfrist nicht gewahrt, wenn er zwecks
Klage den Prozesskostenvorschuss eingezahlt, aber nicht erklärt hat, dass der
Anspruch gerichtlich geltend gemacht werden soll (IX ZR 113/2001 10. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Abtretung
von Mietzinsansprüchen ohne gleichzeitige Übernahme der Pflichten aus einem
Mietvertrag rechtmäßig (XII ZR 34/2002 2. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist bei Rettungshandlungen eines
Dritten auf Kosten eines Versicherungsnehmers hinsichtlich der subjektiven
Erforderlichkeit der Aufwendungen auf die Person des Dritten abzustellen (IV ZR
276/2002 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Kirche nicht gehindert, die Gewährung eines teilweisen Kirchensteuererlasses an
eine fortbestehende Kirchenmitgliedschaft zu knüpfen (9 C 12/2002 21. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin steht einem
Gewinnauszahlungsanspruch eines Spielers ein von ihm abgeschlossener
Spielsperrvertrag entgegen (8 U 237/2002 30. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann die Internetdomain
arena-berlin.de eines Veranstalters (ohne zusätzliche Verkehrsgeltung) keinen
kennzeichenrechtlichen Schutz für Arena begründen (5 U 335/2002 4. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg kann die nicht
vollständige Nutzung der Hofgebäude durch den formlos bestimmten Hoferben unter
besonderen Umständen unschädlich sein (10 W 32/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg kann ein Anbieter
von Computerkursen in einer Fremdenverkehrsgemeinde zur Leistung eines
Fremdenverkehrsbeitrags verpflichtet sein (9 KN 352/2002 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße kann
die Aufrechnung des Beklagten mit einem zivilrechtlichen Anspruch nur
berücksichtigt werden, wenn der Anspruch unbestritten oder rechtskräftig bzw.
bestandskräftig festgestellt ist (4 K 2627/2002 31. Januar 2003).
Baumbach, Adolf/Hopt, Klaus, Handelsgesetzbuch, 31. A. 2003
Handbuch des Vertriebsrechts, hg. v. Martinek, Michael/Semler,
Franz-Jörg/Habermeier, Stefan, 2. A. 2003
Frotscher, Werner/Pieroth, Bodo, Verfassungsgeschichte, 4. A. 2003
2003-09-05 Nach einer Eilentscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf eine Demonstration in Nürnberg am
6. September 2003 unter Auflagen stattfinden.
Nach einer Entscheidung des Bundespatentgerichts Deutschlands darf ein Patent
mit neuniederdeutscher (plattdeutscher) Benennung (z. B. Läägeünnerloage,
Liegeunterlage) als Gebrauchsmuster eingetragen werden (5 W [pat] 12/2000).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss ein
Spätaussiedler ein einfaches Gespräch auf Deutsch führen können (5 C 33/2002, 5
C 11/2003 4. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss eine
Behörde (z. B. Sozialamt) einem Betroffenen den Namen eines Informanten über
den Betroffenen nicht mitteilen (5 C 48/2002 4. September 2002).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands sind auch Ersetzungs-
und Reparaturarbeiten an früher eingesetzten Implantaten aus dem
Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen (1 KR
9/2002 R 3. September 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf handelt ein freier
Händler mit einer kleinen Werkstatt nicht arglistig, wenn er einen
Gebrauchtwagen nach nur einer Probefahrt ohne sorgfältige maschinelle
Überprüfung verkauft, obwohl das Fahrzeug mit einer Laufleistung von 140000
Kilometern bereits irreparable Motorschäden aufweist (1 U 209/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf ein Zahnarzt nicht mit
einem (dominierenden) lachenden Mund werben (6 U 23/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss Barbara von Johnson
als Urheberin der grafischen Vorlage bei Nutzungen der Figur Pumuckl genannt
werden (29 U 4743/2992 4. September 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kleve muss Landesgeschäftsführer Kuhl
die Namen von Spendern von 1,4 Millionen DM an die Freie Demokratische Partei
Nordrhein-Westfalens nennen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist nicht erwiesen, dass gesundheitliche Schwierigkeiten zweier
übergewichtiger Frauen durch Verzehr von Gerichten McDonald’s verursacht sind.
In der Europäischen Union müssen ab 2005 Verfallsfristen bzw. Haltbarkeitsdaten
eines geöffneten kosmetischen Produkts auf den Verpackungen offengelegt werden.
Heinz Cramer 24. Mai 1911-Hamburg 5. September 2003.
2003-09-04 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein Zahnarzt im Internet und in
Branchentelefonbüchern mit Fotos und Hinweisen auf die Verwendung von Dialekt
in der Praxis für seine Leistung werben (1 BvR 1003/2002 26. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss eine Bank
grundsätzlich einen Überweisungsauftrag von einem Bankkonto eines Kindes auf
ein Bankkonto seiner Eltern ausführen (24 U 128/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein ist
Emelie-Extra als Vorname eines Mädchens (ebenso wie der Vorname Prestige für
einen Jungen) zulässig (2 W 110/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen ist ein Angebot für
einzelne Teilstrecken zweier Fahrtrouten (Lose) zur Personenbeförderung in
einem Vergabeverfahren kein Angebot für Teillose und damit ausschließbar (6
Verg 7/2003 15. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Bayern ist ein Arbeitnehmer
durch die Unfallversicherung zwar auf dem Weg zu einer Betriebstoilette gegen
einen Unfall geschützt, nicht aber gegen einen Unfall in der Betriebstoilette
selbst (3U 323/2001 9. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn soll der Europäische Gerichtshof
klären, ob das bei Widerruf eines Realkreditvertrags in Deutschland angewendete
Recht europarechtswidrig ist (1 O 795/2002 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz ist ein Schmerzensgeldanspruch
eines Opfers des Flugzeugunglücks von Ramstein im Jahre 1988 wegen psychischer
Spätfolgen verjährt, weil er nicht rechtzeitig geltend gemacht wurde (6 O
622/2000).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier muss ein 13jähriger Schüler
Schadensersatz für die Schäden eines Mitschülers durch von ihm geworfene
Papierkügelchen leisten (3 O 209/2002 17. Juli 2003).
Nach gewissenhafter Prüfung verzichtet Johannes Rau auf Grund seiner
persönlichen Lebensplanung auf eine Wiederkandidatur für das von ihm angestrebte
Amt des Bundespräsidenten Deutschlands, für die den ihn unterstützenden
Parteien im Zeitpunkt der Wahl voraussichtlich eine Mehrheit fehlen würde.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf ist das
Ermittlungsverfahren gegen Joachim Erwin wegen des Verdachts der Nötigung in
Zusammenhang mit Demonstrationen von Roma in Düsseldorf eingestellt.
Das Inpol-System der Fahndung der Polizei in Deutschland ist auf Inpol-Neu
umgestellt.
Goldman Sachs einigt sich mit der Börsenaufsicht der Vereinigten Staaten von
Amerika auf die Zahlung von 9,3 Millionen Dollar zur Beilegung des Verdachts
des Insiderhandels.
2003-09-03 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Zusage fünfer unentgeltlicher Bücher
für eine zweijährige Mitgliedschaft in einem Buchclub kein übertriebenes
Anlocken (I ZR 291/2000 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Betriebsrat Anspruch auf Zugang zum Internet und darf unzensiert eigene
Beiträge auf einer eigenen Seite im jeweiligen Unternehmensintranet
veröffentlichen (7 ABR 8/2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln stehen einem
Rechtsanwalt bei Anordnung einer mündlichen Verhandlung über eine einstweilige
Verfügung in einem Beschwerdeverfahren zweitinstanzliche Gebühren in 10/10 Höhe
vom Zeitpunkt der Anordnung an zu (4 Ta 104/2002 7. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika sind mehr als 100 nur von einem einzelnen Richter gefällte Todesurteile
aufgehoben.
Die Bürgerschaft Hamburgs wählt mit 60 von 64 Stimmen der Regierungskoalition
Dirk Nockemann zum Nachfolger Ronald Schills als Innensenator.
Karl-Heinz Waßmuth ist Vizepräsident des Oberlandesgerichts Schleswig.
Ungarn entschädigt Opfer von Gewaltherrschaften mit rund 1500 Euro.
Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation Deutschlands genehmigt
der Deutschen Telekom Pauschaltarife, nach denen für einen Aufschlag z. B. an
Samstagen oder eine gewisse Zeit im Ortsnetz kostenlos telefoniert werden kann.
Günther Kaufmann widerruft sein Geständnis der Tötung seines Steuerberaters.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen erlässt ein Rauchverbot für das
Gebäude der Vereinten Nationen in New York.
Nach einer Entscheidung der Welthandelsorganisation dürfen Entwicklungsländer
Nachahmungen wichtiger Arzneimittel einführen.
2003-09-02 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine im Ausland (z. B. Italien)
zuzustellende Klage (z. B. Brandenburgs) bei einem Gericht Deutschlands ohne
zusätzliche Vorkehrungen (z. B. zusätzliche Klageschriften) eingereicht werden
(V ZR 424/2002 11. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat jeder jeweilige
Eigentümer Anspruch auf Entschädigung wegen ausgeführter Schallschutzmaßnahmen
(III ZR 379/2002 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann ein Architekt
Schadensersatzansprüche nicht mit der Begründung abwehren, er sei an der
Universität unzureichend (in Abdichtung gegen Wasserschäden) ausgebildet worden
(VII ZR 329/2002 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt die Haftung
eines Unternehmers für nachgeahmte Erzeugnisse (z. B. Porzellan Altluxemburg)
auf Unterlassung und Schadensersatz mit der Auslieferung an Zwischenhändler (I
ZR 214/2000 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Nutzer
eines Reservierungssystems für Linienflüge im Internet vom Anbieter klar darauf
hingewiesen werden, dass sich der Endpreis erst bei fortlaufender Eingabe in
das Reservierungssystem ergibt (I ZR 222/2000 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind Ansprüche
entlassener Arbeitnehmer auf Nachteilsausgleich gegen einen eine
Betriebsstilllegung ohne Interessenausgleichsversuch mit dem Betriebsrat
durchführenden Betriebsinhaber nur einfache Masseverbindlichkeiten (2 AZR
15/2002 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands steht ein Beschäftigter
auf dem Weg zur ärztlichen Begutachtung seiner Rehabilitationsbedürftigkeit
nicht unter Unfallversicherungsschutz (B2 U 48/2002 R 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein Antrag auf
nachträgliche Berichtigung des Tatbestands oder auf Änderung oder Ergänzung der
Urteilsgründe eines vom Bundesfinanzhof gefällten Revisionsurteils unzulässig
(IV R 63/1999 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen sind
die Haushalte 2001 und 2002 des Landes wegen Finanzierung von Rücklagen durch
Darlehen verfassungswidrig (VerfGH 6/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann Connex nicht
die Ausschreibung von Aufträgen im öffentlichen Nahverkehr auf Schienen vor
Vergabe an die Deutsche Bahn verlangen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist die Marke
Champ für Bier nicht verwechslungsfähig mit Champagner, wohl aber Champ für
Sekt, Wein, Schaumwein oder Mischgetränk mit Schaumweinanteil (6 U 86/2001 7.
August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln prüft das
Beschwerdegericht bei Beschwerde gegen eine Ratenzahlungsanordnung von
Prozesskostenhilfe nur, ob die zugrundegelegten Berechnungen formal richtig
sind, und muss eine betroffene Partei Schadensersatzansprüche gegen ihren
Rechtsanwalt aus Beratungsvertragsverletzung vor den ordentlichen Gerichten
erheben (2 Ta 124/2003 23. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz darf ein Arbeitgeber
eine Vertretungskraft für einen Mitarbeiter im Erziehungsurlaub auch für andere
Aufgaben als die Aufgaben des vertretenen Arbeitnehmers einsetzen (6 Sa
1122/2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin muss der Inhaber einer
Lebensversicherung (z. B. ein Raumausstatter) seine Lebensversicherung (z. B.
über 45000 Euro) verwerten, ehe er Arbeitslosenhilfe erhalten kann (6 AL
16/2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen ist dem
nicht von Abschiebung bedrohten, langjährig in Deutschland lebenden Ausländer
eine befristete Arbeitserlaubnis zu erteilen (1AL 2/2002 16. Juni 2003).
Die Europäische Kommission lehnt Österreichs Antrag auf Verlängerung des
Verbots genetisch veränderter Organismen um drei Jahre ab.
Jorma Ollila (Nokia) verdiente 2002 15,6 Millionen Euro, Josef Ackermann
(Deutsche Bank) 6,3 Millionen, Ulrich Hartmann (E.ON) 3 Millionen, Jürgen E.
Schrempp (DaimlerChrysler) 2,5 Millionen, Heinrich von Pierer (Siemens) 2,3
Millionen, Michael Diekmann (Allianz) 2,2 Millionen, Igor Landau (Aventis) 1,9
Millionen, Kai-Uwe Ricken (Deutsche Telekom) 1,7 Millionen und Henning
Kagermann (SAP) 1,2 Millionen.
Hans-Peter Kirchhof im Ruhestand.
Der Wert des Euro fällt auf 1,0851 Dollar.
2003-09-01 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind Verfassungsbeschwerden
Hinterbliebener gegen die Einstellung der Strafverfahren wegen des Zugunglücks
von Eschede auf Grund Fehlens einer Verfassungsverletzung nicht zur
Entscheidung angenommen (2 BvR 911/2003 27. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Verbraucherkreditgesetz auch auf Wohnungsbaudarlehen juristischer Personen des
öffentlichen Rechts anzuwenden (XI ZR 100/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet ein
Verstoß eines Treuhänders gegen das Rechtsberatungsgesetz nicht die Nichtigkeit
des von ihm in Vertretung des Erwerbers geschlossenen Kreditvertrags (XI ZR
289/2002 3. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird die
Verjährung der Zahlungsansprüche eines Arbeitnehmers durch die auf
Verfassungsbeschwerde des Gekündigten vom Bundesverfassungsgericht Deutschlands
hin als verfassungswidrig aufgehobene rechtskräftige Abweisung der
Kündigungsschutzklage nicht gehemmt (2 AZR 297/2001 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen kann eine jahrelang in
der Nachtschicht eingesetzte Krankenschwester auch ohne ausdrückliche
Festlegung im Arbeitsvertrag Einsatz in der Nachtschicht verlangen (5 SaGa
1623/2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts darf T-Online trotz des
Verkaufs des Suchdienstes Ouverture an Yahoo den Suchdienst Ouverture nicht
vertragswidrig durch den Suchdienst Google ersetzen.
Frankreich einigt sich mit Libyen über die Höhe einer Entschädigung für einen
von Libyen zu verantwortenden Bombenanschlag auf ein Flugzeug Frankreichs im
Jahr 1989.
Die Deutsche Börse erleichtert nach Abweisung einer Musterklage der deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz durch das Bundesverwaltungsgericht
Deutschlands wegen Fehlens der Aktivlegitimation die Regeln der Börsenordnung
für den Rückzug von der Börse.
Stephan Graf Vitzthum von Eckstadt Breslau 6. August 1940-Aachen 2. September
2003.
2003-08-31 In Deutschland beginnt die zur
allgemeinen Überwachung von Fahrzeugbewegungen geeignete Erprobungsphase für
die Einhebung einer Maut für Lastkraftwagen auf Autobahnen anscheinend mit
Mängeln.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine Beschränkung des
Parallelimports eines Arzneimittels dann nicht europarechtswidrig, wenn wegen
des Fortbestands dieses Arzneimittels auf dem Markt des Einfuhrmitgliedstaats
tatsächlich eine Gefahr für die menschliche Gesundheit besteht (C-15/2001 8.
Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist
gegenüber einer Anonymisierungsauflage für Fernsehbilder aus Strafverhandlungen
keine einstweilige Anordnung zulässig (1 BvR 697/2003 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verstößt ein die
Abbildung gesetzlicher Zahlungsmittel enthaltendes Muster und Modell (z. B.
einer Deutschen Mark auf einer Kaffeetasse) nicht gegen die öffentliche Ordnung
(I ZB 27/2001 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfordert eine
Aufenthaltsgestattung eines aus einem sicheren Drittstaat eingereisten
Ausländers einen Asylantrag, der erkennen lässt, dass der Betreffende Schutz
vor einer aus seiner Sicht bestehenden politischen Verfolgung sucht (V ZB
49/2002 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist für die
Begründung einer Berufung nach Zulassung ein gesonderter Schriftsatz
einzureichen (1 B 429/2002 3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands steht eine noch
nicht konkretisierte zukünftige Steuerschuld eines Arbeitslosen der
Notwendigkeit der Verwertung seines Vermögens vor Gewährung von
Arbeitslosenhilfe nicht entgegen (B 11 AL 10/2002 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands liegt der Mittelpunkt
der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung einer Gutachten über die
Einstufung der Pflegebedürftigkeit erstellenden und dazu ihre Patienten
ausschließlich außerhalb eines häuslichen Arbeitszimmers untersuchenden und
dort alle erforderlichen Befunde erhebenden Ärztin nicht in einem häuslichen
Arbeitszimmer (IV R 71/2000 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist der Betreiber einer
Schule für den Unfallschaden einer Inlineskatingschülerin eines gewerblich
veranstalteten Kurses bei einer plangerechten Übung nicht verantwortlich (9 U
214/2002 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist auf einen
Informationstausch innerhalb einer Behörde § 203 II StGB nicht anzuwenden (3
ARs 6/2003 17. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die Unterlassung der
Anordnung einer Schriftsatzfrist wegen Fehlens eines Antrags nach einem Hinweis
auf die Unsubstanziiertheit eines Vortrags nicht rechtswidrig (18 U 72/2002 27.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim hebt eine
privatrechtliche Befreiung von Instandsetzungsverpflichtungen (z. B. bezüglich
des denkmalrechtlich geschützten Schlosses Kirchberg am Bodensee) die
öffentlichrechtliche Erhaltungspflicht jedes Wohnungseigentümers nicht auf (1 S
190/2003 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf können amtspflichtwidrige
Äußerungen von Justizbediensteten zu einem strafrechtlichen
Ermittlungsverfahren gegen eine in der Öffentlichkeit stehende Personen (z. B.
Vorstandsvorsitzender von Mannesmann) zu einem Schadensersatzanspruch wegen
Persönlichkeitsrechtsverletzung führen (2 b O 182/2002).
In der Mannheimer AG Holding sind Hauptversammlungsbeschlüsse nach Mitternacht
verkündet worden, obgleich nur für einen Tag geladen worden war.
Die Kaufhausgruppe Tati in Frankreich kündigt die Zahlungseinstellung an.
Heinz Maria Oeftering 100.
2003-08-30 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist nach Erledigterklärung eines Hauptantrags
grundsätzlich über einen Hilfsantrag zu entscheiden (I ZR 270/2001 3. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der eine
Nachlassforderung gegenüber einem Miterben erfolglos geltend machende und
deshalb zur Tragung der Prozesskosten verpflichtete Testamentsvollstrecker
eines Miterben die Erstattung der Prozesskosten von den Miterben einschließlich
des Prozessgegners verlangen (IV ZR 285/2002 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein mit einer
Klage auf Schadensersatz gegen einen Versicherer wegen Verjährung abgewiesener
Geschädigter nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg gegen den Schädiger klagen (VI
ZR 256/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist eine rechtsstaatswidrige
Verfahrensverzögerung bei einer Gesamtstrafe und bei allen Einzelstrafen zu
berücksichtigen (3 StR 183/2003 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird der Umfang
eines Wegerechts für ein Grundstück nicht dadurch erweitert, dass der
bestehende Betrieb durch Zupachten weiterer Betriebsflächen ausgedehnt wird (V
ZR 318/2002 6. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet eine
Mahnung bei Bestehen eines Zurückbehaltungsrechts keinen Verzug, ohne dass es
der Geltendmachung des Zurückbehaltungsrechts bedarf (V ZR 190/2002 23. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Versagung der Gebührenfreiheit für einen diakonischen Verein nicht
verfassungswidrig (9 B 25/2003 20. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist (im
Gegensatz zu den Eigentümern forstwirtschaftlicher, der Allgemeinheit zum Zweck
des Naturgenusses zugänglich zu machender Grundstücke) die Bundesrepublik
Deutschland Besitzerin der auf einem Gelände ihrer Schifffahrtsanlagen an den
Bundeswasserstraßen abgelegten Abfälle(7 C 15/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle bedarf eine Verfügung
eines Ehegatten über sein Vermögen während der Anhängigkeit einer abgetrennten
Folgesache der Zustimmung des anderen Ehegatten (15 UF 30/2003 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist § 2077 BGB
(Unwirksamkeit einer letztwilligen Verfügung bei vorzeitiger Eheauflösung) auf
eine nichteheliche Lebensgemeinschaft nicht analog anwendbar (6 W 542003 23. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist ein Importfahrzeug
nicht als solches mangelhaft, doch ist die Nichtaufklärung des Käufers über das
Importmerkmal eine culpa in contrahendo (28 U 150/2002 13. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Jena begründet eine Anhörung
eine Beweisgebühr nur, wenn über die Anhörung hinaus streitige Einzelfragen
beweisrechtlich geklärt werden sollen (1 WF 334/2002 16. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken dürfen Genealogen
für wissenschaftliche Zwecke in die vor dem 1. Januar 1867 geführten
Zivilstandsregister Einsicht nehmen (3 W 76/2003 10. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Weimar ist für das
Erreichen einer bestimmten Punktezahl der Tag der Begehung einer (weiteren)
Ordnungswidrigkeit oder Straftat maßgeblich, so dass eine Verringerung der
Punktzahl vor der Entscheidung über den Entzug des Führerscheins bedeutungslos
ist (2 EO 688/2002 12. März 2003).
Praxishandbuch Geistiges Eigentum im Internet, hg. v. Bröcker, Klaus
Tim/Cyzchowski, Christian/Schäfer, Detmar, 2003
Ingenstau/Korbion, VOB, hg. v. Locher/Vygen, 15. A. 2003
Ahrend, Peter/Förster, Wolfgang/Rühmann, Jochen, Gesetz zur Verbesserung der
betrieblichen Altersversorgung, 9. A. 2003
Heidel/Pauly/Amend, AnwaltFormulare, 4. A. 2003
Model, Otto/Creifelds, Carl, Staatsbürger-Taschenbuch, 31. A. 2003
2003-08-29 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht zwischen Ferreros Marke Kinder und Haribos
Marke Kinder Kram keine Verwechslungsgefahr (I ZR 257/2000 28. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden hat ein in
gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaft Lebender einen Anspruch auf
Sozialhilfe erst, wenn er gegen seinen Partner keinen Unterhaltsanspruch
durchsetzen kann (6 L 899/2003 20. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln kann ein Arbeitnehmer
einen Anspruch auf Berichtigung eines Arbeitszeugnisses unter Umständen auch im
einstweiligen Verfügungsverfahren geltend machen (12 Ta 133/2003 5. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Klage der Deutschen Bank gegen die Stadt New York auf 500
Millionen Dollar Schadensersatz wegen Verschmutzung ihres Hochhauses am Ground
Zero im Zusammenhang mit dem Attentat vom 11. September 2001 abgewiesen.
Deutschland wird 2003 voraussichtlich die im europäischen Stabilitätspakt
vereinbarte Höchstgrenze für staatliche Neuverschuldung mit 3,8 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts erneut deutlich überschreiten.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ersetzt auf Verlangen Ruandas Carla
Del Ponte als Chefanklägerin des Kriegsverbrechertribunals für Ruanda (gegen
ihren Willen) durch Hassan Bubaca Jallow aus Gambia.
Die Verbraucherpreise im Euroraum sind gegenüber August 2002 um 2,1 Prozent
gestiegen.
ARD und ZDF mieten bei SES Global S. A. 14 Satellitenkanäle bis 2010.
Dieter Feddersen in Ruhestand.
2003-08-28 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Schadensersatz aus
Amtspflichtverletzung wegen unrichtiger Rentenauskunft eines Rentenversicherers
nur der Unterschied zwischen der tatsächlichen Rente und der nach der erteilten
Auskunft zu erwartenden Rente ersetzt verlangt werden, nicht der Unterschied
zwischen tatsächlicher Rente und dem bei Fortsetzung der Erwerbstätigkeit
erzielbaren Einkommen (III ZR 155/2002 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat ein
Strafgefangener (z. B. in Bruchsal) (wegen Rauschgifthaltigkeit des Mohns)
keinen Anspruch auf ein Mohnbrötchen (1 WS 217/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann fortdauernde
unpünktliche Mietzahlung eine fristlose Kündigung rechtfertigen (17 U 97/2002
10. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin haben Unternehmen
keinen Anspruch auf Verlängerung der Übergangsregelung für die Erhebung des
Dosenpfands (2 B 16/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin kann ein Käufer eines
Mauergrundstücks den Kaufpreis nicht zurückverlangen, wenn er gegen den den
Kaufpreis festsetzenden Bescheid der Oberfinanzdirektion keinen Widerspruch
eingelegt hat.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Münster muss im Zweifel der Mieter
einen verlorenen Schlüssel ersetzen (48 C 2430/2002 17. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Chiles ist ein Antrag auf
Aufhebung der Immunität Augusto Pinochets abgelehnt.
Ruth Wetzel-Steinwedel ist als Nachfolgerin Ingeborg Wolffs neue Vizepräsidentin
des Bundessozialgerichts Deutschlands.
Das der Hamburger Kunsthalle gestohlene Bild Nebelschwaden ist angeblich ohne
Gegenleistung zurückgegeben worden.
Der Leiter der Börse Nyse in den Vereinigten Staaten von Amerika erhält 140
Millionen Dollar Pensionsansprüche, Sparbeträge und Leistungsprämien in bar
ausbezahlt.
Ein Fünftel der Studierenden Deutschlands leidet an Suchtverhalten,
Essstörungen oder Depressionen.
Die Apotheken der Niederlande verkaufen durch Rezept verschriebenes Cannabis.
Günther Kaufmann lehnt eine Wiederaufnahme seines Strafverfahrens ab.
2003-08-27 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist unaufgeforderte Telefonwerbung auch im
gewerblichen Bereich unzulässig (6 U 36/2003 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Osnabrück hat ein Patient bei
Nervbeschädigung bei einer Nierentumorentfernung mangels Kausalität der
gewählten Behandlungsmethode für den Schaden keinen Anspruch auf Schmerzensgeld
(2 O 1190/2001 18. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg darf eine UMTS-Anlage
auf einem Haus in dem Wohngebiet Hamburg-Rotherbaum wegen Versorgung auch
anderer Gebiete nicht errichtet werden (4 VG 4640/2002).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln darf Metin Kaplan wegen ihm in
der Türkei drohenden nichtrechtsstaatlichen Verfahrens nicht aus Deutschland in
die Türkei abgeschoben werden (3 K 629/2002 A, 3 K 8110/2002 A).
Hamburg und Schleswig-Holstein schließen durch Staatsvertrag die statistischen
Landesämter, Datenzentralen und Eichverwaltungen zusammen.
Haim Saban folgt als Aufsichtsratsvorsitzender der ProSiebenSat.1. Media AG
Michael Jaffé.
Portugal erhält von der Europäischen Union 32 Millionen Soforthilfe für
Waldbrandschäden.
Nur 12 von 43000 Beschäftigten der österreichischen Bundesbahnen sind älter als
60 Jahre und in den Jahren vor der Pensionierung häufen sich Krankenstände von
100 und mehr Tagen pro Jahr.
2003-08-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Insolvenzverwalter seine Abwahl in der ersten (aus einem einzigen Gläubiger
bestehenden) Gläubigerversammlung nicht mit der Begründung angreifen, dass sie
dem Interesse der Insolvenzgläubiger widerspreche (IX ZB 530/2002 17. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Gesellschafter von den Mitgesellschaftern eine Mitwirkung an einer heilenden
Änderung einer Einlagendeckung von einer Bareinlage zu einer Sacheinlage
verlangen (II ZR 235/2001 7. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist auch bei
rechtsmissbräuchlicher Einschaltung eines ausländischen Briefkastenunternehmens
eine gezahlte ausländische Steuer von der Einkommensteuer eines im Inland
unbeschränkt Steuerpflichtigen abzuziehen (I R 39/2002 1. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann das
Versenden einer SMS am Steuer eines Kraftfahrzeugs auch ohne Verkehrsunfall
wegen erheblicher Verantwortungslosigkeit zu einer höheren Verkehrsstrafe
führen (1 St RR 67/2003 25. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann ein
verbundene Mobiltelefone und Prepaidkarten eines Herstellers
vereinbarungswidrig getrennt vermarktendes Unternehmen keine Provision
verlangen (6 U 149/2002 31. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf E-Plus wegen Ausnutzung
der Wortmarke Da legst di nieda Franz Beckenbauers in O2 nicht mit Da legst du
dich was? Nieder! Rudi Völlers werben (1 HK O 426/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist eine Hilfeleistung
(z. B. eines Polen) bei einer Renovierungsarbeit rechtswidrig und kann eine
Ausweisungsverfügung begründen (5 K 346/2003 13. August 2003).
Helmut Nause ist Präsident des Arbeitsgerichts Hamburg.
2003-08-25 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Koblenz kann ein Versicherungsunternehmen bei nachgewiesenem
Versicherungsbetrug die ausgezahlte Versicherungssumme noch nach Jahren
zurückverlangen (10 U 983/2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bünde kann ein Dialerdiensteanbieter
von einem Nutzer Entgelt nur bei Nachweis der zumutbaren Möglichkeit der
Kenntnisnahme der Höhe des Entgelts vor Inanspruchnahme verlangen (6 C 302/2002
27. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten muss
ein angemessenes Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Schaden (z. B. 287
Millionen Dollar) und dem Strafschadensersatzanspruch (z. B. 5 Milliarden
Dollar im Fall des 1989 vor Alaska gestrandeten Tankers Exxon Valdez) bestehen.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hanau ist das
Ermittlungsverfahren gegen die abgewählte Oberbürgermeisterin Hanaus wegen des
Verdachts der Haushaltsuntreue eingestellt.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Berlin ist Anklage gegen zwei
ehemalige Vorstandsmitglieder der Landesbank Berlin wegen Verletzung von
Bilanzierungsvorschriften erhoben.
Günther Kaufmann soll hinsichtlich des Todes seines Steuerberaters ein falsches
Geständnis (möglicherweise zu Gunsten seiner Ehefrau) abgelegt haben.
Ein Mitarbeiter DaimlerChryslers soll durch Drängeln auf der Autobahn den Tod
zweier Menschen verursacht haben.
Herbert Neumann soll Nachfolger des entlassenen Innenstaatsrats Wellinghausen
in Hamburg werden.
2003-08-24 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die Absenkung der
Berechnungsgrundlage für ein Vorruhestandsgeld um 5 % im Zusammenhang mit der
Einheit Deutschlands (z. B. für einen Rundfunkjournalisten der ehemaligen DDR)
nicht unverhältnismäßig (40862/1990 27. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Einstufung der
Verwendung eines Teils eines insgesamt einem Unternehmen zugeordneten
Betriebsgebäudes für den privaten Bedarf eines Steuerpflichtigen (z. B. in
Deutschland) durch ein Finanzamt (z. B. Starnberg) als steuerfreie
Dienstleistung europarechtswidrig (C-269/2000 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist derzeit ein
Antrag auf Ausschreibung einer Notarstelle durch eine Justizverwaltung
unzulässig (NotZ 24/2002 31. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands soll ein
Strafgefangener im Strafvollzug kein Recht zum Besitz eines Sicherheit oder
Ordnung der Anstalt gefährdenden, nicht ausreichend kontrollierbaren Laptops
haben (2 BvR 1848/2002 31. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss vor einer
Entscheidung über eine hilfsweise beantragte Wiedereinsetzung in den vorigen
Stand die Versäumung einer der in § 233 ZPO genannten Fristen geklärt werden
(VI ZB 77/2002 17. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland darf eine
Restschuldbefreiung nicht allein wegen Nichtberichtigung unrichtiger oder
unvollständiger Angaben versagt werden (IX ZB 456/2002 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hindert das
Rechtsstaatsprinzip nicht die Bildung von Versorgungsrücklagen durch
Einsparungen bei der Besoldung und Versorgung (2 C 34/2001 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
gewöhnlicher Aufenthalt eines minderjährigen Kindes nicht durch den bloßen
Willen des personensorgeberechtigten Elternteils oder entsprechende
Vorbereitungshandlungen (z. B. melderechtliche Anmeldung) begründet werden (5 C
46/2001 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands geht ein
Anstellungsvertrag eines Geschäftsführers nicht durch Betriebsübergang auf
einen Unternehmenserwerber über (8 AZR 654/2001 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein (nach
Pensionierung aufgenommener) Betrieb einer Rechtsanwaltspraxis nicht immer ein
auf Gewinnerzielung ausgerichteter Betrieb (XI B 12-14/2000 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands endet (z. B. beim
Streit zweier Eltern um ein Kind) ein durch tätlichen Angriff ausgelöster
schädigender Vorgang, sobald das daraus folgende Geschehen nicht mehr
wesentlich durch die Gewaltanwendung geprägt ist (B 90 2/2002 12. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann der Widerruf der
Strafaussetzung zur Bewährung ausgeschlossen sein, wenn Gründe der
Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes den Widerruf als nicht mehr
vertretbar erscheinen lassen (5 Ws 90/2003 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm können überobligationsmäßig
erzielte Einkünfte unter Umständen zur Hälfte als bedarfsdeckend anzurechnen
sein (11 UF 223/2002 2. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle begründet die
Unterbringung eines Häftlings zusammen mit einem Mithäftling in einem
Einzelhaftraum von 7,6 Quadratmetern Grundfläche wegen Verletzung der
Menschenwürde einen Schmerzensgeldanspruch (16 W 47/2002 16. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig entfällt die Vermutung
für die Nutzbarkeit vergütungssteigernder Kenntnisse (z. B. eines
Diplombetriebswirts) in einer Betreuung bei anderweitiger Bestimmung des
Vormundschaftsgerichts bei der Bestellung (2 W 200/2002 28. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel kann ein
Kreistagsmitglied ein Recht auf Entfernung eines dauerhaft angebrachten Kreuzes
aus einem Sitzungssaal eines Kreistags haben (8 TG 3476/2002 4. Februar 2003).
2003-08-23 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Steuerpflicht trotz des
Grundrechts der Gewissensfreiheit verfassungsgemäß (2 BvR 1775/2002 2. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Einstufung von 145 Gramm THC als nicht geringe Menge verfassungsrechtlich
unbedenklich (2 BvR 511/2001 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem in der
Urschrift (nur) auf einen eindeutigen Teil der Akten verweisenden, zwangsweise
zu vollstreckenden Beschluss, der Beschluss zwar fehlerhaft, aber wirksam, so
dass aus ihm vollstreckt werden kann (IXa ZB 72/2003 27. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der durch
Betanken eines Kraftfahrzeugs mit falschem Kraftstoff (z. B. Benzin statt
Dieselöl) am Motor entstehende Schaden kein versicherter Unfallschaden, sondern
ein nicht versicherter Betriebsschaden (IV ZR 322/2002 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt der Versuch
der Steuerverkürzung durch Abgabe inhaltlich falscher Einfuhranmeldungen bei
der zollamtlichen Abfertigung erst mit der Vorlage der durch Unvollständigkeit
wahrheitswidrigen Zollanmeldung (5 StR 160/2003 19. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Revision
auf die rechtswidrige Verneinung der internationalen Zuständigkeit des
Erstgerichts gestützt werden (V ZR 320/2002 6. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist eine Bürgschaftserklärung
eines Lebensgefährten nicht sittenwidrig, wenn bei Übernahme der Bürgschaft der
Entwurf eines notariellen Vertrags vorliegt, durch den der Bürge hälftiges
Miteigentum an dem zu finanzierenden Gegenstand erhalten soll (IX ZR 283/1999
27. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle trifft den Werkunternehmer
eines Stundenlohnvertrags für Bauarbeiten die Beweislast für die Erbringung der
Stunden im Rahmen einer wirtschaftlichen Betriebsführung, doch hat die
vorbehaltlose Unterschrift des Bestellers unter einem ausführlichen
Stundenzettel eine Umkehrung der Darlegungslast und Beweislast hinsichtlich der
Erforderlichkeit der Stunden und Materialien zur Folge (22 U 179/2001 3. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Herstellung und
Inverkehrbringung von rechtswidrig auf fremden Werbeflächen aufgeklebten
Wahlplakaten einer politischen Partei keine ihr zuzurechnende Störung, doch
muss sie bei Häufung und Verdichtung von Wildplakaten unverzüglich und wirksam
einschreiten (12 U 1671/2001 21. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die Verwendung eines
Fotos eines Spitzensportlers (z. B. Boris Becker) für die Werbung für eine
Zeitung (z. B. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) rechtswidrig, wenn der
angekündigte redaktionelle Beitrag nicht erscheint (21 U 2518/2003 27. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Gießen erfolgt durch ein automatisiertes
Antwort-e-mail oder die Zusendung einer anderen Ware keine Annahme eines
Internetantrags (1 S 413/2002 4. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Göttingen erfordern masselose
Insolvenzverfahren grundsätzlich denselben Arbeitsaufwand wie andere
Insolvenzverfahren, so dass eine Vergütung des Insolvenzverwalters mit 2000
Euro gerechtfertigt ist (74 IK 185/2002 23. Juni 2003).
Däubler, Wolfgang, Verhandeln und Gestalten, 2003
Kittner, Michael, Schuldrecht, 3. A. 2003
Söffing, Matthias/Völkers, Heinrich/Jordan, Günther, Erbschafts- und
Schenkungsteuerrecht, 2. A. 2003
Berneke, Wilhelm, Die einstweilige Verfügung in Wettbewerbssachen, 2. A.
2003
Schätzler, Johann-Georg/Kunz, Karl-Heinz, Gesetz über die Entschädigung für
Strafverfolgungsmaßnahmen, 3. A. 2003
EUV/EGV, hg. v. Streinz, Rudolf, 2003
2003-08-22 Nach einer Entscheidung des
Oberlandesgerichts Brandenburg darf ein Fitnessstudio seinen Mitgliedern nicht
(in allgemeinen Vertragsbedingungen) den Verzehr mitgebrachter Getränke verbieten
(7 U 36/2003 28. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist der Diebstahl
dreiundvierziger Tafeln Schokolade im Wert dreiundvierziger Euro noch Diebstahl
einer geringwertigen Sache (2 Ss 427/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe soll der
Bundesgerichtshof Deutschlands die Rechtsfrage klären, ob bei
Verteidigerbesuchen im Strafvollzug bei Gefahr der Geiselnahme der Einsatz von
Trennscheiden zulässig ist (1 Ws 14/2003 12. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss für jeden zweier
auf einem einzigen Stellplatz abgestellten Kleinkraftwagen Parkgebühr mittels
Parkschein entrichtet werden (1 SS 117/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz sind verspätet
pensionierten Beamten Bezüge nachzuzahlen (2 A 1130/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I dürfen Kiepenheuer &
Witsch auch die abgeänderte Fassung des Romans Esra Maxim Billers nicht
veröffentlichen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss ein bei einer
Verfolgungsfahrt einen Schaden eines Streifenwagens verursachender
zwölfjähriger Kraftfahrzeuglenker den entstandenen Schaden ersetzen (10 O
3127/2002 2. Juli 2003).
DaimlerChrysler zahlt 300 Millionen Dollar an Kleinaktionäre Chryslers zur
Verhinderung einer Sammelklage (auf 22 Milliarden Dollar Schadensersatz) wegen
falscher Angabe bei dem Zusammenschluss bzw. der Übernahme.
In der Einigung von Regierung und Opposition Deutschlands über die
Gesundheitsreform zwecks optischer Arbeitsnebenkostenverringerung wird
Zahnersatz von 2005 an aus den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung
gestrichen und durch obligatorische Zusatzversicherung ersetzt, Krankengeld von
2006 an ohne Arbeitgeberzuschuss versichert, grundsätzlich bei jeder Leistung
eine Zuzahlung von fünf bis zehn Euro verlangt, Sterbegeld gestrichen,
Entbindungsgeld gestrichen, Sehhilfe nur noch ausnahmsweise erstattet, die
Versandapotheke zugelassen und ein Vorsorgebonus erlaubt.
2003-08-21 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Beurteilung der Kündigung einer
(muslimischen) Verkäuferin eines Kaufhauses wegen Tragens eines Kopftuchs als
rechtswidrig durch das Bundesarbeitsgericht nicht verfassungswidrig (1 BvR
792/2003).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Verordnung Brandenburgs über das Halten und Führen von Hunden vom 25. Juli 2000
rechtswidrig, soweit sie die Gefährlichkeit von Hunden aus der bloßen
Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse herleitet (6 CN 2/2002 25. Juli 2003 u.
a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein nach der
Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommener Auszubildender Anspruch auf
Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ohne neue Wartezeit (5 AZR 436/2002 20.
August 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Bundesrepublik Deutschland zur Zahlung von Trennungsgeld an einen nach Polen
versetzten Vater eines 26jährigen Fachoberschülers verpflichtet (6AZR 411/2001
13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann sich ein
durch Wohnungseigentümerversammlungsbeschluss zur Beseitigung einer Pergola
verpflichteter Wohnungseigentümer nicht auf geänderte Verhältnisse und auf die
Duldung der Anbringung von Markisen und Katzennetzen durch andere
Wohnungseigentümer berufen (2 Z BR 133/2002 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz darf eine
Mobilfunkbasisstation auf einem Gebäude bis zur Ereteilung einer Baugenehmigung
nicht genutzt werden (1 K 133/2003 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg ist ein durch Ausgabe
von Teilnahmezertifikaten mit einem Gewinnmöglichkeiten bietenden Spielgerät
verknüpftes Unterhaltungsspielgerät als Geldspielgerät im Sinne der
Spieleverordnung anzusehen (12 B 1906/2002 13. August 2003).
Elke Roos ist als Nachfolgerin Dieter Schäfers Direktorin des Sozialgerichts
Kassel.
Die Bundesanwaltschaft Deutschland lehnt ein Ermittlungsverfahren gegen Ronald
Schill wegen Nötigung eines Mitglieds einer Landesregierung wegen fehlender
spezifischer staatsgefährdender Zwangswirkung ab.
Dirk Nockemann soll als Nachfolger Ronald Schills Innensenator Hamburgs werden.
Die Deutsche Ausgleichsbank ist rückwirkend zum 1. Januar 2003 mit der
Kreditanstalt für Wiederaufbau verschmolzen.
Die Schweiz stellt in der Schweiz ansässige Staatsbürger von Mitgliedstaaten
der Europäischen Union hinsichtlich einer Tätigkeit im Verwaltungsrat einer
Aktiengesellschaft Schweizer Staatsbürgern gleich.
Der EDV-Virus Sobig.F verseucht das e-mail-System zahlloser Windowsrechner.
2003-08-20 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein (mit Sportrecht befasster)
Rechtsanwalt auf Grund der Berufsfreiheit auf seine sportlichen Erfolge (z. B.
mehrfache DDR-Meisterin in rhythmischer Sportgymnastik) hinweisen, nicht aber
auf unter dem gesetzlichen Gebührenhöchstwert liegende Erstberatungspreise (1
BvR 2108/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg bleibt bei einem
punktuellen Kündigungsschutzantrag und gleichzeitigem allgemeinem
Feststellungsantrag auf Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses in einer einzigen
Klage der Streitwert auf höchstens drei Monatsgehälter begrenzt (6 Ta 85/2003
1. Juli 2003).
Nach einer Eilentscheidung des Landgerichts Hamburg dürfen Welt und Berliner
Morgenpost Günter Wallraff nicht als Stasi-IM bezeichnen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück haftet der einen Fahrschüler
rechtswidrig nicht ausreichend auf Fahrlagen im Straßenverkehr vorbereitende
Fahrlehrer Fahrschülern auf Ersatz von Schaden (9 O 3071/2001 24. April
2002/27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Schöffengerichts Itzehoe ist ein rund 10 Millionen
Euro Kundengelder verspekulierender Bankkaufmann zu drei Jahren und 10 Monaten
Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg kann das Recht auf
Achtung des Privat- und Familienlebens (z. B. bei bevorstehender Geburt eines
Kindes) einer Abschiebung in das Land der formalen Staatsangehörigkeit
entgegenstehen (12 B 2841/2003 12. August 2003).
Nach einer Entscheidung der Wertpapieraufsichtsbehörde der Vereinigten Staaten
von Amerika muss die Deutsche Bank wegen ihres Verhaltens bei dem
Zusammenschluss von Hewlett Packard und Compaq (Nichtunterrichtung der Kunden
über bestehende Geschäftsbeziehungen zu Hewlett Packard) 750000 Dollar zahlen.
Nach einer Entscheidung des Berufungsgerichts des Automobilweltverbandes wird
Ralf Schumacher wegen eines Zusammenstoßes nicht im nächsten Rennen auf den
zehnten Platz zurückversetzt, sondern muss (nur) 50000 Dollar zahlen.
Der Wert des Euro sinkt auf 1,1117 Dollar.
Hermann Withalm gestorben.
2003-08-19 Ole von Beust entlässt als erster
Bürgermeister Hamburgs Innensenator Ronald Schill, als dieser versucht, die
Versetzung des Staatsrats Walter Wellinghausen in den einstweiligen Ruhestand
durch Androhung der Veröffentlichung angeblicher homosexueller Beziehungen Ole
von Beusts mit Justizsenator Roger Kusch zu verhindern.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt als
Schuldner vorsätzlich (andere) Gläubiger, wer vorwiegend zwecks Abhaltung von
der Stellung eines Insolvenzantrags an einen einzelnen Gläubiger (z. B.
Innungskrankenkasse) zahlt (IX ZR 169/2002 27. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands besteht kein
Anspruch auf Teilzeitarbeit, wenn durch die Art der verlangten Teilzeitarbeit
(z. B. Arbeit in einem heilpädagogischen Kindergarten an nur vier Arbeitstagen)
betriebliche Abläufe wesentlich beeinträchtigt werden (9 AZR 542/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind bei
nachträglichem, auf grobem Verschulden des Steuerpflichtigen beruhendem
Bekanntwerden steuererhöhender und steuermindernder Tatsachen nicht nur die
steuererhöhenden , sondern auch die steuermindernden Tatsachen für die Änderung
des Steuerbescheids zu berücksichtigen (V R 26/2002 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg verwirkt eine eigene
Einkünfte in einem Unterhaltsrechtsstreit verschweigende Ehefrau wegen
versuchten Prozessbetrugs einen Teil ihres Unterhaltsanspruchs (7 UF 190/2001
29. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist
unaufgeforderte Telefonwerbung eines Bauauftragsvermittlungsunternehmens
rechtswidrig, wenn sich das Unternehmen vor dem Hintergrund möglicher Aufträge
zunächst nur über den Leistungsumfang und die Arbeitsbelastung von
Handwerksbetrieben unterrichten will (6 U 36/2003 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg muss bei
Mangelgewährleistungsausschluss bei einem Grundstückskaufvertrag der Verkäufer
nicht auf mit dem bloßen Auge erkennbare Feuchtigkeit im Keller hinweisen (15 U
31/2003 30. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim dürfen ohne
vorherige Zulassung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit Pflanzenschutzmittel aus Italien (z. B. Oliocin) im
Obstbau nicht verwendet werden (4 S 1095/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist das Verlangen von 6 Euro
Schadensersatz für eine Rücklastschrift durch die Dresdner Bank (als Umgehung
zweier höchstgerichtlicher Entscheidungen) rechtswidrig (26 O 100/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München kann ein Verfasser einer
Autobiographie (in 29 Bänden) von der Verwertungsgesellschaft Wort die
Pauschalausschüttung für Sachbücher (in Höhe von 14374 DM) verlangen und
behalten (7 O 8786/1999).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Offenburg haftet ein für einen
Mieterverein beratender Rechtsanwalt für eine falsche Beratung nicht dem
beratenen Mitglied des Mietervereins (3 O 147/2002 19. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind bei summarischer
Prüfung Verluste mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten bei Einkünften aus
derselben Quelle unbeschränkt zu verrechnen (2 V 571/2003 28. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein Arbeitgeber
die Kosten (z. B. 800 Euro) der Abschiebung eines rechtswidrig beschäftigten
Arbeitnehmers (z. B. eines Bauarbeiters aus der Türkei) auch bei nur sehr
kurzer Dauer der Beschäftigung (z. B. von einem Tag) zahlen (3 K 3029/2002 12.
Mai 2003).
Die Staatsanwaltschaft Bonn stellt zwei Ermittlungsverfahren gegen die Deutsche
Telekom wegen des Verdachts falscher Angaben in Börsenprospekten ein.
Der deutsche Aktienindex übersteigt 3500 Punkte.
Philipp von Bismarck 90.
2003-08-18 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Altersermäßigung der
Unterrichtsverpflichtung für Lehrer Teilzeitlehrern anteilig zu gewähren (6 AZR
222/2001 16. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz muss eine Stadt die
Kosten eines von einem behinderten Schülers zum zugelassenen integrierten
Schulbesuch in einer allgemeinen Schule benötigten Begleiters tragen (25. Juli
2003 12 A 1041/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen muss das
Sozialamt für ein halbes Jahr die Kosten der Miete eines Sozialhilfeempfängers
in Florida tragen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz darf eine Stadt bei
Gefährdung der Funktionsfähigkeit des Taxigewerbes einen Antrag auf Erteilung
einer Zulassung als Taxifahrer ablehnen (6 K 3211/2002).
Die durch den Film Zur Sache Schätzchen bekannt gewordene Uschi Glas darf den
Filmtitel wegen Titelschutz Werner Enkes nicht als Buchtitel ihrer Erinnerungen
verwenden.
Die in der Sahara festgehaltenen Geiseln sind in Mali freigegeben.
Bayern legt einen Entwurf einer geänderten juristischen Ausbildungs- und
Prüfungsordnung vor.
2003-08-17 Nachdem Libyen in einem Schreiben
an die Vereinten Nationen die Verantwortung für einen Anschlag auf ein Flugzeug
über Lockerbie übernommen und sich zu Entschädigungszahlungen bereit erklärt
hat, werden voraussichtlich die Sanktionen der Vereinten Nationen gegen Libyen
aufgehoben.
Vierzehn in der Sahara sechs Monate festgehaltene europäische Geiseln werden
voraussichtlich gegen Lösegeld freigegeben.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist § 183 I SGB III
Deutschlands europarechtswidrig und darf ein Anspruch auf Insolvenzgeld nicht
wegen eines Erziehungsurlaubs (z. B. einer Arbeitnehmerin in Deutschland)
entfallen (C-160/2001 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das ernsthafte
Geltendmachen eines Anspruchs gegen einen Versicherungsnehmer auch in einer
Streitverkündungsschrift enthalten sein (IV ZR 209/2002 21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Geltendmachung von Ansprüchen aus § 45 BörsG keine Wahrnehmung rechtlicher
Interessen aus dem Bereich des Rechts der Handelsgesellschaften (IV ZR 327/2002
21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt ein
vorformuliertes, deklaratorisches Schuldanerkenntnis, mit dem beide Seiten sich
im Wege de gegenseitigen Nachgebens verständigen, einen Verbraucher nicht
deswegen unangemessen, weil er darin auf Einwendungen gegen die anerkannten
Ansprüche verzichtet (IX ZR 113/2002 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hat der
zuständige Jugendhilfeträger über einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung durch
gemeinsame Unterbringung von Mutter und Kind eine am Kindeswohl ausgerichtete
Entscheidung über Hilfegewährung zu treffen (5 C 48/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein auf
bestimmte Prozentpunkte über dem Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank
bezogener Klageantrag bestimmt genug (9 AZR 215/20001 1. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die Haftung
eines Betriebserwerbers nach § 613a BGB nicht beschränkt, wenn er den Betrieb
vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens übernommen hat (8 AZR 459/2001 20. Juni
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können bei einem im
Inland gelegenen denkmalgeschützten Gebäude erhöhte Absetzungen auf
Herstellungskosten für eine einzelne Baumaßnahme einer Gesamtbaumaßnahme
vorgenommen werden, wenn sie sachlich abgrenzbar und als solche abgeschlossen
ist (IX R 40/1997 20. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist die
Beschränkung des Einspruchs gegen einen Strafbefehl auf den
Rechtsfolgenausspruch unwirksam, wenn das Amtsgericht nicht geprüft hat, ob der
Angeklagte schuldunfähig war, obwohl dazu Anlass bestand (1 St RR 13/2003 6.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm bedarf ein zahnärztlicher
Eingriff an einem Einwilligungsunfähigen zur Abwehr lebensbedrohlicher Folgen
eines Kieferabszesses in der Regel nicht einer vormundschaftsgerichtlichen
Genehmigung (15 W 457/2002 2. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm können die in Bezug auf ein
Testament in beigefügter Liste aufgeführten Verwandten einer
maschinenschriftlichen, die Testamentsform nicht wahrenden Liste entnommen
werden (15 W 164/2002 1. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin ist bei einer
Fahrtenbuchauflage Ersatzfahrzeug jedes andere, im Zeitpunkt der Veräußerung
des Tatfahrzeugs vom Halter betriebene und für denselben Nutzungszweck
bestimmte Kraftfahrzeug (8 S 330/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ellwangen ist ein von dem Verteidiger
namens des Verurteilten ohne Vorlage der Vollmachtsurkunde gestellter
Wiederaufnahmeantrag wirksam (1 Qs 1452/2002 19. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Heilbronn ist es einem Gläubiger zuzumuten,
eine ihm zugefallene Rechtsposition aufzugeben, wenn der rechtskräftige
Vollstreckungsbescheid materiell unrichtig ist, dem Titelgläubiger die
Unrichtigkeit des Vollstreckungstitels bekannt war und das Mahnverfahren
bewusst missbraucht wurde, um für einen nicht zustehenden Anspruch einen
Vollstreckungstitel zu erlangen (1 b O 192/2002 26. Februar 2003).
2003-08-16 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einer Stufenklage der zunächst
unbestimmte Antrag dritter Stufe auf Herausgabe von Wertpapieren oder Zahlung
des Erlöses oder Leistung von Schadensersatz lauten (III ZR 109/2002 3. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine
Rechtsbeschwerde in der Sache selbst eine hinreichende Aussicht auf Erfolg,
wenn nach Zurückverweisung der Sache an das Beschwerdegericht eine materielle
Änderung des Ergebnisses wahrscheinlich oder die Zulassung der Rechtsbeschwerde
durch das Beschwerdegericht gemäß § 574 III 2 i. V. m. § 574 II ZPO geboten ist
(IXa ZB 21/2003 27. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg ist ein Geständnis in
einem anderen Verfahren (z. B. in einem Strafverfahren) im Zivilverfahren kein
Gestäündnis im Sinne des § 288 ZPO, sondern nur eine bloße Erkenntnisquelle der
Beweiswürdigung (1 U 158/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist das Entsprechen eines
Spielgeräts (z. B. einer Innenlauftrommel) seiner Konstruktion nach den
Sicherheitsstandards des Gerätesicherheitsgesetzes ein Hinweis auf die
konstruktive Fehlerfreiheit und die Einhaltung der Verkehrspflichten des
Parkbetreibers, der vom Geschädigten widerlegt werden muss (9 U 7/2003 28. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main steht einer als
Maklerin tätig gewordenen Kommanditgesellschaft Maklerprovision auch zu, wenn
ein mit 2 Prozent an ihrem Gesellschaftsvermögen Beteiligter zugleich
Geschäftsführer der Verkäufergesellschaft mit beschränkter Haftung der
Eigentumswohnung ist und 50 Prozent ihrer Geschäftsanteile hält (10 U 196/2002
2. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann die geänderte
Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs Deutschlands über die Berechnung
nachehelichen Unterhalts auf auf einen vor dem 13. Juni 2002 liegenden Zeitraum
zur Anwendung kommen (11 UF 200/2002 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist für die Berechnung
einer Abtretungsfrist nach § 134 I InsO der Zeitpunkt der Zuleitung der
Abtretungsanzeige bestimmend (2 W 37/2003 19. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf steht dem Schuldner gegen
den Beschluss des Insolvenzgerichts auf Antragsrücknahme wegen Nichtvorlage
erforderlicher Urkunden kein Rechtsmittel zu (25 T 248/2003 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf wird durch die Erfüllung
der Forderung des einzigen Antragstellers vor Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens der Antrag auf Eröffnung unzulässig (25 T 296/2003 7. Mai
2003).
Johannsen, K./Henrich, Dieter, Eherecht, 4. A. 2003
Gottschalk, Götz-Joachim, Immobilienwertermittlung, 2. A. 2003
Rechtsschutz gegen Dienstepiraterie, hg. v. Dressel, Christian/Scheffler,
Hauke, 2003
Niemann, Walter, Jahresabschlusserstellung, 2003
Schulze zur Wiesche, Dieter, Die GmbH & Still, 4. A. 2003
Gersdorf, Hubertus, Grundzüge des Rundfunkrechts, 2003
2003-08-15 Nach einer Eilentscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein Aufmarsch in Wunsiedel aus
Anlass des 16. Todestages Rudolf Heß’ stattfinden.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Vortrag zu
einer in erster Instanz nicht ausdrücklich erwähnten, von Amts wegen zu
prüfenden Anspruchsgrundlage in der Berufung kein neues Angriffsmittel, wenn
sich die Voraussetzungen bereits aus dem erstinstanzlichen Vortrag ergeben (VII
ZR 281/2002 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Bestellung eines Verfahrenspflegers nach § 67 FGG von dem Betroffenen nicht
angefochten werden (XII ZB 169/1999 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Leistungsbestimmungsrecht eines Drittbegünstigten nach § 328 I BGB wie ein
Leistungsbestimmungsrecht einer Partei zu behandeln (V ZR 216/2002 30. Mai
2003)
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht kein
wettbewerbsrechtlich zu begründender Anspruch auf die Einhaltung der
Satzungsregeln eines Vereins (z. B. eines Lohnsteuervereins) (I ZR 287/2002 8.
Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands prüft das
Rechtsbeschwerdegericht nicht die Zuständigkeit des Beschwerdegerichts, wenn es
über eine Rechtsbeschwerde gegen eine Entscheidung in der Hauptsache befindet
(KVR 24/2001 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist die Wiederholung einer auf
unbestätigte Meldungen gestützten, nicht belegten Aussage über ein Erzeugnis im
Verhältnis zu wettbewerbenden Erzeugnissen in einem Katalog wegen Irreführung
zu untersagen (I ZR 41/2000 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Saarland darf ein Parlament
einem Untersuchungsausschuss den Namen einer Person (z. B. eines hauptamtlichen
Verbandsvorstehers eines Abfallbeseitigungsverbands) mitteilen, wenn auf Grund
tatsachengestützter Anhaltspunkte ihre Verantwortlichkeit für vermutete
Missstände eine wesentliche Aufgabe einer Untersuchung sein soll, doch hat der
Betroffene im Untersuchungsverfahren Beteiligtenrechte (Lv 2/2002 31. Oktober
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Greifswald bestimmt § 24 S.
1 MVJAG die Beendigung des Beamtenverhältnisses für Rechtsreferendare und ist
ein Wegfall einer Bereicherung nur auf (substantiierte) Einrede des
Bereicherten zu berücksichtigen (2 L 24/2001 18. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachen begründet ein
Irrtum über den Termin einer Prüfungsarbeit keine krankheitsbedingte
Prüfungsunfähigkeit (2 ME 97/2003 14. März 2003).
Nach einer einstweiligen Entscheidung des Landgerichts München darf die Deutsche
Telekom inem Kunden den Digistal Subscriber Line-Anschluss nicht deswegen
kündigen, weil der Kunde sich weigert, eine einschränkende Änderung der
Leistungsbeschreibung für den Anschluss anzunehmen.Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichts München ist eine kostenpflichtige Ausstrahlung im
Near-video-on-demand-Verfahren (Pay-per-View) eine dem Rundfunkstaatsvertrag
unterfallende, für die Allgemeinheit bestimmte Verbreitung von Darbietungen und
ist die Einhaltung jugendschutzrechtlicher Vorschriften nicht gewährleistet,
wenn zur Freischaltung nur die Angabe einer Personal Identification Number
erforderlich ist (M 17 K 3449/19999 19. September 2002).
Der Staatssekretär im Justizministerium Brandenburgs wird wegen möglicherweise
rechtswidrigen Bezugs von Trennungsgeld (33000 Euro) mit sofortiger Wirkung vom
Dienst suspendiert.
Die Regierungspartei der Türkei erlangt durch Übertritt zweier Abgeordneter
eine Zweidrittelmehrheit im Parlament.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Paraguays darf der bisherige
Präsident das Land wegen des Verdachts der Geldverschiebung nicht verlassen.
Studierende in Baden-Württemberg können den Vorschriftendienst
Baden-Württembergs unentgeltlich nutzen (http://www.vd-bw.de).
Thomas Marx 2. November 1941-15. August 2003.
2003-08-14 Der Sicherheitsrat der Vereinten
Nationen beschließt bei Stimmenthaltung Syriens eine zwischen
Kriegsbefürwortern und Kriegsgegnern vermittelnde, die Rolle der Vereinten
Nationen geringfügig stärkende zweite Irakentschließung.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss ein Mitgliedstaat
(z. B. Portugal) einem Unfallopfer den durch verspätete Umsetzung einer
Richtlinie über die Haftpflicht im Kraftfahrzeugverkehr entstehenden Schaden
ersetzen (C-166/2002 29. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein nach
einer Verfahrensdauer von siebeneinhalb Jahren ergehendes Strafurteil wegen
Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens aufgehoben (2 BvR 153/2003 25.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Verwerfung eines Urteils eines Erstgerichts durch ein Berufungsgericht wegen
Begründung der Berufung vor Vorliegen der schriftlichen Urteilsgründe des
Eingangsgerichts als rechtswidrig aufgehoben (2 AZR 596/2002 6. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind
Vermögensverwaltung und Testamentsvollstreckung keine Beratungsleistungen (z.
B. eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers), so dass sie im Inland
umsatzsteuerpflichtig sind (V R 25/2002 5. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann bei
Ungültigerklärung von Wohnungseigentümerversammlungsbeschlüssen wegen
Nichtbeachtung von Bestimmungen seitens des Verwalters ein Teil der
Verfahrenskosten dem Verwalter wegen Vertragspflichtverletzung auferlegt werden
(2 Z BR 136/2002 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf darf die Deutsche
Post den Schnelllieferdienst transoflex wegen marktbeherrschender Stellung
nicht übernehmen (Kart 52/2001 13. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg kann ein
Mieterhöhungsverlangen bei einem Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus auf die
Werte eines Mietenspiegels auch gestützt werden, wenn im Erhöhungsverlangen der
Oberwert des jeweiligen Rasterfeldes nicht überschritten wird (307 S 180/2001
28. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Offenburg haftet eine
Diebstahlsversicherung wegen grober Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers
nicht für einen Kraftfahrzeugdiebstahl, wenn der Versicherungsnehmer in einer
unübersichtlichen Wirtschaft seine Jacke mit Autoschlüsseln über einen Stuhl
hängt und entfernt davon Spiele spielt und ihm dabei die Kraftfahrzeugschlüssel
und das Kraftfahrzeug gestohlen werden (2 O 75/2003 28. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs darf Lyon’ Mag
Beaujolais nicht straflos (90000 Euro) als merde (Scheißwein) bezeichnen.
Die Harvard University stellt unter Nuremberg Trials Project: A Digital
Document Collection Unterlagen aus den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen ins
Internet.
Das Anitmonopolministerium Russlands stimmt dem Zusammenschluss von Yukos und
Sibneft zum viertgrößten privaten Erdölunternehmen der Welt zu.
Friedrich-Carl zur Megede Zachan/Pommen 6. Dezember 1921-Walldorf/Hessen 14.
August 2003.
Gerhard Mauz (Gerichtsreporter des Spiegel) gestorben.
2003-08-13 Die Bundesregierung Deutschlands beschließt
eine Gemeindefinanzreform unter Belastung der Freiberufler und die
Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt in Umsetzung europäischer Vorgaben
die Verschärfung der Strafandrohung für Betrug mit Bankkarten, Wechseln und
Schecks auf fünf Jahre Haft.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Sozialpädagogin einen Anspruch auf Vollzeitbeschäftigung nicht auf den
Gleichbehandlungsgrundsatz stützen (9 AZR 272/2001 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands begründen (teilweise)
Änderungen im Gesellschafterbestand einer Personengesellschaft oder im
Gesellschafterbestand einer Gesellschafterin der Personengesellschaft
grundsätzlich nicht eine Grunderwerbsteuerpflicht (II R 79/2000 30. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann bei Überbuchung einer
Ferienanlage der Reisende statt der Annahme einer Ersatzleistung Schadensersatz
wegen vertaner Urlaubszeit verlangen (11 U 1/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf in
einem Mischgebiet nicht mehr als ein Hund im Freien gehalten werden, so dass
eine Riesenschnauzerzucht (z. B. in Nagold) untersagt werden kann (5 S
2771/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München muss ein Arzt wegen Verletzung
seiner Pflicht, bei einer magersüchtigen, die Nahrungsaufnahme verweigernden
Patientin bei Verschlechterung des Gesundheitszustands regelmäßig
Blutzuckermessungen, Pulsmessungen und Blutdruckmessungen zu veranlassen und
eine vormundschaftsgerichtliche Genehmigung einer künstlichen Ernährung zu
beantragen, 200000 Euro Schmerzensgeld zahlen (9 O 5933/1944).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg muss eine
Reiserücktrittsversicherung den Reisepreis wegen Krankheit nur bei Vorlage
eines genauen Krankheitsattests rückerstatten (49 C 3512/2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann ein Busreisender nach
einer vergeblichen Wartezeit von vier Stunden auf die Ankunft des Busses vom
Reisevertrag zurücktreten (281 C 5238/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss eine
Reiseabbruchversicherung den Rückflug nur in derselben Preisklasse ersetzen, in
welcher der Hinflug erfolgt war (261 C 30759/2000).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss eine
Reiserücktrittsversicherung einer Schwangeren den Reisepreis nicht
rückerstatten, wenn die Schwangere bucht, ohne sich zu erkundigen, ob eine
notwendige Impfung auch in der Schwangerschaft durchgeführt werden kann (282 C
29978/1996).
Der Wert des Euro beträgt 1,1324 Dollar.
2003-08-12 Nach einer Entscheidung des
Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften ist eine aus einem
orangenen Rechteck und einem darunterliegenden grauen Rechteck gebildete Marke
für Werkzeuge nicht unterscheidungskräftig (T-234/2001 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird das
Verwaltungsprivatrecht nicht von allen Bestimmungen der
Verwaltungsverfahrensgesetze abgeändert, sondern nur von den Grundsätzen (z. B.
Willkürverbot, Übermaßverbot, rechtliches Gehör) (XI ZR 195/2002 17. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Darlehensvertrag zum Erwerb eines Grundstücks nicht deswegen nichtig, weil in
ihm nicht die Kosten eines im Interesse des Kunden (z. B. bei einem
Steuersparmodell) eingeschalteten Finanzierungsvermittlers genannt werden (XI
ZR 289/2002 3. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Prozesspartei auch solche Streitpunkte aufklären lassen, über die sie kein
gesichertes Wissen hat, solange sie nicht ohne greifbare Anhaltspunkte
willkürlich aufs Geratewohl Behauptungen aufstellt (IX ZR 283/1999 27. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist das Strafurteil des
Landgerichts Lüneburg gegen Castortransportgegner wegen Verneinung des
Tatbestands der Nötigung teilweise rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist die werbliche Aufforderung
Get more T-Mobiles in Verbindung mit der Bezeichnung der deutsche Marktführer
wegen Irreführung rechtswidrig (3 U 193/2002 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg dürfen Lehrer eine
geplante Klassenfahrt nicht unter Berufung auf ein neues Arbeitszeitmodell
absagen (1 Bs 369/2003 8. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist eine Tabakwarenhändlern
angebotene Prämie eines Markenzigarettenherstellers für das Verstecken von
Billigzigaretten zu Gunsten von Markenzigaretten in Tabakwarengeschäften eine
unzulässige Marketingmaßnahme (31 O 506/2003 7. August 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach darf Kindergeld (z. B.
für eine Stiefschwester) nicht als Einkommen auf Leistungen nach dem
Grundsicherungsgesetz angerechnet werden (4 K 575/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main darf einem
Sozialhilfeempfänger nicht allein aus Kostengründen ein Potenzmittel (z. B.
Viagra) verweigert werden (10 E 540/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße
dürfen uniformierte Polizeibeamte wegen der nachteiligen Auswirkungen auf das
Vertrauen der Bevölkerung keinen Pferdeschwanz als Frisur tragen (2 L 1819/2003
1. August 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Microsoft 521 Millionen Dollar an die University of California und
Eolas wegen Patentverletzung zahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands ist das Verfahren
gegen eine Kunstausstellung verwüstende Orthodoxe wegen erheblicher
Verfahrensfehler eingestellt.
Das Bundeskartellamt Deutschlands verhängt 8,8 Millionen Euro Geldbuße gegen
drei Feuerwerkhersteller wegen verbotener Preisabsprachen.
In Nordrhein-Westfalen soll jeder vierte geförderte Student unrechtmäßig
Ausbildungsförderung beantragt und bezogen haben.
Nach Entscheidungen des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika müssen zwei Universitäten in Massachusetts den Musikproduzenten nicht
die Namen der mit Universitätscomputern Musikstücke herunterladenden Studenten
mitteilen.
Das Landespressegesetz Schleswig-Holsteins soll künftig zur Veröffentlichung
der Eigentumsverhältnisse an Zeitungen verpflichten.
Helga Däumler-Gmelin 60.
2003-08-11 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine die Entstehung von
Vermittlungsprovisionsansprüchen für den Verleiher bei Anstellung eines
Leiharbeitnehmers bei dem Entleiher nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
mit dem Verleiher sichernde allgemeine Geschäftsbedingung des
Leiharbeitsvertrags unwirksam (III ZR 348/2002 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Tagesklinik für Schönheitschirurgie mit dem Satz Schönheit ist das Ziel werben
(I ZR 217/2000 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs dürfen Kinder
die Ehelichkeit ihrer Abstammung von dem seit Jahren verschollenen Ehemann
ihrer Mutter anfechten, während die Anfechtungsmöglichkeit der Mutter von einer
gesetzlichen Änderung des geltenden Rechts abhängig bleibt.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs ist die
Nichtanpassung von Kreditzinsen durch Banken an geänderte wirtschaftliche
Bedingungen in Österreich vor 1997 rechtswidrig, doch sind deswegen entstehende
Ausgleichsansprüche grundsätzlich nach drei Jahren verjährt.
Nach einer Entscheidung des Landesgerichts Linz ist die Bezeichnung eines als
anerkannter Flüchtling in Österreich lebenden Schwarzafrikaners durch einen
Fahrzeuge kontrollierenden Polizisten als Scheißneger eine Ehrenbeleidigung,
aber kein Verstoß gegen die Menschenwürde, weil damit nicht das Lebensrecht
abgesprochen wird.
Die Vereinigten Staaten von Amerika legen im Streit um Stahlzölle Berufung gegen
die Schiedsentscheidung der Welthandelsorganisation zu Gunsten der Europäischen
Union ein.
Nach einer Übereinkunft der Zentralstelle für private Überspielungsrechte und
dem Branchenverband Bitkom müssen Hersteller und Einführer von DVD-Brennern in
Deutschland rückwirkend zum 1. Januar 2003 für jeden DVD-Brenner 9,21 Euro
Urheberabgabe leisten.
Thomas Mann und Kay Wächter werden Richter am Oberverwaltungsgericht
Niedersachsen.
Jan Dirk Harke wird in Passau für bürgerliches Recht, römisches Recht und Privatrechtsgeschichte
der Neuzeit habilitiert.
Frau Dr. Sudabeh Kamanbrou wird in Göttingen für bürgerliches Recht,
Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht und Methodenlehre habilitiert.
Christof Krewer wird in Saarbrücken für bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht,
Arbeitsrecht und Europarecht habilitiert.
Sebastian Müller-Franken wird in Passau für Staatsrecht, Verwaltungsrecht,
Finanzrecht und Steuerrecht habilitiert.
Die NATO übernimmt von Deutschland und den Niederlanden den Oberbefehl über die
ausländischen Truppen in Afghanistan.
2003-08-10 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte erfordert ein faires Verfahren im
Allgemeinen, dass der Angeklagte ausreichend Gelegenheit erhält, die
Glaubwürdigkeit eines Belastungszeugen (z. B. eines sexuell missbrauchten
Kindes) entweder bei dessen Aussage oder später anzugreifen und Fragen an ihn
zu stellen (37335/1997 19. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verletzt ein
Mitgliedstaat (z. B. Luxemburg), der keine Auskunft über die genauen
Anwendungsvoraussetzungen eines Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu einem
Beruf erteilt, europäisches Recht (C-478/2001 6. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann der
Antrag auf Zulassung der Berufung verworfen werden, wenn die Begründung
innerhalb der Frist bei dem Oberverwaltungsgericht, nicht aber bei dem
Verwaltungsgericht eingeht (1 BvR 310/2003 3. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss beim
Fehlen tragfähiger Gründe für eine zutreffende Annahme von Gefahr im Verzug von
rechtswidriger Annahme von Gefahr im Verzug ausgegangen werden (2 BvR 1845/2000
3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands nimmt der infolge
Täuschung durch das Opfer vorsatzlos aktiv Sterbehilfe (z. B. durch Verpacken
in Plastik und Einlegen in einen Müllcontainer) Leistende nicht an einer
tatbestandlichen Selbstgefährdung teil (5 StR 66/2003 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt eine die
Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung
begründende Divergenz nur vor, wenn eine höchstrichterliche Rechtsprechung
besteht, von der das angefochtene Urteil abweicht (XI ZR 193/2002 8. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht unauffälliges
Nachtatverhalten eines alkoholgewohnten Angeklagten der Annahme einer
erheblichen Einschränkung der Schuldfähigkeit nicht in jedem Fall entgegen (5
StR 223/2002 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf ein
Gesellschafterbeschluss über die Erhebung einer Ausschließungsklage gegen einen
Mitgesellschafter aus wichtigem Grund einer Dreiviertelmehrheit der abgegebenen
Stimmen (unter Ausschluss der Stimme des Betroffenen) (II ZR 227/2000 13.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands bewirkt das
Erlöschen einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung nicht das
Wiederaufleben ausgeschlossener privatrechtlicher Abwehransprüche (7 C 9/2002
24. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei Fortführung
einer Außenprüfung nach einer Unterbrechung von mehr als sechs Monaten vor
Ablauf der normalen Festsetzungsfrist die Verjährung auch ohne Erlass einer
neuen Prüfungsanordnung gehemmt (IV R 31/2001 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands dürfen nach Eröffnung
des Insolvenzverfahrens und vor Abschluss der Prüfungen nach den §§ 176,177
InsO grundsätzlich keine Bescheide mehr erlassen werden, in denen
Besteuerungsgrundlagen festgestellt oder festgesetzt werden, welche die Höhe
der zur Insolvenztabelle anzumeldenden Steuerforderungen beeinflussen können (I
R 33/2001 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die vom Inhaber
einer Ferienwohnung gezahlte Zweitwohnungsteuer mit dem auf die Vermietung der
Wohnung an wechselnde Feriengäste entfallenden zeitlichen Anteil als
Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar (IX
R 58/2001 15. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist ein den
Verzugszins für Wohngeldschulden abweichend vom Gesetz allgemein festlegender
Eigentümerbeschluss nichtig (2 Z BR 144/2001 20. November 2002).
Nach Entscheidungen des Kammergerichts Berlin ist auch bei einem Syndikusanwalt
eine den Bewerber in besonderer Weise für das Amt eines Notars auszeichnende
Kenntnisse und Erfahrungen vermittelnde Tätigkeit zu berücksichtigen (Not
17/2001 11. Dezember 2002. 18/2001 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist unstreitiges neues
Vorbringen in der Berufungsinstanz zuzulassen, wenn seine Zurückweisung zu
einer offensichtlich unrichtigen Entscheidung führen würde (18 U 93/2002 10.
Februar 2003).
2003-08-09 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die Beschwerde Prinzessin
Carolines von Hannover bzw. Monaco wegen Verletzung ihres Rechts auf
Privatleben durch dieses nicht ausreichend schützende Urteile deutscher
Gerichte zulässig (59320/2000 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein
Berufungsbeklagter darauf vertrauen, dass ihn das der Beweiswürdigung dem Erstrichter
nicht folgen wollende Berufungsgericht so rechtzeitig darauf hinweist, dass er
sich noch vor dem Termin zur mündlichen Verhandlung darauf einstellen kann (1
BvR 2285/2002 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
gesetzliche Inhaltsbestimmung der Pflegebedürftigkeit verfassungsgemäß (1 BvR
1077/2000 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein die
Grundlage für ein Rechtsgeschäft bildender Gesellschafterbeschluss einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit seinem Zustandekommen mit
Außenwirkung umgesetzt, wenn der Geschäftsführer und der Dritte bei der
Beschlussfassung anwesend sind (II ZR 50/2001 5. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Antrag auf
Unterlassung einer Urheberrechtsverletzung die Verletzungsform beschreiben (I
ZR 18/2000 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann ein deutlich mehr als
20 Prozent höheres Einkommen erzielender, minderjährige Kinder betreuender
Elter zu Barunterhalt verpflichtet sein (11 UF 218/2002 2. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann von einer zwei 14 und
15 Jahre alte Kinder betreuenden Mutter im Rahmen gesteigerter Unterhaltspflicht
eine 2/3-Erwerbstätigkeit verlangt werden (11 UF 287/2002 11. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm sind die ehelichen
Lebensverhältnisse bestimmende Einkünfte auch dann in Höhe des tatsächlich
erzielten Nettoeinkommens in die Bemessung des nachehelichen Unterhalts
einzustellen, wenn das Nettoeinkommen durch die kumulative Anwendung des
Ehegattensplittingvorteils auf Grund Wiederverheiratung des
Unterhaltspflichtigen und des Realsplittingsvorteils wegen der Leistungen von
Unterhalt an den Unterhaltsberechtigten beeinflusst wird (10 UF 168/2002 21.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist keine
Prozesskostenhilfe zu gewähren, wenn der Unterhaltspflichtige
vereinbarungsgemäß rechtzeitig die Unterhaltszahlungen überweist (20 [16] WF
44/2002 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg kann bei ungeklärten
ausländischen Anrechten festgestellt werden, dass ein Versorgungsausgleich
derzeit nicht stattfindet (11 UF 8/2003 1. April 2003).
Stummel, Dieter, Standardvertragsmuster zum Handels- und Gesellschaftsrecht, 2.
A. 2003
Familienvermögensrecht, hg. v. Schröder, Rudolf/Bergschneider, Ludwig, 2003
Meyer, Wolfgang, Arbeitsrecht für die Praxis, 10. A. 2003
Ramsauer/Stallbaum/Sternal, Mein Recht auf BAföG, 4. A. 2003
Holznagel, Bernd, Recht der IT-Sicherheit, 2003
Hakenberg, Waltraud, Grundzüge des europäischen Gemeinschaftsrechts, 3. A. 2003
2003-08-08 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine einstweilige Anordnung zu einer
vorläufigen Unterbringung kein Urteil, so dass dafür das Spruchrichterprivileg
der Amtshaftung nicht gilt (II ZR 326/2002 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für den vom
sozialhilfebedürftigen Schenker auf den Sozialhilfeträger übergeleiteten
Rückforderungsanspruch des Schenkers gegen den Beschenkten der Zeitpunkt der
zur Bewilligung von Sozialhilfe führenden Beantragung von Sozialhilfe maßgebend
(X ZR 246/2002 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg sind bei
rechtzeitiger Abmeldung eines mit Mängeln behafteten Kraftfahrzeugs keine
Gebühren zu entrichten (10 S 619/2003 19. Mai 2003).
Nach Entscheidungen der zuständigen Gerichte Kaliforniens sind Klagen gegen das
Abwahlverfahren Gouverneur Gray Davis’ abgewiesen.
Die Bundesregierung Deutschlands senkt die Geringverdienergrenze für
Auszubildende zwecks Senkung der Kosten der Arbeitgeber von 400 Euro wieder auf
325 Euro.
Hessen erlaubt Landbell AG die Errichtung eines Entsorgungssystems neben dem
Entsorgungssystem Grüner Punkt.
http://www.un.org/Depts/OHRM/examin/exam/htm
Unterlagen über Festanstellungen bei den Vereinten Nationen
Kai Ambos wechselt nach Göttingen.
Christian Baldus wechselt von Köln nach Heidelberg.
Udo Di Fabio wechselt von München nach Bonn.
Joachim Hennrichs wechselt von Münster nach Köln.
Ralf Krack wechselt von Göttingen nach Kiel.
Joachim Lege wechselt von Dresden nach Greifswald.
Lothar Michael wechselt von Bayreuth nach Düsseldorf.
Jürgen Oechsler wechselt nach Mainz.
Rolf Sethe wechselt von Tübingen nach Halle-Wittenberg.
Bernhard Wegener wechselt von Bielefeld nach Münster.
Karl Weidmann 11. April 1922-8. August 2003.
Hermann Oxfort gestorben.
2003-08-07 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist Angehörigen freier Berufe nicht
interessengerechte und nicht sachangemessen informierende Werbung verboten (1
BvR 2115/2002 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haften
Vorunternehmer und Nachunternehmer bei wirtschaftlich sinnvoll nur auf
einheitliche Weise beseitigbaren Mängeln als Gesamtschuldner (VII ZR 125/2002
26. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Wirtschaftsauskunftsdatei persönliche, für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung bedeutsame Daten der
Geschäftsführer und Gesellschafter (wegen ihrer Erforderlichkeit für das
Kreditgewerbe) weitergeben (VI ZR 3/2003 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die Kosten
eines Sachverständigen bei der Erfüllung einer Auskunftspflicht nur dann
ersetzt verlangt werden, wenn ohne den Sachverständigen die Auskunft nicht
sachgerecht erteilt hätte werden können (XII ZB 22/2002 4. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben ehemalige
Zwangsarbeiter wegen gesetzlichen Ausschlusses keinen Schadensersatzanspruch
gegen den ehemaligen Arbeitgeber wegen der Zwangsarbeit (VI ZR 389/2002 27. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz kann die
flächendeckende Versorgung mit Telekommunikationsdienstleistungen zur
Genehmigung einer Mobilfunkanlage auf dem Dach eines Altenheims entgegen den
Festsetzungen eines Bebauungsplans führen (1 A 10196/2003 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein Mann durch Strafbefehl
zu 75 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er sich ohne Kind auf einem
Kinderspielplatz aufgehalten hat.
Nach einer Entscheidung des Antiterrorgerichts in Dublin ist Michael McKevitt
der Tötung von 29 Menschen in Omagh durch Anschlag schuldig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Indonesiens ist einer der
Hauptverdächtigen des Bombenattentats von Bali zum Tod verurteilt.
Ulrich Hartmann 65.
2003-08-06 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein Vater mangels einer rechtlichen
Grundlage nicht unter Androhung eines Zwangsgelds zum Umgang mit seinem Kind
unter Beobachtung durch einen Sachverständigen gezwungen werden (1 BvR
2222/2001 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das
Revisionsgericht auch nach neuem Recht nicht zur Überprüfung der sachlichen
oder örtlichen Zuständigkeit des Gerichts des ersten Rechtszugs befugt (III ZR
91/2003 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg kann ein mutmaßliches
Mitglied der baskischen Organisation Eta nach Spanien ausgeliefert werden, weil
eine konkrete Gefahr der Folter nicht besteht.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn muss Karl-Heinz Meys mutmaßliche
Schmiergelder in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro an die
Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft zurückgeben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist der ehemalige Präsident
Alemannia Aachens wegen Unterschlagung von 25000 Euro zu 11700 Euro Geldstrafe
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Schweiz ist die ehemalige
Ministerpräsidentin Pakistans Benazir Bhutto wegen Geldwäsche zu sechs Monaten
Haft mit Bewährung verurteilt.
Tennisspieler Roscoe Tanner ist wegen des Verdachts des Diebstahls,
Scheckbetrugs und der Urkundenfälschung an die Vereinigten Staaten von Amerika
ausgeliefert worden.
Roland Jüptner und Degenhard Freiherr von Twickel sind Richter am
Bundesfinanzhof Deutschlands.
Die Zahl der Arbeitslosen Deutschlands steigt auf 4,35 Millionen.
2003-08-05 Nach Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die Nichtabzugsfähigkeit der Hälfte
des Kindergelds vom Kindesunterhalt bei nicht vollständiger Aufbringung des
Kindesunterhalts gemäß § 1612b BGB nicht verfassungswidrig, doch ist der
Gesetzgeber aufgefordert, die gesetzlichen Regeln über das Kindergeld klarer zu
fassen (1 BvL 17/2001, 1 BvR 1749/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Wettbewerbswidrigkeit einer Wertreklame an Hand der Würdigung der
Gesamtumstände zu ermitteln (I ZR 185/2000 22. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Verpflichtung eines Erdgaslieferanten, im Gebiet seines Kunden keine Dritten
mit Erdgas zu beliefern, wegen § 1 GWB rechtswidrig (KVR 24/2001 18. Februar
2003).
Nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands berechtigt Hitze am
Arbeitsplatz nur zur Anpassung der Arbeitsgeschwindigkeit, nicht zur
Verweigerung von Arbeit.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine Aufhebung
einer Steuerfestsetzung wegen Rückgängigmachung eines Erwerbsvorgangs bei einer
damit in Zusammenhang erfolgten Weiterveräußerung erst ausgeschlossen, wenn der
Ersterwerber mit der Weiterveräußerung eine aus dem ursprünglichen
Erwerbsvorgang hergeleitete Rechtsstellung im eigenen wirtschaftlichen Interesse
verwertet hat (II R 12/2001 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main haften
Anbieter von Mehrwertdienstnummern als Mitstörer für ihnen bekannte, mittels
der Mehrdienstnummer verwirklichte Wettbewerbsverstöße ihrer Kunden (6 U
87/2002 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann ein
Vereinswechsel eines ausländischen Berufssportlers die Verpflichtung zur
Ausreise aus Deutschland nach sich ziehen (10 S 2112/2002 3. Juni 2003).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin muss ein Fahrradfahrer nur
verkehrssichere Radwege auch tatsächlich benutzen(A 241/2001 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße hat
eine Gemeinde bei der Zulassung (z. B. des Arbeiter-Samariter-Bundes) zum
öffentlichen Rettungsdienst einen Entscheidungsspielraum (7 K 2103/2002 25.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf ein Arbeitnehmer bei
drohender betriebsbedingter Kündigung mit dem Arbeitgeber einen
Auflösungsvertrag schließen, ohne eine Sperre des Arbeitslosengelds befürchten
zu müssen (31 AL 101/2002 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf sind auch ungewöhnliche,
schmiergeldverdächtige Leistungen (von mehreren Millionen DM) als
Betriebsausgaben anerkennbar (6 K 3593/1999 R 10. Dezember 2002).
Der Gläubigerausschuss der Kirch Media erteilt Haim Saban erneut den Zuschlag
für die Mehrheit an Pro Sieben Sat. 1 Media AG.
2003-08-04 Nach einer Entscheidung des
Bundesfinanzhofs Deutschlands muss der Steuerpflichtige bei Verdacht bloßer
Treuhänderschaft des Empfängers von Betriebsausgaben den Treugeber benennen (I
R 28/2002 1. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein
Grundstückserwerb nicht bereits dadurch hinsichtlich des Beginns einer
Spekulationsfrist vollzogen, dass der spätere Erwerber einen Mietvertrag
schließt, ein Vorkaufsrecht vereinbart oder der Veräußerer mündlich die
Übertragung zusagt (IX R 2/2001 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die vorzeitige
Kündigung der Olympiapark GmbH gegenüber dem Lebensmittelkioskinhaber
Birkenbeul auf dem Olympiagelände rechtswidrig.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württembergs müssen die
Flugbeschränkungen Deutschlands für den Flugverkehr von und nach Zürich
eingehalten werden (8 S 1212/2003, 8 S 1213/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern darf die
Scientology-Sekte auf dem Sendlinger-Tor-Platz kein Zelt für
Sonntagsgottesdienste errichten.
Die Europäische Kommission leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen
Deutschland und andere Mitgliedstaaten wegen Nichtumsetzung der Vorschriften
zur Umweltverträglichkeitsprüfung ein.
Das Bundeskartellamt Deutschlands mahnt Mainova AF Frankfurt am Main wegen des
Verdachts des Missbrauchs seiner lokalen Monopolstellung ab.
Hamburg will ab dem 15. August 2003 Insolvenzeröffnungen im Internet
veröffentlichen.
In Sachsen sollen künftig Ersttäter von Wiederholungstätern im Strafvollzug
getrennt werden.
Karl August Bettermann 90.
2003-08-03 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist ein Eingriff in das Eigentum
durch Aufhebung der Singularzulassung vor den Oberlandesgerichten durch das
Bundesverfassungsgericht Deutschlands jedenfalls gerechtfertigt und eine darauf
gestützte Beschwerde wegen Verletzung von Menschenrechten offensichtlich
unbegründet und unzulässig (71630/2001 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist bei Arbeitsverträgen
der Ort, an dem der Arbeitnehmer (z. B. Aeritalias und Eurofighters in München)
seine Arbeit verrichtet, der einzige bei der Bestimmung des zuständigen
Gerichts berücksichtigbare Erfüllungsort seiner Verpflichtung (C-437/2000 10.
4. 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kommt der
normativen Entziehung eines Rechts zur Bebauung eines Grundstücks erhebliches
Gewicht zu (1 BvR 1402/2001 19. Dezember 2002).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das Gebot
der Unterlassung der Werbung mit undurchsichtigen Preistests verfassungsgemäß
(1 BvR 2119/1996 18. Dezember 2002 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt für ein Vorfälligkeitsentgelt
grundsätzlich die allgemeine Vertragsfreiheit (XI ZR 226/2002 6. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss auch bei der
Bürgschaft auf erstes Anfordern der Gläubiger der Hauptforderung mit dem
Gläubiger der Bürgschaftsforderung gleich sein (IX ZR 287/1999 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Meistgebot
in der Zwangsversteigerung von Grundstücken mit Zubehör ein (nicht durch
Umsatzsteuer zu verringernder) Nettobetrag (IX ZR 93/2002 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts kann bei einem auf
mehrere selbständig tragende Begründungen von verschiedener Rechtskraftwirkung
gestützten Urteil die Revision auch dann zuzulassen sein, wenn nur hinsichtlich
einer der Begründungen ein Zulassungsgrund besteht (7 B 141/2002 11. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist ein Irrtum
eines Fahrzeugführers über die (objektiv) beschränkte Wirkung eines
Zusatzschildes auf das dicht über ihm angebrachte Vorschriftszeichen ein
vermeidbarer Verbotsirrtum, der zum Wegfall der Anordnung eines Fahrverbots
führen kann (2 Ob OWi 43/2003 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Tätigkeit eines
externen Jugendschutzbeauftragten keine Rechtsbesorgung nach dem
Rechtsberatungsgesetz (20 U 7/2003 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster sind Fahrtkosten
zur Wahrnehmung des Umgangsrechts mit einem Elternteil Kosten des notwendigen
Lebensunterhalts (12 E 658/2000 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Essen kann eine Vereitelung des
Umgangsrechts Schadensersatzansprüche (z. B. wegen der Kosten eines für die
Kinder vereinbarten Musikunterrichts) begründen (18 C 128/2002 24. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Neuruppin entspricht die
Zustellungsurkunde nach der Zustellungsvordruckverordnung für den Fall der
Niederlegung nicht der Zivilprozessordnung (42 C 347/2002 14. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Rosenheim ist das Überfahren und
Beschädigen einer auf der Fahrbahn liegenden Leiche ein Unfall im Sinne des §
142 I StGB (6 Ls 410 Js 22115/2002 28. Oktober 2002).
2003-08-02 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs muss für die Überprüfung der Stichhaltigkeit eines
Ausschlussgrundes in einem Vergabeverfahren (z. B. Österreichs) ein
Nachprüfungsverfahren zur Verfügung stehen (C-249/2001 19. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss ein Bieter, um
gegebenenfalls Schadensersatz verlangen zu können, auch die Möglichkeit haben,
(z. B. in Österreich) die von ihm vorgebrachten Beschwerdepunkte in einem
Verfahren geltend zu machen (C-315/2001 19. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann ein Mitgliedstaat
(z. B. Österreich) nicht die Anrufung einer Schlichtungsstelle zur
Voraussetzung eines Nachprüfungsverfahrens eines Vergabeverfahrens machen
(C-410/2001 19. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann die
Gefahr der Strafverfolgung bejaht werden, wenn eine Ermittlungsbehörde einer
wahrheitsgemäßen Aussage Tatsachen entnehmen könnte, die sie zur Einleitung
eines Ermittlungsverfahrens veranlassen könnte (2 BvR 281/2003 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die
Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens und die Verhinderung
verfassungsrechtlicher Kontrolle der Auswahlentscheidung zur Besetzung einer
Anwaltsnotarstelle schwere Nachteile (1 BvR 702/2003 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein
Schweigen zu dem Hinweis auf die Anwesenheit eines Dritten bei einem
Telefongespräch als Zustimmung zum Mithören gewertet werden (1 BvR 215/2003 2.
April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann bei
ausnahmsweisem Ausschluss der vorläufigen Vollstreckbarkeit eines
Hauptsacheurteils (z. B. in einem Promotionsverfahren) vor einer Verfassungsbeschwerde
der Versuch einer einstweiligen Anordnung geboten sein (1 BvR 407/2003 25. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bewirkt der Ablauf
der für einen Kontokorrentkredit vereinbarten Frist oder die Fälligstellung
eines solchen Kredits nicht ohne Weiteres die Beendigung auch des vereinbarten
Kontokorrentverhältnisses (XI ZR 235/2002 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann die
Klagebefugnis eines anerkannten Naturschutzvereins auch Rügen gegen die
Tauglichkeit einer Verkehrsprognose decken (9 A 33/2002 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein schwer
behinderter Arbeitnehmer die Befreiung von Nachtarbeit und die Beschränkung der
Arbeitszeit auf die Fünf-Tage-Woche verlangen (9 AZR 462/2001 3. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist bei
Beschwer in der Hauptsache von weniger als 750 Euro eine Beschwerde auch dann
unzulässig, wenn die Kostenbelastung 750 Euro übersteigt (2 Z BR 15/2003 6.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein starker, langer
Lösungsmittelgeruch einer Parkettversiegelung ein Werkmangel (3 U 66/2002 17.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund muss bei Kündigung wegen
Zahlungsverzugs der Mietrückstand nach Höhe und Zeitpunkt genau bezeichnet
werden (125 C 239/2003 1. April 2003).
Grundstücksrecht Ost, hg. v. Prütting, Hanns/Zimmermann, Peter/Heller, Robert,
2003
Winkler, Matthias, Vorsorgeverfügungen, 2002
Heghmanns, Michael, Das Arbeitsgebiet des Staatsanwalts, 3. A. 2003
EU- und EG-Vertrag hg. v. Lenz, Carl Otto/Borchardt, Klaus-Dieter, 3. A.
2003
Schaefer, Hans
Christoph/Schroers, Jochen, Mustertexte zum Strafprozess, 7. A. 2003
Mutschler, Bernd, Kostenrecht in öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten, 2003
Sattelmacher,
Paul/Sirp, Wilhelm/Schuschke, Winfried, Bericht, Gutachten und Urteil,
33. A. 2003
Köbler, Gerhard, Rechtsspanisch, 2. A: 2003
2003-08-01 Nach Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands müssen Bund und Länder Einnahmen aus
Sonderabgaben (z. B. Umlagen für die Ausbildung von Altenpflegern) in einem
Anhang zum Haushaltsplan ausweisen und bedarf die Erhebung von Sonderabgaben
einer besonderen sachlichen Rechtfertigung (2 BvL 1/1999 u. a. 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands berechtigt die
Zusage einer freiwilligen Sonderzahlung an Mitarbeiter über ein Intranet im
Zweifel auch ausgeschiedene, aber weiterhin zum Zugriff auf das Intranet
berechtigte Mitarbeiter (10 AZR 395/2002 22. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm sind Nobilia und Nobia für
Küchenmöbel verwechslungsfähig (4 U 40/2003 31. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig kann sich die
Abstammung eines Kindes von Eltern verschiedener Staatsangehörigkeit im
Verhältnis zum deutschen Vater auch dann nach deutschem Recht bestimmen, wenn
sich sein gewöhnlicher Aufenthalt inzwischen im Land der Mutter (z. B.
Finnland) befindet und dort die deutsche Anerkennung der Vaterschaft nicht
anerkannt wird (2 W 6/2002 19. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin ist die
Chancengleichheit nicht ohne Weiteres dadurch verletzt, dass ein
Landesprüfungsamt von anderen Prüfungsämtern verwendete, im Internet bereits
mit stichwortartigen Hinweisen zu Inhalt und Lösung einsehbare
Aufsichtsarbeiten (z. B. in der zweiten juristischen Staatsprüfung) benutzt (4
S 23/2003 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße
dürfen die Versorgungsbezüge eines ehemaligen Bundesbeamten gekürzt bleiben,
wenn aus der übertragenen Rentenanwartschaft seiner geschiedenen und später
verstorbenen Ehefrau eine Hinterbliebenenrente an deren zweiten Ehemann gezahlt
wird (3 K 3441/2002 14. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier darf der Antrag auf
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung abgelehnt werden, wenn ein
ausländischer Studierender sein Studium nicht zügig betreibt (1108/2003 29.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten soll
Uzan 4,26 Milliarden Dollar an Motorola und Nokia wegen rechtswidriger
Verwendung der für Telsim gewährten Kredite zurückzahlen.
Die Europäische Kommission genehmigt die Übernahme Wellas durch Procter &
Gamble unter Auflagen.
2003-07-31 Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind für Streitigkeiten über die Berichtigung
einer Lohnsteuerbescheinigung die Finanzgerichte zuständig (5 AZB 1/2003 11.
Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts umfasst die dem
einzelnen Wohnungseigentümer auferlegte Instandsetzungspflicht und Instandhaltungspflicht
nicht die erstmalige Herstellung eines ordnungsgemäßen Zustandes (z. B. durch
Beseitigung von Nässeschäden) (2 Z BR 45/2002 20. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen müssen die
Bewohner eines nur in Zusammenhang mit einem Gewerbegebiet geschaffenen
allgemeinen Wohngebiets die Errichtung einer Moschee (z. B. in Hannover)
hinnehmen (1 MN 120/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen hat der ein
lebenslanges Nutzungsrecht in Bezug auf ein von ihm auf fremdem Grund gebautes
und bewohntes, nach dem Tod dem Grundstückseigentümer nicht kraft seiner
Eigentümerstellung zufallendes Gebäude habende Erbauer Anspruch auf
Eigenheimzulage (2 K 303/2001 23. April 2003).
Nach einer Entscheidung des UN-Tribunals in Den Haag ist Milomir Stakić
wegen Kriegsverbrechen an Bosniaken und Kroaten zu lebenslanger Haft
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens muss Cantor
Fitzgerald wegen Mobbings 1,4 Millionen Euro Schadensersatz an Steven Horkulak
zahlen.
Helmut Kohl soll von Leo Kirch zwischen 1999 und 2002 jährlich 600000 DM für
situative Beratung bei gegebenem politischem oder wirtschaftlichem Anlass
erhalten haben.
Der deutsche Aktienindex erreicht 3483 Punkte.
Der Bundesverkehrsminister Deutschlands verschiebt die Einführung der
Lastwagenmaut auf Autobahnen um 2 Monate.
Seit 1. Januar 1999 hat Deutschland 89 Gesetze und 446 Rechtsverordnungen
aufgehoben und 211 Gesetze und 624 Rechtsverordnungen eingeführt.
Das Parlament der Türkei beschließt das siebte Reformpaket zwecks Annäherung an
die Europäische Union.
Die vatikanische Glaubenskongregation lehnt die gleichgeschlechtliche
Lebenspartnerschaft als schädlich für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft
ab.
2003-07-30 Nach einer Eilentscheidung des
Europäischen Gerichtshofs ist das von Tirol geplante Fahrverbot für
ausländische Lastkraftwagen auf der Autobahn wegen Verletzung der
Warenverkehrsfreiheit europarechtswidrig, so dass es bis zu einer Entscheidung
in der Hauptsache nicht in Kraft treten darf.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands dürfen von einem
Abgeordneten (z. B. Frank Hofmann) einem Mitarbeiter im Zusammenhang mit seiner
parlamentarischen Arbeit anvertraute Schriftstücke in den Räumen des deutschen
Bundestags (z. B. von der Staatsanwaltschaft München) nicht beschlagnahmt
werden (2 BvR 508/2001, 2 BvE 1/2001).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die unter
Abgabe von Stimmzetteln in nichtamtlichen Umschlägen erfolgte Bürgermeisterwahl
in Arnstadt nicht rechtmäßig (8 C 16/2002, 8 C 24/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bedarf eine
Befristung einzelner das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung betreffender
Arbeitsvertragsbedingungen eines sachlichen Grundes (7 AZR 406/2002 4. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein Antrag
auf Gewährung von Prozesskostenhilfe für ein Insolvenzverfahren nicht deswegen
abgelehnt werden, weil das Insolvenzverfahren nicht hätte eröffnet werden
dürfen (2 AZB 56/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Fortsetzung eines Arbeitsverhältnisses nicht schon deswegen nicht mehr
zuzumuten, weil der Arbeitgeber grundsätzlich zur Durchsetzung einer von ihm
versuchten Kündigung entschlossen ist (2 AZR 9/2002 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg dürfen
apothekenpflichtige Arzneimittel außerhalb der Notdienstzeiten nicht über einen
Außenschalter der Apotheke abgegeben werden (9 S 1490/2002 1. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz ist bei
Freistellung nach Kündigung nicht ohne Weiteres der noch bestehende Urlaubsanspruch
abgegolten (7 Sa 953/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum haben Bundestag und
Bundesgerichtshof Deutschlands das europäische Verbraucherschutzrecht zu
Gunsten der Käufer überteuerter, unvermietbarer und unveräußerlicher sog.
Schrottimmobilien nicht ausreichend umgesetzt (1 O 795/2002).
Belgien schränkt die allgemeine Zuständigkeit seiner Gerichte für die
Verfolgung von Kriegsverbrechen (z. B. Ariel Scharons oder Tommy Franks’) stark
ein.
Spanien will die Freigabe von etwa 200000 eingefrorenen Embryonen für die
Forschung erlauben.
2003-07-29 Nach Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands hat das Normenkontrollverfahren nicht
den Sinn, dem vorlegenden Gericht ein Forum für die Erörterung
standespolitischer Anliegen der Richter (z. B. gleiche Besoldung von
Vorsitzenden und Beisitzern am Landgericht Frankfurt am Main) zu bieten (2 BvL
2/2003, 2 BvL 4/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Gericht
bei der Ermittlung ausländischen Rechts auch die ausländische Rechtspraxis (z.
B. in Thailand) beachten (II ZR 305/2001 23. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Anstalt
des öffentlichen Rechts als Bank eine Subvention (z. B. für eine nicht vermarktbare
Hochdruckmedienpumpe) auch ohne Beachtung des Verwaltungsverfahrensgesetzes des
betreffenden Bundeslandes zurückfordern (XI ZR 195/2002 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitgeber die einer im Betrieb vertretenen Gewerkschaft bei der Wahrnehmung
ihrer im Zusammenhang mit der Betriebsratswahl stehenden Rechte in einem
arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren entstehenden Rechtsanwaltskosten als
Betriebswahlkosten tragen (7 ABR 29/2002 16. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
Betriebsrat Anspruch auf Freistellung von Rechtsanwaltskosten gegenüber dem
Arbeitgeber, wenn das Verfahren bislang ungeklärte Rechtsfragen zum Gegenstand
hat und seine Rechtsauffassung nicht unvertretbar ist (7 ABR 15/2002 19. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann eine
Gemeinde die Kosten für einen Einsatz der freiwilligen Feuerwehr von dem
Verursacher verlangen (1 S 397/2001 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine
Gemeinde die Kosten der Erneuerung einer 40 Jahre alten Straße auch dann auf
die Anlieger umlegen, wenn die an sich erforderlichen Unterhaltungsarbeiten von
ihr nicht durchgeführt wurden (6 A 10758/2003 11. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz kann ein
Naturschutzverein Rechtsbehelfe wegen behaupteter Verstöße gegen das
Umweltrecht nur in den gesetzlich bestimmten Fällen einlegen (nicht z. B. gegen
eine Pappelfällaktion in Koblenz) (7 L 1897/2003 28. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg kann bei Verlust
eines Kündigungschutzklageschriftsatzes im Postweg die Klage nachträglich nur
zugelassen werden, wenn der Kläger den Absendevorgang lückenlos darstellt (5 TA
78/2003 2. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund ist ein Sturz bei der
Lagerung von eigenen Lebensmitteln in einer Betriebsküche ein Arbeitsunfall (23
U 65/20002 30. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen darf bei (ernsthaft)
möglichen Rückforderungsansprüchen der Zollverwaltung eine Rückstellung
gebildet werden (2 K 442/1998 4. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde für Post und Telekom
Deutschlands darf die monatliche Grundgebühr für den analogen Telefonanschluss
(28 Millionen) ab 1. September 2003 auf 15,66 Euro erhöht werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Malaysias ist Ehescheidung
durch SMS rechtmäßig.
Wolfgang Arenhövel ist als Nachfolger Geert Mackenroths Vorsitzender des
deutschen Richterbunds.
Die wertvollsten Marken waren im Jahr 2003 Coca-Cola, Microsoft, IBM, GE,
Intel, Nokia, Disney, McDonald’s, Marlboro und Mercedes.
2003-07-28 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte dürfen
gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften (z. B. in Österreich) mietrechtlich
gegenüber nichtehelichen Lebensgemeinschaften nicht benachteiligt werden.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine die
Erstattung von Behandlungskosten ablehnende private Krankenversicherung dem
Patienten ein dafür maßgebliches Gutachten einschließlich des Namens des
Gutachters mitteilen (IV ZR 418/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschland gilt eine die
Verwirkung von Ansprüchen regelnde allgemeine Geschäftsbedingungen eines
Arbeitsvertrags grundsätzlich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber (9 AZR 44/2002
18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei der
steuerlichen Berücksichtigung der privaten Nutzung eines Kraftfahrzeugs vom
Listenpreis einschließlich der Sonderausstattung und der Umsatzsteuer
auszugehen (XI R 12/2002 6. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist der Sofortvollzug
der Preissenkungsanordnung des Bundeskartellamts für die
Stromdurchleitungspreise der Stadtwerke Mainz aufgehoben (Kart 18/2003 [V]).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg hat der Betriebsrat
kein Mitbestimmungsrecht hinsichtlich der Errichtung einer Mobilfunkantenne auf
dem Dach des Betriebsgebäudes (6 [2] TABV 39/2001 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum ist ein Besucher der
Fußballweltmeisterschaft in Frankreichwegen Billigung der Schädigung des
Gendarmen Daniel Nivel durch andere und Unterlassung des Einschreitens gegen
diese Schädigung zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt, obwohl ihm
eigene Schläge und Tritte nicht nachgewiesen werden konnten.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist der Mörder des
Bankierssohns Jakob von Metzler unter Bejahung der besonderen Schwere der
Schuld zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf eine beantragte Entlassung
aus einem Referendardienst nicht als schuldhafte Nichtwahrnehmung der
Abschlussprüfung eingestuft werden (VG 12 A 412/1999 8. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Detmold ist im Verfahren auf
Gewährung von Waisenrenten eine Exhumierung eines verstorbenen Versicherten zur
Feststellung der Verwandtschaft wegen der Schwere des Eingriffs in die
Totenruhe ausgeschlossen (S 2 RA 132/2000 16. April 2003).
Aachener Volkszeitung und Aachener Nachrichten legen aus Kostengründen die
Teile Sport, Wirtschaft, Kultur und aus aller Welt zusammen.
2003-07-27 Nach
einer Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf wegeine
Sammelklageschrift amerikanischer Musikunternehmen und Künstler gegen
Bertelsmann auf 17 Milliarden Dollar Schadensersatz wegen Förderung von
Urheberrechtsverletzungen der Musiktauschbörse Napster vorläufig nicht
zugestellt werden (2 BvR 1198/2003 25. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist
Haushaltsuntreue auch bei zweckentsprechender Subventionsgewährung unter
Verstoß gegen Vergaberichtlinien möglich (5 StR 448/2002 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Vereinbarung von Wohnungseigentümern über die sachenrechtlichen Grundlagen der
Gemeinschaft keine Wirkung gegen Sondernachfolger haben, wenn eine nur
schuldrechtliche Verpflichtung zur Eigentumsübertragung begründet werden soll
(V ZR 322/20002 4. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt die Pfändung
einer künftigen Forderung anfechtungsrechtlich als im Zeitpunkt ihrer
Entstehung vorgenommen, wobei die Entstehung der Forderung nicht Bedingung der
Pfändung ist (IX ZR 166/2002 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auf Antrag
eines Insolvenzgläubigers die Restschuldbefreiung grundsätzlich nur versagt
werden, wenn der Antrag im Schlusstermin gestellt worden ist (IX ZB 388/2002
20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der im
Kleinbetrieb gekündigte, soziale Ungerechtfertigtheit behauptende Arbeitnehmer
zumindest auf den ersten Blick mit den nicht gekündigten Arbeitnehmern
vergleichbar sein (2 AZR 672/2001 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Festlohn und Überstundenvergütung leistende Arbeitgeber wegen der teilweisen
Unpfändbarkeit der Überstundenvergütung darüber Auskunft erteilen, um welchen
Nettobetrag sich das Arbeitsentgelt durch die Überstundenvergütung erhöht hat
(6 AZR 569/2001 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist es
umsatzsteuerrechtlich bedeutungslos, ob der Besteller eines mangelhaften Werks
Minderung oder Schadensersatz wegen Nichterfüllung geltend macht (V R 72/2001
16. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine unbedingte
Veräußerungsabsicht in der Regel anzunehmen, wenn ein Erwerber Grundstücke
seiner Planung entsprechend jeweils unmittelbar nach Ankauf bebaut und
veräußert (X R 5/2000 18. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts wird die
Vollstreckungsmöglichkeit des Gläubigers nicht dadurch beeinträchtigt, dass ein
selbständiger Handelsvertreter seine monatliche Fixprovision als Arbeitseinkommen
und nicht als Anspruch aus selbständiger Erwerbstätigkeit angibt (5 St RR
18/2003 6. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist die Untersagung des
Hinweises auf eine Tätigkeit als Rechtsbeistand eines hauptsächlich Erbensuche
betreibenden Rechtsbeistands als einzelfallbezogene Werbung ein unerlaubter
Eingriff in die berufliche Tätigkeit (5 U 328/2002 21. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg besteht zwischen einer
Rechtsanwaltssozietät und einem unter der Angabe juristische Korrespondenz
Schreibarbeiten für Rechtsanwälte ausführenden Schreibbüro kein
Wettbewerbsverhältnis (3 U 62/2002 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist Gerichtsstand des
Erfüllungsorts einer Honorarforderung eines Rechtsanwalts der Wohnsitz des
Mandanten zur Zeit der Entstehung des Schuldverhältnisses (15 AR 53/2002 17.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kommt § 22 III
Mediendienste-Staatsvertrag als Ermächtigungsgrundlage für eine
Sperrungsverfügung gegen einen Internetzugangsanbieter (Accessprovider) als
Diensteanbieter fremder Inhalte in Betracht (8 B 2567/2002 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig hat der Mieter von bei
normaler Hochwasserlage nicht gefährdeten Räumen (z. B. in Grimma) ein
vollständiges Minderungsrecht, wenn nach außergewöhnlichem Hochwasser die Räume
nicht mehr nutzbar sind (1 S 1314/2003 28. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens muss Fiat wegen einer
gegen die Gewerkschaften gerichteten Verhaltensweise die Autoherstellung in
einer inzwischen still gelegten Herstellungsstelle wieder aufnehmen.
2003-07-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist rechtliches
Gehör nur gewährt, wenn die Verfahrensbeteiligten erkennen können, auf welchen
Tatsachenvortrag es für die Entscheidung ankommen kann (1 BvR 2114/2002 4. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands erfordert
die Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde bereits im fachgerichtlichen
Verfahren einen substanziierten Vortrag in Hinblick auf die behauptete
Verfassungswidrigkeit eines Rechtssatzes (z. B. § 522 II, III ZPO) (1 BvR
2357/2002 5. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Beiordnung eines Rechtsanwalts in einem Insolvenzeröffnungsverfahren auch bei
Sprachproblemen des Schuldners noch nicht ohne Weiteres geboten (1 BvR 329/2003
18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
gesetzliche Beseitigung der Möglichkeit des Ausschlusses des Adoptivkinds vom
gesetzlichen Erbrecht nicht die Testierfreiheit (1 BvR 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf bei
Eigenbedarfskündigung des Vermieters der Mieter nur die erforderliche Auskunft
verlangen (z. B. nicht den Namen des miteinziehenden Lebensgefährten) (1 BvR
619/2002 3. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begeht
Steuerhinterziehung, wer in Steuerverkürzungsabsicht Vorsteuer aus Rechnungen
geltend macht, die von Personen gestellt wurden, die die von ihnen ausgewiesene
Umsatzsteuer nicht gegenüber dem Finanzamt anmelden sollen und die lediglich zu
diesem Zweck in der Lieferkette vorgeschaltet wurden (5 StR 520/2002 22. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Arbeitgeber nicht allein wegen umgehender (z. B. nach 12 Minuten erfolgender)
Telefaxantwort auf ein Anhörungsschreiben davon ausgehen, dass nur eine
persönliche Äußerung des Betriebsratsvorsitzenden vorliegt (2 AZR 707/2001 16.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf einem
Arbeitnehmer gekündigt werden, der den Arbeitgeber oder einen Arbeitskollegen
beleidigende Äußerungen an eine vermeintliche Vertrauensperson richtet, um
einen Dritten zu treffen (2 AZR 418/2001 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken muss der dem Besitzer
mit Hilfe der Polizei den Besitz Entziehende beweisen, dass das Gesetz ihm die
Besitzentziehung gestattete (1 U 4/2003 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund muss der anwaltlich beratene
gewerbliche Vermieter eine Kündigung wegen Zahlungsverzugs für den Mieter
verständlich begründen (131 C 1627/2003 28. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg ist eine englische Limited in
Deutschland insolvenzfähig und kommen ihre Gesellschafter im deutschen
Insolvenzverfahren in der Regel nicht in den Genuss einer Haftungsbeschränkung,
wenn die englische Limited nur in Deutschland tätig geworden ist und in
tatsächlicher Hinsicht nicht hinreichend mit Kapital ausgestattet ist (67g IN
358/2002 14. Mai 2003).
Der Basiszinssatz Deutschlands beträgt seit 1. Juli 2003 1,22 Prozent.
Emmerich, Volker/Sonnenschein, Miete, 8. A: 2003
Vehslage, Torsten/Bergmann, Stefanie/Purbs, Svenia/Zabel, Matthias,
Jus-Referendarführer, 2003
Ebert, Johannes/Gregor, Klaus/Günter, Peter, Die Anwaltsklausur in der zweiten
juristischen Staatsprüfung, 2003
2003-07-25 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Europäische Kommission
nicht zur Rücknahme der Genehmigung eines Arzneimittels (z. B. gegen
Fettleibigkeit) eines Mitgliedstaats zuständig (C-39/2003 24. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein kurz vor
Eintritt der Insolvenz abgeschlossener Arbeitsvertrag nicht in jedem Fall als
Scheingeschäft (z. B. zwecks Erschleichung von Insolvenzgeld) nichtig (8 AZR
59/2002 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Arbeitgeber mit einem Arbeitnehmer, zu dem bereits ein Arbeitsverhältnis
bestanden hat, nur dann keinen befristeten Arbeitsvertrag mehr abschließen,
wenn der Vertrag nach Inkrafttreten des Teilzeit- und Befristungsgesetzes
abgeschlossen wurde (7 AZR 535/2002 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin darf Berlin die
Förderung für Sozialbauwohnungen errichtende Unternehmer nach 15 Jahren nur
verringern, nicht einstellen (5 S 8/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist für
die Anordnung der Ersatzvornahme des Wegfahrens eines verbotswidrig
abgestellten Fahrzeugs grundsätzlich nicht der Polizeivollzugsdienst, sondern
die für die Aufstellung von Verkehrszeichen zuständige Straßenverkehrsbehörde
zuständig (1 S 2025/2001 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz haben aus der
Kirche ausgetretene Arbeitslose keinen Anspruch auf höheres Arbeitslosengeld
ohne Berücksichtigung eines Kirchensteuerhebesatzes (1 AL 174/2002 26. Juni
2003).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Frankfurt am Main muss Comroad AG 33
klagenden Anlegern 116000 Euro Schadensersatz nebst Zinsen zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück wird durch Übersendung einer
Abschrift oder eines Telefax der Bürgschaftsurkunde eine Bürgschaft nicht
wirksam begründet (12 O 1454/2003 18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stade kann (z. B. einer
Studentin) wegen Magersucht der Führerschein entzogen werden (1 A 1865/2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann eine Abfindung
auch bei gerichtlichem Vergleich über die Auflösung des Arbeitsverhältnisses
(teilweise) steuerfrei sein (1 K 1690/2001 4. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main kann einem
Arbeitnehmer (z. B. einer Putzfrau) wegen unerlaubten Beiziehens Dritter (z. B.
Angehöriger oder Bekannter) fristlos gekündigt werden (5 Ca 11141/2002).
Helge Grabitz-Scheffler Oberstaatsanwältin a. D. 2. August 1934-17. Juli 2003.
2003-07-24 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs ist ein öffentlicher Zuschuss (z. B. im Landkreis
Stendal in Sachsen-Anhalt) an Verkehrsunternehmen (z. B. Altmark Trans GmbH)
nicht europarechtswidrig, wenn die Unternehmen mit klar festgelegten
gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen betraut sind und der Ausgleich objektiv
und transparent berechnet wird und das erforderliche Maß nicht überschreitet
(C-280/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf einem
abgeschobenen Ausländer das Umgangsrecht mit seinem in Deutschland lebenden
Kind nicht deswegen abgesprochen werden, weil er es tatsächlich nicht ausüben
kann (1 BvR 90/2003 21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Lügendetektor kein geeignetes Beweismittel in einem Zivilprozess um
Schadensersatz (z. B. eines Kindes gegen einen Vater zur Entlastung des Vaters
vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs des Kindes) (VI ZR 327/2002 24. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist nach Abtretung
des pfändbaren Teils des Arbeitslohns das Prozessgericht sachlich für den
Antrag auf Erhöhung des Pfändungsfreibetrags zuständig (IXa ZB 51/2003 28. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beginnt die
Verjährung des Anspruchs aus § 945 1. Alt. ZPO bei Aufhebung der einstweiligen
Verfügung spätestens mit Erlass eines Urteils im Hauptsacheverfahren (IX ZR
283/2002 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt die in
einen Kaufvertrag aufgenommene Erklärung des Verkäufers, dass ihm vom
Vorhandensein wesentlicher, unsichtbarer Mängel nichts bekannt ist, keine
Abweichung von dem Grundsatz, nach dem der Käufer beweisen muss, dass der
Verkäufer ihn über offenbarungspflichtige Umstände nicht aufgeklärt hat (V ZR
100/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der Verzicht auf
ein Weihnachtsgeld des Arbeitgebers für die Berechnung der Einkünfte bei der
Prüfung eines Kindergeldanspruchs eines volljährigen Kindes unbeachtlich (VIII
R 16/2002 11. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann unter
einem Tagesordnungspunkt Erklärungen zum Verwaltervertrag (Haftung) in einer
Wohnungseigentümerversammlung über zeitliche und betragsmäßige Einschränkungen
der Verwalterhaftung beschlossen werden (2 ZBR 89/2002 23. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss der Antragsteller bei
der Verfolgung eines markenrechtlichen Auskunftsanspruchs im Eilverfahren die
Eilbedürftigkeit darlegen und glaubhaft machen (6 W 35/2003 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Brandenburg muss ein Mieter am Ende
der Mietzeit eine von ihm in üblicher Weise angebrachte
Holzpaneeldeckenverkleidung nicht entfernen (32 C 181/2000 1. April 2003).
Nach einem Vergleich vor dem Landgericht München I erhält Lothar Matthäus noch
7500 Euro Nachzahlung aus seinem Abschiedsspiel bei Bayern München.
Die Europäische Kommission stimmt der zentralen Vermarktung der wichtigsten
Fußballwettbewerbe unter Auflagen zu.
Das Bundeskriminalamt Österreichs untersucht 4000 angeblich krankheitsbedingte
Frühpensionierungen von Beamten bei der Österreichischen Bundesbahn, Telekom
Austria Post und Postbus AG auf mögliche Strafbarkeit (Marke Berenkrank).
Die Nationalversammlung Frankreichs beschließt eine Rentenreform.
Die Europäische Kommission nimmt den Vorschlag an, dass die Gerichte der
Mitgliedstaaten der Europäischen Union in grenzüberschreitenden
Rechtsstreitigkeiten wegen eines außervertraglichen Schuldverhältnisses
dasselbe Recht anwenden.
Der Landwirtschafts- und Fischereirat der Europäischen Union stimmt dem von der
Europäischen Kommission vorgeschlagenen Statut einer europäischen
Genossenschaft (societas cooperativa europea) zu.
2003-07-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss eine
Anwaltskanzlei auf Grund der Berufsfreiheit (Verfassungswidrigkeit von § 3 II
BORA) nicht in jedem Fall alle Mandate niederlegen, bei denen die frühere
Kanzlei eines neu eintretenden Rechtsanwalts die Gegenseite vertrat (1 BvR
238/2001 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Bundesrepublik Deutschland von den betreffenden Bauunternehmern die Hälfte des
vor zehn Jahren am Bonner Schürmannbau entstandenen Hochwasserschadens ersetzt
verlangen (VII ZR 186/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine stille
Beteiligung an einer Aktiengesellschaft kein ein Bezugsrecht der Aktionäre
auslösendes Genussrecht, sondern ein Unternehmensvertrag (II ZR 109/2002 21.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf der
verbotene Verein Al-Aqsa in Aachen unter Auflagen vorerst weiter Spenden für
den nahen Osten sammeln (6 VR 10/2002 16. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
betriebliche Einigungsstelle keine Regelungen über die wöchentliche
Höchstarbeitszeit und die Einordnung des Bereitschaftsdiensts als Arbeitszeit
treffen (10 TaBV 22/2002 22. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind auch die der
Bestreitung des Lebensunterhalts dienenden Stipendien aus öffentlichen Mitteln
zur Förderung der Forschung oder zur Förderung der wissenschaftlichen oder
künstlerischen Ausbildung oder Fortbildung steuerfrei (IV R 15/2001 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München darf der Roman Esra
Maxim Billers vorläufig mit geschwärzten Textstellen vom Verlag Kiepenheuer und
Witsch in den Handel gebracht werden.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz muss die Deutsche
Telekom Gemeinden (z. B. Linz am Rhein) für das Betreiben von Telefonzellen
grundsätzlich Fremdenverkehrsbeiträge zahlen (6 A 10170/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Titelhändler wegen
Handels mit falschen Doktortiteln (bis zu 44000 Euro pro Titel für Pfarrer,
Ärzte, Manager u. a.) mit einer Gesamteinnahme von einer Million Euro zu fünf
Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz darf ein 40jähriger
ausländischer Student (z. B. aus Nordafrika) nach einem Fachhochschulabschluss
in Deutschland nicht weiter in Deutschland studieren (4 L 568/2003 22. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Deutschlands kann ein lediger, zu
Hause wohnender, zwecks Ausbildung eine Wohnung am Beschäftigungsort mietender
Steuerpflichtiger die Mietkosten nicht als Werbungskosten im Rahmen sog.
unechter doppelter Haushaltsführung steuermindernd von den Einkünften absetzen
(1 K 44/2003 16. Juni 2003).
Die Regierung der Türkei beschließt im Hinblick auf den Beitritt zur
Europäischen Union weitere Gesetzesänderungen.
Stefan Liebler ist seit 17. Juli Richter des Bundesverwaltungsgerichts
Deutschlands.
Bild erreicht täglich 12,33 Millionen Leser (60 Prozent des Gesamtverkaufs
aller Tageszeitungen Deutschlands, 77,7 Prozent aller Boulevardzeitungen),
Süddeutsche Zeitung 1,1 Millionen, FAZ 860000, Die Welt 620000, Handelsblatt
480000, Frankfurter Rundschau 380000, Stern 7,22 Millionen wöchentlich, Focus 6
Millionen, Spiegel 5,86 Millionen.
2003-07-22 Nach
einer Mehrheitsentscheidung (6:2) des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands
dürfen mutmaßliche Straftäter (z. B. Betrüger) (nur) dann nicht an ihren
Folterung nicht grundsätzlich ausschließenden Heimatstaat (z. B. Indien)
ausgeliefert werden, wenn die ihnen dort drohende Strafe unerträglich hart,
grausam, unmenschlich oder erniedrigend ist, in dem Staat systematisch und
massenhaft Menschenrechte verletzt werden oder für einen Betroffenen eine
konkrete Foltergefahr besteht (2 BvR 685/2003 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Bejahung grober Unbilligkeit eines Versorgungsausgleichs nur nach umfassender
Würdigung der Verhältnisse der Ehegatten möglich (1 BvR 237/1997 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Beitritt zu
einem geschlossenen Immobilienfonds bei gleichzeitiger kreditbasierter
Finanzierung des Anteilserwerbs unter Verwendung von Formularen der Bank ein
Verbundgeschäft nach dem Verbraucherkreditgesetz (II ZR 3872002 21. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann für eine
Einstufung in eine höhere Leistungsgruppe eines Rentenversicherten statt eines
formalen Berufsabschlusses der Erwerb höherer Fähigkeiten durch langjährige
Berufserfahrung genügen (B 4 RA 26/2002 14. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf Ryanair nicht mit dem 70
Kilometer entfernten Flughafen Niederrhein bei Weeze als bei Düsseldorf liegend
werben.
Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover übt die Bertelsmann
AG keinen beherrschenden Einfluss auf den Spiegel-Verlag aus (6 B 2458/2003 17.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss Deutschland Witwen
und Waisen verunglückter Luftwaffenpiloten dann erhöhte Versorgung aus
qualifiziertem Dienstunfall zahlen, wenn die Piloten auf Grund mangelhafter
technischer Ausrüstung (z. B. Fehlen eines Nachtsichtgeräts) und unzureichender
Ausbildung (z. B. Fehlen von Nachttiefflügen) einer außergewöhnlichen
Lebensgefahr ausgesetzt gewesen sind (9 K 3147/2002 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands sind Konstantin
Bacharew und Konstantin Sterledew von der Anklage wegen Verrats von
Staatsgeheimnissen durch Nennung eines informellen Agenten der Miliz
freigesprochen.
Nach einer mit 27 gegen 20 Stimmen getroffenen Entscheidung des Stadtrats
Karlsruhes darf das Bundesverfassungsgericht räumlich ausgebaut werden.
Sieben führende Industrieversicherer Deutschlands sollen verbotene
Preisabsprachen getroffen haben.
Nach einem Vergleich soll Micorosoft 1,1 Milliarden Dollar an bis zu 13
Millionen Verbraucher wegen Ausnutzung einer Monopolstellung zahlen.
http://www.ag-m.bayern.de (Amtsgericht
München)
2003-07-21 Die
Verhandlungsführer der Parteien des deutschen Bundestags einigen sich über
Eckpunkte einer Reform des Gesundheitssystems (Zusatzversicherung für
Zahnersatz und Krankengeld).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein einen
Briefkasten in Luxemburg mit 63 anderen Gesellschaften teilendes, sämtliche
Geschäfte durch eine deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ausführendes Briefkastenunternehmen in Luxemburg vor deutschen Gerichten trotz
der sog. Luxemburgklausel des europäischen Gerichtsstandsübereinkommens
verklagt werden (II ZR 134/2002 2. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein am Zugang
auf das Grundstück gehinderter, auf seine Tatsachengrundlagen hinweisender
Gutachter des Verkehrswerts eines zu versteigernden Grundstücks dem Eigentümer
nicht zu Schadensersatz wegen seines auf falschen Tatsachen gegründeten
Gutachtens verpflichtet (VI ZR 312/2002 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschland darf der
Arbeitgeber bei einer Massenkündigung nicht den überwiegenden Teil der
Arbeitnehmer von der Kündigung ausnehmen und seine Sozialauswahl auf den
verbliebenen Teil der Belegschaft einschränken (2 AZR 697/2001 5. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main dürfen zwei
durch einen Mitarbeiter der Central Intelligence Agency nach Deutschland
gelockte, der Unterstützung El Quaidas verdächtige Jemeniter an die Vereinigten
Staaten von Amerika ausgeliefert werden (2 Ausl. A 5/2003 18. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist die
jeweils spätestens 48 Stunden nach der Aufnahme zu löschende Videoüberwachung
um den Marktplatz Mannheims rechtmäßig (1 S 377/2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen muss nicht jeder
Steuerpflichtige seine Vermögensteuerpflicht kennen (1 K 59/2002 2. Juni 2003).
In dem Gebiet von Antalya in der Türkei ist die Belästigung von Touristen
künftig strafbar.
2003-07-20 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Geschädigte die von einem
Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten bis zur Höhe des
Wiederbeschaffungswerts ohne Abzug des Restwerts verlangen, wenn er das
Kraftfahrzeug tatsächlich wiederherstellen lässt (z. B. selbst wiederherstellt)
und weiter nutzt (VI ZR 393/2002 29. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Realkredit auch dann
zu üblichen Bedingungen gewährt sein, wenn der vereinbarte Zinssatz (z. B. 8,25
Prozent) die in den Monatsberichten der Deutschen Bundesbank ausgewiesene obere
Streubreitengrenze der Effektivverzinsung überschreitet (XI ZR 422/2001 18.
März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch bei einer durch die
Natur der Sache bedingt im Tatsächlichen ungenauen Fassung der Anklageschrift
ein Hinweis nach § 265 StPO grundsätzlich nicht vorgeschrieben, wenn sich im
Laufe der Hauptverhandlung nähere Konkretisierungen von Einzelfällen durch genauere
Beschreibungen von Tatmodalitäten oder Begleitumständen ergeben (3 StR 222/2002
20. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist für eine ein
Pfarrdienstverhältnis betreffende Klage (z. B. gegen die Versetzung in den
Ruhestand) der Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten nicht eröffnet (2 C
23/2001 30. Oktober 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein Arbeitszimmer in einem
selbst genutzten Einfamilienhaus grundsätzlich ein häusliches Arbeitszimmer (VI
R 156/2001 26. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Erwerb, Vermietung und
Veräußerung von Wohnmobilen gewerblich, wenn die einzelnen Tätigkeiten sich
gegenseitig bedingen und derart miteinander verflochten sind, dass sie nach der
Verkehrsanschauung als einheitlich anzusehen sind, und beteiligt sich ein
Steuerpflichtiger auch dann am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr, wenn er
Leistungen nur an einen einzigen Abnehmer erbringt und die zu beurteilende
Tätigkeit nach Art und Umfang dem Bild einer unternehmerischen Marktteilnahme
entspricht (X R 37/2000 22. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist ein Beleg über die
Veröffentlichung einer Stellungnahme zu einem öffentlichen Erwerbsangebot
unverzüglich zugesendet, wenn er innerhalb von drei Werktagen seit der
Veröffentlichung bei der zuständigen Behörde eingeht (WpÜG-Owi 3/2002 22. April
2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock kann gegen einen die Berufung
zurückweisenden Beschluss die Gehörsrüge nach § 321a ZPO nicht erhoben werden
(6 U 101/2002 9. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim kann der antragsgemäß von der
Teilnahme am Versorgungswerk der Rechtsanwälte befreite Rechtsanwalt nach
Fristablauf die Aufnahme nicht mehr erreichen (9 S 872/2002 28. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Landgerichts Ravensburg ist eine Durchsuchung und
Beschlagnahme einer vom Empfänger (noch) nicht abgerufenen e-mail-Nachricht auf
dem Server des Providers zulässig (2 Qs 153/2002 9. Dezember 2002).
† Meinhard
Heinze Aachen 7. Juni 1943-Bonn 20. Juli 2003.
2003-07-19 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands soll die Ablehnung einer Genehmigung zur
Erteilung von Heimunterricht durch (den Besuch staatlicher Schulen aus
religiösen Gründen ablehnenden) Eltern nicht verfassungswidrig sein (1 BvR
436/2003 29. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands setzt die Zulässigkeit
einer Vertretung eines Kindes in einem Verfassungsbeschwerdeverfahren gegen
eine Sorgerechtsentscheidung durch eine andere Person (z. B. den
nichtsorgeberechtigten Elternteil) ein Bedürfnis für eine Pflegerbestellung
voraus (1 BvR 305/2003 23. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt ein Ladengeschäft nicht
zwingend die Anwesenheit von Personal voraus (1 StR 70/2003 22. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Revision auf eine
fehlende Vereidigung eines Schöffen nur gestützt werden, wenn der Einwand in
der Hauptverhandlung rechtzeitig erhoben worden ist (4 StR 21/2003 22. Mai
2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine unwirksam beschränkt
zugelassene Revision unbeschränkt zugelassen (XI ZR 248/2002 20. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich eine Unwirksamkeit
einer Gesamtregelung aus dem Zusammenwirken zweier allgemeiner
Geschäftsbedingungen auch dann ergeben, wenn eine der allgemeinen
Geschäftsbedingungen bereits für sich gesehen unwirksam ist (VIII ZR 308/2002
14. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird durch die Verletzung des
gesetzlichen Verbots der Einschaltung eines Strohmannes bei dem Erwerb einer
Spielhallenkonzession nicht der zum Erwerb und Betrieb der Spielhalle
geschlossene Gesellschaftsvertrag unwirksam (II ZR 112/2001 5. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein fehlerhaft
behandelnder Arzt auch für die Folgen eines Fehlers eines notwendigerweise
nachbehandelnden Arztes einzustehen (VI ZR 112/2001 5. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der optimale Frachtführer
nicht auf die Richtigkeit einer in einer behördlichen Transportgenehmigung
angesprochenen Durchfahrthöhe vertrauen (I ZR 229/2000 10. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann sich aus Art. 33 II GG
ein Anspruch auf Einstellung in den öffentlichen Dienst nur ergeben, wenn der
Bewerber alle Einstellungsvoraussetzungen erfüllt und seine Einstellung die
einzige rechtmäßige und ermessensfehlerfreie Entscheidung des Dienstherrn ist,
und besteht kein Anspruch auf Wiederholung rechtswidrigen Verwaltungshandelns
(7 AZR 67/2002 19. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist für die (nur für die Zukunft
mögliche) Entscheidung über die Abänderung einer elterlichen Unterhaltsbestimmung
der Richter zuständig (10 UF 284/2003 25. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg sind Testabonnements mit 35 Prozent
Ersparnis Treupflichtverletzungen des Verlags gegenüber dem preisgebundenen
Zeitschriftenhandel (5 U 85/2002 27. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann ein Gericht umgangswillige
Eltern nicht zu einer Teilnahme an einer psychologisch-pädagogischen Behandlung
verpflichten (20 WF 152/2002 17. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz hat ein Geschäftsführer einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung einen unternehmerischen Spielraum bei der
Frage der Fortbestehensmöglichkeit trotz Überschuldung (5 U 917/2002 27.
Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg ist die Phantasiebezeichnung Pro
Videntia AG für eine Rechtsanwaltssozietät rechtswidrig (1 U 588/2003 10. Juni
2003).
Nach einer
Entscheidung des Amtsgerichts Tempelhof-Kreuzberg ist der Entschluss eines
Rechtsanwalts zur Gründung einer Rechtsanwaltssozietät bis zur Grenze des
Rechtsmissbrauchs nicht rechtswidrig (16 UF 242/2002 17. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt in Alicante kann Paul
Green mit Mary Green in derselben Warenklasse (z. B. Schuhe) verwechselt werden
(R 3077/2002 23. Oktober 2002).
Hentschel,
P., Trunkenheit, Fahrerlaubnisentziehung , Fahrverbot, 9. A. 2003
Insolvenzordnung,
hg. v. Eickmann, Dieter u. a., 3. A. 2003
Kirchner,
Hildebert/Butz, Cornelie, Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, 5. A. 2003
2003-07-18 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands wiegt die Gefahr einer sehr schnellen
Wiederholung brutaler Straftaten schwerer als ein zeitlich begrenzter Eingriff
in ein Freiheitsrecht, so dass ein Eilantrag auf Entlassung aus nachträglich
verhängter Sicherungsverwahrung abzulehnen ist (2 BvR 1588/2002 27. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Suchdienst
(z. B. Paperboy) Meldungen von Betreibern von Nachrichtenseiten (z. B.
Handelsblattgruppe) nach bestimmten Begriffen absuchen und Nutzern einen
direkten Link auf diese Seiten zur Verfügung stellen, weil ein urheberrechtlich
geschützte Werke ohne technische Schutzmaßnahmen im Internet öffentlich
zugänglich machender Berechtigter selbst bereits Nutzungen möglich macht, die
ein Abrufender vornehmen kann (I ZR 259/2000 17. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der aus einer
bestehen gebliebenen Grundschuld in Anspruch genommene Ersteher eines
Grundstücks in der Zwangsversteigerung dem Grundschuldgläubiger grundsätzlich
keine Einreden aus dem zwischen dem früheren Eigentümer und dem Gläubiger
geschlossenen Sicherungsvertrag entgegensetzen (IV ZR 452/2002 21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln sind Herstellung und
Vertrieb von Kugelpralinen mit raspeligem Schokoladenüberzug wegen Verletzung
der Marke Rocher Ferreros rechtswidrig (6 U 15/2003 28. Mai 2003).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf die
Landesregierung Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache als Kernfächer zu
Pflichtabiturfächern machen (9 S 616/2003 17. Juli 2003, 9 S 617/2003 17. Juli
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Erhöhung der
Pflichtstundenzahl der Lehrer an Gymnasien in Berlin auf 26 Wochenstunden
rechtmäßig (7 A 36/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessens ist Hundesteuer für
Gebrauchshunde von Forstbeamten rechtmäßig (5 UE 1174/2001).
In der Universität La Sapienza sollen Angestellte Prüfungsaufgaben verkauft
haben.
In Deutschland sollen 930000 sog. Minijobs geschaffen worden sein.
Die Israelitische Kultusgemeinde Österreichs erhält wegen bestehender
Deckungslücken sofort 9 Millionen Euro Entschädigung.
Die Europäische Kommission stimmt der Übernahme der Brau Beteiligung AG durch
Heineken zu.
Uwe Diederichsen 70.
2003-07-17 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss
Italien wegen Verletzung des Grundrechts auf Schutz der Privatsphäre durch
Veröffentlichung privater Telefongespräche Craxis je 2000 Euro Schadensersatz
an die Witwe und die Kinder zahlen.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
niedrigere Besoldung der Beamten, Richter und Soldaten in den neuen
Bundesländern wegen der noch unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse
zur Zeit noch verfassungsgemäß, aber nicht immer wieder verlängerbar (2 BvL
3/2000 12. Februar 2003, 2 BvR 709/1999 12. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Stadtwerk
den durch Bruch einer von ihm privatrechtlich betriebenen
Wasserversorgungsleitung auf einem fremden Grundstück entstehenden Schaden
eines Eigentümers oder Nutzers ersetzen (V ZR 37/2002 30. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
marktbeherrschender Vermieter gewerblicher Mietflächen einen Wettbewerber nicht
länger als fünf Jahre durch Nichtvermietung vom Marktzugang ausschließen (KZR
39/1999 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein
Arbeitnehmererfinder einen umfassenden Anspruch auf Auskunft über die
wirtschaftlichen Auswirkungen seiner Erfindung gegen den Arbeitgeber (X ZR
186/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können
Ausbildungskosten für einen zweiten Beruf als vorweggenommene Betriebskosten
von Einkünften steuermindernd abgezogen werden, wenn die Zweitausbildung mit
einer befürchteten Arbeitslosigkeit im Erstberuf steht (IV R 44/2001 13.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist der Aufbau eines
alternativen Abfallsystems zum Dualen System Deutschland (z. B. durch den
Lahn-Dill-Kreis) rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs müssen
Unternehmer (z. B. ORF) Rentner umfassend über die Ertragslage ihrer
Pensionskasse unterrichten.
Das zuständige Gericht Frankreichs verurteilt den Bürgermeister von Chamonix
wegen Nichtergreifung von Vorsichtsmaßnahmen bei ernster Gefahr
(außergewöhnlich schwere Schneefälle) zu drei Monaten Haft mit Bewährung.
Der Bischof von Trier suspendiert den Priester Gotthold Hasenhüttl wegen
gemeinsamer Feier des Abendmahls mit Protestanten vom Dienst und entzieht dem
Professor im Ruhestand die kirchliche Lehrerlaubnis.
Bei 89000 von 184000 nichtehelichen Geburten (26 Prozent aller Geburten, in den
neuen Bundesländern mehr als 50 Prozent) in Deutschland nennt die Mutter den
Vater nicht.
Die Zahl ausländischer Studierender in Deutschland steigt auf 143000.
Baden-Württemberg führt das achtjährige Gymnasium ein.
Peter Haßkamp 65.
2003-07-16 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Neuwagen nicht
mehr fabrikneu, wenn die Herstellung des betreffenden Modells (z. B. BMW 523i)
eingestellt ist (VIII ZR 243/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Mieter
trotz eines Mangels der vermieteten Wohnung (z. B. Lärm) die Miete länger als 6
Monate ungekürzt zahlen, ohne dadurch sein Minderungsrecht wegen des Mangels zu
verlieren (VIII ZR 274/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die
Anforderungen an die Begründung einer Berufung durch das Gesetz zur Reform der
Zivilprozessordnung nicht erweitert worden (XII ZB 165/2002 28. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Verlust
einer im Wert nicht richtig gekennzeichneten Ware auf dem Weg zum Kunden den
Versender ein Mitverschulden für den Verlust treffen (I ZR 234/2002 8. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Absehen von
der medizinisch gebotenen Vorgangsweise unabhängig von den subjektiven
Fähigkeiten des behandelnden Arztes eine Pflichtverletzung (VI VR 259/2002 6.
Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind
tarifvertraglich ordentlich nicht kündbare Arbeitnehmer nur ausnahmsweise
außerordentlich kündbar (2 AZR 355/2002 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei
Vereinbarung der Auszahlung von Arbeitsentgelt ohne Berücksichtigung von
Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nur diese Abrede, nicht der gesamte
Arbeitsvertrag nichtig (5 AZR 690/2001 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln darf ein mit Weiterleitung
zu Servicenummern werbender Telefonauskunftanbieter für die Verbindung
höchstens um 10 Prozent höhere Gebühren verlangen als bei Direkteinwahl (6 U
210/2002 27. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann ein Mensch mit
männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen (z. B. eine
Siebenunddreißigjährige) nicht als intersexuell in das Personenstandsregister
eingetragen werden (16 T 19449/2002 15. Juli w003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss ein an der Behandlung
einer eigenen Verletzung mitwirkender Arzt sich ein Mitverschulden bei einer
Fehldiagnose anrechnen lassen (2 O 2047/2000 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund bleibt das von einem
Arbeitslosen seinem Sohn nach Beginn einer Ausbildung übertragene Sparguthaben
bei der Bedürftigkeitsprüfung für Arbeitslosengeld außer Betracht (S 27 AL
108/2002 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika erhalten Bill Clinton und Hillary Clinton nur 85000 Dollar ihrer 3,6
Millionen Dollar Kosten aus den Untersuchungen zum Whitewaterskandal ersetzt.
Das Parlament der Türkei überstimmt ein Veto des Staatspräsidenten gegen eine
Änderung des Staatsterrorgesetzes.
Die Hypo-Vereinsbank verkauft die Norisbank für 447 Millionen Euro an die DZ
Bank.
Über das Vermögen der Porzellanmanufaktur Augarten in Wien ist das
Konkursverfahren eröffnet.
Martin Schulz entschuldigt sich wegen Angriffs auf die gesamte italienische
Regierung durch pauschale Formulierung eines Rassismusverdachts.
Joachim Gernhuber 80.
2003-07-15
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Zuständigkeit der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation
Deutschlands für die Erteilung der Zustimmung zur Nutzung öffentlicher
Verkehrswege für den Ausbau des Kabelnetzes verfassungswidrig (2 BvF 6/1998).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei der
Dauer einer Betriebszugehörigkeit die Zugehörigkeit zum betreffenden Betrieb
oder Dienstherrn maßgeblich (2 AZR 623/2001 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bewirkt die
Sicherungsübereignung eines Betriebs (allein noch) nicht den Übergang des
Betriebs nach § 613a BGB (8 AZR 312/2002 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann ein
Anbieter eines Bezahlfernsehenverschlüsselungsentschlüsselungsgeräts das Verbot
solcher Geräte nicht durch Angebot für erlaubte fern liegende Möglichkeiten
umgehen (6 U 7/2003 5. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss bei Einschränkung
der Arbeitstätigkeit eines sorgeberechtigten Elternteils nach der Ehescheidung
der andere Elternteil höhere Unterhaltszahlungen leisten (11 UF 88/2002 11.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine
Ortsgemeinde als Teil einer Verbandsgemeinde nicht kurzfristig zur Verfügung
stehende Geldmittel selbst anlegen (7 A 11941/2002 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen sind
Rentenkürzungen für nach dem 31. Dezember 1939 geborene Frauen rechtmäßig (4 RA
54/2002 16. Mai 2003).
Eurobike AG beantragt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
452000 Studierende und 271000 Schüler Deutschlands erhalten
Bundesausbildungsförderung (bis zu 585 Euro, durchschnittlich 371 bzw. 302
Euro).
2003-07-14 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine zur Registrierung
ausländischer Führerscheine verpflichtende Regelung eines Mitgliedstaats (z. B.
der Niederlande) wegen Unverhältnismäßigkeit europarechtswidrig (C-346/2000 10.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen Banken
geschäftliche Kredite bei drohender Insolvenz fristlos kündigen (XI ZR
50/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei einer
Gehaltspfändung wegen Unterhaltsansprüchen eines volljährigen Kindes die
minderjährigen Geschwister bei der Festsetzung des pfändungsfreien Einkommens
vorrangig zu berücksichtigen (IXa ZB 73/2003 9. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Thüringens ist die
Aufwandsentschädigung für Ausschussvorsitzende und parlamentarische
Geschäftsführer des Landtags grundsätzlich verfassungsgemäß, darf aber nicht
pauschal (überhöht) mit 693 Euro monatlich abgegolten werden.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss ein
Medienjugendschutzbeauftragter nicht Rechtsanwalt sein.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist der
Haftungsausschluss für Baumängel in den allgemeinen Versicherungsbedingungen so
erweitert, dass Immobilienanleger nur bedingt Versicherungsschutz durch
Rechtsschutzversicherung erhalten können (12 U 53/2003 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg sind drei Thüringer zwei
Zivilfahnder während einer Demonstration körperlich verletzende Polizisten zu
einem Jahr Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kassel ist ein seine Niere im Internet
für 66000 Euro anbietender Monteur zu 4 Monaten Haft mit Bewährung und 2000
Euro Geldstrafe verurteilt.
Christina Stresemann und Lutz Strohn sind zu Bundesrichtern am
Bundesgerichtshof ernannt.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist das
Personalvertretungsgesetz verfassungswidrig.
Das Parlament Zyperns stimmt dem Beitritt Zyperns zur Europäischen Union
einstimmig zu.
Die Europäische Kommission leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen 13
Mitgliedstaaten wegen verspäteter Umsetzung von Richtlinien /z. B. gegen
Deutschland wegen des Urheberrechts).ein.
Die Europäische Kommission leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen
Deutschland und drei weitere Mitgliedstaaten wegen nicht fristgerechter
Umsetzung der Richtlinie über Seilbahnen ein.
Der deutsche Aktienindex steigt auf 3387 Punkte.
2003-07-13 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte ist nach Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis
aus humanitären Gründen eine Beschwerde gegen die Nichtverlängerung der
Aufenthaltserlaubnis aus dem Register des Gerichtshofs zu streichen (56132/2000
23. Juli 2002).
Nach einer
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist Abfallverwertung die Verbrennung
von Abfall zur Wärmegewinnung, Abfallbeseitigung die Verbrennung mit dem bloßen
Nebenzweck der Wärmegewinnung (C-458/2000 13. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Reisekosten eines von
ein Unternehmen (z. B. einem Mineralölunternehmen) mit eigener Rechtsabteilung
(z. B. in Berlin) beauftragten Rechtsanwalts (z. B. in Berlin) zu einem
auswärtigen Gericht (z. B. in Mannheim) im Allgemeinen keine notwendigen Kosten
(I ZB 36/2002 10. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands übernimmt der einen
bestimmenden Schriftsatz für einen anderen Rechtsanwalt unterzeichnende
Rechtsanwalt die Verantwortung für den Inhalt des Schriftsatzes (II ZR 192/2002
31. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt der die Einlegung
einer Nichtzulassungsbeschwerde ohne Prüfung der Erfolgsaussichten als
aussichtslos hinstellende Berufungsrechtsanwalt seine Sorgfaltspflichten (IX ZR
399/1999 27. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst eine
Rechtswahlvereinbarung des deutschen Schuldvertragsrechts nicht das
öffentlichrechtliche Preisrecht der Honorarordnung für Architekten und
Ingenieure (VII ZR 169/2002 27. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht für die Übersendung
einer Ausfertigung des Kaufvertrags an einen Vorkaufsberechtigten und für die
Entgegennahme einer Freigabeklärung das Haftungsprivileg des Notars nach § 19 I
2 Halbsatz 1 BNotO (III ZR 46/2002 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Hass auf
Skinheads ein niedriger Beweggrund einer vorsätzlichen Tötung (2 StR 531/2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine durch Gesetz
geänderte Norm einer landesrechtlichen Rechtsverordnung, hinsichtlich der die
Rückkehr zum einheitlichen Verordnungsrang angeordnet worden ist, Gegenstand
einer verwaltungsgerichtlichen Normenkontrolle sein (4 CN 8/2001 16. Januar
2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist aus einer freiwilligen
Sozialleistung nicht auf einen Widerrufsvorbehalt des Arbeitgebers zu schließen
(10 AZR 48/2002 23. Oktober 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundessozialgerichts ist ein Weg eines Arbeitnehmers vom Ort
der Tätigkeit zu einer Kraftfahrzeugreparaturwerkstätte nicht unfallversichert,
wenn der Werkstattaufenthalt weniger als zwei Stunden dauern würde (B 2 U
19/2002 R 3. Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands fehlt einem selbständig und
nicht selbständig tätigen, langjährige Verluste aus selbständiger Tätigkeit
erzielenden, insgesamt positive Einkünfte erreichenden Künstler nicht (ohne
Weiteres) die Gewinnerzielungsabsicht (XI R 46/2001 6. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Berlin entfällt die Strafbarkeit eines
Ausländers ohne Aufenthaltsgenehmigung und ohne Duldung wegen unerlaubten
Aufenthalts bei Zusicherung der Ausländerbehörde gegenüber dem Gericht, die
Abschiebung des Ausländers bis zu einer Entscheidung des Gerichts nicht zu
vollziehen (34/2000 31. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Verfassungsgerichts Brandenburg kann das Recht auf Zuziehung
eines Rechtsbeistands vor freiheitsentziehenden Maßnahmen es gebieten, mit der
vorangehenden Anhörung eines Betroffenen bis zum Eintreffen seines Verteidigers
zu warten (104/2002 19. Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kommt ein Ausschluss des
Versorgungsausgleichs wegen langjähriger Trennung der Eheleute erst nach Volljährigkeit
des gemeinsamen, vom ausgleichsberechtigten Ehegatten betreuten Kindes in
Betracht (9 UF 272/2001 29. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz können bei Aufhebung der Kosten
eines Sorgerechtsverfahrens gegeneinander auch die entstandenen Auslagen nur
hälftig angesetzt werden (9 WF 26/2003 6. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist ein Versorgungsabschlag
bei vorzeitigem Ruhestand verfassungsmäßig (2 LA 2951/2001 5. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München ist ein Beschwerdegrund
inhaltlich nur zu prüfen, wenn er fristgerecht vorgebracht ist und sich mit der
angefochtenen Entscheidung auseinandersetzt (1 CS 1922/2002).
Vor dem
Landgericht Arnsberg klagt ein 55jähriger Kettenraucher gegen Reemtsma wegen
Schädigung durch Unterlassung von Warnungen vor den Suchtgefahren des Rauchens
auf Schadensersatz in Höhe von 400000 Euro..
Der gesetzliche
Garantiezins für Lebensversicherungen in Deutschland soll ab 1. Januar 2004 von
3,25 Prozent auf 2,75 Prozent gesenkt werden.
2003-07-12 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands fällt mit dem Kostenwiderspruch auf Seiten des
Antragsgegners keine 5/10-Prozessgebühr an (I ZB 38/2002 22. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Begünstigung eines
Insolvenzgläubigers die Entlassung eines Mitglieds des Gläubigerausschusses
rechtfertigen (IX ZB 448/2002 15. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein privater
Krankenversicherer einen vereinbarten Selbstbehalt auch einem unfreiwillig
behandelten Versicherungsnehmer entgegenhalten (IV ZR 140/2002 14. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Transportversicherung
das Sacherhaltungsinteresse des versicherten Eigentümers umfassende
Sachversicherung (IV ZR 239/2002 7. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Gericht des ersten
Rechtszugs auch bei Verbüßung von zwei Dritteln einer Strafe vor Therapie für
die Entscheidung über eine Strafaussetzung zur Bewährung zuständig (2 Ars
89/2003 23. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der Eigentümer eines
Grundstücks von dem Halter einer Fernwärmeleitung die Entfernung der
funktionslos gewordenen Fernwärmeleitung verlangen (V ZR 175/2002 24. Januar
2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann bei sehr kurzer Zeit zwischen
letzter Schönheitsreparatur und Ende eines gewerblichen Mietvertrags das
Verlangen einer Schlussrenovierung gegen § 242 BGB verstoßen (2 U 200/2002 7.
Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist das Versprühen von Parfüm im
Treppenhaus einer Wohnungseigentumsanlage rechtswidrig und hängt die
Rechtmäßigkeit des Verbrennens von Duftkerzen auf einem Balkon von den
Einzelumständen (z. B. Häufigkeit, Geruchsstärke usw.) ab (3 Wx 98/2003 16. Mai
2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main können eilbedürftige
notwendige ergänzende Leistungen eines Bauunternehmers auch ohne besondere
(schriftliche) Beauftragung vergütungsfähig sein (24 U 188/2000 4. April 2003).
Schlechtriem,
Peter, Internationales UN-Kaufrecht, 2. A. 2003
Kreikebohm,
Ralf, SGB VI, 2. A. 2003
Fichtner,
Otto/Wenzel, Gerd, Bundessozialhilfegesetz, 2. A. 2003-07-1
Hirt,
Almuth/Maisack, Christoph/Moritz, Johanna, Tierschutzgesetz, 2003
Jauernig,
Othmar, Zivilprozessrecht, 28. A. 2003
Entscheidungen
des Europäischen Gerichtshofs, hg. v. Pechstein, Matthias/Koenig, Christian, 2.
A. 2003
2003-07-11 Nach Entscheidungen des
Europäischen Gerichtshofs müssen Fischzüchter für die zwangsweise Tötung
kranker Fische nicht auf Grund des Eigentums entschädigt werden, wenn die
Tötung dem Gemeinwohl dienenden Zielen der Europäischen Gemeinschaft entspricht
und der Eingriff nicht unverhältnismäßig und untragbar ist (C-20/2000 10. Juli
2003, C-64/2000 10. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs unterliegen Umsätze aus
echtem Factoring der Mehrwertsteuer (C-305/2001 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll der
Europäische Gerichtshof die Europarechtsmäßigkeit der Nichtberücksichtigung der
Mutterschutzzeiten bei der Berechnung von Versicherungsrentenanwartschaften in
Deutschland prüfen (IV ZR 100/2002 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichthofs Hessen kann einem jahrelang
auffällig unterdurchschnittliche Prüfungsergebnisse seiner Fahrschüler
erzielenden Fahrlehrer die Fahrlehrererlaubnis entzogen werden.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg kann der Arbeitgeber
in einer Betriebsrentenordnung die Zahlung einer Invalidenrente bei befristeter
Berufsunfähigkeit oder befristeter Erwerbsunfähigkeit von der vorherigen
rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses abhängig machen (6 Sa 575/2002
2. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz besteht bei
Gefälligkeitsleistungen unter Bekannten kein Schutz der gesetzlichen
Unfallversicherung (2 U 370/2002 23. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein mit einer Mutter
nicht verheirateter Mann die Abstammung eines Kinds der Mutter auch ohne deren
Wissen genetisch überprüfen lassen (17 HK O 344/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichts der Schweiz ist die Entscheidung
über eine Einbürgerung durch Abstimmung wegen Diskriminierung unwillkommener
Bevölkerungsgruppen verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung der Welthandelsorganisation sind die Stahlschutzzölle
der Vereinigten Staaten von Amerika rechtswidrig.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt dem Schutz der Verbraucher vor dem Missbrauch
teuerer 0190-Telefonnummern und 0900-Telefonnummern zu.
Anscheinend entzieht die Türkei jungen, ihrer Wehrpflicht durch
Auslandsaufenthalt nicht nachkommenden Männern die Staatsbürgerschaft und
verhindert dadurch die Rückabschiebung Straffälliger.
Der deutsche Touristen als einförmige, supernationalistische, über italienische
Strände herfallende Blonde bezeichnende Tourismusstaatssekretär Italiens tritt
zurück.
Am 27. Juni 2003 verlieh die Christian-Albrecht-Universität Kiel erstmals den
Hochschulgrad Diplomjurist an Absolventen der ersten juristischen
Staatsprüfung.
2003-07-10 Der europäische Konvent für eine
Verfassung legt auch den dritten und vierten Teil des Entwurfs in endgültiger
Fassung vor (u. a. unmittelbarer Zugang des Bürgers zum Europäischen
Gerichtshof, Europatag am 9. Mai, Europahymne [Ode an die Freude], Europaflagge
[Sternenbanner], Europawährung).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs darf das europäische Amt für
Betrugsbekämpfung (OLAF) auch bei der Europäischen Zentralbank und der
Europäischen Investitionsbank ermitteln (C-11/2000, C 15/2000).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist eine aus dem Wortzeichen Best Buy und einem hexagonalen
Hintergrund in gelber Farbe zusammengesetztes Zeichen ohne die für eine
Bildmarke erforderliche Unterscheidungskraft (T-122/2001 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der europäischen
Gemeinschaften ist die Marke BUDMEN wegen Verwechslungsgefahr mit der
eingetragenen Marke BUD (bei identischen Waren) nicht eintragungsfähig
(T-129/2001 3. Juli 2003).
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz muss bei der Berechnung einer
Geldbuße in der Europäischen Union eine in einem Drittstaat verhängte
Kartellstrafe nicht angerechnet werden (T-220/2000 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Rückzahlungsanspruch auf Grund einer Vorleistung in einem nicht durchgeführten
Vertrag eine bedingte Forderung (IX ZR 51/2002 27. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein
unberechtigt kündigender, Weiterbeschäftigung nur befristet und an anderem Ort
anbietender Arbeitgeber im Annahmeverzug (2 AZR 650/2000 7. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Sachsens ist das
Polizeigesetz Sachsens teilweise verfassungswidrig (43 II 00).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann wegen
Drogenkonsums die Haltung von Kampfhunden untersagt werden (5 B 417/2003 2.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf ein
Polizeibeamter wegen wiederholter Drogenbeschaffung (z. B. von
Cannabiserzeugnissen) aus dem Dienst entfernt werden (3 A 10767/2003 30. Juni
2003).
Das zuständige Gericht Luxemburgs weist die Klage eines Minderheitsaktionärs
von RTL gegen Bertelsmann wegen der Übernahme von RTL durch Bertelsmann ab.
Die Europäische Kommission eröffnet ein Vertragsverletzungsverfahren gegen
Deutschland und Österreich wegen steuerlicher Benachteiligung von
Auslandsfonds, gegen Frankreich wegen Erleichterungen bei der
Einkommensbesteuerung nur für in Frankreich ausgegebene Wertpapiere.
Die Europäische Kommission leitet ein Vertragsverletzungsverfahren gegen
Deutschland und neun andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union wegen
ungenügender Marktöffnung im grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr ein.
Die Europäische Kommission genehmigt die Übernahme des Gasturbinengeschäfts und
Dampfturbinengeschäfts von Alstom SA durch die Siemens AG und der Buderus AG
durch die Robert Bosch GmbH.
Das Bundeskartellamt Deutschlands genehmigt den Kauf bestimmter
Pflanzenschutzmittel von Bayer durch BASF.
Der größte deutsche Händler von Büchern und anderen Medien ist die
Verlagsgruppe (der 14 katholischen Diözesen Deutschlands) Weltbild GmbH in
Augsburg mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro.
Der Chefankläger Großbritanniens in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen,
Lord Shawcross, ist gestorben.
2003-07-09 Nach
Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein einem Mieter wegen
Eigenbedarfs (z. B. seiner Geschwister) kündigender Vermieter unter Umständen
(z. B. gleiche Wohnanlage) eine eigene Ersatzwohnung anbieten (VIII ZR
276/2002, VIII ZR 311/2002 9. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist die Erhöhung
der wöchentlichen Pflichtstunden für Gesamtschullehrer in Nordrhein-Westfalen
von 23,5 Stunden auf 24,5 Stunden rechtmäßig (6 A 2419/2000 4. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen finden
Beitragszeiten und Kindererziehungszeiten einer Beamtin auch dann in der
gesetzlichen Rentenversicherung keine Berücksichtigung, wenn sie früher
Beiträge an die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte gezahlt hat (4 RA
88/2001 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf die Bunte (bei Androhung
von 250000 Euro Geldbuße für eine Zuwiderhandlung) in Wort und Bild nicht mehr
über eine Begleiterin Joschka Fischers berichten.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Braunschweig ist ein rechtswidrig
Programme aus dem Internet Kopierender zu drei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein Berufsfotograf
nicht von einem auf nichtgeschäftliche Veröffentlichung von Fotos (z. B. Olli
Kahns mit Freundin) spezialisierten Internetportal herunterladen und an Medien
verkaufen (21 O 5250/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz muss ein Beamter eine
dienstliche Missbilligung wegen einer Äußerung in einem heimlich abgehörten
Gespräch nicht hinnehmen (6 K 881/2003 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Richterdienstgerichts Hessens verliert Werner
Eisenberg nach Verurteilung wegen Trunkenheitsfahrt und Beamtenbestechung seine
Stelle als Präsident des Landgerichts Kassel.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Aachen hat ein
unterschenkelamputierter Versicherter gegenüber der Krankenkasse Anspruch auf
Ersatz der Kosten für eine wasserfeste Badeprothese (S 13 KR 52/2002 24. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Aachen muss ein im Zuge der Währungsumstellung
infolge eines Umrechnungsfehlers zu hohe Arbeitslosenhilfe erhaltender
Empfänger die ungerechtfertigte Bereicherung herausgeben (S 8 AL 15/2003 20.
Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Deutschlands sind zwei
Polizisten wegen Aussetzung eines (später erfrorenen) Betrunkenen am Strand
Stralsunds am 6. Dezember 2002 zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs sind 20,6 von
Vivendi Universal auf Grund einer Entscheidung eines Schiedsgerichts in den
Vereinigten Staaten von Amerika an den früheren Präsidenten des Unternehmens
als Abfindung zu zahlende Millionen Euro beschlagnahmt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf der Vizepräsident die Namen der Berater seines Gremiums zur
Erarbeitung einer Energiepolitik für das 21. Jahrhundert nicht grundsätzlich
geheim halten.
Der Landtag Rheinland-Pfalzs beschließt ein neues Hochschulgesetz.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die Verlängerung der
Green-Card-Regelung zu Gunsten ausländischer Arbeitskräfte bis zum Ende des
Jahres 2004.
Die Europäische Kommission nimmt einen Richtlinienvorschlag für
Sicherheitsgurte in Bussen und Lastkraftwagen an (20. Juni 2003).
Die Zusammensetzung der Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika wandelt
sich von 1946 1 Prozent Asiaten, 10 Prozent Schwarze, 3 Prozent Hispanics und
86 Prozent Weiße bis 2050 voraussichtlich auf 8 Prozent Asiaten, 14 Prozent
Schwarze, 25 Prozent Hispanics und 53 Prozent Weiße.
Die Europäische Kommission genehmigt 100 Millionen Euro Beihilfe für Infineon
zum Bau eines Technikzentrums in Sachsen.
Die Regierung Irans verbietet alle studentischen Proteste zum Protestjahrestag
für Demokratie und Pressefreiheit.
2003-07-08 Michel
Friedmantritt nach einem Strafbefehl über 17400 Euro (150 Tagessätze zu 116
Euro täglichem Nettoeinkommen) wegen Kokainbesitzes von allen öffentlichen
Wahlämtern zurück, bleibt aber Rechtsanwalt und bittet um eine zweite Chance.
Die in Filmform erhaltene, unter ungeklärten Umständen im Frühjahr 1990 an den
Geheimdienst der Vereinigten Staaten von Amerika gelangte Geheimdienstdatei
Rosenholz des Staatsicherheitsdiensts der ehemaligen Deutschen Demokratischen
Republik (mit z. B. 3500 ehemaligen Mitarbeitern in der Bundesrepublik
Deutschland) ist der zuständigen Bundesbeauftragten übergeben.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Aufnahme eines
Gesellschafters in eine Personengesellschaft (z. B. in KapHag Renditefonds 35
Spreecenter Berlin-Hellersdorf 3. Tranche GbR in Deutschland) gegen Zahlung
einer Bareinlage keine umsatzsteuerpflichtige Dienstleistung der Gesellschaft
(C-442/2001 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist jeder andere
Mitgliedstaat an ein in einem Drittland verbrachte Ausbildungszeiten nach
sachgerechter Überprüfung gemäß der Richtlinie über die Arztausbildung
anerkennendes Arztdiplom eines Mitgliedstaats gebunden (C-110/2001 19. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat
Deutschland die Väter außerehelich geborener Kinder bis zum 1. Juli 1998
gegenüber Vätern ehelicher Kinder hinsichtlich des Besuchsrechts benachteiligt.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
Fluglärm (z. B. in London-Heathrow) nicht grundsätzlich eine Verletzung des
Grundrechts auf Schutz des Privatlebens, weil eine Regierung wirtschaftliche
Interessen bevorzugen darf.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind Dritte nach
dem Opferentschädigungsgesetz nur anspruchsberechtigt, wenn sie unmittelbar
durch den schädigenden Vorgang in ihrer Gesundheit beeinträchtigt worden sind
(B 9 VG 8/2001 R 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss der
Sofortvollzug von Einkommensteuer auf private Spekulationseinkünfte
festsetzenden Steuerbescheiden wegen Bedenken gegen ihre Verfassungsmäßigkeit
ausgesetzt werden (IX B 16/2003 11. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden können Betroffene nach
Einstellung die Löschung von Daten aus einem Strafverfahren beantragen (2 VAs
4/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main schaden
Erinnerungslücken eines Zeugen seiner Glaubwürdigkeit nicht in jedem Fall (17 U
27/1999).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf eine Krankenkasse
die Erstattung der Kosten des ärztlich verschriebenen Mittels Viagra gegenüber
einem Herzkranken nur dann verweigern, wenn seine Einnahme von vornherein in
höchstem Maße lebensgefährlich ist, weil es grundsätzlich in der
Entscheidungsfreiheit jedes Menschen steht, welche Gefahren er für sein Leben
in Kauf nimmt (12 U 32/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln verletzt eine Marke Tosca
Blu für eine Lederware wegen Verwechslungsgefahr ähnlicher Waren die Rechte an
der Marke Tosca für Parfüm (6 U 113/2002 28. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg können
Urlaubsabgeltung und restliches Urlaubsgeld nur bei Geltendmachung im
tarifvertraglich festgelegten Übertragungszeitraum verlangt werden (6 Sa
237/2002 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Braunschweig ist ein rechtswidirg
Programme aus dem Internet Kopierender zu drei Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein Berufsfotograf
nicht von einem auf nichtgeschäftliche Veröffentlichung von Fostos (z. B. Olli
Kahns mit Freundin) spezialisierten Internetportal herunterladen und an Medien
verkaufen (21 O 5250/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier muss ein Landkreis die
Fahrkosten der von der Schulbehörde einer nicht für sie zuständigen Schule
zugewiesenen Grundschüler tragen (1 K 1473/2002 26. Juni 2003).
Die Europäische Kommission genehmigt 100 Millionen Euro Beihilfe für Infineon
zum Bau eines Technikzentrums in Sachsen.
Die Regierung Irans verbietet alle studentischen Proteste zum Protestjahrestag
für Demokratie und Pressefreiheit.
In Österreich dürfen Geschäfte ab 1. August 2003 von Montag bis Freitag von 5
Uhr bis 21 Uhr und am Samstag von 5 Uhr bis 18 Uhr geöffnet werden.
Ein Betrüger hat in Österreich 6000 Dienstfahrzeuge für das Innenministerium,
die Caritas, das Hilfswerk und die Freiheitliche Partei Österreichs bei Citroën
bestellt und erhalten.
2003-07-07 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands wird die
Vollstreckungsvergütung für Gerichtsvollzieher in den neuen Bundesländern wegen
ihrer bereits niedriger festgesetzten Vergütung nicht gekürzt (2 C 15/2002 3.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main haben
Aktionäre (z. B. der Wella AG) kein eigenes Beschwerderecht gegen
Entscheidungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (z. B. über
einen für Procter & Gamble) genehmigten Übernahmepreis von Vorzugsaktien)
(WpÜG 4/2003 4. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist eine
Straßenbahnführerin nur bei erkennbarem Anlass zu besonderer Aufmerksamkeit
verpflichtet (2 Ss 81/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen ist ein Streit über
die Zahlung von Wirtschaftsgeld in einer Wirtschaftsgemeinschaft im Verfahren
der freiwilligen Gerichtsbarkeit durchzuführen (6 W 149/2003 2. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg ist die
widerspruchslose Weiterarbeit eines Arbeitnehmers trotz erkennbarer Abänderung
einer Abrede über die Abführung einer Direktversicherung durch den Arbeitgeber
als schlüssige Zustimmung des Arbeitnehmers einzustufen (6 Sa 284/2002 29.
April 2003).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg hat eine
Gemeinde dann keinen Anspruch auf Leistungen aus einem Ausgleichsstock, wenn
sie die von ihr geplanten Investitionen mit eigenen Mitteln (z. B.
verwertbaren, nicht benötigten Aktien) durchführen kann (9 S 1504/2002 3. Juli
2003, 9 S 1574/2002, 9 S 2184/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen darf eine
Ärztekammer den Nachweis der Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit in Form der
Vorlage eines Auszugs aus dem Einkommensteuerbescheid verlangen (8 K 3892/2000
2. Juli 2003).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin müssen
Wertpapierdienstleistungsunternehmen (z. B. Anlagevermittler, Finanzmakler oder
Wertpapierfoliovermittler) zur Absicherung der Insolvenzgefahr Pflichtbeiträge
an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmens zahlen (25 A
130/2000 24. Juni 2002, 25 A 132/2000, 25 A. 274/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße ist
eine erhöhte Hundesteuer für American Staffordshire Terrier zwecks Eindämmung
der Haltung von Hunden dieser Rasse zulässig (1 K 537/2003 18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf ist die Notbremsung einer
Untergrundbahn zwecks rechtzeitigen Eintreffens zum Abendgebet in einer Moschee
eine mit 900 Euro zu belegende Nötigung.
2003-07-06 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte kann sich
ein Minderjähriger unter Umständen selbst beschwerdeführend an den Gerichtshof
wenden, ist der Name eines Menschen wesentlicher Bestandteil seines
Privatlebens und genügt für eine Verkündung einer Gerichtsentscheidung (z. B.
über eine Einbenennung eines nichtehelichen Kindes ohne Beteiligung des
leiblichen Vaters) unter Umständen die Möglichkeit der Einsichtnahme in den
vollständigen Wortlaut für jeden nachweisbar Berechtigten (31178/1996 6.
Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs verletzt ein Mitgliedstaat
(z. B. Deutschland) seine europarechtlichen Verpflichtungen, wenn er
unberechtigte Einwände gegen bestimmte Verbringungen von Abfällen in andere
Mitgliedstaaten zur Hauptverwendung als Brennstoff erhebt (C-228/2000 13.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine
Sozialhilferückgriffsklage grundsätzlich eine Zivilsache, doch erstreckt sich
der Begriff soziale Sicherheit nicht auf eine Rückgriffsklage, mit der eine
öffentliche Stelle (z. B. Gemeente Steenbergen) gegenüber einer Privatperson
nach den allgemein geltenden Vorschriften die Rückzahlung von Beträgen
verfolgt, die sie als Sozialhilfe an den geschiedenen Ehegatten und an das Kind
dieser Person gezahlt hat (C-271/2000 14. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht bei einer
Aufhebung der Kosten der Hauptparteien gegeneinander einem Nebenintervenienten
gegen den Gegner der von ihm unterstützten Hauptpartei ein Anspruch auf
Erstattung seiner Kosten nicht zu (V ZB 44/2002 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der rechtliche
Ursachenzusammenhang zwischen einer Überschreitung der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit und einem Verkehrsunfall zu bejahen, wenn bei Einhaltung
der zulässigen Geschwindigkeit der Unfall vermeidbar gewesen wäre, und kommt
der Vertrauensgrundsatz regelmäßig demjenigen nicht zugute, der sich selbst
über Verkehrsregeln hinwegsetzt, die auch dem Schutz des unfallbeteiligten
Verkehrsteilnehmers dienen (VI ZR 161/2002 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein einen
Pay-TV-Abonnementvertrag abschließender Verbraucher kein Widerrufsrecht nach §
505 I 1 Nr. 2 BGB (I ZR 290/2000 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands begründet
eine rückwirkende Erhöhung der Pflegestufe durch die Pflegekasse keinen
Anspruch auf Nachbewilligung höheren Pflegegelds nach dem
Bundessozialhilfegesetz, solange der Träger der Sozialhilfe keine Kenntnis vom
erhöhten Pflegebedarf hat (5 C 62/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands setzt eine auf Dauer
angelegte Vermietungstätigkeit eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber
voraus, dass der Mietvertrag nicht an das Bestehen des Arbeitsverhältnisses
gebunden ist (VI R 147/2000 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen kommt bei einer
Störung des Schulfriedens auch die Versetzung eines Schülers in eine
Parallelklasse in Betracht (2 B 305/2002 10. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin entfällt der Schutz der
Privatsphäre vor öffentlicher Kenntnisnahme bei einer Einverständniserklärung
zur Stellungnahme des Rechtsanwalts gegenüber der Presse zum Prozessgeschehen
(27 O 866/2002 10. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg wird ein Bauunternehmen trotz
vorliegender Mängel eines Bauwerks in seinem Unternehmenspersönlichkeitsrecht
verletzt, wenn unzutreffende Angaben über die Mängel gemacht werden (324 O
486/2002 18. Oktober 2002).
Die Bevölkerung Korsikas lehnt mit knapper Mehrheit Pläne Frankreichs zur
stärkeren Einbindung durch größere Autonomie ab.
Größte private Arbeitgeber Deutschlands sind Siemens, Deutsche Post AG,
DaimlerChrysler AG, Volkswagen, Deutsche Telekom AG, Deutsche Bahn AG, Robert
Bosch GmbH, Edeka, Metro und ThyssenKrupp AG.
2003-07-06 Hans-Jürgen Papier 60.
2003-07-05 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein auf einem
Gewerk eines Auftragnehmers aufbauender Auftraggeber bei ungeprüfter Übernahme
der Leistungen des Auftragnehmers die ihm in eigenen Angelegenheiten obliegende
Sorgfaltspflicht (VII ZR 205/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt bei Beruhen
der erheblichen Verminderung der Schuldfähigkeit eines Täters auf verschuldeter
Trunkenheit eine Strafrahmenverschiebung nach den §§ 21, 49 I StGB in der Regel
nicht in Betracht (3 StR 435/2002 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen bei
Prozesskostenhilfe außer Rechtsanwälten nur in die Rechtsanwaltskammer
aufgenommene Rechtsbeistände und Prozessagenten beigeordnet werden (VIII ZB
104/2002 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist auf
Grund von Art. 14 I GG bei Erlass einer Wassergebietsverordnung keine
gleichzeitige Festsetzung erforderlicher Ausgleichsmaßnahmen für betroffene
Grundstücke notwendig (7 BN 4/2002 15. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist bei
Nichtigkeit eines öffentlichrechtlichen Vertrags wegen Verstoßes gegen ein
gesetzliches Verbot eine hierauf gestützte Leistungsverweigerung des
betroffenen Bürgers nicht deswegen rechtsmissbräuchlich, weil der Vertrag auf Wunsch
des Bürgers abgeschlossen wurde und die Behörde ihre Leistung bereits erbracht
hat (5 B 253/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist eine
Grundschuldbestellung eines Kreditnehmers und Verfügungsberechtigten über ein
ehemals volkseigenes gewerbliches Grundstück zu Gunsten eines Kreditinstituts
ohne vorherige Einholung eines Negativattests eine vorsätzliche sittenwidrige
Schädigung der Bank als Grundschuldgläubigerin gegenüber dem tatsächlich
Restitutionsberechtigten (11 U 28/2002 22, Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen können erwerbsbedingte
Kinderbetreuungskosten nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus
nichtselbständiger Tätigkeit abgezogen werden (10 K 338/2001 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Potsdam ist die Mindestvergütung eines
Insolvenzverwalters in Höhe von 500 Euro nicht angemessen und deshalb je nach
Zahl der beteiligten Gläubiger angemessen zu erhöhen (35 IN 78/2002 10. April
2003).
Rittweger, Stefan, Leitfaden Mini-Job, Ich-AG und Familien-AG, 2003
Dütz, Wilhelm, Arbeitsrecht, 8. A. 2003
Neumann, Dirk/Fenski, Martin, Bundesurlaubsgesetz, 9. A. 2003
Datenschutz in Anwaltschaft, Notariat und Justiz, hg. v. Abel, Rolf D., 2003
Schwarz, Ludwig/Schwarz, Wolfgang, Erbschaftsteuererklärung 2003, 2003
Vogel, Klaus/Lehner, Moris, Doppelbesteuerungsabkommen, 4. A. 2003
Chemnitz, Jürgen/Johnigk, Frank, Rechtsberatungsgesetz, 11. A. 2003
http://www.lexisnexis.de/updaterecht
wöchentliche Unterrichtung über die neuesten Entwicklungen („Überblick über 150
Zeitschriften in fünf Minuten“)
Walter Perron wechselt von Mainz nach Freiburg im Breisgau.
Karl August Prinz von Sachsen-Gessaphe wechselt von München nach Hagen.
Herbert Küpper wird in Köln für Staatsrecht, Verwaltungsrecht, Völkerrecht und
Ostrecht habilitiert.
Uwe Murmann wird in Freiburg im Breisgau für Strafrecht, Strafprozessrecht und
Rechtsphilosophie habilitiert.
Kirsten Schmalenbach wird in Köln für öffentliches Recht, Völkerrecht und
Europarecht habilitiert.
2003-07-04 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss ein in einem anderen
Mitgliedstaat lebender, sich in seinem Heimatstaat behandeln lassender Rentner
die Behandlung von der Krankenkasse seines Wohnorts genehmigen lassen
(C-156/2001 3. Juli 2003).
Deutschland bemüht sich innerhalb der Europäischen Union um Beibehaltung der
einzelstaatlichen Zuständigkeit für Teile der Einwanderungspolitik.
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen Deutsche Telekom
und Telegate für ihr Telefonauskunft (z. B. unter 11880 oder 11833) nur werben,
wenn sie dabei den Preis der Dienstleistung nennen (I ZR 66/2001, I ZR 211/2001
3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
wiederholende Feststellungsklage eines von der Zwangsverwaltung zur
Zwangsversteigerung wechseln könnenden Gläubigers eines rechtskräftig
festgestellten Anspruch unzulässig (IV ZR 121/2002 7. Mai 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands lassen sich aus
dem Europa-Mittelmeer-Abkommen keine Aufenthaltsrechte für Marokkaner in
Deutschland ableiten (1 C 18/2002 1. Juli 2003, 1 C 32/2002 1. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine
Strafanzeige eines Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber ein gerechtfertigter
Kündigungsgrund, wenn die Anzeige leichtfertig falsche Angaben enthält, aus
Schädigungsabsicht erfolgt und vor ihrer Erstattung kein Versuch innerbetrieblicher
Klärung unternommen wurde (2 AZR 235/2002 3. Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz müssen Obdachlose für
die Unterbringung in einer Gemeindewohnung nicht zahlen (2 K 526/2003 20. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen können Aufwendung für
ein au-pair-Mädchen nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden, sondern
nur als außergewöhnliche Aufwendung (10 K 338/2001 10. April 2003).
Das zuständige Gericht der Vereinigten Staaten von Amerika weist eine
Sammelklage gegen die Tochtergesellschaft Hugo Boss’ wegen Bilanzfehlern ab.
Der Bundestag Deutschlands beschließt eine Öffnungsklausel, die eine Kürzung
von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld bei Beamten für einzelne Bundesländer
ermöglicht.
Die Nationalversammlung Frankreichs billigt in erster Lesung die Rentenreform.
Hans-Joachim Jentsch wird wegen Befangenheit nicht an dem Verfahren vor dem
Bundesverfassungsgericht wegen der Spendenaffäre der Christlich Demokratischen
Union teilnehmen.
Guido Sandler 75.
Wolf-Peter Hellmich Hamburg 5. Juni 1945-Torremirona/Spanien 4. Juli 2003.
2003-07-03 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt ein
gleichzeitig regelmäßige Schönheitsreparaturen und eine Endreparatur vorsehender
Wohnungsmietformularvertrag den Mieter unangemessen (VIII ZR 308/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Berufungsgericht eine Enteignungsentschädigungsfeststellung einer
Enteignungsbehörde im baulandgerichtlichen Verfahren nach ihrer Bestätigung
durch das Erstgericht nicht zum Nachteil des sie vor Gericht Angreifenden
abändern (III ZR 68/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands müssen die
Länder mindestens 80 Prozent der Kosten der die staatliche Aufgabe der
Schwangerschaftsberatung übernehmenden privaten
Schwangerschaftsberatungsstellen (z. B. eines Wohlfahrtsverbands in
Niedersachsen) tragen (3 C 26/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist bei einer
fristgemäß begonnenen, danach für mehr als sechs Monate unterbrochenen, aber
innerhalb der Festsetzungsfrist fortgeführten Außenprüfung die Verjährung auch
ohne neue Prüfungsanordnung gehemmt (IV R 31/2001 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss ein elektronisches
Haushaltsgerät (mit altem Namen) nicht als Auslaufmodell bezeichnet werden,
wenn es (unverändert) unter neuem Namen hergestellt wird (6 U 85/2002 4. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist bei kurzer
Kündigungsfrist und Notwendigkeit der Einarbeitung ein Strafversprechen eines
Arbeitnehmers für den Fall des Nichtantritts in einer allgemeinen
Geschäftsbedingung unwirksam (12 Sa 1301/2002 8. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg kann nach fristloser Kündigung
des Wohnraummietvertrags wegen Zahlungsverzugs gegen den untätigen
Räumungsbeklagten vor Ablauf der zweimonatigen Schonfrist Versäumnisurteil im
schriftlichen Vorverfahren erlassen werden (311 T 16/2003 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe ist ein befristeter
Kündigungsausschluss in einem fortbestehenden Altwohnungsmietvertrag auch zu
Gunsten eines übernehmenden Nachmieters wirksam (4 S 176/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens ist die bereits in
Frankreich wegen Unterstützung von ETA bestrafte Petra Elser wegen des
Grundsatzes ne bis in idem freigesprochen.
Der Bundestag Deutschlands beschließt in erster Lesung ein Verbot der Kopie rechtswidrig
hergestellter Vorlagen zum privaten Gebrauch.
Der Senat der Technischen Universität Dresden stimmt dem die Schließung der
juristischen Fakultät für Neuaufnahmen Studierender ab 1. Juni 2004 vorsehenden
Hochschulpakt zu.
Michael Gerhardt wird als Nachfolger Bertold Sommers Richter des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands.
Ernst & Young zahlen gegen Einstellung der Ermittlungen wegen umstrittener
Steuersparmodelle 15 Millionen Dollar an die Steuerbehörde der Vereinigten
Staaten von Amerika.
Das Europäische Parlament stimmt in zweiter Lesung mit Mehrheit für freie Fahrt
der neuesten Klassen von Lastkraftwagen durch Tirol.
Hans Zaum 23. Februar 1912-2.Juli 2003.
Günter Köhler gestorben.
2003-07-02 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands fehlt einem Zwangsverwalter nach Aufhebung der
Zwangsverwaltung wegen Antragsrücknahme die Prozessführungsbefugnis (zur
Weiterführung rechtshängiger Verfahren) (IX ZR 385/2000 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt die
Lage eines Grundstücks im Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen
Republik keine Ausweitung des Aufgebotsverfahrens zu Lasten einer nicht
aufgelösten juristischen Person (V ZB 1/2003 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat Stefanie
Julia Möller keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung, weil ihr Vertrag mit dem
Entfall ihrer Rolle in der Fernsehserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten endete (7
AZR 612/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können Aufwendungen
für die erstmalige Berufsausbildung von den Einkünften abgezogen werden (VI R
33/2001 27. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist eine
Haltebucht am Straßenrand keine Wendemöglichkeit (1 ObOWi 301/2002 27. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main müssen
Nachbarn eine die Grenzwerte einhaltende Mobilfunkanlage hinnehmen (23 U
137/2002 18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen muss ein die
Teilnahme freistellendes Tischgebet in einem gemeindlichen Kindergarten (z. B.
in Bad Endbach) von den Eltern hingenommen werden (10 TG 553/2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind durch Sozialversicherungsbeiträge
und außergewöhnliche Belastungen gebundene Einkünfte bei der Berechnung der
Einkommensgrenzen des Kindergeldanspruchs nicht zu berücksichtigen (7 K
723/1998 Ki 16. April 2003).
Nach Entscheidungen zweier Gerichte der Vereinigten Staaten von Amerika sind
zwei Sammelklagen von Anlegern gegen Investmentbanken wegen behaupteten
vorsätzlichen Betrugs zurückgewiesen.
Die Deutsche Bahn AG nimmt nach Absatzrückgang die vor sechs Monaten
abgeschaffte Bahncard wieder aus.
Eberhard Kuthning 80.
2003-07-01 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist der Kunden Gebühren
berechnende Aufkauf von Forderungen eines Unternehmens unter Übernahme des
Ausfallrisikos eine wirtschaftliche, nicht steuerfreie Tätigkeit (C-305/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben Opfer eines
durch Mitwirken eines Sachbearbeiters einer Behörde verwirklichten Betrugs auch
dann Anspruch auf Ersatz des Schadens, wenn ein Unternehmer auf Grund des
Betrugs bestimmte Betriebskosten nicht berücksichtigt, deren Höhe die
Fortführung des Betriebs unwirtschaftlich macht (III ZR 42/2002 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands kann ein privater
Umweg eines Arbeitnehmers von 100 Metern (z. B. zum Geldabheben) den Verlust
des Unfallversicherungsschutzes zur Folge haben (B 2 U 40/2002 R 24. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist Wiedereinsetzung
in den vorigen Stand zu gewähren, wenn eine geschulte
Rechtsanwaltsfachangestellte einen Schriftsatz an eine falsche Faxnummer (eines
Finanzgerichts) faxt (VII R 47/2002 24. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist ein
Zusammenhang zwischen der Freisetzung von Quecksilber aus Amalgamfüllungen von
Zähnen und bestimmten Erkrankungen nicht nachweisbar (3 U 30/2000 10. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist Werbung (im
Internet) ohne Hinweis auf bestehende Lieferschwierigkeiten rechtswidrig (5 U
164/2002 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist eine wahrheitswidrig
einen unmittelbaren quantitativen Zusammenhang zwischen Umsatz eines
Erzeugnisses und Unterstützung einer gemeinnützigen Einrichtung (z. B.
Kindernothilfe) behauptende Werbung rechtswidrig (5 U 142/2002 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen haben
teilzeitbeschäftigte beamtete Lehrkräfte einen Anspruch auf anteilige Besoldung
für bestimmte Überstunden (5 A 4424/2001 30. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg hat die Weka-Verlagsgruppe
gegen den Süddeutschen Verlag keinen Anspruch auf 10 Millionen Euro wegen des
gescheiterten Verkaufs der Computersparte (2 HKO 5024/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin dürfen Männer bei der
Wahl einer Frauenvertretung nicht wählen (25 A 134/2003 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main kann eine
Betriebsratswahlparty wegen unerlaubter Einflussnahme die Ungültigkeit der
Betriebsratswahl bewirken (9 BV 240/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf ist ein Journalist wegen
Verbringung von Messern in Flugzeuge zwecks Aufdeckung von Sicherheitslücken zu
750 Euro Geldbuße verurteilt.
Das zuständige Gericht Italiens stellt das Strafverfahren wegen des Verdachts
der Korruption gegen Silvio Berlusconi vorläufig ein.
Österreich kauft 18 Eurofighter für seine Luftraumverteidigung.
Das Amtsgericht Nürnberg eröffnet das Insolvenzverfahren über das Vermögen der
Grundig AG.
Aktionäre börsennotierter Unternehmen der Vereinigten Staaten von Amerika
müssen künftig der Bezahlung von Mangern mit Aktien oder Aktienoptionsscheinen
zustimmen.
Das Europäische Parlament lehnt die Aufhebung der Immunität Daniel Cohn-Bendits
wegen der Unterstützung des Rote-Armee-Fraktion-Terroristen Hans-Joachim Klein
ab.
2003-06-30
Italien übernimmt zum 1. Juli 2003 die Präsidentschaft der Europäischen Union.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Bevorzugung einer
in einem Mitgliedstaat (z. B. Schweden) abgeschlossenen Zusatzversicherung
gegenüber in anderen Mitgliedstaaten abgeschlossenen Zusatzversicherungen
europarechtswidrig (C-422/2001 26. Juni 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der in
Sachsen wegen fehlenden Verzichts auf einen gesetzlichen Feiertag höhere
Beitragsanteil der Arbeitnehmer zur sozialen Pflegeversicherung
verfassungsgemäß (1 BvR 190/2000 11. Juni 2003, 1 BvR 191/2000 11. Juni 2003 u.
a.)
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein einem von
ihm operierten Patienten bei anschließend auftretenden Komplikationen nicht
unverzüglich die erforderliche Behandlung zukommen lassender Arzt wegen
Körperverletzung mit Todesfolge strafbar sein (1 StR 269/2002 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für Berufungen
gegen amtsgerichtliche Urteile in Rechtssachen mit Auslandsberührung das
Oberlandesgericht auch dann zuständig, wenn nur einer von mehreren
Streitgenossen seinen Wohnsitz im Ausland hat (VI ZR 430/2002 13. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands beginnt der
Förderzeitraum für die Eigenheimzulage auch bei Erwerb einer mit Mängeln
behafteten Wohnung im Jahr der Anschaffung (III R 53/2000 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Zucht von
Haubenenten wegen Tierquälerei verboten (26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist der Zuschlag der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Deutschlands vom 29. April
2003 auf das Zusammenschaltungsentgelt für Ortsverbindungen in Höhe von 0,4
Cent wegen Verletzung des Grundsatzes der Kostenorientierung ausgesetzt.
In Österreich tritt ein Konvent zur Neugestaltung der Verfassung unter dem
Vorsitz des Rechnungshofpräsidenten zusammen.
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Deutschlands senkt die
Bereitstellungsentgelte für Wettbewerber der Deutschen Telekom um bis zu 20
Prozent.
Die Deutsche Post AG wandelt 1080 ihrer 6000 Filialen in Postagenturen um.
Der deutsche Aktienindex ist seit 12. März 2003 von 2188 Punkten auf 3203
Punkte gestiegen.
2003-06-29 Die Bundesregierung Deutschlands beschließt
eine Vorziehung der Steuerreform von 2005 auf 2004.
Die Gewerkschaft
IG Metall beendet in Sachsen nach kritischen Äußerungen westdeutscher
Betriebsratsvorsitzender ihren auf die Erreichung der 35-Studenwoche
gerichteten Streik ergebnislos.
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es nicht zu
beanstanden, wenn den §§ 823 I, 1004 I BGB ein Anspruch auf Unterlassung einer
unwahren Äußerung (z. B. einer Zeitung über den Bürgermeister Lübecks) und ein
Anspruch auf Widerruf wegen Nichtbeachtung von Sorgfaltspflichten entnommen
werden (1 BvR 1811/1997 27. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands überschreiten
Fachgerichte ihren Entscheidungsspielraum bei Auslegung des Tatbestandsmerkmals
der hinreichenden Erfolgsaussicht, wenn sie eine schwierige Rechtsfrage (z. B.
Zulässigkeit der rückwirkenden Änderung der Steuerklasse von Ehegatten nach
Trennung) ohne Erörterung der Rechtsprechung im Verfahren der
Prozesskostenhilfe entscheiden und damit den Zugang zu den Gerichten versagen
(1 BvR 1526/2002 5. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands greift die Vermutung
für die freie Rede in einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage (z.
B. Leukämieerkrankungen um das Kernkraftwerk Krümmel) nicht ein, wenn um die
zukünftige Unterlassung einer unwahren Äußerung gestritten wird (1 BvR 802/2000
6. Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die für kaufmännische
Angestellte geltenden §§ 74ff. HGB auch auf wirtschaftlich abhängige freie
Mitarbeiter (Subunternehmer) anzuwenden (III ZR 196/2002 10. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Telefonüberwachung
nicht auf den Verdacht der Geldwäsche gegründet werden, wenn eine Verurteilung
wegen Geldwäsche auf Grund der Vorrangklausel des § 261 IX 2 StGB nicht zu
erwarten ist und die Vorrangtat keine Katalogtat ist, doch ist die
Rechtsverletzung geheilt, wenn der Verdacht einer anderen Katalogtat die
Telefonüberwachung gerechtfertigt hätte (5 StR 423/2002 26. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat (nur) ein noch
Unterscheidungskraft habender, benutzter kennzeichenrechtlicher Werktitelschutz
nach den §§ 5, 15 MarkenG auch nach Gemeinfreiwerden des mit dem Titel ursprünglich
urheberrechtlich geschützten Werkes (z. B. Winnetou) Bestand (I ZR 171/2000 23.
Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein Schädiger eines wegen
der Verletzung vorzeitig in den Ruhestand versetzten Beamten dem Dienstherrn
nicht die auf Grund nicht unfallbedingter Heilmaßnahmen erbrachten
Beihilfeleistungen zu ersetzen (VI ZR 271/2001 17. Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei Rentenleistungen
eines Unfallversicherungsträgers und eines Rentenversicherungsträgers und nicht
genügender Abdeckung der von beiden erbrachten Leistungen durch den nach § 116
I SGB X übergegangenen Schadensersatzanspruch die Versicherungsträger
entsprechend § 117 SGB X Gesamtgläubiger (VI ZR 304/2001 3. Dezember 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hat ein geschiedener
Beamter keinen Anspruch auf den Familienzuschlag der Stufe 1, wenn seine
Verpflichtung zum Unterhalt aus seiner Ehe durch Kapitalabfindung erloschen ist
(2 C 5/2002 30. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann Täter einer leichtfertigen
Steuerverkürzung (bei einem 728499 DM Gewinn erzielenden Chefarzt) auch eine
den Steuerpflichtigen beratende Steuerfachangestellte sein (IV R 37/2001 19.
Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands besteht keine Verpflichtung eine
von der Krankenkasse nicht bezahlte naturheilkundliche Krebsnachbehandlung in
Höhe von 700000 DM für einen krankenversicherten Elter zu tragen, so dass die
Aufwendung nicht als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar ist (III R
25/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist auch ein zeitweiliger Ausschluss
des anderen Elternteils vom Umgang mit dem Kind nur bei Gefährdung der
Entwicklung des Kindes durch den Umgang gerechtfertigt (4 UF 173/2002 5.
Dezember 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen kann wegen einer Straftat gegen
die sexuelle Selbstbestimmung eines Kindes die zahnärztliche Approbation
entzogen werden (1 A 216/2001 18. Juni 2002).
Nach einer
Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist bei der Prüfung, ob
schutzwürdige Geheimnisse (z. B. Marktstrategien) vorliegen, die eine Verweigerung
der Vorlage von Unterlagen rechtfertigen, ein strenger Maßstab anzulegen (14 PS
1/2002 24. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist der Widerruf der
Approbation als Zahnarzt nicht gerechtfertigt durch mindestens zwei Jahre
zurückliegende Verkehrsdelikte (u. a. Trunkenheitsfahrt, Fahren ohne
Fahrerlaubnis) (13 A 2774/2001 15. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist bei Einwilligung eines Betroffenen
in die molekulargenetische Untersuchung seiner Körperzellen eine gerichtliche
Anordnung nicht erforderlich (X Qs 8/2002 14. Februar 2003).
2003-06-28 Nach einer Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs kann eine Farbe (z. B. Orange) ohne räumliche Begrenzung für
bestimmte Waren oder Dienstleistungen (z. B. für ein Mobilfunkunternehmen der
Niederlande) Unterscheidungskraft haben, wenn sie Gegenstand einer graphischen
Darstellung sein kann, die klar, eindeutig, in sich abgeschlossen, leicht
zugänglich, verständlich, dauerhaft und objektiv ist (C-104/2001 6. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die nicht nur
kurzfristige Überlastung einer großen Strafkammer in Haftsachen kein einen
weiteren Vollzug von Untersuchungshaft rechtfertigender Grund (2 BvR 530/2003
6. Mai 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen eine im Verfahren
auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gemäß § 91a ZPO ergangene Entscheidung
über die Kosten eine Rechtsbeschwerde nicht statthaft (I ZB 40/2002 8. Mai
2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein einen Patienten durch
Heilmittel zur Ruhe stellender Arzt verpflichtet sein, durch geeignete
Maßnahmen dafür zu sorgen, dass sich der Patient nicht unbemerkt entfernen (und
an das Steuer eines Kraftfahrzeugs begeben) kann (VI ZR 265/2002 8. April
2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist, wenn mit einem Antrag die
Untersagung einer bestimmten geschäftlichen Tätigkeit begehrt wird, das Verbot
eines Teils dieser geschäftlichen Tätigkeit prozessual kein Minus gegenüber dem
Antrag, wenn seine Begründung von tatsächlichen Voraussetzungen abhängt, die
nicht zum Inhalt des Antrags erhoben worden sind (I ZR 1/2001 3. April 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Arbeitnehmer bei der
Meldung einer Arbeitnehmererfindung den Arbeitgeber darüber unterrichten, ob
und in welchem Umfang andere Arbeitnehmer am Entstehen der Erfindung beteiligt
waren (X ZR 19/2001 18. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei einer (vor dem 3.
Oktober 1990 erfolgten) rechtmäßigen Spaltung von Nutzungsrechten zwischen dem
früheren Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und dem Gebiet der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik und Inverkehrbringen eines Werkstücks
innerhalb eines Lizenzgebiets der für den anderen Teil Deutschlands Berechtigte
die Weiterverbreitung in seinem Lizenzgebiet nicht auf Grund des ihm
zustehenden Verbreitungsrechts unterbinden (I ZR 297/1999 19. Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei einer
arbeitsvertraglich vereinbarten Erfolgsbeteiligung auf der Grundlage der
Dividende eine Sonderausschüttung neben der Dividende nicht zu berücksichtigen
(10 AZR 392/2002 12. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein nach früherer
Rechtsprechung nicht Unterhaltsberechtigter nicht daran gehindert, nach
Änderung der Rechtsprechung Unterhalt ab diesem Zeitpunkt zu verlangen (11 WF
341/2001 11. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Landgerichts Koblenz ist in einem durchschnittlichen
Insolvenzeröffnungsverfahren eine Entschädigung eines Gutachters mit 38,50 Euro
pro Stunde grundsätzlich angemessen (2 T 169/2003 7. März 2003).
Günter Paul
ist Nachfolger Klaus Langes als Präsident des hessischen Staatsgerichtshofs.
Emmerich,
Volker/Habersack, Mathias, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 3. A. 2003
Möllers,
Thomas/Rotter, Klaus, Ad-hoc-Publizität, 2003
Ingerl,
Reinhard/Rohnke, Christian, Markengesetz, 2. A. 2003
Klein,
Franz, Abgabenordnung, 8. A. 2003
Körperschaftsteuergesetz,
hg. v. Streck, Michael, 6. A. 2003
Marxen,
Klaus, Kompaktkurs Strafrecht Allgemeiner Teil, 2003
Knöringer,
Dieter, Die Assessorklausuer im Zivilprozess, 10. A. 2003
Karlsruher
Kommentar zur Strafprozessordnung und zum Gerichtsverfassungsgesetz mit
Einführungsgesetz, hg. v. Pfeiffer, Gerd, 5. A. 2003
Böhme,
Werner/Fleck, Dieter/Bayerlein, Walter, Formularsammlung für Rechtsprechung und
Verwaltung, 16. A. 2003
Ahlt,
Michael/Deisenhofer, Thomas, Europarecht, 3. A. 2003
2003-06-27 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein wahrer Namensträger (z. B.
[Rechtsanwalt] Maxem) grundsätzlich die Unterlassung der Verwendung seines Namens
als Pseudonym in einem Internetdomainnamen (z. B. www.maxem.de) eines anderen
Namensträgers verlangen, doch ist ein Pseudonym dem namensrechtlichen Schutz
zugänglich, wenn der Verwender unter diesem Namen im Verkehr bekannt ist, also
mit diesem Namen Verkehrsgeltung erlangt hat (I ZR 296/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein einfaches
Format einer Fernsehsendung (z. B. L’école des fans mit Gesang einstudierter
Lieder vor der Kamera) nicht vor Nachahmung (z. B. durch Kinderquatsch mit
Michael) geschützt (I ZR 176/2001 26. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Offenburg ist eine zu Unrecht
erlittene Untersuchungshaft vorrangig auf eine mögliche Haftstrafe in einem
anderen Verfahren anzurechnen (8 Qs 2/2003 27. Mai 2003).
Deutschland und die Schweiz einigen sich auf eine Entschädigung (in Höhe von 42
Millionen Euro) für die Hinterbliebenen der Opfer des Flugzeugabsturzes am
Bodensee vom 2. Juli 2002.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs darf Le Monde
behaupten, Jean-Marie Le Pen habe während des Algerienkriegs an Folterungen
teilgenommen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Microsoft die Programmiersprache Java Suns (derzeit) nicht in das
Betriebssystem Windows aufnehmen.
Nach einem außergerichtlichen Vergleich erhalten Anleger in den Vereinigten
Staaten von Amerika 1 Milliarde Dollar Schadensersatz von Versicherern von mehr
als 300 mit künstlich in die Höhe getriebenen Preisen wirkenden
Anlageanbietern.
Der Papst erteilt eine Ausnahmegenehmigung für die Weihe eines ehemals
evangelischen verheirateten Pfarrers zum Priester.
Nordrhein-Westfalen gibt den Plan des Baus einer Magnetschwebebahn zwischen
Düsseldorf und Dortmund auf.
Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Rundfunkanstalten erwirbt für 65 Millionen
Euro Übertragungsrechte für Fußballspiele der Bundesliga Deutschlands an
Samstagen.
2003-06-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der Unterhalt
für nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik geschiedene
Ehegatten ausschließende § 243 SGB VI wegen sachlicher Unterschiede
verfassungsgemäß (1 BvR 789/1996 2. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben
Hinterbliebene der Opfer der nationalsozialistischen Kriegsverbrechen (z. B. in
Griechenland) keinen Anspruch auf Schadensersatz gegen die Bundesrepublik
Deutschland, weil dafür keine Rechtsgrundlage besteht (III ZR 245/1998 26. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einer
Beschwerde eines wettbewerbenden Unternehmens gegen einen vom Bundeskartellamt
Deutschlands genehmigten Zusammenschluss mehrerer Unternehmen das entscheidende
Beschwerdegericht (vor Aufhebung der Genehmigung) zur ausführlichen Aufklärung
des die Freigabe angeblich rechtfertigenden Sachverhalts verpflichtet (KVR
14/2001 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
gesetzliche Krankenkasse die Beauftragung von Leistungserbringern
wiederverwendbarer Hilfsmittel (z. B. Krücken, Rollstühle) auf den in einem
Ausschreibungsverfahren das preisgünstigste Angebot abgebenden
Leistungserbringer beschränken (KZR 18/2001 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine 16 Jahre
anvertrautes Vermögen veruntreuende Nachlassverwalterin zu drei Jahren und drei
Monaten Haft verurteilt (1 StR 469/2002 25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands bedürfen alle
von der Deutschen Telekom gegenüber Wettbewerbern verlangten
Netznutzungsentgelte der Genehmigung durch die Regulierungsbehörde (6 C 17/2002
25. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein aus
Gesundheitsgründen dienstunfähiger Kapitän bei Beendigung seines
Arbeitsverhältnisses auf den Resturlaub ersatzlos verzichten, wenn der
Arbeitgeber keine freie Stelle für einen seedienstuntauglichen Kapitän hat (9
AZR 423/2002 24. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine einen
Rahmentarifvertrag zwischen Tarifvertragsparteien abändernde Vereinbarung der
künftigen Nichtzahlung von Urlaubsgeld ab Wirksamwerden bindend (9 AZR 563/2002
24. Juni 2003).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands besteht für die Zeit
eines Promotionsstudiums kein Anspruch auf eine Halbwaisenrente, weil mit der
Magisterprüfung bereits ein zur Aufnahme einer Berufstätigkeit ausreichender
Abschluss erreicht ist (B 4RA 29/2002 18. Juni 2003 u. a.).
Nach Entscheidungen des Kammergerichts Berlin muss die Deutsche Bahn AG die
Fernverbindungen eines Wettbewerbers (z. B. Connex) in ihre Fahrpläne
(Online-Reiseauskunft, gebührenfreie Telefonauskunft, ab nächster Auflage
gedruckte Fahrpläne) aufnehmen (2 U 20/2002, 2u 1/2003).
Der Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika hebt ein homosexuellen
Geschlechtsverkehr verbietendes Gesetz des Bundesstaats Texas wegen Verletzung
des in der Verfassung garantierten Schutzes der Privatsphäre auf.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein Argument DaimlerChryslers gegen die Schadensersatzklagen von
Aktionären wegen des Zusammenschlusses mit Chrysler unzulässig.
Deutschland und die Schweiz beschließen eine Übergangslösung für den vom
Flughafen Zürich in Deutschland entstehenden Fluglärm bis Ende Oktober.
Die (15) Richter des aufgelösten Jugendgerichtshofs Österreich sind ab 1. Juli
2003 anderen Gerichten zugeteilt.
Die Mannheimer Versicherungsholding muss wegen überhöhter Belastungen durch
Fehlspekulationen die Versicherungssparte Lebensversicherung zu Gunsten der
Auffanggesellschaft Protektor aufgeben.
Die Landwirtschaftsminister der Mitgliedstaaten der europäischen Union einigen
sich auf Druck Frankreichs auf eine nur teilweise Entkoppelung der
Direktzahlungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse von der Erzeugungsgröße.
2003-06-25 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedsstaat (z. B.
Italien) einen nicht in seinem Gebiet wohnenden, aus mehreren Mitgliedstaaten
Rente erhaltenden Rentner nicht schlechter behandeln als einen in seinem Gebiet
wohnenden, (aus mehreren Mitgliedstaaten) Rente erhaltenden Rentner (C-34/2002
19. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs erfasst Art. 9 Abs. 2e
der sechsten Mehrwertsteuerrichtlinie (1977/388/EWG) Leistungen auf dem Gebiet
der Werbung, die der Dienstleister einem Zwischenempfänger erbringt, der sie
seinerseits dem werbetreibenden (, gar keine Ware herstellenden) Endempfänger
in Rechnung stellt (C-438/2001 5. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands werden
Kurmaßnahmen innerhalb der sechswöchigen Grundbezugsdauer der Krankenbezüge auf
die sechswöchige Dauer von Krankenbezügen angerechnet (5 AZR 176/2002 26. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am main besteht kein
Anspruch auf Prozesskostenhilfe bei Anerkenntnis und Zahlungswilligkeit des in
Anspruch genommenen Schuldners (von Unterhalt) (1 WF 110/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz wird wegen fehlender
Wiederholungsgefahr einem Softwareunternehmen kein einstweiliger Rechtsschutz
gegen die Zusendung eines e-mails mit politisch rechtem Inhalt gewährt (1 W
342/2002 10. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss eine neue Ehefrau
hinter Unterhaltsansprüchen von Kindern aus einer früheren Ehe zurückstehen,
wenn die ehemalige Ehefrau auf eigene Unterhaltsansprüche zu Gunsten der Kinder
verzichtet (9 UF 213/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg muss ein den Verbraucher
unangemessen unterrichtender Versicherer bei zulässigem Widerruf des
Kapitallebensversicherungsvertrags oder Rentenversicherungsvertrags die
geleisteten Versicherungsprämien mit Zinsen zurückzahlen (302 S 13/2002 5. Juni
2003).
Die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung werden in Deutschland in den
alten Bundesländern zum 1. Juli 2003 um 1,04 Prozent und in den neuen
Bundesländern um 1,19 Prozent erhöht.
Hessen hebt (u. a. als Folge der Elektronisierung des Grundbuchs)die neun
bestehenden Zweigstellen von Amtsgerichten (in Gladenbach, Hirschorn, Gemünden,
Neuhof, Hilders, Gersfeld, Sontra, Bad Soden-Salmünster, Wächtersbach) auf.
Der Landtag Niedersachsens schafft die Orientierungsstufe in den Schulklassen 5
und 6 ab, führt ein Zentralabitur nach der 12. Schulklasse ein und beschließt,
keine neuen Gesamtschulen mehr einzurichten.
Der Landtag Rheinland-Pfalzs beschließt ein neues Polizeigesetz mit erweiterten
Möglichkeiten verdeckter Datenbeschaffung (z. B. Videoüberwachung öffentlicher
Straßen).
Der Finanzminister Österreichs will die bisher von der Industriellenvereinigung
übernommen Kosten seiner Homepage (70000 Euro) künftig selbst zahlen.
Bruno Kathala aus Frankreich ist Kanzler des internationalen Strafgerichtshofs
in Den Haag.
Bernd Rödl 60.
2003-06-24 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzen
Barzahlungsrabatte (z. B. von 2 Prozent an das Land Berlin für alle
Schulbücher) gewährende Buchhändler die Buchpreisbindung und kann auch der
Kunde als Störer in Anspruch genommen werden (KZR 32/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet eine
erfolglose Klage grundsätzlich keinen Schadensersatzanspruch des Beklagten
gegen den Kläger (VI ZR 175/2002 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands genügen nicht nur
unerhebliche wirtschaftliche Beziehungen zwischen Organträger und
Organgesellschaft auf Grund gegenseitiger Förderung und Ergänzung für umsatzsteuerrechtliche
Organschaft (V R 63/2001 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können an die eigene
Ehefrau im Rahmen doppelter Haushaltsführung geleistete Mietzahlungen
steuerlich geltend gemacht werden (IX R 55/2001 11. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover muss ein Galerist gegen
Rückzahlung von 562421 Euro das mit Absicht einer Fälschung angefertigte Bild
Hockende Frau (von Matisse) zurücknehmen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München kann (mangels Nachweisbarkeit
der Ursächlichkeit) wegen Salmonellenvergiftung nicht das beherbergende
Urlaubshotel auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden (13 S 13029/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße
müssen Eltern die anteiligen Kosten für Unterkunft und Fahrt einer Klassenfahrt
trotz Nichtteilnahme wegen Krankheit zahlen (2 K 3408/2002 22. Mai 2003).
Das Bundesgericht der Schweiz weist die Einsprüche der russischen
Skilangläuferinnen Olga Danilowa und Larissa Lazutina gegen Dopingsperren durch
das internationale Sportgericht in Lausanne ab.
Der Oberste Gerichtshof Kubas bestätigt hohe Haftstrafen wegen Zusammenarbeit
mit ausländischen Regierungen.
Die Europäische Kommission beschließt die Einleitung eines
Vertragsverletzungsverfahrens gegen Österreich wegen der beabsichtigten
Schließung der Brennerautobahn für bestimmte Warenbeförderungen.
Die Mehrheit des Bundesrats Österreichs lehnt das Budgetbegleitgesetz ab.
Matti Vanhanen ist Ministerpräsident Finnlands.
Die Halifax Bank of Scotland gibt eine einem Pfandbrief ähnliche Anleihe aus
(covered bond nach englischem Recht).
2003-06-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Schlüsselanhänger mit einer Euromünze (Euro-Billy) nicht rechtswidrig (I ZB
29/2001 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen kann ein
häuslicher Rechner mit Internetanschluss für einen Schüler ein notwendiges und
daher durch Sozialhilfe zu finanzierendes Lernmittel sein (4 LB 279/2002 11.
Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg ist ein Antrag auf
Prozesskostenhilfe nach schuldhafter Versäumung der vom Arbeitsgericht für die
Einreichung des Arbeitslosengeldbescheids gesetzten Frist und nach Abschluss
des Kündigungsschutzprozesses durch rechtskräftigen Vergleich abzuweisen (6 TA
134/2002 15. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind von einem
Bundesland einer Stadt zur Verfügung gestellte, von der Stadt den mit dem Bau
einer Abwasseranlage beauftragten Unternehmen auf Grund eines
Kooperationsvertrags weitergegebene Fördergelder der Europäischen Union
zusätzliches, umsatzsteuerpflichtiges Entgelt (5 K 124/1999 5. September 2003).
Nach einer Mehrheitsentscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von
Amerika darf die Universität Michigan Angehörige bestimmter Rassen (z. B.
Farbige) bevorzugen.
Der Staatspräsident Italiens unterzeichnet das Silvio Berlusconi schützende
Immunitätsgesetz.
Bosnien beschließt ein Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika vor
Auslieferung an den internationalen Strafgerichtshof schützendes Gesetz.
Der fünfte Band der Harry-Potter-Buchserie ist am ersten Tag 896000mal verkauft
worden.
Klaus von Dohnanyi 75.
2003-06-22 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der von einem
beauftragten Vermittlungsunternehmen einbezogene Untervermittler bei Erstellung
eines persönlichen Berechnungsbeispiels stillschweigend zum Abschluss des
Beratungsvertrags zwischen Verkäufer und Käufer bevollmächtigt sein (V ZR
308/2002 14. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein
Rechtsanwalt bei der Organisation des Fristenwesens in seiner Kanzlei durch
geeignete Anweisungen sicherzustellen, dass die Berechnung einer Frist, ihre
Notierung auf den Handakten, die Eintragung im Fristenkalender sowie die
Quittierung der Kalendereintragung durch einen Erledigungsvermerk auf den
Handakten der zuständigen Bürokraft zum frühestmöglichen Zeitpunkt und im unmittelbaren
zeitlichen Zusammenhang vorgenommen werden (VIII ZB 115/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland ist in die
Berechnung der Haftungsgrenze nach § 1586b I 3 BGB ein (fiktiver)
Pflichtteilergänzungsanspruch des Unterhaltsberechtigten gegen den Erben
einzubeziehen (XII ZR 29/2000 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine in einer
Stellenanzeige aufgenommene Selbstdarstellung (z. B. K Deutsche Treuhandgruppe
Tax and Legal Services) wettbewerbsrechtsgemäß sein (I ZR 115/2000 5. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind für den
förderungsunschädlichen Fachrichtungswechsel bis zum Beginn des dritten
Fachsemesters auch die angerechneten Semester der alten Fachrichtung zu
berücksichtigen (5 C 15/2001 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands wird der Antrag
des Arbeitgebers auf Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrats zur fristlosen Entlassung
eines Betriebsratsmitglieds unzulässig, wenn das Arbeitsverhältnis mit dem
Betriebsratsmitglied beendet wird (2 ABR 22/2001 27. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann allein aus der
Zustimmung eines Miteigentümers zur Verwaltung eines gemeinschaftlichen
Gegenstands noch nicht gefolgert werden, er sei auch im Außenverhältnis
gegenüber Mietern berechtigt und verpflichtet (IX R 55/1999 25. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands beginnt die
Haftungsverjährung mit der Nichtabgabe einer Steuererklärung und der
Nichtabführung der sich insoweit ergebenden Zahlungen auf Grund gesetzlicher
Verpflichtungen (I B 145/2001 4. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg kommt nach Trennung der
in den Zielvorstellungen nicht über die Verwirklichung der nichtehelichen
Lebensgemeinschaft hinausgehenden Partnerschaft nur ein Ausgleich nach den für
unbenannte Zuwendungen entwickelten Grundsätzen in Betracht (8 W 9/2002 17. September
2002).
Nach einem Bericht des Spiegel geben Österreicher und Russen ihre Einkünfte am
wenigsten gern bei dem Finanzamt an, fahren Polen, Russen und Tschechen am
ehesten schwarz und entwenden Briten und Slowaken am hemmungslosesten
Büromaterial.
2003-06-21 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist einem
Unterhaltspflichtigen bei unverhältnismäßiger Belastung durch
Unterhaltsleistung keine Aufnahme einer Nebentätigkeit zuzumuten (1 BvR
752/2002 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt der zur
Auszahlung von Darlehen erst nach Sicherstellung der Eintragung des Erwerbers
in das Grundbuch angewiesene Notar den Treuhandauftragsvertrag durch Auszahlung
vor Vorliegen einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (III ZR
294/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Schädigung
durch Ausplünderung einer aus einer Patronatserklärung verpflichteten Person
nur Geldersatz verlangt werden (IX ZR 334/2001 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist auch die
Rechtsbeschwerde gegen einen die Berufung als unzulässig verwerfenden Beschluss
nur unter den Voraussetzungen des § 574 II ZPO zulässig (XII ZB 191/2002 7. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt auch die
gegen ein die Berufung verwerfendes Urteil gerichtete Nichtzulassungsbeschwerde
einen Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer von mehr als
20000 Euro voraus (IV ZR 336/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verliert der
Angriff des Berufungsbeklagten gegen das Urteil bei Rücknahme der Berufung des
Gegners nur im Fall der unselbständigen Anschlussberufung seine Wirkung (V ZB
71/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine an die
Höhe des Erbteilsanspruchs des Mandanten anknüpfende Honorarvereinbarung über
die rechtlich einwandfreie Gestaltung einer von Erben getroffenen Einigung über
die Nachlassverteilung rechtmäßig (IX ZR 138/2002 29. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst der
Schadensersatzanspruch des Bestellers alle für die ordnungsgemäße Herstellung
des vertraglich geschuldeten Werks erforderlichen Aufwendungen, die der
Besteller bei verständiger Würdigung für erforderlich halten darf (VII ZR
443/2001 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist der
Ausschluss eines Arbeitnehmers von der Überstundenzuweisung wegen fehlender
Bereitschaft zum Verzicht auf tarifliche Vergütungsansprüche rechtswidrig (2
AZR 742/2000 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Deutschlands hat ein Kind bei
Trennung zweier sorgeberechtigter Eltern einen Doppelwohnsitz unabhängig von
seinem tatsächlichen Aufenthaltsort (9 AR 9/2002 21. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein Aufstieg eines
unterhaltspflichtigen mittleren Bundesbeamten zum Mitarbeiter einer internationalen
Organisation nach der Ehe nicht prägend für die ehelichen Lebensverhältnisse
(13 UF 63/2003 17. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock kann gegen einen die
Berufung nach § 522 II ZPO zurückweisenden Beschluss nicht Gehörsrüge nach §
321a ZPO erhoben werden (6 U 101/2002 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg kann ein Finanzamt ab Anzeige
der Masseunzulänglichkeit einen Insolvenzverwalter nicht mehr zur Anfertigung
von Steuererklärungen oder zur Nacherstellung der Buchhaltung des Schuldners
verpflichten, wenn die Insolvenzmasse zur Deckung des dafür erforderlichen
Aufwands nicht ausreicht (62 IN 241/2002 27. April 2003).
Däubler, Wolfgang, BGB kompakt, 2. A. 2003
Gola, Peter, Klug, Christoph, Grundzüge des Datenschutzrechts, 2003
Hartmann, Peter, Kostengesetze, 32. A. 2003
Konrad Redeker 80.
Oskar Hule gestorben.
2003-06-20 Nach
Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands ist eine Absenkung der
Schwerstbeschädigtenzulage für Kriegsopfer in den neuen Bundesländern
Deutschlands nach § 84a BVG rechtswidrig, während die Witwenversorgung von
Kriegsopfern in den neuen Bundesländern Deutschlands niedriger sein darf (B 9 V
2/2002 R 18. Juni 2003, B 9 V 5/2002 18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands haftet der
Vorsitzende eines eingetragenen Sportvereins für rechtswidrige
Lohnsteueranmeldungen zu Spielerarbeitsverträgen seitens in gewisser Weise
selbständiger Unterabteilungen (VII R 46/2002 11. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart hat ein privater
Gebrauchtwagenkraftfahrzeugverkäufer einen Schadensersatzanspruch, wenn
Kraftfahrzeughändler und den Wert des Kraftfahrzeugs schätzender Gutachter zu
seinem Nachteil kolludieren (5 U 23/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin werden ehemalige
Kriegsgefangene aus der Sowjetunion wegen Fehlens einer gesetzlichen Grundlage
nicht für Zwangsarbeit während des zweiten Weltkriegs entschädigt (6 S 35/2003
18. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Deutschlands haben auch im
Ausland eingesetzte und dort zusätzlich versicherungspflichtig beschäftigte
Agenten des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik einen Anspruch auf Renten aus dem
Zusatzversorgungssystems des Ministeriums (L 2 RA 194/2001 15. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Bonn ist bei der betrieblichen
Mitbestimmung in Großkonzernen (Gesamtbetriebsrat) das Verhältniswahlrecht anzuwenden
(2 BV 54/2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs hat Elton John
nicht nachgewiesen, dass vier von ihm gekaufte Plastiken unecht sind.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt dem vom Bundestag Deutschlands beschlossenen
Zuwanderungsgesetz nicht zu.
Der Nationalrat Österreichs beschließt einen Ersatzanspruch von
Kraftfahrzeugvertragshändlern für geleistete Investitionen bei Kündigung des
Vertriebsvertrags durch den Hersteller oder Importeur.
Die Umweltminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich über
eine Richtlinie für die Vermeidung und Behebung von Umweltschäden.
Die Europäische Kommission verabschiedet einen Richtlinienvorschlag gegen
unlautere Geschäftspraktiken im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und
Verbrauchern.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung will durch
Leitlinien den Verbraucherschutz bei grenzüberschreitendem elektronischem
Geschäftsverkehr stärken.
Gold-Zack beantragt bei dem Amtsgericht Mettmann die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens.
An der in Inzucht, Betrug, Korruption schwelgenden rechtswissenschaftlichen
Fakultät wird die Introducción al Derecho Mercantil Español bietende
Gastdozentin aus Alcalá de Henares als langweilige Ziege eingestuft.
2003-06-19 Nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Tätigwerden eines Maklers für beide
Seiten als Nachweismakler oder für eine Seite als Vermittlungsmakler und für
die andere Seite als Nachweismakler rechtmäßig (III ZR 318/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine einem
Zwangsvollstreckungsmaßnehmen unterworfenen Schuldner kündigende und dadurch
Zahlungsunfähigkeit des Schuldners verursachende Bank nicht zum Ersatz von
Schaden verpflichtet (10 U 122/2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts muss trotz Streiks an den
Werkstoren Federal Moguls von der IG Metall ein mindestens drei Meter breiter
Durchfahrtsstreifen freigehalten werden.
BMW muss Teile der Kraftfahrzeugfertigung wegen streikbedingter
Zulieferungslücken vorübergehend schließen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Marokkos ist die Haftstrafe
Ali Lmrabets wegen Majestätsbeleidigung ohne Begründung von vier Jahren auf
drei Jahre verringert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Australiens dürfen
nichtasylfähige, unabschiebbare Kinder nicht auf unbestimmte Zeit in
Internierungslagern für Flüchtlinge festgehalten werden.
Nach einer Aussendung der Regierung der Tschechischen Republik ist die Vertreibung
der Deutschen am Ende des zweiten Weltkriegs aus heutiger Sicht unannehmbar.
Die Europäische Kommission leitet gegen Topps ein Kartellverfahren wegen
unlauterer Geschäftspraktiken bei dem Verkauf von Pokemonfiguren ein.
Microsoft verklagt 15 Versender unerwünschter e-mails.
Nach dem Marktwert größte Unternehmen der Welt sind General Electric, Pfizer
und Microsoft.
Anneli Jäätteenmäki tritt wegen eines im Wahlkampf verwendeten Geheimpapiers
als Ministerpräsidentin Finnlands zurück.
Christine Weber tritt als Sozialministerin Sachsens wegen eines umstrittenen
Fluthilfeausgleichsantrags zurück.
Michel Friedman legt Beschwerde gegen die Entnahme einer Haarprobe wegen
Rauschgiftmissbrauchsverdachts ein.
In Belgien sind Anzeigen gegen George Walker Bush und Tony Blair wegen des
Irakkriegs eingegangen.
Nestlé soll gewöhnliches Grundwasser nach starker Behandlung als Quellwasser
verkauft haben.
2003-06-18 Nach Entscheidungen des
Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Kündigung eines vor dem 1. September
2001 geschlossenen Mietvertrags nur zu den (mittels allgemeiner
Geschäftsbedingung) vertraglich vereinbarten (, den damaligen Gesetzeswortlaut
wiederholenden) Kündigungsfristen zulässig (VIII ZR 240/2002 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die auf eine
nicht bestandskräftige Zulässigkeitserklärung nach § 9 III 1 Mutterschutzgesetz
gestützte Kündigung einer Schwangeren zulässig (2 AZR 245/2002 17. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands umfasst
Kündigungsfrist nur die tarifvertragliche Mindestkündigungsfrist und nicht die
tatsächliche Zeitspanne zwischen Zugang des Kündigungsschreibens und Beendigung
des Arbeitsverhältnisses (3 AZR 468/2001 22. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist das Betanken
eines geleasten Kraftfahrzeugs mittels Kreditkarte des Leasinggebers keine den
Leasinggeber zum Vorsteuerabzug berechtigende Kraftstofflieferung des
Leasinggebers an den Leasingnehmer (V R 26/2000 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist Teilnahme am
wirtschaftlichen Verkehr auch gegeben, wenn der Eigentümer Wohnungen nur an
bestimmte Personen auf deren Wunsch abgibt (III R 10/2001 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster ist ein von einer
Aktiengesellschaft eingeräumtes handelbares Optionsrecht vom Arbeitnehmer
erst bei Ausübung als Arbeitslohn zu versteuern (11 K 6754/2001 L 9. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs ist Jean-Claude
Trichet von der Anklage wegen Bilanzfälschung freigesprochen.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die grundsätzliche Unterstellung
aller Einweggetränkeverpackungen unter das Zwangspfand unabhängig vom
Unterschreiten einer bestimmten Mehrwegquote.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt Straffreiheit für
Steuerhinterziehung bei Nachzahlung der Steuer bis 31. März 2005.
Der Bundestag Deutschlands beschließt den Einsatz 350er deutscher Soldaten in
Uganda zwecks Unterstützung der Eingreiftruppe der Europäischen Union im Kongo.
Das Parlament Italiens beschließt ein Silvio Berlusconi während seiner
Tätigkeit als Ministerpräsident vor Strafverfolgung schützendes Gesetz.
Die Aktionäre der Lufthansa verweigern dem Aufsichtsrat Frank Bsirske wegen
Schädigung der Gesellschaft durch Streik die Entlastung.
2003-06-17 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Zulassungssteuer
Dänemarks für Kraftfahrzeuge von 105 bis 180 Prozent des Anschaffungswerts
(wegen Fehlens einer dänischen Kraftfahrzeugherstellung) rechtmäßig
(C-382/2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss ein Markeninhaber
beweisen, dass die Ware ursprünglich von ihm selbst oder mit seiner Zustimmung
außerhalb der Europäischen Union in den Verkehr gebracht wurde, wenn der
Inanspruchgenommene nachweisen kann, dass eine tatsächliche Gefahr der
Abschottung der nationalen Märkte besteht (C-244/2000 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands verliert der bei
fristloser Kündigung eine Abfindung (z. B. von 700 Euro) vereinbarende
Arbeitnehmer alle sonstigen bestehenden Ansprüche (z. B. aus
Kapitallebensversicherung im Rückkaufswert von 4000 Euro) (8 AZR 341/2002
12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein während
des Erziehungsurlaubs eine erziehungsgeldunschädliche Teilzeittätigkeit
ausübender Angestellter gleichen Anspruch auf eine Zuwendung wie ein nicht
tätiger Erziehungsurlauber (10 AZR 375/2002 12. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine die
vorrangige Auszahlung des Sterbegeldes an die im gemeinsamen Haushalt lebenden
Kinder vorsehende Tarifvertragsklausel nicht rechtswidrig (3 AZR 463/2001 20.
August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat ein wegen
eines Arbeitsunfalls auf eine behindertengerechte Wohnung angewiesener
Behinderter bei Bedarf auch mehrfach Anspruch auf Zuschüsse zum Umbau einer
Wohnung (B 2 U 22/2002 R 6. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist die vorzeitige
Haftentlassung Egon Krenzs abgelehnt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main trifft einen
Kraftfahrzeugführer bei einem Blutalkoholgehalt von 1,6 Promille immer eine
Mitverantwortung an einem Verkehrsunfall (17 U 220/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die Rabattaktion eines
Bekleidungshauses Würfel um deinen Rabatt nicht wettbewerbswidrig (4 U
46/2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Mainz muss ein gekündigter
Mitarbeiter bei Verlassen des Unternehmens zurückzuzahlende Schuldungskosten
(z. B. 2800 Euro) nicht zurückzahlen (3 Ca 3070/2002).
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder beschließt die Kündigung der
Tarifverträge über Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld der Angestellten des
öffentlichen Dienstes.
Die Bürgerkriegsparteien Liberias vereinbaren einen Waffenstillstand.
Die Wienerwald AG beantragt vor dem Amtsgericht München die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens.
2003-06-16 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet im Zweifel
eine Vereinbarung des Konkursverwalters über die Vermögen mehrerer einen
Gemeinschaftsbetrieb führender Unternehmen mit dem Betriebsrat nicht die
gesamtschuldnerische Haftung der Konkursmassen aller Unternehmen für
Sozialplanabfindungen (1 AZR 632/2001 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf ein
Funktionär des verbotenen Kalifatsstaats wegen Gefährdung der freiheitlichen
demokratischen Grundordnung und der Sicherheit Deutschlands ausgewiesen werden
(1 S 254/2002 7. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen kann eine Betroffene
mangels Anspruchsgrundlage nicht die Entfernung der Würdigung ihres Engagements
als Vertreterin der Frauenbeauftragten aus einer dienstlichen Beurteilung
verlangen (1 UE 571/2002 3. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen gelten die ein
Beteiligungsverbot rechtfertigenden Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes
nicht auch für Beteiligungen an Rückversicherungsunternehmen (z. B.
Gerling-Konzern Globale Rückversicherungs AG) (6 TG 951/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist der Antrag der
Universität Essen auf Nichtbesetzung der Stelle des Gründungsrektors der
Universität Duisburg-Essen bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren
zurückgewiesen (8 B 640/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin kann, wer (z. B. eine
Bankfachwirtin) seine Widerspruchsbegründung (z. B. gegen einen Bescheid auf
Rückzahlung von Bundesausbildungsförderungsgesetzleistungen) selbst abfassen
kann, wegen Rechtsmissbrauchs nicht erzwingen, dass eine Behörde einen
Widerspruch gegen einen Verwaltungsakt durch Niederschrift zu Protokoll (z. B.
von vier Stunden Dauer mit herabsetzenden Äußerungen) aufnimmt (5 A 295/2003
10. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika müssen Universal Music, Sony Music, Warner Music, BMG Music, Emi Group
und Musicland Stores 75,7 Millionen Dollar wegen überhöhter Preise zahlen.
Mit Stimmenmehrheit spricht sich die internationale Walfangkommission für einen
stärkeren Schutz der Wale aus.
Luis Moreno Ocampo aus Argentinien wird als Chefankläger des internationalen
Strafgerichtshofs von Den Haag vereidigt.
In Italien scheitern Volksabstimmungen über Kündigungsschutz in Kleinbetrieben
und Durchleitung von Strom und Gas an zu geringer Beteiligung.
Michael Jaffé wird Aufsichtsratsvorsitzender, Hans-Joachim Mertens und Oliver
Wilken werden Aufsichtsräte von Pro Sieben Sat. 1.
2003-06-15 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht Art. 28 EG einer
nationalen Regelung (z. B. in Deutschland) entgegen, wonach das Erlöschen der
Zulassung für ein Bezugsarzneimittel auf Antrag des Inhabers (z. B. Ferring
Arzneimittel GmbH) dazu führt, dass die Parallelimportzulassung für dieses
Arzneimittel (zu Lasten z. B. von Eurim-Pharm Arzneimittel GmbH) automatisch
erlischt (C-172/2000 10. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Urteil des Bundesgerichtshofs Deutschlands vom 20. Dezember 2001 zur erlaubten
Telefonwerbung gegenüber Privaten keine unzulässige Überraschungsentscheidung
(2 BvR 710/2002 7. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Anwendung des § 288 StGB auf die Vereitelung der strafprozessualen
Rückgewinnungshilfe nach § 111b V StPO nicht verfassungswidrig (2 BvR 1513/2002
12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands scheidet, wenn der
Gesellschaftsvertrag einer Kommanditgesellschaft zulässigerweise bestimmt, dass
Kommanditist nur sein kann, wer Eigentümer einer von der Kommanditgesellschaft
bewirtschafteten Eigentumswohnung ist, der Kommanditist mit der Veräußerung
seiner Wohnung automatisch aus der Gesellschaft aus (II ZR 4/2001 24. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein
Urteil nicht mit Gründen versehen, wenn die angeführten Gründe rational nicht
nachvollziehbar, sachlich inhaltslos oder sonst irgendwie völlig unzureichend
sind, und bindet die materielle Rechtskraft einer vorgreiflichen Entscheidung
auch dann, wenn sie in demselben Verwaltungsstreitverfahren eingetreten ist (2
C 25/2001 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann bei einem
wesentlich theoretische komplexe Problemlösungen erarbeitenden Ingenieur ein
häusliches Arbeitszimmer auch dann den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit
bilden, wenn die Betreuung von Kunden im Außendienst ebenfalls zu seinen
Aufgaben gehört (VI R 28/2002 13. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands bildet bei einer
wesentlich im Außendienst arbeitenden Produkt- und Fachberaterin ein häusliches
Arbeitszimmer auch dann nicht den Mittelpunkt der beruflichen Betätigung, wenn
die dort verrichteten Tätigkeiten zur Erfüllung der übertragenen Aufgaben
notwendig sind (VI R 81/2001 13. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs kann bei einem zur Überwachung von
Mitarbeitern und zur Betreuung von Großkunden auch im Außendienst tätigen
Verkaufsleiter das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der beruflichen
Betätigung bilden, wenn er dort die für seinen Beruf wesentlichen Leistungen
erbringt (VI R 104/2001 13. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Obersten Bayerischen Landesgerichts ist der
Tatrichter nicht verpflichtet, Ausführungen darüber zu machen, dass ein
Zeitablauf von 20 Minuten zwischen Trinkende und Atemalkoholmessung eingehalten
worden ist (1 ObOWi 9/2003 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist bei Verwerfung des
Einspruchs gegen ein Versäumnisurteil durch Beschluss eines Einzelrichters des
Landgerichts der Verwerfungsbeschluss durch den Einzelrichter des
Berufungsgerichts aufzuheben und die Sache zur erneuten Entscheidung
zurückzuverweisen (2 W 5/2003 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main handelt grob
fahrlässig, wer Reiseschecks in einem Aktenkoffer unter dem mit einem
Kleidungsstück abgedeckten Sitz eines auf öffentlichem Gelände abgestellten
Fahrzeugs aufbewahrt und kann ein Kunde von einer Emittentin so lange nicht
Rückerstattung des auf einen künftigen Aufwendungsersatzanspruch geleisteten
Vorschusses verlangen, wie die Verjährungsfrist für die in den (gestohlenen,
auch über einen längeren Zeitraum nach der Tat nicht eingelösten) Reiseschecks
dokumentierten Zahlungsansprüche läuft (10 U 30/2002 17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main sind bei einem
erstmalig wegen einer Anlasstat straffällig gewordenen Täter ganz besonders
strenge Anforderungen an die Annahme seiner weiteren Gefährlichkeit (als
Voraussetzung eines Berufsverbots) zu stellen (3 Ws 593/2002 25. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim bestimmen sich die
zulässigen Rechtsmittel gegen eine richterliche Durchsuchungsanordnung im
vereinsrechtlichen Ermittlungsverfahren nach der Verwaltungsgerichtsordnung (1
S 10/2002 14. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kann die (an
Krankhaftes grenzende) Furcht einer muslimischen Schülerin, sich auf einer
Klassenfahrt (ohne männliche Begleitung) nicht glaubensgerecht verhalten zu
können, eine Nichtteilnahme an der Klassenfahrt rechtfertigen (19 B 99/2002 17.
Januar 2002).
2003-06-14 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands müssen in einem
richterlichen Durchsuchungsbeschluss Indiztatsachen zur Belegung des
Anfangsverdachts nicht notwendigerweise genannt werden, wenn eine Begrenzung
der Vollziehung der Maßnahme im Übrigen gewährleistet ist, und können zunächst
bestehende Mängel bei der Prüfung der Verdachtslage durch eine nachträgliche Entscheidung
des Beschwerdegerichts geheilt werden (2 BvR 358/2003 28. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen im
Zusammenhang mit einem Anlageprojekt stehende, einem Gründungsgesellschafter
gewährte Sondervorteile in einem Emissionsprojekt eines geschlossenen
Immobilienfonds auch dann offengelegt werden, wenn sie bereits vor dem Beitritt
eines Anlegers erfolgt sind (II ZR 160/2002 7. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist eine der Freizeitgestaltung
der Familie gewidmete Motoryacht (z. B. im Wert von 42000 Euro) Hausrat (10 ATf
2/2003 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf ein
Unterhaltsverpflichteter erst dann selbständiger Unternehmer werden, wenn er seine
Unterhaltsleistungsfähigkeit angemessen abgesichert hat (11 WF 425/2002 18.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg kann eine während der
Strafhaft eines Ehegatten vom anderen Ehegatte erworbene Rentenanwartschaft vom
Versorgungsausgleich ausgeschlossen sein (7 UF 3691/2002 27. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist ein
rechtsanwaltlich nicht vertretener, rechtsunkundiger (schwerhöriger)
Angeklagter bei einer Verurteilung nach mündlicher Rechtsmittelbelehrung auch
durch Aushändigung eines Merkblattes zu belehren (1 Ws 72/20023 28. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Königstein im Taunus kann bei einer
mangels Durchführung des außergerichtlichen Schlichtungsverfahrens unzulässigen
Klage das Ruhen des Verfahrens bis zum Abschluss des bereits beantragten
Schlichtungsverfahrens angeordnet werden (21 C 491/2002 [12] 12. Mai 2003).
Köbler, Gerhard, Juristisches Wörterbuch, 12. A. 2003
Slizyk, Andreas, Guter Rat zum Schmerzensgeld, 2. A. 2003
Grziwotz, Herbert, Beratungshandbuch Lebenspartnerschaft, 2003
WTO-Handbuch, hg. v. Prieß, Hans-Joachim/Berrisch, Georg M., 2003
Schüren, Peter, Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, 2. A. 2003
Sozialgesetzbuch – Allgemeiner Teil, hg. v. Krahmer, Utz, 2003
Buchner, Herbert/Becker, Ulrich, Mutterschutzgesetz,
Bundeserziehungsgeldgesetz, 7. A. 2003
Handbuch des europäischen Beihilfenrechts, hg. v. Heidenhain, M., 2003
Kleine-Cosack, Michael, Bundesrechtsanwaltsordnung, 4. A. 2003
Rönnau, Thomas, Vermögensabschöpfung in der Praxis, 2003
IStR-Jahrestagung 2003 Berlin 25. September 2003-26. September 2003
Steigenberger http://www.beck-seminare.de
Die Stimmberechtigen der Tschechei stimmen mit klarer Mehrheit (77 Prozent) für
einen Beitritt zur Europäischen Union.
Ludwig Huber gestorben.
2003-06-13 Dem
Stern ist nicht die Behauptung untersagt, Rudolf Scharping sei durch Geschenke
Moritz Hunzingers politisch beeinflusst worden.
Der von der Europäischen Union eingesetzte Konvent einigt sich auf den Entwurf
einer Verfassung mit einem zweieinhalb Jahre tätigen Ratspräsidenten, einem
Außenminister und nicht stimmberechtigten Mitgliedern der Europäischen
Kommission.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat
der Europäischen Union (z. B. Deutschland) die Steuer für ausländische Künstler
(nur) wie für inländische Künstler vom Gewinn berechnen(, nicht dagegen vom
Umsatz).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht gegen
Christian G. kein dringender Tatverdacht, so dass kein Haftbefehl zwecks
Auslieferung gegen den in Paris festgenommen mutmaßlichen Terroristen erlassen
werden kann.
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet der Verlust
einer Anwartschaft auf eine betriebliche Altersversorgung im Rahmen der
gerichtlichen Beendigung eines Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer
Abfindung keinen (zusätzlichen) Schadensersatzanspruch (8 AZR 341/2002 12. Juni
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschland ist auch für
bisher nicht Gegenstände einer Klage oder eines Prozesskostenhilfeverfahrens
darstellende, in einem gerichtlichen Vergleich mitverglichene Streitgegenstände
die erhöhte Vergleichsgebühr zu zahlen (2 AZB 18/2002 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die für ein
außerbetrieblich genutztes Wirtschaftsgut des Betriebsvermögens erbrachten, den
Teilwert des Wirtschaftsguts substanziell erhöhenden Erhaltungsaufwendungen
über einen Zeitraum von zehn Jahren den laufenden Kosten für das Wirtschaftsgut
hinzuzurechnen (IV R 45/2000 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen kann
die Stadt Voerde nicht wegen Gefahr für die Sicherheit der Rheindeiche die
Einstellung des Kohlebergbaus unter dem Rhein durch die Deutsche Steinkohle AG
verlangen (21 B 1050/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen ist
eine Aufnahme eines Kredits für die Einrichtung eines Museums durch eine
Industrie- und Handelskammer (zu Lasten der Kammermitglieder) unzulässig (8 A
4281/2002 12. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen hat ein
Mitglied der Vollversammlung einer Industrie- und Handelskammer Anspruch auf
Einsichtnahme in einen Bericht der Rechnungsprüfungsstelle (8 A 4282/2002 12.
Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg kann ein Vergleich
nur bei dem im Vergleichsverfahren vereinbarten Gericht fristwahrend widerrufen
werden (5 Sa 629/2002 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz schließt von
Eltern eines wegen geistiger Behinderung weder lesen noch schreiben könnenden
Arbeitslosen für den Fall ihres Todes in seinem Namen kurzfristig angelegtes
Geld als Schonvermögen einen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe nicht aus (L 1 AL
45/2001 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen kann ein den Ratgeber
für alle Lohnsteuerzahler als Anlage zur Lohnsteuerkarte empfangender
Steuerpflichtige keine Wiedereinsetzung in die Ausschlussfrist des § 46 II Nr.
8 EStG verlangen (VI B 75/2003 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II ist ein österreichischer
Unternehmer wegen Einschleusens und unerlaubter Beschäftigung von Fernfahrern
in 3427 Fällen zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Offenburg ist ein den Hinauswurf eines
betrunkenen Fahrgasts durch andere betrunkene Fahrgäste aus seinem Taxi
zulassender Taxifahrer wegen fahrlässig verursachter Tötung des in ein Auto
laufenden Hinausgeworfenen zu einer Geldstrafe verurteilt (1 Ks 10 Js 3709/2000
12 Juli 2002).
Media! AG München beantragt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Großbritannien schafft das Amt des Lordkanzlers (Richter, Regierungsmitglied
und Abgeordneter des Oberhauses in einer Person) ab.
2003-06-12 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann wegen der
Versammlungsfreiheit und der Meinungsfreiheit ein Frachtunternehmer keinen
Schadensersatz dafür erlangen, dass eine Autobahn (z. B. in Tirol) durch eine
behördlich genehmigte, rechtzeitig angekündigte Demonstration blockiert wird.
Nach einer mehrheitlich getroffenen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte muss Deutschland 15000 Euro Schadensersatz und 2500 Euro
Auslagenersatz zahlen, weil es von einem 1948 als Mann geborenen Menschen einen
Nachweis über die medizinische Notwendigkeit einer Operation für die Umwandlung
zur Frau als Voraussetzung für die Erstattung der Behandlungskosten verlangt
hat.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Anpassung
der Zusatzversorgung durch die Deutsche Post nach dem Maßstab der
Lebenshaltungskosten rechtmäßig (IV ZV 158/2002 11. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet der
Anspruch des Mieters auf Herstellung des gebrauchsgeeigneten Zustands der
Mietsache im Insolvenzverfahren über das Vermögen des Vermieters bei fortdauerndem
Mietverhältnis eine Masseschuld (IX ZR 163/2002 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Makler
einen erkennbar daran interessierten Kunden über sein Wissen von den
Vermögensverhältnissen eines möglichen gewerblichen Mieters aufklären (V ZR
389/2001 31. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein auf
Grund einer Gesamtzusage des Jahres 1972 den Arbeitnehmern freiwillig
übertarifliches Urlaubsgeld zahlender Arbeitgeber eine Kürzung auf das
Tarifniveau nicht durch Aushang vornehmen (9 AZR 546/2001 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein im
Beschwerdeverfahren nach § 17a IV GVG ergangener Rückverweisungsbeschluss an
das Arbeitsgericht unzulässig und unwirksam (5 AZB 37/2002 17. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist trotz des
Wegfalls von § 1304b RVO als Ermächtigungsgrundlage der
Versorgungsausgleichserstattungsverordnung 1980 am 31. 12. 1991 die
Versorgungsausgleichserstattungsverordnung mit § 225 I SGB VI wirksame
Rechtsgrundlage für die Erstattung aller den Rentenversicherungsträgern bis zum
31. 12. 2000 entstandenen Aufwendungen (B 13 RJ 29/2002 R 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die
Abrechnung der Krankenhausaufenthaltskosten eines Versicherten gegenüber dem
Krankenhausträger nach den Fallpauschalenkatalogen durchzuführen (B 3 KR
25/2002 R 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann ein Anspruch auf
Änderung einer in der Teilungserklärung für ein Teileigentum als Büroraum
festgelegten Nutzungsbestimmung gegeben sein, wenn eine tatsächliche
Möglichkeit der Nutzung des Teileigentums als Büroraum nicht besteht und die
Nutzung als Wohnraum die übrigen Wohnungseigentümer nicht zusätzlich
beeinträchtigt (3 Wx 381/2002 24. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg hat ein Rundfunksender
(z. B. Radio Hamburg) kein Recht auf kostenlose Übertragung (z. B. von fünf
Sendeminuten) eines Fußballspiels aus einem Stadion eines Bundesligavereins (5
U 67/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln ist nach dem
Meistbegünstigungsgrundsatz die sofortige Beschwerde gegen die Verwerfung eines
verspäteten Einspruchs durch Beschluss des Arbeitsgerichts (statt durch Urteil)
zulässig (7 Ta 229-2002 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln ist bei Inanspruchnahme
der vorgezogenen gesetzlichen Rente und der vorgezogenen Betriebsrente durch
einen vor Erreichen der Altersgrenze ausgeschiedenen Arbeitnehmer die
Betriebsrente doppelt kürzbar (7 [6] Sa 874/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz kann der eine
Niederlassung des Unternehmens schließende Arbeitgeber auf Grund seines
Direktionsrechts Arbeitnehmer in andere Filialen versetzen (6 Sa 830/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier kann ein seine EC-Karte an einem
allgemein zugänglichen Ort (z. B. in der Handtasche im Aufenthaltsraum einer
Arbeitsstelle) aufbewahrender Kunde bei Diebstahl nicht Schadensersatz von der
auszahlenden Bank verlangen (3 S 125/2002 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist Samuel Waksal wegen Bilanzvergehen zu sein Jahren und drei Monaten
Haft und einer hohen Geldstrafe verurteilt.
Die Europäische Kommission stimmt dem Zusammenschluss zwischen dm größten
Stromerzeugerverbund Österreichs und der Energie Allianz unter Auflagen zu.
Helmut Geiger 75.
2003-06-11 Nach
Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die gesetzliche
Verpflichtung von Energieversorgungsunternehmen zur Abnahme von Strom aus
erneuerbaren Energien zu festgelegten Mindestpreisen rechtmäßig (VIII ZR
160/2002 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Berufungsschrift nicht wegen des Fehlens des Verkündungsdatums des
angefochtenen Urteils unwirksam, wenn das Berufungsgericht durch Beiziehung der
Akten das angefochtene Urteil zweifelsfrei feststellen kann (III ZB 94/2002 24.
April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein unwirksam
fristlos gekündigter Handelsvertreter wegen unerlaubten Wettbewerbs wirksam
fristlos gekündigt werden (VIII ZR 197/2002 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss ein die
Durchschnittswerte anderer Ärzte bei Abrechnungen für erbrachte Leistungen (um
bis zu 700 Prozent) überschreitender Arzt (z. B. Kiefernorthopäde) Kürzungen
seiner Honorarforderungen hinnehmen (B 6 KA 32/2002 21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen kann ein
Ausgangsgericht einer sofortigen Beschwerden nur bei Zulässigkeit (z. B.
Fristgemäßheit) des Rechtsmittels abhelfen (6 W 130/2003 20. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
privater Rundfunkveranstalter hinsichtlich seiner für seine inhaltliche Arbeit
genutzten Geräte rundfunkgebührenfrei (12 A 10502/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz kann die
Gemeinde Altrip an Abwassergruben für ihr Naherholungsgebiet Blaue Adria nicht
unter Berufung auf ihr Selbstverwaltungsrecht festhalten (1 A 10036/2002 15.
Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln hat ein im Rahmen eines
Insolvenzverfahrens wirksam gekündigter Arbeitnehmer nach einem
Unternehmensverkauf keinen Fortsetzungsanspruch oder Wiedereinstellungsanspruch
(11 [13] Sa 593/2002 20. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg muss sich ein
Betriebsratsmitglied bei Schulungsmaßnahmen ersparte Aufwendungen auf seinen
Verpflegungskostenerstattungsanspruch anrechnen lassen (2 TaBV 24/2002 25.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Offenburg ist eine
Hausratsversicherung nicht zum Ersatz der durch das Anzünden einer Wunderkerze
verursachten Schäden verpflichtet (2 O 197/2002 17. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin war Roland Koch nicht
berechtigt, vor dem Parteispendenuntersuchungsausschuss des Bundestags die
angeordnete Beeidigung seiner Aussage zu verweigern.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist eine mündliche
Zusage seitens einer Verbandsgemeinde, einen Sportunfall eines
Gemeindebediensteten als Dienstunfall anzusehen, unwirksam (6 K 2878/2002).
Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Michel Friedman wegen
rechtswidrigen Drogenbesitzes.
Das Parlament Österreichs beschließt mehrheitlich die Abschaffung der
Frühpensionen bis 2017, das Erreichen der Höchstpension mit 45 Beitragsjahren
und die Erhöhung der Durchrechnungszeiten auf 40 Jahre bis 2028.
Sat. 1 wird (statt RTL) die Fußballspiele der Champions League für geschätzte
35 Millionen Euro pro Jahr im Fernsehen übertragen.
Die Europäische Kommission genehmigt den Zusammenschluss von Celanese AG und
Degussa AG für das Geschäft mit Oxochemikalien.
Die Europäische Kommission gewährt 15,2 Millionen Euro Beihilfe für Volkswagen
Navarra SA.
In der Region von Afar in Äthiopien sind 160000 Jahre alte Knochenreste des
modernen Menschen gefunden worden.
2003-06-10 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gehen nur
objekterhaltende oder objektverbessernde Ausgaben der Zwangsverwaltung Grundpfandrechten
bei der Aufteilung des Ertrags einer Zwangsversteigerung vor (IX ZR 106/2002
10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein während
eines Ehescheidungsverfahrens unter Eheleuten abgeschlossener Grundstückskaufvertrag
nicht schon dann sittenwidrig, wenn der Kaufpreis nur die Hälfte des
Grundstückswerts beträgt (XII ZR 142/2000 19. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der
Arbeitgeber dem Betriebsrat oder Personalrat nicht mitgeteilte Kündigungsgründe
in einem Auflösungsantrag verwerten (2 AZR 240/2001 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist der
Arbeitgeber nur für die Schulungen von Betriebsräten zur Kostentragung verpflichtet,
die mit der Tätigkeit eines Betriebsrats in unmittelbarem Zusammenhang stehen
(7 ABR 42/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine nach Erlass
des Steuerbescheids eines Umsatzsteuerschätzungsfalls innerhalb der Einspruchsfrist
eintreffende Steuererklärung des Steuerpflichtigen als Einspruch zu behandeln
(V R 87/2001 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann gegen einen
Strafverteidiger kein Ordnungsmittel (z. B. Entfernung aus der Hauptverhandlung)
verhängt werden (2 Ws 122/2003 6. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg kann das Abstellen
von Fahrrädern auf Fußgängerflächen eines Bahnhofsgeländes nicht ausnahmslos
verboten werden (12 LB 68/2003 6. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts ist eine kündigende, als
selbständige Unternehmerin allein für den bisherigen Arbeitgeber tätige
ehemalige Arbeitnehmerin nicht mehr betriebszugehörig und damit nicht mehr
rentenberechtigt (4 Sa 954/2002 7. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin sind
Rückzahlungsbescheide gegen Ärzte wegen überhöhter Arzneimittelausgaben
rechtswidrig, wenn die Ärzte nicht rechtzeitig über das zulässige
Ausgabenvolumen unterrichtet worden sind.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf die ehemalige Produzentin
Xavier Naidoos eine vor 9 Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika
hergestellte, erfolglose CD nicht unter neuem Namen in Deutschland vertreiben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf der Stern nicht
behaupten, Rudolf Scharping sei durch Geschenke Moritz Hunzingers politisch
beeinflusst worden.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln darf ein Prozessfinanzierer (z.
B. Foris AG) mangels Erlaubnis nach dem Rechtsberatungsgesetz
Vergleichsverhandlungen mit Parteien nicht ohne die Rechtsanwälte der Parteien
durchführen (81 O 78/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Wuppertal ist ein Arbeiter wegen des
Schwebebahnabsturzes in Wuppertal zu vier Monaten Haft mit Bewährung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Pfandpflicht für
Dosen rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf beweisen anonyme
eidesstattliche Versicherungen nicht Privatdarlehen für einen selbständigen
Steuerberater (17 K 7587/1999).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts München können nicht zuordenbare
Gutschriften als Betriebseinnahmen eines Rechtsanwalts eingeordnet werden (9 K
252/2001 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts München sind Entgelte für die
Unterlassung von möglicherweise Vorstand und Aufsichtsrat einer
Aktiengesellschaft beeinträchtigende Maßnahmen eines Aktionärs im Einzelfall
steuerpflichtige sonstige Einkünfte (13 K 368/2000 28. Oktober 2002).
Nach einem Datenabgleich mit Bankdaten sollen Zehntausende von Antragstellern
auf Bundesausbildungsförderung Deutschlands ihre Vermögensverhältnisse
wahrheitswidrig dargestellt haben.
Die Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen ein
gemeinsames Auslieferungs- und Rechtshilfeabkommen mit den Vereinigten Staaten
von Amerika.
Wolfgang Freiherr Marschall von Bieberstein 4. August 1928-10. Juni 2003.
2003-06-09 Die
Bevölkerung Polens stimmt bei einer Beteiligung von 57 Prozent der
Abstimmungsberechtigten mit klarer Mehrheit dem Beitritt zur Europäischen Union
zu.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf Metro ein
Poster des Wiener Hundertwasserhauses nicht ohne Zustimmung des Urhebers
vertreiben, weil es nach einem Foto aus einer öffentlich nicht zugänglichen
Wohnung hergestellt ist und somit nicht auf der sog. Panoramafreiheit beruht (I
ZR 192/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands endet die
Versicherungsfreiheit nicht ohne Weiteres bei Fortsetzung des Studiums zur
Notenverbesserung nach Bestehen der ersten juristischen Staatsprüfung (9 AZR
306/2000 20. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist der erste
vereinbarte Arbeitstag in die Berechnung einer vertraglich vereinbarten
Probezeit einzubeziehen (2 AZR 382/2001 27. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg kann auf
einen auf Zulassung zum Studium außerhalb der festgesetzten Kapazität gerichteten
Antrag kein Studienplatz zuerkannt werden, der bereits Gegenstand des
Vergabeverfahrens der zentralen Vergabestelle gewesen ist (NC 9 45/2002 31.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München sind die
Voraussetzungen für die zwangsweise Erhebung einer Rundfunkgebühr von jedem ein
Rundfunkgerät zum Empfang Bereithaltenden nach wie vor gegeben (M 6a K
2545/2001 15. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Osnabrück ist die Versagung der
Erstattung von Reisekosten für ein Vorstellungsgespräch vor der mündlichen
Prüfung in der zweiten juristischen Staatsprüfung rechtswidrig (3 A 60/2001 12.
März 2003).
Nach Ansicht des Verteidigungsministers der Vereinigten Staaten von Amerika
kann aus der Nichtauffindung von Massenvernichtungswaffen im Irak nicht auf
deren Nichtvorhandensein geschlossen werden, weil auch trotz Nichtauffindung
Saddam Husseins dessen Nichtexistenz nicht bewiesen ist.
Nach Ansicht des Finanzministers Großbritanniens sind die wirtschaftlichen Umstände
Großbritanniens derzeit für einen Beitritt zur Europäischen Währungsunion nicht
geeignet.
Das Versandhaus Karstadt Quelle beginnt mit dem Kraftfahrzeughandel mit bis zu
22 Prozent Nachlass gegenüber dem Listenpreis.
Gerd Kühborth 24. Januar 1958-9. Juni 2003.
2003-06-08 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein Mitgliedstaat nach
seinem Belieben und unter den von ihm festgelegten Voraussetzungen eine Marke (z.
B. Robeco) gegenüber der Verwendung eines Zeichens zu anderen Zwecken als der
Unterscheidung von Waren oder Dienstleistungen schützen, wenn die Benutzung
dieses Zeichens die Unterscheidungskraft oder Wertschätzung der Marke ohne
rechtfertigenden Grund in unlauterer Weise ausnutzt oder beeinträchtigt (z. B.
Robelco) (C-3/2001 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Grundrecht auf rechtliches Gehör verletzt, wenn ein Zivilgericht eine Klage auf
Zahlung einer Lizenzgebühr (z. B. für die Verwendung eines Bildes auf
Zündholzbriefchen) der Höhe nach zum überwiegenden Teil abweist, ohne wegen der
Höhe der angemessenen Lizenzgebühr Beweis durch Einholung eines
Sachverständigengutachtens zu erheben (1 BvR 2116/2001 25. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf einem
rechtsuchenden, bei der Wahrung von Fristen auf die eindeutige Rechtsprechung
eines obersten Bundesgerichts (z. B. des Bundesgerichtshofs) vertrauenden Bürger
eine zu seinem Nachteil abweichende Rechtsprechung eines anderen,
Verfahrensvorschriften strenger handhabenden Gerichts (z. B. des
Oberverwaltungsgerichts Lüneburg) nur vorgehalten werden, wenn er mit einer
solchen rechnen musste (1 BvR 1419/2001 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hängt die
Zuständigkeit des Oberlandesgerichts für Berufungen und Beschwerden gegen
Entscheidungen des Amtsgerichts nach § 119 I Nr. 1b GVG hängt nicht davon ab,
ob es im Einzelfall auf internationales Recht ankommt (IV ZB 31/2002 19.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der
Anwendung des minder schweren Falls nach § 30a III BtMG die Sperrwirkung der
höheren Mindeststrafe eines verdrängten Tatbestands zu beachten, sofern nicht
auch insofern ein minder schwerer Fall gegeben ist (3 StR 349/2002 13. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich der
Schutz des Markenrechts auch bei einer dreidimensionalen Marke gegen die
Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion der Marke, nicht gegen die Übernahme
ästhetischer Gestaltungsgedanken durch Mitbewerber für deren Waren (I ZR
91/2000 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
dienstliche Beurteilung eines Richters wegen Beeinträchtigung der richterlichen
Unabhängigkeit unzulässig sein, wenn Einwendungen des Richters nicht
aktenkundig gemacht worden sind (RiZ [R] 4/2001 25. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist aus einer
jahrelangen Übung zusammen veranlagter Ehegatten, wonach die Einkommensteuer
allein von einem Ehegatten gezahlt wird, (über den Tod hinaus) auf den
beiderseitigen Willen zu schließen, von einem Ausgleich nach § 426 I BGB
abzusehen (II R 23/2001 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts verletzt die
Verhängung eines Fahrverbots nach § 24 II 1, 2 StVG grundsätzlich weder das
Übermaßverbot noch den Gleichheitssatz (4 St RR 133/2002 20. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist der unter seinem
Namen ein Einzelkonto eröffnende Ehegatte alleiniger Berechtigter (2 UF 50/2001
28. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist das Recht am
Arbeitsplatz kein durch § 823 I BGB geschütztes sonstiges Recht, doch kann der
den Arbeitsplatzverlust eines andern verursachende Urkundenfälscher den
verursachten Schaden nach den §§ 823 II BGB, 187 StGB ersetzen müssen (5 U
13/2003 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Rostock hat eine ein
rechtswidriges, aber im Ergebnis mit anderer Begründung rechtmäßiges Urteil
angreifende Berufung keine Aussicht auf Erfolg (3 U 28/2003 11. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken kann eine Partei
einen Antrag auf Aufhebung einer angefochtenen Entscheidung und
Zurückverweisung der Sache an das Erstgericht auch nach Ablauf der
Berufungsbegründungsfrist in der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht
stellen (1 U 653/2002 – 155 19. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern erfordert eine auf
Grund eines Sondervotums von einem Berufungsvorschlag (z. B. für politische
Wissenschaft) universitärer Gremien abweichende Auswahlentscheidung eine
besonders intensive Auseinandersetzung und Abwägung mit den
fachwissenschaftlichen Kriterien, dem Berufungsvorschlag und den Stellungnahmen
der Gutachter (7 CE 1902/2002 4. November 2002).
2003-06-07 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfasst der
Auflassungsanspruch aus Art. 233 § 11 III 1 EGBGB nicht einen später
hinzuerworbenen Miteigentumsanteil (V ZR 156/2002 28. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss die Zulassungsbeschwerdebegründung
(nach § 543 II 1 Nr. 1 ZPO) auf die Klärungsbedürftigkeit einer bestimmten
Rechtsfrage und ihre über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung eingehen und
ist die Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung insbesondere
zuzulassen, wenn das Berufungsurteil auf einer Verletzung des Gleichheitssatzes
in seiner Ausprägung als Willkürverbot oder auf einer Verletzung der
Verfahrensgrundrechte des Beschwerdeführers beruht (V ZR 291/2002 27. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands stellt die
Auszahlung eines überhöhten Rücknahmepreises an den Inhaber von
Investmentanteilen gegen Rückgabe seiner Anteilscheine für das einlösende
Kreditinstitut keinen unbeachtlichen Kalkulationsirrtum dar, wenn in den Geschäftsbedingungen
des Investmentfonds bereits vorab eine Regelung über die Höhe des
Rücknahmepreises getroffen worden ist (XI ZR 224/2002 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigt eine
nachträglich festgestellte medizinische Notwendigkeit einen ohne erforderliche
Einwilligung vorgenommenen Eingriff eines Arztes in den Körper eines Patienten
grundsätzlich nicht (VI ZR 266/2002 18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht ein
Anspruch auf Zahlung von Überziehungszinsen nach Ablauf eines Kreditvertrags
und (stillschweigender) Vereinbarung der Weitergeltung nur, wenn und soweit die
Inanspruchnahme des Kredits durch den eingeräumten Kreditrahmen nicht gedeckt
ist (XI ZR 202/2002 18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Ferienparkbetriebsrecht Inhalt einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit
sein (V ZR 304/2002 14. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst die
Rechtswahlvereinbarung zu Gunsten des deutschen materiellen
Schuldvertragsrechts in einem Architektenvertrag oder einem Ingenieurvertrag
nicht das öffentlichrechtliche Preisrecht der HOAI (VII ZR 169/2002 27. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands besteht ein
Rechtsschutzinteresse für eine Klage auf Änderung einer dienstlichen
Beurteilung auch nach einer erneuten dienstlichen Beurteilung und
anschließender Beförderung (2 C 31/2001 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands müssen die eine
den Betriebszwecken dienliche weitere Zusammenarbeit nicht erwarten lassenden
Gründe nicht im Verhalten des Arbeitnehmers liegen (2 AZR 240/2001 10. Oktober
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann eine
Wiederholungsgefahr für die Verwendung rechtswidriger allgemeiner
Geschäftsbedingungen unter Umständen auch ohne Abgabe einer strafbewehrten
Unterlassungserklärung entfallen (12 U 210/2002 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss das Oberlandesgericht
nach fälschlicher Einlegung der Berufung beim Landgericht, dortiger Verhandlung
in der Sache und Verweisung an das Oberlandesgericht selbständig über die
Zulässigkeit entscheiden (und sie gegebenenfalls verneinen) (16 U 69/2002 28.
Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig ist für
Schadensersatzansprüche wegen Nichterfüllung titulierter Ansprüche auf
Herausgabe von Hausrat das Familiengericht zuständig (2 W 220/2002 6. Januar
2003).
Winkler, Karl, Beurkundungsgesetz, 15. A. 2003
Klunzinger, Eugen, Übungen im Privatrecht, 8. A. 2003
Hüffer, Uwe. Gesellschaftsrecht, 6. A. 2003
Reiserer, Kerstin/Freckmann, Anke, Freie Mitarbeit und Mini-Jobs nach der
Hartz-Reform, 2003
Thümmel, Roderich C., Persönliche Haftung von Managern und Aufsichtsräten, 3.
A. 2003
Roniger, Rainer/Hemetsberger, Walburga, KFZ-Vertrieb neu, 2003
Keidel, Theodor/Krafka, Alexander/Willer, Heinz, Registerrecht, 6. A. 2003
2003-06-06 Der
Bundestag Deutschlands ratifiziert den 3 Millionen Euro jährlich zusagenden
Vertrag mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands hat der
Gesetzgeber bei der Ausgestaltung der Pflegeversicherung besonders große
Gestaltungsfreiheit und darf einen abschließenden Katalog von Verrichtungen
festlegen, an Hand dessen die Pflegekassen entscheiden, ob ein Versicherter
pflegebedürftig ist und Leistungen erhält und in welche der drei Pflegestufen
er eingestuft wird, wobei der für eine allgemeine Beaufsichtigung notwendige
Zeitaufwand nicht berücksichtigt werden muss (1 BvR 452/1999, 1 BvR 1077/2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ist die Universität
München wegen der erheblichen Missbrauchsgefahr nicht zur Zustimmung zu einem
Studienplatztausch zweier Studenten der Universitäten München und Göttingen
verpflichtet.
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Augsburg ist Alfons Schuhbeck
durch Strafbefehl wegen Inverkehrbringens falscher Wertpapiere zu drei Monaten
haft und 5000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Juliane Kokott soll als Nachfolgerin Siegbert Albers (6. Oktober 2003)
Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof werden.
Christian Baldus wechselt von Köln nach Heidelberg.
Ulrich Burgard wechselt von Darmstadt nach Magdeburg.
Horst Eidenmüller wechselt von Münster nach München.
Richard Giesch wechselt von Darmstadt nach Gießen.
Stefan Huster wechselt von Heidelberg nach Hagen.
Rüdiger Krause wechselt nach Erlangen-Nürnberg.
Hans Kudlich wechselt von München an die Bucerius Law School in Hamburg.
Joachim Lege wechselt von Dresden nach Greifswald.
Peter Jung wird in Halle-Wittenberg Professor für bürgerliches Recht, deutsches
und europäisches Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht sowie
Rechtsvergleichung.
Christian Fahl wird in Passau für Strafrecht, Strafprozessrecht und
Jugendstrafrecht habilitiert.
Sechs Manager Xeroxs zahlen nach einem außergerichtlichen Vergleich 22
Millionen Dollar wegen Bilanzbetrugs.
Klaus Mangold 60.
2003-06-05 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bleibt der zur
Herstellung eines Mietobjekts verpflichtete, das Grundstück danach an einen es
bebauenden und anderweitig vermietenden Dritten veräußernde Erstvermieter dem
Erstmieter zur Besitzverschaffung verpflichtet (XII ZR 18/2000 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann einer Partei
das Verschulden eines in der Sozietät ihres Prozessbevollmächtigten
angestellten Rechtsanwalts auch zugerechnet werden, wenn der Rechtsanwalt bei
dem Gericht nicht zugelassen ist (VI ZB 55/2002 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist
Bereitschaftsdienst in Krankenhäusern Arbeitszeit, wenn bei Einhaltung einer elfstündigen
Ruhepause eine Wochenarbeitszeit von 48 Stunden erfüllt ist (6 AZR 114/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands berechtigt ein
Eingliederungszuschuss für einen älteren Arbeitnehmer den Arbeitgeber nicht zur
Befristung des Arbeitsverhältnisses (7 AZR 489/2002 4. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden muss eine
Zurückverweisung nach § 629b I ZPO erfolgen, wenn für die Einigung von
Eheleuten über einen Versorgungsausgleich die erforderliche Genehmigung des
Familiengerichts fehlt (10 UF 789/2002 17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin ist ein Richter am Amtsgericht
Brandenburg wegen Gewaltanwendung auf einer Party des von ihm betriebenen
Swingerclubs zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hat ein Eigentümer eines
bei Tumulten in Berlin am 1. Mai 1997 zerstörten Personenkraftwagens nach dem
Tumultschadensgesetz einen Anspruch auf Schadensersatz (4755 Euro) gegen das Land
Berlin (1 A 416/1999).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen hängt die Gewährung
eines Haushaltsfreibetrags nicht vom tatsächlichen Aufenthaltsort eines Kindes
ab, sondern nur von seiner ordnungsgemäßen rechtzeitigen öffentlichrechtlichen
Meldung (9 K 455/1999 5. März 2003).
Dieter Althaus wird als Nachfolger Bernhard Vogels Ministerpräsident
Thüringens.
Jürgen W. Möllemann stirbt bei einem Fallschirmabsprung unmittelbar nach
Aufhebung seiner Immunität als Abgeordneter und dem Beginn von Durchsuchungen
seiner Räume durch die Staatsanwaltschaft.
Der Bundestag Deutschlands stimmt dem Beitritt Estlands, Lettlands, Litauens,
der Slowakei, Sloweniens, Bulgariens und Rumäniens zur Nordatlantischen
Verteidigungsorganisation zu.
Der Bundestag Deutschlands beschließt ein Gesetz zum Schutz gegen Missbrauch
von 0190-Telefonnummern.
In Bayern erreicht ein Volksbegehren für Aufnahme eines Klonverbots in die
Verfassung nicht die erforderliche Stimmenzahl.
AOL Time Warner verkauft seine Buchabteilung nicht (an Bertelsmann).Antonius
Eitel 70.
2003-06-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine durch
Täuschung (z. B. Verschweigung eines laufenden Ermittlungsverfahrens wegen Betrugs)
erlangte Einbürgerung (z. B. eines Österreichers in Deutschland) zurückgenommen
werden (1 C 19/2002 3. Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Weitergabe von Arbeitnehmerdaten durch einen Betriebsrat auch ohne Zustimmung
des Betroffenen rechtmäßig, wenn sie zur Wahrung der berechtigten Interessen
des Betriebsrats oder der Aufsichtsbehörde erforderlich ist (1 ABR 19/2002 3.
Juni 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein als
Rechtsmittelgericht über eine sofortige Beschwerde entscheidendes
Landesarbeitsgericht die Rechtsbeschwerde gegen verfahrensbegleitende
Beschlüsse auch im arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren zulassen (1 AZB
53/2002 28. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind einmalige
Entgelte aus früherer Berufstätigkeit auch bei Zahlung von Unterhaltsgeld nach
Bezug von Arbeitslosenhilfe in der Bemessungsgrundlage zu berücksichtigen (B 11
AL 45/2002 R 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands darf der
gemeinsame Vorwegabzug zusammenveranlagter Ehegatten für Vorsorgeaufwendungen
nicht um 16 Prozent des Arbeitslohns eines Ehegatten gekürzt werden, wenn
dieser Ehegatte weder sozialversicherungspflichtig war noch ein
Anwartschaftsrecht auf eine Altersvorsorge ohne eigene Beitragsleistung
erworben hat (XI B 226/2002 14. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist eine
sachlich-informative freistehende Werbetafel eines Arzts rechtmäßig (LBGH A
11762/2002 17. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln kann ein den
Kreditrahmen eines Kunden gegenüber der Bank mit einer Ausfallbürgschaft
absichernder Kundenberater der Bank die Bürgschaftserklärung nicht nach
Haustürgeschäftswiderrufsrecht widerrufen, weil er weder als Kunde noch als
Verbraucher gehandelt hat (10 Sa 177/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster können die Kosten einer
künstlichen Befruchtung einer unverheirateten, mit einem Mann in eheähnlicher
Gemeinschaft lebenden Frau nicht vom Einkommen steuermindernd abgezogen werden
(12 K 6611/2001 E 17. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss ein Hersteller eines
fehlerhaften Produkts auch bei Einhaltung der CE-Normen für Schaden Ersatz
leisten, wenn er nicht alles objektiv Mögliche getan hat, um die Gefährlichkeit
des Produkts (z. B. eines Plastikballs) zu vermeiden (1 O 1683/2002 20. März
2003).
Der Landtag Nordrhein-Westfalens verabschiedet ein ab 1. September 2003
geltendes, die Sargpflicht aufhebendes, die Verstreuung von Asche gestattendes
und die Privatisierung von Friedhöfen zulassendes Bestattungsgesetz.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Arbeitsgerichts Italiens muss Rai die
nach Kritik an Silvio Berlusconi abgesetzte Sendung Michele Santoros wieder
senden.
Haim Saban und Kirch Media AG lösen die kürzlich geschlossenen
Übernahmeverträge (wegen Geldmangels Sabans) einvernehmlich auf.
Das Europäische Parlament stimmt der vollständigen Liberalisierung des
Energiemarkts ab 2007 zu.
Die Zahl der Sozialhilfeempfänger Deutschlands sinkt auf 2,7 Millionen.
Die Zinsabgeltungssteuer Deutschlands wird voraussichtlich am 1. Januar 2005
mit der EU-Zinsrichtlinie (Kontrollmitteilungen der Banken an Finanzämter über
Zinseinkünfte Gebietsfremder in zwölf Mitgliedstaaten, Quellensteuer auf
Zinserträge der EU-Ausländer von 15 Prozent [2005], 20 Prozent [2008] und 35
Prozent [2011] in Belgien, Luxemburg und Österreich unter dem Vorbehalt
gleichwertiger Maßnahmen der Schweiz und weiterer Drittstaaten) in Kraft
treten.
Politisches und sicherheitspolitisches Komitee der Europäischen Union
befürworten die Entsendung von Friedenstruppen der Europäischen Union (unter
humanitärer Beteiligung Deutschlands) in den Kongo.
Der Präsident Liberias ist vor dem Kriegsverbrechertribunal für Sierra Leone
wegen Kriegsverbrechen angeklagt.
Papst Johannes Paul II. tritt seine 100. Auslandsreise an (11 Prozent der
Amtszeit außerhalb der Mauern des Vatikans).
Der Priester Bernhard Kroll muss wegen verbotener Gottesdienstgemeinschaft
(gemeinsames Abendmahl mit Protestanten auf dem ökumenischen Kirchentag in
Berlin) sein Amt als Gemeindepfarrer in der Diözese Eichstätt aufgeben.
Das Schadensersatzurteil (Nr. 6735) des Kassationsgerichts Italiens vom 10. Mai
2002 (Apertsyndrom) ist unter http://www.diritto2000.it/aggiornamente/aggpenale/Cass6735respmedicofeto.html
abrufbar.
2003-06-03 Die Finanzminister der
Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich nach schonenden Zusagen für
Milchbauern Italiens auf ein Modell der Zinsabgeltungsteuer unter Wahrung des
Bankgeheimnisses dreier Mitgliedstaaten (Belgien, Luxemburg, Österreich).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland ist die
Entgegennahme einer fälligen Untermietzahlung vor Anzeige der
Masseunzulänglichkeit keine Leistungsnutzung in dem anteilig mit abgegoltenen
Zeitraum nach der Anzeige (IX ZR 101/2002 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein als Büro
eingerichtetes Dachgeschoß in einem Einfamilienhaus (statt in Höhe von 31995
DM) nur mit der Höchstgrenze von 2400 DM steuerlich abzugsfähig (VI R 156/2001
26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein im gleichen
Haus von einem anderen Vermieter gemieteter Kellerraum als Arbeitszimmer
steuerlich abzugsfähig (VI R 160/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine gegenüber
der eigenen Wohnung gemietete Wohnung in einem Mehrfamilienhaus steuerlich
nicht als Arbeitszimmer abzugsfähig (VI R 125/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein neben einer
Wohnung im Dachgeschoß im Dachfirst gemietetes Zimmer nicht als Arbeitszimmer
steuerlich abzugsfähig (VI R 124/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist
eine ein besonderes Landschaftsbild in einem Naturpark verletzende
Windkraftanlage unzulässig (8 A 10564/2003 9. Mai 2003).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis besteht kein Anspruch
auf Beihilfe zu einer intracytoplasmatischen Spermainjektion (1 R 5/2002 6. Mai
2003 6. Mai 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ist das Abstellen
eines werbenden Anhängers an einer Straße ohne Sondernutzungserlaubnis
wettbewerbsrechtswidrig (3/12 O 43/20002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück begründet eine fehlerfreie
Eingabe des Personal Identification Number-Codes nach behauptetem Diebstahl
einer Kreditkarte nicht einen Anscheinsbeweis für unsachgemäße Aufbewahrung der
Nummer durch den Kunden, weil die Nummer auch durch einfaches Ausspähen bekannt
geworden sein kann (7 S 641/2002 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück erhält der ein unbefestigtes
Bankett einer Gemeindestraße befahrende Kraftfahrzeugeigentümer von der
Gemeinde keinen Ersatz des daraus am Kraftfahrzeug entstehenden Schadens (1 O
1737/2002 21. Oktober 2002).
2003-06-02 Nach einer Entscheidung des
Europäischen Gerichtshofs sind an persönliche Schutzausrüstungen der Feuerwehr
zusätzliche Anforderungen stellende Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats (z.
B. Deutschlands) wegen Verletzung der Warenverkehrsfreiheit (trotz der
Zugehörigkeit zum Sicherheitsbereich) europarechtswidrig (C-103/2001 22. Mai
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Unternehmen für ein wettbewerbswidriges Verhalten der seine Erzeugnisse
vertreibenden Händler in Anspruch genommen werden, wenn es zumindest bedingt
vorsätzlich zu einer Lage beigetragen hat, die nach der allgemeinen
Lebenserfahrung zu einem bestimmten wettbewerbswidrigen Verhalten von Händlern
führt (I ZR 142/2000 30. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des
Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein Arbeitgeber einen sich zu
Verdachtsgründen nicht äußern wollenden Arbeitnehmer vor einer
Verdachtskündigung nicht anhören (2 AZR 424/2001 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschland ist eine
Unterhaltsleistung an einen getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten bei
der Berechnung der Arbeitslosenhilfe nicht zugunsten des Arbeitslosenhilfe
Beanspruchenden zu berücksichtigen (B 7 AL 6/2002 13. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist das Vorbeifahren
an einer mehrere Stunden an einem Grenzübergang wartenden Kraftfahrzeugschlange
ordnungswidriges Überholen (2 Ss 216/2001 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine
Verbandsgemeinde Windkraftanlagen im Wege der Flächennutzungsplanung auf
bestimmte Flächen konzentrieren (8 A 10569/2002 14. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist die Werbung Burger Kings „Ich
esse hier nicht, ich arbeite hier“ wegen Verletzung McDonald’s durch
vergleichende Werbung rechtswidrig (31 O 44/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz muss ein Sozialamt Kosten
für einen neuen Sitz in einem WC nicht tragen (1 K 1479/2002 19. Mai 2003).
Die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands (DBA) ist für einen Euro an
Rudolf Wöhrl verkauft.
Königin Elisabeth II. von Großbritannien feiert ihr 50jähriges
Krönungsjubiläum.
2003-06-01 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Absehbarkeit
der Nichteinhaltung eines vereinbarten Termins der Erfüllung schon vor Eintritt
der Fälligkeit ein Schadensersatzanspruch des Bestellers entstehen, wenn eine
Vertragsverletzung des Unternehmers von so großem Gewicht vorliegt, dass eine
Fortsetzung des Vertrags für den Besteller unzumutbar ist (X ZR 151/2000 28.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann es für ein
wörtliches Angebot genügen, dass der Auftragnehmer seine Mitarbeiter auf der
Baustelle zur Verfügung hält und zu erkennen gibt, dass er bereit und in der
Lage ist, seine Leistung zu erbringen (VII ZR 440/2001 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann, wenn (z. B.
in einem deutsch-amerikanischen Freundschaftsvertrag) Inländerbehandlung,
Meistbegünstigung und Niederlassungsfreiheit vereinbart sind und eine
Gesellschaft sich demgemäß in einem anderen Land (z. B. Deutschland) betätigen
darf, ihr dort nicht die Rechtsfähigkeit abgesprochen werden, die ihr nach dem
Recht des Staates (z. B. Florida) zusteht, in dem sie errichtet wurde (VIII ZR
155/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei der
Bemessung der Höhe der Vergütungsansprüche wegen für das Ausland bestimmter
Rundfunksendungen (z. B. des Senders Felsberg) zu berücksichtigen, dass die
Rundfunksendungen auch im Bestimmungsland mit entsprechenden
Vergütungsansprüchen belastet sind (I ZR 175/2000 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hat ein
Oberverwaltungsgericht bei der Beurteilung des Zulassungsgrundes des § 124 II
Nr. 1 VwGO auch solche entscheidungserhebliche und vorgetragene Tatsachen zu
berücksichtigen, die erst nach Erlass der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung
ergangen sind (7 AV 3/2002 11. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist in Verfahren
vorläufigen Rechtsschutzes eine Rechtsbeschwerde auch dann nicht zulässig, wenn
das Landesarbeitsgericht durch Beschluss die Rechtsbeschwerde zugelassen hat (9
AZB 7/2003 22. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist auch eine
auf absolute Revisionsgründe gestützte Revision nur durch Zulassung statthaft
(8 AZR 259/2002 8. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin liegt hinsichtlich der
Nichteintragung der Vereinbarung der Vermögenstrennung gleichgeschlechtlicher
Lebenspartner in das Güterrechtsregister keine planwidrige Regelegungslücke vor
und verletzt der Ausschluss der Registereintragung nicht den Gleichheitssatz (1
W 380/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist für die Frist zur
Begründung einer Rechtsbeschwerde gemäß § 79 III OwiG § 345 I StPO maßgebend (1
Ws [Owi] 296/2002 21. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mainz ist Erfüllungsort für
Honoraransprüche eines Arztes der Wohnsitz des Patienten (3 S 345/2002 2. April
2003).
2003-05-31 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt die Haftung für
Schäden des Prozessgegners durch Einleiten oder Betreiben eines Rechtsstreits
aus vorsätzlich sittenwidriger Schädigung voraus, dass besondere Umstände der
Art und Weise der Prozesseinleitung oder Prozessdurchführung gegeben sind, die
das Vorgehen als sittenwidrig prägen (VI ZR 175/2002 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der die
Zwangsvollstreckung betreibende Grundschuldgläubiger für die unbeschränkte Anordnung
der Zwangsverwaltung auch bei einem als nachrangig eingetragenen
Nießbrauchsrecht einen auf den Nießbraucher lautenden Duldungstitel vorlegen
(IXa ZB 45/2003 14. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die durch wirtschaftlichen
Druck erreichte Zusage der vollen Befriedigung einer Altforderung im
Insolvenzverfahren unmittelbar gläubigerbenachteiligend und anfechtbar (IX ZR
64/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands braucht eine
Grenzanlage nicht grenzscheidend zu sein, so dass z. B. die einseitige
Veränderung eines auf der Grenze verlaufenden asphaltierten Zufahrtswegs
verboten ist (V ZR 11/2002 7. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein
Sozialplan im Gemeinschaftsbetrieb nach Möglichkeit geltungserhaltend
auszulegen (1 AZR 632/2001 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Ausbilder dem Auszubildenden nicht die Kosten des Berufsschulbesuchs (z. B.
Kosten auswärtiger Unterbringung) erstatten (6 AZR 486/2000 26. September
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist bei der
Strafzumessung für unerlaubten Besitz zum eigenen Verbrauch bestimmter
Betäubungsmittel geringster Menge das Übermaßverbot in besonderem Maß zu
beachten (3 Ss 54/2003 14. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln sind bei Rücknahme der
Berufung des Berufungsklägers vor Ablauf der Begründungsfrist einem
Anschlussberufungskläger die durch eine nicht formgerechte Anschließung
entstandenen Kosten anteilig aufzuerlegen (5 U/2003 17. Januar 2003).
Stoffels, Markus, AGB-Recht, 2003
Nachlasspflegschaft, bearb. v. Jochum/Pohl, 2. A. 2003
Handbuch des Urheberrechts, hg. v. Loewenheim, Ulrich, 2003
Maurer, Hartmut, Staatsrecht I, 3. A. 2003
Petersen, Jens, Medienrecht, 2003
Jakob, Wolfgang, Einkommensteuerrecht, 3. A. 2003
Thomas, Heinz/Putzo, Hans, Zivilprozessordnung, 25. A. 2003
Hauck, Friedrich/Helml, Ewald, Arbeitsgerichtsgesetz, 2. A. 2003
Handbuch des Rechtsschutzes in der Europäischen Union, hg. v. Rengeling,
Hans-Werner/Middeke, Andreas/Gellermann, Martin, u. a., 2. A. 2003
Die Anwaltsstation nach neuem Recht, hg. v. Römermann, Volker/Hartung,
Wolfgang, 2003
2003-05-30 Nach
einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz kann sich ein sein
Vermögen mit dem Vermögen Dritter auf einem Girokonto vermischender
Arbeitsloser wegen wenigstens grob fahrlässiger Verschleierung der wahren
Vermögensverhältnisse gegenüber einer Rückforderung von Arbeitslosenhilfe
grundsätzlich nicht auf Bestandsschutz berufen (ausgenommen aber z. B. ein
Russlanddeutscher) (1 AL 62/2001 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen unterliegt ein
Steuerpflichtiger mit Wohnsitz im Ausland regelmäßig mit seinen im Inland
erzielten Einkünften nur nach einem zusammenhängenden Aufenthalt von mindestens
sechs Monaten der für ihn günstigeren unbeschränkten Steuerpflicht (9 K 4/1999
5. März 2003).
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt eine Übergangsregelung zum
Kindschaftsreformgesetz.
Die Finanzverwaltung Berlin will die Kraftfahrzeuge säumiger
Kraftfahrzeugsteuerschuldner mit Parkkrallen versperren.
Die Stadtverwaltung Köln versucht erfolglos, Metin Kaplan Bewegungseinschränkungen
zuzustellen.
Ab 1. Juni dürfen in Deutschland die Läden an Samstagen bis 20 Uhr geöffnet
sein.
In Deutschland sterben jährlich etwa 140000 Menschen an den schädlichen Folgen
des Tabakgebrauchs.
Der tatsächliche Absatz betrieblicher Pensionsfonds bleibt in Deutschland
hinter den Erwartungen zurück.
Microsoft zahlt an AOL Time Warner 750 Millionen Dollar zwecks Beilegung des
Streits um die Behinderung von Netscape durch Explorer und überlässt eine
kostenlose Lizenz zur Nutzung von Internet Explorer für sieben Jahre.
2003-05-29 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands dürfen jahrelang
in den neuen Bundesländern monatlich 1,5 Stunden zu viel tätige Bundesbeamte
eine Stunde Freizeit pro Monat als Ausgleich nehmen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bei der Entscheidung über die
von Saban beantragte Befreiung vom gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangebot
die Pro-Sieben-Aktionäre nicht beteiligen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann ein
Beseitigungsverlangen wegen Grenzabstandsverletzung (z. B. bei Verletzung um 11
Zentimeter infolge aufgebrachter Wärmedämmung) rechtsmissbräuchlich sein (19 U
75/2002 15. November 2002).
Nach einer nicht zur Revision zugelassenen Entscheidung des
Landesarbeitsgerichts Rostock ist die Entlassung des Grundsatzreferenten
Klinger in Mecklenburg-Vorpommern wegen freiwilliger Tätigkeit für den
Staatssicherheitsdienst der früheren Deutschen Demokratischen Republik ohne
eindeutige Distanzierung rechtmäßig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg kann der wegen Eigenbedarfs
kündigende Vermieter nicht auf eine erheblich kleinere frei werdende Wohnung
verwiesen werden (307 S 118/2002 9. Januar 2003).
Nach Ansicht Tony Blairs gibt es Massenvernichtungswaffen im Irak und nach
Ansicht Rumsfelds vielleicht nicht mehr.
Die Steuerausfälle der 16 deutschen Bundesländer werden im Jahr 2003 mehr als 4
Milliarden Euro betragen, so dass 23 Milliarden Euro Neuschulden aufgenommen
werden (müssen).
Baden-Württemberg beschließt einen Verwaltungskostenbeitrag von 40 Euro pro
Semester für Studenten bei der Rückmeldung.
Eine von Frankreich geführte Friedenstruppe der Vereinten Nationen wird in den
Norden des Kongo entsandt.
Russland Staatspräsident begeht zusammen mit mehr als 40 Staatsoberhäuptern
anderer Staaten die 300-Jahrfeier der Gründung Sankt Petersburgs.
Auf dem Kirchentag in Berlin wird erstmals eine ökumenische Abendmahlsfeier von
Katholiken und Protestanten zelebriert.
Michael Steiner wird als Nachfolger Lewalters Botschafter Deutschlands bei den
Vereinten Nationen in Genf.
Hartmut Kilger wird als Nachfolger Michael Strecks Präsident des Deutschen
Anwaltvereins.
Das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt am Main erbt sechs Millionen Euro des
Verlegers Werner Wirthle (Societätsverlag bzw. FAZ).
Die von Studentenschwund gekennzeichnete rechtswissenschaftliche Fakultät der
Universität Innsbruck und das durch öffentliche Mittel ins Leben gerufene
Management Center Innsbruck bündeln die Rechtsausbildung dadurch, dass sie für
Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung auch ohne
Hochschulabschluss zum Preis von 5700 Euro den akademischen Grad Master of Laws
vertreiben.
2003-05-28 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss der
Gesetzgeber durch Gesetz eine Überprüfungsmöglichkeit entscheidungserheblicher
Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör eröffnen (1 PBvU 1/2002 30. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die Einkünfte
aus einem gebührenpflichtigen Parkplatz für Kurzparker unternehmerisch und
damit gewerbesteuerpflichtig (X R 21/2000 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen ist die Vollziehung eines
Steuernachzahlungsbescheids auf Spekulationsgewinne aus Wertpapierverkäufen
wegen Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit ausgesetzt (13 V 184/2003
16. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf ein
Schornsteinfeger den Zutritt zu einem Haus notfalls mit körperlicher Gewalt
durchsetzen (6 B 10703/2003 29. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz kann die
Verurteilung zur Zahlung einer Rente nicht durch die Berufung auf den Grundsatz
Rehabilitation vor Rente ausgeschlossen werden (2 RI 230/2002 17. März 2003).
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt einen Gesetzentwurf zur
Gesundheitsreform zwecks Senkung der Lohnnebenkosten.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt eine Änderung der Handwerksordnung,
nach der nur noch in 29 Berufen die Meisterprüfung Voraussetzung für den
Betrieb eines Unternehmens ist.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt den Abbau von Formvorschriften in
Zivilprozessen und Strafprozessen und die Ausweitung er Zuständigkeit der
Rechtspfleger.
2003-05-27 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands diskriminiert eine
tarifvertragliche, den Anspruch von Arbeitnehmern auf Gewährung zusätzlich
bezahlter Freistellung ab Vollendung des 60. Lebensjahrs bei Anspruch auf
vorgezogenes Altersruhegeld ausschließende Bestimmung Frauen mittelbar (9 AZR
750/2000 20. August 2002).
Nach Entscheidungen des Bundessozialgerichts Deutschlands muss eine
Krankenkasse die Kosten einer Entbindung in einem von Hebammen geleiteten
Geburtshaus nur tragen, wenn die Leistung unaufschiebbar war und von der
Krankenkasse nicht rechtzeitig erbracht werden konnte oder die Krankenkasse die
Leistung rechtswidrig abgelehnt hat (B 1 KR 9/2003 20. Mai 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss eine
gesetzliche Krankenkasse eine eventuell notwendige Nebenleistung zu einer
verordneten Behandlung nicht tragen (B 1 KR 23/2001 R).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin erhält die dreijährige
Alexandra (von Hannover und Monaco) von Die Aktuelle bzw. Die Zwei 76693 Euro
Schadensersatz für Persönlichkeitsverletzung durch Veröffentlichung zweier
heimlich aufgenommener Bilder (10 U 40/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist Metin Kaplan
(Kalif von Köln) aus der Auslieferungshaft entlassen, weil ihm in der Türkei
ein rechtsstaatswidriges Verfahren (Verwendung erpresster Aussagen) droht.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg darf für einen über eine
kostenpflichtige 0190-Nummer herunterladbaren Handyklingelton in einer
Jugendzeitschrift nicht geworben werden (5 U 97/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist die heimliche
Speicherung und Überlassung eines fremden Adressenbestandes wegen Verletzung
des lauteren Wettbewerbs strafbar (2 Ss 208/2002 6. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg muss ein
Versandhändler aus den Niederlanden 24000 Euro Gewinnzusage erfüllen (5 U
122/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg hat das
Landratsamt Waldshut die Erteilung eines Bauvorbescheids für drei
Windkraftanlagen wegen zu befürchtender Verunstaltung des Landschaftsbilds
rechtmäßig abgelehnt (5 S 1181/2002 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf ein
kirchennaher (evangelischer) Krankenhausbetreiber eine aus der (katholischen)
Kirche austretende (schwer behinderte) Krankenschwester kündigen (9 S 1077/2002).
Deutschland will die Tabaksteuer nicht auf einmal um einen Euro erhöhen,
sondern in drei Stufen, weil bei einer plötzlichen starken Erhöhung zu viele
Raucher möglicherweise das Rauchen aufgeben und dadurch die Steuererträge
gefährden könnten (!).
Der Zuwanderungsrat des Bundesinnenministeriums Deutschlands konstituiert sich
in Nürnberg.
Grundig schließt sein Werk in Wien.
Der Wert des Euro steigt (als Folge der schlechten Wirtschaftsdaten und der
niedrigen Zinsen der Vereinigten Staaten von Amerika) zeitweise auf 1,1933
Dollar.
2003-05-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Insolvenzverwalter einem Arbeitnehmer mit der Dreimonatsfrist kündigen, obwohl
er ihm bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter gekündigt hat (2 AZR
255/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands bleiben die
Voraussetzungen für die Entstehung der Steuer im Zeitpunkt der Lieferung auch
dann maßgebend, wenn der Unternehmer von der Berechnung nach vereinnahmten
Entgelten zur Berechnung nach vereinbarten Entgelten wechselt (V R 58/2001 30.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg besteht kein
Kraftfahrzeugkaskoversicherungsschutz, wenn sich der Kraftfahrzeugführer nach
einem Verkehrsunfall unerlaubt vom Unfallort entfernt (und sich am Tag danach
bei der Polizei meldet) (3 U 2/2003 20. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen begründet das Studium
der Staatswissenschaften in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
keinen erhöhten Stundensatz für einen Betreuer (6 W 158/2003 28. April 2003).
Im Jahre 2002 haben sich 13832 Petenten an den Petitionsausschuss des
Bundestags Deutschlands gewendet.
2003-05-25 Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands
gewinnt mit Henning Scherf 42 Prozent der Stimmen der Bürgerschaftswahl in
Bremen.
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein Rechtsanwalt
verpflichtet, ein mitgeteiltes Eingangsdatum bei Gericht mit dem in den Akten
enthaltenen Zustellungsdatum zu vergleichen (2 BvR 447/2002 7. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands setzt
Rechtswegerschöpfung bei der Durchsuchungsanordnung einer Rechtsanwaltskanzlei
voraus, dass der Beschwerdeführer vor Erhebung einer Verfassungsbeschwerde die
nachträgliche Anhörung nach § 33a StPO beantragt hat (2 BvR 1910/2002 18.
Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands fehlt einer erst nahezu
zwei Jahre nach dem Vollzug einer Durchsuchung eingelegten Beschwerde gegen
einen Durchsuchungsbeschluss das Rechtsschutzbedürfnis (2 BvR 1660/2002 18.
Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann eine Zulassung als
Rechtsanwalt nicht wegen gleichzeitiger Tätigkeit als Arzt widerrufen werden
(AnwZ [B] 3/2002 17. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist im Verfahren auf Erlass
eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung die Rechtsbeschwerde nicht
statthaft (I ZB 22/2002 27. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Auftraggeber nach
fruchtlosem Ablauf der dem Auftragnehmer zur Nachbesserung oder Nacherfüllung
gesetzten Frist nicht verpflichtet, das Angebot des Auftragnehmers zur
Mängelbeseitigung anzunehmen (VII ZR 338/2001 27. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist einem trotz Wiedervorlage
der Handakten die weitere Bearbeitung vergessenden Rechtsanwalt auch bei
besonderem Arbeitsanfall vorzuwerfen, dass er nicht sofort die Fristensicherung
klärte oder an seinem Arbeitsplatz für eine Erinnerung an die Dringlichkeit der
Sache sorgte (V ZR 422/2000 13. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann einer Partei aus den alten
Bundesländern der Kostenerstattungsanspruch in einem Verfahren vor Gerichten
der neuen Bundesländer nicht deswegen gekürzt werden ,weil sie sich nicht von
einem (kostengünstigeren) Rechtsanwalt aus den neuen Bundesländern vertreten
lässt (XI ZB 21/2002 4. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird der Bürge durch den
formularmäßigen Ausschluss der Aufrechenbarkeit einer unbestrittenen oder
rechtskräftig festgestellten Gegenforderung des Hauptschuldners unangemessen benachteiligt
(IX ZR 171/2000 16. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein am Sonntag das nicht
ordnungsgemäße Zurpostbringen des Postausgangs am Freitag erkennendes
Sozietätsmitglied den Ausgang auf Fristen überprüfen, ehe es die Post in den
Briefkasten gibt (XII ZB 104/2001 13. November 2002).
Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann das Fehlen
der Unterschrift unter der Begründungsschrift für eine
Nichtzulassungsbeschwerde ausnahmsweise unschädlich sein (1 B 92/2002 27.
Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands setzt Verhandeln im Sinne
des § 333 ZPO einen Sachantrag voraus (5 AZR 556/2001 4. Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands steht dem Steuerfiskus nach
Eröffnung des Insolvenzverfahrens für Bauabzugsteuer nur die nach
Insolvenzrecht zu ermittelnde Quote zu (I B 147/2002 13. November 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss der Verzicht auf mündliche
Verhandlung klar, eindeutig und vorbehaltlos erklärt werden (XI R 67/2000 4.
September 2002).
Nach einer
Entscheidung des Verfassungsgerichts Berlin hat ein Rechtsanwalt fehlende
Kenntnis tarifvertraglicher Ausschlussfristen zu vertreten (VerfGH 8/2002 24.
Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist gegen die Festsetzung der
Vergütung des im Rahmen bewilligter Prozesskostenhilfe beigeordneten
Rechtsanwalts die Erinnerung nach § 128 III BRAGO statthaft (7 VA 1/2002 4.
Juli 2002).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die Beiordnung eines
Opferanwalts im Jugendstrafverfahren zulässig (1 Ws 1184/2002 17. Dezember
2002).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg sind die Reisekosten eines nicht
am Prozessgericht zugelassenen Rechtsanwalts erstattungsfähig, wenn sie aus der
Sicht einer vernünftigen kostenorientierten Prozesspartei erforderlich waren (8
W 85/2002 19. August 2002).
Nach einer
Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München setzt die Heranziehung eines
Haftungsschuldners durch Haftungsbescheid wegen hinterzogener Gewerbesteuer
rechtswidrige, vorsätzliche Hinterziehung voraus (4 CS 878/2002 4. Juli 2003).
Nach einer
Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs Saarbrücken gehören zu groben
Pflichtverletzungen eines Rechtsanwalts hartnäckige Bummelei und Untätigkeit
bei der Mandatsbearbeitung (AnwGH 3/2003 31. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Landgerichts Berlin ist bei Zusammenschluss mehrerer
Anwaltskanzleien zu einer überörtlichen Sozietät eine Zustellung an die Kanzlei
am Ort des Prozessgerichts wirksam (58 S 361/2002 23. September 2002).
Nach einer
Entscheidung des Landgerichts Köln darf die Beratung des Vertragspartners eines
sich mit Prozessfinanzierung befassenden Unternehmens nur mit Berechtigung nach
dem Rechtsberatungsgesetz durchgeführt werden (81 O 78/2002 4. Oktober 2002).
Nach einer
Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist eine Klausur in der ersten
juristischen Staatsprüfung eines eine Gesetzessammlung (z. B. Schönfelder) mit
vielen umkringelten Buchstaben (A, R, F, EQ, u. a. p f v für positive
Forderungsverletzung) verwendenden (, mit 9,54 Punkten bestehenden) Kandidaten
mit 0 Punkten bewertbar (7 K 502/2002 11. Dezember 2002).
2003-05-24 Nach einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands besteht ein besonderer Anlass für einen
Antrag im Verfahren der abstrakten Normenkontrolle gemäß § 76 I Nr. 2 BVerfGG
erst, wenn die zu bestätigende Norm von den dafür zuständigen Stellen wegen
Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz oder mit sonstigem Bundesrecht nicht
angewandt, nicht vollzogen oder in sonst relevanter Weise missachtet und ihre
Geltung damit in ihre Wirksamkeit beeinträchtigender Weise in Frage gestellt
wird (2 BvF 3/1999 7. November 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Einwilligung des
zuständigen Vertretungsorgans einer juristischen Person zur Inbrandsetzung
einer Sache unwirksam, wenn der Vertreter damit seine Vertretungsmacht
offensichtlich missbraucht (1 StR 549/2002 26. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist es einem Träger der
Regionalplanung nicht verwehrt, die Windenergienutzung im gesamten Außenbereich
einzelner Gemeinden auszuschließen (4 C 4/2002 13. März 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands verletzt ein einem Ziel
der Regionalplanung widersprechender Bebauungsplan das Anpassungsverbot des § 1
IV BauGB auch dann, wenn er aus den Darstellungen eines Flächennutzungsplans
entwickelt worden ist (4 CN 14/2001 30. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die Bekanntgabe der
wiederholten Unterschreitung der Mehrwegquote des § 9 VerpackungsVO durch die
Bundesregierung ein feststellender, für das Wirksamwerden der Rücknahmepflicht
und Pfandpflicht konstitutiver Verwaltungsakt (7 C 31/2002 16. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist Kindern eines
Asylberechtigten Familienasyl auch dann zu gewähren, wenn sie wegen der Dauer
des Asylverfahrens des Stammasylberechtigten eigene Asylanträge erst nach
Eintritt ihrer Volljährigkeit stellen können (1 C 10/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein erhöhter Bedarf
an Wohnstätten und Arbeitsstätten gemäß § 165 III 1 Nr. 2 BauGB gegeben, wenn
die Nachfrage das Angebot aus strukturellen Gründen längerfristig deutlich
übersteigt (4 CN 7/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung
des Oberlandesgerichts Brandenburg entfällt nach Anzeige der
Masseunzulänglichkeit für eine Leistungsklage das Rechtschutzbedürfnis, doch
kann eine Feststellungsklage weiter verfolgt werden (7 U 37/2002 11. Dezember
2002).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kann der einstweilige Ausschluss
des Umgangsrechts nicht mit der sofortigen Beschwerde angefochten werden (10 WF
783/2002 10. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann bei der Betreuung eines
minderjährigen Kindes bis zu 6 Jahren ein pauschaler Betreuungsbonus von 300
Euro im Monat vom Einkommen abgezogen werden (bis 10 Jahre 200 Euro, bis 14
Jahre 150 Euro) (9 WF 25/2003 30. Januar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken sind Dritte gegen die Ablehnung
des Einschreitens des Vormundschaftsgerichts gegen das Verhalten eines
Betreuers nicht beschwerdebefugt (3 W 23/2003 17. Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Frankfurt an der Oder darf ein
Verwaltungsgericht keine Akteneinsicht in ihm unter Geheimhaltungsvorbehalt
vorgelegte Akten kraft alleiniger Entscheidung gewähren (4 E 10/2003 27.
Februar 2003).
Nach einer
Entscheidung des Amtsgerichts Köln unterliegt die Praxiseinrichtung eines 60jährigen,
seine Praxis fortsetzen wollenden Arztes nicht dem Insolvenzbeschlag (71 IN
25/2002 14. April 2003).
Zum
Jahresanfang 2003 bestanden 159 Gesellschaften mit beschränkter Haftung von
Rechtsanwälten und 900 Partnerschaften.
Weitnauer,
Wolfgang, Management Buy-Out, 2003
Thume,
Karl-Heinz/Motte, Harald de la, Transportversicherungsrecht, 2003
Gassner,
Erich/Bendomir-Kahlo, Gabriele/Schmidt-Räntsch, Annette/Schmidt-Räntsch,
Jürgen, Bundesnaturschutzgesetz, 2. A. 2003
Schmidt, L.,
Einkommensteuergesetz, 22. A. 2003
Weber,
Klaus, Betäubungsmittelgesetz, 2. A. 2003
Schlüsselqualifikationen
für Jurastudium, Examen und Beruf, hg. v. Römermann, Volker/Paulus, Christoph,
2003
2003-05-23 Die von den Vereinigten Staaten
von Amerika geführte Verwaltung des Irak löst die Streitkräfte des Irak, die
republikanischen Garden und das Verteidigungsministerium des Irak auf.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Weitergabe von
Einkommensdaten von Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes durch eine öffentliche
Einrichtung an einen Rechnungshof (z. B. Österreichs) nicht europarechtswidrig,
wenn sie im Hinblick auf das Ziel der ordnungsgemäßen Verwaltung öffentlicher
Mittel notwendig und angemessen ist (C-465/2000 20. Mai 2003).
Die Stadtwerke Schwäbisch Hall nehmen die eine Klärung der Frage, ob ein
kommunales Energieversorgungsunternehmen seinen Erdgasbedarf langjährig von
einem Ferngasunternehmen beziehen muss, ermöglichende Revision zum
Bundesgerichtshof im Verfahren gegen die Gasversorgung Süddeutschland im
Vergleichsweg zurück (KZR 12/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshof Deutschlands besteht bei
selbstverschuldeter Trunkenheit eines Mörders oder Diebs kein Grund für eine
Strafmilderung (3 StR 435/2002 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitnehmer bei einer am 30. November gewährten Sonderleistung von weniger als
einem Monatsgehalt nicht über den 31. März des nächsten Jahres hinaus gebunden
werden (10 AZR 390/2002 21. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands genügt für die
vorbehaltlose Annahme des in einer Änderungskündigung enthaltenen Angebots,
dass der Arbeitgeber vor dem Tag annimmt, an dem der Arbeitgeber unter
Einhaltung der Kündigungsfrist letztmalig hätte kündigen können (2 ATR 674/2001
6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands müssen die
gesetzlichen Krankenkassen bei (anzurechnenden) Zinseinkünften (mitversicherter
Familienangehöriger) den Sparerfreibetrag des Einkommensteuergesetzes
berücksichtigen (z. B. 1601 Euro für Ledige) (B 12 KR 13/2002 R).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Bundeswehr
bei der Anschaffung von Bekleidung an das Vergaberecht und die
Ausschreibungspflicht gebunden.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm dürfen DNA-Daten eines
Sexualtäters auch gespeichert werden, wenn die Straftaten mehr als zehn Jahre
zurückliegen (2 Ws 111/2003 14. Mai 2003).
Nach einem Beschluss der Europäischen Kommission müssen Manager für die
Richtigkeit der Unternehmensbilanzen haften und können mit einem europaweiten
Berufsverbot belegt werden.
Nach Ansicht des zuständigen Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof ist die
Festlegung der Arzneimittelfestbeträge durch die Krankenkassen Deutschlands
europarechtswidrig, wenn nicht der Bundesgerichtshof Deutschlands feststellt,
dass die finanzielle Stabilität der Krankenkassen dies erfordert (C-264/2001).
Nach einer Entscheidung der amerikanischen Patentbehörde unterliegt die Bayer
CropScience AG im Patentstreit über ein gegen Unkrautvernichtungsmitteln
widerstandsfähiges Getreide dem Monsanto-Konzern.
Die Grünen entscheiden sich mit Zweidrittelmehrheit der abstimmenden Mitglieder
(57 Prozent) für den Verzicht auf die Trennung von Amt und Mandat bei zwei von
sechs Parteivorstandsmitgliedern.
Der Vorsitzende der Baskisch-nationalistischen Partei lehnt die Weisung des
Obersten Gerichts Spaniens, die Fraktion der Batasuna-Partei im baskischen
Parlament aufzulösen, als unannehmbar ab.
Die Polizei beendet das Kirchenasyl dreier Kurden in Schwalmtal nach
Nichterscheinen bei einer gerichtlichen Anhörung.
Der Euro erreicht zeitweise den Wert von 1,18 Dollar.
Gerhard Hammerstein 13. Oktober 1923-Freiburg im Breisgau 23. Mai 2003.
2003-05-22 Nach einem in Abwesenheit Syriens gefassten Beschluss
des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen werden die Handelssanktionen gegen
den Irak aufgehoben und die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien
als Besatzungsmächte anerkannt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt Ladengeschäft
(in § 184 I Nr. 3a StGB) nicht zwingend die Anwesenheit von Personal voraus,
wenn durch technische Sicherungsmaßnahmen ein qualitativ gleichwertiger und
effektiver Jugendschutz zuverlässig gewährleistet ist, so dass ein Verleih
pornographischer Videofilme in so genannten Automatenvideotheken nicht strafbar
ist (1 StR 70/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Manfred
Schmider (Flowtex) zu elfeinhalb Jahren Haft (statt 12 Jahren Haft) verurteilt.
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss Apollo Optik
Einkaufsrabatte in vollem Umfang an die angeschlossenen Franchisebetriebe
weitergeben (KZR 19/2002 20. Mai 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat bei der
Berechnung der wöchentlichen Arbeitszeit während einer Altersteilzeit ein zuvor
genommener Sonderurlaub außer Acht zu bleiben (9 AZR 278/2002 1. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen können bei einem vom
Betreuten beantragten Betreuerwechsel nahe Angehörige die gerichtliche
Verfügung mangels Beschwerdebefugnis nicht anfechten (6 W 136/2003 28. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen müssen nahe
Verwandte (z. B. Eltern) die Bestattungskosten (z. B. 1000 Euro) auch bei
zerrüttetem Verhältnis zu dem Verstorbenen tragen (8 ME 76/2003 19. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss ComRoad auf
Grund ständiger Veröffentlichung falscher Unternehmenszahlen wegen vorsätzlich
sittenwidriger Schädigung 7500 Euro an einen geschädigten Anleger zahlen (3-7 O
47/2002 21. Mai 2003).
Berlin und Brandenburg erklären die Vertragsverhandlungen mit Hochtief und IVG
über den Bau des Flughafens Berlin-Schönefeld mangels Interessenverschiedenheit
für gescheitert.
Die Bundesregierung Deutschlands erhöht den von einem Elternteil zu zahlenden
Mindestunterhalt (Höchstsatz 654 Euro) um fast sechs Prozent an (z. B. 199 Euro
statt 188 Euro), so dass die sog. Düsseldorfer Tabelle entsprechend angepasst
wird.
Nach Ansicht des zuständigen Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofs
müssen Behörden eines Mitgliedstaats (z. B. Belgien) bei der Anerkennung eines
Namens eines Kindes die Namensgebungsregeln eines andern Mitgliedstaates (z. B.
Spanien) beachten (z. B. Garcia Weber) (C-148/2002).
Richter am Bundesgerichtshof werden Gabriele Caliebe, Jürgen Cierniak,
Hans-Joachim Dose, Markus Gehrmann, Ulrich Herrmann, Christina Stresemann, Lutz
Strohn, Gerhard Vill, Richter am Bundesfinanzhof Harald Jatzke, Roland Jüptner,
Ulrich Krüger, Degenhard von Twickel, Richter am Bundesverwaltungsgericht Hans
Dette, Stefan Liebler, Rüdiger Nolte und Klaus Renner.
Karl Molitor 75.
2003-05-21 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine
Rechtsschutzversicherung (z. B. Concordia) Klagen von Aktionären gegen die
Deutsche Telekom wegen Prospekthaftung (Kapitalmarktrecht) finanzieren (IV ZR
327/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Arzt wegen
der Tötung eines Neugeborenen mit zwei Jahren Haft auf Bewährung ausreichend
bestraft (5 StR 592/2002 20. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss ein nicht auf
die Möglichkeit der Steuerersparnis durch Kirchenaustritt hinweisender
Steuerberater Schadensersatz (z. B. 9300 Euro) zahlen (23 U 39/2002 20.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Brandenburg muss eine
Krankenkasse Taxikosten für eine Fahrt zum Arzt nicht ersetzen (4 KR 27/2000
16. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind Kosten eines ein
anderes Unternehmen mit der Herstellung benötigter Werkzeuge beauftragenden
Unternehmens Anschaffungskosten, Fertigungsgemeinkosten Herstellungskosten (6 K
19/2000 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann sich ein Arzt des
medizinischen Diensts bei der Beratung eines Versicherten im Ausland
grundsätzlich auf eine Diagnose eines Arztes vor Ort verlassen, so dass er den
Erben eines Thromboseopfers nicht zu Schadensersatz verpflichtet ist (9 O
20353/2001 10. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg ist Horst Mahler wegen
Bezeichnung der Anschläge auf das World Trade Center vom 11. September 2001 als
rechtens nicht wegen Billigung der Anschläge und Störung des öffentlichen
Friedens strafbar.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs ist eine
ausgehandelte Höchstgrenze für Transportkosten des Roten Kreuzes gegenüber
einer Krankenkasse nicht sittenwidrig, so dass tatsächliche Mehrkosten nicht
bezahlt werden müssen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist ein die fünf führenden Tabakhersteller zu 145 Milliarden Dollar Strafe
verpflichtendes Urteil wegen Unzulässigkeit der zugrunde liegenden Sammelklage
nichtig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Marokkos ist Ali Lmrabet wegen
Beleidigung des Königs durch eine Fotomontage und ein Interview mit einem
Gegner der Monarchie zu vier Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Brasiliens ist der Vertrag
über den Bau eines neuen Museums wegen dunkler Punkte nichtig.
Die Duma Russlands beschließt eine Amnestie für seit 1. August 1993 in Tschetschenien
begangene, die Gesellschaft gefährdende Taten (ausgenommen Mord,
Vergewaltigung, Geiselnahme, Entführung, Menschenhandel, Terrorismus und
Angriffe auf das Leben von Sicherheitskräften).
Dreizehn Staaten vereinbaren ein Abkommen über nukleare Sicherheit und
Abfallbeseitigung in Russland.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt den Gesetzentwurf zur Anhebung der
Beamtenbezüge.
Die Bundeswehr Deutschlands plant die Schließung der knapp 7000 Soldaten
beherbergenden Standorte Eggebek/Tarp, Jever/Upjever, Burbach, Leipheim,
Schöneck-Kilianstädten, Eydelstedt-Bamstorf, Möhnesee-Echtrop, Bad Arolsen und
Großenkneten/Ahlhorn.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands ist das
Missbrauchsverfahren gegen die Ruhrgas AG wegen Gewährung von Sonderrabatten
eingestellt.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission muss die Deutsche Telekom
wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung (auf der sog. letzten
Meile) 12,6 Millionen Euro Geldbuße zahlen.
Nach einer Entscheidung der Regierung Belgiens wird die von Irakern und
Jordaniern eingebrachte Klage gegen Tommy Franks an die Vereinigten Staaten von
Amerika weitergeleitet.
Thüringen und Sachsen-Weimar-Eisenach einigen sich auf einen Verzicht auf alle
Rückgabeansprüche gegen eine Abfindung von 15,5 Millionen Euro.
Die Mitglieder der Weltgesundheitsbehörde vereinbaren eine Rahmenkonvention zur
Tabakkontrolle.
Brühl (Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung) 17. September
2003- 20. September 2003 15. deutscher Familiengerichtstag.
Hanno Kühnert gestorben.
2003-05-20 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs müssen im Interesse der
Erhaltung der Qualität und des Ansehens Grana Padano (Parmesankäse) und
Prosciutto di Parma (Parmaschinken) als Ausnahme von der Warenverkehrsfreiheit
im Erzeugungsgebiet gerieben bzw. aufgeschnitten und verpackt werden
(C-469/2000, C 108/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
Antrag (z. B. der Partei des demokratischen Sozialismus in Schleswig-Holstein)
auf Aufhebung einer Fünfprozentsperrklausel bei Kommunalwahlen (Organklage)
unzulässig, weil er verspätet erhoben worden ist( und außerdem ein
Landesgesetzgeber nicht schon deshalb zur Aufhebung verpflichtet ist, weil
andere Landesgesetzgeber keine Sperrklausel eingeführt haben) (2 BvK 1/2002 11.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Verpflichtung des Mieters zu regelmäßigen Renovierungen entfallen, wenn eine
Pflicht zur Endrenovierung bei Auszug besteht (VIII ZR 308/2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Hamburg muss Innensenator
Schill Bürgerschaftsabgeordneten nicht die Frage beantworten, ob er eine Waffe
trägt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss ein
Vorstand einer Aktiengesellschaft der Hauptversammlung keinen neuen Bericht zur
Begründung für den Ausschluss vom Bezugsrecht vorlegen, ehe er von einer
Ermächtigung zu einer Kapitalerhöhung Gebrauch macht (5 U 54/2001 1. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg muss der
Verfügungskläger die Verfahrenskosten bei Aufhebung des dinglichen Arrests
wegen Fehlens des zu sichernden Anspruchs tragen (4 W 568/2003 7. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz kann ein Beamter nicht
Widerruf bewilligter Altersteilzeit wegen Irrtums über die geldlichen Folgen
verlangen (9 K 3018/2002 16. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf darf ein Internetnutzer
durch ein bei Schließen weitere Seiten öffnendes Popupfenster
(Exitpopupfenster) nicht gegen seinen Willen auf einer Internetseite eines
Anbieters festgehalten werden (2a O 186/2002 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Siegen muss die Brauerei Krombacher
wegen Fortsetzung ihrer Regenwaldwerbung trotz Verbots 125000 Euro Ordnungsgeld
zahlen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau darf eine Messung
der Alkoholkonzentration erst dann durchgeführt werden, wenn sichergestellt
ist, dass sich mögliche alkoholische Restsubstanzen so weit aus dem Mund
entfernt haben, dass sie das Ergebnis der Messung nicht verfälschen können (z.
B. nach 20 Minuten) (16 OWi 53 Js 25207/2002).
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission ist die steuerliche
Entlastung von Unternehmen und Logistikzentren durch Vergabe von Unteraufträgen
an Dritte in Frankreich eine unzulässige staatliche Beihilfe.
Die Deutsche Bahn AG verändert nach einem erheblichen Erlösrückgang ihr neues
Preissystem, verlängert aber den Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden.
Die Hauptversammlung von Glaxo Smith Kline lehnt eine Verdoppelung der Bezüge
des Vorstandsvorsitzenden von 8 Millionen Euro auf 16 Millionen Euro jährlich
ab.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen Deutschlands stellt bei der BFI
Bank Dresden den Entschädigungsfall fest.
Gert Mackenroth wird Staatssekretär im Justizministerium Sachsens.
Stefan Franke wird Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg.
2003-05-19 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen gilt der Grundsatz der
mündlichen Verhandlung und Hinwirkung auf eine gütliche Streitbeendigung (§ 44
I WEG) im Wohnungseigentumsverfahren auch im Beschwerdeverfahren (6 W 82/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg wurde nach Zahlung von je
10000 Euro Geldbuße das Strafverfahren gegen die drei wegen des Zugunglücks von
Eschede angeklagten Techniker eingestellt.
Vertreter von 69 Staaten der internationalen Schifffahrtsorganisation
vereinbaren die Einrichtung eines Fonds für Ölschäden.
Nach einer Entscheidung des Rats der Europäischen Union wird der Vertriebsweg
von Drogenausgangsstoffen genau überwacht.
Der Parteivorstand der Sozialdemokratischen Partei unterstützt mit 38 von 45
Stimmen den Reformplan Agenda 2010 des Bundeskanzlers Deutschlands.
Brandenburg, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg beschließen
Haushaltssperren.
Bund und Länder Deutschlands einigen sich auf eine vorläufige Senkung der
Autobahnmaut für Lastkraftwagen von 15 Cent pro Kilometer auf 12,4 Cent.
Die Vereinigten Staaten wollen ab 1. Januar 2004 visumpflichtige Ausländer bei
der Einreise biometrisch, fotografisch und daktyloskopisch registrieren und
überprüfen.
Der Preis des Euro steigt auf 1,17 Dollar.
Der deutsche Aktienindex sinkt auf 2844 Punkte.
2003-05-18 Bei
einer Beteiligung von rund 52 Prozent stimmt eine überwältigende Mehrheit von
93 Prozent der Stimmberechtigten der Slowakei dem Beitritt des Staates zur
Europäischen Union zu.
Die Mehrheit der Schweizer lehnt einen Ausstieg aus der Atomenergienutzung ab.
Die Türkei hebt ab 22. Mai 2003 das Einreiseverbot für griechische Zyprioten
auf.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
verletzt eine Dauer der Untersuchungshaft von fünf Jahren und elf Monaten (z.
B. in Deutschland) Art. 5 III EMRK und ist die Überwachung der Korrespondenz
eines Häftlings mit seinem Verteidiger ausnahmsweise zulässig (38321/1997 5.
Juli 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
gesetzliche Begrenzung des Auslagenerstattungsanspruchs eines
Pflichtverteidigers auf erforderliche Auslagen grundsätzlich rechtmäßig (2 BvR
2099/2001 16. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es
verfassungsrechtlich grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass bei Vermögenszuwendungen
zwischen nahe stehenden Personen durch einen Fremdvergleich das Vorliegen von
Betriebsausgaben sachgerecht von nicht abziehbaren Kosten der Lebensführung
abgegrenzt wird (2 BvR 483/2000 27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss sich eine
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts zu Schadensersatz verpflichtendes Handeln
ihrer geschäftsführenden Gesellschafter nach § 31 BGB zurechnen lassen und
haben die Gesellschafter grundsätzlich auch für gesetzlich begründete
Verpflichtungen der Gesellschaft persönlich als Gesamtschuldner einzustehen (II
ZR 385/1999 24. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands stellen sich bei
einem leistungsberechtigten Schwerpflegebedürftigen die in Art. 1 PflegeVG
geschaffenen Ansprüche auf Leistungen nach den §§ 36ff. SGB XI nicht als
Systemänderung dar (VI ZR 142/2002 3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind auch in
fernerer Zukunft entstehende oder fällige laufende Geldansprüche (z. B. eines
47-Jährigen) gegen einen Rentenversicherungsträger pfändbar (IX ZB 85/2002 21.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist die
gesetzlich (zum 1. Juli 2000) angeordnete Aussetzung der Rentendynamisierung
verfassungsgemäß (B 4 RA 120/2000 31. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands bleibt bei einer
Ausgliederung durch Neugründung der übertragende Rechtsträger Steuerschuldner
(I R 99/2000 7. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine für sich
gesehen nicht förderfähige Maßnahme im Rahmen einer einheitlichen Baumaßnahme
dann mitbegünstigt, wenn zwischen ihr und einer förderfähigen Maßnahme ein
zwangsläufiger Zusammenhang besteht (X R 89/1998 10. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands müssen bei Ansetzung
der Nettokaltmiete für die Ermittlung des Nutzungswerts einer Wohnung im
eigenen Haus (auch) die umlagefähigen Nebenentgelte in durchschnittlicher Höhe
hinzugerechnet werden (IX R 19/2000 19. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss das
Revisionsgericht das Fehlen eines Eröffnungsbeschlusses im beschleunigten
Verfahren nicht von Amts wegen, sondern nur auf Rüge hin berücksichtigen (2a Ss
299/2002 – 93/2002 II 3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat das für
die Abgassonderuntersuchung zuständige Land nicht für einen bei der
Durchführung aus einem unerkannt gebliebenen Defekt eines Verschleißteils
entstehenden Schaden des Kraftfahrzeugs einzustehen (2 U 35/2002 31. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln muss der Hersteller für die
aus einem Werkstoffmangel einer Gabelbrücke eines Mountainbikes entstehenden
Schäden einstehen (3 U 116/2000 27. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist das Bestreben
einer vollständigen, kinderreichen Familie, sich durch Berufstätigkeit beider
Eltern eine wirtschaftliche Grundlage oberhalb des Sozialhilfeniveaus zu
schaffen und zu sichern (durch Gewährung von Tagespflege) förderungswürdig (4
ME 335/2002 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Krefeld ist ein mietvertraglicher
Ausschluss des gesetzlichen Kündigungsrechts des Mieters mit der Folge
rechtswidrig, dass mit Dreimonatsfrist gekündigt werden kann (2 S 98/2002 26.
Februar 2003).
2003-05-17 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Verwaltungsgericht bei einer Fristsetzung in einem asylrechtlichen Eilverfahren
berücksichtigen, dass auch ein gewissenhafter Verfahrensbevollmächtigter häufig
erst nach einer gewissen Zeit tatsächliche Kenntnis von einer Fristsetzung
erlangt (2 BvR 153/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands enthält
Sozialversicherungsbeiträge vor, wer sich in Kenntnis der Beitragspflicht für
eine Erfüllung von Lohnansprüchen und gegen Zahlung von Versicherungsbeiträgen
entscheidet (III ZR 305/2001 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterbricht die
Zustellung eines Mahnbescheids auch bei Fehlen von Anspruchsvoraussetzungen im
Zeitpunkt der Zustellung die Verjährung (VII ZR 48/2001 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist dienstliche
Tätigkeit eines Bundeswehrsoldaten die zu seinem allgemeinen Aufgabenbereich
gehörende oder damit in unmittelbarem Zusammenhang stehende, nach objektiven
Gesichtspunkten äußerlich als Diensthandlung erscheinende und vom Willen
dienstlicher Aufgabenerfüllung getragene Tätigkeit (2 StR 371/2002 19. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands besteht bei
Besitzverlust durch Zwangsvollstreckung kein Besitzstörungsanspruch (V ZR 276/2000
31. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann aus einer
Häufung von Fehlern nicht auf das Fehlen erforderlicher Anweisungen oder
ausreichender Kontrollen geschlossen werden (X ZB 7/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein Bürge
durch den formularmäßigen Ausschluss der Einrede der Aufrechenbarkeit auch für
den Fall einer unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderung
des Hauptschuldners unangemessen benachteiligt (I ZR 119/2000 19. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verwertung
von im Rahmen einer geschäftlichen Tätigkeit in die persönlichen Unterlagen
eines Handelsvertreters gelangten Namen von Kunden bei einer Ausübung seiner
Geschäftstätigkeit außerhalb des Unternehmens unzulässig, doch ist dem Inhaber
des neuen Geschäftsbetriebs das unbefugte Verhalten nicht über § 13 IV UWG
zuzurechnen (I ZR 119/2000 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands sind die
Immissionsrichtwerte der Sportanlagenlärmschutzverordnung auf Kinderspielplätze
nicht unmittelbar anwendbar (7 B 88/2002 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden ist ein einer Kündigung
durch den Arbeitgeber zuvorkommender Abschluss eines
Arbeitsverhältnisaufhebungsvertrags eine Verletzung der gesteigerten
Erwerbsobliegenheit eines gegenüber einem minderjährigen Kind
Unterhaltspflichtigen (10 WF 726/2002 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln genügt für
Prozesskostenhilfe im Vaterschaftsprozess nicht der Vortrag des Beklagten, er
wisse nicht, ob er der einzige Partner der Mutter gewesen sei (14 WF 155/2002
20. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln setzt eine
Kostenentscheidung nach Klagerücknahme eine Klagezustellung nicht voraus (14 UF
193/2002 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin trägt für eine unaufklärbare
Ursache der Schwärzung einer Wohnung der Vermieter die Beweislast (64 S
457/2001).
Bärmann, Johannes/Pick, Eckart/Merle, Werner, Wohnungseigentumsgesetz, 9. A.
2003
Bröcker, Norbert/Weisner, Arnd, Übernahmeangebote, 2003
Schmittmann, Jens M., Grundzüge der Werbung im Internet, 2003
Handbuch Multimediarecht, hg. v. Hoeren, Thomas/Sieber, Ulrich, 4. A. 2003
Wenzel, Karl Egbert, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. A. 2003
Foerste, Ulrich, Insolvenzrecht, 2003
Münchener Kommentar Strafgesetzbuch, Bd. 1ff. 2003
Walter Glock (Glock Liphart Probst, München) 17. Mai 2003 gestorben.
2003-05-16 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der für eine
Zweigniederlassung einer überregional tätigen Rechtsanwaltsgesellschaft einen
geschäftsführenden Rechtsanwalt vorschreibende § 59i II BRAO wegen Verletzung
des Art. 3 GG rechtswidrig (AbwZ [B] 12/2002 13. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die Verwendung von
natürlich, natural oder naturrein in Werbung und Vertrieb von Tabakwaren wettbewerbsrechtswidrig
(4 U 25/2003 15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist die eintägige Gewährung
eines Rabatts durch ein Kaufhaus (z. B. Karstadt) bei Vorlage einer
tagesaktuellen Zeitung (z. B. Bild) nicht wettbewerbsrechtswidrig (4 U 28/2003
15. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart kann eine in einen
Vertrag eines Händlers über den Ankauf eines gebrauchten Kraftfahrzeugs
eingefügte allgemeine Geschäftsbedingung wegen fehlender Transparenz für den
Verbraucher unwirksam sein (12 U 150/2002).
Nach Entscheidungen des Landgerichts München I haben Aktionäre keine Ansprüche
gegen EM.TV.
Die Polizei Rheinland-Pfalzs nimmt das Fahndungssystem POLIS.net in Betrieb.
Nach einer Entscheidung der Deutschen Börse bleibt MLP im deutschen
Aktienindex.
Robert Schweizer 65.
2003-05-15 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands verpflichtet § 49
III BBesG den Dienstherrn zur regelmäßigen Entschädigung wegen der angefallenen
notwendigen Kosten eines Gerichtsvollziehers (2 C 13/2001 4. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands gilt ein
monatlich 1200 DM erhaltender Übungsleiter eines Sportvereins als abhängig
beschäftigt, wenn er wie ein Arbeitnehmer in die Vereinsorganisation
eingegliedert ist (B 12 KR 8/2001 R 18. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz liegt kein zur
fristlosen Kündigung berechtigender vertragswidriger Gebrauch einer geleasten
Sache vor, wenn die geleaste Sache versichert ist, der Leasingnehmer aber den
Versicherungsschutz nicht nachweist (3 U 406/2001 8. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München hat bei tatsächlicher
Betreuung eines Kindes im Wechselmodell keiner der beiden Eltern eine
Alleinvertretungsbefugnis (26 UF 1103/2002 12. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind atypische
Vereinbarungen zwischen einem Leasingnehmer und einem Lieferanten dem
Leasinggeber nicht zuzurechnen (21 U 4262/2000 12. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken muss bei verspäteter
Vorlage eines Gutachtens in einem Arzthaftungsprozess die bereits geschlossene
mündliche Verhandlung nicht wieder eröffnet werden (1 U 569/2002 – 137).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main hat ein
schwerbehinderter Arbeitnehmer bei einer Bewerbung (z. B. als Sachbearbeiter
eines Sportverbands) grundsätzlich keine Sonderrechte (4 Ca 7444/2002 13. Mai
2003).
Der Präsident von 1860 München ist wegen Steuerhinterziehung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Ruandas ist der ehemalige
Informationsminister wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu
lebenslänglicher Haft verurteilt.
Deutschland öffentlichen Haushalten fehlen bis 2006 voraussichtlich 126
Milliarden Euro Steuereinnahmen.
In Museum und Park Kalkriese findet vom 4. Mai 2003 bis zum 10. November 2003
eine Sonderausstellung Theodor Mommsen statt.
Dieter Hesselberger 12. Juli 1939-15. Mai 2003.
2003-05-14 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verteilung von
Handzetteln (z. B. durch Klaus Günter Annen) mit dem Text Stoppt rechtswidrige
Abtreibungen der Praxis ... trotz der Meinungsfreiheit eine rechtswidrige
Verletzung des Persönlichkeitsrechts des betroffenen Frauenarztes (VI ZR
366/2002 1. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt die
gesetzliche Vermutung des Vermögensverfalls als Voraussetzung für den Widerruf
der Zulassung eines Rechtsanwalts nicht, wenn die der Eintragung im
Schuldnerverzeichnis zugrundeliegende Forderung vor Erlass des Widerrufs
getilgt worden ist (AnwZ [B] 18/2001 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz ist die tägliche
Fahrt eines Arbeitnehmers von einer Hauptstelle zu einer Filiale keine Fahrt
zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und daher hinsichtlich ihrer Kosten wie eine
Dienstreise in Höhe der tatsächlich angefallenen Aufwendungen steuerlich
absetzbar (1 K 1018/2000 26. März 2003).
Nach einer außergerichtlichen Einigung zahlt der Gründer Qwests 4,4 Millionen
Dollar Strafe wegen rechtswidriger Zuteilung von Aktien.
In Belgien klagen Iraker gegen Tommy Franks wegen Kriegsverbrechen im Krieg der
Vereinigten Staaten von Amerika gegen den Irak.
Über das Vermögen der Grundig Austria GesmbH und das Vermögen der Grundig
VertriebsGesmbH sind nach Scheitern der Ausgleichsverfahren
Konkursverfahren eröffnet.
Andreas Feuerborn Professor in Düsseldorf.
Bernd Marquardt wird in Sankt Gallen für europäische und schweizerische
Rechtsgeschichte sowie Verwaltungsrecht mit besonderer Berücksichtigung des
Umweltschutzrechts habilitiert.
Thomas Raab wechselt von Augsburg nach Trier.
Barbara Stickelbrock wechselt von Kön nach Bielefeld.
Markus Stoffels wechselt als Nachfolger Wolfgang Hromadkas von Bonn nach
Passau.
2003-05-13 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs darf ein gesetzlich
Krankenversicherter (z. B. der Niederlande) auf Grund der
Dienstleistungsfreiheit einen Arzt (nicht auch ein Krankenhaus) in einem
anderen Mitgliedstaat (z. B. Deutschland, Belgien) der Europäischen Union ohne
vorherige Genehmigung seiner Krankenkasse aufsuchen (C-385/1999).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs verletzen Sonderrechte des
Staates (z. B. Großbritannins, Spaniens) an Unternehmen (sog. goldene Aktien)
bei Fehlen zwingender Gründe die Kapitalverkehrsfreiheit (C-463/2000,
C-98/2001).
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss auch ein
öffentliche Aufgaben wahrnehmender Verband (z. B. Wasserverband Lippe,
Wasserverband Emscher in Nordrhein-Westfalen) nicht lückenlos demokratisch
legitimiert sein, so dass eine Einführung einer Arbeitnehmermitbestimmung
rechtmäßig ist (2 BvL 5(1998, 2 BvL 6/1998).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Arzt einen
Patienten über die Gefahren einer gefährlichen Operation (z. B. Gefahr der
Blasenlähmung bei Bandscheibenoperation) spätestens am Tag vor der Operation
aufklären, damit der Patient durch hinreichende Abwägung sein
Selbstbestimmungsrecht angemessen ausüben kann (VI ZR 131/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein wegen
eines Baumangels (z. B. mangelhafter Estrich) sein Eigenheim nicht benutzen
könnender Besteller vom Hersteller Ersatz von (nicht entstandenen) Hotelkosten
(z. B. 3220 Euro) verlangen (VII ZR 251/2003 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands führt die
Nichtigkeit eines gegen das Rechtsberatungsgesetz verstoßenden Treuhandvertrags
zur Unwirksamkeit der zur Ausführung der übertragenen Geschäftsführung
erteilten Prozessvollmacht (IV ZR 222/2002 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die
Bundesrepublik Deutschland die Kosten der Beseitigung wilden Mülls in
bundeseigenen Schifffahrtsanlagen tragen (7 C 15/2003 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind zwei
Steuerbescheide ausgesetzt, weil das Existenzminimum in jedem Fall steuerfrei
bleiben muss und nicht aus politischen Überlegungen einer einzelnen
Einkunftsquelle zugeordnet werden darf (XI B 7/2002 6. März 2003, XI B 76/2002
6. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts muss eine
Wohnungseigentümerin ein als Begrenzung der Aufenthaltsmöglichkeiten ihrer
Katze über den Balkon gespanntes Netz entfernen, wenn es das Erscheinungsbild
der Wohnanlage beeinträchtigt (2 Z BR 38/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main sind die
Kosten eines Patentanwalts in einer Kennzeichenstreitsache erstattungsfähig (6
W 4/2003 22. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist das Zusammenwirken
eines Schönheitschirurgen mit einem Vermittlungsdienst für kosmetische
Chirurgie rechtswidrig (3 U 160/2000 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken kann eine
Zweigniederlassung einer im europäischen Ausland gegründeten
Kapitalgesellschaft in ein Handelsregister Deutschlands auch dann eingetragen
werden, wenn die Gesellschaft in ihrem Heimatstaat nicht wirtschaftlich tätig
ist (3 W 21/2003 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin haben Anwohner
keinen Anspruch auf Einschränkung des Nachtflugbetriebs des Flughafens Tegel,
weil keine bei Planfeststellung nicht bereits zu erwartende neue
Beeinträchtigungen vorliegen (6 A 8/2003 9. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen darf
der Posttower in Bonn auf Grund einer Nachbarschaftsvereinbarung weiter nachts
leuchten (10 B 145/2003 12. Mai 2003).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen besteht ein
Anspruch eines Heimbetreibers auf bewohnerorientierte staatliche
Aufwendungszuschüsse für bestimmte Kosten vollstationärer Pflegeeinrichtungen
nur, wenn der jeweilige Bewohner nicht in der Lage ist, die Kosten zu tragen
(16 A 1594/2002 9. Mai 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist eine
längere, unerlaubte Nebentätigkeit eines Beamten (vor allem im
Krankgeschriebenenzustand) ein schweres, eine Dienstenthebung und eine
Gehaltskürzung rechtfertigendes Dienstvergehen (3 B 10527/2003 13. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dresden muss Dresden nicht eine im
Oktober 1945 fällige Anleihe von 1000 Golddollar des Jahres 1927 mit Zinsen in
Höhe von insgesamt 26000 Dollar zurückzahlen, weil die heutige Stadt Dresden
wegen Untergangs in der Deutschen Demokratischen Republik und Neubegründung
nicht mit der (juristischen Person) Stadt Dresden des Jahres 1927 identisch ist
(5 O 683/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel ist der Mieter zur Instandhaltung
und Instandsetzung der von ihm ohne Vertragsverpflichtung ausgeführten
Installationen und Einbauten verpflichtet (1 S 180/2002 17. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist der Name Memory als
Wortmarke so geschützt, dass die Herausgeberin eines Frauenmagazins (z. B.
Elle) ihn nicht für ein virtuelles Legekartenspiel (z. B.Fashion Memory) im
Internet verwenden darf (33 O 3824/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz darf zum Schutz der
Leibesfrucht eine nicht gegen Mumps geimpfte Schwangere nicht in einem
Kindergarten beschäftigt werden (5 K 1811/2002 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist die Bildung einer
Aufbaugemeinschaft für Flurbereinigungsmaßnahmen von Rebflächen mit
Eingliederung einzelner Grundstückseigentümer ein gerichtlich angreifbarer
Verwaltungsakt (1 L 357/2003 28. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Tierggarten ist ein Polizist vom
Vorwurf der Verfolgung Unschuldiger (z. B. Wolf-Dieter Narrs) freigesprochen.
Die Gewerkschaft der Lokomotivführer Deutschlands erreicht bei der Deutschen
Bahn AG zwar nicht den Abschluss eines eigenen Tarifvertrags, aber eine
Regelung spezifischer Fragen in einem besonderen Anhang zum einheitlichen
Tarifvertrag.
Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt wegen Korruptionsverdacht im Zusammenhang
mit Versorgungsflügen der Bundeswehr nach Afghanistan mit einem möglichen
Schaden von 10 Millionen Euro gegen Offiziere der Bundeswehr.
Das Konzil der Humboldt-Universität Berlin beschließt einstimmig, im
Wintersemester 2003/2004 keine neuen Studenten zu immatrikulieren, wenn es bei
den angedrohten Hauhaltskürzungen (von mehr als 100 Millionen Euro) bleibt.
Bertelsmann verkauft BertelsmannSpringer (Wissenschaftsverlage u. a. mit
Böhlau) für 1,05 Milliarden Euro an Kluwer Academic Publishers (zweitgrößte
Fachverlagsgruppe hinter dem Weltmarktführer Elsevier Science).
Der Reisepass Deutschlands soll künftig wahlweise 32 oder 48 Seiten umfassen.
2003-05-12 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Beschränkung
europarechtlich zulässiger vergleichender Werbung durch das Recht eines
Mitgliedstaats europarechtswidrig (C-44/2001 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein von
Schwiegereltern im Testament bedachtes Schwiegerkind grundsätzlich auch nach
Scheidung seiner Ehe vor dem Tod des Erblassers Erbe (IV ZB 28/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf die
Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis als Spezialitätenkoch nicht zur Begründung
eines unbefristeten Daueraufenthalts führen (1 C 4/2002 8. Mai 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands gibt es im
Kosovo die Gefahr einer politischen Verfolgung nicht mehr (1 C 15/2002 8. Mai
2003, 1 C 16/2002 8. Mai 2003, 1 C 36/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des
Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg muss ein Rundfunkgeräte bei einer
Sonderaktion verkaufender Lebensmitteldiscounter (z. B. Aldi) (wegen der
Gebührenpflichtigkeit der Möglichkeit der Inbetriebnahme eines Geräts)
Rundfunkgebühren zahlen (2 S 699/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel darf ein Carport unmittelbar an
der Grundstücksgrenze gebaut werden (18 S 57/2002 10. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz darf eine Stadt die
Nutzung einer Wohnung untersagen, wenn der Grundstückseigentümer einen
verlangten zweiten Rettungsweg nicht errichtet.
Nach einer Entscheidung des Berufungsgerichts Arnheim ist der wegen eines
Brandes in einer Feuerwerksfabrik in Enschede zu 15 Jahren Haft verurteilte
Hauptverdächtige einer Brandstiftung freigesprochen.
Bund und Länder Deutschlands vereinbaren die Errichtung von Ganztagesschulen im
Programm Zukunft, Bildung und Betreuung.
Litauen bejaht mit 90 Prozent der (zu 63 Prozent) abgegebenen Stimmen
den Beitritt zur Europäischen Union.
Bernd Grüner ist Direktor des Sozialgerichts Gießen.
Der Wert des Euro steigt auf 1,16 Dollar.
Die Jahressollarbeitszeit des Arbeitnehmers beträgt in Japan 1955 Stunden, in
den Vereinigten Staaten von Amerika 1904 Stunden, in der Schweiz 1843 Stunden,
in Spanien 1721, in Österreich und Italien 1720 Stunden, in Finnland 1708
Stunden, in Großbritannien 1692 Stunden, in Frankreich 1604 Stunden und in den
alten Bundesländern Deutschlands 1557 Stunden im Jahr.
Bernd von Waldow Sophienwalde 31. Mai 1941-Stockholm 12. Mai 2003.
2003-05-11 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine ein ihr
ungünstiges Sachverständigengutachten angreifende Partei nicht verpflichtet,
ein Privatgutachten einzuholen (IV ZR 321/2002 19. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Richtervorlage gemäß Art. 100 GG unzulässig, wenn das vorlegende Gericht den
Sachverhalt nicht so weit aufgeklärt hat, dass die Entscheidungserheblichkeit
der zu prüfenden Vorschrift feststeht, und kann trotz erheblicher Zweifel an
der Geschäftsfähigkeit im Übrigen eine teilweise Geschäftsfähigkeit für die
Eheschließung gegeben sein (1 BvL 14/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Zahlungsklage begründet, wenn ein Sachverhalt vorgetragen und festgestellt
wird, der die begehrte Zahlung rechtfertigt, ohne dass es auf die Bezeichnung
des rechtlichen Gesichtspunkts durch den Kläger ankommt (XI ZR 125/2002 21.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet § 255a
(Absatz I bis III) im Berufungsverfahren entsprechende Anwendung (1 StR
306/2002 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der wegen
Nichtzahlung der Miete durch den zahlungsunfähigen Wohnraummieter kündigende
und Räumungsklage erhebende Vermieter zugleich auf die bis zur Herausgabe der
Wohnung fällige Nutzungsentschädigung klagen (VIII ZB 66/2002 20. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands gilt ein
unter mehreren übereinander angebrachten Verkehrszeichen angebrachtes
Zusatzschild nur für das unmittelbar über ihm angebrachte Verkehrszeichen (3 C
51/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann das die
Planfeststellung beantragende Straßenbauamt im Streit um den
Planfeststellungsbeschluss nicht beigeladen werden (9 VR 11/2002 28. August
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind von einem
allgemeinen Feststellungsantrag Kündigungen des Arbeitgebers nicht erfasst, die
nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung vor dem Arbeitsgericht erfolgen und
vom Arbeitnehmer mit einer gesonderten Kündigungsschutzklage angegriffen werden
(2 AZR 622/2001 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss bei einem
Teilbetriebsübergang der Arbeitgeber einem betroffenen, dem Übergang seines
Arbeitsverhältnisses (voraussichtlich) widersprechenden Arbeitnehmer die
Weiterbeschäftigung auf einem freien Arbeitsplatz anbieten (2 AZR 195/2001 15.
August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist über die Frage
des Verfügens über kein oder nur geringes Vermögen unabhängig von der Anlageart
nach dem Verkehrswert zu entscheiden (III R 41/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist in
Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit der allgemeine Rechtsgedanke des §
236 II 2 ZPO über die Gewährung der Wiedereinsetzung auch ohne Antrag zu
beachten (3 Z BR 186/2002 23. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist eine
Bestellung einer Dienstbarkeit oder einer Reallast zu Gunsten eines an dem
Rechtsgeschäft nicht beteiligten Dritten unwirksam, weil § 328 BGB auf dingliche
Rechte nicht anwendbar ist (2 Z BR 57/2002 17. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz bedarf eine Veräußerung
eines Grundstücks durch eine auf rein verwaltende Tätigkeit gerichtete, einen
minderjährigen Gesellschafter aufweisende Gesellschaft des bürgerlichen Rechts
einer familiengerichtlichen Genehmigung (9 UF 397/2002 22. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Erklärung, nicht
als Gesamthandgläubiger, sondern als Sozietät zu klagen, keine subjektive
Klageänderung, sondern nur eine Klarstellung des Rubrums (17 U 102/2001 29.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster setzt Hilfe zur
Erziehung das Einverständnis des Personensorgeberechtigten voraus (12 A 4352/2001
12. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden gilt für den belastenden
Teil eines teils belastenden, teils begünstigenden Mischverwaltungsakt das
Verbot, die gesetzliche Ermächtigungsgrundlage im Weg analoger Anwendung zu
gewinnen (6 K 2617/2001 29. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist eine
Enteignung ohne vorherige sorgfältige Prüfung der Nutzbarkeit einer
öffentlichen Straße für eine Fernleitung rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Bayer 5,6 Millionen Dollar Geldstrafe wegen überhöhter Preise
zahlen.
Mit fast 90 Prozent der abgegebenen Stimmen wird die Oberbürgermeisterin Hanaus
(nach Vermischung privater und dienstlicher Angelegenheiten und Überziehung
ihres Budgets) abgewählt.
Der Bundesrechnungshof Deutschlands lehnt die Herausgabe eines Gutachtens über
die umstrittene Grundstücksbewertung der Deutschen Telekom AG an die
Staatsanwaltschaft Bonn ab.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nimmt auf Grund einer erfolgreichen
Beschwerde die Ermittlungen gegen Rolf Breuer wegen Verletzung des
Kreditwesengesetzes wieder auf.
2003-05-10 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands richtet sich die Besitzeinweisungsentschädigung
für eine über den 3. Oktober 1990 hinaus fortdauernde Inanspruchnahme von
Grundstücken für Zwecke der amerikanischen, britischen und französischen
Streitkräfte in Berlin nach den Nutzungsmöglichkeiten, die der Eigentümer ab dem
3. Oktober 1990 gehabt hätte (III ZR 217/2002 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht auch dem, der
ein im Ausland hergestelltes erfindungsgemäßes Erzeugnis im Inland
weiterverarbeitet hat, ein Weiterbenutzungsrecht grundsätzlich nur unter den
Voraussetzungen des § 28 II ErstrG zu (X ZR 100/2000 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Berufungsurteil wenigstens erkennen lassen, was der Berufungskläger mit seinem
Rechtsmittel erstrebt hat (VIII ZR 262/2002 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird ein
Verkehrsvorgang im fließenden Straßenverkehr nur dann zu einem Eingriff in den
Straßenverkehr nach § 315b I StGB, wenn das Fahrzeug mit Schädigungsvorsatz
missbraucht wird (4 StR 228/2002 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Beschluss
einer Generalversammlung einer Genossenschaft über eine Ermächtigung des
Aufsichtsrats zur Führung eines Prozesses gegen ein Vorstandsmitglied erkennen
lassen, dass ein Anspruch geltend gemacht wird, und den Anspruch in seinem
wesentlichen Kern hinreichend umreißen (II ZR 187/2002 17. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird durch eine den
Anschein, die gerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen könne allein durch
Klageerhebung erfolgen, erweckende Rechtsfolgenbelehrung die Frist des § 12 III
VVG nicht in Gang gesetzt (IV ZR 44/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann § 19 MarkenG
im Einzelfall die Verpflichtung begründen, Zweifel über einen Lieferanten
(nicht aber Zweifel über einen Vorlieferanten oder Hersteller) durch Nachfrage
bei den in Betracht kommenden Lieferanten aufzuklären (I ZR 18/2001 23. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen ist ein
Trennungsunterhaltsanspruch eines aidserkrankten, unterhaltenen Partners nicht
schon deshalb zu versagen, weil die Trennung bereits drei Monate nach Eintragung
erfolgt ist (4 WF 121/2002 10. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann von einem
haushaltsführenden Ehegatten nach zehn Ehejahren vor Ablauf des Trennungsjahrs
keine Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verlangt werden, wenn der
pflegebedürftige Ehemann die Frau nur geheiratet hatte, um von ihr versorgt zu
werden (9 UF 785/2001 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz erhöhen unentgeltliche
Zuwendungen an ein Schwiegerkind oder einen Verschwägerten das Endvermögen (9
UF 530/2001 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Korbach muss bei einvernehmlich nicht
lösbaren Meinungsverschiedenheiten zwischen muslimischen Eltern und ihren sich
westlicher Lebensweise zuwendenden minderjährigen Kindern ein Eingriff in die
elterliche Sorge erfolgen (7 F 996/2002 23. Januar 2003).
Reich, Norbert/Micklitz, Hans-W., Europäisches Verbraucherrecht, 4. A. 2003
Brambring, Günter, Ehevertrag und Vermögenszuordnung unter Ehegatten, 5. A. 2003
Frank, Rainer, Erbrecht, 2. A. 2003
Weiß, Wolfgang/Herrmann, Christoph, Welthandelsrecht, 2003
Arbeitshandbuch für die Hauptversammlung, hg. v. Semler, Johannes/Volhard,
Rüdiger, 2. A. 2003
Muckel, Stefan, Sozialrecht, 2003
Römermann, Volker/Hartung, Wolfgang, Die Anwaltsstation nach neuem Recht, 2003
Bayerische Juristenmesse 22. Mai 2003, Künstlerhaus am Lenbachplatz, D 80333
München, 9.30-17.30 www.juristenmesse.de
2003-05-09 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein die Mietzahlung
mindernder Mieter darauf vertrauen, dass der mit einer Minderung in geringerer
Höhe einverstandene, die sofortige Beseitigung des Mietmangels zusagende, aber
nicht ausführende Vermieter keine Nachzahlung einbehaltener Miete verlangen
wird (XII ZR 66/2001 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Anführen
von Tätigkeitsbereichen anderer Unternehmensmitglieder in einer Stellenanzeige
eines Unternehmens nicht wettbewerbsrechtswidrig (I ZR 115/2000 5. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine seit 160
Jahren Bier als Klosterbier vertreibende Brauerei ihr Bier auch ohne heutigen
unmittelbaren Bezug zu einem Kloster als Klosterbier vertreiben (I ZR 276/1999
7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Lohnzahlung eines aus Spenden und Beiträgen finanzierten Vereins an einen
Lehrling in Höhe von nur 72 Prozent des Tarifs nicht unangemessen niedrig (6
AZR 191/2002 8. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf ein Sportverein (z. B.
Schalke 04) für die private Rentenversicherung seines Hauptsponsors (z. B.
Victoria) unter seinen Mitgliedern werben (4 U 161/2002 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen hat ein in Deutschland
ansässiges, mit einem Ehepartner als Ortskraft in einem Konsulat tätiges
Ehepaar einen Anspruch auf Kindergeld (14 K 526/2000 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt an der Oder ist ein
Frühlingsrabatt eines Gesundheitszentrums für Schönheitsbehandlungen
rechtswidrig (/32 O 43/2003 25. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Lauterbach ist ein den Tod seines homosexuellen
Nachbarn feiernder Rentner zu 2700 Euro Geldstrafe verurteilt (1 Js 8839/2002
DS 8. Mai 2003).
Der Bundestag Deutschlands beschließt mehrheitlich das Zuwanderungsgesetz.
Der Bundestag Deutschlands beschließt mehrheitlich die Aufhebung der Befristung
des Bannmeilengesetzes.
Das Bundeskartellamt Deutschlands genehmigt den Erwerb von DSF Deutsche
Sportfernsehen GmbH und Sport 1 GmbH durch EM.TV & Merchandising AG und
Karstadt Quelle AG.
2003-05-08 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs müssen wegen des
bevorstehenden Beitritts der Slowakei zur Europäischen Union (bereits jetzt)
Regelwerke von Sportverbänden eines Mitgliedstaats (z. B. Deutscher
Handballbund) Spieler aus der Slowakei mit Staatsbürgern der derzeitigen
Mitgliedstaaten gleichstellen (C-438/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland können Unterhalt für
Eltern leistende (erwachsene) Kinder nur von Geschwistern, nicht aber von den
Ehegatten ihrer Geschwister Auskunft über ihre Vermögensverhältnisse verlangen
(XII ZR 229/2000 7. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein bundesweit
tätiger, eine eigene Rechtsabteilung führender Mieter verpflichtet, die Frage
der Berechtigung der Hinterlegung der Miete von seiner Rechtsabteilung prüfen
zu lassen (XII ZR 23/2000 12. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss auch der im
Rahmen einer so genannten Vertrauensarbeitszeit keine Arbeitszeiterfassung
vornehmende Arbeitgeber dem Betriebsrat alle für die Überprüfung der Einhaltung
von Gesetzen und Tarifverträgen notwendigen Unterlagen zur Verfügung stellen (1
ABR 13/2002 6. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei
uneingeschränkter Zulassung einer Revision im Urteilstenor eine Einschränkung
der Revision in den Urteilsgründen auf einen einzelnen Streitgegenstand
unzulässig (5 AZN 751/2002 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die private
Nutzung eines betrieblichen Geländewagens mit einem zulässigen Gesamtgewicht
von mehr als 2,8 Tonnen (als private Nutzung eines betrieblichen
Personenkraftfahrzeugs) einkommensteuerpflichtig (X R 23/2001 13. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm kann Sicherheitsleistung
für bereits erbrachte, noch nicht bezahlte Leistungen auch nach Abnahme des
Werks in Bezug auf Mängelbeseitigungsansprüche verlangt werden(24 U 62/2002 28.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
Grundstückseigentümer zur Beseitigung des von Unbekannten auf seinem Grundstück
abgelegten Abfalls verpflichtet (8 B 10668/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin kann der Berliner Mietspiegel
nicht zur Begründung eines Mieterhöhungsverlangens in einem Zweifamilienhaus
verwendet werden (64 S 159/2001 22. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg ist das Strafverfahren gegen
die drei Angeklagten wegen des Zugunglücks von Eschede gegen Zahlung von je
10000 Euro eingestellt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier dürfen von einem der
Herstellung oder Verbreitung von Kinderpornographie Verdächtigen Fingerabdrücke
und Handabdrücke genommen sowie Fotografien hergestellt werden (1 L 305/2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin ist der fristlose Austritt
Berlins aus dem kommunalen Arbeitgeberverband wegen Nichtnennung eines
wichtigen Grundes unwirksam (96 Ca 5296/2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main berechtigt die
Mitnahme betrieblicher Akten in die Privatwohnung durch einen Arbeitnehmer
nicht zur fristlosen Kündigung (9 Ca 8267/2002).
Die Justizminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf
eine (künftige) gegenseitige Anerkennung von Geldstrafen und Geldbußen des
fließenden Verkehrs von mehr als 70 Euro (z. B. keine Eintreibung von Geldbußen
für falsches Parken in einem anderen Mitgliedstaat).
Nach Angabe der Ernst Klett AG ist es noch unklar, wo das Geld bei dem für 24
Millionen Euro übernommenen Österreichischen Bundesverlag verschwindet.
Georg Scholz gestorben.
2003-05-07 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle hat ein in Tunesien von einem
in einer Ferienanlage angebundenen Esel gebissenes Kind keinen Anspruch auf Schadensersatz
gegen den Reiseveranstalter (11 U 70/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen ist eine Vergabekammer
nicht verpflichtet, eine erst im Nachprüfungsverfahren erkannte, objektiv
begründete Rüge zu beachten, wenn der Nachprüfungsantrag wegen fehlender
Antragsbefugnis des Antragstellers unzulässig ist (6 Verg 2/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main ist die
Kündigung eines sich als Mobbingopfer fühlenden Arbeitnehmers in der Probezeit
zulässig (12 Sa 561/2002 21. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main darf ein
einzelner Arbeitnehmer (z. B. Gruppenleiter) nicht von Überstunden
ausgeschlossen werden (11 Sa 743/2002 20. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist ein trotz Verbots in
einem Flugzeug telefonierender Reisender wegen Gefährdung des Flugverkehrs zu
1260 Euro Geldstrafe verurteilt (22 S 8/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf rechtfertigt ein entgegen
dem Katalog fehlendes Schwimmbad eine Minderung des Reisepreises (22 S
531/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln kann ein Darlehensnehmer bei
Vereinbarung variabler Zinsen bei Sinken des allgemeinen Zinssatzes (z. B. um
0,3 Prozent) eine Anpassung seines Zinssatzes verlangen und überhöhte
Zinszahlungen (z. B. 20000 Euro) zurückfordern (2 O 152/1999).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln rechtfertigt ein fehlender Steg
als Meereszugang für einen Schnorchelurlaub eine Minderung des Reisepreises um
20 Prozent (122 C 580/2002).
Nach einer Entscheidung der Bundesregierung Deutschlands dürfen Händler selbst
entscheiden, ob und wann sie die Preise ihrer Waren senken, ist Verbreitung
unerwünschter Werbung durch e-mail, SMS oder Telefax unzulässig und erhalten
Verbraucherverbände einen Gewinnabschöpfungsanspruch gegenüber unlauter zum
Schaden vieler Kunden handelnder Händler.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf das Geständnis des minderjährigen, ohne anwaltliche Beratung
aussagenden Todesschützen John Lee Malvo verwertet werden.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Simbabwes sind Teile des
Pressegesetzes Simbabwes verfassungswidrig.
Nach einer Entscheidung der zuständigen Stelle Schwedens ist der Vorname
Staalman (Supermann) nicht zulässig.
Der Preis des Euro steigt auf 1,1365 Dollar.
Die Umweltsteuer der Balearen erbrachte 2002 rund 37 Millionen Euro.
2003-05-06 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein gewerblicher
Vermittler von Terminoptionen unerfahrene Kunden unmissverständlich,
schriftlich und in auffälliger Form auf ein Verlustrisiko (z. B. höheres
Disagio) hinweisen, um einen Schadensersatzanspruch aus vorsätzlicher
sittenwidriger Schädigung zu vermeiden (XI ZR 385/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist das Betreiben
der Abwicklung des Grundstückskaufs für den Erwerber im Rahmen eines
Bauträgermodells ohne Erlaubnis nach dem Rechtsberatungsgesetz rechtswidrig, so
dass Rechtsgeschäft und Bevollmächtigung nichtig sind (, nicht jedoch auch der
Finanzierungsvertrag) (XI ZR 188/2002 18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands gelten die
Beschränkungen beim Steuerabzug (von z. B. 8200 DM Werbungskosten) für ein
häusliches Arbeitszimmer nicht, wenn der Arbeitnehmer (z. B. ein
Steuersachbearbeiter) einen Raum seines Eigenheims (z. B. für 2400 DM) an
seinen Arbeitgeber vermietet und darin seine Arbeitsleistung erbringt (VI R
147/2000 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg haftet ein deutsches,
sich auf seiner Webseite als Vertriebsunternehmen seiner Schweizer
Muttergesellschaft darstellendes Unternehmen neben der Muttergesellschaft für
die (nach deutschem Recht) unzulässige Werbung der Muttergesellschaft (3 U
138/2002 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist eine
Nachlasspflegschaft zur Klärung der Rechte am Nachlass Gustav Raus angeordnet
(14 Wx 3/2003 2. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen muss ein
in der privaten Pflegeversicherung säumiger, im sozialgerichtlichen Verfahren
zur Zahlung der Rückstände verurteilter Beitragszahler nicht die dem
Versicherer entstandene Pauschalgebühr für das Sozialgerichtsverfahren tragen
(3 P 49/2002 10. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg muss der Anbieter einer
Datenverbindung mit der Hochpreisvorwahl 0190 (z. B. 2,42 DM pro Minute)
nachweisen, dass und wie (z. B. mit welcher Version seiner Software) ein
Vertrag abgeschlossen wurde (11 S 8162/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz ist eine Klage gegen
eine einem Wettbewerber erteilte Taxikommission wegen Gefährdung der
Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxigewerbes mangels drittschützenden
Charakters der entsprechenden Vorschrift im Personenbeförderungsgesetz
unzulässig (6 K 2708/2002 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II ist Georgios Trifinopoulos
aus Dachau wegen Wahlbetrugs durch Beratung bei der Ausfüllung von
Briefwahlunterlagen zu 15 Monaten Haft mit Bewährung und 15000 Euro Geldbuße
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg rechtfertigt ein grippaler
Infekt grundsätzlich keinen Rücktritt von einer vereinbarten Reise (z. B. nach
Kuba) (12 C 145/2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss ein Versicherungsnehmer
einer Reiserücktrittsversicherung dem Versicherer die schwere Erkrankung eines
Angehörigen ohne schuldhaftes Zögern mitteilen (261 C 35677/2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist die Tötung eines
Demonstranten durch einen Polizisten bei dem G8-Gipfel in Genau durch Notwehr
gerechtfertigt.
Das Europäische Patentamt schränkt das Sojapatent ein.
Albert Rädler 70.
2003-05-05 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Überprüfung der
Entlassung eines Geistlichen aus einem kirchlichen Dienstverhältnis (z. B.
eines Offiziers der Heilsarmee) durch ein staatliches Gericht auf die Überprüfung
der Einhaltung grundlegender Sätze der Rechtsordnung beschränkt (V ZR 261/2002
28. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Eigentümer
eines Grundstücks für den durch einen auf seinem Grundstück umstürzenden Baum
bei einem Nachbarn verursachten Schaden auf Grund der Verkehrssicherungspflicht
einstehen (V ZR 319/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist der Sofortvollzug
einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands gegen TEAG wegen
überhöhter Durchleitungsgebühren rechtswidrig (Kart 4/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist der
Bebauungsplan Nr. 2 des Planungsverbandes Güterverkehrszentrum Raum Augsburg
rechtswidrig (8 N 3009/2001 30. April 2003).
Nach Entscheidungen des Landessozialgerichts Berlin bestehen
verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Richtgrößenvereinbarung für das Jahr
1998 (7 B 258/2002 KA ER 11. April 2003, 7 B 302/2002 KA ER).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg ist die Anklage gegen Max
Strauß wegen Steuerhinterziehung (von rund 2,5 Millionen Euro) zugelassen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist das Führen eines von
der Hamilton University der Vereinigten Staaten von Amerika verliehnen Doktorgrades
der Philosophie nicht von einer Erlaubnis des Ministeriums für Bildung des
Landes Rheinland-Pfalz abhängig (1 K 632/2001 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Berlin kann ein an multipler
Sklerose leidender Versicherter einer gesetzlichen Krankenkassen nicht die
Bezahlung der Versorgung mit Immunglobulinen durch die gesetzliche Krankenkasse
verlangen (S 84 KR 3669/2001 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Göttingen kann der nach Anzeige der
Masseunzulänglichkeit den Geschäftsbetrieb ohne Befriedigung von
Neumasseverbindlichkeiten (z. B.
Sozialversicherungsbeitragszahlungsverpflichtungen) fortsetzende
Insolvenzverwalter aus wichtigem Grund abberufen werden (74 IN 114/2001 21.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs kann Bernd
Pischetsrieder gegen Mark Chitty die Räumung der Pension Christel durchsetzen.
Die Europäische Kommission setzt die Förderung der ostdeutschen Bundesländer
fort.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs der Philippinen ist der (u.
a. von Fraport geschlossene) Vertrag zur Errichtung eines Flughafens in Manila
rechtswidrig.
Die Fraktionen des Landtags Schleswig-Holsteins nehmen von der zum 1. Juni 2003
beschlossenen Diätenerhöhung auf Grund des öffentlichen Drucks Abstand.
Die Zahl der gegen Frankreich anhängigen Vertragsverletzungsverfahren in der
Europäischen Union beträgt derzeit 220 (Italien 200, Spanien 153, Griechenland
144, Belgien 138, Deutschland 136, Gesamtzahl 1598).
Auf Thermopapier gedruckte Kassenzettel können nach Unlesbarkeit durch
Zeitablauf nicht mehr der Finanzverwaltung als Kostennachweis vorgelegt werden.
2003-05-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands wird die
Berufsfreiheit eines Rechtsanwalts verletzt, wenn ihm ein Gericht eine (auch
wertende) Werbeaussage im Internet (z. B. optimale Interessenvertretung) als
nicht erlaubtes Werturteil über die eigene Kompetenz untersagt (1 BvR 189/2003
28. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Verfassungsbeschwerde (z. B. der Gesellschaft für transzendentale Meditation)
gegen eine verwaltungsgerichtliche Entscheidung im Eilverfahren insoweit
unzulässig, als Grundrechtsverletzungen gerügt werden, die sich auf die Hauptsache
beziehen, die tatsächliche und einfachrechtliche Lage durch die Fachgerichte
noch nicht ausreichend geklärt ist und dem Beschwerdeführer durch die
Verweisung auf den Rechtsweg in der Hauptsache kein schwerer Nachteil entsteht
(1 BvR 1919/1995 6. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt, wenn der
nicht abgewohnte Teil eines zur Errichtung eines Wohngebäudes zur Verfügung
gestellten Betrags dem Zahlenden bei Auszug zu erstatten ist, zwischen ihm und
dem Zahlungsempfänger ein Mietvertrag zu Stande (V ZR 333/2001 31. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen Parteien
einen gewollten Haftungsausschluss für nach Vertragsschluss und vor
Gefahrübergang entstehende Mängel deutlich machen (V ZR 248/2002 24. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist dem
Revisionsbeklagten nur die halbe Prozessgebühr zu erstatten, wenn der
Prozessbevollmächtigte des Revisionsbeklagten die Zurückweisung der Revision
vor Begründung der Revision beantragt (X ZB 27/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die kommunale
Rechtsaufsicht Amtspflichten der Aufsichtsbehörde auch gegenüber der zu
beaufsichtigenden Gemeinde als einem geschützten Dritten begründen (III ZR
201/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der
Tatrichter, der von der Aussage eines sachverständigen Zeugen über sachkundig
getroffene Feststellungen abweichen will, seine bessere Sachkunde darlegen und
ist den Voraussetzungen eines Altenteils nicht genügt, wenn der Übernehmer in
den übergebenen Räumen seine Berufstätigkeit aufnimmt oder fortsetzt (V ZR
293/2001 25. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist das
Gesetz über die Errichtung und den Betrieb einer Rohrleitungsanlage zwischen
Vohburg und Waidhaus verfassungsgemäß und die dadurch zulässige Enteignung dem
Wohl der Allgemeinheit dienlich (4 C 7/2001 24. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann eine
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Revisionsverfahren geheilt
werden (8 C 37/2001 31. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
außerordentliche Beschwerde zum Bundesfinanzhof für den Geltungsbereich der
Finanzgerichtsordnung nicht mehr statthaft (I B 114/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts entspricht ein
den Verwalter entlastender Eigentümerbeschluss grundsätzlich nicht
ordnungsgemäßer Verwaltung (2 Z BR 104/2002 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin kommt eine
Zurückverweisung in Betracht, wenn das Verwaltungsgericht einen Antrag auf
Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes zu Unrecht aus formellen Gründen abgelehnt
und deshalb eine Sachprüfung und eine gegebenenfalls erforderliche
Augenscheinseinnahme (z. B. einer Werbeanlage in Denkmalnähe) nicht
durchgeführt hat (2 S 7/2002 24. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Weimar kann ein Mitglied
einer Rechtsanwaltskammer die Feststellung der Nichtigkeit der Beitragsordnung
in dem besonderen, vorrangigen Verfahren des § 90 BRAO erreichen (2 N 359/2002
25. November 2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist das im November 2002 in Kraft getretene Gesetz über die
Parteienfinanzierung teilweise rechtswidrig.
2003-05-03 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Revisionszulassungsgrund infolge einer zu berücksichtigenden Veränderung der
tatsächlichen Verhältnisse nach Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde
entfallen (IV ZR 278/2002 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Gericht
Parteien auf Widersprüche zwischen schriftsätzlichem Vortrag und dazu
eingereichten Unterlagen hinweisen und Gelegenheit zur Ausräumung gewähren (II
ZR 322/2000 24. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht bei
Unmöglichkeit rechtzeitiger Übermittlung eines Schriftsatzes per Telefax wegen
eines der Sphäre des Gerichts zuzuordnenden Grunds einem Antrag auf
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nicht entgegen, dass der Schriftsatz in
anderer Weise rechtzeitig hätte übermittelt werden können (V ZB 60/2002 20.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands stellt sich die
Frage, ob das Gericht bei Vernehmung eines Zeugen einer Partei zur Wahrung der
Chancengleichheit die zeugenlose Gegenpartei als Partei vernehmen muss,
jedenfalls dann nicht, wenn das Gericht seine Überzeugung von der Wahrheit oder
Unwahrheit einer streitigen Parteibehauptung nicht nur auf die Aussagen des
Zeugen stützt (XI ZR 153/2002 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Verkäufer
eines Hausgrundstücks über die Gefahr eines Befalls mit Hausschwamm nicht
aufklären, wenn der Käufer die gefahrbegründenden Umstände kennt und
entsprechende Schlüsse zieht (V ZR 25/2002 7. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gehört, wenn eine
Ehefrau nach Kindererziehung und Haushaltstätigkeit keine Berufstätigkeit
aufnimmt, das für die Familientätigkeit anzusetzende fiktive Ersatzeinkommen
zum eheangemessenen Bedarf (XII ZR 321/2000 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Hinweis
eines Gerichts, es sei an eine getroffene Absprache wegen neuer schwerwiegender
Umstände nicht mehr gebunden, in das Protokoll aufgenommen werden (4 StR
472/2002 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Vorliegen
der gesetzlichen Voraussetzungen die Verhandlung auszusetzen (nicht nur zu
vertagen) (2 StR 215/2002 24. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main besteht bei
ergänzendem Leistungsschutz regelmäßig kein Anspruch auf (teilweise)
Vernichtung der Nachbildungen oder Herausgabe an den Gerichtsvollzieher (6 W
156/2002 4. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg ist die Einladung der
Anleger eines Fonds zu einer Informationsveranstaltung durch einen Rechtsanwalt
wettbewerbsrechtswidrig (1 U 42/2002 13. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Erfurt liegt in der Beschlussfassung
einer Wohnungseigentümergemeinschaft über den Einbau eines nur einem
Wohnungseigentümer zugute kommenden Lifts keine Begründung eines
Sondernutzungsrechts (7 T 757/2001 19. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster wird ein Persönlichkeitsrecht
nicht verletzt, wenn eine Romanfigur von einem individuellen Menschen so
losgelöst erscheint, dass das Individuelle zu Gunsten des Allgemeinen der
Romanfigur objektiviert bleibt, wobei im Übrigen ein Eingriff in das
Persönlichkeitsrecht durch die Kunstfreiheit gerechtfertigt ist (12 O 601/2002
23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Jena ist eine leerstandsbedingte
Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses in einem zum Rückbau vorgesehenen
Plattenbau als letztes Mittel rechtmäßig (22 C 1182/2002 14. März 2003).
Heermann, Peter W., Geld und Geldgeschäfte, 2003
Liebs, Rüdiger, Der Unternehmenskauf, 2. A. 2003
Lange, Hermann/Schiemann, Gottfried, Schadensersatz, 3. A. 2003
Wellenhofer-Klein, Marina, Die eingetragene Lebenspartnerschaft, 2003
Willemsen, Heinz/Hohenstatt, Klaus-Stefan/Schweibert, Ulrike/Seibt, Christoph,
Umstrukturierung und Übertragung von Unternehmen, 2. A. 2003
Czychowski, Manfred/Reinhardt, Michael, Wasserhaushaltsgesetz, 8. A. 2003
Feuerich, Wilhelm/Weyland, Dag, Bundesrechtsanwaltsordnung, 6. A. 2003
Breuer, Wolfgang, Insolvenzrecht, 2. A. 2003
Grabenwarter, Christoph, Europäische Menschenrechtskonvention, 2003
Otto van Aubel 4. April 1931-3. Mai 2003.
2003-05-02 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die
Regulierungsbehörde Deutschlands für Post und Telekommunikation Mannesmann
Mobilfunk (vodafone D2) und O2 je fünf Millionen Euro Gebühren wegen
Unverhältnismäßigkeit der Gebühr im Verhältnis zum Aufwand zurückzahlen (6 C
4/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist ein
Finanzbeamter wegen rechtswidriger Hilfe bei 150 Einkommensteuererklärungen
zurückgestuft (3 A 10313/2003 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main dürfen die
Lokführer der Gewerkschaft deutscher Lokführer im Nahverkehr
streiken, sind aber bei anderen Tochtergesellschaften der Deutschen Bahn
AG an laufende Tarifverträge gebunden.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Augsburg ist ein ehemaliger
Mitarbeiter CPUs wegen Insiderhandels zu 8100 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier kann der Erwerber einer Sache in
einer Internetversteigerung vom Vertrag zurücktreten, wenn Beschreibung und
Foto im Internet einen tatsächlich vorhandenen Sachmangel nicht erkennen lassen
(1 S 21/2003 22. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin muss auf Grund der
Kunstfreiheit behinderten Menschen in Rollstühlen der Zugang zum Denkmal der
ermordeten Juden Europas Peter Eisenmanns in Berlin nicht vollständig
ermöglicht werden (19 A 284/2002 30. April 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Italiens ist Giulio Andreotti
vom Vorwurf der Zugehörigkeit zur Mafia freigesprochen.
Nach einer Mehrheitsentscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von
Amerika dürfen straffällig gewordene Einwanderer während ihres
Ausweisungsverfahrens in Haft gehalten werden.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Kolumbiens ist der am 12.
August 2002 verhängte Ausnahmezustand wegen fehlender Zustimmung des Parlaments
zur Verlängerung rechtswidrig.
Das zuständige Gericht Frankreichs kann den Verbleib von 40 Millionen Euro im
Elf-Schmiergeldprozess nicht klären.
Heineken erwirbt BBAG/Brau Union in Österreich.
In Deutschland werden am meisten geachtet Mediziner, Pfarrer, Professoren und
Unternehmer, am wenigsten Politiker, Gewerkschaftsführer und Buchhändler.
taz und Kai Diekmann nehmen ihre Berufungen gegen ein Urteil des Landgerichts
Berlin betreffend eine angebliche Operation Kai Diekmanns zurück.
Die Europäische Kommission beantragt 780 neue Stellen für die bevorstehende
Erweiterung der Europäischen Union.
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands einigt sich mit dem früheren
Fraktionsvorsitzenden in Köln Rüther auf Zahlung von 117500 Euro Schadensersatz
wegen rechtswidriger Spenden.
Die Hypo-Vereinsbank scheidet aus dem Projekt einer bankenübergreifenden
Zusammenarbeit im Zahlungsverkehr aus und die DZ Bank gründet für ihren
Zahlungsverkehr eine eigene Aktiengesellschaft.
Grundig Austria GesmbH und Grundig Vertriebs GesmbH melden in Wien Insolvenz
an.
Herbert Friedrich Jacobs 14. August 1917-28. April 2003.
2003-05-01 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine mit
Verletzung des Gleichheitssatzes begründete Verfassungsbeschwerde allein
erziehender Mütter und Väter gegen die stufenweise Abschmelzung des
Haushaltsfreibetrags wegen fehlender unmittelbarer Betroffenheit unzulässig (2
BvR 246/2002 18. März 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss der Eigentümer
eines bei einem Verkehrsunfall beschädigten Kraftfahrzeugs nicht eine besonders
günstige Reparaturwerkstätte benutzen, sondern darf das Fahrzeug selbst
reparieren und kann den Schaden in Höhe der Schätzung durch eine
Markenwerkstätte unabhängig davon ersetzt verlangen, ob er das Fahrzeug
tatsächlich reparieren lässt oder beschädigt veräußert (VI ZR 398/2002 29.
April 2003, VI ZR 393/2002 29. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dortmund muss Nordrhein-Westfalen
Klaus Esser 10000 Euro Schmerzensgeld wegen Verletzung des
Persönlichkeitsrechts durch Presseauskünfte zahlen, doch ist die
weiterreichende Klage im Übrigen abgewiesen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist die Bestätigung eines
Auftrags über im Internet angebotene Waren mittels automatischer e-mail-Antwort
in der Form, dass der Auftrag umgehend ausgeführt werde, eine Annahmeerklärung,
die nicht mit der Begründung angefochten werden kann, bei der Einstellung der
Preise ins Internet sei dem Verkäufer ein Irrtum unterlaufen, weil dieser
Irrtum nicht bei Abgabe der Willenserklärung vorgelegen hat (9 S 289/2002 16.
April 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main ist ein
Arbeitnehmer (z. B. ein Techniker) nicht verpflichtet, auf Weisung des
Arbeitgebers (z. B. der Deutschen Post) einen Psychiater aufzusuchen, so dass
er nicht wegen dieses Verhaltens gekündigt werden kann (4 Ca 7442/2002).
Silvio Berlusconi kritisiert die Verurteilung seines ehemaligen Mitarbeiters
Cesare Previti zu elf Jahren Haft und 900 Millionen Euro Schadensersatz wegen
Bestechung durch das zuständige Gericht in Mailand.
Der Euro steigt auf den Wert von 1,125 Dollar.
Die Frau von heute erscheint mit gelb statt rot unterlegtem Schriftzug wieder.
Der Ring deutscher Makler und der Verband deutscher Makler wollen sich zum
Immobilienverband Deutschland vereinigen.
Die Deka Immobilien Investment GmbH legt in der Form einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung einen nicht dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften
unterfallenden individuellen Immobilienfonds auf.
Die Europäische Kommission stimmt dem Zusammenschluss von DaimlerChrysler und
Deutscher Telekom zwecks Verwirklichung eines Autobahnmautsystems in
Deutschland unter der Auflage der Offenheit der Kraftfahrzeuge für
Telematikgeräte anderer Hersteller zu.
Das Bundesamt Deutschlands für Strahlenschutz lässt einen Transport von
Behältern mit radioaktivem Inhalt von La Hague nach Gorleben zu.
2003-04-30 30. April 2003-4. Mai 2003
zweiter europäischer Juristentag in Athen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine zugleich
Imagewerbung enthaltende Stellenanzeige einer Rechtsanwaltssozietät oder
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft rechtswidrig sein, doch soll der verständige
Leser einer Stellenanzeige von KPMG keinen Anlass haben anzunehmen, dass alle
in der Stellenanzeige genannten Tätigkeiten von jedem Mitglied der Gesellschaft
angeboten werden (I ZR 115/2000 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine zur
eigenen Erkennung von einfachen Erkrankungen wie Husten, Schnupfen oder
Kopfschmerzen anleitende Heilmittelwerbung nach Sinn und Zweck nicht vom
Werbeverbot des Heilmittelgesetzes erfasst und deshalb nicht rechtswidrig (6 U
29/2002 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg kann ein
Zeitschriftenverlag mit einer zu großzügigen Abonnentenwerbung (z. B. günstige
Testabonnements) selbst (treuwidrig) gegen die seinen (dadurch Einnahmen
verlierenden) Zeitschriftenhändlern auferlegte Preisbindungsverpflichtung
verletzen (5 U 85/2002 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München kann ein Branchenbuchhersteller
nicht 699 Euro für einen Eintrag in ein Internetbranchebuch verlangen, wenn
sein Angebot im Haupttext eine Auftragserweiterung als fast kostenlos
erscheinen lässt und der wahre Preis in der Mitte des Angebotstextes verborgen
enthalten ist (262 C 19532/2002).
In Deutschland zahlen fünf Prozent der Steuerzahler (mit Einkünften von mehr
als 80000 Euro) 40 Prozent der Steuern (zehn Prozent der Steuerzahler mit
Einkünften von mehr als 64000 Euro 54 Prozent, 15 Prozent mit Einkünften von
mehr als 55000 Euro 62 Prozent, 20 Prozent mit Einkünften von 50000 Euro 66
Prozent) und 20 Prozent mit Einkünften bis zu 8300 Euro keine Steuern (50
Prozent mit geringen Einkünften 8,4 Prozent der Steuern).
Die Deutsche Telekom will 15000 wenig benützte Telefonzellen durch einfache
Basistelefone mit eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten ersetzen.
Friedrich Hauß 28. Oktober 1908-Karlsruhe 30. April 2003.
Otto Schön 14. August 1914-30. April 2003.
2003-04-29 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann ein leiblicher,
rechtlich nicht anerkannter Vater eines Kindes bei Bestehen einer
sozial-familiären Beziehung nicht vom Umgangsrecht mit dem Kind ausgeschlossen
werden und die Vaterschaft des rechtlichen Vaters anfechten, wenn dieser mit
Mutter und Kind keine soziale Familie bildet (1 BvR 1493/1996 9. April 2003, 1
BvR 1724/2001 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen kann ein Bieter eines
Vergabeverfahrens wegen unvollständiger Preisangabe dann nicht ausgeschlossen
werden, wenn die Unvollständigkeit die Eindeutigkeit des Angebots nicht
berührt, die Unvollständigkeit wegen Geringfügigkeit keine Auswirkungen auf das
Wertungsergebnis hat und Manipulation seitens des Bieters ausgeschlossen ist (6
Verg 1/2002 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Brandenburg braucht eine
Krankenkasse nicht die Kosten einer systematischen Krebsmehrschritttherapie in
einem nicht kassenzugelassenen Krankenhaus zu tragen (L 4 KR 35/2001 26.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss ein Domaininhaber bei
der Bereitstellung einer so genannten e-card-Funktion ausreichende
Sicherheitsmaßnahmen gegen Missbrauch treffen (33 O 5791/2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main darf ein
Betriebsrat grundsätzlich das Intranet des Unternehmens benutzen (1 Bv
572/2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen ist es zweifelhaft, ob
zur Berechnung des Vorwegabzugs von zusammenveranlagten Ehegatten für
geleistete Vorsorgeaufwendungen beide Einkommen heranzuziehen sind, wenn nur
für einen Ehegatten steuerfreie Zukunftsleistungen erbracht sind (2 V 27/2003
13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz können Aufwendungen
für behindertengerechte Baumaßnahmen als außergewöhnliche Belastungen von der
Steuer abgesetzt werden (6 K 2614/2001 13. März 2003).
Die europäische Verbindungsstelle für die Verfolgung grenzüberschreitender
Straftaten Eurojust nimmt in Den Haag ihre Arbeit auf.
Die Regierung Österreichs beschließt eine Reform der Renten (u. a. Erhöhung des
Rentenalters auf 65 Jahre).
Kuba wird in die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen gewählt.
Nach Entscheidungen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation Deutschlands
darf die Deutsche Telekom ab 1. Juli 2003 einen Zuschlag von 0,4 Cent auf die
Zusammenschaltungsentgelte erheben und sinkt die monatliche Miete für einen
Teilnehmeranschluss von 12,48 Euro auf 11,80 Euro (und damit unter die
Grundgebühr von 11,82 Euro).
2003-04-28 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Rückübereignungsanspruch eines Grundstückseigentum auf den andern Ehegatten
übertragenden Ehegatten auf das Eigentum an dem Grundstück nicht stärker vor
dem Zugriff in der Zwangsvollstreckung geschützt als das Eigentum selbst (IX ZR
102/2002 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg haftet ein
Grundstückseigentümer für die durch einen herabstürzenden Felsen am
Nachbargrundstück entstandenen Schaden nur, wenn er die Ursachen für den
Absturz gesetzt hat (3 U 135/2002 2. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen muss der sich mit
eigenen Sachanträgen am Verfahren vor einer Vergabekammer beteiligende, mit den
Anträgen unterliegende Beigeladene einen entsprechenden Kostenanteil tragen (6
Verg 4/2003 4. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss eine
Krankenkasse die Kosten eines Krankenhausaufenthalts nach Einweisung durch
einen Arzt übernehmen (5 KR 51/2002 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz erhält ein
durch einen Hund verletzter Geschädigter Opferentschädigung nur, wenn das Tier
auf das Opfer gehetzt wurde oder der Halter mit einem Angriff rechnen musste
und ihn in Kauf nahm (4 VG 13/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln können die für das Befreien
eines verunglückten Kraftfahrzeugs aus einem Stahlmattenzaun erforderlichen 15
Minuten als Wartezeit am Unfallort genügen, um eine Strafbarkeit wegen
unerlaubten Entfernens vom Unfallort auszuschließen (Ss 64/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München ist der Vertrieb der Frau von
heute des Springer-Verlags wegen Verwechslungsgefahr mit der Frau im Trend des
Burda-Verlags untersagt (25. April 2003).
Die vom Verfassungsgerichtshof Österreichs als rechtswidrig erklärten
Geschwindigkeitsbeschränkungsschilder von 40 Kilometern pro Stunde in
Ortsdurchfahrten werden nach Abbau wieder angebracht, "hängen aber nur so
rum, weil erst ab einer Geschwindigkeit von mehr als 50 Kilometern in der
Stunde gestraft wird" (iura servent alii, tu felix Austria ride).
Silvio Berlusconi wird auch bei einer Verurteilung wegen Korruption nicht
zurücktreten, weil für ihn das Volk die einzige Instanz sein soll, die über den
Ministerpräsidenten richten kann.
Die Europäische Kommission stimmt dem Zusammenschluss der Landesbanken Hamburgs
und Schleswig-Holsteins zu.
Die Gläubigerversammlung des Deutschen Musikrates nimmt den Insolvenzplan an.
Die größten Investmentbanken der Vereinigten Staaten von Amerika einigen sich
mit den Aufsichtsbehörden wegen Interessenkonflikten von Analysten und
Täuschung von Anlegern auf einen außergerichtlichen Vergleich.
Mastercard International einigt sich mit Klägern auf einen außergerichtlichen
Vergleich.
Die Zahl der Rechtsanwälte Deutschlands ist zum 31. 12. 2002 auf 121420
gestiegen (16933 Fachanwälte).
Nikolaus von Bomhard wird 2004 als Nachfolger Hans-Jürgen Schinzlers
Vorstandsvorsitzender der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG.
Wulf Bernotat wird als Nachfolger Ulrich Hartmanns Vorstandsvorsitzender Eons.
Der Preis für ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent fällt auf 23,75 Dollar.
Johannes Semler 80.
2003-04-27 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte können
Versäumnisse eines Pflichtverteidigers dem Staat nur ausnahmsweise angelastet
werden, weil die Verteidigung Sache des Angeklagten ist, doch muss ein Gericht
bei Missachtung einer Vorschrift durch den Pflichtverteidiger von Amts wegen
eingreifen (38830/1997 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kann sich der Inhaber
einer Marke (z. B. Ulrich Freiesleben) nicht auf sein Ausschließlichkeitsrecht
berufen, wenn ein Dritter (z. B. Michael Hölterhoff) im Rahmen eines
Verkaufsgesprächs die Herkunft der Ware aus seiner eigenen Herstellung
offenbart, und er das betreffende Zeichen ausschließlich zur Kennzeichnung der
besonderen Eigenschaften der von ihm angebotenen Ware verwendet, so dass
ausgeschlossen ist, dass die benutzte Marke im Verkehr als betriebliches
Herkunftszeichen aufgefasst wird (C-2/2000 14. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
gesetzliche Ermächtigung der Krankenkassenverbände zur Festsetzung von Arzneimittelfestbeträgen
und Hilfsmittelfestbeträgen verfassungsgemäß (1 BvL 28/1995 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Zulassung
einer Rechtsbeschwerde durch den Einzelrichter zulässig, doch unterliegt die
Entscheidung auf Rechtsbeschwerde wegen fehlerhafter Besetzung des
Beschwerdegerichts der Aufhebung von Amts wegen (IX ZB 134/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet § 363 I StPO
auf einen Wiederaufnahmeantrag zwecks Änderung des Schuldspruchs keine
Anwendung (StB 15/2002 20. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland ist ein eine
rechtsbesorgende Tätigkeit eines Diplomfinanzwirts vorsehender Treuhandvertrag
(ebenso wie die dem Treuhänder erteilte Vollmacht) wegen Verstoßes gegen das
Rechtsberatungsgesetz nichtig (II ZR 109/2001 16. Dezember 2002).
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine allgemeine,
die Alterversorgung unangemessen einschränkende Geschäftsbedingung eines
Versicherungsvertretervertrags rechtswidrig sein (VIII ZR 146/2001 20. November
2002, VIII ZR 211/2001 20. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann einem
im Bundesgebiet geborenen und aufgewachsenen minderjährigen Ausländer (z. B.
Mehmet) die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis nur unter strengen
Voraussetzungen versagt werden (1 C 8/2002 16. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Rechtsanwalt das Empfangsbekenntnis über eine Urteilszustellung nicht
unterzeichnen und zurückgeben, ohne dass in den Handakten die Rechtsmittelfrist
festgehalten und vermerkt ist, dass sie im Fristenkalender notiert wurde, und
muss bei Veranlassung der Notierung einer Rechtsmittelfrist durch mündliche
Anweisung ausreichend organisatorisch Vorkehrung dagegen getroffen sein, dass
die Anweisung in Vergessenheit gerät und die Fristeintragung unterbleibt.(1 AZR
70/2002 10. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs kann ein häusliches Arbeitszimmer
auch in einem Anbau zum Wohnhaus bestehen und nur über einen besonderen Eingang
betretbar sein (VI R 164/2000 13. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf fallen bei
Zurückweisung der Berufung und daraus folgendem Entfall der Anschlussberufung
die Kosten der Berufungsinstanz den Parteien im Verhältnis der Werte von
Berufung und Anschlussberufung zur Last (24 U 81/2002 28. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gelten bei
Ansprüchen aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung wegen falscher
Prospektangaben die haftungsbeschränkenden Regelungen der §§ 44, 45
Börsengesetz nicht (5 W 34/2002 14. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe genügt für eine
tätliche Beleidigung (einer Frau) der Versuch einer Berührung nicht und stellt
das nur kurzfristige Versperren des Durchgangs eines Wegs keine Gewaltanwendung
dar (1 Ss 13/2002 6. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz besteht ein
Schadensersatzanspruch aus Pflichtverletzung eines Rechtsanwaltsvertrags nicht,
wenn der Rechtsanwalt ohne besondere Nachfrage nicht auf besondere Umstände (z.
B. Umgehungstatbestände, Falschangaben) hinweist (10 U 1446/2001 16. August
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg hindern die
zivilrechtlichen Bestimmungen über die (gewohnheitsrechtliche) Pflicht (von
Kindern, Ehegatten und Geschwistern eines Verstorbenen, für die Bestattung zu
sorgen und) die Kosten der Bestattung zu tragen, die Ordnungsbehörde nicht
daran, von dem seine Bestattungspflicht nicht erfüllenden
Bestattungspflichtigen den Ersatz der Kosten der Ersatzvornahme zu verlangen (8
LA 158/2002 9. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen muss ein Kind im
kommunalen Kindergarten nicht an einem Tischgebet teilnehmern, sondern kann ihm
ausweichen (4 G 471/2002 31. Januar 2003).
Postbank und Dresdener Bank senken zum 1. Juli 2003 Gebühren für
Geldüberweisungen (bis 12500 Euro) innerhalb der Europäischen Union auf 1,53
Euro bzw. 0,26 Euro.
Heinrich Siehoff 5. April 1929-27. April 2003.
2003-04-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst die Ausschlussklausel
des § 4 (1) k ARB 75 nicht auch das Erwerbsrisiko (z. B. Beteiligung an einem
geschlossenen Immobilienfonds) (IV ZR 318/2002 19. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands trifft die
Darlegungslast und die Beweislast für das Bestehen von
Unterbilanzhaftungsansprüchen grundsätzlich die Gesellschaft bzw. den
Insolvenzverwalter (II ZR 281/2000 17. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt im Rahmen der
Unfallversicherung bei einem schülertypischen Schulunfall die Haftung des
Handelnden voraus, dass sich sein Vorsatz insbesondere auch darauf erstreckt
hat, dass bei dem geschädigten Mitschüler ernsthafte Verletzungsfolgen
eintreten (VI ZR 34/2002 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Wertbriefen
von Deutschland ins Ausland bei Verlust, Entwendung oder Beschädigung die an
den Absender zu leistende Entschädigung auf den von ihm angegebenen Wert
beschränkt (X ZUR 113/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine bereits
in ein anderes, noch nicht rechtskräftiges Urteil einbezogene rechtskräftige
Verurteilung nicht nach § 31 II JGG in ein zu fällendes Urteil einbezogen
werden (4 StR 412/2002 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
Arzthaftungsansprüchen das rechtliche Interesse an der Durchführung eines
selbständigen Beweisverfahrens nicht grundsätzlich ohne Prüfung der Umstände
des Einzelfalls verneint werden (VI ZB 51/2002 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland kann sich bei Fehlen
eines Hindernisses für den tatsächlichen Marktzugang eines Parallelimporteurs
der Markeninhaber dem Umpacken des parallelimportierten Arzneimittels in neue
Umkartons unter Neuanbringung der Marke widersetzen (I ZR 141/2000 12. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Parallelimporteur nicht unter dem Gesichtspunkt unlauteren Wettbewerbsverhaltens
verpflichtet, die ursprüngliche Herstellerangabe eines Arzneimittels auf der
Packung zu entfernen (I ZR 124/2000 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands trifft, wenn der
Schuldner bei Leistung (z. B. von 319700 DM)deutlich macht, dass er nur zur
Vermeidung eines empfindlichen Übels leistet, den Empfänger im
Rückforderungsprozess die Darlegungslast und Beweislast für das Bestehen der
Forderung (I ZR 3/2000 24. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin rechtfertigt bei Fehlen einer
anderweitigen Erklärung für einen Sturz aus einem Fenster eine auf Alkohol
zurückzuführende Serumosmolalität ohne Sachverständigengutachten die
Feststellung einer alkoholbedingten Bewusstseinsstörung (6 W 12/2003 4. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin sind Schäden aus einer
Tätigkeit eines Rechtsanwalts für eine Anlagegesellschaft keine Schäden aus
freiberuflich ausgeübter Rechtsanwaltstätigkeit (6 W 246/2002 26. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin führt die Nichtangabe
früherer Unfälle auf eine Frage des Schadensersatzformulars eines
Unfallversicherers zur Leistungsfreiheit, auch wenn der Versicherer bei dem
früheren Unfall Leistungen erbracht hat (6 U 130/2002 15. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz verletzt bei
entsprechender Einbruchsdiebstahlsversicherungsvereinbarung ein Versicherter
eine Obliegenheit, wenn er nach Festestellung einer Alarmanlagenstörung am
Sonntagnachmittag sich nicht sofort um die Beauftragung eines Wächters bemüht
(10 U 1319/2001 24. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg kann auch im
Prozesskostenhilfeverfahren ein gerichtlicher Vergleich geschlossen werden (6 T
20/2003 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Trier muss ein Hausratsversicherer bei
einem Wasserschaden Hotelkosten nur in der tatsächlich angefallenen Höhe
ersetzen (32 C 489/2002 31. Januar 203).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Nürtingen ist für eine Vollstreckung
eines Haftbefehls zur Nachtzeit und an Feiertagen eine richterliche Anordnung
nicht erforderlich (1 a M 3212/2002 20. Februar 2003).
Friedrich-Karl Schwakenberg ist als Nachfolger Gerhard Mößlangs vorsitzender
Richter am Bundesfinanzhof Deutschlands.
Wolf, Manfred, Sachenrecht, 19. A. 2003
Seidl, Helmut, Familienrecht, 6. A. 2003
Brox, Hans, Handels- und Wertpapierrecht, 16. A. 2003
Pottschmidt, Günter/Rohr, Ulrich, Wirtschaftsprivatrecht für Unternehmer, 12.
A. 2003Schmehl, Martin/Vollmer, Walter, Die Assessorklausur im Strafprozess, 7.
A. 2003
2003-04-25 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg kann eine Unterschrift eines
andern Ehegatten auf einer Darlehensurkunde auch als bloßer Schuldbeitritt
anzusehen und wegen krasser finanzieller Überforderung sittenwidrig sein (4 U
204/2002 31. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg haftet ein
Geschäftsführer eines Bauträgerunternehmens für zwecks Weiterleitung an
Subunternehmer erlangte, vorsätzlich anderweitig verwendete Zahlungen (4 U
150/2002 10. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg ist eine wegen
langer Krankheit ausgesprochene Kündigung sozial ungerechtfertigt, wenn eine
die Krankheit überspielende(, zu geringerer Entlohnung
führende) Einsatzmöglichkeit besteht (6 [5] Sa 628/2001 21. Januar 2003
21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Dessau sind bei einem 13 Jahre alten,
122500 Kilometer gefahrenen Gebrauchtwagen in den Fahrraum eindringendes
Regenwasser und beschädigte Stoßdämpfer und Querlenker keine zu
Gewährleistungsansprüchen berechtigende Sachmängel (7 T 542/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt im Hauptverfahren darf die
Gewerkschaft der Lokomotivführer nicht zum Streik aufrufen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg dürfen Electronic Arts das
Spiel FIFA-Weltmeisterschaft 2002 wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte
Oliver Kahns nicht mehr verbreiten.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Duisburg ist aus einer
kapitalbildenden Lebensversicherung kommendes, wieder angelegtes Vermögen im
Rahmen der Bedürftigkeitsprüfung bei der Arbeitslosenhilfe nicht anzurechnen
(12 AL 119/2001 4. März 2003).
Nach einer Entscheidung Finanzgerichts Niedersachsen erwirbt ein gegen Zahlung
von 100000 DM ein Dauerwohnrecht an einem Haus erwerbendes und danach mit einem
Großteil dieser Summe vom Vater beschenktes Kind wegen Gestaltungsmissbrauchs
keinen Anspruch auf die Eigenheimzulage (13 K 193/2001 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Solingen ist in Einzelfällen auch bei
Kraftfahrzeugen, die älter als fünf Jahre sind, nach einem Unfall eine
Wertminderung möglich (13 C 12/2002 25. Juni 2002).
Nach Vollendung der Besetzung des Irak sinken der Ölpreis und die
Preissteigerung in Deutschland.
Ulrich Hartmann gibt seine an Eon gebundenen Aufsichtsratmandate auf.
Kanada stellt die Ermittlungen gegen Karlheinz Schreiber in Zusammenhang mit
Waffengeschäften ein.
2003-04-24 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein vertraglich
vereinbartes Baukostenlimit in der Regel als feste Obergrenze anzusehen, deren
Überschreitung durch den Architekten den Bauherrn zur Kündigung und
Rückforderung erbrachter Leistungen berechtigt (VII ZR 395/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands haben zwecks
Ermöglichung einer Ausreise ihr Haus an die Deutsche Demokratische Republik
verkaufende und übertragende Deutsche wegen des vorrangigen Vermögensgesetzes
keinen verwaltungsrechtlichen Anspruch auf Rückübertragung des Eigentums (3 C
6/2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts muss der durch
die vorübergehende Beseitigung einer Außentreppe begünstigte Wohnungseigentümer
die Kosten der Beseitigung tragen (2 Z 1002002 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist eine allgemeine
Geschäftsbedingung eines Verwaltervertrags, dass eine pauschale Sondervergütung
für Veranlassung von Klageverfahren bei Zahlungsrückstand, zahlbar vom säumigen
Eigentümer, erhoben wird, rechtswidrig (3 Wx 364/2002 6. Januar 2003).
Nach einer rechtskräftig gewordenen Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm
muss die Westdeutsche Spielbanken GmbH & Co KG einen Teil der von einem
Benutzer trotz bundesweiter Sperre im Automatensaal eines Casinos verspielten
Einsätze zurückzahlen (13 U 119/2002 7. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg steht es im Ermessen
des Erstgerichts, ein Verfahren über Lohnnachzahlung auszusetzen, wenn über
eine anhängige Kündigungsschutzklage vor einem andern Gericht noch nicht
entschieden ist (7 Ta 13/2002 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Memmingen ist die Behauptung, die
Politik eines Bürgermeisters beruhe auf Lug und Trug, erinnere an Stasimethoden
und trete die Demokratie mit Füßen, auf Grund der Meinungsfreiheit nicht
rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
zwangsweise Unterbringung von im Asylverfahren abgelehnten Ausreisepflichtigen
in einer Unterkunft für Ausreisepflichtige über mehrere Jahre, um die
Mitwirkung bei der Ausstellung von Ersatzausweispapieren zu erzwingen,
rechtswidrig (5 K 1318/2002 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Siegburg verliert bei Vereinbarung der
Möglichkeit der Stellung eines geeigneten Nachmieters der einen benannten
Nachmieter ohne nähere Prüfung zurückweisende Vermieter den Anspruch auf
weitere Mietzahlung gegen den Mieter (8 a C 181/2001 9. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Österreichs muss der Staat
die Betreuungskosten für Asylsuchende bis zum Abschluss des Asylverfahrens
tragen.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Spaniens ist die Auflösung aller
Abgeordnetengruppen Batasunas in den baskischen Regionen und in Navarra
angeordnet.
Wolfgang Noftz ist Honorarprofessor in Kiel.
Susanne Riess-Passer wird ab 1. Januar 2004 Generaldirektorin bei der
Bausparkasse Wüstenrot.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Südafrikas ist Winnie Mandela
wegen Betrugs und Diebstahls in 434 bzw. 25 Fällen schuldig.
Das Bundeskartellamt Deutschlands stimmt dem Kauf ProSiebenSat.1s durch die
Saban Capital Group zu.
In Deutschland beginnt das call by call-Verfahren für das Ortsnetz, wodurch
Preissenkungen bis zu 70 Prozent möglich sind.
Einen Tag vor Fälligkeit der Schadensersatzforderung Graciano Roccigianis gegen
den Boxweltverband WBC meldet der Verband Konkurs an.
2003-04-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine
Hausratsversicherung nicht den Wert von aus einer eineinhalb Kilometer von der
Wohnung des Versicherten entfernten Garage gestohlenen Werkzeugen ersetzen (IV
ZR 270/2002 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein
Steuerbescheid verjährt, wenn er zwar rechtzeitig abgesendet wird, aber nicht
vor Ablauf der Verjährungsfrist zugeht (GrS 2/2001 25. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein Arzt, der
infolge einer Gewebeprobenverwechslung einem Patienten eine in Wahrheit
unrichtige Krebsdiagnose gestellt hat, 2500 Euro Schmerzensgeld wegen der
dadurch erlittenen Angstzustände zahlen (4 U 172/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe darf ein Abtreibungsgegner
vor der Praxis eines Abtreibungen durchführenden Frauenarztes mit einem Schild
Stoppt rechtswidrige Abtreibungen in der Praxis des ... oder mit einem
Schild ... und Sie schweigen zum Mord an unseren Kindern? demonstrieren (6 U
189/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen darf ein als Mitglied
einer Gesellschaft an einem Gebäudebefund einer Altstadtsanierung mitwirkender
Architekt nicht an einer anschließenden Ausschreibung von Sanierungsleistungen
teilnehmen (6 Verg 9/2002 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg kann ein von
einer Bezirksverwaltung als Bezirksamtsleiter Gewählter (z. B. Uwe
Hornauer) die Bestellung durch den Senat der Hansestadt Hamburg verlangen
(2 Bs 140/2003 17. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hechingen ist ein Veranstalter von
Rockmusikfesten nicht verpflichtet, das Springen Jugendlicher von der Bühne in
die Zuschauer zu verhindern (2 O 389/2001 15. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München dürfen Kiepenheuer und Witsch
den Roman Esra weiter nicht vertreiben und bewerben.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Koblenz kann ein Einzelner nicht
die Nichtschließung eines einzelnen Waldwegs durch Nichtzurückbauen verlangen
(8 L 1003/2002 16. April 2003, 8 L 1007/2003 16. April 2003).
Nach einer auf Antrag der Witwe ergangenen Entscheidung der Staatsanwaltschaft
Aschaffenburg vom 11. April 2003 ist das Todesurteil vom 27. März 1945 gegen
den angeblich fahnenflüchtigen Leutnant Friedel Heymann aufgehoben.
Nach einer Entscheidung der Financial Services Authority müssen ABN AMro
Equities 900000 Pfund Geldstrafe wegen Kursbeeinflussung vierer Aktien zahlen.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Virginias ist eine Strafe von
1140 Jahren für einen Sexualstraftäter zu hoch.
Ab 28. April 2003 erfolgen innereuropäische Überweisungen der Banken über
das europäische automatische Clearing-Haus Step 2 der Euro Banking Association.
Der Verlag Bloomsbury in Großbritannien übernimmt den Berlin-Verlag.
EM.TV verkauft den Anteil an Constantin für 7,5 Millionen Euro an Highlight AG.
Die Europäische Kommission verklagt Griechenland vor dem Europäischen
Gerichtshof wegen unterlassener Rückforderung unerlaubter Beihilfen an Olympic
Airways (194 Millionen Euro).
Ein Euro kostet 1,0938 Dollar.
Herbert Riehl-Heyse gestorben.
2003-04-22 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Veranstaltung
von nicht unmittelbar Gewinn erbringenden Seminaren durch Rechtsanwälte oder
Steuerberater wegen fehlender Gewerbsmäßigkeit rechtmäßig (StbSt [R] 2/2002 25.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Strafanzeige gegen Mitgesellschafter erstattender Gesellschafter einer
Kommanditgesellschaft und Komplementärgesellschaft mit beschränkter Haftung
nicht ohne weiteres aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden (II ZR 243/2002
24. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Steuerberater seine Mandanten (z. B. einen Hersteller von Kinderausstattung)
umfassend beraten und z. B. auf eine Behaltefrist eines Grundstücks hinweisen
(IX ZR 77/2002 6. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine Bezeichnung
AdvoGarant für Rechtsanwälte und Notare nicht wegen Irreführung rechtswidrig (6
U 130/2002 21. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg kann ein vom
Arbeitgeber bewiesener Verstoß gegen ein Wettbewerbsverbot ein wichtiger Grund
für eine außerordentliche Kündigung des Arbeitnehmers ein (6 [5] Sa 981/2001 8.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Essen müssen Stefan Raab, Raab TV, Pro
Sieben und Brainpool an Lisa Loch wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung im
Rahmen der Wahl zur Miss Rhein-Ruhr 22000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe sind Vordienstzeiten bei der
Berechnung der Zusatzrente für ehemalige Angestellte und Arbeitnehmer des
öffentlichen Dienstes durch die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder
voll anzurechnen (6 S 83/2002 4. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin begründet Nichtvorlage
eines medizinisch-psychologischen Gutachtens nach starker Trunkenheit außerhalb
des Straßenverkehrs und früherer Entziehung der Fahrerlaubnis wegen
Alkoholmissbrauchs die Entziehung der Fahrerlaubnis (27 A 396/2002 20. März
2003).
Das Bundeskartellamt Deutschlands untersagt der Stadtwerke Mainz AG die
Forderung missbräuchlich überhöhter Netznutzungsentgelte.
Die Regierung Nordzyperns erlaubt erstmals seit 1974 an drei Kontrollstellen
den Grenzübergang in den Süden der Insel.
2003-04-21 Nach
einer Entscheidung des Amtsgerichts Itzehoe ist ein Verzicht des Mieters auf
sein Kündigungsrecht auch in einem zeitlich befristeten Mietvertrag unwirksam
(51 C 1523/2002 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main ist ein Streik
der Lokomotivführer Deutschlands unzulässig.
Nach Abschluss des Angriffs auf den Irak steigt der deutsche Aktienindex auf
2900 Punkte.
Der Bundeswirtschaftsminister Deutschlands lehnt eine Staatsbürgschaft für die
Lufthansa ab.
Der Mord an Zoran Djindjic ist aufgeklärt.
Die Vereinigten Staaten von Amerika führen Dollarnoten in den Irak ein.
Bernd Wiegand ist ab 1. Mai 2003 als Nachfolger Harald Kleins Präsident des
Landessozialgerichts Hessen.
Peter Küspert ist ab 1. Juli 2003 als Nachfolger Jürgen Steinfelds Präsident
des Landgerichts Regensburg.
Der Staatspräsident Nigerias ist wieder gewählt.
Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Deutschland sinkt 2002 von 26520
auf 21692.
2003-04-20 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands setzt eine
Verfassungsbeschwerde grundsätzlich die erfolglose Durchführung eines
eröffneten Rechtsbeschwerdeverfahrens voraus (1 BvR 1681/2002 25. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands setzt eine
Verfassungsbeschwerde gegen die Richtigkeit des Grundbuchs den erfolglosen
Eintragungsversuch eines Amtswiderspruchs und eines Widerspruchs im Wege der
einstweiligen Verfügung voraus (1 BvR 854/2002 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands besteht kein
Rechtsschutzinteresse für eine Verfassungsbeschwerde gegen ein
revisionsgerichtliches Strafurteil, wenn sich das Begehren inzwischen durch
Freispruch erledigt hat (2 BvR 66/2001 24. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verstößt es
nicht gegen die Verfassung, wenn die außerdienstliche Trunkenheitsfahrt eines Wiederholungstäters
als Dienstvergehen von erheblichem Gewicht bewertet und disziplinarrechtlich
geahndet wird (2 BvR 2257/1996).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Behandlungsfehler eines hoheitlich tätigen Notarzts nach Amtshaftungsgrundsätzen
zu beurteilen (III ZR 217/2001 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Klage
eines Verbrauchers auf Schadensersatz wegen schuldhafter Verletzung
vertraglicher Pflichten aus einem Haustürgeschäft, wegen Verschuldens bei
Vertragsschluss oder wegen einer mit dem Haustürgeschäft begangenen unerlaubten
Handlung (auch gegen einen Vertreter des Vertragspartners) eine Klage aus einem
Haustürgeschäft, für die das Wohnsitzgericht des Verbrauchers zuständig ist (X
ARZ 362/2002 7. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann dem
Antragsteller im Prozesskostenhilfeverfahren Prozesskostenhilfe für die
Rechtsbeschwerde gegen die Entscheidung des Gerichts der sofortigen Beschwerde
bewilligt werden (III ZB 33/2002 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt für die
Zulässigkeit eines Eröffnungsantrags eines Insolvenzverfahrens die Mitteilung
von Tatsachen, welche die wesentlichen Merkmale eines Eröffnungsgrunds erkennen
lassen, und ist bei deren Fehlen der Antrag als unzulässig abzuweisen (IX ZB
426/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands soll die bloße
Mitgliedschaft eines Richters in einem prozessbeteiligten (größeren) Verein für
sich allein kein Ablehnungsgrund sein (VI ZA 8/2002 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen eine
DocMorris unterstützende Ersatzkasse der Rechtsweg zu den Sozialgerichten
gegeben (I ZB 24/2002 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Bevorzugung von Frauen bei der Förderung selbständiger Betriebsgründungen im
Handwerk auch ohne gesetzliche Regelung rechtmäßig (3 C 54/2001 18. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist nicht
alsbald nach einer Auszahlung verwendet, was nicht kurz nach einer Auszahlung
verwendet ist (8 C 30/2001 26. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands entfaltet die
rechtskräftige Ersetzung der vom Betriebsrat verweigerten Zustimmung zu einer
außerordentlichen Kündigung keine Bindungswirkung hinsichtlich des
Kündigungsgrunds in einem späteren Kündigungsschutzprozess eines Arbeitnehmers
(2 AZR 214/2001 15. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
Grundstücksschenkung unter der Verpflichtung der Zahlung eines
Gleichstellungsgelds an einen Dritten eine gemischte Schenkung zu Gunsten des
mit dem Grundstück Beschenkten und eine Forderungsschenkung zu Gunsten des
Dritten (II R 71/2000 23. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist ein
Honoraranspruch eines Steuerberaters grundsätzlich am Ort der Kanzlei zu
erfüllen (1 Z AR 163/2002 10. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe liegt ein Billigen im
Sinn von § 140 Nr. 2 StGB nicht vor, wenn eine inhaltliche Auseinandersetzung
mit den möglichen Ursachen einer Bezugstat erkennbar ist (1 Ws 179/2002 15.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die Schufa zur
Auskunft über Daten konkret verdächtiger sog. Schläfer verpflichtet (12 B
11008/2002 27. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist die
Rasterfahndung in Rheinland-Pfalz nach dem 11. September 2001 rechtmäßig (12 B
10331/2002 22. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen sind
einfache ärztliche Gutachten ohne besondere Fachkenntnisse regelmäßig mit einem
Stundensatz von 35 Euro, mittelschwere ärztliche Gutachten regelmäßig mit einem
Stundensatz von 46 Euro zu entschädigen (L 4 SF 17/2002 27. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg verstößt der Weitervermieter
von 0190-Rufnummern gegen ein gerichtliches Kontaktverbot auch, wenn er
schuldhaft nicht alles in seinen rechtlichen Möglichkeiten Stehende gegen
seinen Vertragspartner unternimmt, dessen verbotswidrige Kontaktaufnahmen zu
verhindern (315 O 324/2002 14. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg haftet der einem andern
0190-Rufnummern zur Nutzung Überlassende als Mitstörer auch ohne Verschulden
für dessen wettbewerbswidrig unerbetene, auf gebührenpflichtigen Telefaxabruf gerichtete
Werbung per Telefax (312 O 443/2002 14. Januar 2003).
2003-04-19 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist vorhandene,
technisch oder gestalterisch mitverarbeitete Bausubstanz bei den anrechenbaren
Kosten nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure angemessen zu
berücksichtigen und ist das Schriftformerfordernis in § 10 III a HOAI keine
Anspruchsvoraussetzung (VII ZR 11/2002 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verliert der Mieter
sein Mietminderungsrecht durch vorbehaltlose Mietzahlung über längere Zeit und
der Vermieter sein Nachforderungsrecht durch vorbehaltlose Hinnahme geminderter
Mietzahlung über längere Zeit (XII ZR 66/2001 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bindet die
Zulassung einer kraft Gesetzes statthaften Rechtsbeschwerde durch das
Berufungsgericht das Rechtsbeschwerdegericht nicht (V ZB 59/2002 20. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei falscher
Belehrung über die Anforderungen an Barquittungen durch den steuerlichen
Berater und daraus folgender Nichtanerkennung der quittierten Beträge als
Betriebsausgaben durch die Finanzbehörde die Haftung des steuerlichen Beraters
entfallen, wenn der Mandant die ihm möglichen und zumutbaren Angaben vor Erlass
der nachteiligen Änderungsbescheide nicht nachholt (IX ZR 384/1999 20. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist
Voraussetzung für die Entstehung von Rechten und Pflichten in einer werdenden
Wohnungseigentümergemeinschaft auch der Besitz des Erwerbers an einer
bewohnbaren Wohnung (2 Z BR 13/2002 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kann ein Vermieter eines
auf zehn Jahre befristeten Gewerberaummietvertrags den Vertrag auch gegenüber
einem einzelnen verbliebenen Mieter nicht mit der Begründung kündigen, er plane
den Abriss zwecks Errichtung eines städtebaulich erwünschten Einkaufszentrums
(5 U 1270/2002 3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster kommen für die
Zumutbarkeitsbewertung einer Lärmimmission nur objektive Umstände in Betracht
(7 A 2127/2000 18. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Göttingen kann der Insolvenzverwalter
nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit gekündigt werden, wenn er den
Geschäftsbetrieb fortführt, ohne neue Masseverbindlichkeiten zu befriedigen,
Berichte erst nach Festsetzung eines Zwangsgelds erstattet und den von der
Gläubigerversammlung in Auftrag gegebenen Insolvenzplan nach fast 18 Monaten
noch nicht vorlegt (74 IN 114/2001 21. Februar 2003).
In Deutschland ist 2002 die Zahl der Insolvenzen (vor allem durch
Nichtunternehmensinsolvenzen) um 66 Prozent gestiegen.
Bar, Christian von/Mankowski, Peter, Internationales Privatrecht, Bd. 1 2. A.
2003
Hadding, Walther/Hennrichs, Joachim, Die HGB-Klausur, 3. A. 2003
Koller/Roth/Morck, Handelsgesetzbuch, 4. A. 2003
Hopt, Klaus, Handelsvertreterrecht, 3. A. 2003
Offermann-Burckart, Susanne, Fachanwalt werden und bleiben, 2003
Junker, Abbo/Benecke, Martina, Computerrecht, 3. A. 2003
2003-04-18 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschland kann der Arbeitgeber
einen Betriebszugehörigkeitszuschlag bei Teilzeitbeschäftigung im Verhältnis
der Teilzeitarbeit zur Vollzeitarbeit verringern (4 AZR 156/2002 16. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands dürfen
Leiharbeitnehmer bei der Ermittlung der Betriebsratsmitgliederzahl des
Entleihbetriebs nicht mitgezählt werden (7 ABR 53/2002 16. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist in
Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation die Schwerbehindertenvertretung
für die Interessenwahrnehmung schwerbehinderter Rehabilitanden zuständig und
kann daher die Nennung der Namen der Schwerbehinderten verlangen (7 ABR 27/2002
16. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
befristetes Arbeitsverhältnis gegen den Willen des Arbeitgebers nur dann
unbefristet fortbestehen, wenn der Arbeitnehmer die Gültigkeit der Befristung
klageweise in Abrede stellt (7 AZR 119/2002 16. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind bei einer
Vereinbarung über Verzicht auf weitergehende
Schönheitsoperationschadensersatzansprüche trotz Fehlschlagens einer
vereinbarten Narbenentfernung Ansprüche auf Schmerzensgeld ausgeschlossen (8 U
206/2001 1. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg darf für Geflügelfleisch
nicht mit dem Hinweis tiergerechte Aufzucht geworben werden (1 U 103/2002 3.
April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken sind mehrere in
engem zeitlichem und örtlichem Zusammenhang begangene
Verkehrsordnungswidrigkeiten eine Ordnungswidrigkeit (1 Ss 23/2003 20. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf bei
Livemusikveranstaltungen in Vereinsheimen von Gesangsvereinen in Wohngebieten
grundsätzlich der Lärmgrenzwert von 65 dB (A) nicht überschritten werden (8 A
11903/2002 16. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund muss ein wegen Umzugs zu
einer Freundin seinen Arbeitsvertrag kündigender Arbeitnehmer eine Sperrzeit
bei dem Arbeitslosengeld hinnehmen (S 5 AL 172/2002 17. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind Zahlungen zur
Ablösung von Erbbaurechten keine Werbungskosten (2 K 667/2000 12. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Spaniens darf der Verlag Galaxia
Gutenberg den ursprünglisch auf Englisch erschienenen Autobiographischen Essay
Jorge Luis Borges’ nicht ohne Nennung des Übersetzers Thomas di Giovanni
verlegen.
Vorstandsmitglieder der Warschauer Stiftung für polnisch-deutsche Aussöhnung
haben ehemalige Zwangsarbeiter um rund 1 Million Euro geschädigt.
Die Deutsche Post hängt schätzungsweise bis zu 40000 ihrer 140000 Briefkästen
ab.
http://europa.eu.int/comm/justice_home/ejn
Informationen über Recht und Rechtspraktiken der Mitgliedstaaten der
Europäischen Union und das Gemeinschaftsrecht sowie das internationale Recht
2003-04-17 Nach
einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika muss
der Betrag des Strafschadensersatzes (punitive damage) in einem angemessenen
Verhältnis (z. B. höchstens das Neunfache) zu dem tatsächlich entstandenen
Schaden stehen (1289/2001 7. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main verschweigt
ein Versicherungsnehmer eine ernsthafte Krankheit nicht arglistig, wenn er
seinen Arzt von seiner Schweigepflicht entbindet und dies seiner Versicherung
mitteilt (7 U 134/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln handelt rechtsmissbräuchlich, wer
allein zu Prozesszwecken eine Marke anmeldet und den Vertrieb mit Waren
behindert, die mit von ihm verkauften Geräten eines verkauften
Geschäftsbereichs hergestellt sind (6 U 201/2002 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München muss der mit ganzjährigem
Skilauf werbende Reiseveranstalter bei Schneemangel 25 Prozent des Reisepreises
zurückzahlen (161 C 10590/1998).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs muss der Verleger
Léo Scheer 7500 Euro deswegen zahlen, weil der von ihm verlegte pornographische
Roman Rose bonbon Kindern in die Hände fallen könnte.
Die größten Rechtsanwaltsdichten Deutschlands bestehen in Frankfurt am Main
(ein Rechtsanwalt pro 112 Einwohner), Düsseldorf (129), München (139), Köln
(218), Stuttgart (258), Potsdam (266), Hamburg (273), Berlin (390), Leipzig
(441) und Dresden (473).
In Italien sind 62 Verdächtige wegen Rauschmittelmissbrauchs, Tierquälerei und
Sportbetrugs durch Aufputschen von Rennpferden mit Kokainpräparaten angezeigt.
Die in Zwettl gefunden Handschriftenfragmente gehören vielleicht erst in das
zweite Viertel des 13. Jahrhunderts und betreffen vielleicht nur den Erec,
nicht die Nibelungen.
2003-04-16 Die
Staatschefs und Regierungschefs der 15 bisherigen Mitgliedstaaten und der 10
künftigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union unterzeichnen die Verträge
über den Beitritt Estlands, Lettlands, Litauens, Polens, Ungarns, der
Tschechischen Republik, der Slowakei, Sloweniens, Maltas und Zyperns zum 1. Mai
2004.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet eine auf
Steuervorteile bei Gesellschaftsbeteiligungen hinweisende
Steuerberatungsgesellschaft (auch gegenüber in den Schutzbereich einbezogenen
Dritten) nur für den ausgebliebenen Steuervorteil, nicht für einen ausgebliebenen
Unternehmenserfolg (IX ZR 62/2002 13. Februar 20003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss für eine
Vergleichswohnung auch die Lage innerhalb eines Geschosses angegeben werden
(VIII ZR 72/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss ein auf der
Grundlage einer Entscheidung eines Amtsgerichts und in Unkenntnis einer dagegen
erhobenen sofortigen Beschwerde einen Baum auf der ihm zur Sondernutzung
zugeteilten Grundstücksfläche fällender Wohnungseigentümer nur Geldersatz
leisten, nicht den früheren Zustand wiederherstellen (3 Wx 166/2002 28. August
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg kann ein Mieter nicht
wegen Überhitzung von Räumen in den Sommermonaten ohne vorherige Abmahnung
außerhalb der Sommermonate kündigen (9 U 44/2002 24. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster ist ein in Deutschland
ansässiger Berufssportler in Deutschland nicht für Startgelder und Preisgelder
in Frankreich und Griechenland gewerbesteuerpflichtig (11 K 3231/2002 G 21.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken verliert ein
Unschuldiger die Haftentschädigung nicht wegen Haftentziehens durch Verstecken
(1 Ws 116/2003 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg wirkt ein
rechtskräftiger Beschluss über die Kündigung einer Betriebsvereinbarung über
betriebliche Altersversorgung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat auch im
Verhältnis zu (rentennahen) Arbeitnehmern (6 Sa 66/2000 23. Dezember 2002).
Hessen bürgt für 60 Prozent eines Kredits von 11 Millionen für die Frankfurter
Rundschau.
Rolling Hills in Kalifornien hebt die 1957 festgesetzte Geldstrafe und
Gefängnisstrafe (bis zu drei Monaten) für das mit der Absicht, Sex mit einem
Nichtehepartner zu haben, durchgeführte Aufhalten in Schlafzimmern, Autos oder
an öffentlichen Orten auf.
Ulf Siebel 80.
2003-04-15 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein ohne
erforderliche Aufklärung durchgeführter ärztlicher Eingriff auch rechtswidrig,
wenn sich nachträglich herausstellt, dass er medizinisch geboten war (VI ZR
266/2002 18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine geladene
Schreckschusswaffe wie eine geladene Gaswaffe eine Waffe (z. B. im Sinne des §
250 II Nr. 1 StGB) (GSSt 2/2002 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann ein Mandant die
Kosten der Einschaltung eines zweiten Steuerberaters von einem ersten Steuerberater
nur verlangen, wenn er ihm die Möglichkeit der Nachbesserung seiner
mangelhaften Leistung eingeräumt hat und die Nachbesserung ernsthaft und
endgültig verweigert wurde (3 U 1027/2002 18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist für eine
Finanzdienstleistung einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts eine Erlaubnis
der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 32 Kreditwesengesetz
erforderlich, bei deren Fehlen die Dienstleistung untersagt und durch einen
berechtigten Dritten abgewickelt werden kann (6 TG 3151/2002 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz müssen
Zeiten eines Bereitschaftsdiensts wegen verminderter dienstlicher
Inanspruchnahme auch nur vermindert entgolten werden (2 A 10045/2003 11. April
2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg hat der Arbeitgeber
bei der von ihm zu bezahlenden Ausstattung eines Betriebsratsbüros mit einer
ausreichenden Zahl von Stühlen ein Auswahlrecht hinsichtlich der Art der Stühle
(2 TaBV 20/2002 10. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz darf trotz
Abschlusses eines Aufhebungsvertrags nicht mit einer Sperrzeit belegt werden,
wer ohnehin zu dem betreffenden Zeitpunkt oder früher betriebsbedingt gekündigt
worden wäre L 1 AL 7/2002 25. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück können die Erben eines nach
einer Darmkrebsoperation an einer Lungenembolie verstorbenen Patienten nicht
Schadensersatz von dem einen Darmtumor nicht frühzeitig erkennenden Arzt
verlangen, weil auch eine frühere Erkennung des Tumors das Operationsrisiko
nicht gesenkt hätte (2 O 189/2001 15. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Begrenzung der
Höchstgeschwindigkeit auf der Avus zwischen Dreilinden und Spanischer Allee auf
60 Kilometer pro Stunde wegen Unterlassung der notwendigen Lärmwertermittlung
und Auswirkungsprüfung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
rechtswidrig (VG 11 A 835/2002 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln kann Arcor nicht die
gleichzeitige Einführung des Call by Call (25. April 2003) und der sog.
Preselection (7. Juli 2003) im Ortsnetz erzwingen.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen muss bei Unterlassung
steuerlich günstiger Angaben durch einen Steuerpflichtigen bei
missverständlichen Fragen ein Steuerbescheid trotz Bestandskraft nachträglich
geändert werden (13 K 389/1999 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Münster müssen die Kosten der
Überwachung der Medikamenteneinnahme einer in betreutem Wohnen lebenden
Analphabetin von der Sozialverwaltung getragen werden (S 8 [3] KR 141/2001 9.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist eine
zusätzliche örtliche Beschränkung der Geschwindigkeit auf Ortsdurchfahrten (z.
B. auf 40 Kilometer pro Stunde) ohne ausreichende Begründung gesetzeswidrig.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist die Verfahrenskaution von Altria Group Inc. (Philip Morris)
erheblich erniedrigt, weil das Unternehmen die Insolvenz angedeutet hat.
Georg Kröppelt wird zum 1. Mai 2003 als Nachfolger Heinz-Georg Mengers
Präsident des Landgerichts Bamberg.
2003-04-14 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Bauunternehmer
nicht eine dem Auftraggeber erteilte Bürgschaft auf erstes Herausfordern
zurückverlangen (VII ZR 314/2001 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist der Bau
der Bundesautobahn A 73 im Abschnitt Ebersdorf wegen eines möglichen
Vogelschutzgebiets derzeit rechtswidrig (4 VR 6/2002 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist ein
Sekundenschlaf am Steuer nicht grundsätzlich grob fahrlässig (10 U 13/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine Werbung (z. B. von
E-Plus) für einen neuartigen Mobilfunkdienst ohne Hinweis auf ein dafür nötiges
besonderes Handygerät wegen Irreführung rechtswidrig (6 U 122/2002 4. Dezember
2002).
Nach dem Schlussantrag der Generalanwältin Stix-Hackl am Europäischen
Gerichtshof kann ein in seinem Heimatstaat (z. B. Frankreich) eine
rechtswissenschaftliche Universitätsausbildung abschließender Jurist nicht ohne
Weiteres Aufnahme in eine praktische Rechtsanwaltsausbildung in einem andern
Mitgliedstaat der Europäischen Union (z. B. Italien) verlangen (C-313/2001 20.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs ist das Gesetz
über die Ambulanzgebühr verfassungswidrig, weil der Bundespräsident unter dem
Mantel einer Druckfehlerberichtigung den Gesetzestext inhaltlich abgeändert
hat.
Deutschland stellt (wegen sinkender Zahlen von Zivildienststellen) Verheiratete,
Männer über 23 Jahre und Taugliche ab Tauglichkeitsstufe 3 vom Wehrdienst frei.
Deutschland kürzt die Zuschüsse an Träger des zivilen Ersatzdiensts.
Das Bundeskartellamt Deutschlands verhängt insgesamt 660 Millionen Euro Bußgeld
gegen sechs Zementhersteller (HeidelbergCement AG 252 Millionen Euro).
Grundig beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Schweden beseitigt alle noch vorhandenen Vorrechte des Adels (603 Adelsfamilien
- 45 gräflich, 120 freiherrlich - mit rund 26500 Angehörigen).
Worldcom Inc. benennt sich (nach dem Bilanzbetrug) in MCI um.
New York verbietet die Benutzung von Mobiltelefonen in Theatern, Bibliotheken,
Galerien, Kinos, Konzerthallen und anderen Kulturveranstaltungsräumen unter der
Strafandrohung von 50 Dollar.
Rainer Beckmann und Marion Albers werden Mitglieder des nationalen Ethikrats
Deutschlands.
Klaus Dellmann gestorben.
2003-04-13 Der
Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika auf den Irak führt nach zahlreichen
Bombenabwürfen zur Einnahme der letzten bedeutenden Stadt (Tikrit), ohne dass
die behaupteten Massenvernichtungswaffen aufgefunden wurden.
Ungarn stimmt mit großer Mehrheit (rund 83 Prozent bei allerdings geringer
Abstimmungsbeteiligung) dem Beitritt zur Europäischen Union zu.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist ein Arbeitgeber, den
eine Schwangere (z. B. Krankenschwester) bei der mit seinem Einverständnis vor
dem Ende des Erziehungsurlaubs erfolgten Rückkehr an den Arbeitsplatz nicht vom
Bestehen einer neuen Schwangerschaft unterrichtet hat, auf Grund von Art. 2 I
Richtlinie 1976/207 EWG des Rates vom 9. Februar 1976 nicht zur Anfechtung
seiner Einverständniserklärung wegen Irrtums berechtigt (C-320/2001 27. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
fünfjährige Frist des § 3 II Nr. 1 BNotG Deutschlands grundsätzlich nicht Art.
12 I, 3 I GG (1 BvR 2251/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands liegt, wenn
eine Äußerung fälschlich als Wertung eingeordnet und dann als Schmähung mit der
Folge angesehen wird, dass eine Aufklärung der Wahrheit der zu Grunde liegenden
Tatsachen und eine konkrete Abwägung unter Berücksichtigung aller Umstände des
Einzelfalls (z. B. des Verhaltens eines Lehrers gegenüber ausländischen
Schülern) unterbleiben, ein verfassungsrechtlich erheblicher Fehler vor (1 BvR
755/1999 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands stellt es
eine mit Art. IV GG i. V. m. Art. 33 II GG unvereinbare Überspannung der
Anforderungen an die Glaubhaftmachung eines Anordnungsanspruchs zu Lasten des
erfolglosen Bewerbers um ein Beförderungsamt dar, wenn dieser für den Erlass
einer einstweiligen Anordnung nicht nur die Fehlerhaftigkeit der Auswahlentscheidung,
sondern darüber hinaus auch die realistische Möglichkeit einer für ihn
positiven neuen Auswahlentscheidung glaubhaft machen muss (2 BvR 857/2002 24.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist im absoluten
Mangelfall für den unterhaltsberechtigten Ehegatten der seiner jeweiligen
Lebenssituation entsprechende notwendige Eigenbedarf als Einsatzbetrag in die
Mangelverteilung einzustellen, für (gleichrangige) Kinder ein Betrag in Höhe
von 135 Prozent des Regelbetrags nach der Regelbetragsverordnung (XII ZR 2/2000
22. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auch ein
Aufklärungserfolg in einem anderen Vertragsstaat des Schengener
Durchführungsübereinkommens eine Strafmilderung nach § 31 Nr. 1 BtMG begründen
(1 StR 346/2002 19. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands folgt aus der
Nichtbelehrung in einem vorangehenden Strafverfahren grundsätzlich kein
Beweisverbot bezüglich der Vernehmung der Verhörsperson als Zeuge im
nachfolgenden Zivilprozess (VI ZR 378/2001 10. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind alle mit der
Vorbereitung und Durchführung eines (z. B. auf eine Skipiste) ausgelagerten
Schulunterrichts (z B. im Fach alpiner Skilauf) befassten Mitarbeiter (z. B.
Leiter der Sportstättenverwaltung einer Stadt) als insoweit in den Schulbereich
eingegliederte, von der Haftung freigestellte Betriebsangehörige zu betrachten
(VI ZR 449/2001 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist gegen den einen
Haftbefehl lediglich um einen weiteren Haftgrund ergänzenden Beschluss des
Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs eine sich lediglich gegen die
Annahme des weiteren Haftgrunds wendende Beschwerde nicht zulässig (StB 5/2002
12. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands müssen für eine
betriebsbedingte Kündigung (z. B. zum Abbau einer Zulage) die Voraussetzungen
des §1 II KSchG vorliegen (2 AZR 292/2001 16. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist der beschränkte
Abzug von Vorsorgeaufwendungen gemäß § 10 III EStG 1987 nicht verfassungswidrig
(XI R 41/1999 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist die
schenkweise Übertragung eines Grundstücks(an ein minderjähriges Kind) nicht
lediglich rechtlich vorteilhaft, wenn das Grundstück mit einem Nießbrauch
belastet ist und der Nießbraucher das Grundstück vermietet hat, weil der Erwerber
in das Mietverhältnis eintritt und ihn dadurch eine persönliche Verpflichtung
trifft (2 Z BR 108/2002 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz ist es
Pflicht des Landtags, durch geeignete Maßnahmen der Selbstorganisation für eine
unbehinderte und effektive Wahrnehmung der parlamentarischen Aufgaben zu sorgen
und dürfen staatliche Fraktionsgelder für reine Sympathiewerbung ohne Bezug zur
sachlichen Arbeit der Fraktion im Parlament nicht verwendet werden (VGH O
3/2002 19. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann ein von einer
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts beauftragter Rechtsanwalt seine Gebühren
nicht gegen die Gesellschafter persönlich festsetzen lassen (14 W 23/2002 13.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München endet eine
Verteidigervollmacht mit dem Tod des Angeklagten und hat bei Versterben vor
rechtskräftigem Verfahrensabschluss der ehemalige Verteidiger kein Antragsrecht
oder Beschwerderecht zu eventuell noch ergehenden Kostenentscheidungen oder
Auslagenentscheidungen (2 Ws 672/2002 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin kann ein Antrag auf
Zulassung der Beschwerde in eine Beschwerde umgedeutet werden (8 S 16/2002 13.
Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel gilt für Richter die
zweijährige Beförderungssperre vor Erreichung der Altersgrenze auf Grund
entsprechender Anwendung der beamtenrechtlichen Vorschriften (1 TG 1229/2002
20. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bonn ist die Deutsche Post AG bei
fehlerhafter Datierung des Auslieferungsbelegs eines so genannten
Einwurfeinschreibens auf Grund eines Schreibfehlers des Zustellers
verpflichtet, eine ladungsfähige Anschrift des Zustellers zwecks Beseitigung
der Folgen des Schreibfehlers bekannt zu geben (9 C 382/2001 30. Oktober 2002).
2003-04-12 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hängt die Zuständigkeit
des Oberlandesgerichts für Berufungen und Beschwerden gegen Entscheidungen der
Amtsgerichte nach § 119 I Nr. 1b GVG nicht von der Relevanz internationalen
Rechts ab (IV ZB 31/2002 19. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt zum Nachweis
der Voraussetzungen für die öffentliche Zustellung beim Erlass eines Pfändungs-
und Überweisungsbeschlusses grundsätzlich die Vorlage aktueller Auskünfte des
für den letzten bekannten Wohnort des Schuldners zuständigen Einwohnermeldeamts
und Postamts (IXa ZB 56/2003 14. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der sich vor
einem auswärtigen Gericht selbst vertretende Rechtsanwalt Anspruch auf
Erstattung der Reisekosten (VIII ZB 92/2002 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
nachbarschaftliches Gemeinschaftsverhältnis (mit der Verpflichtung z. B. der
Duldung der Abwasserdurchleitung) auch durch nachträgliche Parzellierung eines
bebauten Gesamtgrundstücks entstehen (V ZR 143/2002 31. Januar 2003)
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine auch im
Fall der Nichtzuteilung von Aktien aus Neuemissionen ein maßvolles Entgelt
vorsehende allgemeine Geschäftsbedingung rechtmäßig (XI ZR 156/2002 28. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat bei einem wegen
Fehlens der erforderlichen Erlaubnis unwirksamen
Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (z. B. mit einem polnischen Unternehmen) der
Entreicherte nur einen Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung (X ZR
261/2001 21. Januar 2004).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt im
Schadensersatzprozess wegen Verlustes von Transportgut für den Beweis der
Anzahl der übergebenen Frachtstücke und den Zustand des Gutes die
Empfangsbestätigung (I ZR 104/2000 24. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle kann der
Insolvenzverwalter eine vom Arbeitgeber oder vorläufigen Insolvenzverwalter zur
Abwendung eines Zurückbehaltungsrechts bezahlte Arbeitsvergütung nach Eröffnung
des Insolvenzverfahrens zurückverlangen (13 U 181/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München kann bei Übernahme von
Verbindlichkeiten während bestehender Ehe nach Scheitern der Ehe ein Freistellungsanspruch
bestehen (21 U 4862/2001 20. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Landshut kommt der Gerichtsstand für
Haustürgeschäfte auch bei einer Klage aus Gebäudeversicherung in Betracht (74 O
1269/2002 10. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hagen widerspricht die Anfechtung
einer in der Zeit der vorläufigen Insolvenzverwalterschaft erfüllten Forderung
nach Bestellung als Insolvenzverwalter dem Grundsatz von Treu und Glauben (10 C
492/2002 16. Dezember 2002).
Braun, Johann, Der Zivilrechtsfall, 2. A. 2003
Besonderes Verwaltungsrecht, hg. v. Schmidt-Aßmann, Eberhard, 12. A. 2003
Lorz, Albert/Müller, Markus H./Stöckel, Heinz, Naturschutzrecht, 2. A. 2003
2003-04-11 Die Bundesregierung Deutschlands beschließt die Verlegung
des Bundesnachrichtendiensts von München-Pullach nach Berlin-Zehlendorf.
Der Bundestag Deutschlands beschließt die Änderung des Urhebebergesetzes
dahingehend, dass Schulen, Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen
Veröffentlichungen ohne Zustimmung von Urhebern und Verlagen über ihr internes
Intranet einem begrenzten Nutzerkreis zur Verfügung stellen dürfen.
Der Bundesrat Deutschlands stimmt der Verlängerung der Ladenöffnungszeiten an
Samstagen bis 20 Uhr zu.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann Tupperware
nicht die Unterlassung des Vertriebs von Plastikbehältern unter dem Namen
Leifheit Topparty verlangen, weil eine denkbare bloße Assoziation der
Bezeichnungen zu Tupperparty bei Verbrauchern für eine Wettbewerbswidrigkeit
nicht ausreicht (I ZR 276/2000 10. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der Betreuer
eines in einwilligungsfähigem Zustand eine Patientenverfügung zum Abbruch
lebensverlängernder Maßnahmen verfassenden Komapatienten über den Abbruch einer
Behandlung nicht ohne Genehmigung des Vormundschaftsgerichts verfügen (XII ZB
2/2003 17. März 2003).
Nach Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen sind
Mitglieder ausländischer Streitkräfte und ihre Angehörigen nicht als Einwohner
bei der Berechnung des kommunalen Finanzausgleichs zu berücksichtigen (VerfGH
2/2001 9. April 2003, 5/2002 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Brandenburg muss eine
Krankenlasse bei der Selbstbeschaffung eines digitalen Hörgeräts nur den
Festbetrag (von z. B. 1350 Euro statt der Anschaffungskosten von 3500 Euro)
erstatten (L 4 KR 12/2001 28. Januar 2003).
Nach Entscheidungen des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen sind
Therapiesitzungen von Psychotherapeuten zu Gunsten von Kassenpatienten mit
74,14 Euro zu honorieren (L 11 KA 133/2002, 11 KA 134/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I erhält ein infolge
fehlerhafter Geburtsüberwachung schwer geschädigtes Kind von Krakenhausträger,
Hebamme und behandelnder Ärztin 350000 Euro Schmerzensgeld und Ersatz aller
entstandener und entstehender sonstiger Schäden (9 O 6490/1996 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Deutschlands darf die zum 1.
März 2003 gegründete Plönzke & Company AG nicht den in der Firma CSC
Ploenzke AG enthaltenen Familiennamen des Gründers Klaus C. Plönzke in der
Firma führen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens muss Hello
Schadensersatz für trotz eines Exklusivvertrags mit OK rechtswidrig
veröffentliche Fotos von der Hochzeit Catherine Zeta Jones’ und Michael
Douglas’ zahlen.
Das Bundeskartellamt Deutschlands verhängt hohe Bußgelder gegen Mitglieder
eines Kartells der Zementindustrie (z. B. Dyckerhoff AG 95 Millionen Euro).
Der FC Bayern München erhält für 3 Millionen Euro die Zustimmung der Deutschen
Fußballliga zu seinem Geheimvertrag mit der Kirch Media.
Es werden entgeltliche Beraterverträge deutscher christdemokratischer Politiker
mit der Kirch Media AG bekannt.
2003-04-10 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist ein Landwirt nur bei
Vorliegen eines bestimmten Verdachts der Aussaat einer geschützten Sorte
gegenüber einem Züchter geschützter Sorten zu Auskunft über alle verwendeten
Sorten verpflichtet (C-305/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Verwalter
einer Wohnungseigentumsgemeinschaft im Sondereigentum befindliches
Wohnungseigentum in der von ihm verwalteten Wohnungseigentumsanlage
provisionspflichtig vermitteln (III ZR 299/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Reiseveranstalter auf Grund der Wettbewerbsfreiheit ein Angebot einer
Pauschalreise mit einem günstigen zusätzlichen Angebot (z. B. einer Skiausrüstung)
zu einem Gesamtangebot verbinden (I ZR 253/2000 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Aussage
eines Zeugen über ein heimlich mitgehörtes Telefongespräch auch in einem
Rechtsstreit über die Rückzahlung eines Darlehens kein zulässiges Beweismittel
(XI ZR 165/2002 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Werbung
eines Unternehmens (z. B. eines Bauunternehmens) für eigene Erzeugnisse mit
eigenen Bestellnummern und der Angabe „ersetzt“ unter Nennung der Baugröße und
der Ersatzteilnummern der Erzeugnisse eines Wettbewerbers rechtmäßig (I ZR
90/2000 2. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern kann ein
Staatsbürger eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (z. B. Griechenlands)
trotz Beibehaltung der bisherigen Staatsbürgerschaft die Staatsbürgerschaft
Deutschlands erwerben, wenn die Gegenseitigkeit gesichert ist (5 BV 1943/2002
3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Schwedens muss ein
Gerichtsvollzieher in Uppsala wegen Betrachtens von Pornosendungen im Internet
während der Dienstzeit eine Kürzung seines Gehalts um ein Viertel hinnehmen.
Der Richterwahlausschuss Deutschlands einigt sich auf (angeblich bedeutungslose)
Abänderungen des Richterwahlverfahrens (z. B. öffentliche Bekanntmachung der
Wahltermine, geheime Abstimmung usw.).
Rund fünf Jahre nach der rechtswidrigen Aberkennung des Weltmeistertitels ist
Graciano Rocchigiani für die Zeit vom 21. März 1998 bis 15. April 2000
(Niederlage gegen Dariusz Michalczewski) der Titel als Weltmeister des World
Boxing Councils zuerkannt und ein Schadensersatzanspruch über 31 Millionen Euro
bestätigt worden.
Bundestag und Bundesrat Deutschlands einigen sich im Vermittlungsausschuss auf
zusätzliche Belastung von Kapitalgesellschaften (4,4 Milliarden Euro) zwecks
Einnahmeerhöhung.
Das Robert Koch Institut erlaubt Syngenta den Anbau genveränderten Weizens auf
einem Versuchsfeld bei Gotha, doch haben Mitglieder von Greenpeace auf diesem
Feld inzwischen gentechnisch unveränderten Weizen eingesät.
T-Online erwirbt von Infront (angeblich für einen einstelligen Millionenbetrag)
die Rechte an Berichterstattung von Fußballspielen der Bundesliga Deutschlands
im Internet (t-sportsInsider 3,95 Euro im Monat, 1,50 Euro pro Spieltag, 0,50
Euro pro Spiel).
Jan Wilhelm wird vorläufiger Insolvenzverwalter Gerhard Schmids (Mobilcom AG).
Microsoft stellt den gesamten Quellcode von Windows CE unter der Verpflichtung
der Mitteilung von Veränderungen anderen Herstellern zur Verfügung.
Der Flugbetrieb mit der Concorde soll aus Kostengründen bereits im Mai 2003
bzw. am 31. Oktober 2003 eingestellt werden.
Das Europäische Parlament entscheidet sich mehrheitlich gegen therapeutisches
Klonen am Menschen.
Die Entzifferung aller rund 3,2 Millionen Basenpaare der menschlichen
Erbsubstanz ist abgeschlossen.
Großbritannien ermöglicht durch Rückführung der bisher zweimal anfallenden
Grunderwerbsteuer auf einmaligen Anfall die sog. muslimische Hypothek, mit
welcher der durch Hypotheken gesicherte Grundstückserwerb für einem
(religiösen) Zinsnahmeverbot unterworfene Muslime ermöglicht wird.
2003-04-09 Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands
darf ein Hersteller (z. B. Ferrero) Einzelhändlern im Rahmen einer Werbeaktion
einen einheitlichen Preis für eine Ware (z. B. Aktionsbox Duplo) vorgeben,
sofern dies nicht zu spürbaren Auswirkungen auf die Preisgestaltungsfreiheit
der Händler führt (KZR 3/2002 8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands benachteiligt eine
einen Kunden eines Mobilfunkdienstleitungsanbieters zur Erteilung von
Einzugsermächtigungen verpflichtende allgemeine Geschäftsbedingung den Kunden
dann nicht rechtswidrig, wenn sie ihm mindestens fünf Werktage Zeit zur
Überprüfung der Rechnung belässt (III ZR 54/2002 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist europäisches
Recht durch die Nichtanrechnung im Ausland erwirtschafteter Verluste (z. B.
Verluste aus Vermietung in Frankreich) verletzt I R 13/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichtshofs Berlin ist die
Abnahme eines genetischen Fingerabdrucks auch gegenüber einem wegen gewaltloser
sexueller Handlungen an Kindern verteilten, günstig prognostizierten Straftäter
zulässig (VerfGH 112/2002 21. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine die
Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen aus einem Reisevertrag auf einen
Monat befristende allgemeine Geschäftsbedingung rechtmäßig (16 U 27/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen ist die Bestellung
eines Verwalters ohne Mehrheitsbeschluss der Wohnungseigentümer rechtswidrig (6
W 63/2003 18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main sind bisherige
Geständnisse des mutmaßlichen Mörders Jakob von Metzlers wegen Bedrohung mit
Folter nicht verwertbar, doch ist ein neues umfassendes Geständnis angekündigt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Würzburg ist Jürgen Höller (wer will,
der kann) wegen Untreue, vorsätzlichen Bankrotts und eidesstattlicher
Falschaussage zu drei Jahren Haft verurteilt (8. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bad Homburg hat ein sich in der Nähe
eines auch für Wasserballspiele benutzten Schwimmbeckens aufhaltender, von
einem Ball verletzter Urlauber keinen Schadensersatzanspruch, weil diese
Schädigung zum allgemeinen Lebensrisiko gehört (2 C 769/2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika müssen Visa und Mastercard 800 Millionen Dollar an amerikanische Kunden
wegen unzureichender Unterrichtung über Gebühren für den Umtausch von Währungen
zahlen.
Das Europäische Parlament stimmt den Beitrittsanträgen zehner Bewerber
(Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Tschechien [86 Prozent Zustimmung],
Slowakei, Slowenien, Malta, Zypern) zu.
Zwei aus der Villa die casti amati in Pompeji entwendete Fresken sind in der
Nähe des Ausgrabungsgeländes verpackt wieder gefunden worden.
In Allensbach wird ein vollständiges Feuersteinmesser gefunden.
Hermann F. Bauer 10. Februar 1921-9. April 2003.
2003-04-08 Generalanwalt Léger vom Europäischen Gerichtshof hält in
seinen Schlussanträgen in der Rechtssache C-224/2001 die Mitgliedstaaten für
verpflichtet, den Schaden zu ersetzen, der einem Einzelnen durch einen Verstoß
eines Höchstgerichts gegen das Gemeinschaftsrecht entsteht, und sieht den
Fehler des Verwaltungsgerichtshofs Österreich in dieser Sache als
unentschuldbar an.
Generalanwalt Ruiz-Jarabo vom Europäischen Gerichtshof sieht die
Bereitschaftszeit eines Krankenhausarzts selbst dann als Arbeitszeit an, wenn
Gelegenheit zum Ausruhen oder Schlafen besteht (C-151/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
zeitliche Begrenzung der Abzugsfähigkeit der Kosten doppelter Haushaltsführung
von berufstätigen Ehegatten als Werbungskosten von den Einkünften auf zwei
Jahre verfassungswidrig (2 BvR 400/1998 4. Dezember 2002, 2 BvR 1735/2000 4.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet in Zukunft
ein in eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts eintretender Gesellschafter
für bestehende Schulden der Gesellschaft (II ZR 56/2002 7. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Bewerber
auch nach Aufhebung einer Ausschreibung für einen Bauauftrag durch einen
öffentlichen Auftraggeber ein Bewerber noch in zulässiger Weise geltend machen,
durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften verletzt worden zu sein (X ZB
43/2002 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die
Oberbürgermeisterwahl in Bad Homburg wegen Verschweigens wichtiger Umstände (z.
B. ungünstiges Immobiliengeschäft) durch amtliche Stellen wiederholt werden (8
C 14/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichtshofs Berlin ist ein weder
eine Aufenthaltsgenehmigung noch eine Duldung habender Ausländer während eines
verwaltungsgerichtlichen Eilverfahrens nicht wegen unerlaubten Aufenthalts
strafbar (VerfGH 34/2000 31. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haftet der
Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung trotz Handlung auf
Weisung seitens eines Vertreters der Gesellschafter für eine Minderung des
Gesellschaftsvermögens, wenn für ihn erkennbar war, dass die Weisung unter
Missbrauch der Vertretungsbefugnis erteilt worden war (6 U 850/2000 20. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg rechtfertigt ein
Restblutalkoholgehalt von 0,47 Promille während des Diensts eines
Omnibuslenkers die fristlose Kündigung (6 Sa 480/2001 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I sind Thomas Haffa und
Florian Haffa wegen unrichtiger Darstellung der Unternehmensverhältnisse von
EM.TV zu Geldstrafen (etwa 1,2 Millionen Euro, 240000 Euro) verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss ein in einer Werkstatt
in eine Montagegrube fallender Kunde seinen entstandenen Schaden selbst tragen
(1 O 3324/2002 20. März 2003).
Die Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland schließen ein
Rechtshilfeabkommen ab.
Die Fluggesellschaft Air France stellt ab 2007 die Verwendung der
verlustreichen Concorde ein.
Eberhard Braun wird Vorstandsvorsitzender von Grundig.
Als Folge des raschen Vordringens der Vereinigten Staaten von Amerika im Irak
sinkt der Ölpreis.
Deutschland hat die niedrigsten Wachstumsaussichten in der Europäischen Union.
2003-04-07 Nach einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der
Europäischen Gemeinschaften sind die Entscheidungen der Europäischen Kommission
in den Fusionskontrollverfahren SEB/Moulinex und TotalFinalElf rechtmäßig
(T-114/2002, T-119/2002, T-342/2000 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
Verhandlungsführer aus culpa in contrahendo persönlich haften, wenn er nicht
darauf hinweist, dass der als Gesellschaft mit Sitz in Deutschland angegebene
Auftraggeber in Wahrheit eine Gesellschaft ungarischen Rechts mit Sitz in
Ungarn ist, die nur zum Schein vorgeschoben wird (VII ZR 30/20001 13. Juni
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kommt eine
Neubewertung von Prüfungsleistungen durch einen neuen Prüfer nur in Betracht,
wenn ein Prüfer an der Teilnahme am Überdenkungsverfahren aus rechtlichen oder
tatsächlichen Gründen gehindert ist, und ist ein Prüfer von der Mitwirkung am
Überdenkungsverfahren nicht deshalb ausgeschlossen, weil er vor dem Abschluss
eines Prüfungsverfahrens in den Ruhestand getreten ist (VII R 7/2002 18.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Thüringen muss die
Landesregierung parlamentarische Anfragen auch zu Meinungen und Bewertungen von
politischen Sachverhalten beantworten, nicht aber Aussagen eines
Ausländerbeauftragten bewerten (VerfGH 8/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken darf ein
Kraftfahrzeugführer für ein Kleintier (z. B. Eichhörnchen) nicht so stark
bremsen, dass dadurch ein Auffahrunfall verursacht wird (3 U 26/2002 7. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg
rechtfertigt der Umstand, dass einer Schülerin eine Rückkehr in die Wohnung der
Eltern aus sozialen Gründen (z. B. Alkoholismus des Vaters) nicht zugemutet
werden kann und sie deshalb eine eigene Wohnung bewohnt, als nicht
ausbildungsbedingt keine Berücksichtigung bei der Ausbildungsförderung (7 S
1895/2002 17. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin muss der
Fernsehsender FAB seine Magazinsendung ars vivendi nicht als Dauerwerbesendung
kennzeichnen, weil eine solche Feststellung nicht als rechtsaufsichtliche
Maßnahme im Medienstaatsvertrag Berlin-Brandenburg vorgesehen ist (8 B 13/2000
26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg kann eine
vorläufige Zulassung zur mündlichen Prüfung ohne Prüfung der Erfolgsaussichten
in der Hauptsache allein auf Grund einer Folgenabwägung bzw. Interessenabwägung
einstweilen angeordnet werden (2 ME 16/2003 17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist Rechtsanwalt Jürgen Rieger
wegen Volksverhetzung (Leugnung der massenhaften Ermordung von Juden in
Konzentrationslagern durch Nationalsozialisten) zu 3360 Euro Geldstrafe
verurteilt.
Elektronische Abgabe der Einkommensteuererklärung bei dem zuständigen Finanzamt
ist in Deutschland mit einem kostenlos zur Verfügung stehenden Programm
möglich.
Martin Avenarius wechselt von Göttingen nach Köln.
Thilos Brandner wird in Berlin (Humboldt-Universität) habilitiert.
Christian Bumke wird in Berlin (Humboldt-Universität) habilitiert.
Christian Jahndorf wird in Münster für Staatsrecht, Verwaltungsrecht,
Steuerrecht und Europarecht habilitiert.
Jutta Stender-Vorwachs wird in Hannover für öffentliches Recht einschließlich
Medienrecht und Europarecht habilitiert.
2003-04-06 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf ein Gericht
nicht an Stelle eines Elternteils über die Schulform entscheiden und ist bei
einem Streit der sorgeberechtigten Eltern über die für ihr Kind zu wählende
Schulform das Kindeswohl (z. B. zu Gunsten einer Erasmusschule statt einer
Montessorischule) zu berücksichtigen (1 BvR 1870/2002 4. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt in einem
nach früherer Rechtsprechung zur Parteifähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen
Rechts anhängig gewordenen Rechtsstreit nach Wechsel der Rechtsprechung die
Rubrumsberichtigung und ist kein Parteiwechsel von den Gesellschaftern zur
Gesellschaft erforderlich (XII ZR 300/1999 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der
unverletzte Partner eines bekannten Eislaufpaares von einem Verletzer des andern
Partners nicht Schadensersatz wegen eines Eingriffs in den eingerichteten und
ausgeübten Gewerbetrieb verlangen, weil bei einem Verkehrsunfall kein
unmittelbarer betriebsbezogener Eingriff vorliegt (VI ZR 171/2002 10. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands genügt die
Strafbarkeit des Begehens einer Straftat durch Unterlassen nach § 13 StGB dem
Bestimmtheitsgebot des Grundgesetzes Deutschlands und kann sich bei einem zur
Strafverfolgung berufenen Polizeibeamten eine Garantenstellung aus privat
erlangtem Wissen (z. B. aus nicht genehmigungsfähiger Nebentätigkeit erlangtes
Wissen über betrügerisch erlangte Kreditzusage über 8,2 Millionen DM) zur
Strafvereitelung ergeben (2 BvR 2202/2001 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem
mehraktigen Geschehen der Rücktritt hinsichtlich des ersten Teilabschnitts nur
ausgeschlossen, wenn dieser ein bereits fehlgeschlagener Versuch ist (4 StR
281/2002 29. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt die einen
Anspruch auf Herausgabe einer rechtsgrundlos erbrachten Leistung behauptende
Partei ihrer Darlegungslast und Beweislast, wenn sie die von dem Schuldner
behaupteten und die sonst nach dem Umständen in Betracht kommenden Rechtsgründe
ausräumt (V ZR 98/2001 27. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands folgt aus
dem Grundsatz der Chancengleichheit nicht, dass bei einer Neubewertung einer
Prüfungsarbeit durch neue Prüfer Korrekturbemerkungen ausgeschiedener Prüfer
aus der Prüfungsarbeit zu entfernen sind (6 C 7/2002 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hält sich
ein Auszubildender dann nicht nur zum Zweck der Ausbildung an einem Ort auf,
wenn ein Aufenthaltszweck hinzutritt, der von vergleichbarem Gewicht ist (z. B.
Aufrechterhaltung einer eheähnlichen Partnerschaft) (5 C 59/2001 30. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands handelt es sich,
wenn mit einer Klage Ansprüche sowohl aus eigenem wie auch aus abgetretenem
Recht geltend gemacht werden, um zwei Streitgegenstände (5 AS 7/2002 13. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands findet gegen die
Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde durch das Landesarbeitsgericht eine
Beschwerde zum Bundesarbeitsgericht nicht statt (5 AZB 54/2002 19. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
verspätet die Arbeitsvergütung zahlender Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den
daraus entstehenden Steuerschaden ersetzen (8 AZR 488/2001 20. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine auf einem
mangels Bekanntgabe nicht wirksam gewordenen Steuerbescheid beruhende
Pfändungs- und Einzeihungsverfügung nicht nichtig, sondern anfechtbar
rechtswidrig (VII R 56/2000 22. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Braunschweig folgt aus dem
Umstand, dass ein Verkäufer eines tageszugelassenen Personenkraftwagens kein
den vertragsgemäßen Ausstattungsumfang aufweisendes Fahrzeug mehr im Bestand
hat, noch nicht, dass ihm die Nacherfüllung durch Ersatzlieferung unmöglich ist
(8 W 83/2002 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist im allgemeinen
Geschäftsverkehr grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Verkäufer die von ihm
verkaufte Sache an den Käufer als seinen Vertragspartner übergeben will, und
gilt die Eigentumsvermutung des § 1006 I BGB auch für den Alleinbesitzerwerb
eines vorherigen Mitbesitzers (9 U 31/2001 19. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mann heim ist der
allgemeine öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch subsidiär, wird aber der
Schadensersatzanspruch wegen einer schuldhaften Verletzung einer sich aus einem
Benutzungsverhältnis ergebenden Pflicht durch andere Anspruchsgrundlagen nicht
ausgeschlossen (8 S 455/2002 16. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Syke ist ein Gutschein für eine Fahrt
mit einem Heißluftballon (z. B. im Wert von 390 DM) ein qualifiziertes oder
hinkendes Inhaberpapier, bei dem sich der Verpflichtete auf den Ablauf einer
Vorlegungsfrist berufen kann (9 C 1683/2002 19. Februar 2003).
2003-04-05 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs wird eine Marke (z. B.
Minimax) nur dann ernsthaft genutzt, wenn sie entsprechend ihrer Hauptfunktion
verwendet wird, um für Waren und Dienstleistungen einen Absatzmarkt zu
erschließen oder (z. B. durch Verkauf von Zubehör) zu sichern (C-40/2001 11.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen bei
Verurteilung eines Angeklagten auf Grund von verfahrensbeendend abgesprochenen
Geständnissen der Mitangeklagten Zustandekommen und Inhalt der Absprache
nachprüfbar gewürdigt werden (1 StR 464/2002 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist von einer
zulässigen unverbindlichen Preisempfehlung nicht auszugehen, wenn ein
Hersteller Sondermodelle zu einem besonderen Preis an einen beschränkten Kreis
von Händlern vertreibt (I ZR 137/2002 14. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts enthält der
Beschluss der Bestellung eines neuen Verwalters einer
Wohnungseigentümergemeinschaft mit sofortiger Wirkung in der Regel auch den
Beschluss der Abberufung des bisherigen Verwalters (2 Z BR 126/2002 28. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts soll eine
Amtsanmaßung ausscheiden, wenn ein Polizeibeamter im Rahmen seiner allgemeinen
Zuständigkeit eine konkrete Handlung in treuwidriger Ausnutzung der
Dienststellung vornimmt (2 StR 103/2002 19. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg ist eine Schlussrechnung
prüfbar, wenn sie für den Architekten des Bauherrn prüfbar ist (3 U 44/2002 4.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main sind gegen
Beschlüsse des Vorstands und des Aufsichtsrats einer Aktiengesellschaft
aktienrechtliche Anfechtungsklagen und Nichtigkeitsklagen nicht zulässig (5 U
63/2001 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss der Versicherer
bei widersprüchlichen, erkennbar unrichtigen oder unklaren Angaben des
Versicherungsnehmers in einem Schadensanzeigeformular nachfragen (12 U 204/2002
6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz ist ein Wohnhaus mit mehr als
160 Quadratmeter Wohnraum als eigenes Vermögen zur Bestreitung der
Prozesskosten einzusetzen (2 T 521/2002 8. November 2002).
Schellhammer, Kurt, Schuldrecht nach Anspruchsgrundlagen, 5. A. 2003
Otto, Hansjörg, Arbeitsrecht, 3. A. 2003
Pöltl, René, Gaststättenrecht, 5. A. 2003
EStG, hg. v. Kirchhof, Paul, 3. A. 2003
Schellhammer, Kurt, Zivilprozessrecht, 10. A. 2003
Hess,
Harald/Obermüller, Manfred, Insolvenzplan, Restschuldbefreiung und
Verbraucherinsolvenz, 3. A. 2003
Athen 30. April 2003-3. Mai 2003 Universität Athen Forschungsinstitut
für prozessrechtliche Studien Ippokratous Straße 33 GR 10680 Athen/Hotel
Intercontinental, Syngrou Straße 89-93, GR 11745 Athen zweiter europäischer
Juristentag http://www.law.uoa.gr
2003-04-04 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist eine (nur) Männern nach
Vollendung des 60. Lebensjahres die Aufbesserung der Rente durch
Altersteilzeitarbeit ermöglichende tarifvertragliche Regelung (z. B. in
Deutschland) wegen Diskriminierung von Frauen europarechtswidrig (C-187/2000
20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands greift das neue
Waffengesetz Deutschlands nicht unangemessen in die Freiheitsrechte der
(Mitglieder der) Schießsportverbände ein (1 BvR 539/2003 1. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands dürfen
kinderbezogene Leistungen (für mehr als zwei Kinder) für Beamte und Angestellte
verschieden sein (6 U AZR 633/2001 3. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands sind
Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld bei Berechnung des Krankengelds (auch der Jahre
1997 bis 1999) zu berücksichtigen, wenn sie in den letzten 12 Monaten vor der
Arbeitsunfähigkeit geleistet wurden (B 1 KR 36/2001 R 25. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haftet Rheinland-Pfalz
aus Amtspflichtverletzung des Technischen Überwachungsvereins für einen aus
Nichtentdeckung einer fehlerhaften Befestigung einer Hinterachse eines
Kraftwagens entstehenden Unfallschaden (. B. für einen Schaden von 25564 Euro)
(12 U 266/2001 2. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist eine
Rechtsanwaltsrangliste des JUVE-Verlags rechtmäßig, wenn ein objektives
Auswahlverfahren zugrundeliegt und die Aufnahme von Kanzleien nicht mit einer
Schaltung von Anzeigen verknüpft ist (29 U 4292/2000 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg darf ein Münchener
Fleischwarenunternehmen seine Bratwürste nicht als Nürnberger Rostbratwürste
vertreiben (6 U 3788/2002).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf der
Staat für das bewaffnete Kontrollieren von Sicherheitsbereichen von Flugplätzen
(im Gegensatz zu zulässigen Gebühren für die Durchsuchung von Fluggästen) keine
Gebühr von Fluggesellschaften verlangen (8 S 2702/20002, 8 S 2714/2002).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Berlin darf die Christlich Soziale Union
nicht behaupten, die Sozialdemokratische Partei sei der zweitgrößte deutsche
Zeitungsverleger (17 O 92/2002, 27 O 78/2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachen steht das nach dem
deutsch-jugoslawischen Sozialabkommen zu leistende Kindergeld auch geringfügig
beschäftigten jugoslawischen Arbeitnehmern zu (1 K 3/2002 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Daun kann ein Partnerschaftsvermittler
die Vergütung nur in vollem Umfang behalten, wenn er die volle vereinbarte
Leistung (z. B. Zahl der Partnervorschläge, Alter der vorgeschlagenen Partner)
erbringt (3 C 13/2002 12. März 2003).
Anneli Jäätteenmäki soll Ministerpräsidentin Finnlands werden.
Zehn vielleicht im 12. Jahrhundert in spätrömischer Minuskel beschriebene,
vermutlich um 1300 zum Buchbinden verwendete und um 1960 aus Bucheinbänden
entnommene Pergamentstückchen (3,5/3,2 x 6,5/7,5 cm) des 1137/1138 gegründeten
Klosters Zwettl enthalten angeblich Nibelungentexte (Nibelungenklage, als
unmittelbare Abschriften Erectexte) in Prosa mit Einsprengseln in Versform.
2003-04-03 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs schließt der Grundsatz der
steuerlichen Neutralität die Vorenthaltung der für Künstlergruppen möglichen
Befreiung von der Umsatzsteuer Deutschlands gegenüber einzelnen Künstlern (z.
B. drei Tenöre) aus (C-144/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist ein
Eilantrag mehrerer Pharmaunternehmen gegen das Spargesetz im Gesundheitswesen
nicht begründet (1 BvR 112/2003 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein erst zwei Jahre
nach Ehescheidung erhobener Anspruch auf Hausratsteilung verwirkt (9 UF
593/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg sind die
schlechten wirtschaftlichen Lebensverhältnisse im Kongo grundsätzlich kein
Grund für ein Bleiberecht in Deutschland (A 6 S 967/2001 13. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern muss der Staat wegen
Zuckerkrankheit an Erektionsstörungen leidenden Beamten und Ruhestandsbeamten
Beihilfe zu den Kosten für Viagra leisten (3 B 3631/2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die gesteigerte
Nutzung eines unbeschränkt genehmigten Flugplatzes nicht genehmigungsbedürftig
(2 A 2646/2001 2. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim bewirkt ein Verstoß gegen das
Rechtsberatungsgesetz die Nichtigkeit der davon betroffenen Vollmacht und des
davon betroffenen Geschäftsbesorgungsvertrags (8 O 393/2002 20. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein in Einzelheiten
abweichender Maßkrug keine rechtswidrige Nachbildung eines andern Maßkrughutes
(z. B. des bayerischen Bierhutes) (21 O 10411/2002 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stendal ist Weiterfahren trotz
deutlicher Übermüdung eine grob fahrlässige Pflichtverletzung (23 O 67/2002 4.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hermeskeil kann ein unwirksamer
Zeitmietvertrag in einen zeitlich unbefristeten Mietvertrag umgedeutet werden
(1 C 427/2002 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Brasiliens erhält Romario von
Flamengo Rio de Janeiro vier Millionen Euro Schadensersatz wegen rechtswidriger
Werbung mit seinem Namen.
Nach einer Entscheidung der Disziplinarkammer für Dopingfälle des Nationalen
Olympischen Komitees der Schweiz ist Reto Bergmann zu zwei Jahren Sperre und
1500 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Österreichs müssen die
Kosten für Überwachungseinrichtungen bei Telekomunternehmen vom Staat getragen
werden, weil die entgegenstehende Gesetzesbestimmung verfassungswidrig ist.
Die Zahl der Arbeitslosen Deutschlands beträgt 4,6 Millionen.
Die Auszahlungen für die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter in Deutschland
werden in zweiter Rate erst 2005 beendet werden können.
Das Abgeordnetenhaus Italiens beschließt in geheimer Abstimmung einen die
Konzentration von Sendern und Zeitungen in einer Hand (z. B. Silvio Berlusconi)
begrenzenden Zusatz zum Mediengesetz.
2003-04-02 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat ein
Fernabsatzvertragskäufer bei aus Standardbauteilen zusammengesetzten Waren (z.
B. Notebook) ein Widerrufsrecht (VIII ZR 295/2001 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haben Teilnehmer an
Autorennen keinen Schadensersatzanspruch aus Schäden, die trotz Einhaltung der
Wettbewerbsregeln oder bei leichter Verletzung der Wettbewerbsregeln an ihren
Fahrzeugen entstehen (VI ZR 321/2002 1. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind CG
Car-Garantiemodelle für Autohändler umsatzsteuerfrei (V R 16/2002 16. Januar
2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine ärztliche
Notfallpraxis im eigenen Haus kein häusliches Arbeitszimmer, so dass die Kosten
ohne Einschränkung als Betriebsausgaben von den Einnahmen abgezogen werden
dürfen (IV R 7/2001 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann der seine
Ferienwohnung an wechselnde Urlauber vermietende Steuerpflichtige die dafür
erforderlichen Aufwendungen von der Steuer absetzen (IX R 18/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle können Pauschalreisende 60
Prozent des Reisepreises als Schadensersatz verlangen, wenn sie kurz vor
Urlaubsbeginn gegen ihren Willen vom Veranstalter wegen Überbuchung in ein
Ersatzquartier verlegt werden (11 U 1/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm dürfen Cengiz Aldi und
Muhammed Aldi nicht unter dem bloßen Familiennamen Aldi (z. B.
Gebrüder-Aldi-Reisen-GmbH) Werbung in Deutschland treiben (4 U 157/2002 1.
April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken begeht der einen
Mietzuschuss nach dem Wohngeldgesetz nicht unmittelbar an den Vermieter
weitergebende Mieter Betrug (1 Ss 3/2003 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Paderborn können Gäste vom mit einem
friedlichen Bereich werbenden Betreiber einer in der Einflugschneise eines
Flughafens liegenden Kurklinik den Kurpreis zurückverlangen (5 S 110/2002).
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt den Erlass der Beteiligung von Städten
und Gemeinden an der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe von 2002 im Umfang
von 819 Millionen Euro.
Der Landtag Schleswig-Holsteins beschließt eine Erhöhung der Abgeordnetendiäten
von 3927 Euro auf 5700 Euro.
Das Parlament Belgiens beschließt eine Abschwächung des Gesetzes zur Verfolgung
von Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Völkermord durch weit
reichende Verweisung auf die Zuständigkeit der Gerichte des Herkunftslandes des
Täters.
Als Folge des Durchbruchs der Vereinigten Staaten von Amerika durch
Verteidigungslinien des Irak steigt der deutsche Aktienindex auf 2577 Punkte.
Die Europäische Kommission verhängt eine Buße von 16,7 Millionen Euro über ein
Rindfleischkartell in Frankreich.
Die Europäische Kommission leitet ein Vertragsverletzungsverfahren gegen
Frankreich wegen Verletzung der Haushaltsdefizitgrenze ein.
2003-04-01 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein eine Erklärung
unterzeichnender Teilnehmer einer bundesweiten Solidarisierungskampagne mit der
verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans trotz des Grundrechts der Meinungsfreiheit
mit einer Geldstrafe (z. B. 600 Euro) bestraft werden (3 StR 277/2002 28. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein gegenüber
Finanzamt und Sozialversicherungsträgern zu niedrige Lohnsummen seiner
Beschäftigten angebender und Arbeitsverhältnisse überhaupt verschweigender
Arbeitgeber wegen Betrugs strafbar, sofern nicht nur Werkverträge abgeschlossen
sind (5 StR 165/2002 12. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
geschädigte Mandanten zu einem Ausgleich überredender Steuerberater besonders
vorsichtig handeln und darf z. B. Immobilienangebote nicht ohne persönliche
Überprüfung und Überwachung vermitteln (IX ZR 180/2001 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein
Steuerpflichtiger die Werbungskosten für eine Vermietung an seine Eltern auch
dann abziehen, wenn er selbst unentgeltlich ein ihnen gehörendes Haus bewohnt
(IX R 5/2000 14. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz setzt die
Steuerung der Windenergienutzung im Außenbereich durch die
Flächennutzungsplanung einer Verbandsgemeinde und bzw. oder die
Raumordnungsplanung einer regionalen Planungsgemeinschaft eine sachgerechte
Abwägung auf Grund eines schlüssigen Konzepts des jeweiligen Planungsträgers
voraus (1 A 11406/2001 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein ist ein Streik
einer Gewerkschaft gegen eine Produktionsverlagerung (z. B. der Heidelberger
Druckmaschinen AG aus Kiel) trotz des Grundsatzes der freien
Unternehmerentscheidung rechtmäßig (5 Sa 134/2002 14. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main darf Gerling
die Gerling-Rückversicherungsgruppe verkaufen.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz ist eine
Entfernungspauschale nur für eine Fahrt an jedem Arbeitstag zu gewähren (3 K
2439/2002 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main muss ein
gekündigter Arbeitnehmer spätestens vier Wochen nach der Kündigung den
Arbeitgeber über einen Antrag auf Anerkennung als Schwerbehinderter
unterrichten (5 Ca 6696/2002 31. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main rechtfertigt eine
fehlerhafte Gehaltsberechnung (z. B. eines Organisationsleiters) eine fristlose
Kündigung nur bei vorsätzlicher Untreue (7 Ca 105/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Schwarzenbek ist ein auf der Autobahn
wendender und dadurch den Tod dreier Menschen verursachender
Kraftfahrzeugführer zu zehn Monaten Haft mit Bewährung verurteilt.
Karl Starzacher scheidet bei RAG zum 31. Mai 2003 aus.
2003-03-31
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine
irrtümlich doppelt ausgeführte Überweisung auch bei Bestehen einer zusätzlichen
Forderung gegen den überweisenden Kontoinhaber zurückzuerstatten (24 U 91/2001
29. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann bei Verursachung
eines Verkehrsunfalls mit Todesfolge durch Raserei der Verursacher zu einer
Haftstrafe mit Bewährung verurteilt werden (1 Ss 82/2002 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist nach
dem Entzug der deutschen Fahrerlaubnis das Führen eines Kraftfahrzeugs in
Deutschland mit einer ausländischen Fahrerlaubnis rechtswidrig (10 S 2093/2002
11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg schließt
die Kirchenautonomie die Eintragung einer Kirche als Kulturdenkmal nicht aus (1
S 1083/2000 30. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt am Main
rechtfertigt eine Veränderung einer Klinikentlassungsbescheinigung durch einen
Arbeitnehmer grundsätzlich eine Kündigung (9 Sa 658/2002 28. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main darf ein
Arbeitgeber bei Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers das Arbeitsverhältnis
nicht ohne weiteres (z. B. Berücksichtigung der Teilnahme an einer
Weiterbildung) beenden (1 Ca 8345/2002 28. März 2003).
Zum 1. April 2003 treten in Deutschland verschärfte Waffenbestimmungen
(Altersgrenze für Waffenerwerb der Sportschützen 21, der Jäger 18 Jahre, Verbot
von Pumpguns) und Jugendschutzbestimmungen (Altersfreigabekennzeichnungen für
Computerspiele und Bildschirmspielgeräte, Verkaufsverbot von Tabakwaren an
Jugendliche unter 16 Jahren in Gaststätten und andern Verkaufsstellen,
Werbeverbot für Tabak und Alkohol in Kinos vor 18 Uhr) in Kraft.
Zum 1. April 2003 treten in Deutschland neue Bestimmungen für geringfügig
Beschäftigte in Kraft (monatliche Entgeltgrenze 400 Euro, Wegfall der
15-Stundenregelung pro Woche, neue Versicherungsbestimmungen).
Die parlamentarische Versammlung des Europarats beschließt ein
Beobachtungsverfahren für Liechtenstein im Hinblick darauf, ob das Land den
demokratischen Anforderungen nach der Verfassungsänderung noch genügt.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Indiens dürfen Hindus nicht
das ehemalige Moscheegelände der Stadt Ayodhya betreten, auf dem sich Ruinen
eines alten Hindutempels befinden sollen.
Der Gläubigerausschuss der Kirch Media stimmt dem Verkauf der Sendergruppe Pro
Sieben Sat.1 und der Filmrechte zu.
US Airways Group Inc. schließt durch Sanierung das Gläubigerschutzverfahren ab.
Eintracht Frankfurt muss wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen im
Waldstadion in Frankfurt am Main 10000 Euro zahlen.
Die Europäische Union löst durch den Einsatz Concordia die Friedensmission
Allied Harmony der NATO in Mazedonien ab.
http://www.ifk.jura.uni-tuebingen.de/krimdok/
aktualisiert zum 2003-03-31.
2003-03-30 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann die Äußerung
eines Gutachters, ein Arzt stelle leichtfertig Atteste und Krankschreibungen
aus, von der Meinungsfreiheit umfasst sein (1 BvR 244/1998 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist bei der
Bestimmung des Begriffs Arbeitgeber in § 266a StGB eine gesetzliche
Differenzierung nach der Gewinnerzielungsabsicht verfassungsrechtlich nicht
geboten (2 BvR 562/2002 30. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ermächtigt eine zur
Verteidigung gegenüber einem Mieterhöhungsverlangen erteilte Prozessvollmacht
auch zur Entgegennahme eines während des Verfahrens abgegebenen weiteren
Mieterhöhungsverlangens (VIII ZR 72/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt die Versagung
einer Restschuldbefreiung wegen einer Insolvenzstraftat nicht voraus, dass die
Insolvenzstraftat in einem Zusammenhang mit dem betreffenden Insolvenzverfahren
steht (IX ZB 121/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gelten die
Grundsätze zur Wirksamkeit ruinöser Gesellschafterbürgschaften in der Regel
auch für Minderheitsgesellschafter der kreditsuchenden Gesellschaft mit
beschränkter Haftung (XI ZR 82/2002 10. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands trägt der auf
Unterhalt in Anspruch genommene Elternteil die Darlegungs- und Beweislast für
seine Leistungsfähigkeit auch, wenn der Unterhalt aus übergegangenem Recht von
öffentlichen Einrichtungen oder von Verwandten geltend gemacht wird (XII ZR
295/2000 27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands zwingt nicht
bereits ein Fehler einer sonst zuverlässigen Angestellten dazu, dass der Rechtsanwalt
jede Fristeintragung selbst vornehmen muss (III ZB 23/2002 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann die
Behörde gegenüber der Vollstreckung aus einem rechtskräftigen
Verpflichtungsurteil auf Erteilung eines Bauvorbescheids für eine
Windenergieanlage die Vollstreckungsabwehrklage darauf stützen, dass nach
Rechtskraft des Urteils durch eine Änderung des Flächennutzungsplans die
Voraussetzungen des § 35 III 3 BauGB geschaffen wurden (4 C 10/2001 19.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands begründet Art.
140 GG i. V. m. Art. 137 III WRV ohne entsprechende kirchengesetzliche Regelung
keine unmittelbare und zwingende Geltung einer kirchlichen
Arbeitsrechtsregelung des dritten Wegs für Arbeitsverhältnisse mit kirchlichen
Arbeitgebern (4 AZR 101/2001 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind
Abfindungsansprüche aus einem vor Insolvenzeröffnung aufgestellten Sozialplan
grundsätzlich Insolvenzforderungen gemäß § 38 InsO (10 AZR 275/2001 31. Juli
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg kann das
Umgangsrecht eines ausländischen Elternteils (z. B. aus Algerien) nicht durch
die Auflage der Hinterlegung des Reisepasses bei der Ausländerbehörde
eingeschränkt werden (9 UF 165/2002 4. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz sind Detektivkosten von
mehr als 13000 DM in einem nachehelichen Unterhaltsprozess erstattungsfähig (11
WF 70/2002 9. April 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist nicht wegen
Missbrauchs von Titeln strafbar, wer (nur) einen Kapuzenpulli mit der
Aufschrift Polizei trägt (1 Ss 161/2002 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim greift der Staat
in die Berufsfreiheit einer privaten Ethikkommission durch eine eine eigene
staatliche Ethikkommission bevorzugende Maßnahme ein ((9 S 2506/2001 10.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe kann, wer wegen eines
drohenden Sachverständigengutachtens in der Hauptverhandlung den Einspruch
zurücknimmt, später nicht mittels des eingeholten Sachverständigengutachtens
einen Wiederaufnahmeantrag begründen (Qs 49/2002 11. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika darf Alan Rosen das 1973 vom Präsidenten der Vereinigten Staaten von
Amerika dem Präsidenten von Honduras geschenkte, später gestohlene und für
50000 Dollar erworbene Stück Mondgestein nicht verkaufen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Fußballunion muss Bayer Leverkusen
7000 Euro dafür zahlen, dass es englischen Zuschauern des Spiels gegen
Manchester United höhere Preise abverlangt hat als deutschen Zuschauern.
2003-03-29 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sind, wenn feststeht,
dass ein öffentlicher Auftraggeber (z. B. Unità Socio Sanitaria Locale n. 42 di
Pavia) im Rahmen einer Ausschreibung Gemeinschaftsrecht verletzt hat und
dadurch einem Unionsbürger ein Schaden entstanden ist, die mitgliedstaatlichen
Gerichte verpflichtet, die gegen die Entscheidung des öffentlichen
Auftraggebers eingelegten Rechtsmittel auch nach Ablauf der Rechtsmittelfrist
zuzulassen (C-327/2000 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist es dem
Bundesverfassungsgericht außerhalb eines zulässigen, verfassungsgerichtlichen
Verfahrens nicht gestattet, als zuständige Stelle im Sinne von Art. 17 GG
Petitionen (z. B. zum Zuwanderungsgesetz) zu entsprechen, die sich in der
Geltendmachung von Fremd- oder Allgemeininteressen erschöpfen (2 BvQ 17/2002
10. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Schuldner
mit einer ihm gegen den bisherigen Gläubiger zustehenden Forderung gegenüber
dem neuen Gläubiger auch dann aufrechnen, wenn er seine Forderung als
Sicherheit abgetreten hat, bei der Übertragung von der Abtretung an den neuen
Gläubiger Kenntnis hat, der Sicherungsfall eingetreten ist und die Abtretung
offen gelegt worden war (VII ZR 267/2001 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können die von
einem im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens gerichtlich mit der
Wertermittlung beauftragten Gutachterausschuss wahrzunehmenden Amtspflichten zu
Gunsten des Ersteigerers drittgerichtet sein (III ZR 44/2002 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich ein Bürge
auch dann auf die Verjährung der Hauptforderung berufen, wenn der Hauptschuldner
untergegangen ist und dadurch die gegen ihn gerichteten Forderungen weggefallen
sind (XI ZR 243/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands scheidet die
stillschweigende Einbeziehung der die Haftung des Frachtführers beschränkenden
Bestimmung der Nr. 23.1.1 ADSp 1998 in einen Frachtvertrag aus (I ZR 174/2000
23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands schließt eine
geringe kollisionsbedingte Geschwindigkeitsveränderung bei einem
Kraftfahrzeugunfall die tatrichterliche Überzeugungsbildung einer
Ursächlichkeit des Unfalls für eine Halswirbelsäulenverletzung nicht aus (VI ZR
139/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands lässt ein in einem
Hauptsacheverfahren ergangenes rechtskräftiges Unterlassungsurteil die nach
einem begangenen Wettbewerbsverstoß zu vermutende Begehungsgefahr auch im
Verhältnis zu einem Dritten entfallen, wenn sich der Verurteilte auf das Urteil
beruft (I ZR 160/2000 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Rückforderung eines Geschenks (z. B. eines Hausgrundstücks) wegen Notbedarfs
des Schenkers bei Überwiegen des Werts des Geschenks statt der Herausgabe des
geschenkten Gegenstands Wertersatz bis zur Höhe seines Werts zu leisten (X ZR
196/2001 17. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands beginnt die
Spekulationsfrist bei Veräußerung von Eigentumswohnungen in einem sanierten
Gebäude mit Abschluss der Sanierungsarbeiten (IV R 57/2001 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist ein Besteller dafür
darlegungspflichtig und beweispflichtig, dass ein Unternehmer für ein im
Stundenlohn herzustellendes Werk zu viele Arbeitsstunden aufgewandt hat (21 U
106/2002 10. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln genügt für die Zustimmung
eines Erblassers zu einem Scheidungsbegehren seines Ehegatten, dass sich aus
den Umständen klar ergibt, dass auch der Erblasser die Ehe für gescheitert hält
und einer Scheidung nicht entgegentritt (2 U 129/2002 22. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln sind bei einem Anspruch auf
Prozesskostenvorschuss eines Ehegatten um so geringere Anforderungen an die
Bedürftigkeit des berechtigten Ehegatten zu stellen, je größer die
Leistungsfähigkeit des verpflichteten Ehegatten ist (27 UF 182/2001 6. März
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg tritt ein Wechsel der
örtlichen Zuständigkeit für ein selbständiges Beweisverfahren mit der Erhebung
der Hauptsacheklage bei einem andern Gericht ein (7 W 26/2002 14. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kempten ist bei Versterben eines in
Deutschland wohnhaften Schweizers bei fehlender abweichender Rechtswahl auf den
Erbfall deutsches materielles Erbrecht anzuwenden (3 O 2474/2001 13. Juni
2002).
Random House verkauft den 1998 erworbenen Berlin Verlag wegen der schwierigen
Marktlage zu einem symbolischen Preis an den Verleger Arnulf Conradi zurück.
Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte West Texas Intermediate steigt angesichts
des schleppenden Verlaufs des Angriffs der Vereinigten Staaten von Amerika auf
den Irak wieder auf 30,80 Dollar.
Das Bundesfinanzministerium Deutschlands stuft die Berufe der Ergotherapeuten,
Logopäden, Diätassistenten, Rettungsassistenten, medizinisch-technische
Assistenten, Hebammen, Krankenpfleger und Altenpfleger wie der
Physiotherapeuten als freie Berufe ein.
Zippelius, Reinhold, Einführung in das Recht, 4. A: 2003
Kaiser, Gisbert, Bürgerliches Recht, 9. A. 2003
Kropholler, Jan, Studienkommentar BGB, 6. A. 2003
Musielak, Hans-Joachim, Grundkurs BGB, 8. A. 2003
Pawlowski, Hans-Martin, Allgemeiner Teil des BGB, 7. A. 2003
Köhler, Helmut, BGB Allgemeiner Teil, 27. A. 2003
Schlechtriem, Peter, Internationales UN-Kaufrecht, 2. A. 2003
Müssig, Peter, Wirtschaftsprivatrecht, 6. A. 2003
Habersack, Mathias, Europäisches Gesellschaftsrecht, 2. A. 2003
Lieb, Manfred, Arbeitsrecht, 8. A. 2003
Zippelius, Reinhold, Allgemeine Staatslehre, 14. A. 2003
Gusy, Christoph, Polizeirecht, 5. A. 2003
Huber, Michael, Das Zivilurteil, 2. A. 2003
Zimmermann, Walter, Insolvenzrecht, 5. A. 2003
Zippelius, Reinhold, Juristische Methodenlehre, 8. A. 2003
Zippelius, Reinhold, Rechtsphilosophie, 4. A. 2003
Wolf Schwarz 10. Juni 1917-29. März 2003.
2003-03-28
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann auch ein
unbewaffneter Mittäter eines bewaffneten Drogenhandels mit einer
Mindestfreiheitsstrafe von fünf Jahren bestraft werden (GSSt 1/2002 4. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands besteht der
Sonderkündigungsschutz von Teilzeitarbeitnehmern mit Anspruch auf
Erziehungsgeld auch bei Entstehung des Arbeitsverhältnisses nach der Geburt des
Kindes (2 AZR 627/2001 27. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern ist die
Schleierfahndung nach dem Polizeiaufgabengesetz Bayerns (z. B.
Identitätsfeststellung ohne bestimmten Verdacht auf wichtigen Straßen und in einer
30-Kilometerzone zu Österreich und Tschechien) wegen Überwiegens des Interesses
des Allgemeinwohls gegenüber geringfügigen Eingriffen in die Freiheit
verfassungsgemäß.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main ist der
Einspruch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Deutschlands
gegen den Verkauf der Gerling Globale Rück an die Globale Management GmbH wegen
Fehlens einer Rechtsgrundlage rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen schließt die Schenkung
eines Geldbetrags unter der Auflage eines Erwerbs eines bestimmten Grundstücks
(mittelbare Grundstücksschenkung) wegen fehlender Leistung des
Steuerpflichtigen für die Anschaffung oder Herstellung von Wohnraum eine
Eigenheimförderung (Eigenheimzulage) aus (13 K 465/2000 26. November 2002).
Die Deutsche Bank muss wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung 59 Millionen
Geldbuße zahlen, wofür die Ermittlungen gegen rund 800 Beschäftigte wegen
geringer Schuld eingestellt werden.
Wegen rechtswidriger Preisabsprachen müssen Philip Morris 50 Millionen Euro und
Eti 20 Millionen Euro Geldbuße an Italien zahlen.
Die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft legt durch Satzungsänderung fest, dass
das Unternehmen Bertelsmann AG gegen den Willen der Unternehmerfamilie (Mohn)
nicht verkauft werden oder neue Gesellschafter erhalten kann.
2003-03-27
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Verwertung einer heimlichen, in einer notwehrähnlichen Lage durchgeführten Videoaufnahme
eines Arbeitgebers im Kündigungsschutzprozess gegen eine einer Straftat
verdächtige (und durch die Videoaufnahme überführte) Arbeitnehmerin verwertbar
(2 AZR 512002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss ein unbemerkt über eine
0190-Einwahlnummer im Internet Surfender nicht für die dadurch verursachten
Kosten einstehen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen gelten die Tegernseer
Gebräuche (Handelsbräuche) des Holzhandels auch in Thüringen (1 U 541/2002 5. Dezember
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen begründet der Bau
einer Tiefgarage keinen Anspruch nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz auf
Aufwendungsersatz für Schallschutzfenster (2 UE 2873/2002 26. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mainz ist Horst Mahler wegen
öffentlicher Billigung der Anschläge auf das World Trade Center zu 7200 Euro
Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main muss ein
Arbeitgeber (z. B. ein französisches Geldinstitut) die Versetzung eines
Arbeitnehmers an einen andern als den vereinbarten Arbeitsplatz begründen(9 Ca
4956/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln kann ein Vermieter einem Mieter
vor allem in einem Rotlichtviertel nicht wegen angeblicher Sexsucht fristlos
kündigen (211 C 256/2001).
Metin Kaplan bleibt nach Ende seiner Haftstrafe in Auslieferungshaft.
Der Frankfurter Rechtsanwalt Kempf wird Vizepräsident der Vereinigung der (mehr
als 400) Rechtsanwälte bei dem Internationalen Gerichtshof.
Haim Saban kauft die Rechte an rund 18000 Filmen der Kirch Media.
Die Hypovereinsbank verkauft die Bank Austria zu einem Viertel an der Börse.
Nach einem Beschluss der Deutschen Fußball-Liga muss der 1. FC Kaiserslauten
wegen Verletzungen des Lizenzspielerstatuts 125000 Euro Geldstrafe zahlen und
zu Beginn der Saison 2003/2004 drei Punkte kampflos abgeben.
2003-03-26
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Schuldner
bei Pfändung seines Kontos Scheckkarten nicht als über die Forderung vorhandene
Urkunden an den Gläubiger oder Drittschuldner herausgeben (IXa ZB 53/2002 14.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf ein
fünfzehnjähriges Mädchen nach einer Taufe auf Grund der Glaubensfreiheit und
des Rechts auf freie Religionsausübung seinem bisherigen Vornamen einen neuen
Vornamen voranstellen (6 C 26/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind die Kosten einer
eher den Charakter einer betrieblichen Veranstaltung aufweisenden
Geburtstagsfeier eines Arbeitgebers für einen Arbeitnehmer kein Lohn (VI R
48/1999 28. Januar 2003).
Nach Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann auch bei einem
Außendienstmitarbeiter ein häusliches Arbeitszimmer Mittelpunkt der gesamten
Betätigung sein (VI R 82/2001 13. November 2002 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist eine Klage eines
Rechtsanwalts gegen einen Beschluss der (insolventen) Sunlife AG
Rechtsmissbrauch, weil er damit in Fortsetzung eines Gesamtplans unberechtigte
Sondervorteile erreichen will (20 U 54/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen darf das Land
Nordrhein-Westfalen einen Gründungsrektor für die Universität Duisburg-Essen
bestellen (1 L 3141/2002).
Nach einem Vergleich vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe verpflichtet sich ein
Juwelier, keine Anhänger in Form eines sich aufbäumenden Pferds (Ferrari-Pferd)
zu verkaufen.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg kann die Haftpflichtversicherung
einer Zehnjährigen nicht die Hälfte des durch Feuer entstandenen Schadens (z.
B. 400000 DM) von einer neunjährigen Mitverursacherin verlangen (6 U 1352/2002
7. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist ein
überwiegend zur Einnahmeerzielung Hunde haltender Steuerpflichtiger nicht zu
Hundesteuer verpflichtet, wenn eine Möglichkeit zur privaten Nutzung des Hundes
gegenüber der betriebsbedingten Nutzung von untergeordneter Bedeutung ist (2 S
2113/2000 16. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein Gewinnspiel
McDonalds’s’ (McMega-Rubbel) wegen des hohen sittenwidrigen Kaufanreizes auf
Jugendliche unzulässig (33 O 1562/2003).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin hat ein
Wohnungsbauunternehmen weder aus dem Gleichheitssatz noch aus der
Eigentumsgarantie noch aus Vertrauensschutzgesichtspunkten einen Anspruch auf
Anschlussförderung zur Deckung der Lücke zwischen Sozialmiete und Kostenmiete
(16 A 40/2003 24. März 2003, 16 A 48/2003 24. März 2003).
Interpol fahndet nach dem ehemaligen Präsidenten Perus Fujimori.
Serbien-Montenegro soll als 45. Mitglied in den Europarat aufgenommen werden.
Die durchschnittliche Fördersumme nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz
Deutschlands betrug 2001 rund 750 DM bei Studenten und rund 550 DM bei
Schülern.
Baden-Württemberg ersetzt die verfassungswidrige Rückmeldegebühr von 51 Euro
durch eine allgemeine Verwaltungsgebühr von 75 Euro für jeden Studenten
(Verwaltungskosten 120 Euro).
Nach einem Vergleich verpflichtet sich die Märkische Oderzeitung, keine
Gerüchte über die Ehe des Bundeskanzlers Deutschlands zu verbreiten.
2003-03-25
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine
Eilentscheidung über die Zulässigkeit des Einsatzes deutscher Soldaten bei der
Luftüberwachung des Iraks und der Türkei nicht geboten (2 BvQ 18/2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine ein
nacktes Gesäß mit dem Aufdruck H.I.V. Positive abbildende Werbeanzeige (z. B.
Benettons) nicht so menschenrechtswidrig, dass sie die Einschränkung der
Pressefreiheit rechtfertigt (1 BvR 426/2002 11. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können jahrelange
schwerste Misshandlungen einer Ehefrau einen Mord an einem Ehegatten
entschuldigen (1 StR 483/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Vertragsstrafe für den Fall der nicht termingerechten Fertigstellung eines
Bauwerks fünf Prozent der Auftragssumme nicht überschreiten (VII ZR 210/2001
23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg
rechtfertigt nur eine konkrete Lebensgefahr oder Gesundheitsgefahr für den
ermittelnden verdeckten Beamten die (nachträgliche) Nichtaufklärung des
bespitzelten Bürgers über den Einsatz eines verdeckten Ermittlers (1 S
1639/2000 4. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf die
zuständige Verwaltungsbehörde einem Halter eines bissigen Hunds den Hund auf
Dauer abnehmen (12 B 10430/2003 17. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist das private
Telefonieren eines Beamten auf Kosten der Allgemeinheit ein Dienstvergehen, das
in besonders schweren Fällen die Entfernung aus dem Dienst rechtfertigen kann
(3 K 1650/2002 20. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind Herstellung und
Vertrieb von Jagdgeschossen Herstellung und Vertrieb von Waffen (12 K 122/1998
6. November 2002).
2003-03-24
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 505 I Nr. 2
BGB (Notwendigkeit einer Widerrufsbelehrung) nicht analog auf
Dienstleistungsverträge (z. B. Pay-TV-Abonnementverträge eines Pay-TV-Senders
mit Kunden) anwendbar (I ZR 290/2000 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands müssen wesentliche
Abreden eines Mietvertrags bzw. Untermietvertrags enthaltende Anlagen im
Mietvertrag so genau bezeichnet werden, dass eine zweifelsfreie Zuordnung
möglich ist (XII ZR 253/2001 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Baden-Württemberg ist die
Landtagswahl 2001 rechtmäßig, weil die Landesverfassung nur den
Parteienproporz, nicht auch den Regionalproporz der vier Regierungsbezirke
gewährleistet.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen ist ein zweites, durch
Anraten des entscheidenden Gerichts verursachten Versäumnisurteil wegen
Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren rechtswidrig (1 U 398/2001 18.
April 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Betätigung
(z. B. Demonstration) einer Organisation (z. B. YEK-KOM) nur verboten, wenn die
Vereinigung vom Bundesinnenministerium Deutschlands verboten worden ist (6 TG
729/2003 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Disziplinarhofes Niedersachsen begründet die
Weigerung eines Beamten hinsichtlich einer Mitwirkung an der Feststellung
seines Gesundheitszustands eine vorläufige Dienstenthebung und eine Kürzung der
Dienstbezüge auf die Hälfte (1 NDH M 3/2002 17. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen darf
ein Widerruf einer Approbation als Zahnarzt wegen Unzuverlässigkeit oder
Unwürdigkeit nicht auf bereits zwei Jahre zurückliegende Verkehrsdelikte
gestützt werden (13 A 2774/2001 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz entstehen
bei Umbau eines Teils einer früher einheitlichen Verkehrsanlage in eine
Fußgängerzone hinsichtlich der Anliegerbeiträge unterschiedliche
Verkehrsanlagen (6 A 11867/2002 8. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf sind täglich zwei
Insulineinspritzungen benötigende Diabetiker schwer behindert (S 31 SB 388/2001
5. März 2003).
Die Commerzbank Deutschland soll wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung für
etwa 30 Mitarbeiter etwa 30 Millionen Mark Geldstrafe bezahlen.
Rund 95 Prozent der Tschetschenen sollen sich unter der Drohung des Verlusts
von Lebensmittelzuteilungen für die Tschetschenien fest an Russland bindende
Verfassung ausgesprochen haben.
Wegen der Verlängerungsgefahr des Angriffs auf den Irak steigt der Ölpreis
wieder.
Bertelsmann verkauft die im Internet erscheinende Netzeitung an die Netzeitung
Beteiligungs GmbH.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verkauft den Zeitschriftenbereich der
Deutschen Verlagsanstalt GmbH an die Konradin Verlagsgruppe in
Leinfelden-Echterdingen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika erhöhen die Zahl der von Strafzöllen
ausgenommenen Stahlerzeugnisse um 295 auf 1022.
2003-03-23 Rund
90 Prozent der abstimmenden Slowenen sprechen sich für einen Beitritt
Sloweniens zur Europäischen Union aus, etwas weniger für einen Beitritt zur
NATO.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist
eine Warnung eines Anwaltsgerichts gegenüber einem alle in einer Stadt (z. B.
Mannheim) in Strafsachen tätigen Justizpersonen angreifenden Rechtsanwalt ein
Eingriff in die Freiheit der Meinungsäußerung, aber gerechtfertigt (43718/1990
21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht die Verordnung Nr.
2309/1999 (EWG) vom 22. Juli 1993 dem entgegen, dass ein Arzneimittel, für das
zwei verschiedene zentrale Genehmigungen des Inverkehrbringens, nämlich für
eine Packung mit fünf Einheiten und für eine Packung mit zehn Einheiten erteilt
worden sind, in einer Bündelpackung vertrieben wird, die aus zwei neu
etikettierten Packungen mit je fünf Einheiten gebildet wird (C-433/2000 19.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist der
Ausschluss eines persönlichen Akteneinsichtsrechts verfassungsgemäß (2 BvR
1548/2002 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands darf auf
Grund der Freiheit der Berufsausübung ein sich in weiteren Gebieten (z. B.
Kinderheilkunde) spezialisierender und betätigender Arzt der Allgemeinmedizin
dies öffentlich bekannt geben (1 BvR 525/1999 29. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine einen
Wartungsvertrag für eine Fernmeldeanlage auf zehn Jahre erstreckende allgemeine
Geschäftsbedingung bei Fehlen einer sachlichen Rechtfertigung für die Dauer der
Bindung unwirksam (X ZR 220/2001 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die auch eine
persönliche Haftungsübernahme und Unterwerfung unter die sofortige
Zwangsvollstreckung im Rahmen einer Grundschuldbestellung umfassende
formularmäßige Vollmacht nicht rechtswidrig (XI ZR 10/2000 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine bei
Verkauf eines Grundstücks im Rahmen eines Einheimischenmodells den Käufer im
Fall der Weiterveräußerung binnen zehn Jahren zur Abführung der Differenz
zwischen Ankaufspreis und Bodenwert verpflichtende Regelung nicht unangemessen,
doch muss die Gemeinde bei der Einforderung des Mehrerlöses die persönlichen
Verhältnisse des Betroffenen berücksichtigen (V ZR 105/2002 29. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands betrifft § 3 Nr. 3
S. 3 PflVG nur die erstmalige Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber einem
Haftpflichtversicherer (VI ZR 416/2001 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die Kosten
eines für den auswärtigen Prozessbevollmächtigten die Vertretung in der
mündlichen Verhandlung übernehmenden Unterbevollmächtigten, soweit sie die
ersparten Reisekosten des Prozessbevollmächtigten nicht wesentlich übersteigen,
erstattungsfähig, und ist die Zuziehung eines am Wohnort oder Geschäftsort der
auswärtigen Partei ansässigen Rechtsanwalts regelmäßig als zur
zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung notwendig
anzusehen (VIII ZB 30/2002 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der beim
Versuch einer räuberischen Erpressung mindestens leichtfertig den Tod eines
Menschen verursachende Täter wegen versuchter räuberischer Erpressung mit
Todesfolge zu bestrafen und scheidet ein strafbefreiender Rücktritt aus, wenn
das Vorhaben des Täters, sich mittels einer Straftat Geld zu verschaffen, wegen
des unerwarteten Widerstands des Tatopfers scheitert (3 St 204/2002 13. August
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist einem
Apotheker die Approbation zu entziehen, wenn ihm Abrechnungsunregelmäßigkeiten
gegenüber Kassen nachgewiesen werden können, die befürchten lassen, er könne
auch zukünftig schwerwiegende Berufspflichtverletzungen begehen (3 C 37/2001
16. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein keinen
Tatbestand enthaltendes Berufungsurteil aufzuheben und endet bei Bestellung zum
Geschäftsführer einer Gesellschaft in der Regel das Arbeitsverhältnis eines
Arbeitnehmers in leitender Stellung (2 AZR 352/2001 25. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann zur Beseitigung
schweren Verfahrensunrechts in mit förmlichen Rechtsmitteln nicht anfechtbaren
Entscheidungen eine fristgebundene Gegenvorstellung bei dem Ausgangsgericht entsprechend
§ 321a ZPO erhoben werden (IV B 190/2002 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kommt ein
Rabattfreibetrag auf die von Beschäftigten eines Krankenhauses bestellten
Arzneimittel nur zum Zug, wenn Arzneimittel dieser Art mindestens in gleichem
Umfang auch an Patienten abgegeben werden (VI R 158/1998 27. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist zwischen
Bedrohung und versuchter Erpressung Tateinheit möglich (1 St RR 75/2002 29.
August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist gegen einen die
Berufung zurückweisenden Beschluss gemäß § 522 II ZPO die befristete Rüge
analog § 321a ZPO zulässig (13 u 77/2002 4. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main sind
flugbedingte Thromboseschäden kein Unfall und ist nach anerkanntem
wissenschaftlichem Erkenntnisstand eine signifikante Erhöhung des
Thromboserisikos bei Langstreckenflügen (z. B. Frankfurt am Main-Johannesburg
und zurück) nicht festzustellen (23 U 243/2001 6. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist Benutzung eines
Mobiltelefons auch die Nutzung als Organisator oder Internetzugang (2 Ss Owi
1005/2002 25. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg kann eine Vollmacht
nicht im Klageverfahren für das Widerspruchsverfahren nachgereicht werden, wenn
der Widerspruch wegen Nichtvorlegens einer verlangten schriftlichen Vollmacht
als unzulässig zurückgewiesen wurde (Au 3 K 777/2002 8. Oktober 2002).
Hexal AG vereinbart mit den allgemeinen Ortskrankenkassen Deutschlands einen
Rabatt für Simvahexal, falls das Arzeneimittel mindestens fünf Prozent des
Gesamtumsatzes der allgemeinen Ortskrankenkassen mit vergleichbaren Arzneimitteln
erzielt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Philip Morris 10,1 Milliarden Dollar dafür zahlen, dass das
Unternehmen durch die Beschriftung mit Marlboro Light und Camel Light
Verbraucher über die geringere Gefährlichkeit dieser Marken getäuscht hat.
Angesichts des raschen Vordringens der täglich Bomben im Wert von einer halben
Milliarde Dollar abwerfenden Vereinigten Staaten von Amerika im Irak fällt der
Ölpreis auf 26,39 Dollar pro Barrel.
2003-03-22
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist die Nichtanrechnung des
Kindergelds auf den Barunterhalt bei Unterhaltsleistungen unter 135 Prozent des
Regelbetrags wegen Sicherstellung des tatsächlichen Existenzminimums des Kinds
verfassungsgemäß (XII ZR 289/2001 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für eine Klage
wegen schuldhafter Verletzung vertraglicher Pflichten aus einem
Haustürgeschäft, wegen Verschuldens bei Vertragsschluss oder wegen einer mit
dem Haustürgeschäft begangenen unerlaubten Handlung das Wohnsitzgericht des
Verbrauchers zuständig (X AZR 362/2002 7. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bewirkt die
Rechtskraft eines klageabweisenden Versäumnisurteils in jedem Fall die
Unzulässigkeit der erneuten gerichtlichen Geltendmachung des Klageanspruchs (XI
ZR 90/2002 17. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Nichtigkeitsklage bei durch falsche Angaben arglistig erschlichener
öffentlicher Zustellung von Klageschrift, Ladung und Urteil unzulässig (XII ZR
51/2000 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt bei
alternativen Angeboten eines Verwenders allgemeiner Geschäftsbedingungen ein
Aushandeln trotz höheren Entgelts der Alternativen in Betracht (V ZR 220/2002
6. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
stationäre Leistungen durch Belegärzte erbringende Klinik werben (I ZR 60/2000
31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf kann ein einen
Versicherungsmakler mit der Vermittlung, Überprüfung und Verwaltung von
Versicherungsverträgen beauftragender und dafür bevollmächtigender
Versicherungsnehmer von einem die vorgelegte Vollmachtsurkunde
zurückbehaltenden Versicherer Herausgabe der Vollmachtsurkunde an den
Versicherungsmakler verlangen (21 S 262/2002 12. Dezember 2002).
Rödder, Thomas/Hötzel, Oliver/Mueller-Thuns, Thomas, Unternehmenskauf,
Unternehmensverkauf, 2003
Reidt, Olaf/Stickler, Thomas/Glahs, Heike, Vergaberecht, 2. A. 2003
Dimbeck, Franz, JuRech, Juristische Rechenhilfe, 4. A. 2002
2003-03-21
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen bei einer
Karikatur (z. B. des Bundesadlers Deutschlands durch den Focus) im Rahmen der
Berichterstattung verfremdet kennzeichnende Merkmale des urheberrechtlich
geschützten Originals rechtmäßig übernommen werden, so dass der Schöpfer des
Werks (z. B. Ludwig Gies bzw. sein Rechtewahrnehmungsberechtigter VG
Bild-Kunst) nicht Unterlassung verlangen kann (I ZR 117/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss eine
europäisches Gemeinschaftsrecht in mitgliedstaatliches Recht umsetzende
Verordnung nicht die maßgeblichen gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen nennen
(3 C 10/2002 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands tritt eine
Wohnraumzweckentfremdungsverbotsverordnung (z. B. Berlins) bei Entspannung des
Wohnungsmarkts von selbst außer Kraft (5 B 253/2002 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist eine im
Insolvenzverfahren ausgesprochene Kündigung (z. B. eines
Betriebsorganisationsleiters) bei gleichzeitiger Betriebsveräußerung wirksam,
wenn ein verbindlicher, bereits im Zeitpunkt der Kündigung ein greifbarer
Sanierungsplan des Betriebserwerbers vorliegt (8 AZR 97/2002 20. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Berlin ist Carsten Wilke
Mitglied des Abgeordnetenhauses.
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts Brandenburg ist das
Haushaltsstrukturgesetz Brandenburgs zu den Kindertagesstätten wegen der
Übertragung des Rechtsanspruchs auf einen Platz in einer Kindertagesstätte (von
den Kreisen und kreisfreien Gemeinden) auf die Gemeinden rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen muss bei
vormittäglicher Berufstätigkeit beider Eltern der örtliche Träger der
öffentlichen Jugendhilfe auch bei ausgeschöpfter Kindergartenvormittagsplatzkapazität
darauf hinwirken, dass die Träger der Kindergärten die Gruppengröße
vorübergehend erhöhen und die dafür erforderliche Ausnahmegenehmigung des
Landesjugendamts einholen (4 ME 596/2002 24. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln muss die Arbeitsgemeinschaft
deutscher Rundfunkanstalten die Verwendung eines einem Senedelogo von Radio
Television Luxemburg verblüffend ähnlich sehenden Sendelogos für die Sendung
Deutschlands Talente unterlassen.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main muss ein
Arbeitnehmer dem Arbeitgeber auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (z.
B. wegen fristloser Kündigung auf Grund rechtswidrigen Wettbewerbs) Auskunft
(z. B. über zuletzt erledigte Kundenaufträge) geben (4 Ca 9836/2001).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen ist eine als
Maklerprovision bezeichnete Vergütungsvereinbarung eines als Geschäftsführer
tätigen Gesellschafters für die Wahrnehmung der Aufgaben der Geschäftsführung
eine Tantieme bzw. verdeckte Gewinnausschüttung (6 K 3655/2000 22. Oktober
2003).
Das Bundesinnenministerium Deutschlands weist die Länder zur Aussetzung der
Abschiebung für Flüchtlinge aus dem Irak an.
Die Staatsanwaltschaft München leitet auf der Grundlage einer Strafanzeige der
Sixt AG gegen Florian Homm ein Ermittlungsverfahren wegen Kursbetrugs,
Insiderhandels, verleumderischer Kreditschädigung und übler Nachrede ein.
Michael Vesper hat an der Weiberfastnacht eine ihn trotz Verkleidung als Clown
erkennende Streifenwagenbesatzung gefragt, ob sie ihn und seinen Sohn nach
Hause fahre.
20. September 2003 Dorint Hotel Schweizerhof Berlin 4. Berliner Gespräche zum
Gesundheitswesen fortbildung@thieme.de
Adam Deinlein Hammelburg 27. Dezember 1909-München 21. März 2003.
Wolfgang Kartte gestorben.
2003-03-20
Das Parlament der Türkei stimmt mehrheitlich der Öffnung des Luftraums der
Türkei für Kampfflugzeuge der Vereinigten Staaten im Kampf gegen den Irak zu.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss die Europäische
Kommission einer Beibehaltung einer mitgliedstaatlichen Regelung zustimmen,
wenn ein Mitgliedstaat (z. B. Dänemark) niedrigere Nitratgrenzwerte und
Nitritgrenzwerte für Lebensmittel festsetzt, weil er die Gesundheitsgefahr
höher einschätzt, als der Gemeinschaftsgesetzgeber bei Erlass der
Harmonisierungsmaßnahme angenommen hat (C-3/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet das
Wohnen in einem eigenen Haus grundsätzlich keine erhöhten
Unterhaltsverpflichtungen gegenüber unterhaltsbedürftigen Eltern, weil ein
Unterhaltspflichtiger den Wert seines eigenen Hauses nicht durch Vermietung
oder Verkauf in Geld umsetzen muss (XII ZR 123/2000 19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Auftragnehmer eine zu Schadensersatz berechtigende Behinderung des Bauablaufs
(z. B. verzögerte Lieferung freigegebener Pläne) genau darlegen (VII ZR
224/2000 21. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss eine
unerlaubt einreisende Ausländer befördernde Fluggesellschaft ohne Verschulden
durch Rückführung der Ausländer verursachte Dolmetscherkosten tragen (1 C
9/2002 18. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein
Arbeitgeber zwecks Bindung besser ausgebildeter Arbeitskräfte Angestellten eine
höhere Jahreszuwendung gewähren als gewerblichen Arbeitnehmern (10 AZR 365/2002
19. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Hessen ist ein Urteil des
Landgerichts Frankfurt wegen Versagung des rechtlichen Gehörs durch
Nichtberücksichtigung eines Parteivorbringens in den Entscheidungsgründen
aufgehoben (P.St. 1598 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin müssen Betriebskosten eines
Gewerberaummietvertrags durchschaubar aufgeschlüsselt sein (8 U 6267/2000 8.
Oktober 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen ist ein seit
Menschengedenken öffentlich genutzter Weg auch ohne amtliche Widmung öffentlicher
Weg (1 U 24/2000 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin wird Egon Krenz (derzeit) nicht
vorzeitig aus der Haft entlassen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Gießen kann ein Vermieter einen
Mietvertrag mit einem monatlichen Mietzins von 1130 DM wegen arglistiger
Täuschung anfechten, wenn der Mieter verschwiegen hat, dass er nur über ein
Arbeitslosengeld geringerer Höhe verfügen kann (1 S 590/2000 23. März 2001).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin kann eine Einbürgerung nicht
wegen arglistiger Täuschung zurückgenommen werden (2 A 203/2001 18. März 2003,
2 A 46/2002 18. März 2003).
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Thomas Bach wegen Untreue und
Steuerhinterziehung sind eingestellt.
Die Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer in Berlin befürwortet
einen Fachanwalt für Versicherungsrecht ab 2004.
Das Federal Bureau of Intelligence der Vereinigten Staaten von Amerika stellt
das 1789 für North Carolina verfertigte, 1865 gestohlene Exemplar der Bill of
Rights der Vereinigten Staaten von Amerika sicher.
Deutscher Aktienindex 2595 Punkte.
Ein Euro kostet 1,06 Dollar.
2003-03-19
Die Vereinigten Staaten von Amerika beginnen am 20. März 2003 3.30 Uhr Ortszeit
mit kriegerischen Handlungen gegen den Irak.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Rückmeldegebühr Baden-Württembergs für Studenten mit 100 DM wegen fehlender
Verhältnismäßigkeit im Verhältnis zu den Kosten der Rückmeldung (von weniger
als 10 DM) verfassungswidrig (2 BvL 9/1998, 2 BvL 9/1998, 2 BvL 10/1998, 2 BvL
12/1998).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen Inkassobüros
wegen (Umgehung des) des Rechtsberatungsgesetzes nicht Rechnungen von
Unfallopfern beim Anmieten von Ersatzwagen höhere Tarife (Unfallersatztarife)
berechnender Autoverleiher gegenüber Autoversicherungen von Schädigern geltend
machen (VI ZR 152/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine
Rechtsschutzversicherung für die Klage eines langjährigen Rauchers gegen den
(suchtfördernden) Tabakkonzern Reemtsma auf Schadensersatz Rechtsschutz
gewähren (IV ZR 139/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands soll der
Europäische Gerichtshof entscheiden, ob Unterbrechungen der Beschäftigung einem
geltend gemachten Aufenthaltsrecht (eines Matrosen der Türkei) nach dem
Assoziationsratsbeschluss über die Entwicklung der Assoziation zwischen der
Europäischen Gemeinschaft und der Türkei entgegenstehen (1 C 2/2002 18. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands können auch
Teilzeitbeschäftigte eine Verringerung der Arbeitszeit beanspruchen (, sofern
z. B. nicht im Einzelfall das Verringerungsbegehren einer Erzieherin einer
betrieblichen Notwendigkeit einer Erziehungseinrichtung widerspricht) (9 AZR
126/2002 18. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen bleiben
wegen des überwiegenden öffentlichen Interesses zwei durch sofort vollziehbare
Anordnung der Bezirksregierung Düsseldorf gesperrte rechtsradikale
Internetseiten amerikanischer Provider in Deutschland vorläufig weiter gesperrt
(8 B 2567/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf hat ein in einer
gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft lebender Angestellter des
öffentlichen Diensts (z. B. Krankenpfleger) keinen Anspruch auf den
verheirateten Angestellten des öffentlichen Diensts zustehenden höheren
Ortszuschlag (11 Sa 933/2002 5. Dezember 2002).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Frankfurt am Main muss Argentinien trotz
wirtschaftlicher Schwierigkeiten die Ansprüche von Inhabern von Staatsanleihen
erfüllen und kann ein Anleger seine Ansprüche durch eine Sicherungshypothek auf
das Botschafts- und Konsulatsgebäude in Deutschland geltend machen (2-11 O
294/2002 14. März 2003, 2-21 O 509/2002 14. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist Volker Schlegel von dem
Vorwurf freigesprochen, Honorare für nicht gehaltene Vorträge angenommen zu
haben.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mönchengladbach muss ein Unternehmen
der Niederlande einem Kunden 12300 DM Gewinnzusage leisten, obwohl auf der
Innenseite des Briefumschlags der Gewinnzusage der Hinweis gedruckt war, dass
der Gewinn unter allen Interessenten aufgeteilt wird , weswegen das Unternehmen
nur 2,79 DM leisten wollte (6 O 513/2000).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster ist die einem
Versicherungsnehmer für den Abschluss einer Versicherung vom
Versicherungsvertreter gewährte Eigenprovision ein Preisnachlass (und keine
sonstige Einkunft), wenn der Versicherungsnehmer kein Versicherungsagent ist
(12 K 5082/2001 23. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz ist ein offenes
dreirädriges Kraftfahrzeug mit Motorradlenker und zwei Sitzplätten sowie einem
Leergewicht von mehr als 400 Kilogramm hinsichtlich der Kraftfahrzeugsteuer als
Personenkraftwagen zu behandeln (4 K 1906/2001 5. März 2003).
Die Europäische Kommission stimmt einer Beihilfe (Deutschlands) für Werften zu.
Die Europäische Kommission stimmt einer Beihilfe (Frankreichs) für
Fluggesellschaften zum Ausgleich für erhöhte Sicherheitsaufwendungen zu.
Die Europäische Kommission stimmt einer Beihilfe (Deutschlands) von 100
Millionen Euro an LTU zu.
Die Europäische Kommission leitet ein Vertragsverletzungsverfahren gegen
Deutschland wegen des Volkswagengesetzes ein (Höchstgrenze für Beteiligungen).
Im Gebäude des Ministerrats der Europäischen Union werden in den Räumen
Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Spaniens, Italiens und Österreichs
Abhörvorrichtungen (der Vereinigten Staaten von Amerika?) entdeckt.
Coast erhält mit sofortiger Wirkung vom Internationalen Radsportverband die
Lizenz zurück.
2003-03-18 Nach aus dem Fehlen einer ausreichenden
Mehrheit für die Fortführung entstehenden Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das Verbotsverfahren gegen die
Nationaldemokratische Partei Deutschlands wegen der Verwendung von V-Leuten
eingestellt (2 BvB 1/2001, 2 BvB 2/2001, 2 BvB 3/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine nach einer
Rechtsordnung eines Mitgliedstaats (z. B. der Niederlande) der Europäischen
Union rechtsfähige Gesellschaft (z. B. Überseering BV) berechtigt, ihre
vertraglichen Rechte in jedem Mitgliedstaat auszuüben (VII ZR 370/1998 13. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands werden Rechte eines
Markeninhabers auch dann verletzt, wenn eine fremde Ware in eine mit seiner
Marke gekennzeichnete Verpackung gefüllt wird.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist ein in einer
Werbesendung zugesagter Gewinn auch dann zu leisten, wenn die
Leistungsverpflichtung in einem gesonderten Werbeprospekt ausgeschlossen ist (6
U 173/2002 7. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken kann
Fahruntauglichkeit nach Drogenkonsum erst angenommen werden, wenn die
Fahrfähigkeit unmittelbar beeinträchtigt ist (z. B. ein Verlust der
Orientierung oder des Gleichgewichtssinns erkennbar ist) (1 Ss 117/2002 14.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel kann ein trotz Kenntnis von
Mängeln der Mietsache vorbehaltlos Miete bezahlender Mieter die Miete nicht
mindern (1 S 175/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Daun sind Fahrtkosten eines
Kreditvermittlers trotz ausdrücklicher Anerkennung der Erstattungspflicht
seitens eines Kunden bei Scheitern des Kreditvertrags keine
vergütungspflichtigen Auslagen (3 C 564/2002 8. Januar 2003).
Mit dem Namen des Kurorts Spa dürfen nur von dort stammende Waren
gekennzeichnet werden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika in Corpus Christi ist die Bayer AG in einem ersten
Schadensersatzverfahren wegen des Arzneimittels Lipobay nicht zu Schadensersatz
(von 500 Millionen Dollar) verurteilt, weil sie bei der Vermarktung, der
Mitteilung von Schwierigkeiten und dem Rückzug des Mittels
verantwortungsbewusst gehandelt hat.
Die Regierung Niedersachsens beschließt, die Zuständigkeit für die
Arbeitsgerichtsbarkeit dem Justizministerium zuzuteilen.
Das Parlament Frankreichs beschließt ein Regionen und Gemeinden mehr Rechte
zuteilendes Dezentralisierungsgesetz.
Thomas Cloppenburg wird als Nachfolger Johannes Günther Ortmanns Direktor des
Amtsgerichts Cloppenburg.
2003-03-17 Nach
Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Werbung mit einer
umgekehrten Versteigerung mit von Woche zu Woche sinkendem Preis zum Kauf eines
Kraftfahrzeugs rechtmäßig (I ZR 146/2000 13. März 2003, I ZR 212/2000 13. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf eine Bank bei
entsprechenden allgemeinen Geschäftsbedingungen Zinssätze für Sparguthaben
durch Aushang anpassen (31 U 101/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen hat ein
seine Erektionsfähigkeit durch Operation verlierender Patient Anspruch auf
Bezahlung von Viagra durch die Krankenkasse in einem medizinisch notwendigen
Maß (L 16 KR 16/2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main verletzt ein
gekündigter, freigestellter, eine eigene Firma im Handelsregister eintragen
lassender und Büroräume mietender Bankangestellter keine Vertragspflicht, so
dass er Gehalt des Arbeitgebers nicht zurückzahlen muss (7 Ca 4037/2001).
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichts Italiens kann eine Ehe deswegen
geschieden werden, weil eine Schwiegermutter ihrer Schwiegertochter ständig
vorwirft, sich übermäßig zu schminken, nur auf ihre Linie zu achten und ihr
Kind falsch zu erziehen.
Das oberste Gericht Spaniens verbietet die baskische Partei Batasuna.
Haim Saban erwirbt die Mehrheit an Pro Sieben Sat.1 Media AG.
Jürgen W. Möllemann tritt aus der Freien Demokratischen Partei Deutschlands
aus.
George Walker Bush stellt nach Scheitern eines Beschlusses des Sicherheitsrats
der Vereinten Nationen Saddam Hussein vor die Alternative Exil oder Angriff.
Claudia Roth wird Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Deutschlands.
Hermann Butzer wechselt von Bochum nach Hannover.
Thomas von Danwitz wechselt nach Köln.
Felix Ekardt wechselt von Rostock nach Bremen.
Johannes Hellermann wechselt von Münster nach Bielefeld.
Anja Hucke wechselt von Hannover nach Rostock.
Ina Ebert wird in Kiel für bürgerliches Recht, deutsche und europäische
Rechtsgeschichte und Privatrechtsgeschichte der Neuzeit habilitiert.
Daniel-Erasmus Khan wird in München für Staats- und Verwaltungsrecht,
Völkerrecht, Europarecht, Verfassungs- und Völkerrechtsgeschichte habilitiert.
Andreas Lienhard wird Assistenzprofessor für Staats- und Verwaltungsrecht in
Bern.
Hermann Pünder wird in Münster für öffentliches Recht habilitiert.
Utz Schliesky wird in Kiel für öffentliches Recht einschließlich Europarecht
habilitiert.
Hubert Schmidt wird C 2-Professor für bürgerliches Recht und europäisches
Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Trier.
Arnd Uhle wird in München für Staats- und Verwaltungsrecht, allgemeine
Staatslehre und Kirchenrecht habilitiert.
Rüdiger Veil wird in Berlin (Humboldt-Universität) für bürgerliches Recht,
Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht habilitiert.
2003-03-16 Bei
der unter der Drohung der Wohnsitzverlegung nach Wien stehenden Volksabstimmung
in Liechtenstein sprechen sich 64,3 Prozent der Beteiligten für eine Stärkung
der Rechte des Fürsten in der Verfassung Liechtensteins („anachronistische Form
des Spätabsolutismus“) aus.
Hu Jintao wird als Nachfolger Jiang Zemins Staatspräsident der Volksrepublik
China.
In Finnland erhält die Zentrumspartei bei den Parlamentswahlen die meisten Stimmen.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
rechtfertigt die Tatsache, dass ein Kind in eine für sein Heranwachsen
günstigere Umgebung gebracht werden kann, keine zwangsweise Trennung des Kindes
(unmittelbar nach der Geburt) von seinen (finnischen) Eltern, so dass der
zuwider handelnde Staat Ersatz (z. B. 40000 Finnmark) an die Eltern für
Nichtvermögensschäden zu leisten hat (25702/1994 12. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Beihilfe für
grenznahe Tankstellen der Niederlande als europarechtswidrig zurückzuverlangen
(C-382/1999 13. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann das
Revisionsgericht eine Stellungnahme zur Zulassungsfrage unterlassen, wenn es auf
sie bei der ihm möglichen Vertragsauslegung nicht ankommt (V ZR 146/2002 13.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt die
sekundäre Hinweispflicht eines regresspflichtigen Rechtsanwalts stets, wenn der
Mandant rechtzeitig wegen der Haftungsfrage einen andern Rechtsanwalt
beauftragt (IX ZR 99/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands erfasst der
Risikoausschluss für Schäden am Gemeinschafts-, Sonder- und Teileigentum nur
den unmittelbaren Sachschaden, nicht aber den Folgeschaden (IV ZR 226/2001 11.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat das örtlich
zuständige Gericht den Rechtsstreit unter allen in Betracht kommenden
Gesichtspunkten zu entscheiden, wenn im Gerichtsstand der unerlaubten Handlung
im Rahmen der Darlegung eines Anspruchs aus unerlaubter Handlung ein
einheitlicher prozessualer Anspruch geltend gemacht wird (X ARZ 208/2002 10.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei Werfen von
Steinen auf den fließenden Verkehr § 315b I Nr. 2 oder 3 StGB auch dann erfüllt
sein, wenn die Tathandlung unmittelbar zu einem bedeutenden Fremdsachschaden
führt und dieser Erfolg sich als Steigerung der durch die Tathandlung bewirkten
abstrakten Gefahr für die Sicherheit des Straßenverkehrs darstellt (4 StR
103/2002 4. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bedarf es bei einem
Strafverfahren gegen mehrere Angeklagte wegen einer Vielzahl von Straftaten bei
Revision eines ausdrücklichen Antrags der Staatsanwaltschaft im Sinne der §§
344 I, 352 StPO, um das Begehren der Staatsanwaltschaft hinreichend klar
erkennen zu können (5 StR 336/2002 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands können
Rechtsbeschwerden und Anträge auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei dem
Bundesgerichtshof nur von bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwälten
erhoben bzw. gestellt werden (IX ZB 25/2002 17. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann die
Zulassung eines Außenbereichsvorhabens (z. B. Factory-Outlet-Center) daran
scheitern, dass eine Abwägung im Rahmen einer förmlichen Planung fehlt (4 C
5/2001 1. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands hat eine
Krankenkasse kein eigenständiges Recht auf Einsicht in die
Behandlungsunterlagen zwecks Überprüfung einer Krankenhausrechung auf die
sachlich richtige Zuordnung der Leistungen zu den einschlägigen Fallpauschalen
und Sonderentgelten (B 3 KR 64/2001 R 23. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann für eine
Auslandsreise ein beruflicher Anlass vorliegen, wenn es sich zwar um die
Teilnahme an einer Gruppenreise handelt, Organisation und Durchführung einer
solchen Reise aber Dienstaufgaben des damit betrauten Arbeitnehmers sind (VI R
22/2001 27. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Mecklenburg-Vorpommern muss
eine Landesregierung eine Verweigerung der Beantwortung einer Frage eines
einzelnen Abgeordneten begründen und muss darüber Auskunft erteilen, welche
Rechtsanwaltskanzleien sie beauftragt (LverfG5/2002 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts bilden
sukzessive, von jeweils neuen Tatentschlüssen getragene Zugriffe auf
unterschiedliche kinderpornographische Daten im Internet zueinander in
Tatmehrheit stehende Einzeldelikte (5 St RR 287/2002 25. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist Wiedereinsetzung
in den vorigen Stand nur zu gewähren, wenn der Absender eines
e-mail-Rechtsmitteleinlegungsauftrags zusätzliche Kontrollmaßnahmen
hinsichtlich des Eintreffens bei seinem Prozessbevollmächtigten durchgeführt
hat (23 U 92/2002 4. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg schließt ein
Verlagsvertrag über einen Kommentar zur Gesamtvollstreckung ein Handbuch zur
Insolvenzordnung bei einem andern Verlag verlagsrechtlich nicht aus (3 U
175/2000 19. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist das Einlegen des
im Fahrerfach befindlichen namenlosen Schaublatts in das Beifahrerfach und das
Einlegen des im Beifahrerfach befindlichen, mit seinem Namen versehenen
Schaublatts in das Fahrerfach durch einen allein fahrenden Kraftfahrzeugführer
kein Urkundendelikt der §§ 267, 268 StGB (3 Ss 128/2000 16. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main gehören
Versicherungsbeiträge für eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung nicht zum
notwendigen Lebensunterhalt des Sozialhilferechts (8 E 2017/2002 23. Juli
2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Minden kann der unfallgeschädigte
Kraftfahrzeugeigentümer tatsächlich entstandene Mehrwertsteueraufwendungen
neben dem fiktiv berechneten Nettoschadensersatz auf Grund
Sachverständigengutachtens geltend machen (2 C 348/2002 10. Dezember 2002).
2003-03-15 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
unterschiedliche Behandlung ehelicher Lebensgemeinschaften und nicht ehelicher
Lebensgemeinschaften in Bezug auf den Ausschluss von Kindern aus der
Familienversicherung nicht die Verfassung (1 BvR 624/2001 12. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt eine
Beeinträchtigung des nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauchs eines Werks (z.
B. Betondecke) vor, wenn die mit der vertraglich geschuldeten Ausführung
erreichbaren technischen , für die Funktion bedeutsamen Eigenschaften durch die
vertragswidrige Ausführung nicht erreicht werden und damit die Funktion des
Werks gemindert wird (VII ZR 181/2000 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt ein
Beweisverbot im Zivilverfahren wegen eines unterlassenen Hinweises nach der
Strafprozessordnung in einem Strafverfahren nur in Betracht, wenn das Gericht
im Freibeweisverfahren die Überzeugung gewonnen hat, dass die Voraussetzungen
des Beweisverbots vorliegen (VI ZR 378/2001 10. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands tritt der Erwerber
eines Gesellschaftsanteils mit allen Rechten und Pflichten (z. B. Wirksamkeit
eines Gesellschafterbeschlusses über die Geltendmachung von
Sonderabschreibungen) in die Rechtsstellung seines Rechtsvorgängers ein (II ZR
194/2000 2. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Entlastungsbeschluss einer Gesellschaft anfechtbar, wenn Gegenstand der
Entlastung eindeutig ein schwer wiegender Verstoß des Vorstands oder
Aufsichtsrats gegen Gesetz oder Satzung (z. B. bei Delisting) ist (II ZR
123/2001 25. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist die
schenkweise Übertragung eines mit einem Nießbrauch belasteten und vom
Nießbraucher vermieteten Grundstücks an einen Minderjährigen kein lediglich
rechtlich vorteilhaftes Rechtsgeschäft (2 ZBR 108/2002 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist eine nicht als
Massekostenvorschuss notwendige, als Massekostenvorschuss bezeichnete
Zurverfügungstellung eines Geldbetrags an den Insolvenzverwalter kein
Massekostenvorschuss (8 U 53/2001 17. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat ein Wechsel im
Mitgliederbestand einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts keinen Einfluss
auf einen von ihr abgeschlossenen Mietvertrag (10 U 216/2001 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main steht es im
pflichtgemäßen Ermessen des Haftpflichtversicherers, darüber zu entscheiden, ob
Ansprüche eines Dritten als berechtigt anzuerkennen oder als unberechtigt
abzuwehren sind (7 U 54/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln hat die sofortige Beschwerde
gegen einen Zwangsgeldbeschluss gemäß § 888 ZPO keine aufschiebende Wirkung (25
WF 203/2002 7. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg gibt ein regelmäßig
Teilleistungen erbringender Unterhaltspflichtiger keine Veranlassung zu einer
Klage hinsichtlich des vollen Unterhaltsanspruchs (2 WF 4/2003 23. Januar
2003).
Winkler, Karl, Erbrecht von A-Z, 9. A. 2003
Klingelhöffer, Hans, Pflichtteilsrecht, 2. A. 2003
Ringleb, Henrik-Michael/Kremer, Thomas/Lutter, Markus/Werder, Axel von,
Deutscher Corporate Governance Kodex, 2003
Delp, Ludwig, Das Recht des geistigen Schaffens in der
Informationsgesellschaft, 2. A. 2003
Weber, Achim, Beamtenrecht, 2003 (Prüfe dein Wissen)
Wächter, Michael, Datenschutz im Unternehmen, 3. A. 2003
Jürgensen, Der Anspruch auf Wohngeld, 2003
Bayerisches Mediengesetz (Lbl.), hg. v. Bornemann, Roland/Lörz, Nikolaus, 2002
Kalthoener, Elmar/Büttner, Helmut/Wrobel-Sachs, Hildegard, Prozesskostenhilfe
und Beratungshilfe, 3. A. 2003
Wesel, Uwe, Recht, Unrecht und Gerechtigkeit. Von der Weimarer Republik bis
heute, 2003
2003-03-14 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die aus
Gründen des allgemeinen Wohls vorgenommene Zwangseingliederung einer Gemeinde
(z. B. Mechau, Lagendorf) in eine Verwaltungsgemeinschaft nicht das
Selbstverwaltungsrecht (2 BvR 329/1997 19. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf das
entscheidende Gericht eine Verurteilung eines Täters auf die zufällige Kenntnis
der Polizei von einer Verabredung (z. B. zweier Türken) eines Verbrechens (z.
B. eines Überfalls auf ein türkisches Lokal während eines verbotenen
Hütchenspiels) in einer Aufzeichnung auf der Mailbox eines von ihr (z. B. wegen
des Verdachts des bandenmäßigen Rauschgifthandels) überwachten Handys stützen
(2 StR 341/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Herzchirurg
wegen fahrlässiger Ansteckung zwölfer Patienten mit Hepatitis B-Virus zu 450000
DM Geldstrafe verurteilt (2 StR 239/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen
Erbenermittler ermittelten Erben nicht ohne Erlaubnis die in den
Geltungsbereich des Rechtsberatungsgesetzes fallenden Rechtsgeschäfte anbieten
(I ZR 143/2000 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein
Rechtsanwalt die seinem Mandanten aus einem trotz erkennbarer Unwirksamkeit der
Eheschließung erwirkten Ehescheidungsurteil entstandenen Schäden (z. B. 90000
Euro Unterhalt und Versorgungsausgleich) ersetzen (IX ZR 181/1999 13. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Vermieter
bei Vereinbarung einer Nachmietersuche einen Nachmieter nicht allen deshalb als
unzumutbar ablehnen, weil dieser mit einem Kind in die Wohnung einziehen will
(VIII ZR 244/2002 22. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss auch ein
Geschäftsunfähiger den Wegfall einer Bereicherung (z. B. durch restlosen
Verbrauch von Geld zur Bestreitung des allgemeinen Lebensbedarfs ohne Bildung
von Ersparnissen, Tilgung von Schulden oder Anschaffungen von Werten) darlegen
und beweisen (V ZR 235/2002 17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands bestimmt sich
das Recht eines Angestellten des öffentlichen Diensts (z. B. eines Architekten)
auf Ausübung einer Nebentätigkeit während eines mit seinem Vorgesetzten
vereinbarten Sonderurlaubs ausschließlich nach der getroffenen
Sonderurlaubsvereinbarung (6 AZR 585/2001 13. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist Anderson in
Deutschland als Vorname unzulässig (11 Wx 101/2002 21. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein in einem
Ehevertrag für den Fall der Ehescheidung aufgenommener Ausschluss des
Versorgungsausgleichs wegen Sittenwidrigkeit unwirksam, wenn der benachteiligte
Ehepartner auf Grund der Rollenverteilung in der Ehe nicht zur Begründung
eigener Versorgungsanwartschaften während der Ehe in der Lage war (11 UF
371/2002 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nordrhein-Westfalen muss sich
eine ein Geschäftslokal eröffnende und in Anzeigeblättern dafür werbende
Arbeitslose die angekündigten Öffnungszeiten als Arbeitszeit zurechnen lassen(L
12 AL 124/2002 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Rentenversicherungsträger einen Selbständigen bei einer Beratung darauf
hinweisen, dass er die Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeitsrente nur bei
Zahlung von Beiträgen in die Antragspflichtversicherung aufrecht erhalten kann
(6 RA 52/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen kehrt die Vernichtung
eines Briefumschlags eines Einspruchsbescheids durch ein Finanzamt die
Beweislast bezüglich der Rechtzeitigkeit der Erklärung zu Gunsten des
Steuerpflichtigen um (6 K 812/2001 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg wird der Schadensersatzanspruch
eines Kleinkinds aus einem Grillunfall nur bei grob fahrlässiger Verletzung der
Aufsichtspflicht der Eltern gemindert (13 O 471/2002 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach ist ein Mobilfunkmast
neben einem Kindergarten (z. B. in Fürth) zulässig (5 S 00081/2002 5. März
2003).
Der Bundesrat Deutschlands beschließt gegen die Stimme Rheinland-Pfalzs, die
Zahlung von Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld an Beamte den einzelnen Ländern zu
überlassen.
Italien und Finnland einigen sich über die Errichtung der europäischen Lebensmittelbehörde
in Helsinki.
2003-03-13 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Heilbehandlung
nicht zwingend unter Kostengesichtspunkten vertretbar sein, so dass der
Versicherungsnehmer auch die Erstattung von Pauschalvergütungen reiner
Privatkliniken von seinem Krankheitskostenversicherer verlangen kann (IV ZR
278/2001 12. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein die
Anschaffung eines teilweise der Erzielung von Einkünften aus Vermietung und
Verpachtung und teilweise der Eigennutzung dienenden Gebäudes mit Eigenkapital
und Fremdkapital finanzierender Steuerpflichtiger die Darlehenszinsen insoweit
als Werbungskosten absetzen, wie das Darlehen tatsächlich zur Anschaffung des
vermieteten Gebäudeteils verwendet wurde (IX R 65/2000 9. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist nicht
das Land Baden-Württemberg, sondern jeder einzelne(, bei Bedürftigkeit von der
Verpflichtung befreibare) Strafgefangene, dem das Land unentgeltlich einen
Rundfunkempfänger zur Verfügung stellt, verpflichtet Rundfunkgebühren zu
bezahlen (2 S 1606/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin hat Heide Simonis gegen Focus
keinen Anspruch auf Schmerzensgeld wegen einer Mitteilung über ein
Ermittlungsverfahren gegen Heide Simonis (27 O 961/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel garantiert der Verkäufer eines
Gebrauchtwagens „mit Austauschmotor 90000 km“ nicht eine Gesamterneuerung des
Motors durch den Hersteller (10 S 58/2002 16. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Duisburg führt ein Arbeitsloser
seine Arbeitslosigkeit nicht grob fahrlässig herbei, wenn er bei Kündigung
eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses die berechtigte Hoffnung haben konnte,
dass sein befristetes Beschäftigungsverhältnis über den Zeitraum der Befristung
hinaus verlängert werden wird (S 12 AL 278/2001 29. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Koblenz ist das
Ermittlungsverfahren gegen Rudolf Scharping wegen des Verdachts der
Hinterziehung von Schenkungsteuer nach Schenkung wertvoller Bekleidung durch
den PR-Berater Moritz Hunzinger gegen Zahlung einer Buße von 3000 Euro an die
Staatskasse eingestellt.
Der Bundestag Deutschlands beschließt mehrheitlich die Verschiebung des
Ladenschlusses Samstags von 16 Uhr auf 20 Uhr ab Sommer 2003.
Das Abgeordnetenhaus Berlins stimmt dem Zusammenschluss der Wertpapierbörse
Berlin mit der Wertpapierbörse Bremen mehrheitlich zu.
Die Befürworter der Öffnung des bisher Frauen vorbehaltenen Colleges St.
Hilda’s in Oxford für Männer verfehlen um eine Stimme die erforderliche
Dreiviertelmehrheit.
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
darf das Todesurteil Delma Banks’ in Texas wegen eines vor 23 Jahren angeblich
begangenen Mords an einem weißen Bekannten derzeit nicht vollstreckt werden.
2003-03-12 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat die Türkei
gegenüber Abdullah Öcalan das Recht auf ein faires Verfahren verletzt, weil das
Staatssicherheitsgericht der Türkei kein unabhängiges Gericht ist, Öcalan sich
nicht ausreichend auf seine Verteidigung vorbereiten konnte (Art. 6 EMRK),
nicht unverzüglich einem Richter vorgeführt wurde und nicht die Möglichkeit
hatte, eine zügige gerichtliche Entscheidung über die Entziehung seiner
Freiheit herbeizuführen.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Zurückverfolgung von Telefongesprächen eines Journalisten (z. B. eines
Mitarbeiters des Zweiten Deutschen Fernsehens) mit einem mutmaßlichen
Straftäter (z. B. Jürgen Schneider, Hans-Joachim Klein) trotz Verletzung des
Fernmeldegeheimnisses, der Pressefreiheit und der Rundfunkfreiheit wegen des
überwiegenden Interesses der Allgemeinheit an Strafverfolgung nicht
verfassungswidrig (1 BvR 330/1996, 1 BvR 348/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Richterwechsel in einem einverständlich schriftlich geführten Verfahren nach
dem Markengesetz nicht mit der Rüge der fehlerhaften Gerichtsbesetzung
angreifbar (I ZB 27/2000 2. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen begründet das Fehlen
einer vollständigen Preisangabe in einem Vergabeverfahrensangebot den
Ausschluss des Bieters nur, wenn die Zulassung des lückenhaften Angebots oder
seiner nachträglichen Ergänzung die Wettbewerbsstellung des betreffenden
Bieters verändern würde (6 Verg 1/2003 24. Februar 2003).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist die
Gefahrabwehrverordnung Rheinland-Pfalzs über gefährliche Hunde rechtmäßig (12 A
11658/2002, 12 A 11879/2002).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Düsseldorf kann Jamal Karsli von Paul
Spiegel und Michel Friedman nicht die Unterlassung des nicht willkürlichen und
deshalb von der Meinungsfreiheit gedeckten Vorwurfs des Antisemitismus
verlangen (12 O 486/2002, 12 O 633/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss Bayern dem Institut du
Monde Arabe in Paris wegen unfreier Bearbeitung einer Ausstellung durch die
Münchener Ausstellung im Land der Königin von Saba im Völkerkundemuseum
Schadensersatz leisten (21 O 2324/2000 11. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Duisburg kann Überbrückungsgeld nur
geleistet werden, wenn der Arbeitnehmer in engem zeitlichem Zusammenhang (z. B.
weniger als zweieinhalb Monate) mit der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit
Arbeitslosengeld bezogen hat (S 12 AL 138/2001).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Arbeitsgerichts Großbritanniens muss
ein Beamter Großbritanniens (z. B. Matthew Thompson) im Dienst keinen Anzug mit
Krawatte tragen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika können die ausländischen Gefangenen der Vereinigten Staaten von Amerika
auf Guantanamo nicht den Schutz der Rechtsordnung der Vereinigten Staaten von
Amerika (z. B. Zugang zu einem Rechtsanwalt) beanspruchen, weil Guantanamo nur
von Kuba gepachtet ist.
Der Heinrich Bauer Verlag nimmt sein Angebot auf Übernahme der Kirch Media
zurück.
Serbiens Ministerpräsident Zoran Djindjić wird durch Scharfschützen aus
einem dem Regierungsgebäude Serbiens gegenüberliegenden Gebäude erschossen.
Der deutsche Aktienindex sinkt auf zeitweise 2189 Punkte.
2003-03-11 Der
internationale Strafgerichtshof in Den Haag nimmt seine Tätigkeit auf.
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist die Wehrpflicht für
Männer in Deutschland europarechtsgemäß, weil die Verteidigung zur
Zuständigkeit der Mitgliedstaaten und nicht der Gemeinschaft bzw. Union gehört
(C-186/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands müssen
Strafgerichte bei dem Verdacht des unerlaubten Aufenthalts in Deutschland
prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer
ausländerrechtlichen Duldung (z. B. eines mit gefälschtem Reisepass
einreisenden Syrers) im Tatzeitraum gegeben waren (2 BvR 397/2002 6. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine Sparkasse
einen Kontovertrag mit der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands nicht mit
der Begründung der Verfassungswidrigkeit der Partei kündigen, weil die
Feststellung der Verfassungswidrigkeit ausschließlich Aufgabe des
Bundesverfassungsgerichts ist (XI ZR 403/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine
vorsorglich für den Fall eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung
bei Gericht eine Schutzschrift einreichende Partei bei Eingang eines
entsprechenden Antrags Anspruch auf Erstattung der für die Schutzschrift
notwendigen Rechtsanwaltskosten (halbe Gebühr) (I ZB 23/2002 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist der Bau der
Stromleitung Bayreuth-Stechendorf trotz aus öffentlichem Interesse notwendiger
Enteignungen rechtmäßig (22 A 40029/1997).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss die Stadt Osnabrück 1
Million Euro Schadensersatz an den billigsten, nicht berücksichtigen Anbieter
für den Bau ihres Klärwerks zahlen (7 O 109/1992 11. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss die Stadt Dissen einem
durch einen Bach geschädigten Grundstückseigentümer Schadensersatz leisten,
weil sie durch den Einbau eines Entlastungsrohres verkehrssicherungswidrig in
den Bachlauf eingegriffen hat (10 O 1024/2000 15. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind (nahezu
ausschließlich berufsbedingte) Hotelkosten eines nebenberuflichen
Fachbuchautors bei einem Aufenthalt auf Sylt Betriebsausgaben (11 K 335/2002
12. Dezember 2002).
Der Senat Hamburgs beschließt ein neues hamburgisches
Juristenausbildungsgesetz.
2003-03-10 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine Versicherung an
eine einem Versicherungsnehmer gegebene Leistungszusage hinsichtlich der Kosten
für einen Aufenthalt in einer bestimmten Fachklinik gebunden (IV ZR 257/2001
29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands bildet bei
Vereinbarung einer Bausumme als Beschaffenheit des geschuldeten Werks eines
Architektenvertrags oder Ingenieurvertrags die Bausumme die Obergrenze der
anrechenbaren Kosten für die Honorarberechnung auch dann, wenn sich der
vorgegebene Standard der Planung mit den vereinbarten Kosten nicht erreichen
lässt (VII ZR 362/2001 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein nicht als
Gesellschafter beteiligter Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung bei persönlicher Abhängigkeit als Arbeitnehmer im Insolvenzverfahren
seine Gehaltsforderung als bevorrechtigte Forderung geltend machen (IX ZR
39/2002 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln spricht für die Einordnung
eines Mittels als Arzneimittel, dass ein Erzeugnis eines andern Herstellers mit
demselben Wirkstoff als Arzneimittel erhältlich ist und dass das Erzeugnis
trotz Bezeichnung als Nahrungsergänzungsmittel hinsichtlich seiner Wirkung mit
arzneimitteltypischen Ausdrücken umschrieben wird (6 U 140/2002 3. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist das
aktienrechtliche Squeeze-out-Verfahren verfassungsgemäß (1 W 45/2002 30.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen besteht ein
Anspruch auf Kostenübernahme für eine Kindertagespflegeperson auch bei
Berufstätigkeit beider Eltern einer kinderreichen Familie (6 U 140/2002 3.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss die Stadt Osnabrück
einem Kraftfahrzeugeigentümer den durch bei Windstärke acht unmittelbar vor das
Fahrzeug fallende Straßenlaternenteile entstehenden Schaden ersetzen (1 O
2803/2002 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund dürfen auch Menschen, die
noch kurze Wege gehen können, einen Behindertenparkplatz benutzen (S 7 SB
48/2002 21. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Köln ist die Werbung für eine
Internetapotheke (z. B. DocMorris) in Zeitschriften und die Erstattung der
Kosten der von dort bezogenen Arzneimittel rechtswidrig (S 26 KR 116/2002 2.
September 2003).
Die Deutsche Telekom AG erwirtschaftet 2002 mit 25 Milliarden Euro
(hauptsächlich Abschreibungen) den höchsten Verlust eines Unternehmens in der
deutschen Wirtschaftsgeschichte.
Die Pflegeversicherung Deutschlands weist für 2002 einen Verlust von 390
Millionen Euro aus.
Der Preis für ein Barrel Nordseeöl Brent steigt auf 34,55 Dollar.
2003-03-09
Ungeachtet des ablehnenden Abstimmungsergebnisses des Parlaments der Türkei
führen die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Vorbereitungen zu einem Angriff
auf den Irak vom Boden der Türkei aus fort.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Anwendung des § 46a Nr. 1 StGB vor allem auf den Ausgleich immaterieller Folgen
einer Straftat und die Beziehung des § 46a Nr. 1 StGB auf den materiellen
Schadensausgleich verfassungsgemäß (2 BvR 2182/2001 30. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Kartellbehörde bei Verweigerung des Zugangs zu einer Einrichtung (z. B.
Fähranlagen) durch ein marktbeherrschendes Unternehmen (z. B. Scandlines GmbH)
gegenüber andern Unternehmen im ersten Zugriff das Verhalten verbieten (KVR
15/2001 24. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands behindert eine
Gemeinde unbillig, wenn sie in dem Gebäude ihrer Kraftfahrzeugzulassungsstelle
mehrere Räume an Schilderpräger vermietet und einen Raum an ein eigenes
Schilderprägeunternehmen vergibt, das sich nicht an dem für die andern Räume
durchgeführten Ausschreibungsverfahren beteiligen muss (KZR 4/2001 24.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht einem
vorbereitenden Fachausschuss einer Rechtsanwaltskammer nicht das Recht zu, die
fachliche Qualifikation eines Fachanwaltsbewerbers an Hand der bestandenen
Lehrgangsklausuren und vorgelegten Arbeitsproben materiell zu überprüfen (Anw Z
[B] 40/2001 23. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Unvereinbarkeit der Tätigkeit einer Teilzeitangestellten des die Gemeinde
verwaltenden Amts mit der gleichzeitigen Wahrnehmung eines Mandats in der
Gemeindevertretung rechtmäßig (8 C 22/2001 29. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine die
Beihilfegewährung bei Heilkuren in einem andern Mitgliedstaat der Europäischen
Union von einer amtsärztlichen Bestätigung abhängig machende Vorschrift
europarechtswidrig (2 C 35/2000 23. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind bei einem
Betriebsinhaberwechsel die bei dem Betriebsveräußerer erbrachten
Beschäftigungszeiten bei der Berechnung der Wartezeit nach § 1 I KSchG zu
berücksichtigen (2 AZR 270/2001 27. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann eine
Maßregelung im Sinne des § 612a BGB darin liegen, dass der Arbeitgeber den
Adressatenkreis einer freiwilligen Leistung um die Mitarbeiter verringert, die
zuvor in zulässiger Weise ihre vertraglichen Rechte ausgeübt haben (10 AZR
340/2001 12. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die entgeltliche
Vermittlung ausgesuchter Kandidaten für eine zu besetzende Stelle eine
gewerbliche Tätigkeit des Personalberaters (IV R 70/2000 19. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
Grundstücksschenkung nicht ausgeführt, wenn nach Beurkundung der Auflassung und
Erteilung der Eintragungsbewilligung die Umschreibung infolge Aufhebung der
Schenkungsvereinbarung unterbleibt (II ZR 33/2001 24. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm muss ein
Telefonnetzbetreiber aus einer Nebenpflicht des Telefondienstvertrags
Verbindungen zu 0190-Servicenummern nach einer Stunde zwecks Schadenseindämmung
unterbrechen (19 U 41/2002 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm ist für
Akteneinsichtsanträge des Beschuldigten der Rechtsweg nach den §§ 23ff. EGGVG
nicht eröffnet (1 VAs 65/2002 17. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist eine Beschwerde
(z. B. der Staatsanwaltschaft) gegen eine Verfügung eines Vorsitzenden,
Akteneinsicht durch Mitgabe einer Kopie eines zu den Akten gehörigen
Videobandes einer Aufzeichnung einer Zeugenvernehmung zu gewähren, unzulässig
(4 Ws 267/2002 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs Niedersachsen kann ein nicht
gleichzeitig einem der in § 59a I 1 BRAO genannten Beruf angehöriger Mediator
nicht Mitglied einer Rechtsanwaltssozietät sein (AGH 6/2002 17. September
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis ist die Löschung
einer Baulast ein Verwaltungsakt (2 R 2/2001 18. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankenthal dürfen die Normen des
europäischen Rechts nicht dafür missbraucht werden, die deutschen Vorschriften
über die Gründung einer Gesellschaft zu umgehen (1 HK T 9/2002 6. Dezember
2002).
Recep Tayyip Erdogan ist in einer Nachwahl zum Abgeordneten des Parlaments der
Türkei gewählt, so dass er Ministerpräsident werden kann.
2003-03-08 Die
Mehrheit der stimmberechtigten Bevölkerung Maltas stimmt dem Beitritt zur
Europäischen Union zu.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist eine Vorlage
zwecks Prüfung der Verfassungsmäßigkeit einer Rechtsvorschrift (z. B. über die
Verfassungsmäßigkeit der Restschuldbefreiung) nur zulässig, wenn das vorlegende
Gericht ohne bloßen Verweis auf die Akten ausführt, inwiefern seine
Entscheidung von der Gültigkeit der zur Prüfung gestellten Rechtsvorschrift
abhängt (1 BvL 11/2002 3. Februar 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der
Eröffnungsbeschluss, der den Schuldner durch Bezugnahme auf ein Blatt der Akten
bezeichnet, trotz Fehlerhaftigkeit wirksam, wenn der Schuldner aus der
Verweisung eindeutig zu entnehmen ist (IX ZR 85/2002 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt ein Umpacken
von Arzneimitteln auch vor, wenn in eine eingeführte Originalpackung eine neue
Gebrauchsinformation eingefügt und die Beschriftung der Verpackung durch
aufgeklebte Etiketten oder Schwärzungen verändert wird (I ZR 123/2000 12.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die
Rechtsbeschwerde im Verfahren über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe nur
wegen solcher Fragen zugelassen werden, die das Verfahren oder die persönlichen
Voraussetzungen betreffen, und ist Prozesskostenhilfe zu bewilligen, wenn die
beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung grundsätzliche Bedeutung
hat oder einer Klärung durch höchstrichterliche Entscheidung bedürftige Fragen
aufwirft (V ZB 40/2002 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein ausländischer
Arbeitnehmer dann nicht zur vorübergehenden Dienstleistung ins Inland entsandt,
wenn er im Rahmen eines Konzerns für eine inländische Tochtergesellschaft in
der Rechtsform einer juristischen Person tätig ist, in den Betrieb
eingegliedert ist und die Tochtergesellschaft das Arbeitsentgelt zahlt (VIII R
67/1999 30. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist für die
Frage der Erwirtschaftbarkeit eines erheblichen Teils eines Familieneinkommens
aus einem landwirtschaftlichen Betrieb auf den Bedarf einer bäuerlichen
Durchschnittsfamilie abzustellen (3 ZBR 197/2002 8. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz genügt für die
Rückfestsetzung gezahlter Kosten nach Änderung der Kostengrundentscheidung,
dass der ursprüngliche Gläubiger die vom Antragsteller behauptete Zahlung nicht
bestreitet (14 W 35/2002 17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Grimma hat bei einer ganz
ungewöhnlichen Flut der Mieter ein Minderungsrecht von 100 Prozent und unter
Umständen auch ein fristloses Kündigungsrecht (2 C 0983/2002 22. Januar 2003).
Vertragsrecht und AGB-Klauselwerke, hg. v. Westphalen, Friedrich Graf von, 2003
Westphalen, Friedrich Graf von, Allgemeine Verkaufsbedingungen nach neuem
Recht, 5. A. 2003
Neues Schuldrecht und Bankgeschäfte – Wissenszurechnung bei Kreditinstituten,
2003
Weis, Ditmar, Die Bank in Krise und Insolvenz des Bauträgers, 2003
Scheffen, Erika/Pardey, Frank, Schadensersatz bei Unfällen mit Minderjährigen,
2. A. 2003
Kommentar zum europäischen Wettbewerbsrecht, hg. v. Schröter, Helmuth/Thinam,
Jakob/Mederer, Wolfgang, 2003
Wiedmann, Harald, Bilanzrecht, 2. A. 2003
Kommentar zur Charta der Grundrechte der Europäischen Union, hg. v. Meyer,
Jürgen, 2003
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teile A und B Kommentar, hg. v.
Kapellmann, Dieter/Messerschmidt, Burckhard, 2003
Handbuch Erbschaftsteuer und Bewertung 2003, 2003
2003-03-07 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg wird eine Versicherung nicht
dadurch von ihrer Leistungsverpflichtung frei, dass ein Versicherungsnehmer
zunächst falsche Angaben macht, diese dann aber unverzüglich und freiwillig
berichtigt (1 U 85/2002 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen dürfen (auch
in andern Bundesländern erlaubte) Oddsetsportwetten in Niedersachsen nicht von
privaten Gewerbetreibenden betrieben oder vermittelt werden (11 ME 420/2002 4.
März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg haftet ein Erbauer einer
provisorischen Absturzsicherung nicht für Schäden eines die provisorische
Absturzsicherung als Arbeitsgerüst benutzenden nachfolgenden Unternehmers (32 S
155/2002 21. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist das Land Niedersachsen
einem eine ausreichend beleuchtete Verkehrsinsel überfahrenden
Kraftfahrzeuglenker nicht zu Schadensersatz wegen Kraftfahrzeugschäden
verpflichtet (1 O 2821/2002 24. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier hat ein infolge augenblicklicher
Überforderung bei Rotlicht in eine Straßenkreuzung einfahrender
Kraftfahrzeughalter keinen Anspruch auf Schadensersatz durch seine
Kaskoversicherung (6 O 296/2002 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg kann der Beginn von
Umbauarbeiten zur Dorferneuerung vor Bekanntgabe eines Bewilligungsbescheids
die Ablehnung eines Antrags auf Mittelzuwendung begründen (12 A 1781/2001 18.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Kiel ist Joachim Lohmann wegen Betrugs
durch Verschweigen von Beraterhonoraren nach dem Ausscheiden als
Finanzstaatssekretär Schleswig Holsteins zu rund 20000 Euro Geldstrafe
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main sind die
Warnstreiks bei der Deutschen Bahn AG (bisher) rechtmäßig (7 Ga 51-53/2003).
Der deutsche Aktienindex sinkt zeitweise auf 2398 Punkte.
Hermann Mennacher 2. Juni 1910-Deisenhofen 7. März 2003.
Peter Pfeiffer 13. Mai 1922-7. März 2003.
2003-03-06 Nach
Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der europäischen Gemeinschaften ist
die verdeckte Beihilfe Nordrhein-Westfalens an die Westdeutsche Landesbank
durch Übertragung der Wohnbauförderungsanstalt europarechtswidrig, muss aber
wegen ungenügender Begründung der Höhe (808 Millionen Euro) vorerst nicht
zurückgezahlt werden (T-228/1999, T-233/1999).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entsteht bei
mündlicher Verhandlung über den Antrag auf Erlass eines Arrests oder einer
einstweiligen Verfügung im Beschwerdeverfahren ein Anspruch (nur) auf eine 5/10
Gebühr (I ZB 34/2002 16. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Vereinbarung
in einem Gewerbemietvertrag, dass sämtliche anfallenden Nebenkosten anteilig zu
Lasten des Mieters gehen, bei fehlender Bestimmtheit der von ihr erfassten
Kostenarbeiten unwirksam (10 U 170/2001 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann ein Vermieter
bei einer Vereinbarung der Kostenerstattung vom Mieter die Erstattung von
Kosten für Instandhaltung erst nach tatsächlicher Durchführung der
Instandhaltungsarbeiten verlangen (10 U 150/2001 5. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf bewirken
vorbehaltlose Nachzahlungen des Mieters auf Mietzins dann keine Verwirkung von
Mangelgewährleistungsansprüchen, wenn sie nicht eindeutig die Tilgung des
bisher geminderten Teils der Miete bezwecken (24 U 200/2001 30. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main haftet das
Deutsche Olympische Komitee wegen Vermögensübernahme für die Sportlern der
ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik durch gezieltes Doping
entstandenen Schäden (8 W 27/2002 17. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist der
Planfeststellungsbeschluss zum Weiterbau der Autobahn Kassel-Eisenach
rechtmäßig (2 A 1158/2003 5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen wird durch
Unterrichtsinhalte wie fächerübergreifende Sexualerziehung und praktizierte
Entspannungsübungen nicht in das Elternrecht eingegriffen, so dass
Siebentertagadventisten deswegen nicht die Befreiung ihrer Kinder von der
Schulpflicht zwecks häuslicher Unterrichtung verlangen können (13 LB 4075/2001
5. März 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen scheidet
bei Nichtbeweisbarkeit eines vorsätzlichen rechtswidrigen Angriffs (z. B. einer
Brandursache) ein Versorgungsanspruch nach dem Opferentschädigungsgesetz aus (L
7 VG 44/2000 16. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist die in einem
Gewerbemietvertrag enthaltene Angabe, dass die Nutzfläche 190 Quadratmeter
betrage, nicht maßgeblich, wenn die tatsächliche Mietfläche 230 Quadratmeter
beträgt (334 O 154/2001 16. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz hat eine voll
verschleierte Frau wegen Unvermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt keinen
Anspruch auf Sozialhilfe (1 L 98/2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind die Aufwendungen
für die Tilgung von Schulden eines Ehegatten aus einer früheren Ehe
grundsätzlich keine außergewöhnliche Belastung (3 K 508/2000 3. Dezember 2002).
Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins von 2,75 Punkten auf 2,5 Punkte.
Nach einer Mehrheitsentscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von
Amerika sind sehr harte Strafen für Wiederholungstäter rechtmäßig.
Die Zahl der Arbeitslosen Deutschlands steigt auf 4,7 Millionen.
Slowenien lässt den Erwerb von Grundstückseigentum in Slowenien durch Bürger
der Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu.
Nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs Argentiniens ist die im
Januar 2002 von der Regierung festgesetzte Zwangsumwandlung von
Dollarbankeinlagen in Pesos rechtswidrig.
Der internationale Radsportverband entzieht Team Coast die Lizenz wegen
Nichtzahlung von Fahrergehältern.
2003-03-05 Nach
einer Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften
ist eine Erzeugnisse zwecks Verwendung im Rahmen nichtwirtschaftlicher
Tätigkeiten erwerbende Einrichtung (z. B. Sistema Nacional de Salud in Spanien)
kein Unternehmen im Sinne des europäischen Wettbewerbsrechts, so dass ein
wettbewerbender Verband (z. B. Medizingerätebranchenverband FENIN) nicht den
Missbrauch einer beherrschenden Stellung beanstanden kann (T-319/1999 4. März
2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt der
Täter-Opfer-Ausgleich zumindest bei Gewaltdelikten und Sexualstraftaten ein
Schuldgeständnis des Täters voraus (1 StR 405/2002 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln erhält der während eines
Verkehrsunfalls ohne Freisprecheinrichtung telefonierende Kraftfahrzeuglenker
(wegen Mitursächlichkeit) trotz eindeutiger Vorfahrtsrechtsverletzung des
andern Beteiligten nur 80 Prozent seines Schadens ersetzt.
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen haben auch
anerkannt politisch Verfolgte nach Beendigung einer beruflichen
Fortbildungsmaßnahme Anspruch auf ein dreimonatiges Anschlussunterhaltsgeld (L
9 AL 68/2002 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat die Frankfurter
Allgemeine Zeitung im Herbst 2001 rechtswidrig mit Boris Becker (Dummy der
strauchelnde Liebling) für ihre Sonntagsausgabe geworben (7 O 16812/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist dem Jugendschutz Genüge
getan, wenn ein Internetnutzer eine Pornowebseite nur nach Angabe der Nummer
seines Personalausweises mit verschlüsseltem Geburtsdatum erreichen kann(XXXI
34/2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts in München ist es auf Antrag
Betroffener, die sich unangemessen dargestellt sehen, dem Verlag Kiepenheuer
& Witsch untersagt, Maxim Billers Buch Esra zu verkaufen und dafür zu
werben.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin fehlt ehemaligen
Kriegsgefangenen eine Antragsbefugnis auf einen Anspruch auf Entschädigung nach
dem Gesetz zur Errichtung einer Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
(9 A 435/2002, 9 A 336/2002).
Nach einer Entscheidung des Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika
darf Victor Moseley trotz Verletzung des Markenrechts der
Damenunterwäschehandelskette Vicoria’s Secret den Namen Victor’s Secret
verwenden, weil die Handelskette keinen dadurch entstehenden Schaden beweisen
kann.
Internationale Sportorganisationen einigen sich in Kopenhagen auf einen
Weltantidopingkodex.
Ernst-Ludwig Winnacker und Lothar Späth scheiden aus dem nationalen Ethikrat
Deutschlands aus.
Ein Barrel Öl der Sorte West Texas Intermediate kostet 36,89 Dollar.
Der Euro steigt auf einen Wert von 1,10 Dollar.
2003-03-04 Christian
Wulff wird zum Ministerpräsidenten Niedersachsens gewählt.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein
Eröffnungsbeschluss eines Insolvenzverfahrens trotz eines Verfahrensfehlers (z.
B. Bezeichnung des Schuldners nur durch Bezugnahme auf ein Blatt der Akten
statt durch Namen) grundsätzlich wirksam (IX ZR 85/2002 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln verletzt ein Rechtsanwalt
eine Berufspflicht, wenn er ohne Einwilligung eines Kollegen mit dessen
Mandanten Kontakt aufnimmt.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln verletzt ein
Telefonanbieter das Markenrecht, wenn er die für die Deutsche Telekom
eingetragene Farbmarke Magenta ohne Einwilligung von Telekom verwendet (6 U
121/029 22. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf Bild am Sonntag nicht
gegen den Willen der Betroffenen über Herbert Grönemeyer und seine Freundin
berichten (25. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Essen sind die
Veröffentlichungspflichten des
Kapitallgesellschaften-und-Co.-Richtliniengesetzes möglicherweise
europarechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lüneburg müssen fünf sich im März 2001
zur Verhinderung von Atomtransporten an Gleise festkettende Demonstranten
(16jährige Marie [Jeanne d’Arc des Atomwiderstands] und andere) 4700 Euro
Schadensersatz für die Wiederherstellung der Gleise leisten (3 O 78/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg haben Partner einer
eheähnlichen Gemeinschaft (nur) Anspruch auf Sozialhilfe, wenn ihr gemeinsames
Einkommen und Vermögen nicht zur Deckung ihres Lebensbedarfs ausreichen (13 B
5168/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Baden-Württemberg kann kein
Gewerbetreibender oder Freiberufler (z. B. Frauenarzt) verlangen, dass er vom
Finanzamt nur im Rahmen des üblichen Kontrollturnus überprüft wird.
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Innsbruck muss der ARBÖ Tirol einer
Putzfrau 8600 Euro Abfertigung wegen illegaler Beschäftigung nachzahlen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Türkei sind die Vertreter
deutscher Stiftungen vom Vorwurf der Spionage freigesprochen.
2003-03-03 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands unterbricht eine
Beiladung in einem Verwaltungsrechtsstreit eine zivilrechtliche Verjährung
schadensersatzrechtlicher Ansprüche gegen einen Notar wegen mangelhafter
Aufklärung über Erschließungskosten nicht (III ZR 223/2002 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Gericht
über ein übersehenes Zurückbehaltungsrecht nicht durch ein Ergänzungsurteil
entscheiden (IV ZR 149/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein
Grundstücksverkäufer auf einen nicht ohne weiteres erkennbaren, ihm bekannten
Mangel des Grundstücks hinweisen (3 U 165/2001 26. Juni 2002, 4 U 196/2001 15.
Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz dürfen die
Kosten für das unvorhersehbar nicht plangemäß wirtschaftende Müllheizkraftwerk
Pirmasens auf die Einwohner umgelegt werden (12 C 11600/2002 28. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss die Stadt Osnabrück den
einem Kraftfahrzeughalter durch herabstürzende Äste entstandenen Schaden wegen
Verkehrspflichtverletzung ersetzen (1 O 3013/2001 13. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Sicherstellung
eines gefährlichen Rottweilermischlings durch die zuständige Verwaltungsbehörde
rechtmäßig (11 A 26/2003 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen kann eine Förderung
(von Mietwohnraum) für einen vor dem Zeitpunkt der Erteilung der Baugenehmigung
liegenden Veranlagungszeitraum nicht rückwirkend gewährt werden (3 V 372/2002
10. Dezember 2002).
Bei den Kommunalwahlen Schleswig-Holsteins erreicht die Christlich
Demokratische Union Deutschlands 50,8 Prozent der Stimmen, die
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 29,3 Prozent.
Der Euro ist 1,0842 Dollar wert.
Der deutsche Aktienindex liegt bei 2564 Punkten.
Der Finanzchef von Capital One tritt wegen vermuteter Insidergeschäfte zurück.
2003-03-02 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte müssen
deutsche Gerichte auf Grund des Ausschlusses der deutschen Gerichtsbarkeit in
dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen vom 23.
10. 1954 für Reparationsmaßnehmen gegen deutsches Vermögen (z. B. in einem
Verfahren des Fürsten von Liechtenstein auf Herausgabe des Gemäldes Szene an
einem römischen Kalkofen) nicht prüfen, ob in Verfahren vor ausländischen
Gerichten Verfahrensgarantien der Europäischen Menschenrechtskonvention
verletzt worden sind (42527/1998 12. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wird
durch Ausübung eines Vorkaufsrechts eines Vertragsstaats (z. B. Italien) erst
mehr als fünf Jahre nach Kenntnis aller Einzelheiten eines umstrittenen Kaufvertrags
(über Le Jardinier Vincent van Goghs) einem Beschwerdeführer eine
unverhältnismäßige Last auferlegt und damit Art. 1 I 1 Zusatzprotokoll verletzt
(33202/1996 5. Januar 2000) (, so dass eine Entschädigung von 1355000 Euro
angemessen ist 33202/1996 28. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet die
Anbringung eines P-Vermerks auf einem Tonträger oder seiner Umhüllung nicht die
Vermutung, dass der in dem Vermerk Genannte Hersteller des Tonträgers ist und
kann von einem Verletzer Vernichtung auch in Form der Herausgabe an einen zur
Vernichtung bereiten Gerichtsvollzieher verlangt werden (I ZR 168/2000 28.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands begründet ein
Architektenvermerk auf einem Architektenplan nur eine Vermutung für die
Urheberschaft an der in diesem Entwurf verkörperten Gestaltung, nicht auch eine
Vermutung der Urheberschaft an dem unter Benutzung des Plans errichteten Werk
der Baukunst (I ZR 199/2000 14. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Eigentumsvermutung (z. B. bei der Gustav-Adolf-Sammlung) nicht widerlegt, wenn
die gegen eine Übereignung sprechenden Indizien nicht überwiegen (8 C 9/2001
24. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands unterliegen
Honorare eines Schulbuchverlags an Schulbuchautoren für die Mitwirkung bei
Veranstaltungen der Künstlersozialabgabepflicht (B 3 KR 46/2001 R 11. April
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist für die
Begrenzung des Abzugs von Kirchenbeiträgen als Sonderausgaben die endgültig für
das Veranlagungsjahr festgesetzte Einkommensteuer maßgebend (XI R 96/1997 12.
Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin sind die in einem Flugblatt
auf Bundeswehrsoldaten bezogene Aussage Morden, ja und die Bezeichnung als
Mörder aus niedrigen Beweggründen zwar tatbestandsmäßig Beleidigung, aber
gerechtfertigt, wenn sie im Zuge einer öffentlichen Auseinandersetzung über gesellschaftliche
oder politische Fragen abgegeben werden (1 Ss 247/1998 5. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist der Abdruck eines
Fotos des Maschinenmenschen aus dem Film Metropolis in einem
philosophisch-medizinischen Zeitungsartikel nicht durch einen Zitatzweck
gerechtfertigt (5 U 41/2001 10. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist die Verwertung eines
1980 hergestellten Spielfilms (z. B. Der Zauberberg) auf einer
Digitale-Versatile-Disc gegenüber der Verwertung auf Videokassette keine
technisch und wirtschaftlich eigenständige neue Nutzungsart (6 U 5487/2001 10.
Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn muss ein entfernter Verwandter
eines 1938 auswandernden, Vermögensgegenstände (z. B. Waldrand von August
Macke) in Deutschland zurücklassenden politisch Verfolgten den vollständigen
Nachweis des Eigentumserwerbs aller seiner Eigentumsvorgänger erbringen (18 O
184/2001 25. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II haben die vom
Pfingshochwaaser 1999 betroffenen Anwohner des Wildbachs Kanker Anspruch auf
Schadensersatz, weil zur Daseinsvorsorge des Staats auch die Ausschaltung der
von Naturgewalten ausgehenden Gefahren gehört.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster gilt für Leistungen eines
Diplomdesigners für die Gestaltung von Kirchenfenstern und andern Sakralräumen
der ermäßigte Steuersatz (5 K 7990/1999 U 14. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Parlaments der Türkei besteht keine Mehrheit für
die Stationierung amerikanischer Truppen für eine mögliche Invasion in den Irak
gegen Zahluung von bis zu 30 Milliarden Dollar.
2003-03-01 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Beantragung der
Zurückweisung der Revision vor Revisionsbegründung dem Revisionsbeklagten nur
die halbe Prozessgebühr zu erstatten (X ZB 27/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein das
zunächst überlebende Opfer mit bedingtem Tötungsvorsatz misshandelnder, danach
zur Verdeckung des Geschehens Maßnahmen zur Rettung unterlassender Täter auch
dann nicht wegen Verdeckungsmords durch Unterlassen strafbar, wenn zwischen dem
Handlungsteil und dem Unterlassungsteil ein zeitlicher Einschnitt liegt (4 StR
297/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gelten die
Grundsätze zur Wirksamkeit ruinöser Gesellschafterbürgschaften regelmäßig auch
für nicht mit der Geschäftsführung beauftragte Minderheitsgesellschafter einer
kreditsuchenden Gesellschaft mit beschränkter Haftung (XI ZR 82/2002 10.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands liegt eine für die
Erfüllung der Einlageschuld erforderliche Leistung zu freier Verfügung der
Geschäftsführung nicht vor, wenn der eingezahlte Einlagebetrag absprachegemäß
umgehend als Darlehen an den Einzahlenden oder ein mit ihm verbundenes
Unternehmen zurückfließt (II ZR 101/2002 2. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Kerosinzuschlagsklausel in Pauschalreiseverträgen unter Umständen wegen
Verstoßes gegen das Transparenzgebot unwirksam (X ZR 253/2001 19. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt eine einen
Defekt ihres Mobiltelefons erkennende Partei schuldhaft, wenn sie nicht von
sich aus im Hinblick auf eine zu erwartende gerichtliche Entscheidung Kontakt
mit ihrem nur ihre Mobilfunknummer kennenden Prozessbevollmächtigten aufnimmt
(VI ZB 54/2001 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine notariell
beurkundete, nur mit einem Vornamen unterzeichnete Willenserklärung unwirksam
(V ZR 279/2001 25. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle bedarf ein bloßer
Nachweismakler keiner besonderen Sachkunde und muss ein Doppelmakler besonders
hohen Anforderungen gerecht werden (11 U 44/2002 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stendal kann eine dem
Versicherungsnehmer den aus einem Sekundenschlaf des berechtigten Fahrers
entstehenden Kraftfahrzeugschaden ersetzende Kaskoversicherung vom Fahrer wegen
grob fahrlässiger Verursachung Schadensersatz verlangen (23 O 67/2002 4.
Dezember 2002).
Wauschkuhn, Ulf, Der Vertragshändlervertrag, 2. A. 2003
Langenfeld, Gerrit, Die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, 6. A. 2003
Mauer, Reinhold, Personaleinsatz im Ausland, 2003
Pierson, Matthias/Seiler, David, Internet-Recht im Unternehmen, 2002
Werbung und Vertrieb im Internet, hg. v. Bettinger, Torsten/Leistner, Matthias,
2003
Hack, Martin, Energie-Contracting, 2003
Happ, Michael/Allesch, Erwin/Geiger, Harald/Metschke, Andreas, 5. A. 2003
Hailbronner, Kay/Wilms, Heinrich, Recht der Europäischen Union (Lbl.), 2003
Meyer-Ladewig, Jens, EMRK – Konvention zum Schutz der Menschenrechte und
Grundfreiheiten, 2003
2003-02-28 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss der
Dienstherr einem leichtfertig oder wider besseres Wissen der Korruption
beschuldigten Beamten auch bei Zusicherung der Vertraulichkeit den Namen des
Beschuldigenden nennen (2 C 10/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Klage der Grünen Liga Sachsen gegen den Planfeststellungsbeschluss über den
Neubau des zweiten Abschnitts der A 17 zwischen B 170 und der Anschlussstelle
Pirna abgewiesen(4 A 59/2001 27. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist die Wiederholung des
Verkehrszeichens Vorfahrtstraße an jeder Einmündung in eine Vorfahrtsstraße
wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich (4 O 256/1999 10. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz kann, wer auf
Grund Mobbings selbst kündigt, mit verkürzter Sperrzeit für das
Arbeitslosengeld rechnen (L 1 AL 57/2001).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main darf
Scientology trotz Straßenbauarbeiten auf dem Rathenauplatz in Frankfurt für
eine Woche drei Informationszelte aufstellen (6 G 748/2003 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück muss der Staat einem wegen
unbegründeten Verdachts der Hormonbeigabe in das Tierfutter durch staatliche
Maßnahmen geschädigten Landwirt den entstandenen Schaden ersetzen (10 O
1647/2002 24. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main begründet ein gut
verlaufenes Einstellungsgespräch keinen Anspruch auf Einstellung als
Arbeitnehmer (5 Ca 4278/2002 25. Februar 2003).
Joachim Bitterlich wird Direktor für internationale Angelegenheiten der Gruppe
Vivendi Environnement Paris.
Vaclav Klaus wird in geheimer Abstimmung (142 zu 124 Stimmen) Staatspräsident
der Tschechischen Republik.
Österreichische Volkspartei und Freiheitliche Partei Österreichs einigen sich
auf eine gemeinsame Regierung mit drei Ministern der Freiheitlichen Partei
Österreichs.
2003-02-27 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs dürfen vor dem Ende ihres
Erziehungsurlaubs schwanger an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollende
Arbeitnehmerinnen nicht wegen ihrer Schwangerschaft abgelehnt werden
(C-151/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann sich ein als
Verwalter einer Wohnungseigentumsanlage tätiger Makler bei Verkauf einer
Eigentumswohnung eine Provision versprechen lassen, wenn der Käufer die
Umstände kennt (III ZR 287/2002 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Rechtsprechungsänderung des Bundesgerichtshofs zum Unterhalt geschiedener
Ehegatten erst vom Zeitpunkt ihrer Verkündung an wirksam (XII ZR 186/2001 22.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt eine in
einem Manteltarifvertrag vorgesehene Verpflichtung zur Vorlage eines
Krankheitsattests ab dem ersten Krankheitstag nicht durch eine abweichende
Betriebsvereinbarung (5 AZR 112/2002 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist der Freispruch eines
die Mitgliedschaft Paul Spiegels in der Einwanderungskommission Deutschlands in
einem Brief an Gerhard Schröder ablehnenden Rentners vom Vorwurf der
Beleidigung durch das Landgericht Verden aufgehoben (22 Ss 101/2002 18. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz darf in einer
Fernsehserie (z. B. Derrick) für eine frei erfundene Person der Name einer
wirklichen Person (z. B. eines Rechtsanwalts) verwendet werden (4 U 621/2001 1.
Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist auch gegen eine
grob gesetzwidrige und fehlerhafte Kostenentscheidung in Strafsachen kein
Rechtsmittel gegeben (1 Ws 55/2003 26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachen muss der
Bewohner eines Kerngebiets die gesetzlich zulässige Leuchtwerbung während der
Nacht hinnehmen (1 LC 75/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz dürfen
Karnevalsfeiern in einem Wohngebiet in Sinzig bis 23.30 Uhr dauern (6 B
10348/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist eine Streupflicht einer
Gemeinde für Radwege wegen Unzumutbarkeit nicht gegeben (1 O 2861/2002 24.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des obersten Zivilgerichts Großbritanniens ist Vater
dunkelhäutiger, nach Samenverwechselung bei künstlicher Befruchtung geborener
Kinder eines weißen Ehepaares der dunkelhäutige Samenspender, doch darf das
weiße Ehepaar die Kinder behalten und der weiße Vater die Kinder adoptieren
(26. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Kriegsverbrechertribunals der Vereinten Nationen in
Den Haag ist Biljana Plavsic wegen Beteiligung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit
zu elf Jahren Gefängnis verurteilt.
In der DNA-Analyse-Datei Deutschlands sind DNA-Identifizierungsmuster von
216000 Menschen und 34000 Tatortspuren gespeichert, mit deren Hilfe bisher 6599
Kriminalfälle aufgeklärt wurden.
Nach einer Entscheidung der Finanzdienstleistungsaufsicht Großbritanniens muss
MPL wegen Beratungsfehlern in Großbritannien 150000 Euro Strafe zahlen.
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission dürfen sich Pfizer und
Pharmacia unter Auflagen zusammenschließen.
2003-02-26 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben Beamte (z.
B. in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und dem Saarland)
keinen Anspruch auf Beihilfe (zu Wahlleistungen wie z. B.) zur Behandlung durch
einen leitenden Arzt oder zur Unterbringung in einem Einzelzimmer (2 BvR
1053/1998 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Beweisaufnahme zu einem bestrittenen erheblichen Vorbringen vom Gericht dann
nicht abgelehnt werden, wenn die Behauptung konkret genug ist, um eine
Stellungnahme des Gegners zu ermöglichen und die Erheblichkeit des Vorbringens
zu beurteilen (V ZR 359/2001 13. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt eine Delkrederehaftung
einer im Effektengeschäft als Kommissionär tätigen Effektenbank eine wirksame
Verbindlichkeit aus dem Ausführungsgeschäft voraus (XI ZR 239/2001 25. Juni
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein Arbeitgeber
einen Arbeitnehmer auf einen kraft betrieblicher Übung in einem Betrieb
angewendeten Tarifvertrag hinzuweisen und bei Verletzung der Nachweispflicht
entstehenden Schaden zu ersetzen (5 AZR 98/2001 17. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist ein auf
der Grundlage eines Softwarefehlers des Anbieters zu einem zu niedrigen Preis
geschlossener Internetkaufvertrag wegen Übermittlungsfehlers anfechtbar (9 U
94/2002 20. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm handelt, wer eine EC-Karte
und einen Zettel mit der Geheimnummer (z. B. eines Sportverbands) gemeinsam mit
in den Urlaub nimmt, obwohl er sie nicht benutzen will, grob fahrlässig, so
dass bei Nutzung durch einen Dieb die Bank den entstehenden Schaden nicht
ersetzen muss (31 U 109/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haftet die Deutsche Bahn
AG für den aus Duldung eines unerlaubten Überwegs über eine Bahnstrecke
entstehenden Schaden (12 U 461/2002 13. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann die Hochtief AG den
Werkvertrag mit der TIMARU Grundstücks-Verwaltungs-GmbH & Co. KG über die
Errichtung eines Peek & Cloppenburg-Geschäftsgebäudes weder anfechten noch
kündigen (21 U 44/2002 25. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin ist die Abberufung
Generalstaatsanwalts Karge nach Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
seiner Klage bis zur Entscheidung nicht vollziehbar (OVG 4 S 64/2002 25. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hof ist der ehemalige Generalsekretär
der Christlich Sozialen Union wegen Steuerhinterziehung durch Geltendmachung
privater Lebenshaltungskosten als Betriebsausgaben zu zehn Monaten Haft mit
Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf liegt § 9 II 2
VerpackVO keine wirksame Rechtsgrundlage zu Grunde und erstreckt sich die
Produktverantwortung des Produzenten nach § 22 KrW-/AbfG nicht darauf, den
Absatz eines andern Produkts (z. B. Mehrwegverpackung) zu fördern oder zu
sichern (17 K 1907/2002 3. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund hat ein am Wochenende
Angehörige besuchender Pflegeheimbewohner keinen Anspruch auf (zusätzliche)
häusliche Pflegehilfe für diese Zeit (S 12 P 284/2002 11. Februar 2003).
Die Deutsche Bank zahlt einer Kundin wegen falscher Anlageberatung 150000 Euro
Schadensersatz.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht untersagt den Verkauf der
Rückversicherungsgruppe des Gerlingkonzerns.
Die Bundesregierung Deutschlands beschließt eine Autobahnbenutzungsgebühr für
Lastkraftwagen von durchschnittlich 15 Cent pro Kilometer ab Ende August 2003
(jährliche Mehreinnahmen voraussichtlich 3,4 Milliarden Euro).
Die Christlich Soziale Union Deutschlands schließt den Waffenhändler Schreiber
wegen parteischädigenden Verhaltens aus.
2002 wurden in Deutschland 12364 politisch motivierte Straftaten begangen
(10579 rechts, 1096 links, 533 Fälle politisch motivierter Ausländerkriminalität).
2003-02-25 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs muss ein
Krankenversicherungsträger eines Mitgliedstaats (z. B. Griechenland) die
Behandlungskosten eines zu Besuch in einem andern Mitgliedstaat weilenden
Rentners auch bei einer chronischen Erkrankung erstatten (C-326/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands dürfen
Apotheker auf Grund der Berufsfreiheit Impfstoffe an Ärzte versenden und dafür
werben, so dass entgegenstehende gesetzliche, nicht für den Schutz anderer
wichtiger Rechtsgüter notwendige Vorschriften verfassungswidrig sind (1 BvR
1972/2000 11. Februar 2003, 1 BvR 70/2001 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind die in einem
selbständigen Beweisverfahren entstandenen Gerichtsgebühren und
Sachverständigenkosten Gerichtskosten des nachfolgenden Hauptsacheverfahrens
(VIII ZB 97/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Schuldner
eine trotz sich erkennbar abzeichnender Zahlungsunfähigkeit an ein Finanzamt
geleistete Teilzahlung im Wege der Insolvenzanfechtung zurückverlangen (IX ZR
175/2002 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss bei
schriftlicher Anzeige der Änderung des Begünstigten einer Lebensversicherung
der Begünstigte (z. B. neue Lebenspartnerin) nicht nachweisen, dass die
Bezugsänderung mit Willen des Erklärenden in den Verkehr gebracht worden ist
(IV ZR 39/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf müssen die bei der
Übernahme der Siemens-Nixdorf AG durch die Siemens AG ausgeschiedenen Aktionäre
im Tauschverhältnis 4,3: 1 abgefunden werden (19 W 9/2000 31. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist ein Gericht in einer
Wettbewerbssache an die Entscheidung der zuständigen Behörde, dass ein
Verhalten (z. B. ein Pharmaunternehmens) rechtmäßig (z. B.
tierschutzgesetzgemäß) ist, gebunden (3 U 82/2001 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann auch eine
(bereits mehrfach wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen verurteilte)
Außendienstmitarbeiterin bei einer erneuten Geschwindigkeitsüberschreitung um
29 Stundenkilometer mit einem einmonatigen Fahrverbot belegt werden (1 Ss
167/2002 17. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz darf ein Jugendlicher
nur ausnahmsweise (z. B. nicht bei nur 15 Einbruchsdiebstählen) in
Untersuchungshaft genommen werden ([1] 4420 BL – III – 119/2002 3. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz besteht ein Anspruch auf
Zahlung von Krankentagegeld nur bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit (10 U
1950/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein ein auf einer
Erfindung eines Arbeitnehmers beruhendes Patent aufgebender Arbeitgeber den
Arbeitnehmer nachweislich von seiner geplanten Aufgabe des Patents
unterrichten(6 U 3071/2002 16. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss ein Mieter auf Verlangen
des Vermieters auch bei Mehrkosten von 770 Euro seine Satellitenempfangsanlage
auf dem Dach statt auf dem Balkon des Mietshauses anbringen (10 C 150/2002)
Nach einer auf einer Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen
Deutschlands beruhenden Entscheidung des Landgerichts Hannover muss ein in den
Niederlanden ansässiges Unternehmen eine Gewinnzusage über 38000 Euro erfüllen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika hat nach der Verfassung nicht allein der Kongress das Recht, einen
Krieg (z. B. gegen den Irak) zu erklären.
Der deutsche Aktienindex fällt zeitweise auf 2449 Punkte.
Der Ölpreis steigt wegen der Gefahr eines Kriegs der Vereinigten Staaten von
Amerika und ihrer (wenigen) Verbündeten gegen den Irak auf 33,45 Euro je Barrel
(Sorte Brent).
Friedrich Wilhelm Metzeler 70.
Gerhard Cromme 60.
Reichsdeputationshauptschluss des Heiligen Römischen Reichs 200 (25. Februar
1803).
2003-02-24 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt ein
Sektenbeauftragter einer Kirche, der einen Psychotherapeuten als Sektenführer
bezeichnen, der einer Psychosekte angehöre, das Persönlichkeitsrecht des
Betroffenen und gelten für die Haftung der Kirche die Grundsätze über die
Amtshaftung (III ZR 224/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
Gesellschafterversammlung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung über die
Zulässigkeit einer Geschäftsanteilsveräußerung entscheiden (II ZR 69/2001 25.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz haftet ein
Kaufinteressent eines Kraftfahrzeugs grundsätzlich nicht für durch leichte
Fahrlässigkeit verursachte Beschädigungen während einer Probefahrt (12 U
1360/2001 13. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Koblenz muss eine Krankenkasse
die notwendige Verwendung eines Arzneimittels außerhalb seiner Zulassung
bezahlen (L 9 B 20/2002 KR ER W02 I).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist ein Behandlungsvertrag
einer Privatklinik mit dreifach höheren Kosten als ein Behandlungsvertrag in
öffentlichen Kliniken wegen Sittenwidrigkeit nichtig (9 S 537/2002 23. Dezember
2002)
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg rechtfertigen
begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit einer Benotung eine vorläufige
Versetzung des Schülers in die nächsthöhere Klasse (5 B 4847/2002 17. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist eine
Sondernutzungserlaubnis für einen Imbissstand auf dem Pariser Platz in Berlin
wegen ungenügender Interessenabwägung rechtswidrig (1 A 45/2003 21. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart haben (nur) in einer
eingetragenen Lebenspartnerschaft lebende Beamte keinen Anspruch auf
Familienzuschlag (17 K 3906/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier kann ein
Flächennutzungsplan die Windkraftnutzung im gesamten Stadtgebiet ausschließen
(5 K 598/2002 22. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln kann eine fehlende Mitwirkung
eines Steuerpflichtigen (z. B. eines Landwirts) bei der Gewinnermittlung die
Ermittlungspflicht der Finanzbehörde mindern (11 K 1387/1999 6. September
1999).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Phillipsburg darf eine Betriebsrätin
(z. B. der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie bei Goodyear) ihre Zustimmung
zu einer Einstellung eines Arbeitnehmers nicht von seiner Mitgliedschaft in
einer Gewerkschaft abhängig machen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Deutschlands darf der BDB
nichts unternehmen, um Rene Weller an seiner Berufsausübung als Boxer zu
hindern.
Mazedonien beantragt die Aufnahme in die Europäische Union.
Seselj stellt sich dem Kriegsverbrechertribunal der Vereinten Nationen in Den
Haag.
Royal Ahold N. V. (Niederlande) hat den Gewinn in den vergangenen beiden Jahren
um mindestens 500 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen.
Die seit 2003 als Stiftungen des öffentlichen Rechts selbständigen
Universitäten Göttingen, Hildesheim, Lüneburg, die Fachhochschule Osnabrück und
die Tierärztliche Hochschule Hannover dürfen ihre Professoren selbst berufen.
Wolfgang Hipp 18. Mai 1909-24. Februar 2002.
2003-02-23 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht Art. 43 EG einer
Maßnahme wie der in § 8a I Nr. 2 KStG enthaltenen entgegen (C-324/2000 12.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht Art. 4 II lit. b
der Richtlinie 1969/335/EWG der Erhebung von Gesellschaftsteuer auf die durch
ein zinsloses Gesellschafterdarlehen ersparten Zinsen bei Vorliegen eines
Ergebnisabführungsvertrags nicht entgegen, wenn die dadurch ersparten Zinsen
das Vermögen der Gesellschaft dauerhaft erhöht haben (C-391/2000 17. September
2002).
Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist Art. 119 EGV
(Antidiskriminierungsvorschrift) auf ein für weibliche Bedienstete der
Streitkräfte ein höheres Rentenalter als für männliche Bedienstete vorsehendes
Gesetz eines Mitgliedstaats (z. B. Finnland) anwendbar (C-351/2000 12.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist bei
zweifelhafter Rechtslage einem Rechtsanwalt zuzumuten, vorsorglich so zu
handeln, wie es bei einer für seinen Mandanten ungünstigen Entscheidung zur
Wahrung der Belange des Mandanten notwendig ist (2 BvR 85/2002 27. September
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands entfällt die
gesetzliche Vermutung des Vermögensverfalls, wenn die der Eintragung im
Schuldnerverzeichnis zu Grunde liegende Forderung vor Erlass der
Widerspruchsverfügung getilgt worden ist (AnwZ [B] 18/2001 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland stellt die Haftung
des Angestellten des Urkundsnotars für den Geschädigten keine anderweitige
Ersatzmöglichkeit im Sinne des § 19 I 2 BNotO dar (III ZR 87/2002 14. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Zugrundeliegen einer bloßen Scheinanweisung eines vermeintlichen
Darlehensnehmers zwischen Zahlendem und Zuwendungsempfänger ein
bereicherungsrechtlicher Ausgleich nach den Regeln der Nichtleistungskondiktion
vorzunehmen (XI ZR 381/2001 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands steht einer
erneuten, auf denselben Lebenssachverhalt gestützten, nur um Einzelheiten oder
Beweismittel (z. B. Zeugenaussage) ergänzten Vaterschaftsanfechtungsklage die
materielle Rechtskraft einer vorangehenden Entscheidung entgegen (XII ZR
345/2000 30. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 107 NWGO kein
Schutzgesetz im Sinne des § 823 II BGB (I ZR 293/1999 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
ausschließlich auf den Erwerb von Patienten gerichtete Werbung eines Patienten
auch stationär aufnehmenden Zahnarzts rechtswidrig (I ZR 219/2001 11. Juli
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann auch ein im
Keller des selbst bewohnten Einfamilienhauses gelegener Raum, den der
Steuerpflichtige zusätzlich zu einem häuslichen Arbeitszimmer als Archiv nutzt,
zusammen mit diesem unter die auf 2400 DM festgelegte Abzugsbeschränkung des §
4 V 1 Nr. 6b EStG fallen (VI R 70/2001 September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist Aufenthaltsort
eines Erblassers zur Zeit des Erbfalls der Ort seines Todes (z. B. durch
Erhängen) (1 Z AR 152/2002 8. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kommt die
nachträgliche Unterbringung eines rückfallgefährdeten Drogenhändlers nach dem
Straftäterunterbringungsgesetz grundsätzlich nicht in Betracht (3 Ws 195/2002
28. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann die Verwertung des
Vermögensstamms eines Kinds (z. B. Sparvermögen von 58500 DM) zur Deckung des
Unterhalts seiner in einem Altenwohnheim wohnenden Mutter nicht verlangt
werden, wenn das Kind den Vermögensstamm benötigt, um den eigenen angemessenen
Lebensbedarf auch in Zukunft zu sichern (27 UF 194/2001 12. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist der auf
Kanzleibriefpapier eines bei einem einzigen Landgericht zugelassenen
Rechtsanwalts angebrachte Zusatz „zugelassen bei allen Amts- und Landgerichten“
nicht rechtswidrig (20 U 59/2002 16. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart lebt die durch Anzeige
der Mandatsbeendigung erloschene Zustellungsvollmacht durch Wiederaufnahme des
Mandats nicht wieder auf (5 Ss 191/2002 14. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Greifswald entspricht es
nicht der erforderlichen Sorgfalt, wenn der Rechtsanwalt die
Rechtsmittelschrift weder selbst fertigt noch eine von seinem Hilfspersonal
gefertigte Rechtsmittelschrift überprüft (2 L 255/2002 9. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist eine durch Verbrennen der Liebesbriefe ihres ehemaligen Ehemanns
einen der größten Waldbrände Colorados verursachende ehemalige Försterin zu 6
Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
2003-02-22 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der
Bundesgerichtshof im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren die
Entscheidungserheblichkeit einer Rechtsfrage nur auf der Grundlage der
Erkenntnisse beurteilen, die ihm in diesem Verfahrensabschnitt zulässigerweise
hierzu zur Verfügung stehen (X ZR 82/2002 7. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind
Fotokopiekosten grundsätzlich nicht erstattungsfähig (I ZB 25/2002 5. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle wird der vorläufige
Insolvenzverwalter ohne Verwaltungsbefugnis oder Verfügungsbefugnis ohne
ausdrückliche Anordnung des Insolvenzgerichts nicht Besitzer des Vermögens oder
eines einzelnen Vermögensgegenstands (2 W 91/2002 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden bemisst sich der
Unterhaltsbedarf eines Halbwaisen mit dem doppelten Tabellensatz abzüglich
Halbwaisenrente und Kindergeld (10 UF 569/2002 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist eine zur
Anmeldung von Ansprüchen aus unerlaubter Handlung binnen Monatsfrist
verpflichtende allgemeine Geschäftsbedingung eines Reiseveranstalters
rechtmäßig (16 U 27/2002 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss ein einen
Absperrhahn für die Wasserversorgung einer Kaffeemaschine in einem andern Raum
anbringender Installateur den Auftraggeber deutlich darauf hinweisen, dass der
Wasserzulauf dort unterbrochen werden muss, um einen Wasserschaden nach
Betriebsschluss zu verhindern (5 U 578/2002 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist ein Käufer eines
hochwertigen Musikinstruments (z. B. Gragnanigeige) unter dem Verkehrswert an
einem Hauptbahnhof grundsätzlich nicht gutgläubig und begründet der
gelegentliche Verkauf eines Musikinstruments nicht die Eigenschaft als Kaufmann
(9 U 4018/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Duisburg unterliegt das gesamte
Vermögen des Schuldners in der Europäischen Union dem Insolvenzbeschlag nach
deutschem Recht durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch ein deutsches
Gericht (62 IN 190/2002 10. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Potsdam müssen Sozialversicherungsträger
zur Glaubhaftmachung ihrer Forderung den Leistungsbescheid im Original oder in
beglaubigter Form vorlegen (35 IN 1499/2002 13. Dezember 2002).
Deutscher Anwaltstag 29. Mai 2003-31. Mai 2003 Freiburg im Breisgau http://www.deutscher-anwaltstag.de
Benno Erhard 80.
Rüdiger Dorn 60.
Die Zahl der Strafgefangenen Deutschlands betrug am 31. 3. 2002 60742 (davon
2754 Frauen, 5527 über 50 Jahren, 299 Sicherungsverwahrung, 2021 lebenslang).
Georg Graf 16. April 1920-Gräfelfing 22. Februar 2003.
Brandt, Jürgen, Das Recht des Immobilienmaklers, 11. A. 2003
Waldner, W./Wölfel, E., So gründe und führe ich eine GmbH, 7. A. 2003
Hase, Peter, Bundeszentralregistergesetz, 2003
Höfer, Reinhold, Das neue Betriebsrentenrecht, 2003
Hackner, Thomas/Lagodny, Otto/Schomburg, Wolfgang/Wolf, Norbert, Internationale
Rechtshilfe in Strafsachen, 2003
2003-02-21 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
überlange Dauer eines Strafverfahrens (z. B. neun Jahre) das Recht auf ein
faires Verfahren, so dass die Strafe verringert werden oder entfallen muss (2
BvR 327/2002 5. Februar 2003, 2 BvR 328/2002 5. Februar 2003, 2 BvR 1473/2002
5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands muss bei sehr
großem Übergewicht die Krankenkasse die Kosten einer Magenverkleinerung
bezahlen (B 1 KR 1/2002 R 19. Februar 2003).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Bamberg kann ein Schenker bei
mehrfacher Äußerung des Beschenkten, der Schenker (z. B. schenkender Ehegatte)
gehöre in die Klapsmühle, das Geschenk (z. B. 21000 Euro) vom Beschenkten
wirksam zurückverlangen (7 UF 12/2002 8. Oktober 2002, 7 UF 12/2002 16. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg genügt für die
Unterbrechung der Verjährung die Mängelrüge Ölverlust eines Kraftfahrzeugs bei
Durchführung eines selbständigen Beweisverfahrens (1 U 191/2002 30. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf ein Fußballverein (z.
B. Schalke 04) bei seinen Mitgliedern mit einer besonders günstigen
(Schalke-04-)Förderrente seines Hauptsponsors werben, wenn er darauf hinweist,
dass auch Mitglieder diese Rente erwerben können (4 U 1616/2002 20. Februar
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern ist die (leicht
abgeänderte) Ausstellung Körperwelten (durch Plastination auf Dauer
konservierte menschliche Körper) auf Grund der Wissenschaftsfreiheit rechtmäßig
(4 CS 462/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist „Mehmet“ wegen eines vor
1998 begangenen Raubs zu einer Jugendstrafe von einem Jahr Haft mit Bewährung
verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz kann neben dem
jeweiligen Flugzeug auch das Flughafenbetriebsgebäude des Stammflughafens eine
regelmäßige Arbeitsstätte eines Piloten sein, so dass Fahrten zum
Flugbetriebsgebäude zwecks Fortbildung Fahrten zwischen Wohnung und
Arbeitsstätte sind, nicht Dienstreisen (5 K 1806/2002 16. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Köln erhalten hinterbliebene
gleichgeschlechtliche Lebenspartner keine Hinterbliebenenrente (S 2 RA 49/2002
12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts in Jersey ist nicht
festgestellt, dass das Pfandrecht der Kirch-Gläubigerbanken an den Anteilen von
EM.TV an der Formel 1 unwirksam ist.
Merrlill Lynch zahlt auf Grund eines außergerichtlichen Vergleichs 80 Millionen
Dollar Strafe wegen früherer Geschäfte mit Enron Corp. zwecks Beilegung von
Ermittlungen der Börsenaufsichtsbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika.
Deutschland und die Slowakei unterzeichnen ein Rücknahmeabkommen für
ausreisepflichtige Menschen.
Elisabeth Heister-Neumann soll Justizministerin Niedersachsens werden.
Paul Kirchhof 60.
2003-02-20 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss einem Kind
gegenüber dem Rückgriffsanspruch eines Sozialhilfeträgers für den Unterhalt von
Eltern genügend Geld für die eigene Altersvorsorge (etwa 20 Prozent des
Bruttoeinkommens) und für den angemessenen Unterhalt seines Ehegatten
verbleiben (XII ZR 67/2000 19. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die
Ausländerbehörde bei Abschiebung eines wegen Straftaten verurteilten Ausländers
neben dem öffentlichen Interesse des Staats an einer Abschiebung auch die
schutzwürdigen Belange des Ausländers auf Verbleib berücksichtigen (1 C
13/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands sind bei
Anknüpfung einer betrieblichen Alterversorgung an die Dauer einer
Betriebszugehörigkeit auch die Zeiten einzubeziehen, in denen ein Arbeitnehmer
bei dem Unternehmen im Rahmen unerlaubter Arbeitnehmerüberlassung tätig war (3
AZR 160/2002 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist nach Hinweis
des Arbeitgebers vor Auszahlung auf eine bevorstehende Kürzung einer
Sonderzahlung das Vertrauen von Arbeitnehmern auf eine ungekürzte Zahlung nicht
mehr geschützt (4 AZR 11/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat eine
Grundschullehrerin nicht deswegen einen Anspruch auf einen unbefristeten
Vertrag, weil andern befristet eingestellten, im sog. Vertretungspool tätigen
Grundschullehrern außerhalb des gängigen Einstellungsverfahrens die Übernahme
in ein unbefristetes Vertragsverhältnis angeboten ist (7 AZR 67/2002 19.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main liegt ein
Sachmangel einer Mietwohnung vor, wenn die tatsächliche Mietfläche um ein
Viertel geringer ist als die im Mietvertrag angegebene Wohnfläche (20 Re-Miet
2/2001 3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart ist der auf
Birnenschaumweinflaschen angebrachte Zusatz aus der Champagner-Bratbirne wegen
Verwechslungsgefahr mit der geschützten Bezeichnung Champagne rechtswidrig.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die
Auswahlentscheidung bei Bestellung des Leiters der Staatsanwaltschaft Darmstadt
rechtmäßig (1 TG 3256/2002 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen besteht für ein
Aufenthaltsverbot für Hütchenspieler am Hauptbahnhof Frankfurt am Main keine
Rechtsgrundlage (11 TG 2548/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Köln muss eine Krankenkasse
grundsätzlich nicht die Kosten des Einfrierens einer Eizelle bezahlen (S 9 KR
274/2002 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Mainz soll ein Sozialhilfeempfänger
keinen Anspruch auf Nachzahlung von rechtswidrig vorenthaltener Sozialhilfe
haben (2 K 31/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bergisch-Gladbach können überlaute
Streitgespräche der Wohnungsnachbarn eine Minderung der Miete begründen (64 C
125/2000 24. Juli 2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Daun sind die zu erwartenden Schmerzen
bei einer Zahnbehandlung (z. B. Wurzelbehandlung zwecks Überkronens von
Zahnstümpfen) von der Einwilligung des Patienten in die Behandlung umfasst, so
dass grundsätzlich ein Anspruch auf Schmerzensgeld gegen den behandelnden
Zahnarzt nicht besteht (3 C 332/2002 29. Januar 2003).
Bundesrichter Martin Schubarth der Schweiz soll wegen Spuckens in Richtung auf
den Korrespondenten Markus Felber zurücktreten.
Nach einer Entscheidung des Court of Criminal Appeals in Texas darf die
Beratung der Geschworenen über ein Todesurteil nicht von Fernsehkameras
aufgezeichnet werden.
Bayern München und die Kirch Media Gruppe sollen einen geheimen Sondervertrag
über 70 Millionen Mark abgeschlossen haben.
2003-02-19 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist nicht wegen
Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, Waffengesetz und
Kriegswaffenkontrollgesetz strafbar, wer als Bundeswehrsoldat ohne dienstliche
Erlaubnis Waffen (z. B. Minenzünder) von einem Kfor-Einsatz im Kosovo nach
Deutschland bringt und dort für die Ausbildung verwendet (2 StR 371/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Tätigkeiten
eines Rechtsanwalts als Syndikus eines Arbeitgeberverbands bei der Verleihung
einer Fachanwaltsbezeichnung für Arbeitsrecht zu berücksichtigen (AnwZ [B]
25/2002 13. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands dürfen
Nichtvertragsautohändler mit einer (fremden) Automarke werben, wenn sie
entsprechende Fahrzeuge frei im Europäischen Wirtschaftsraum erwerben können (
I ZR 202/2000 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist die
Teilnahme gewerkschaftsangehöriger Arbeitnehmer an einem Streik zulässig, wenn
ein Arbeitgeber zwar nicht dem Arbeitgeberverband angehört, aber seine
Arbeitsverhältnisse dem Verbandstarifvertrag unterstellt (1 AZR 142/2002 18.
Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer über dessen geäußerte Teilzeitwünsche
verhandeln, ohne dass seine Zustimmung als automatisch erteilt gilt (9 AZR
356/2002 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitnehmer Kürzung seiner Arbeitszeit auf 32 Stunden (von Montag bis
Donnerstag) verlangen, wenn dem keine nachvollziehbaren betrieblichen
Gegengründe entgegenstehen (9 AZR 164/2002 18. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist Mounir El Motassadeq
wegen (bedingt vorsätzlicher) Beihilfe zum Mord im Zuge des Attentats auf das
World Trade Center zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund sind Mobbingfolgeschäden
keine Berufskrankheit (S 36 U 267/2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist ein Direktflug kein
Nonstopflug, so dass bei einem Direktflug von Frankfurt am Main nach Kenia eine
vierstündige Zwischenlandung in Berlin kein Reisemangel ist (173 C 10987/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München verletzt die von
Gunther von Hagens durchgeführte Ausstellung Körperwelten die Würde der
Verstorbenen (M 10 S 545/2003).
Nach einer Entscheidung des Kriegsverbrechertribunals für Ruanda ist der
Kirchenpräsident von Mugonero wegen Beteiligung an einem Massaker an
schutzsuchenden Tutsis zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Großbritanniens ist der eine
Statue Margaret Thatchers mit einem Absperrungspfosten enthauptende Paul
Kelleher zu drei Monaten Haft verurteilt.
Der mutmaßliche Mörder des Jakob von Metzler besteht in der Untersuchungshaft
die erste juristische Staatsprüfung.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf die Thüringer
Energie AG von Wettbewerbern keine missbräuchlich überhöhten Netznutzungsentgelte
verlangen.
Andreas Brehme erhält für die vorzeitige Auflösung seines Trainervertrags vom
1. FC Kaiserlautern auf Grund eines Vergleichs eine Abfindung von 900000 Euro.
Die Bundesnotarkammer verlegt ihren Sitz von Köln nach Berlin.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen Chris Gent von
Vodafone wegen der Übernahme von Mannesmann sind eingestellt (11. Februar
2003).
2003-02-18 Nach
Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind Gebietsabsprachen von
Anbietern eines Energielieferungsvertrags kartellrechtswidrig (KVR 24/2001, KVR
25/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat in einem
Strafverfahren nach Äußerungen eines Verteidigers jeder von mehreren
Mitangeklagten noch das letzte Wort (2 StR 443/2002 17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Mandant
sich das Fehlen der Postulationsfähigkeit seines Rechtsanwalts bei der
fristgerechten Einreichung einer Berufungsbegründung zurechnen lassen (VII ZR
103/2002 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist nach dem
deutschen, (nur gegenüber Mitgliedstaaten unmittelbar wirkendem) europäischem
Recht widersprechenden Arbeitszeitgesetz Bereitschaftsdienst von privatrechtlich
angestellten Ärzten (z. B. eines Kreisverbandes des deutschen Roten Kreuzes)
keine Arbeitszeit (1 ABR 2/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein dem
Nichtbestehen von Rechten aus einer Tätigkeit als freier Mitarbeiter
zustimmender Arbeitnehmer (z. B. Kameraassistent) nicht die Berücksichtigung
der Tätigkeit als freier Mitarbeiter bei der Berechnung einer Betriebsrente
verlangen (3 AZR 46/2002.
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin muss der Telefonanschlussinhaber
nicht die Telefongebühr (z. B. 9000 Euro) bezahlen, die dadurch entsteht, dass
sein 16jähriges Kind eine 0190-Zugangsnummer wählt, die ihn beim Arbeiten im
Internet automatisch über diese Nummer verbindet (26 U 205/2001 27. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg darf ein
rechtswidrig geparktes Kraftfahrzeug, dessen Fahrer nur seine Visitenkarte mit
Handynummer sichtbar hinter der Windschutzscheibe angebracht hat, ohne weiteres
abgeschleppt werden (1 S 1248/2002 7. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern darf Bayern das Buch
Gesundheitliche und rechtliche Risiken bei Scientology verbreiten (5 CE
3212/2002 14. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz darf einem
rechtmäßig gekündigten Arbeitnehmer das Weihnachtsgeld verweigert werden (9 Sa
623/2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Saarland müssen (betrogene)
Geldanleger ihre zeitweise hohen Zinseinkünfte auch bei Gesamtverlusten
versteuern (1 V 445/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg darf ein Gastwirt, der eine
Gastsstätte mit einer Bierlieferungsgrunddienstbarkeit zu Gunsten eines
Bierlieferanten erworben hat, den Bierlieferanten nicht wechseln (33 S 134/2002
30. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss ein für den
Verbleib eines Bilds bei einer Stiftung entschädigter Erbe den ihn in dieser
Angelegenheit vertretenden Rechtsanwalt über die Höhe der vereinbarte Entschädigung
unterrichten (1-23 O 287/2002 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I sind Rolf Breuer und die
Deutsche Bank der Leo Kirch Gruppe wegen Verletzung des Bankgeheimnisses
grundsätzlich zu Schadensersatz verpflichtet (33 O 8439/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist das Unterspritzen von
Falten mit Restylane als Heilkundetätigkeit erlaubnispflichtig (6 K 867/2002
23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Aachen muss ein einem zu Unrecht,
aber wirksam privat versicherten Arbeitnehmer Beitragszuschüsse zahlender
Arbeitgeber nicht die Versicherungsbeiträge zur gesetzlichen Versicherung
nachzahlen (S 8 RA 94/2002 10. Januar 2003).
2003-02-17 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein festgestellte
Mängel einer Wohnanlage beseitigendes Bauunternehmen die Bauherren nicht zur
Erhebung der Hauptsacheklage verpflichten lassen (VII ZB 14/2002 19. Dezember
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf handelt ein
versicherter Kraftfahrzeugmieter nicht grob fahrlässig, wenn er eine bereits
zweimal unbeschädigt passierte Unterführung wegen eines parkenden Fahrzeugs an
anderer Stelle passiert und das Fahrzeug dabei beschädigt (10 U 123/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken haftet der Staat für
die Beschädigung eines von den Finanzbehörden gepfändeten Kraftfahrzeugs (4 U
270/2001-67 18. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz darf eine Denkmalbehörde
mit einem Investor vereinbaren, gegen Entgelt archäologische Grabungen auf
einem Baugrundstück innerhalb einer festgelegten Frist abzuschließen (8 A
10775/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss ein in
Deutschland nicht einkommensteuerpflichtiger Arbeitnehmer bei der Berechnung
eines Insolvenzgeldes den Abzug einer fiktiven Lohnsteuer von seinem
Arbeitsentgelt hinnehmen (1 AL 209/2001 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Leiharbeitnehmer seine Arbeitsverhinderung auch dem Arbeitgeber anzeigen, so
dass er bei fristloser Kündigung beim Arbeitslosengeld gesperrt werden kann (L
1 AL 67/2001 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim ist ein Richter am
Insolvenzgericht Mannheim wegen Bestechlichkeit zu zwei Jahren Haft auf
Bewährung verurteilt.
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Koblenz muss von eine von einem zu
geringen Abstand zum Nachbargrundstück ausgehende Baugenehmigung einer
Windenergieanlage von der Genehmigungsbehörde zurückgenommen werden (7 K
3190/2002 6. Februar 2003, 7 K 3216/2002 6. Februar 2003).
Der Gründer von Mobilcom AG beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union Bonns legt wegen eines
Ermittlungsverfahrens wegen Untreue und Betrugs sein Amt nieder.
Die Staatsanwaltschaft Bonn erhebt Anklage gegen Josef Ackermann, Klaus Esser,
Klaus Zwickel und andere wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit
der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone.
2003-02-16 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verletzt
eine berufsgerichtliche Verurteilung eines Arzts (z. B. Miro Stambuks) wegen
eines über eine neue Operationstechnik sachlich informierenden Zeitungsartikels
Art. 10 EMRK, auch wenn der Arzt namentlich genannt und sein Foto beigefügt
wird und der Artikel eine gewisse Werbewirkung hat (37928/1997 17. Oktober
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist bei der
Platzverteilung für Journalisten in einem Strafprozess (z. B.
El-Kaida-Verfahren) das Prioritätsprinzip verfassungsgemäß (1 BvR 1932/2002 30.
Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Internetdomain www.rechtsanwaelte-notar.de
für einen Rechtsanwalt und einen Anwaltsnotar nicht rechtswidrig (AnwZ [B]
8/2002 25. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
Nichtnennung einer (deliktsrechtlichen) Anspruchsgrundlage in einem
Vollstreckungstitel der Gläubiger im Vollstreckungsverfahren ohne Zustimmung
des Schuldners nicht mehr nachweisen, dass der titulierte Anspruch auch auf
einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung beruht (IX ZB 180/2002 26.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands enthält § 15
I 1 BauNVO nicht nur das Gebot der Rücksichtnahme, sondern vermittelt auch
einen Anspruch auf Aufrechterhaltung der typischen Prägung eines Baugebiets (4
B 86/2001 13. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands sind Wohnungen in
einem Sondernutzungsgebiet bis zur Rücknahme der (rechtswidrigen)
Baugenehmigung nach § 10e EStG begünstigt, wenn die zuständige
Baugenehmigungsbehörde die dauernde Nutzung genehmigt hat (X R 24/2000 14.
November 2001).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin besteht eine uneingeschränkte
Anzeigepflicht des Besitzes von Stasi-Unterlagen (5 Ws [B] 180/2002 30. Oktober
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine rechtswidrige
Markenbenutzung nicht gegeben, wenn der Anbieter eines juristischen
Informationsdiensts auf einer Internetseite die angegriffene Bezeichnung (z. B.
Anwalt Suchservice) als Link oder im Quelltext von Internetseiten als Metatag
(z. B. Anwaltsuchservice) benutzt (6 U 64/2002 4. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz können Eltern eines bei
einem Verkehrsunfall Getöteten den Schädiger auf Feststellung der Ersatzpflicht
für die Entziehung ihres Rechts auf Unterhalt verklagen, um die Verjährung der
Unterhaltsansprüche zu verhindern (12 U 1035/2001 18. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg gilt der
Grundsatz, dass ein Mitbewerber nicht auf unabsehbare Zeit von der Teilnahme an
einem Markt ausgeschlossen werden darf, auch für kleine, dörfliche Jahrmärkte
und Volksfeste (7 LB 3835/2001 18. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Ellwangen ist bei einem Stückkauf (z.
B. eines Neuwagens VW-Golf) die Nacherfüllung durch Ersatzlieferung
grundsätzlich möglich, sofern es sich um Sachen handelt, die einer vertretbaren
Sache wirtschaftlich entsprechen und das Leistungsinteresse des Käufers
zufrieden stellen (3 O 219/2002 13. Dezember 2002).
Bei der Neuwahl nach Annullierung der früheren Wahl wegen Wahlfälschung wird
Peter Bürgel zum Bürgermeister Dachaus gewählt.
Ab 17. Februar 2003 muss der Montags bis Freitags zwischen 7 Uhr und 18.30 Uhr
die durch c (congestion) gekennzeichnete Grenze zur Innenstadt Londons
überfahrende Kraftfahrer 5 Pfund (7,50 Euro) Eintritt bezahlen.
2003-02-15 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Einlegung einer
Berufung zur Fristwahrung und Rücknahme vor Ablauf der
Berufungsbegründungsfrist dem Berufungsbeklagten eine Gebühr eines
Prozessbevollmächtigten zu erstatten (X ZB 9/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einem
Rechtsanwendungsfehler (z. B. Beweislastregel) der Revisionszulassungsgrund der
Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung dann gegeben, wenn auf Grund
konkreter Anhaltspunkte zu besorgen ist, dass dem fehlerhaften Urteil ohne
Korrektur durch das Revisionsgericht eine Wiederholungsgefahr oder ein
Nachahmungswirkung zukommen könnte (V ZR 100/2002 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein eine
Unwirksamkeit eines Vorkaufsrechts erkennender Notar einen vermeintlich
Vorkaufsberechtigten bei Verkaufsverhandlungen über die Unwirksamkeit des von
allen Beteiligten für wirksam gehaltenen Vorkaufsrechts belehren (IV ZR
422/1999 9. Januar 2003.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist ein häusliches
Arbeitszimmer ein Raum, der seiner Lage nach in die häusliche Sphäre des
Steuerpflichtigen eingebunden ist und nach Ausstattung und Funktion der
Erledigung betrieblicher oder beruflicher Arbeiten vorwiegend büromäßiger Art
dient (XI R 89/2000 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München ist der Ehevertrag eines
sehr gut verdienenden Ehemanns mit einer haushaltsführenden Ehefrau wegen
unangemessener Benachteiligung der Ehefrau unwirksam, wenn die Ehefrau auf
Unterhalt mit Ausnahme von Betreuungsunterhalt verzichtet hat, der
Versorgungsausgleich durch verhältnismäßig geringe Beitragszahlungen für eine
Lebensversicherung ersetzt und der Zugewinnausgleich ausgeschlossen wurde (4 UF
7/2002 1. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe besteht derzeit im
Rahmen des bürgerlichrechtlichen Nachbarschaftsverhältnisses kein vorbeugender
Abwehranspruch gegen eine Mobilfunkbasisstation (6 U 23/2002 25. September
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe verstößt die Berufung
auf den Zeitpunkt der Rechtshängigkeit eines anhängigen Scheidungsantrags für
die Berechnung der Ehezeit gegen Treu und Glauben, wenn das
Ehescheidungsverfahren in Vergessenheit geraten ist und die Ehegatten weiter
zusammengelebt haben (2 UF 216/2001 23. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main muss ein auf
Privatgrund abgestelltes Kraftfahrzeug bei Meidung eigener Kostenlast zwar
nicht während der Nachtzeit, aber doch bis Morgens neun Uhr abgeschleppt werden
(2/24 S 145/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Mönchengladbach sind Ansprüche auf
Rückzahlung eines Darlehens und auf Rückübertragung einer geleisteten
Sicherheit Zug um Zug zu erfüllen und kann der Käufer gegen den Anspruch auf
Rückzahlung des Darlehens nicht mit Ansprüchen gegen den Verkäufer aufrechnen
(5 C 320/2002 6. September 2002).
Nikiforos Diamandouros ist als Nachfolger Jacob Södermans zum Ombudsmann der
Europäischen Union gewählt.
Ulrich Weber 15. Februar 2003.
Wolfgang Spakler 18. Januar 1907-15. Februar 2003.
Erman, Walter, BGB Handkommentar, 11. A. 2003
Filthaut, Werner, Haftpflichtgesetz, 6. A. 2003
Küttner, Wolfdieter, Personalbuch 2003, 10. A. 2003
Handel mit Energiederivaten, hg. v. Zenke, Ines/Ellwanger, Niels, 2003
Das Transparenz- und Publizitätsgesetz, hg. v. Hirte, Heribert, 2003
Wiegand, Bernd/Grimberg, Michael, Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt, 3. A. 2003
Kummer, Peter, Wiedereinsetzung in den
vorigen Stand, 2003
2003-02-14 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann Argentinien
keine einstweilige Anordnung gegen das Landgericht Frankfurt am Main auf
Aussetzung einer Leistungsklage über rund 1,5 Millionen Euro gegen Argentinien
erwirken (2 BvQ 3/3003 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine von einem
nicht allein vertretungsberechtigten Prokuristen ausgesprochene Fristsetzung
mit Kündigungsandrohnung ohne nachfolgende Genehmigung der zusätzlich
Vertretungsberechtigten unwirksam (VII ZR 270/2001 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Arbeitgeber Stundenlohn nicht für die tatsächliche Dauer eines
Berufsschulbesuchs (z. B. acht Stunden) eines Auszubildenden, sondern nur für
die im Ausbildungsvertrag vereinbarte Dauer (von z. B. 5,5 Stunden) zahlen (6
AZR 537/2001 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss der
Arbeitgeber die Kosten einer von ihm angeordneten Dienstkleidung (z. B. weiße
Mäntel in einem Caritaskrankenhaus) bezahlen (6 AZR 536/2001 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Bayern ist die Methode der
Verteilung der Mittel für Sozialhilfe auf die Regierungsbezirke Bayerns
rechtmäßig (4 B 2106/2002 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main muss für die
Alterssicherung gedachtes Vermögen notfalls für die Führung eines Prozesses
verwendet werden (4 WF 76/2002 13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main sind die
notwendigen Voraussetzungen für eine Ausnahmegenehmigung zum Schächten lebender
Tiere zum islamischen Opferfest 2003 durch die islamische Religionsgemeinschaft
Hessen e. V. nicht erfüllt (2 G 588/2003 10. Februar 2003).
Österreich verweigert den Vereinigten Staaten von Amerika die Beförderung von
Menschen und Sachen für einen Krieg gegen den Irak (von Deutschland nach
Italien und umgekehrt) durch österreichisches Hoheitsgebiet.
Nach dem Bericht des Leiters der Waffeninspektion des Irak vor den Vereinten
Nationen steigt der deutsche Aktienindex auf 2666 Punkte.
Felix Eckardt wechselt von Rostock nach Bremen.
Andreas Fuchs wechselt von Konstanz nach Osnabrück.
Johanna Hey wechselt von Wien (WU) nach Düsseldorf.
Michael Kort wechselt von Dresden nach Augsburg.
Anna Leisner wechselt von München nach Jena.
Olaf Sosnitza wechselt von Bayreuth nach Würzburg.
Andreas Thier wechselt von München nach Münster.
Wolfgang Hau wird in Trier für Rechtswissenschaft (bürgerliches Recht,
Verfahrensrecht, internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung)
habilitiert.
Karl Riesenhuber wird in Erlangen-Nürnberg für bürgerliches Recht,
Arbeitsrecht, deutsches und europäisches Wirtschaftsrecht, Urheberrecht und
Rechtsvergleichung habilitiert.
Bernhard W. Wegener wird in Bielefeld für Staats- und Verwaltungsrecht,
Geschichte des öffentlichen Rechts, Rechtsvergleichung und Europarecht
habilitiert.
2003-02-13 Nach
einer Mehrheitsentscheidung (zehn zu sieben [Wildhaber, Bratza, Bonello,
Loucaides, Cabral Barreto, Tulkens, Pellonpää]) des Europäischen Gerichtshofs
für Menschenrechte verletzt Frankreich durch die gesetzliche Zulassung der
anonymen Geburt (jährlich rund 500 Fälle) nicht geltendes Recht (z. B. die
Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen), so dass ein Grundrecht auf
Auskunft über die tatsächlichen Eltern (z. B. Pascale Odièvres) nicht besteht
und kann die Große Kammer die Entscheidung der Kammer über die Zulässigkeit
einer Beschwerde noch bei der Prüfung der Begründetheit ändern, wenn nach ihrer
Ansicht die Beschwerde hätte für unzulässig erklärt werden müssen (42326/1998
13. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann ein Mieter einer
Gewerbefläche vom Vermieter die Beseitigung des seitens eines Dritten unbefugt
abgelagerten Abfalls nur bei rechtzeitiger Anzeige verlangen (8 U 3441/2000 20.
September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm darf ein Rechtsanwalt auf
der Titelseite eines Telefonbuchs werben (4 U 148/2002 11. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München muss ein 37jähriger
Patient nach vierjährigem Wachkoma vom Pflegepersonal auch gegen den Willen des
Vaters weiter künstlich ernährt werden (3 U 5090/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I hat ein Anleger keinen
Anspruch auf Schadensersatz infolge Kursverlusts gegen den wegen Betrugs
verurteilten Bodo Schnabel (Comroad).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg ist Carsten Spengemann wegen
Unterschlagung des (vielleicht) auf einem Nachttisch zurückgelassenen Rings
einer Bekannten (im Wert von 1740 Euro) 40000 Euro Geldstrafe zahlen.
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Neuss kann der Vermieter eine
Mietsicherheit des Mieters während des laufenden Mietverhältnisses nur bei
unstreitigen Ansprüchen verwerten (34 C 4227/2001 7. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Düsseldorf ist
Landesgeschäftsführer Kuhl wegen Einzahlung von einer Million Euro (Jürgen W. Möllemanns)
in Teilbeträgen unter falschen Namen rechtmäßig gekündigt worden.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Belgiens ist in Belgien eine
Strafverfolgung des Ministerpräsidenten Israels wegen Kriegsverbrechen nach
Ende seiner Amtszeit möglich.
2003-02-12 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands haben Eheleute,
bei denen der besser verdienende Ehegatte privat krankenversichert und der
schlechter verdienende Ehegatte gesetzlich krankenversichert ist, (im Gegensatz
zu nicht verheirateten Partnern) keinen Anspruch darauf, dass ein gemeinsames
Kind beitragsfrei mit dem schlechter verdienenden Ehegatten gesetzlich
krankenversichert ist.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist ein Erpresser
nicht arglos, wenn er in einer von ihm gesuchten Begegnung mit dem Erpressten
und in dessen Angesicht dabei ist, die Erpressung zu vollenden und dabei, womit
er nicht rechnet, vom Erpressten von hinten mehrfach durch den Hals geschnitten
wird, so dass der Erpresste mit seinem Tötungsverhalten nicht heimtückisch
handelt und darüber hinaus gerechtfertigt ist, wenn die Gegenwehr erforderlich
war, um z. B. Verlust von Geld abzuwenden (1 StR 403/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine in einen
Bankräuber verliebte Staatsanwältin von dem Verdacht der versuchten
Strafvereitelung im Amt und uneidlicher Falschaussage freigesprochen.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands behält ein
Lastkraftwagenfahrer seinen Anspruch auf sofortiges Arbeitslosengeld trotz
eigener Kündigung, wenn er sich wegen ständiger, vom Arbeitgeber geduldeter
Überschreitung der zulässigen Lenkzeiten vor seiner Kündigung beim Arbeitgeber
beschwert hat (B 7 AL 72/2001 R 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg kann die Verantwortung
für die medizinische Behandlung eines Kinds nicht einem Familiengericht
übertragen, sondern nur den Personensorgeberechtigten zugesprochen werden (7 UF
94/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz kann ein
Arbeitgeber einem Angestellten wegen einer ohne Abmahnung erstatteten Anzeige
wegen mutmaßlich rechtswidrigen Verhaltens kündigen (9 Sa 857/200).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf Amazon nicht einem für
Großbritannien empfohlenen Verkaufspreis (z. B. für Harry Potter und der Phönix
[Erstauflage 6,8 Millionen Exemplare] von 25,80 Euro) einen ermäßigten
Verkaufspreis für Deutschland (z. B. von 16,80 Euro) gegenüberstellen.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Neuruppin darf Sibylle
Schallenberg-Nagel sechzehn Bilder Otto Nagels behalten, weil die Stiftung
Stadtmuseum Berlin ihr behauptetes Eigentum an den Bildern nicht beweisen kann.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück ist ein Krankenhausträger
nicht wegen Organisationsverschuldens zu Schadensersatz gegenüber der Witwe
eines sich wegen Verwirrung aus dem Fenster stürzenden Patienten verpflichtet,
wenn bei Einweisung in das Krankenhaus keine Anzeichen für eigengefährdende Handlungen
bei der festgestellten Krankheit vorlagen (2 O 367/2001 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main darf die
Ernennung zur Luftfahrtassistentin sofort widerrufen, wenn die
Luftfahrtassistentin einen von einem Alarm betroffenen Passagier nicht mit der
Hand untersucht (12 G 1270/2002 26. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bremen ist ein Apotheker wegen
Rezeptbetrugs zu Freiheitsstrafe mit Berufsverbot verurteilt, weil er Kranken
statt Arzneimitteln Geld gegeben, die Rezepte aber trotzdem gegenüber der
Krankenkasse abgerechnet hat.
Nach einer Entscheidung der Widerspruchsabteilung des Europäischen Patentamts
ist das Öl-Mais-Patent EP 0744888 B1 wegen fehlender Neuheit zu widerrufen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Schweiz ist der alle
vierzehn Achttausender der Welt bezwingende Bergsteiger Erhard Loretan wegen
Tötung seines siebenmonatigen Sohns durch Schütteln zu vier Monaten Haft mit
Bewährung verurteilt.
Nach einem Vergleich vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe darf das Theater
Freiburg im Breisgau Moritz Rinkes Kriemhilds Traum bis März sieben Mal
aufführen, während das Theater Worms im übrigen die Nibelungen aufführen darf.
Das Europäische Parlament lehnt die Verlängerung des Transitvertrags mit
Österreich ab.
2003-02-11 Nach
Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs darf in den Staaten des Schengener
Abkommens niemand für die gleiche Tat zweimal bestraft werden, wobei ein Täter,
dessen Verfahren die Staatsanwaltschaft gegen Zahlung einer Geldbuße einstellt,
als rechtskräftig verurteilt (bzw. bestraft) gilt (C-187/2001, C-385/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss die
Christlich Demokratische Union 21 Millionen Euro staatlicher
Parteienfinanzierung wegen mangelhafter Offenlegung in Rechenschaftsberichten
an die Bundestagsverwaltung zurückzahlen (6 B 68/2002 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist eine gemeinsame
Wohnung eines in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft lebenden Paares wegen
Gewalttätigkeit des Manns der Frau zur alleinigen Nutzung zugewiesen (13 UF
795/2002 3. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Abgabe von mit der
Krankenkasse abgerechneten Diabetesstreifen durch einen Arzt an seine Patienten
aus einem von ihm in seiner Praxis unterhaltenen Depot eines Sanitätshauses
rechtswidrig (6 U 77/2002 22. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Verwendung von med
am Ende einer Waschmittelmarke nicht irreführend (6 U 117/2002 30. Oktober
2002).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist die Festlegung der
nördlichen Flugrouten des Flughafens Frankfurt am Main wegen mangelhafter
Berücksichtigung des Fluglärms rechtswidrig (2 A 1062/2002, 2 A 1569/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf niemand ohne Zustimmung
von Audi Kraftfahrzeuge unter der Marke NSU herstellen (21 O 9121/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück kann der Fahrer eines
Kleinlastwagens keinen Schadensersatz (z. B. 300 Euro) deswegen verlangen, weil
sein gemietetes Fahrzeug auf einer wenig befahrenen Straße durch einen über die
Straße ragenden Ast beschädigt wurde (1 O 3106/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier kann ein Blinder nicht
das Unterlassen des Betriebs von Straßencafés verlangen (5 L 6/2003 17. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main haben Arbeitnehmer
keinen Anspruch auf Beschäftigung im Ausland (4 Ca 3963/2002).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Berlin darf Vermögen zur
Altersvorsorge (z. B. Lebensversicherung) nicht auf die Arbeitslosenhilfe
angerechnet werden (S 58 AL 2208/2002 24. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika können Kranke (Schizophrene) zu einer medizinischen Behandlung
gezwungen werden, um sie als Gesunde hinrichten zu können.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Deutschlands leitet eine
Untersuchung gegen United Zurich Finance wegen des Verdachts der
Kursmanipulation bei der Aktie der Frankfurter Beteiligungs- und
Immobiliengesellschaft WCM ein.
Bertelmann bzw. Random House übernimmt die Ullstein-Heyne-List-Verlagsgruppe
des Axel Springer-Verlags und erhöht dadurch seinen Marktanteil in Deutschland
von 6 Prozent auf 11 Prozent.
Die Bundestagsfraktion der Freien Demokratischen Partei Deutschlands schließt
Jürgen W. Möllemann mit 39 von 45 Stimmen aus.
Jürgen Walter ist zum Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei im
Landtag Hessens gewählt.
Deutschlands größte Buchverlage sind Random House, Holtzbrinck,
Ullstein-Heyne-List, Weltbild, Mairs, Langenscheidt, Droemer Weltbild, Egmont
Holding.
2003-02-10 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Verurteilung
Manfred Roeders wegen Volksverhetzung und Beleidigung durch das Landgericht
Rostock rechtmäßig (3 StR 428/2002 30. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
Verurteilung eines Plutoniumentwenders wegen gefährlicher Körperverletzung und
vorsätzlichen Freisetzens ionisierender Strahlen usw. durch das Landgericht
Karlsruhe rechtmäßig (1 StR 494/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für eine Klage
auf Zahlung der für die Sanierung eines Gebäudes notwendigen Kosten eine
Ermittlung der Kosten durch ein vorprozessuales Privatgutachten nicht notwendig
(VII ZR 136/2000 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands müssen
Verhörprotokolle aus den Vereinigten Staaten von Amerika enthaltende Akten des
Bundesnachrichtendiensts (wegen triftiger Gründe) nicht an die Verteidiger
Mounier El-Motassadeqs herausgegeben werden (BverwG 6 VR 2/2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann der ein
Kraftfahrzeug seiner nichtehelichen Partnerin grob fahrlässig Beschädigende
sich gegenüber dem Kaskoversicherer nicht auf das Familienprivileg des § 67 II
VVG berufen (12 U 1404/2001 23. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen hat ein Obdachloser
einen Anspruch auf Unterkunft in der Gemeinde seines jeweiligen
Aufenthaltsorts, auch wenn er dort nicht obdachlos geworden ist (11 TG
3379/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin hat Heide Sinonis keinen
Anspruch auf 40000 Euro Schmerzensgeld gegen Focus wegen
Persönlichkeitsverletzung durch Berichterstattung in der sog. Kieler Affäre.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße
müssen VIVA PLUS und NEUN LIVE weiter in die Kabelnetze Rheinland-Pfalzs
aufgenommen werden (6 L 73/2002 4. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachen sind Zinsen aus
Geldanlagen bei der Zentralbank der Türkei einkommensteuerpflichtig (13 V
269/2002 7. Oktober 2002).
Wegen des Verdachts der Annahme von Schmiergeldern des Müllentsorgers
Trienekens in Höhe von 498000 Euro legt Diplomingenieur Schmitz (Christlich
Demokratische Union) seine politischen Ämter in Köln nieder.
Gerd Herrmann 17. August 1913-10. Februar 2003.
Hans Arnold 1. Mai 1921-10. Februar 2003.
2003-02-09 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte muss die
Europäische Menschenrechtskonvention soweit wie möglich im Einklang mit andern
völkerrechtlichen Grundsätzen ausgelegt werden und hat die Luftherrschaft der
Nato über Jugoslawien eine Hoheitsgewalt im Sinne von Art. 1 EMRK nicht
begründet (52207/1999 12. Dezember 2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands lässt das
Nichteingehen eines Gerichts auf den wesentlichen Kern des Tatsachenvortrags
einer Partei zu einer Frage von zentraler Bedeutung (z. B. Befangenheit eines
Beurteilers) auf die Nichtberücksichtigung des Vortrags schließen, sofern er
nicht nach dem Rechtsstandpunkt des Gerichts unerheblich oder aber
offensichtlich unsubstantiiert war (2 BvR 2357/2000 6. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann die Revision
darauf gestützt werden, dass das untere Gericht rechtswidrig seine
internationale Zuständigkeit bejaht oder verneint hat und ist für die auf eine
Gewinnzusage gestützte Klage am Wohnsitz des klagenden Verbrauchers entweder
die internationale Zuständigkeit für Verbrauchersachen oder der unerlaubten
Handlung gegeben (III ZR 102/2002 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Rechtsweg
zu den ordentlichen Gerichten gegeben, wenn ein Kreditinstitut den Steuerfiskus
auf Rückzahlung eines zur Einlösung eines Schecks aufgewendeten Betrags mit der
Begründung in Anspruch nimmt, der der Bezahlung einer Steuerschuld dienende
Scheck sei auf der Grundlage eines unwirksamen Girovertrags von einem
vollmachtlosen Vertreter des Kontoinhabers ausgestellt worden (XI ZB 5/2002 12.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird beim Verüben
eines Angriffs eine dem fließenden Verkehr eigentümliche Gefahrenlage nicht
ausgenutzt, wenn der Tatentschluss erst nach Beendigung der Fahrt gefasst und
ausgeführt wird (2 StR 152/2002 21. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann bei
irrtümlicher Behandlung eines Beschäftigungsverhältnisses als freies
Mitarbeiterverhältnis der Arbeitgeber die Rückzahlung der Summendifferenz
zwischen allen Honorarzahlungen und allen Entgeltansprüchen verlangen (5 AZR
680/2000 29. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann ein ein gemischt
genutztes Grundstück gemischt finanzierender Steuerpflichtiger Darlehenszinsen
insoweit als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung
abziehen, als er das Darlehen tatsächlich zur Anschaffung des der
Einkünfteerzielung dienenden Gebäudeteils verwendet (IX R 65/2000 9. Juli
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands mindern
Teilwertabschreibungen auf Grund von Gewinnausschüttungen dann den
Gewerbeertrag des Organkreises, wenn es sich bei den ausgeschütteten Gewinnen
um solche aus vororganschaftlicher Zeit handelt (I ZR 73/2001 30. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn ist nach Glaubhaftmachung der
Aufhebung des im Vermögensverzeichnis angegebenen Arbeitsverhältnisses der
Schuldner zur Anfertigung eines neuen und vollständigen Vermögensverzeichnisses
verpflichtet (4 T 506/2002 27. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln ist bei Vertragsverhandlungen in
einer ausländischen Sprache über ein Haustürgeschäftswiderrufsrecht in dieser
Sprache aufzuklären (32 S 66/2001 8. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Darmstadt ist das Anbringen von
Glaubenssymbolen (z. B. Kruzifix) in einem Sitzungssaal kommunaler
Mandatsträger in Hessen mit dem Neutralitätsgebot unvereinbar (3 G 2481/2002
26. November 2002).
Nach zwei Entscheidungen der zuständigen Gerichte der Vereinigten Staaten von
Amerika sind Klagen (z. B. des lungenkrebskranken Laurence Lucier) gegen Altria
(Philip Morris), R. J. Reynolds und andere Zigarettenhersteller auf
Schadensersatz wegen Aufklärungspflichtverletzung abgewiesen.
Peter Stille 23. Februar 1934-9. Februar 2003.
2003-02-08 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands muss ein
Sozialgericht, wenn sich ein gesetzlich Krankenversicherter ohne Anwendung eines
Arzneimittels, das außerhalb seines arzneimittelrechtlich zugelassenen
Anwendungsbereichs verabreicht werden soll, in einer lebensbedrohlichen
Situation befindet, bei der Entscheidung über die vorläufige Übernehme der
Kosten durch die Krankenkasse auf Grund Art. 2 II 1, 19 IV GG eine besonders
intensive Prüfung der Erfolgsaussichten oder Folgenabwägung vornehmen (1 BvR
1586/2002 22. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein Teilurteil
nur bei Ausschluss der Gefahr widersprechender Entscheidungen erlassen werden
(VII ZR 270/2001 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Zurücknahme
der Nichtzulassungsbeschwerde ihr Verlust von Amts wegen auszusprechen (XII ZR
205/2002 27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist Entziehen aus
zollamtlicher Überwachung jede Handlung oder Unterlassung, welche die
zuständige Zollbehörde mindestens zeitweise am Zugang zu einer unter
zollamtlicher Überwachung stehenden Ware und an der Durchführung der vom
gemeinschaftlichen Zollrecht vorgesehenen Prüfungen hindert (5 StR 127/2002 27.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof in einem Kostenfestsetzungsverfahren in
Strafsachen nicht statthaft (2 ARs 239/2002 27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands fällt in die
Zuständigkeit der Gesellschafterversammlung einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung auch ein satzungsauslegender Beschluss, mit dem über eine fragliche
Satzungsgemäßheit einer Maßnahme (z. B. Geschäftsanteilsveräußerung)
entschieden wird (II ZR 69/2001 25. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt
Prozesskostenhilfe zur Durchführung eines Revisionsverfahrens mit dem
alleinigen Ziel der Verurteilung zur Zahlung an eine Gesellschaft des
bürgerlichen Rechts statt an die Gesellschafter der Gesellschaft wegen
fehlender Erforderlichkeit nicht in Betracht (XII ZR 73/2002 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird durch
Entgegennahme einer behördlichen Mangelbeseitigungsaufforderung seitens eines
Wohnungseigentumsverwalters dem einzelnen (verkaufenden) Wohnungseigentümer
noch nicht die Kenntnis des Inhalts der Aufforderung vermittelt (V ZR 320/2001
27. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss eine mitvermietete
Küche einen Kühlschrank, nicht aber eine Geschirrspülmaschine aufweisen(15 S
4308/2002 18. Dezember 2002).
Die Europäische Kommission nimmt ihre Entscheidung für eine Beihilfe für die
Klausner Nordic Timber GmbH in Mecklenburg-Vorpommern (31 Millionen Euro)
zurück.
Josef Taus 70.
Michael Hoffmann-Becking 60.
Vertragspraxis nach neuem Schuldrecht, hg. v. Amann, Hermann/Brambring,
Günter/Hertel, Christian, 2. A. 2003
Beck’sches Formularbuch e-commerce, hg. v. Weitnauer, Wolfgang, 2003
Kossmann, Ralph, Handbuch der Wohnraummiete, 6. A. 2003
Pamer, Jochen, Neues Recht der Schadensregulierung bei Verkehrsunfällen im
Ausland, 2003
Strohal, Friedrich, Unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen bei Selbständigen,
2. A. 2003
Reichel, Christian/Heger, Heinz-Josef, Betriebliche Altersversorgung, 2003
Handkommentar zur VOB, hg. v. Heiermann/Riedl/Rusam, 10. A. 2003
Kunig, Philip/Paetow, Stefan/Versteyl, Ludger-Anselm, Kreislaufswirtschafts-
und Abfallgesetz, 2. A. 2003
Kossens, Michael/Maaß, Michael/Steck, Brigitte/Wollschläger, Frank, Grundzüge
des neuen Behindertenrechts, 2003
Aden, Menno, Internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit, 2. A. 2003
Lackmann, Rolf/Wittschier, Johannes, Die Klausur im Zwangsvollstreckungsrecht,
2003
Joecks, Wolfgang, Studienkommentar StGB, 4. A. 2003
2003-02-07 Nach
einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg ist ein in einer Werbeanzeige
abgedrucktes, nur auf einen der beworbenen Gegenstände (z. B. Apfelsaftschorle
neben Kühlschrank) bezogenes Qualitätsurteil (z. B. gut) bei eindeutig
erkennbarem Bezug rechtmäßig (3 U 76/2002 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist der Betreiber einer
Autowaschstraße gegenüber Kunden zur Sicherung gegen Gefahren aus Glatteis und
Altschnee in den zugänglich gemachten Bereichen verpflichtet (24 U 87/2002 21.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf eine
Universität (z. B. Gießen) als Amtshilfe Daten über einen bestimmten Studenten
zur Rasterfahndung an das hessische Landeskriminalamt weitergeben (10 TG
3112/2002 3. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist die
Werbung mit dem Aufkleber Reis ohne Gentechnik nicht rechtswidrig (6 A
10564/2002 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss ein Grundstückseigentümer
dann auf das Grundstück des Nachbarn wachsende Baumwurzeln nicht beseitigen und
den durch ihr Wachstum verursachten Schaden nicht ersetzen, wenn der Schaden
nicht ausschließlich durch die Wurzelausdehnung verursacht ist (12 O 64/2002
19. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin ist die Versagung der
Zulassung zur schriftlichen Abiturprüfung wegen der Note 6 in Sport rechtmäßig
(3 A 33/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist der
Sozialhilfeanspruch des seinen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe auf Grund einer
Sperrfrist Verlierenden um 20 Prozent verringert (2 L 27/2002 6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund sind Meniskusschäden eines
Dachdeckers Schäden aus einer Berufskrankheit (S 11 U 31/2000 29. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Duisburg hat ein privater
Arbeitsvermittler einen Vergütungsanspruch nur gegen den Arbeitssuchenden,
nicht gegen das Arbeitsamt (S 12 AL 147/2002 19. November 2002).
Nach einer Entscheidung der bei dem deutschen Patent- und Markenamt
eingerichteten Schiedsstelle nach dem Urheberrechtswahrnehmungsgesetz ist ein
Computer ein vergütungspflichtiges Gerät im Sinne des § 54a I UrhG (12 Euro pro
Gerät) (Sch-Urh 8/2001 31. Januar 2003).
Hans-Peter Kaul Richter am internationalen Strafgerichtshof.
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands darf die
Südwestdeutsche Medienholding sich am Verlag der Süddeutschen Zeitung
beteiligen, weil dieser die Frankenpost in Hof abgegeben hat.
Nach einer Entscheidung des Schulbehörde Amsterdams dürfen muslimische Mädchen
nicht mehr verschleiert den Schulunterricht besuchen.
Nichtbelgische Staatsbürger eines Mitgliedstaats der Europäischen Union werden
in die Armee Belgiens aufgenommen.
Nordkorea droht mit einemAtomangriff zur Abwehr der Verstärkung der Truppen der
Vereinigten Staaten von Amerika in Südkorea.
Der deutsche Aktienindex sinkt auf 2569 Punkte.
2003-02-06 Nach
einer Entscheidung des internationalen Gerichtshofs in Den Haag dürfen die
Vereinigten Staaten von Amerika drei zum Tod verurteilte Mexikaner vorläufig
nicht hinrichten (5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss auch der
Inhaber eines Kleinunternehmens mit weniger als fünf Beschäftigten bei einer
Kündigung (z. B. eines Monteurs) wegen Auftragsmangels eine Auswahl unter
sozialen Gesichtspunkten vornehmen, die nicht willkürlich sein darf (2 AZR
672/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf eine Frau
auf die Frage eines Arbeitgebers nach einer Schwangerschaft selbst dann die
Unwahrheit sagen, wenn eine werdende Mutter auf dieser Stelle (für die Dauer
der Schwangerschaft) nicht beschäftigt werden darf (2 AZR 621/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die Beschränkung
von Vorsorgeaufwendungen von Selbständigen nach § 10 III EStG 1987
verfassungsgemäß (XI R 41/1999 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg kann ein Makler den
Anspruch auf Provision verlieren, wenn er ein zahlreiche Mängel der zu
vermittelnden Sache (z. B. Mehrfamilienhausgrundstück) benennendes, ihm
bekanntes Gutachten vorsätzlich nicht an seinen Auftraggeber weiterleitet (9 U
84/2001).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen darf eine
Krankenkasse nicht zum Bezug von Arzneimitteln über das Internet auffordern (L
16 B 92/2002 KR ER 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Osnabrück verletzt eine Gemeinde ihre
Straßenverkehrssicherungspflicht, wenn sie Fahrbahnschwellen einrichtet, die
von serienmäßig zugelassenen Kraftfahrzeugen nicht ohne Schäden überfahren
werden können (10 O 1645/2002 5. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen kann ein atheistischer
Vater nicht die Unterlassung eines Tischgebetes in einem Kindergarten
untersagen lassen (6. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main hat ein über
Geldmittel aus Straftaten verfügender Asylbewerber keinen Anspruch auf
staatliche Unterstützung (3 E 3292/2001 6. März 2002).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Hamburg ist die Verpflichtung der
Taxifahrer zur Kundgabe ihres Namens durch überwiegende Allgemeininteressen
gerechtfertigt (15 VG 2207/2002 9. Januar 2003, 15 VG 2287/2003 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln muss sich bei Zustellung
mehrerer Einspruchsentscheidungen in einem einzigen Briefumschlag aus der auf
dem Umschlag angebrachten Geschäftsnummer der Inhalt der zuzustellenden Sendung
ergeben (3 K 4644/2002 20. August 2002).
Nach Mitteilung Ronald Schills sind in Hamburg 2002 die Straftaten um 15,5
Prozent bzw. 7,1 Prozent zurückgegangen.
Das Konventspräsidium für den Entwurf einer Verfassung der Europäischen Union
legt Vorschläge für 16 Artikel (Ziele und Kompetenzen) vor.
Der deutsche Aktienindex sinkt zeitweise auf 2636 Punkte.
2003-02-05 Die
Europäische Kommission leitet Verfahren gegen die Niederlande, Italien und
Dänemark wegen staatlicher Sonderrechte an Unternehmen (goldene Aktien) ein.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands rechtfertigen bloße
Zweckmäßigkeitserwägungen nicht eine Änderung des Statuts einer Stiftung (z. B.
Carl-Zeiss-Stiftung) (III ZR 36/2002 30. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle haftet ein
Frischbetonhersteller nicht für Verletzungen, die sich ein Heimwerker bei der
Verarbeitung der Ware zuzieht (9 U 176/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München sind Obelix und MobiliX
verwechslungsfähig (23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln darf ein Rechtsanwalt
die Ermittlung einer Rechtsmittelfrist seinem sorgfältig ausgewählten und
überwachten Personal nur in Routinefällen überlassen (11 TG 321/2002 1. März
2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel genügt für den Nachweis der
Ursächlichkeit eines Verkehrsunfalls für ein Halswirbelsäulentrauma die
überwiegende Wahrscheinlichkeit (1 S 170/2002 6. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen ist ein Antrag auf
Prozesskostenhilfe als unbegründet abzuweisen, wenn ein Rechtsmittel nur auf
Grund eines neuen Vorbringens, das bereits früher hätte geltend gemacht werden
können, Erfolg haben kann (5 S 12/2002 19. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist die Anrede
Herrn/Frau/Firma (z. B. eines Rechtsanwalts durch einen Arzt auf Grund eines
veralteten Rechnerformulars) keine schädigende Verletzung eines
Persönlichkeitsrechts (112 C 21679/2002).
Die Bundesregierung Deutschlands bewilligt 88,6 Millionen Euro zusätzlich für
die Bundesknappschaft, welche die Sozialversicherungsbeiträge für geringfügig
Beschäftigte einziehen soll.
Die Zahl der Arbeitslosen Deutschlands steigt auf 4,62 Millionen.
Sachsen will die Juristenausbildung in Leipzig konzentrieren und die
juristische Fakultät der Technischen Universität Dresden in eine
Privatuniversität (School of Law) überführen.
Janko Bobetko soll zu krank sein für ein Strafverfahren vor dem
Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.
Das Unterhaus Großbritanniens lehnt es ab, die Mitglieder des Oberhauses
künftig auf der Grundlage von Ernennungen zu bestimmen.
Gustav Fetten 18. September 1913-5. Februar 2003.
Dr. Peter-Jürgen Graf ist Richter am Bundesgerichtshof.
2003-02-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind auf die Ausstattung
einer Vorratsgesellschaft (z. B. Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Aktiengesellschaft) mit einem Unternehmen und die erstmalige Aufnahme des
Geschäftsbetriebs die Vorschriften über die Kapitalausstattung bei der Gründung
(z. B. Erklärung, dass die Stammeinlagen bewirkt wurden und noch in freier
Verfügung stehen) entsprechend anzuwenden (II ZB 12/2002 9. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands durfte MobilCom
1998 mit dem Begriff Sparvorwahl für ein Angebot im Call-by-Call-Verfahren
werben (I ZR 100/2000 24. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands umfasst die
Einwilligung eines Künstlers zur Auswertung seiner Darbietung in jeder
beliebigen Weise die Vermarktung einer Aufnahme als CD auch dann, wenn diese
Nutzungsmöglichkeit zum Zeitpunkt der Einwilligung noch nicht bekannt war (I ZR
180/2000 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist der Antrag von
Nat Gas auf eine Untersagung des Zusammenschlusses von Eon und Ruhrgas
abgelehnt (Kart 1/2002 [V] 3. Februar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann einem
Händler rechtswidrig hergestellter Waren (z. B. geschmacksmusterverletzender
Uhren) verboten werden, sie an seinen Lieferanten zurückzugeben (6 W 108/2002
30. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist ein Vergleich der
Flugpreise von Ryanair und Lufthansa nur zulässig, wenn dabei deutlich auf die
Lage und Erreichbarkeit des Flughafens Frankfurt-Hahn (in der Eifel)
hingewiesen wird (5 U 137/2002 19. Dezember 2002).
Nach Entscheidungen des Oberlandesgerichts Hamm müssen Straßenübergänge, auf
denen erkennbar lebhafter Fußgängerverkehr besteht, frühzeitig geräumt und
bestreut werden (9 U 49/2002 13. September 2002, 9 U 47/2002 8. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz hat ein Erwerber eines
von Fluglärm beeinträchtigten Mehrfamilienhausgrundstücks keinen Anspruch auf
Entschädigung gegen die Bundesrepublik Deutschland (1 U 1612/1999 15. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessens hat (auf Grund
Fehlens einer Rechtsgrundlage) niemand (z. B. Republikaner) ein Recht auf
rechtliches Gehör vor Erwähnung in einem Verfassungsschutzbericht (11 TG
1982/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen ist es rechtswidrig,
nach Untersagung einer gewerblichen Tätigkeit die Tätigkeit formal dem
Ehegatten zu übertragen und sie inhaltlich selbst fortzuführen (8 UE
4048/2000).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen darf das Land Hessen
die Einschätzung eines Wissenschaftlers zur wissenschaftlichen Unerlässlichkeit
einer Tierversuchsreihe nicht ohne weiteres durch eigene Erwägungen ersetzen
(11 TG 3210/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis ist die Erhöhung
der Pflichtstunden für Gesamtschullehrer rechtmäßig (1 N 2/2002 13. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier ist ein nebenberuflich
Einkommensteuererklärungen erstellender Finanzbeamter dann nicht aus dem Dienst
zu entfernen, wenn seine dienstliche Tätigkeit keinen unmittelbaren Bezug zur
Einkommensteuererhebung aufweist und für den Staat kein Schaden entsteht (3 K
1654/2002 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz ist die
Klausel eines Bewilligungsbescheids, dass Eingliederungsbeihilfe bei Beendigung
eines Arbeitsverhältnisses innerhalb des Förderungszeitraums vom Arbeitgeber an
den Staat zurückzuzahlen ist, rechtswidrig (L 1 AL 198/2001 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen ist das
Bundesversicherungsamt grundsätzlich nicht berechtigt, die Höhe der
Beitragssätze für Krankenkassen festzulegen, wenn der Vorstand der Krankenkasse
eine Entscheidung darüber getroffen hat (L 4 KR 166/2002 16. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I beginnt die Verjährungsfrist
für den Vergütungsanspruch eines Arzts (z. B. einer Hautklinik in Höhe von 2340
DM wegen Muttermalentfernung) erst mit dem Tag der Rechnungsstellung (9 S
12869/2001).
Nach Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Dresden hat das Haus Wettin wegen
Enteignung auf besatzungsrechtlicher Grundlage keinen Anspruch auf
Rückübertragung des Schlosses Wachwitz, des königlichen Weinbergs und der
königlichen Villa in Dresden-Hosterwitz (5 K 3229/1999, 5 K 3231/1999).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe haben die Betreiber
des Atomkraftwerks Philippsburg keinen Anspruch auf Bezug von Kühlwasser aus
dem Rhein zu einem um zwei Dritteln ermäßigten Preis (4 K 1034/2000 13.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika muss Microsoft Java vorerst nicht in Windows aufnehmen.
Christlich Demokratische Union und die Grünen vereinbaren die Bildung eines
Bündnisses in der Stadt Köln bis Herbst 2004.
Die beiden Kammern des Parlaments Jugoslawiens stimmen der Umwandlung des
Bundesstaats Jugoslawien in einen Staatenbund zwischen Serbien und Montenegro
zu.
Hans von Dohnanyi wird Schlichter im Tarifstreit zwischen Verdi und deutscher
Lufthansa.
Ernst Markel (Senatspräsident des Obersten Gerichtshofs Österreichs wird zum
Präsidenten der internationalen Richtervereinigung gewählt.
Erika Wolf gestorben.
2003-02-03 Als
Folge des Machtwechsels in Niedersachsen besteht im Vermittlungsausschuss
Deutschlands wieder ein Gleichgewicht zwischen Sozialdemokratischer Partei
Deutschlands und Grünen einerseits und Christlich Demokratischer
Union/Christlich Sozialer Union und Freiheitlich Demokratischer Partei
andererseits und im Bundesrat wahrscheinlich eine Mehrheit von 41 Stimmen (von
insgesamt 69 Stimmen) für die bürgerlichen Parteien (ohne Länder mit großer
Koalition [Brandenburg und Bremen]).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands kann eine
rhetorische Frage (z. B. Ethnische Säuberung an Deutschen in Deutschland?) auch
als nur eingeschränkt von der Meinungsfreiheit geschützte Tatsachenbehauptung
bewertet werden (1 BvR 232/1997 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss ein Staat bzw.
Bundesland, in dem die Wahrnehmung der rettungsdienstlichen Aufgaben der
hoheitlichen Betätigung zuzurechnen ist (z. B. Bayern) für Behandlungsfehler
eines Notarztes im Rettungsdiensteinsatz nach den Grundsätzen der Amtshaftung
haften (III ZR 217/2001 9. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin wird einem wissenschaftlichen
Mitarbeiter Gelegenheit zur Promotion auch gegeben, wenn seine sonstige
Tätigkeit Themenstellungen erfasst, die unmittelbar für die Dissertation
genutzt werden können (2 Sa 2209/2001 15. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf kann ein leitender
Angestellter (z. B. Geschäftsleiter) wegen privater Vorteilsannahme (z. B. Bau
eines Schlafhäuschens eines Zwerghasen der Tochter während der Arbeitszeit
durch einen Werkstattmitarbeiter) gekündigt werden (12 Sa 693/2001 26. Januar
2003).
Auf Grund einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln befreit das Bundesamt für
Finanzen die in den Vereinigten Staaten als gemeinnützig anerkannte und damit
von Steuern befreite Scientology-Organisation von Steuern für Lizenzgebühren.
Nach einer Schiedsentscheidung zahlt KLM an Alitalia 171,5 Millionen Euro für
die Auflösung der Partnerschaft im April 2000.
Wolfgang Bernhardt folgt Jochen Becker als Vorsitzender der Geschäftsführung
der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
2003-02-02 Bei
den Landtagswahlen Niedersachsens und Hessens gewinnt die Christlich
Demokratische Union die Mehrheit, so dass sie teils mit der Freien
Demokratischen Partei, teils sogar allein die Regierung bilden kann und in der
Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten zusammen mit der Freien
Demokratischen Partei über eine Mehrheit verfügt.
Die Amtszeit des Präsidenten der Tschechischen Republik endet.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind bei
einer Präzisierung des Tätigkeitsschwerpunkts Zivilrecht durch Beschreibungen
wie Miet- und Wohnungseigentumsrecht, privates Baurecht, Familien- und Erbrecht
die zulässigen Höchstangaben nach § 7 BORA nicht überschritten (1 BvR 1965/2002
21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands steht Art.
101 I 2 GG einer Änderung der Zuständigkeit für anhängige Verfahren nicht
entgegen, wenn die Regelung auch eine unbestimmte Vielzahl künftiger,
gleichartiger Fälle erfasst und nicht aus sachwidrigen Gründen geschieht (2 BvR
1843/2000 27. September 2000).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Widerruf
der Bestellung eines Geschäftsführers nach § 38 I GmbHG kein vertragswidriges
Verhalten der Gesellschaft (II ZR 146/2002 28. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Klausel,
dass ein nichtiges Rechtsgeschäft auch ohne die nichtige Klausel wirksam sein
soll nur für die von § 139 BGB abweichende Zuweisung der Darlegungs- und
Beweislast bedeutsam, die denjenigen trifft, der den Vertrag als ganzen für
unwirksam hält (KZR 10/2001 24. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Richter des
ersten Rechtszugs zuständig für die nachträgliche Entscheidung über das Absehen
von der Vollstreckung des Jugendarrests wegen Erfüllung der Arbeitsauflage nach
Verhängung des Arrests (2 ARs 218/2002 4. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands liegt eine
nach § 70 BBG verbotene Annahme eines Geschenks oder einer Belohnung in Bezug
auf ein Amt auch dann vor, wenn der Beamte unter Hinweis auf seine
Dienststellenzugehörigkeit bei dem Zuwender den wahrheitswidrigen Anschein
erweckt hat, auf die begehrte Entscheidung der Dienststelle Einfluss nehmen zu
können, und dafür einen Freundschaftspreis fordert und entgegennimmt (1 D
19/2001 20. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands führt ein
vorsätzlicher Pflichtverstoß nur dann zur vollen Haftung des Arbeitnehmers (z.
B. eines 16jährigen, unbefugt einen Gabelstapler fahrenden Auszubildenden),
wenn auch der eingetretene Schaden (z. B. 6900 DM) vom Vorsatz umfasst ist (8
AZR 348/2001 18. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands setzt die
Zustellung mittels eingeschriebenen Briefs die bei Annahmeverweigerung
ausscheidende Übergabe des Briefs voraus und begründet die Annahmeverweigerung
eines zuzustellenden Urteils als solche noch nicht die Verwirkung der
Rechtsmitteleinlegung (B 7 AL 96/2001 R 15. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist das Inkrafttreten
des Steuerentlastungsgesetzes vom 24. März 1999 zum 1. Januar 1999 jedenfalls
insoweit verfassungsgemäß, als hiervon Entschädigungen erfasst werden, die zu
einem Zeitpunkt vereinbart wurden, in dem die beabsichtigte Gesetzesänderung
bereits bekannt war (XI B 94/2002 27. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts sind
Honoraransprüche aus einem Vertrag mit einem Rechtsanwalt am Ort der Kanzlei
des Rechtsanwalts zu erfüllen und ist ein Verweisungsbeschluss wegen Verletzung
des rechtlichen Gehörs unwirksam, wenn das Gericht nur den Klägervertreter auf
seine Unzuständigkeit hinweist und dem Beklagten nur Gelegenheit zur
Stellungnahme zu einem Verweisungsantrag des Klägers gibt (1 Z AR 140/2002 14.
Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen ist die Beratung von
Unternehmern und Unternehmensgründern über Förderungsmöglichkeiten durch
Unternehmensberater als Hilfsgeschäft im Sinne von Art. 1 § 5 Nr. 1 RBerG
erlaubnisfrei (2 U 121/2000 28. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist für die Entscheidung
über das Rechtsmittel der Einzelrichter des Beschwerdegerichts auch dann
zuständig, wenn die Streitwertbeschwerde von einem Rechtsanwalt aus eigenem
Recht eingelegt worden ist (2 W 75/2002 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist die Verteilung
eines Rundschreibens an eine große Zahl von Mietern eines Vermieters durch
einen Rechtsanwalt mit Hinweisen auf die Nichtigkeit einer bestimmten Klausel
nicht rechtswidrig (20 U 105/2002 5. November 2002.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann zur
Bildung eines Namens einer Partnerschaft ein von einem Partner gewählter
Berufsname oder Künstlername (Pseudonym wie z. B. de F statt des vollen
Familiennamens de F C) verwendet werden (20 W 319/2002 18. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist dem
Gesetzgeber bei dem Erlass des § 194 III VwGO ein Redaktionsversehen insoweit
unterlaufen, als die Bestimmung Zulassungsanträge nicht erfasst, die nach dem
31. Dezember 2001 fristgerecht gegen noch 2001 bekannt gegebene Beschlüsse in Prozesskostenhilfesachen
eingelegt werden (11 S 223/2002 22. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Stuttgart ist das Betrachten der in
den Arbeitsspeicher des eigenen Rechners geladenen kinderpornographischen
Dateien technisch die unmittelbare Vorstufe des Sichverschaffens
kinderpornographischer Dateien und ist die Schwelle der Tatbestandsmäßigkeit
des § 184 V StGB mit dem während des Betrachtens erfolgenden Fassen des
Vorsatzes der Abspeicherung der Bilddateien auf eigenen Speichermedien erreicht
(20 Qs 10/2002 27. Februar 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Potsdam muss ein Gebrauchtwagenhändler
einem Käufer den aus einem vermutlich bei Übergabe bereits bestehenden
Sachmangel (z. B. Defekt der automatischen Freilaufnabe eines gebrauchten
Geländewagens) eines verkauften Kraftfahrzeugs entstandenen Schaden (z. B. 680
Euro) ersetzen (30 C 122/2002).
Uwe Wesel 70.
2002 wurden 6436 Beschwerden von Soldaten bei dem Wehrbeauftragten Deutschlands
erhoben.
Deutsche Banken müssen mit dem Verlust von etwa 0,7 Milliarden Euro Krediten an
Kirch Media rechnen.
Lothar Müller 27. Januar 1927-2. Februar 2003.
2003-02-01 Der
Vertrag über die künftige Funktionsweise der Institutionen der Europäischen
Union (von Nizza) ist in Kraft getreten.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist für eine
Unterlassungsklage einer kassenärztlichen Vereinigung gegen eine
Presseerklärung einer Krankenkasse der ordentliche Rechtsweg gegeben (VI ZB
41/2002 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
formularmäßige, eine persönliche Haftungsübernahme und Unterwerfung unter die
sofortige Zwangsvollstreckung im Rahmen einer Grundschuldbestellung umfassende
Vollmacht geschäftsbedingungsrechtsgemäß (XI ZR 10/2000 26. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat der
Darlehensgeber bei wirksamem Widerruf eines Realkreditvertrags einen Anspruch
auf Erstattung des ausgezahlten Nettokreditbetrags und dessen marktübliche
Verzinsung, auch wenn das Darlehen weisungsgemäß auf ein Treuhandkonto
überwiesen wurde (XI ZR 47/2001 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommt es für die
Deutlichkeit einer Widerrufsbelehrung auf den Zeitpunkt der möglichen
Kenntnisnahme an (I ZR 132/2000 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist § 31 Nr. 1 BtMG
auch anwendbar, wenn der Aufklärungserfolg in einem andern Vertragsstaat des
Schengener Durchführungsabkommens eingetreten ist (1 StR 132/2000 31. Oktober
2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist für die
Entscheidung eines (negativen) Zuständigkeitsstreits zwischen einem bayerischen
Amtsgericht und einem außerbayerischen Amtsgericht das Bayerische Oberste
Landesgericht zuständig (1 Z AR 120/2002 19. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken ist die Berechnung
der Gebühr für die Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch nach dem
Nennbetrag der Schuld als Geschäftswert rechtmäßig (3 W 213/2002 12. November
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist die Entscheidung
des Familiengerichts über die Erfolgsaussicht einer unanfechtbaren
einstweiligen Anordnung für das Beschwerdegericht einer Beschwerde gegen die
Versagung der Prozesskostenhilfe bindend (9 WF 202/2002 25. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg sind Kinder ab drei
Jahren grundsätzlich persönlich anzuhören (9 UF 129/2002 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist eine aus den §§
741ff. BGB entspringende Gemeinschaft kein gesetzliches Schuldverhältnis, doch
kann eine schuldhafte Verletzung einer einzelnen, aus den §§ 742ff.
entstehenden Verpflichtung Grundlage eines Schadensersatzanspruchs aus
positiver Vertragsverletzung sein (9 W 17/2002 12. November 2002).
Röll, Ludwig/Sauren, Marcel, Handbuch für Wohnungseigentümer und Verwalter, 8.
A. 2002
Die Aktiengesellschaft bei Unternehmenskauf und Restrukturierung, hg. v. Picot,
Gerhard/Mentz, Alexander/Seydel, Eberhard, 2003
Wannemacher, Wolfgang, Steuerstrafrecht, 5. A. 2003
Ruess, Peter, Die e-commerce-Richtlinie und das deutsche Wettbewerbsrecht, 2003
2003-01-31 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt der
Verlust des faktischen Monopols hinsichtlich der überwachungsbedürftigen
Anlagen durch die Änderung des Gerätesicherheitsgesetzes nicht Art. 14 I GG zum
Nachteil des Technischen Überwachungsvereins (1 BvR 482/2002 13. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann der verarmte
Schenker nach dem Vollzug der Schenkung vom Beschenkten eine Ausgleichszahlung
verlangen, wobei der zu zahlende Unterhalt objektiv seiner Lebensstellung nach
der Schenkung angemessen sein muss (X ZR 140/2001 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein
organschaftlicher Vertreter (z. B. Geschäftsführer einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung) seine Vertretungsmacht nicht wirksam durch
Generalvollmacht einem andern übertragen, doch kann die unzulässige
Generalvollmacht in eine zulässige Generalhandlungsvollmacht umgedeutet werden
(III ZR 124/2001 18. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs Thüringen ist eine
Verfassungsbeschwerde einer Partei (z. B. Deutsche Soziale Union) gegen eine
Fünfprozentklausel eines Wahlgesetzes unzulässig, weil nur eine Organklage
zulässig ist (VerfGH 14/2000 30. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist ein nicht
unterschriebenes, nur auf dem umschließenden Briefumschlag mit dem Namenszug
des Erblassers versehenes Testament formunwirksam (IZ BR 66/2002 12. August
2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist die
Umwandlung einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts in eine
Kommanditgesellschaft auch bei gleichzeitigem Eintritt eines neuen persönlich
haftenden Gesellschafters ein identitätswahrender Formwechsel, der bei
Eintragung in das Grundbuch als Richtigstellung zu behandeln ist (3 Z BR
55/2002 7. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen darf ein Antrag auf
Nachprüfung eines Vergabeverfahrens nicht allein wegen formeller Mängel im
Hinblick auf die dem Antragsteller obliegende Rügepflicht zurückgewiesen werden
(6 Verg 11/2002 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Hessen kann Hessen nicht
verlangen, dass der Leiter des staatlichen Schulamts in Kassel ein Lehramt an
einer Berufsschule innehaben und einen universitären kaufmännischen Abschluss
haben muss (1 TG 3131/2002 24. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz verletzt die
Verpflichtung, in bestimmten Situationen einen Schleier zu tragen, nicht die
Menschenwürde (Asyl suchender) muslimischer Frauen (z. B. in Afghanistan), so
dass es ihnen zumutbar ist, diese Bekleidungsvorschrift zur Vermeidung einer
Bestrafung nach dem religiösen islamischen Recht (Scharia) zu tragen (6 A
10217/2002 17. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster darf die Deutsche
Post AG ihren Posttower in Bonn bis auf weiteres nachts wieder beleuchten (10 B
145/2003 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Trier ist ein Detektivvertrag ein
Dienstvertrag, so dass Lohn auch zu zahlen ist, wenn die überwachte Ehefrau die
Überwachung bemerkt (1 S 134/2002 28. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Hersbruck ist das während einer Ehe
einem Ehegatten zufließende Schmerzensgeld grundsätzlich bei der Berechnung des
Zugewinnausgleichs zu berücksichtigen, kann aber ausnahmsweise bei grober
Unbilligkeit aus dem Endvermögen des Berechtigten herausgerechnet werden (2 F
108/2001 23. Januar 2002).
Nach Zahlung erheblicher Summen sind die Beschwerden gegen die
Ministererlaubnis zur Übernahme der Ruhrgas AG durch E.ON zurückgenommen.
Joachim Herrmann 70.
2003-01-30 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die gewerbsmäßige
Beförderung von Briefsendungen von nicht mehr als 1000 Gramm für andere ohne
Erlaubnis wettbewerbsrechtswidrig (KZR 16/2000 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss eine
Zweitwohnungsteuer nicht nach dem tatsächlichen Mietpreis berechnet werden (9 C
3/2002 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands muss eine
Planung (z. B. einer Gemeinde) auf ein verfestigtes Fachplanungsvorhaben
Rücksicht nehmen (9 VR 14/2002 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein
Zeitungsredakteur auf Verlangen seines Vorgesetzten ohne zusätzliche Bezahlung
Fotos herstellen (5 AZR 703/2001 29. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin kann der Zentralverband
jüdischer Gemeinden in der Slowakei vor deutschen Gerichten keine
Kollektiventschädigung seiner Mitglieder verlangen (27 U 222/2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm reicht die Rückgabe der
Schlüssel an den vom Vermieter mit der Suche nach einem Nachmieter beauftragten
Makler für die Rückgabe der Mietsache nicht aus, wenn der Makler zur
Entgegennahme nicht bevollmächtigt ist (30 U 29/2002 26. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist der
Betrieb eines Computertomographen mittels Telekommunikation (z. B. im
Marienkrankenhaus Cochem) rechtmäßig (6 A 11210/2002 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg entfällt die
Verpflichtung zur Zahlung von Prämien zu einer Direktversicherung grundsätzlich
nicht durch Antreten eines Erziehungsurlaubs einer Arbeitnehmerin (6 [5] Sa
141/2001 27. August 2002).
Nach Entscheidungen des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen darf ein
Rentenversicherer von untertariflich entlohnenden Gewerbetreibenden die
Beiträge aus dem tarifvertraglich geschuldeten Entgelt nachfordern (L 5
191/2001 28. Januar 2003, L 5 197/2001 28. Januar 2003, L 5 73/2002 28. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss Wal-Mart mit Geldbußen bis
250000 Euro oder Ordnungshaft rechnen, wenn es Einwegflaschen und Dosen ohne
ordnungsgemäße Einhebung von Verpackungspfand (z. B. Rückerstattung ohne
Rückgabe) verkauft (15 O 38/2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts der Vereinigten
Staaten von Amerika ist das Urteil der Erstinstanz im Streit Rambus gegen
Infineon zu Gunsten von Rambus aufgehoben.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika ist der eine Bombe in seinem Schuh versteckende Richard Reid wegen des
missglückten Attentats zu lebenslanger Haft verurteilt.
AOL Time Warner erwirtschaftet für 2002 einen Verlust von 98,7 Milliarden
Dollar (vor allem durch Abschreibungen auf den Firmenwert).
Axel Nawrath wechselt aus dem Bundesfinanzministerium Deutschlands zur Deutschen
Börse.
Ein deutscher Bachelorabschluss wird in England nach Mitteilung der vier
wichtigsten Bildungseinrichtungen doch anerkannt.
Der Rektor der Universität Leipzig tritt wegen des Wiederaufbaubeschlusses der
Universitätskirche zurück, weil die Universität das Grundstück anderweitig
bebauen wollte.
Günter Hirsch 60.
2003-01-29 Nach
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands wird wegen der
Unterschiedlichkeit der Lebensverhältnisse nichtehelicher Lebensgemeinschaften
mit ehelichen Lebensgemeinschaften die Verfassung nicht dadurch verletzt, dass
unverheiratete Väter nur mit Zustimmung der Mutter das gemeinsame Sorgerecht
über das gemeinsame Kind erhalten können (1 BvL 20/1999, 1 BvR 933/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands handelt nicht in
jedem Fall grob fahrlässig, wer (als Kaskoversicherter) bei Rotlicht über eine
Kreuzung fährt (IV ZR 173/2001)
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet die Deutsche
Post für einen (z. B. Schmuck im Wert von 14000 Dollar enthaltenden) verloren
gegangenenWertbrief nur in Höhe des angegebenen Wertes (von z. B. 1000 DM) (X
ZR 113/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Oldenburg ist es der Deutschen Telekom
und Herausgebern von Internettelefonbüchern untersagt, unter der Eintragung
AMTS GERICHTE auf die Nummer eines privaten Betreibers zu verweisen (5 O
282/2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München war das Verbot der
Demonstration der gegen das Demonstrationsverbot vor der Sicherheitskonferenz
demonstrierenden wollenden Grünen wegen Nichtprüfung der Möglichkeit der
Demonstration unter strengen Auflagen rechtswidrig (M 7 K 996/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München war das Verbot der
gegen die Sicherheitskonferenz in München im Jahre 2001 demonstrieren wollenden
Claus Scheer rechtmäßig, da nicht ausgeschlossen war, dass die Polizei bei
Zulassung der Versammlung die Kontrolle über die Demonstranten hätte verlieren
können (M 7 K 4251/2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Berufungsgerichts Frankreichs ist
Roland Dumas von dem Verdacht der Veruntreuung öffentlicher Gelder und der
Vorteilsannahme frei gesprochen.
Der Rat der Europäischen Union beschließt einen Rahmen für ein gemeinsames
Umweltstrafrecht (27. Januar 2003).
Das Parlament Montenegros stimmt dem losen Staatenbund mit Serbien zu.
Athina Roussel-Onassis tritt mit Erreichung der Volljährigkeit ihr auf bis zu
2,5 Milliarden Dollar geschätztes Erbe an.
2003-01-28 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die
geringeren Gebühren für Rechtsanwälte mit Sitz in den neuen Bundesländern wegen
Verletzung des Gleichheitssatzes verfassungswidrig und müssen durch Gesetz bis
zum Ende des Jahres 2003 an die Gebühren der Rechtsanwälte mit Sitz in den
neuen Bundesländern angeglichen werden (1 BvR 487/2001).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf ein
Geldinstitut (z. B. Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam) trotz
Vorliegens eines erfolgsgebundenen Kommissionsgeschäfts auch bei Leerausgehen
eines Kunden bei einer Aktienzeichnung eine Gebühr (von z. B. 5 Euro) verlangen
(XI ZR 156/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die
offensichtliche Unrichtigkeit eines Urteils allein (ohne nachhaltige Berührung
allgemeiner Interessen über den Einzelfall hinaus) kein hinreichender Grund für
die Zulassung der Revision (VII ZR 101/2002 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hat eine am eigenen
Gerichtsstand klagende oder verklagte Partei bei Bevollmächtigung eines dort
nicht zugelassenen Rechtsanwalts grundsätzlich keine notwendigen Ausgaben (I ZB
29/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main darf ein
Sponsor eines Preisrätsels einer Fernsehprogrammzeitschrift (z. B. ein
Spirituosenhersteller) die eigene Marke auf dem Bild eines von ihm erworbenen
und als Preis gestifteten Kraftfahrzeugs (z. B. Ferrari) anbringen (6 U
190/2001 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen kann eine
Krankenkasse die Familienversicherung einer mehr als 25 Jahre alten
studierenden Tochter eines Versicherten für beendet erklären (L 4 KR 198/2000
27. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I sind Verträge über das
Anbieten von Telefonsex mit Gebühren für fiktive Auslandsverbindungen (z. B.
Guinea mit Kosten von 4,44 DM pro Minute) sittenwidrig (5 HK O 19188/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München II ist Wolfgang Aechtner wegen
mehr als 400 Fällen von Wahlfälschung in Dachau zu zwei Jahren Gefängnis mit
Bewährung und 125000 Euro Geldbuße verurteilt.
Nach Entscheidungen des Landgerichts Osnabrück kann ein infolge gut erkennbarer
Schlaglöcher geschädigter Kraftfahrzeugeigentümer keinen Schadensersatz von der
verkehrssicherungspflichtigen Gemeinde verlangen (1 O 2851/2002 20. Dezember
2002, 1 O 2985/2002 13. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße ist
für die Entscheidung über den Abschiebungsschutz eines an Aids erkrankten,
politische Gründe für die Unmöglichkeit seiner medizinischen Behandlung in
Uganda vorbringenden Uganders nicht das Landratsamt, sondern das Bundesamt für
die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge zuständig (8 L 3161/2002 16. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln darf auch eine für
Grundstücksnutzung geleistete Einmalzahlung von Erbbauzinsen als Werbungskosten
geltend gemacht werden (5 HK O 19188/2001).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz ist
Erziehungsbeihilfe aus öffentlichen Mitteln steuerfrei und ändert eine
Vereinbarung über eine Direktzahlung an eine Tagesmutter nicht die Person des
Anspruchsberechtigten (4 K 2835/2001 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Wiesbaden sind ein Richter und seine
Lebensgefährtin wegen Beleidigung durch Dienstaufsichtsbeschwerde über einen
seinen Hauseingang mit einer 40-Wattbirne beleuchtenden Polizeibeamten zu je
1200 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einer Mitteilung des Bundesfinanzministeriums Deutschlands können alle
nicht mit einer eigenhändigen Unterschrift des Steuerpflichtigen zu versehenden
Steuererklärungen per Telefax eingereicht werden.
2002 traf der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (bei einem Stand von
mehr als 30000 anhängigen Verfahren) 844 Entscheidungen, davon 325 gegen
Italien, 61 gegen Frankreich, 54 gegen die Türkei, 30 gegen Großbritannien und
26 gegen Rumänien.
Am Flughafen Berlin-Tegel wird ein Gesichtsscanner mit 1700 Referenzpunkten
(fälschungssicher) den Zugang zu allen nichtöffentlichen Teilen sichern.
Die Zahl der Inhaftierten Deutschlands beträgt 60700.
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Italiens wird der in Mailand
anhängige Korruptionsprozess gegen Silvio Berlusconi nicht an ein anderes
Gericht verlegt.
Die Präsidenten Russlands und der Ukraine unterzeichnen einen Vertrag über den
Verlauf der Grenze vom Dreiländereck bis zum Asowschen Meer.
2003-01-27 Nach
einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
Reservist (z. B. Major der Reserve) keine Einberufung zur Bundeswehr verlangen
(6 C 18/2002 22. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands kann ein
Arbeitnehmer mit Zustimmung des Betriebsrats auf Teile der betrieblichen
Altersversorgung verzichten, wenn dies nicht in Zusammenhang mit der Beendigung
des Arbeitsverhältnisses geschieht (3 AZR 30/2002 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe kann der Betreiber
eines Flughafens von einem Betreiber eines auf dem Flughafengelände liegenden
Fitnessstudios nicht verlangen, dass dieser nur Nutzern und Mitgliedern den
Zugang zu seinem angeschlossenen Bistro eröffnet (12 U 62/2002 23. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann eine
viereinhalbjährige Ehe mit neunmonatigem Zusammenleben eine Ehe von kurzer
Dauer sein (11 UF 825/2001 20. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg muss ein gewerblicher
Händler bei einer Internetauktion nicht auf seine Eigenschaft als gewerblicher
Händler hinweisen (1 W 06/2003 20. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg muss ein Arbeitgeber
die Kosten einer vom Betriebsrat beschlossenen einheitlichen Dienstkleidung
tragen (6 [5] TaBV 41/2001 19. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz hat ein
Arbeitnehmer im Erziehungsurlaub grundsätzlich keinen Anspruch auf
Weihnachtsgeld (5 Sa 852/2002 29. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel erledigt sich ein Antrag auf
Prozesskostenhilfe nicht durch Erledigung der Hauptsache (1 T 90/2002 17.
Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Lübeck ist die Übermittlung von Daten
über persönliche und sachliche Verhältnisse eines Sozialhilfeempfängers an eine
Beschäftigungsgesellschaft ohne Einwilligung des Betroffenen rechtswidrig (6 T
2/2001 23. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I muss O2 den Kunden Debitels
sein Netz zur Verfügung stellen.
Beamte des mittleren Justizdiensts des Saarlands dürfen den Titel
Justizfachwirt tragen.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschließen die
Prozesskostenhilferichtlinie für grenzüberschreitende Rechtsstreitigkeiten.
Der Wert des Euro steigt zeitweise auf 1,09 Dollar.
Der deutsche Aktienindex sinkt unter 2700 Punkte.
Das Parlament Serbiens stimmt einem neuen Verbund mit Montenegro zu (zunächst
auf drei Jahre befristete Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro)
2003-01-26 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs steht die Richtlinie
1993/13/EWG des Rates vom 5. April 1993 einer innerstaatlichen Regelung
entgegen, die es dem nationalen Gericht (z. B. Frankreichs) im Rahmen einer von
einem Gewerbetreibenden gegen einen Verbraucher erhobenen Klage aus einem
zwischen ihnen geschlossenen Vertrag verwehrt, nach Ablauf einer
Ausschlussfrist von Amts wegen oder auf eine vom Verbraucher erhobene Einrede
hin die Missbräuchlichkeit einer in diesem Vertrag enthaltenen Klausel
festzustellen (C-473/2000 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands enthalten
auf Interviews beruhende Handbücherranglisten (z. B. des Juve-Verlags)
schwerpunktmäßig wertende Äußerungen, nicht jedoch Tatsachenbehauptungen (1 BvR
580/2002 7. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt die
Auslegung des § 522 II 1 Nr. 1 ZPO, wonach die Zurückweisung der Berufung nicht
auf Fälle beschränkt ist, in denen die fehlende Erfolgsaussicht im Sinne einer
offensichtlichen Unbegründetheit der Berufung besonders deutlich ins Auge
springt, weder den Grundsatz der Gewährleistung des gesetzlichen Richters noch
den Grundsatz des effektiven Rechtsschutzes (2 BvR 1108/2002 5. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands hält § 4 (6)
MB/KK94 einer Inhaltskontrolle nach § 9 AGBG, § 307 I, II BGB Stand (IV ZR
60/2001 30. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sichert eine
Bürgschaft nach § 7 MABV keine späteren Ansprüche auf Ersatz von Aufwendungen
für Mängelbeseitigung, wenn der Eigentümer das Werk vom Unternehmer als
mangelfrei abgenommen hat (XI ZR 393/2001 22. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird die
Anwendbarkeit der Ermessensvorschrift des § 73 c I 2 Alt. 1 StGB nicht dadurch
ausgeschlossen, dass der Betroffene über Vermögen verfügt, das wertmäßig dem
Verfallsbetrag entspricht, aber in keinem denkbaren Zusammenhang zu den
verfallsbegründenden Straftaten steht (4 StR 233/2002 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands schließt es
die Notwendigkeit des Schutzes kriminalpolizeilicher Informationsquellen und
der Geheimhaltung der Konzeption der Verbrechensbekämpfung aus, den Inhalt
einer polizeilichen Akte über den Einsatz eines so genannten verdeckten
Ermittlers (V-Mann) bekannt werden zu lassen (2 AV 1/2002 28. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kommt auch bei der
verbilligten Abgabe von Medikamenten an die Belegschaft eines Krankenhauses der
Rabattfreibetrag des § 8 III EStG in Betracht (VI R 63/1997 27. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist die für Auflösung
eines Arbeitsverhältnisses als Folge der Übernahme eines Regierungsamts (z. B.
in Bremen) erlangte Abfindung eine Entschädigung im Sinne des § 24 Nr. 1 lit. a
EStG, wenn der Arbeitgeber die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wegen
Übernahme eines Regierungsamts verlangt (XI R 51/2000 6. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts wird ein an
mehrere alternative Bedingungen geknüpfter Rückübertragungsanspruch durch eine
Vormerkung gesichert (2 Z BR 71/2001 1. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist eine zahlenmäßige
Beschränkung auf drei Tätigkeitsschwerpunkte nicht nötig, wenn in einer Anzeige
einer Anwaltssozietät eine Zuordnung der angegebenen (zehn)
Tätigkeitsschwerpunkten zu bestimmten (von vier) Anwälten nicht erfolgt und die
Anzeige nicht den Eindruck erweckt, ein einzelnes Sozietätsmitglied habe mehr
als drei Tätigkeitsschwerpunkte (13 U 117/2002 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz besteht die Amtspflicht
des amtlich anerkannten Kraftfahrzeugprüfers zur sachgemäßen Durchführung einer
Hauptuntersuchung grundsätzlich auch gegenüber einem möglichen Opfer eines
Straßenverkehrsunfalls (12 U 266/2001 2. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin ist bei der
Ausnahmezulassung der Love-Parade nach § 8 I BerlLärmVO das behördliche
Ermessen nicht deswegen auf Null reduziert, weil der Vorrang , den ein Vorhaben
vor den schutzwürdigen Belangen Dritter haben muss, durch einen Senatsbeschluss
für mehrere Jahre antizipiert worden ist (2 S 26/2002 11. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg sind erstattete
Beträge einer Abfallabgabe nicht zu verzinsen (7 LA 3159/2001 14. August 2002).
Erstmals seit 14 Jahren legen in Afghanistan wieder Frauen eine
Führerscheinprüfung ab.
Hypo Vereinsbank und Commerzbank verhandeln über einen Zusammenschluss.
Random House (Bertelsmann) spricht mit dem Axel Springer Verlag über den Erwerb
von Ullstein Heyne List.
Die Frankfurter Buchmesse hebt das Buchverkaufsverbot auf der Messe (zum
Ladenpreis) auf.
2003-01-25 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann nur ein Notar die
Entscheidung der Aufsichtsbehörde über die Pflicht zur Verschwiegenheit mit dem
Antrag auf gerichtliche Entscheidung anfechten (NotZ 17/2002 2. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands setzt Verwirkung
auch voraus, dass zum Zeitablauf besondere, auf dem Verhalten des Berechtigten
beruhende Umstände hinzutreten, die das Vertrauen des Verpflichteten
rechtfertigen, der Berechtigte werde seinen Anspruch nicht mehr geltend machen
(VII ZR 23/2002 14. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Beschwerde
nach § 17a IV 4 GVG seit 1. Januar 2002 eine Rechtsbeschwerde im Sinne der §§
574ff. ZPO (XI ZB 5/2002 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands betrifft § 3 Nr. 3
S. 3 PflVG nur die erstmalige Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber einem
Haftpflichtversicherer (VI ZR 416/2001 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei
Zugrundeliegen einer bloßen Scheinanweisung eines vermeintlichen
Darlehensnehmers ein bereicherungsrechtlicher Ausgleich zwischen Zahlendem und
Zuwendungsempfänger nach den Regeln der Nichtleistungskondiktion vorzunehmen
(XI ZR 381/2001 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haften die Gründer
einer schon vor der Eintragung in das Handelsregister die Geschäfte
aufnehmenden scheiternden Gesellschaft mit beschränkter Haftung für sämtliche
Verbindlichkeiten, wenn die Gesellschaft nicht sofort beendet und abgewickelt
wird (II ZR 204/2000 4. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden darf der Inhaber des
Aufenthaltsbestimmungsrechts nur im Einvernehmen mit dem mitsorgeberechtigten
andern Elternteil zusammen mit dem Kind umziehen, wenn durch den Umzug ein
Wechsel der Schule nötig wird (10 UF 433/2002 15. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg hat bei sofortiger
Anerkennung eines Auskunftsbegehrens der Beklagte die Kosten des Verfahrens zu
tragen, wenn die Auskunft nicht zusammen mit dem Anerkenntnis oder binnen
kurzer Frist erteilt wird (10 WF 3334/2002 14. November 2002).
Emmerich, Volker, Das Recht der Leistungsstörungen, 5. A. 2003
Ensthaler, Jürgen/Funk, Michael/Stopper, Martin, Handbuch des
Automobilvertriebs, 2003
Blanke, Thomas/Schüren, Peter/Wank, Rolf/Wedde, Peter, Handbuch Neue
Beschäftigungsformen, 2002
Marschall, Dieter, Bekämpfung illegaler Beschäftigung, 3. A. 2003
Kunig, Philip/Paetow, Stefan/Versteyl, Ludger-Anselm, Kreislaufwirtschafts- und
Abfallgesetz, 2. A. 2003
Steinlechner, Wolfgang/Walz, Dieter, Wehrpflichtgesetz, 6. A. 2003
Heller, Robert/Soschinka, Holger, Das neue Waffenrecht, 2003
Außergerichtliche Streitschlichtung, hg. v. Prütting, Hans, 2003
Blumenwitz, Dieter, Einführung in das anglo-amerikanische Recht, 7. A. 2003
2003-01-24 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann Winnetou nicht mit
Winnetous Rückkehr verwechselt werden, so dass der Karl-May-Verlag als
Berechtigter Winnetous den Film Winnetous Rückkehr nicht verbieten lassen kann
(I ZR 171/2000 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands verletzt der
Finanzausgleich innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands nicht die
Verfassung (B 12 KR 19/2001 R9).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm verliert der falsche Angaben
zum Kaufpreis seines Oldtimers machende Versicherungsnehmer den
Versicherungsschutz (20 U 38/2002 25. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz beginnt bei
Sterilisation eines Ehemannes vor Beginn des Empfängniszeitraums die Frist zur
Anfechtung der Vaterschaft des während einer Ehe geborenen Kindes nach den
allgemeinen Regeln, so dass eine gegen ein 1995 geborenes Kind 2001 erhobene
Vaterschaftsanfechtungsklage verspätet ist (11 UF 204/2002 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist die
Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet am roten Weg- Berggewann wegen
fehlerhafter Abwägung zwischen Naturschutz und Landwirtschaft nichtig (1 C
11768/2001 23. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg darf einem
Arbeitnehmer bei geduldeten privaten Gesprächen am Arbeitsplatz nicht ohne
Abmahnung gekündigt werden (6 [5] Sa 472/2001 28. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg bleiben
Nachtflüge über Süddeutschland am Hochrhein auf Grund einer Verordnung vom
August 2001 verboten.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg soll eine
Ergänzungsaufnahmeprüfung nicht für das Gymnasium empfohlener Schüler nicht
bereits dann zu schwer gewesen sein, wenn sie von fast allen Teilnehmern nicht
bestanden wurde (9 S 2361/2002 8. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss eine mit 0,88 Promille
Alkohol im Blut an einem Verkehrsunfall beteiligte Kraftfahrzeuglenkerin 4000
Euro an ihre Haftpflichtversicherung erstatten (11 C 925/2000 29. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mainz darf ein Hausbewohner zweimal
wöchentlich zwischen 18 und 20 Uhr Schlagzeug mit geringfügiger Lärmbelästigung
spielen (6 S 57/2002 21. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I kann Klaus Siewert auf Grund
der Freiheit der Kunst nicht die Verbreitung des Kriminalromans Wilsberg und
der tote Professor (Masematte-Klaus) wegen übereinstimmender Charakterzüge
(exklusiver Identifikationsmerkmale) verbieten lassen (Streitwert 60000 Euro).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz kann eine Ortsgemeinde
in Rheinland-Pfalz nicht allein über den Erlös aus einem Waldverkauf verfügen
(2 K 114/2002 15. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Daun kann ein bei einem Sturz von
seinem scheuenden Pferd verletzter Reiter Schadensersatz von dem Halter eines
andern Pferds nur verlangen, wenn er nachweist, dass das Scheuen seines Pferds
durch das Verhalten des andern Pferds verursacht ist (3 C 292/2002 11.
September 2002).
Die Ausstellung Körperwelten Gunther von Hagens wird wegen Verstoßes gegen die
Menschenwürde verboten.
Die Konfliktparteien der Elfenbeinküste vereinbaren einen Friedensplan.
Die Verwaltung des Bundestags Deutschlands stellt die Prüfung der
Patenschaftsabonnements der Christlich Sozialen Union nach Bestätigung der
Parteiangaben durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer ein.
Nach einer Entscheidung des internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne
bleibt Johann Mühlegg bis 20. Februar 2004 wegen Dopings (mit Darbepoetin)
gesperrt.
Frankreich beschließt höhere Strafen für rassistische, fremdenfeindliche und
antisemitische Straftaten.
2003-01-23 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands verletzt
Schleswig-Holstein durch eine Grundwasserentnahmeabgabe nicht das Grundgesetz
(2 BvR 591/1995 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die teilweise
Wiederaufnahme eines Strafverfahrens gegen einen Serben wegen Völkermords auf
Grund falscher Personalangaben des Hauptbelastungszeugen zulässig (StB 15/2002
20. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundeskartellamts Deutschlands müssen Duales System
Deutschland GmbH, drei andere Unternehmen und drei Verbände wegen
Boykottaufrufs und wettbewerbsbeschränkender Absprachen 4,4 Millionen Euro
Bußgeld leisten.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann ein wegen für
Radfahrer ungefährlicher Verschmutzungen eines Radwegs stürzender Inlineskater
von der straßenunterhaltspflichtigen Gemeinde keinen Schadensersatz verlangen
(1 U 1100/2002 18. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist ein
Rechtsanwalt trotz eines Arbeitsvertrags unabhängiges Organ der Rechtspflege
(16 Sa 162/2002 23. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe ist die Zusendung
unerwünschter Werbemitteilungen auf ein Mobiltelefon rechtswidrig (14. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf darf ein Reisender (trotz
Hinweises auf eine Lärmbeeinträchtigung am Ferienort im Reisekatalog) kündigen,
wenn die Unterbringung nur 150 Meter von einer Autobahn entfernt erfolgt (22 S
261/1999).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe sind die Fälschung eines
Servicehefts eines Kraftfahrzeugs und die Vorlage eines falschen Servicehefts
arglistige Täuschung des Kraftfahrzeugkäufers (7 O 166/2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Mannheim muss die Deutsche Bank wegen
Empfehlung riskanter Wertpapiere als sichere Anlageform einer Kunden 150000
Euro Schadensersatz leisten (3 O 100/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster muss Jürgen Möllemann 85
Prozent der Anwaltskosten und Gerichtskosten im Auskunftsrechtsstreit mit der
Freien Demokratischen Partei um ein antiisraelisches Faltblatt tragen.
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund darf ein Arzt zu einem
Notdienst nur innerhalb seines Bundeslands verpflichtet werden (S 26 KA 44/2002
17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen ist ein an Schulen
oder berufsbildenden Einrichtungen Unterricht erteilender freier Mitarbeiter
nach § 4 Nr. 21b UstG von der Umsatzsteuer befreit (5 K 56/1998 16. Oktober
2002).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Russlands haben die
Hinterbliebenen des Geiseldramas in einem Moskauer Musicaltheater keine
Schadensersatzansprüche gegen Moskau.
Die durchschnittlichen Zinsen für Sparbucheinlagen in Deutschland betragen
derzeit 0,96 Prozent.
Die Volkswagen AG gibt allen Eigentümern von durch Eisbildung im Ölkreislauf
geschädigten Kraftfahrzeugen (der Marken Lupo, Polo, Golf, Seat und Skoda ab
1997) für zehn Jahre Garantie.
Ein im September 2001 in drei Metern Tiefe aus dem Chiemsee geborgener,
wahrscheinlich nach 1925 hergestellter Goldkessel mit keltisch-indogermanischen
Motiven (im Materialwert von etwa 100000 Euro) gehört je zur Hälfte dem
Freistaat Bayern und dem Finder.
Volker Grub soll (von dem Vorstandsvorsitzenden von Energie Baden-Württemberg
Gerhard Goll) an die Spitze von Salamander berufen werden.
Recep Tayyip Erdogan wird zum Vorsitzenden seiner Partei (AKP) gewählt.
2003-01-22
Österreich muss bis zum Ende des Jahres 2004 die Haftung öffentlichrechtlicher
Personen für Sparkassen und Landeshypothekenbanken aufheben.
Nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist das
Beitragssicherungsgesetz nicht offensichtlich verfassungswidrig, so dass
Eilanträge abzuweisen sind (BvQ 51/2002, 1 BvQ 53/2002, 1 BvQ 54/2002 14.
Januar 2003, 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands dürfen Lehrer in
Altersteilzeit nicht schlechter gestellt werden als Lehrer mit
Stundenermäßigung aus Altersgründen (9 AZR 4/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands können die
kurzfristige Fianzierung des Bauobjekts, die Einschaltung eines Maklers oder
die übermäßige Übernahme von Gewährleistungspflichten auf gewerblichen Handel
mit Grundstücken deuten (X R 183/1996 18. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein Brandversicherer
einem einen Grillkamin eine Stunde lang unbeaufsichtigt lassenden
Versicherungsnehmer nicht zu Versicherungsleistung wegen Brandschadens
verpflichtet (10 U 193/2002 6. Dezember 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart darf Unicef die
Kunstsammlung Gustav Raus nicht verwerten und ist eine Nachlasspflegschaft
eingesetzt (14 Wx 3/2003 20. Januar 2003).
Nach Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz sind
Naturschutz und Erholungsbedürfnis beeinträchtigende Himmelsstrahler auf
Diskothekendächern unzulässig (8 A 11217/2002, 8 A 11286/2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln haftet ein Arbeitnehmer
nicht dafür, dass auf Grund seines Fehlverhaltens ein Auftraggeber einen
Wartungsvertrag kündigt und dem Arbeitgeber dadurch 360000 DM Gewinn entgehen
(6 [10] Sa 729/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg hat ein gegen seinen
früheren Arbeitgeber auf Zeugniserteilung klagender, vor Insolvenzeröffnung
ausgeschiedener Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Zeugniserteilung durch den
Insolvenzverwalter (2 Ta 137/2002 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz ist Hundesteuer von 50
Euro für den ersten Hund, von 100 Euro für den zweiten Hund und von 150 Euro
für jeden weiteren Hund rechtmäßig (3 K 989/2002).
Ulrich Freise ist Staatssekretär des Innensenators Berlins.
Volker Ratzmann ist Fraktionsvorstand der Grünen in Berlin.
Nach einer knappen Mehrheitsentscheidung des Verfassungsgerichts der Türkei
darf Recep Tayyip Erdogan nicht Gründungsmitglied und Vorsitzender einer Partei
sein.
2003-01-21 Die
Europäische Kommission (ECOFIN-Rat) leitet gegen Deutschland ein
Defizitverfahren ein.
Die Finanzminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union einigen sich auf
eine grenzüberschreitende Zinsbesteuerung (ab 2004 15 Prozent, ab 2007 20
Prozent, ab 2010 35 Prozent), wobei Österreich, Luxemburg und Belgien eine
Quellensteuer für ausländische Anleger einführen dürfen, bis Drittstaaten wie
die Schweiz sich einem Datenaustausch auf Anfrage anschließen.
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands darf gegen
Turkish Airlines Zwangsgeld zur Vermeidung rechtswidriger Beförderungen
angedroht werden (1 C 5/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist die
Werbung mit der Wendung „die gelben Seiten der Region im Internet“
markenrechtswidrig, weil gelbe Seiten noch kein Gattungsbegriff ist (6 U
232/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist eine Werbung in den
ersten Januartagen mit einer Auszeichnung Webhoster des Jahres aus dem Vorjahr
nicht wettbewerbswidrig (5 U 103/2002 5. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg muss ein Schuldner aus
einem Schuldschein zahlen, obwohl der Gläubiger sich nicht zu den Umständen der
Schuldscheinausstellung äußert (15 U 72/2002 23. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln ist bei fehlender
Vergleichbarkeit zwischen einem gekündigten Arbeitnehmer und
weiterbeschäftigten Arbeitnehmern mit geringerer Arbeitszeit keine
Sozialauswahl nötig (5 Sa 1095/2002 16. Januar 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin darf ein Mitarbeiter der
Märkischen Oderzeitung keine Gerüchte über die Ehe Gerhard Schröders
verbreiten.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hannover haftet bei unklarer Ursache
eines Schadens in einer Autowaschstraße der Betreiber, weil nach dem Gutachten
eines Sachverständigen in seltenen Fällen ein Fahrzeug ohne erkennbare Ursache
aus der Spur geraten kann (6 S 52/2002 18. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I ist ein ehemaliger
Mitarbeiter des Bundesnachrichtendiensts wegen Betrugs durch Verdächtigung
eines Direktors mittels gefälschter Unterlagen zu einer Haftstrafe mit
Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I darf ein Dienstleister die
der Kraftfahrzeugmarke Vaneo schadende Domain Vaneo wegen Rechtsmissbrauchs und
Sittenwidrigkeit nicht verwenden (33 O 8852/2002).
2003-01-20 Nach
einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands muss ein Fehler in
der Beschlussfassung des Betriebsrats für den Arbeitgeber offensichtlich sein,
um Auswirkungen auf die Wirksamkeit einer Kündigung zu haben (2 AZR 707/2001
16. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands darf ein Finanzamt
einem Bauunternehmer die Freistellung von der Bauabzugsteuer nicht allein wegen
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens versagen (I B 147/2002 13. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist ein einen schweren
Unfallschaden nicht angemessen offenbarender Gebrauchtwagenhändler dem Käufer
zu Schadensersatz verpflichtet (5 U 786/2002 28. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden muss der Dresdner
Sportklub 98 e. V. wegen fehlender Unterschrift eines zweiten
Präsidiumsmitglieds unter der Honorarzahlungsverpflichtung kein Honorar an den
Spielervermittler Hendryk Laus zahlen, doch besteht auch kein
Rückerstattungsanspruch für die bereits gezahlte Rate (11 U 332/2002 18.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz muss ein Grundstückseigentümer
grundsätzlich das Anbringen von Strommasten und das Verlegen von Leitungen auf
seinem Grundstück dulden(7 U 1722/2001 2. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth darf nur der Wirt eines
mindestens 100 Jahre alten Wirtshauses (z. B. Zum Gulden Stern, nicht
Bratwursthäusle, Bratwurstglöckle) sein Haus und seine Bratwürste historisch
nennen (17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Köln darf einem vorrangig seinen
Mitgliedern den ermäßigten Steuersatz für die Charterung von Flugzeugen
vermittelnden Flugsportverein die Gemeinnützigkeit aberkannt werden (13 K
1465/2000 10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach kann ein Professor der
Fachhochschule Nürnberg nicht von einer Absolventin eines berufsbegleitenden
Kurses 1000 Euro Sondergebühr wegen erheblich größeren Prüfungsaufwands
verlangen (2 K 00919/2002 17. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika können Kläger aus andern Staaten vor Gerichten der Vereinigten Staaten
gegen die Mitglieder des Vitaminkartells klagen (z. B. BASF).
Die Europäische Kommission klagt gegen Spanien wegen seiner Vorschriften über
Veräußerungsgewinne wegen Verletzung der Dienstleistungsfreiheit und
Kapitalverkehrsfreiheit.
Ast-Holzmann wird an Wolff & Müller verkauft.
Als weiterer Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika lässt Florida über
Treuhandfonds Haustiere als Begünstigte von Erbfällen zu.
Gegen den Willen der Vereinigten Staaten von Amerika stimmen 53 Mitglieder der
Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen für die Vertreterin Libyens als
Vorsitzende (3 Gegenstimmen, 17 Enthaltungen).
Fidel Castro wird mit etwas mehr als 95 Prozent der abgegebenen Stimmen in
seinem Amt bestätigt.
Georg-Peter Cornelius Kränzlin soll Vorstandsmitglied von Babcock Borsig
werden, Gerd Woriescheck Berater.
Milan Milutinovic stellt sich dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.
Der deutsche Aktienindex fällt unter 2900 Punkte.
Günther Koch soll sich für ein politisches Mandat oder seinen Beruf als
Sportreporter des Bayerischen Rundfunks entscheiden.
Audi, VW und Opel müssen autorisierte Werkstätten in ihrem Servicenetz auch
ohne Händlereigenschaft zulassen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Frankreichs wird ein Sportler
Polens diskriminiert, wenn er mit der Begründung nicht zugelassen wird, dass
der Verein (z. B. Racing Straßburg) bereits zwei Nicht-EU-Ausländer unter
Vertrag habe.
2003-01-19 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sind Leistungen einer
vorgezogenen Altersrente keine Leistungen bei Alter im Sinne von Art. 3 III
Richtlinie 1977/187/EWG des Rates vom 14. Februar 1977 und ist Art. 3 der
Richtlinie dahin auszulegen, dass bei der Entlassung eines Arbeitnehmers bestehende
Verpflichtungen auf den Erwerber übergehen (C-164/2000 4. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Auffassung, dass Art. 6 III c EMRK der Geltendmachung der für einen
Pflichtverteidiger verauslagten Gebühren nicht entgegensteht,
verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (2 BvR 705/2002 27. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt es für die
Möglichkeit des Erwerbs selbständigen Gebäudeeigentums auf Grund der Vorschriften
über den öffentlichen Glauben des Grundbuchs, wenn die Eintragung des
Gebäudeeigentums (auch) bei dem belasteten Grundstück zugleich mit der
Umschreibung des Eigentums im Gebäudegrundbuch erfolgt ist (III ZR 107/2002 24.
Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands sind im Rahmen
einer einfachen Registerauskunft übermittelte Fahrzeugdaten und Halterdaten
nicht offenkundig (1 StR 150/2002 8. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands beträgt die
Regelvergütung des Zwangsverwalters von dem als Jahresmiete oder Jahrespacht
eingezogenen Betrag bis zu 1500 Euro 9 Prozent, von 1500 bis 3000 Euro 8
Prozent, von 3000 Euro bis 4500 Euro sieben Prozent und von dem Betrag über
4500 Euro 6 Prozent, die Mindestvergütung 90 Euro bzw. 45 Euro (IX ZB 39/2002
12. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist die
Enteignung für Zwecke der öffentlichen Energieversorgung zu Gunsten
privatrechtlich organisierter Energieversorgungsunternehmen verfassungsgemäß (4
C 9/2000 11. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Gemeinde zur Anfechtung eines Bescheids über die ihr zu erstattenden
Aufwendungen befugt (8 C 15/2001 29. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts ist § 174 BGB auf die
Geltendmachung von Ansprüchen zur Wahrung einer tariflichen Ausschlussfrist
nicht entsprechend anwendbar (5 AZR 341/2001 14. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist ein in einem
festen Monatsentgelt enthaltener Überstundenzuschlag nicht
entgeltfortzahlungspflichtig (5 AZR 153/2001 26. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm sind Einkünfte des
Unterhaltsberechtigten aus überobligatorischer Erwerbstätigkeit regelmäßig in
eine Differenzberechnung einzustellen und zwar unabhängig davon, ob die
überobligatorische Erwerbstätigkeit schon während des ehelichen Zusammenlebens
ausgeübt oder erst nach Trennung/Scheidung aufgenommen oder ausgeweitet wurde,
und kann im Mangelfall der Selbstbehalt des mit einem neuen Partner in
häuslicher Gemeinschaft lebenden und dadurch Kosten sparenden
Unterhaltspflichtigen herabgesetzt werden (8 UF 10/2002 22. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist für die
Umqualifizierung einer nicht steuerbaren vermögensverwaltenden Tätigkeit in
eine gewerbliche Tätigkeit in Form eines Grundstückshandels in zeitlicher
Hinsicht entscheidend an die bis zum verbindlichen Abschluss der Kaufverträge
vom Veräußerer entfalteten Aktivitäten anzuknüpfen (III R 9/1998 16. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands kann einem Kläger
eine zwischen Kündigung der Prozessvollmacht und Mitteilung von der Kündigung
an das Gericht eintretende schuldhafte Pflichtverletzung des
Prozessbevollmächtigten nicht zugerechnet werden (VII ZR 7/2001 21. März 2002).
Uniprof Real Estate Holding AG stellt Insolvenzantrag.
Die am meisten besuchten Internetseiten Deutschlands sind T-Online, Google,
Ebay und Amazon.
2003-01-18 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei Geltung der
VOB/A der Ausschreibende auch bei Fehlen eines Aufhebungsgrunds nach § 26 Nr. 1
nicht gezwungen, einen der Ausschreibung entsprechenden Auftrag zu erteilen (X
ZR 232/2000 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf der Bürge auf
erstes Anfordern eine geleistete Zahlung nur zurückfordern, wenn der Gläubiger
die Leistung nach materiellem Bürgschaftsrecht nicht behalten darf (IX ZR
355/2000 24. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist bei einer Klage
aus einer Unfallversicherung auf Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld sowie
auf Leistungen wegen Invalidität der Anspruch auf Invaliditätsentschädigung
selbständig revisionsnichtzulassungsbeschwerdefähig (IV ZR 154/2002 23. Oktober
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
dienstliche Beurteilung eines Richters unzulässig, wenn bei ihrer Eröffnung die
die richterliche Unabhängigkeit möglicherweise betreffenden Einwendungen des
Richters nicht zumindest durch eine Bezugnahme aktenkundig gemacht worden sind
(RiZ [R] 4/2001 25. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands hat auch ein
Einzelner aus § 45 I 2 Nr. 5 StVO ein Recht auf straßenverkehrsbehördliches
Einschreiten gegen drohende Eigentumsverletzungen (z. B. durch
Schwerlastverkehr verursachte Gebäudeschäden) (3 C 9/2002 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein
Landesarbeitsgericht die Verpflichtung zur vertragsgemäßen Abrechnung in einem
Prozessvergleich auf Geldansprüche beschränken (8 AZR 702/2001 5. September
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat ein
abgelehnter Bewerber nach Besetzung eines öffentlichen Amts keinen Anspruch auf
Wiederholung des Auswahlverfahrens wegen Fehler, wenn ihm ausreichend
Gelegenheit zur Inanspruchnahme vorläufigen Rechtsschutzes gewährt worden war
(9 AZR 751/2000 28. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist Tateinheit
zwischen Bedrohung und versuchter Erpressung möglich (1 St RR 75/2002 29.
August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg muss ein wieder
verheirateter Elternteil Auskunft über seine Vermögenslage erteilen und alle
möglichen Steuervergünstigungen ausschöpfen (15 WF 273/2002 30. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg muss über die Anordnung
nachträglicher Sicherungsverwahrung rechtskräftig vor Entlassung des
Betroffenen aus der Strafhaft entschieden sein (Ws 1100/2002 11. September
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg tötet fahrlässig, wer
auf Verlangen des Opfers eine von ihm selbst für ungeladen gehaltene Pistole
auf das Opfer richtet und schießt (Ws 867/2002 18. September 2002).
2001 wurden in Deutschland rund 110000 medizinisch-psychologische
Untersuchungen durchgeführt.
2002 wurden in Deutschland rund 80000 Insolvenzanträge gestellt.
Oefele, Helmut Freiherr von/Winkler, Karl, Handbuch des Erbbaurechts, 3. A.
2003
Friese, Birgit, Urlaubsrecht, 2003
Binder, Anja/Kosterhon, Frank, Urheberrecht für Architekten und Ingenieure,
2003
Hentschel, Peter, Straßenverkehrsrecht, 37. A. 2003
Schneider, Jochen, Handbuch des EDV-Rechts, 3. A. 2003
2003-01-17 Nach
einer Entscheidung des Staatsgerichtshofs Hessen hat das Oberlandesgericht
Frankfurt am Main in einem Urteil das Grundrecht eines Vermieters auf rechtliches
Gehör verletzt (P. St. 1648 15. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln darf der Arbeitgeber für
seine Zuwendungen im Rahmen eines Vermögensbildungsplans in einer
Betriebsvereinbarung eine 5jährige Bindungsfrist des Arbeitnehmers festlegen (5
Sa 818/2002 21. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesfinanzgerichts Niedersachsen ist die spätere
Geltendmachung einer fehlenden Empfangsvollmacht eines Steuerberaters nach
längerer widerspruchsloser Hinnahme von Zusendungen rechtsmissbräuchlich (1 K
54/2001 30. September 2002).
Nach Entscheidungen des Landgerichts Frankfurt am Main haftet EM.TV nicht wegen
falscher Prospektangaben (3-07 O 26/2001, 3-07 O 48/2001).
Microsoft zahlt erstmals eine Dividende.
Der Deutsche Aktienindex fällt unter 3000 Punkte.
ABB Ltd. einigt sich mit Klägern auf Zahlung von bis zu 1,2 Milliarden Dollar
für Asbestschäden.
Das Ermittlungsverfahren gegen Borer-Fielding wegen unerlaubten Waffenbesitzes
wird wegen (der Waffengewohnheiten der Schweiz) gegen eine Buße von 10000 Euro
eingestellt.
Eine arbeitslose Kinderpflegerin gründet die erste Ich-AG des Saarlands für
Landschaftspflege.
2003-01-16 Nach
einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sind die niedrigeren Preise
öffentlicher Einrichtungen für Einheimische (z. B. im Dogenpalast in Venedig)
europarechtswidrig (C-138/2001).
Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs dürfen neben Kakaobutter
geringe Mengen anderer pflanzlicher Fette enthaltende Süßwaren (z. B. auch in
Spanien und Italien) als Schokolade verkauft werden (C-12/2002, C 14/2000).
Nach Entscheidungen des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften
kann eine Entscheidung der Europäischen Kommission, vor einem Gericht der
Vereinigten Staaten von Amerika (z. B. gegen Tabakwarenhersteller wegen
Schmuggels) zu klagen, nicht mit einer Nichtigkeitsklage angefochten werden
(T-377/2000 15. Januar 2003 u. a.).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die den
Ausschluss von Eltern (aus der Hauptverhandlung) in einem Strafverfahren gegen
einen Jugendlichen (z. B. einen 14jährigen Jungen) ermöglichende Bestimmung des
§ 51 II Jugendgerichtsgesetz auf Grund Verletzung des Elternrechts (Art. 6 II
GG) wegen der Unbestimmtheit des Begriffs Bedenken verfassungswidrig (2 BvR
716/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist eine
Klage von Verpackungsherstellern gegen Nordrhein-Westfalen wegen fehlender
Passivlegitimation unzulässig.
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands ist ein
Verkehrsunfall (z. B. eines Krankenpflegeschülers) auf der Fahrt von einer
(vielleicht auch die Arbeitsfähigkeit im Familienverband stabilisierenden)
Ferienwohnung zur Arbeit kein Arbeitsunfall (B 2 U 18/2002 R 3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands müssen
Toilettenpapier und Einmalwaschlappen als Gebrauchsgegenstände des täglichen
Lebens nicht von der Pflegeversicherung bezahlt werden (B 3 P 15/2001 R 24.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts müssen bei
Kostenpflichtigkeit der Nutzungsberechtigten für die Erneuerung einer
Tiefgagrage (ausgenommen Fundamente, Boden, tragende Mauern und Decken) die
Kosten für die Erneuerung des Tors und der Beleuchtung von den
Nutzungsberechtigten getragen werden (22 BR 64/2002 12. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf kann ein Vermieter
nicht wegen unerlaubter Untervermietung fristlos kündigen, wenn er nur aus
nicht vorliegendem wichtigem Grund die Erlaubnis hätte versagen können (10 U
105/2001 5. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf endet ein sich
vertragsgemäß nur bei Fehlen eines Widerspruchs spätestens ein Jahr vor Ablauf
um einen bestimmten Zeitraum verlängerndes Mietverhältnis bei Kündigung zum
Ende der Erstmietzeit (24 U 139/2001 14. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Braunschweig muss bei einem
Rechtsstreit über die Ursachen von Feuchtigkeit der Vermieter beweisen, dass
dafür Baumängel nicht ursächlich sind, und der Mieter beweisen, dass sein
Verhalten dem üblichen Verhalten entspricht (6 S 771/2001 16. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Dortmund darf eine Kindergärtnerin
bei ihrer Arbeit ein Kopftuch tragen (6 Ca 5736/2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main verhindert der
bloße Hinweis auf eine bevorstehende Erholungskur nicht eine krankheitsbedingte
Kündigung nach langen Fehlzeiten (z. B. von 108 Fehltagen pro Jahr) (1 Ca
6355/2002).
Die Landesregierung Schleswig-Holsteins erteilt wegen zu unpräzisen Auftrags
keine Aussagegenehmigungen mehr für Landesdienstmitarbeiter für den
parlamentarischen Untersuchungsausschuss Pröhlaffäre und Computeraffäre.
Deutschlands Wirtschaft ist 2002 (wegen des Exports) um 0,2 Prozent gewachsen,
wobei das Staatsdefizit auf 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen
ist.
Der Bundestag Deutschlands beschließt Änderungen des internationalen
Insolvenzrechts.
2003-01-15 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands haftet für den
Selbstmord einer sich gemobbt fühlenden Polizeibeamtin nicht der Gruppenleiter,
sondern das betreffende Bundesland (z. B. Bayern aus Amtshaftung) (III ZR
277/2001 1. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundespatentgerichts Deutschlands ist Webspace
mangels Unterscheidungskraft als Marke nicht eintragungsfähig (24 W [pat]
98/2001 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Brandenburg muss eine
gesetzliche Krankenversicherung Kosten der Behandlung durch Heilpraktiker
regelmäßig nicht übernehmen (L 4 KR 31/2002 11. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin muss die Deutsche Bahn eine
neue Streckenverbindung eines Wettbewerbers in ihre elektronischen Auskunftsdateien
aufnehmen (14. Januar 2003).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz ist eine um das
Achtfache erhöhte Hundesteuer für Kampfhunde rechtmäßig (3 K 946/2002 17.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreich müssen
Frachtunternehmen (z. B. Driver Leasing Service) wegen Umgehung des
Ausländerbeschäftigungsgesetzes 1453 Euro Strafe pro rechtswidrig beschäftigten
ausländischen Fahrer zahlen.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Österreichs hat ein
Beschuldigter in jeder Lage eines Strafverfahrens ein Recht auf einen
Verteidiger oder eine Vertrauensperson, wenn eine Amtshandlung voraussichtlich
länger als eine Stunde dauert.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts Jugoslawiens erhält Hans Peter
Schnitzler 1300 Euro für 20 Tage rechtswidrige Haft unter dem Verdacht der
Spionage 1999.
Die Türkei unterzeichnet das sechste Zusatzprotokoll zur europäischen
Menschenrechtskonvention, das die Todesstrafe in Friedenszeiten ausschließt.
Das europäische Parlament beschließt ein Verbot von Tierversuchen zur
Herstellung von Kosmetika mit geringen Ausnahmen.
Nach einem außergerichtlichen Vergleich zahlen Heartland Securities Corp. und
sieben Händler 70 Millionen Dollar Strafe wegen unerlaubten Handels und
Betrugs.
Richard Osswald 27. Dezember 1917-15. Januar 2003.
2003-01-14 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Rechtsbeschwerde gegen eine Ablehnung einer Wiedereinsetzung nach Versäumung
der Berufungsbegründungsfrist unzulässig, wenn sich der Beschwerdeführer allein
auf den zu hoch angesetzten Sorgfaltsmaßstab des entscheidenden Gerichts beruft
(VI ZB 40/2002 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands darf ein gefährdetes
Unternehmen bei dringenden betrieblichen Erfordernissen als letztes Mittel
mittels Änderungskündigung die Löhne der Beschäftigten erheblich absenken (2
AZR 292/2002 16. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist gegen Metin
Kaplan ein Haftbefehl zur Ausliefeung an die Türkei erlassen, so dass er nach
Verbüßung einer vierjährigen Haftstrafe nicht freigelassen wird.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg ist das Versprechen
eines Internethändlers für Unterhaltungselektronik, für jeden Auftrag einen
(unbezifferten) festen Betrag an Unicef für „Bringt die Kinder durch den
Winter“ zu zahlen, rechtmäßig (5 U 43/2002 2. Oktober 2003).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz muss ein
Beamter die bei Vertretung einer Gemeinde in Organen eines unter ihrer
Beteiligung geführten Privatunternehmens gezahlten Sitzungsgelder abliefern,
doch darf Manfred Scherrer wegen Vertrauensschutzes auf Grund
Rechtsunsicherheit 52500 von 55000 Euro behalten.
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz muss der
Arbeitgeber bei einer Sozialauswahl im Rahmen einer betriebsbedingten Kündigung
die vergleichbaren Arbeitnehmer nach ihren gesetzlichen Unterhaltspflichten
fragen (8 Sa 1450/2001 8. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz liegt bei
Anlageerträgen im Rahmen eines Schneeballsystems ein Zufluss nicht vor, wenn
bei Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft nur eine Gutschrift gegeben ist (2 V
2333/2001 19. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg darf Karl-Peter Naumann nicht
länger behaupten, dass jeder zweite Bahnkunde für seinen Fahrschein zu viel
bezahlen muss (324 O 12/2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts München I soll der Europäische
Gerichtshof entscheiden, ob die (von O2 bzw. Viag Interkom vorgenommene)
Umrechnung der Minutenpreise von DM auf Euro bei gleichzeitiger Rundung
europarechtmäßig ist (33 O 3385/2002 17. Dezember 2002).
Die Aktie der Deutschen Telekom steigt wieder über ihren Ausgabekurs von 14,32
Euro.
Ein in Brandenburg im Kirchenasyl lebender Vietnamese wird auf Grund eines
Gesprächs zwischen Ministerpräsident, Innenminister und Landesbischof in
Deutschland geduldet.
Der Preisindex für Lebenshaltung aller privaten Haushalte Deutschlands ist 2002
gegenüber 2001 um 1,3 Prozent gestiegen.
Die Fingerabdrücke von Asylbewerbern und illegal einreisenden Ausländern in der
Europäischen Union aufnehmende Datenbank (Eurodac) nimmt (ohne Dänemark) ihre
Arbeit auf.
2003-01-13 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands wird durch die Eröffnung
des Insolvenzverfahrens über das Vermögen einer Gesellschaft des bürgerlichen
Rechts ein Rechtsstreit über die persönliche Haftung eines Gesellschafters
dieser Gesellschaft unterbrochen (IX ZR 236/1999 14. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf eine
Rechtsanwaltskanzlei nicht mit der Bezeichnung Rechtsanwälte, Steuerberater und
Patentanwalt werben, wenn keiner der Rechtsanwälte zugleich Patentanwalt ist
(AnwZ [B] 67/2001 23. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein am unteren
Seitenrand einer Werbeanzeige enthaltene Hinweis „Keine Mitnahmegarantie.
Sofern nicht vorhanden, gleich bestellen. Wir liefern umgehend“ geeignet sein,
die durch die Anzeige grundsätzlich erweckte Erwartung der sofortigen
Mitnahmemöglichkeit zu zerstören (I ZR 254/1997 24. Oktober 2002, I ZR
50/2000).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands dürfen
Krankenkassen von Arbeitgebern keine Namen und Anschriften von Auszubildenden
und Berufsanfängern zwecks Mitgliederwerbung erbitten (B 7-1 A 2/2000 R 28.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands dürfen Krankenkassen
ihre Versicherten nicht im Rahmen eines Modellversuchs zur Inanspruchnahme
eines kasseneigenen Pflegediensts zwingen (B 3 A 1/2002 R 24. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist eine dem
„Tierschutzverein in Celle“ bestimmte Erbschaft unter mehreren vorhandenen
Tierschutzvereinen in Celle aufzuteilen (6 W 143/2002 13. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen kann die Akteneinsicht
versagt werden, wenn ein Wettbewerber nachvollziehbar ein berechtigtes
Geheimhaltungsinteresse in einem Vergabeverfahren darlegt (6 Verg 10/2002 16.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund muss ein Arbeitsamt einen
Arbeitnehmer auf einen verlängerten Leistungsanspruch bei Arbeitslosmeldung
nach einem unmittelbar bevorstehenden Geburtstag (z. B. drei Tage vor dem 45.
Geburtstag) hinweisen (S 5 AL 202/2002 5. Dezember 2002).
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt wegen der Insolvenz von Babcock
Borsig gegen 8 Manager wegen Insolvenzverschleppung und Untreue.
Eine Anlageberaterin verklagt Jack Grubman und Salomon Smith Barney in den
Vereinigten Staaten von Amerika auf 17,2 Millionen Dollar Strafe und
Schadensersatz wegen nicht aufgegangener Aktienempfehlungen.
Auf Grund der vermehrten Ölförderung der Mitgliedstaaten der Organisation Erdöl
produzierender Länder fällt der Ölpreis geringfügig.
2003-01-12 Der
aus seinem Amt scheidende Gouverneur von Illinois George H. Ryan wandelt wegen
möglicher Fehlurteile alle 156 Todesurteile gegen noch lebende Verurteilte in
Haftstrafen um.
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands sind die
Grundrechte (z. B. Art. 12 I GG) bei der Auferlegung von Obliegenheiten zur
Schadensminderung bei Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs aus
Amtspflichtverletzung unmittelbar und uneingeschränkt anwendbar (1 BvR 947/2001
26. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands ist die
Übernahme der Rechtsprechung zur gerichtlichen Kontrolle berufsbezogener
Prüfungen auf die gerichtliche Kontrolle dienstlicher Beurteilungen nicht
geboten (2 BvR 723/1999 29. Mai 2003).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ergibt sich aus § 6
I, III VerpackungsVO für Systembetreiber kein Zahlungsanspruch gegen Vertreiber
von Verkaufsverpackungen, die weder die von ihnen in den Verkehr gebrachten
Verpackungen vom Endverbraucher zurückgenommen noch sich an einem System zur
regelmäßigen Abholung gebrauchter Verkaufsverpackungen beteiligt haben (III ZR
18/2002 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kommen als Ereignis
im Sinne des § 4 I a ARB 94 nur Ursachen in Betracht, die zurechenbar gesetzt
worden sind und den Eintritt eines Schadens hinreichend wahrscheinlich gemacht
haben (IV ZR 248/2001 25. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands darf die
Aufsichtsbehörde einem mit Rechtsanwälten tätigen Anwaltsnotar die Verwendung
der Bezeichnung Notariat (mit Zusätzen wie Anwalts- und Notariatskanzlei) auf
Praxisschildern untersagen (NotZ 28/2001 8. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist § 3 I 1,
2 RegelsatzVO keine Rechtsgrundlage für die Gewährung eines bloßen
Unterkunftskostenzuschusses (5 C 65/2001 27. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kann ein Verein
(z. B. Scientology) in der Satzung die Leistung von Diensten in persönlicher
Abhängigkeit (z. B. im Wert von jährlich 50000 DM) als Mitgliedsbeitrag vorsehen,
doch dürfen vereinsrechtliche Arbeitspflichten nicht zwingende
arbeitsrechtliche Schutzbestimmungen umgehen (5 AZB 19/2001 26. September
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Deutschlands liegt ein
tätlicher Angriff im Sinne von § 1 I 1 Opferentschädigungsgesetz bereits in
einer vorsätzlichen Bedrohung mit einer scharf geladenen, entsicherten
Schusswaffe (B 9 VG 4/2001 24. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands fehlt bei wegen
beabsichtigter Selbstnutzung nur kurzfristig angelegter Vermietungstätigkeit
die Absicht der Einkunftserzielung, wenn der Steuerpflichtige in diesem
Zeitraum kein positives Gesamtergebnis erreichen kann (IX R 57/2000 9. Juli
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist eine
Vermietungstätigkeit auf Dauer angelegt, wenn sie nach den bei Beginn der
Vermietung ersichtlichen Umständen keiner Befristung unterliegt, doch liegt ein
gegen die Einkünfteerzielungsabsicht sprechendes Indiz vor, wenn der
Steuerpflichtige ein bebautes Grundstück innerhalb von bis zu 5 Jahren seit der
Anschaffung oder Herstellung wieder veräußert (IX R 47/1999 9. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg ist der Eigentümer
eines mit Fußballtoren versehenen Schulgeländes zwar zu Sicherungsvorkehrungen
verpflichtet, doch kann das Mitverschulden eines Geschädigten überwiegen, wenn
dieser sein Kraftfahrzeug auf einem angrenzenden Parkplatz parkt, obwohl die
Gefahr des Abirrens von Bällen unschwer zu erkennen ist und er im Zeitpunkt des
Abstellens des Kraftfahrzeugs bereits Kenntnis von gleichartigen Schadensfällen
hat (2 U 44/2001 16. April 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kommt dem Fortbestand
der Geschwisterbindung besonders dann große Bedeutung zu, wenn die
Elternbeziehung zerrüttet ist (10 UF 229/2002 29. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist die Verletzung des
rechtlichen Gehörs nicht so schwerwiegend, dass dadurch die Überleitung eines
Bußgeldverfahrens in ein Strafverfahren unwirksam wird (Ss 456/2001 15. Januar
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist die Rüge des
fehlenden Gehörs auf nicht rechtsmittelfähige Berufungsurteile nicht anwendbar
(11 UF 208/2001 14. Oktober 2002).
Microsoft verpflichtet sich in einem Vergleich zur Gewährung von
Warengutscheinen im Wert von 1,1 Milliarden Dollar an übervorteilte Kunden
(Excel 26 Dollar, Windows 16 Dollar, Word 5 Dollar).
In den Vereinigten Staaten von Amerika versucht ein Familienvater vergeblich
die Versteigerung seiner Familie im Internet für 5 Millionen Dollar.
Lebensmittelchemiker finden in den Resten einer Torte, nach deren Genuss ein
elfjähriges Mädchen in Hessen verstorben ist, keineErreger von Krankheiten, so
dass eine Verbraucherwarnung unbegründet ist.
Otto L. Walter Hof 7. Dezember 1907-New York 12. Januar 2003.
2003-01-11 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist ein Bankschließfach keine
Wohnung, so dass einer Durchsuchung im Rahmen eines Steuerstrafverfahrens nicht
Art. 13 GG entgegensteht (2 BvR 1306/2002 16. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine Revision
darauf gegründet werden, dass die Entscheidung des unteren Gerichts über die
internationale Zuständigkeit rechtswidrig ist und besteht für eine
Gewinnzusageklage die internationale Zuständigkeit entweder für
Verbrauchersachen oder für unerlaubte Handlungen (II ZR 102/2002 28. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss in einem
Schadensersatzrechtsstreit eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung beweisen,
dass und inwieweit ihr durch das Verhalten des Geschäftsführers in dessen
Pflichtenkreis ein Schaden entstanden ist, und muss der Geschäftsführer
beweisen, dass er keine Pflicht verletzt hat bzw. ihn trotz Pflichtverletzung
kein Verschulden trifft oder der Schaden auch bei pflichtgemäßem
Alternativverhalten eingetreten wäre (II ZR 224/2000 4. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
vorformulierte Vertragsbedingung in einem zwischen einem Mineralölunternehmen
und einem Tankstellenhalter geschlossenen Handelvertretervertrag, nach der 50
Prozent der Gesamtvergütung des Tankstellenhalters für verwaltende Tätigkeit
gezahlt werden, wegen Verstoßes gegen § 89 IV 1 HGB (nach § 307 I 1 BGB)
rechtswidrig (VIII ZR 253/1999 25. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Verfassungsgericht Thüringens wird das Grundrecht
auf ein faires Verfahren verletzt, wenn ein Gericht in einer Berufungshauptverhandlung
den Eindruck erweckt, ein Rechtsmittel gegen ein freisprechendes Urteil werde
keinen Erfolg haben, daraufhin der Rechtsmittelgegner auf weiter
Beweiserhebungen verzichtet und das Gericht ohne Hinweis auf eine geänderte
Auffassung zu einer Verurteilung gelangt (VerfGH 12/2002 12. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm können die in beigefügter
Liste aufgeführten lebenden Verwandten aus der beigefügten Liste ermittelt
werden, obwohl die Liste als solche nicht der für das Testament erforderlichen
Form entspricht (9 U 13/2002 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe muss ein Täter eines
sexuell motivierten Übergriffs (durch kurzfristiges Versperren des Weges und
sexuelle Belästigung) grundsätzlich damit rechnen, dass sein Oper auf Grund
einer früher an ihm begangenen sexuellen Gewalttat vorgeschädigt ist und
deshalb besonders schwere Folgen eintreten können (1 Ss 13/2002 6. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz ist bei Verlieren des
Bewusstseins unmittelbar nach einem Verkehrsunfall und Versterben nach acht
Tagen Bewusstlosigkeit ein Schmerzensgeld von 12000 DM angemessen (12 U
566/2001 18. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München handelt
rechtsmissbräuchlich, wer in Kenntnis, dass der im Internet angegebene Preis
eines Flugs viel zu niedrig ist, den Flug online bucht, um den Anbieter nach
einer online erfolgten Bestätigung zu einer Zahlung für die
Nichtinanspruchnahme des Flugs zu veranlassen (19 W 2631/2002 15. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist die Bezeichnung
eines den ehemaligen Mandanten auf Gebührenzahlung in Anspruch nehmenden
Rechtsanwalts als arglistigen Täuscher, uneinsichtigen dummen Tölpel, Lügner
und Prozessbetrüger eine nicht von der Meinungsfreiheit des Mandanten gedeckte
Schmähkritik (1 U 501/2002-121).
Bschorr, Michael/Zanner, Christian, Die Vertragsstrafe im Bauwesen, 2003
Dodegge, G./Roth, Betreuungsrecht, 2003
Hoffmann, Dietrich/Preu, Peter, Der Aufsichtsrat, 5. A. 2003
Müglich, Andreas, Logistik in der e-economy, 2003
Frühpensionierung und Altersteilzeit, hg. v. Andresen, Boy-Jürgen, 3. A. 2003
Hoppe, Werner/Bönker, Christian/Grotefels, Susan,
Öffentliches Baurecht, 2. A. 2002
Tierschutzgesetz, hg. v. Kluge, Hans-Georg, 2002
Münchener Anwaltshandbuch Sozialrecht, hg. v.
Plagemann, Hermann, 2003
2003-01-10
Kommissionspräsident Prodi und Ministerpräsident Simitis sehen die Tore offen
für eine Mitgliedschaft Albaniens, Bosnien-Hercegovinas, Jugoslawiens,
Kroatiens und Mazedoniens in der Europäischen Union.
Nordkorea kündigt den Vertrag zur Nichtverbreitung von Atomwaffen.
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands verletzt die
(generische) Domain www.presserecht.de
nicht Standesrecht der Rechtsanwälte und ist der Vorstand einer
Rechtsanwaltskammer nicht zu Unterlassungsverfügungen bei festgestellten
Verstößen eines Kammermeitglieds gegen berufsrechtliche Bestimmungen befugt
(AnwZ [B] 41/2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann bei
Rückabwicklung eines Leasingvertrags der Leasingnehmer nicht den bei Abschluss
für seinen Altwagen angerechneten Geldbetrag (sondern nur das Altfahrzeug selbst)
zurückverlangen (VIII ZR 119/2002 30. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg muss eine
Kraftfahrzeugversicherung grundsätzlich auch die Schäden eines Opfers eines
ausländerfeindlichen Anschlags ersetzen (14 U 111/2000 19. September 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen darf ein Ordnungsgeld
gegen eine geladene, ohne Begründung zur Verhandlung nicht erschienene Partei
nur bei daraus erwachsender Erschwerung oder Verzögerung der Sachverhaltsaufklärung
verhängt werden (6 W 683/2002 18. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Brandenburg kann eine
Tätigkeit eines Ehegatten in einem auf seinem Grundstück eingerichteten
Gewerbebetrieb seines Ehegatten ein versicherungspflichtiges
Beschäftigungsverhältnis sein (L 10 AL 180/2001 13. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main sind für einen Tag
vertanen Urlaub entsprechend dem durchschnittlichen Tagesnettoeinkommen 72 Euro
Schadensersatz zu leisten (2-19 O 233/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main muss ein
Arbeitgeber bei der Auswahl der betriebsbedingt gekündigten Arbeitnehmer die
von ihm selbst festgelegten Auswahlgesichtspunkte einhalten (9 Ca 5281/2002 18.
Dezember 2002).
Die öffentlichrechtlichen Arbeitgeber Deutschlands und die
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einigen sich auf einen Tarifabschluss für die
Bediensteten des öffentlichen Dienstes mit einer Laufzeit von 27 Monaten und
einer Lohnerhöhung von insgesamt 4,4 Prozent sowie einer Lohnangleichung der
Beschäftigten in den ostdeutschen Bundesländern bis spätestens 2009.
Supreme Court-Richter Clarence Thomas erhält 1,5 Millionen Dollar Vorschuss für
seine Memoiren.
2003-01-09 Nach einer
Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Werk (z. B.
Außenfassade) fehlerhaft sein, obwohl der Hersteller die für die Zeit allgemein
anerkannten Regeln der Technik beachtet hat (X ZR 242/1999 9. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss der Vermieter
für einen Schadensersatzanspruch gegen den Mieter wegen verspäteter Rückgabe
der Mietsache nachweisen, dass ein bestimmter Interessent zur Mietung im
betreffenden Zeitraum bereit gewesen wäre (10 U 150/2001 5. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist ein auf Grund eines den
Abschluss eines Verwaltervertrags dem Verwaltungsbeirat ohne Vorgaben
übertragenden, nicht angefochtenen Beschlusses abgeschlossener Verwaltervertrag
wirksam (16 Wx 135/2002 20. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz ist der
Planfeststellungsbeschluss für die Hochmoselbrücke wegen Nichtbeachtung der
Vogelschutzrichtlinie (behebbar) rechtswidrig (1 C 10187/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz darf ein
Bestattungsunternehmer nach einer Einäscherung einer Leiche die Urne bis zur
Urnenbeisetzung zwecks Abhaltung einer Trauerfeier der Hinterbliebenen in
seinen Räumen verwahren (7 A 11255/2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss ein Kraftfahrzeugführer
damit rechnen, dass ein ihm entgegenkommendes Schneeräumfahrzeug in seine
Fahrbahn hineinragt, so dass er nach einem Zusammenstoß z. B. 12000 Euro
Schadensersatz an eine klagende Gemeinde leisten muss (11 O 780/2000 2. Mai
2001).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kiel ist bei Nichtmitteilung der
Kostenregelung einer außergerichtlichen Einigung über eine Nebenintervention an
das Gericht davon auszugehen, dass die Kosten als gegeneinander aufgehoben
anzusehen sind (10 S 41/2001 30. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin darf der Betrieb von mit
Strahlen auf Menschen schießenden Spielen nach nationalem Recht verboten werden
(4 A 400/2002 23. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz hat ein
Justizvollzugsbeamter keinen Anspruch auf volle Vergütung für
Bereitschaftsdienst im Justizvollzug (7 K 435/2002).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen sind die Gewinne einer
gemeinnützigen, Gewinne erzielende Einrichtung zur Aufnahme behinderter
Menschen nicht steuerfrei (1 K 56/1998 30. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund kann eine Verpflichtung zur
Tilgung von Immobilienkrediten eines Arbeitslosen die Gewährung von
Überbrückungsgeld durch das Arbeitsamt nicht begründen (S 5 AL 131/2002 6.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München ist der ehemalige
Vereinspräsident von Bayern München wegen Steuerhinterziehung zu einem Jahr
Haft mit Bewährung verurteilt.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten dürfen
feindliche, im Ausland von amerikanischen Truppen gefangen genommene
Kombattanten (z. B. Yaser Esam Hamdi) trotz amerikanischer Staatsangehörigkeit
unbefristet und ohne anwaltlichen Beistand festgehalten werden.
Das Insolvenzverfahren über Ufa ist eröffnet.
Die Discounterkette Urban beantragt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Premiere zählt 2,596 Millionen Kunden.
Auf Grund eines Vergleichs überträgt die MediGene AG Rechte an CVLP-Techniken
an die Loyola-Universität in Chicago.
Gerhard Schmid kündigt den Treuhandvertrag mit Helmut Thoma und bestellt Otto
Gellert als weiteren Treuhänder.
2003-01-08 Nach
Entscheidungen des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss die Lage einer als
Vergleichswohnung für ein Mietzinserhöhungsverlangen angegebenen Wohnung genau
bezeichnet werden (VIII ZR 72/2002 18. Dezember 2002, VIII ZR 141/2002 18.
Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands ist bei einem
Unfall zweier Arbeitnehmer unterschiedlicher Arbeitgeber auf einem
Betriebsgelände die Haftung des Schädigers nach § 106 III SGB VII nur
ausgeschlossen, wenn Schädiger und Geschädigter an einen gemeinsamen Arbeitsablauf
teilnahmen (8 AZR 94/2002 12. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz kann der Versicherte
gegen eine Ablehnung von Leistungen einer Lebensversicherung nach § 12 III VVG
nur innerhalb eines halben Jahres klagen und kann eine Verlängerung dieser
Frist nur bei eindeutiger diesbezüglicher Erklärung angenommen werden.
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart haftet der
Geschäftsführer einer Anlagenvermittlungsgesellschaft persönlich wegen
vorsätzlich sittenwidriger Schädigung durch Unterlassen eines Hinweises auf
sehr negative Presseberichte (9 U 59/2002 27. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Thüringen muss ein
Berufsbetreuer erst entlassen werden, wenn der Betreute eine gleich geeignete,
ehrenamtlich tätige Person dem Vormundschaftsgericht namhaft gemacht hat (6 W
517/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz soll der Europäische
Gerichtshof darüber entscheiden, ob deutsche Entsorger durch das Verbot der
Ablagerung nicht vorbehandelten Mülls auf Deponien (ab 2005) unverhältnismäßig
benachteiligt werden (7 K 1389/2001 4. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf ist ein türkischer Vater
wegen der Untersagung der Teilnahme seines Sohns an einer Klassenfahrt zu 50
Euro Bußgeld verurteilt.
Der rund 500 Einwohner zählende, keine Gefängnisse aufweisende Vatikan hat eine
der höchsten Kriminalitätsraten der Welt (Diebstahl, Betrug, Beleidigung von
Amtsträgern).
Die Europäische Kommission verlangt von Deutschland wirksame Maßnahmen gegen
die Überschreitung der Haushaltsobergrenze im nächsten Haushaltsjahr.
Die von Bodo Hombach geführte Westdeutsche Allgemeine Zeitung entschuldigt sich
bei Gerhard Schröder für die Nennung des Namens einer mit dem Bundeskanzler in
Verbindung gebrachten Fernsehmoderatorin.
Deutschland vereinbart mit Russland die Gründung eines zunächst von Stiftungen
geförderten deutschen historischen Instituts in Moskau.
Der deutsche Aktienindex sinkt zeitweise unter 3000 Punkte.
Sampo aus Taiwan übernimmt Grundig.
Die Deutsche Bahn AG hat 500 bis 600 Millionen Euro für geplante Bauten 2002
nicht ausgeben können.
Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland sinkt 2002 (von 88287) auf 71127 (2379
Anerkennungen).
Dieter von Würzen 24. Juni 1930-Bonn 8. Januar 2003.
2003-01-07 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss be einer
Gebrauchsmusteranmeldung Plattdeutsch (z. B. Läägeünnerloage) markenrechtlich
wie eine (andere zulässige) Fremdsprache behandelt werden (X ZB 23/2001 19.
November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands haben Aufwendungen
für Umschulungen und Fortbildungen (z. B. berufsbegleitendes Erststudium)
keinen Bezug zur privaten Lebensführung und können daher steuerlich abgesetzt
werden (VI R 120/2001 4. Dezember 2002, VI R 137/2001 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands ist es zweifelhaft,
ob die Bewertung eines von einem andern Eigentümer bebauten Grundstücks mit dem
18,6fachen des Jahresentgelts für die Nutzung (§ 148 BewertungsG)
verfassungsgemäß ist (II B 153/2001 23. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg muss ein Versicherer
einem nach 26 Jahren störungsfreien Fahrens infolge eines Augenblicksversagens
bei Rotlicht in eine Kreuzung einfahrenden Kraftfahrzeugführer den bei einem
Zusammenstoß entstehenden Schaden ersetzen (I U 75/2002 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden kann die Rücknahme einer
Ausschreibung nur angefochten werden, wenn europäisches Gemeinschaftsrecht
verletzt ist (WVerg 0015/2002 3. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main kann ein
Fußgänger nicht erwarten, dass bei Glatteis auch der Gehwegrand bestreut wird
(23 U 195/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln kann ein Unternehmen
Anwalt-Suchservice nicht verlangen, dass ein Anbieter eines juristischen
Informationsdienstes im Internet die Verwendung des Begriffs Anwalt-Suchservice
als Verweis auf seiner Internetseite zu einer weiteren die Vermittlung von
Rechtsanwälten anbietenden Seite unterlässt (6 U 64/2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg kann ein Fußgänger
nicht erwarten, dass bei Glatteis auch der Gehwegrand bestreut wird (6 U
2402/2000).
Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin ist für den Betrieb
eines untereinander vernetzte Computer mit Computerspielen zur Verfügung
stellenden Internetcafés eine Erlaubnis nach § 33i GewO erforderlich (1 S 55/2002
16. Dezember 2002, 1 S 67/2002 17. Dezember 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz ist der
Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nicht zu Hinweisen auf Änderungen des geltenden
Tarifvertrags verpflichtet (6 Sa 481/2002).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen kann ein Kläger nicht
verlangen, dass über seine Klage (z. B. wegen orthopädischer Versorgung in Höhe
von 7500 Euro) nur von männlichen Richtern entschieden wird (5 V 1038/2001).
Nach einer Entscheidung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz begründet der
Genuss von Drogen während einer beruflichen Rehabilitationsmaßnahme eine
Sperrzeit des Arbeitslosengelds oder der Arbeitslosenhilfe (L 1 AL 170/2001 4.
September 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln darf die Deutsche Post
ihren 162,5 Meter hohen Bürogebäudeturm in Bonn wegen fehlender Genehmigung
einer Werbungsanlage vorerst nicht mehr beleuchten (8 L 2362/2002 3. Januar
2003).
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen kann einem den
Überblick über seine eigenen Einkommensverhältnisse verlierenden Steuerberater
die Zulassung zu seiner Berufstätigkeit entzogen werden (6 K 19171/2000 3. Juli
2001).
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main ist der Arbeitgeber
bei begründetem Verdacht einer vorgetäuschten Krankheit eines Arbeitnehmers (z.
B. eines Röntgenassistenten) von der Lohnzahlungspflicht befreit (5 Ca
4761/2002).
Die Vereinigten Staaten von Amerika lehnen Rechtshilfe im Hamburger Prozess um
die Terroranschläge in den Vereinigten Staaten von Amerika bezüglich der
Zeugenaussagen Binalshibhs ab.
300000 Indianer reichen in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Sammelklage
gegen die Regierung auf Zahlung von mehr als 130 Milliarden Dollar wegen Zurückbehaltung
des aus der Bewirtschaftung ihres Landes gezogenen Gewinns.
Gerhard Schröder will gerichtlich gegen jede Zeitschrift (z. B: Mail on Sunday)
vorgehen, die von Gerüchten über eine angebliche Affäre berichtet.
Paul Kirchhof wird Mitherausgeber des Rheinischen Merkur.
Ab 1. April 2003 können in Bayern Deutsche Mark nur noch in den sechs Filialen
Augsburg, Bayreuth, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg in Euro
umgewechselt werden.
Hans Joachim Wuppermann 1. Mai 1911-7. Januar 2003.
2003-01-06 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands muss eine Bank einen
Darlehenskunden nicht darüber aufklären, dass der von ihm zu zahlende Preis in
keinem angemessenen Verhältnis zum wahren Wert eines von ihm zu erwerbenden
Grundstücks steht, weil ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und
Gegenleistung erst vorliegt, wenn der Preis knapp doppelt so hoch ist wie der
Wert (XI ZR 3/2001 12. November 2003).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Konstanz ist die Nachlasspflegschaft
über den Nachlass Gustav Raus aufgehoben, so dass das Kinderhilfswerk der
Vereinten Nationen über die mehrere hundert Millionen Euro werte Kunstsammlung
verfügen kann.
Hans-Peter Repnik ist Vorstandsvorsitzender der Aktiengesellschaft Duales
System Deutschland (Grüner Punkt).
Michael Germann wechselt von Erlangen-Nürnberg nach Halle.
Bernd Heinrich wechselt von Tübingen nach Konstanz.
Christian Heinrich wechselt von Passau nach Heidelberg.
Peter M. Huber wechselt von Bayreuth nach München.
Thorsten Kingreen wechselt von Münster nach Bielefeld.
Dietmar von der Pfordten wechselt von Erfurt nach Göttingen.
Peter Wetzels wechselt von Bremen nach Hamburg.
Matthias Casper wird in Heidelberg für bürgerliches Recht, Handelsrecht,
Gesellschaftsrecht und Kapitalmarktrecht sowie Wirtschaftsrecht habilitiert.
Ute Walter wird in Regensburg für bürgerliches Recht, deutsche und europäische
Rechtsgeschichte habilitiert.
Bernhard W. Wegener wird in Bielefeld für Staats- und Verwaltungsrecht,
Geschichte des öffentlichen Rechts, Rechtsvergleichung und Europarecht
habilitiert.
Frauke Wernecke wird in Hamburg für bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und
Rechtsvergleichung habilitiert.
Heribert Zitzelsberger gestorben.
2003-01-05 Nach
einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands müssen
ausgeschlossene Minderheitsaktionäre ihre verfassungsrechtlichen Bedenken gegen
die §§ 327aff. AktG zunächst in Verfahren vor den Fachgerichten geltend machen
(1 BvR 1691/2002 20. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands widerspricht
die Streichung der Ersatzgrundstücksregelung des § 9 VermG nicht der
Eigentumsgarantie der Verfassung (1 BvR 771/2002 7. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands gilt § 5 VI GKG
nicht bei Unstatthaftigkeit der Beschwerde gegen den Kostenansatz (IX ZB
303/2002 17. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands findet gegen eine
Berufung in einem Arrestverfahren oder einstweiligen Verfügungsverfahren als
unzulässig verwerfende Beschlüsse keine Rechtsbeschwerde statt (VII ZB 11/2002
10. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist eine
Rechtsbeschwerde im Kostenansatzverfahren auch bei Zulassung durch das
Beschwerdegericht nicht statthaft (IX ZB 271/2002 1. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist die Revision
zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nur in Fällen der Divergenz
sowie der Wiederholungs- oder Nachahmungsgefahr zuzulassen und kann einer Sache
grundsätzliche Bedeutung zukommen, wenn sie Rechtsfragen aufwirft, die in einer
unbestimmten Vielzahl von Fällen auftreten können, oder wenn andere
Auswirkungen des Rechtsstreits auf die Allgemeinheit deren Interessen in
besonderem Maße berühren oder wenn offenkundig ist, dass die angefochtene
Entscheidung sich als objektiv willkürlich darstellt oder Verfahrensgrundrechte
des Beschwerdeführers verletzt oder wenn nicht zweifelhaft erscheint, dass das
Bundesverfassungsgericht sie auf eine Verfassungsbeschwerde hin aufheben würde
(XI ZR 71/2002 1. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann eine
audiovisuelle Vernehmung (z. B. eines Vertrauensmanns) mit einer Veränderung
der Übertragung stattfinden, wenn ihr sonst eine Sperrerklärung der zuständigen
Stelle entgegenstünde (1 StR 111/2002 26. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Deutschlands ist ein zur
Bestattung eines Heimbewohners berechtigter Heimträger nicht Verpflichteter zur
Tragung der Bestattungskosten (z. B. 4335,75 DM) im Sinne des
Bundessozialhilfegesetzes (5 C 14/2001 30. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands kommt es bei
einem Schadensersatzanspruch nach § 628 II BGB wegen Auflösungsverschuldens auf
die Form der Vertragsbeendigung nicht an (8 AZR 574/2001 8. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts Deutschlands hat eine wegen
Vermögenslosigkeit gelöschte Gesellschaft mit beschränkter Haftung in der Regel
kein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Verfolgung einer unanfechtbar
sicherungshalber übertragenen Forderung im Weg der sogenannten gewillkürten
Prozessstandschaft (9 AZR 752/2000 19. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts kann eine
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts nicht unter ihrem Namen in das Grundbuch
eingetragen werden (2 Z BR 70/2002 31. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist die
Zeitkarte eines Verkehrsverbunds eine Urkunde und das Ändern des Geburtsdatums
auf dieser Urkunde zwecks Erreichung des Zutritts zu einer Diskothek eine
Urkundenfälschung (5 St RR 71/2002 27. März 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist bei
nichtzulassungsbeschwerdefähigen Urteilen in der Urteilsformel zwischen dem
vollstreckbaren und dem zu vollstreckenden Betrag zu unterscheiden (16 U
106/2001 20. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist in
der Beschwerdebegründung ein bestimmter Antrag gestellt, wenn sich das
Rechtsschutzziel mittels Auslegung aus den Gründen und der Bezugnahme auf die
Anträge in erster Instanz eindeutig ergibt (11 S 1292/2002 1. Juli 2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern umfasst der
Vertretungszwang für Beschwerdeverfahren auch die Einlegung der Beschwerde bei
dem Verwaltungsgericht (5 C 968/2002 14. Mai 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Coburg muss ein betrunken einen
Verkehrsunfall verursachender Kraftfahrzeughalter seiner
Haftpflichtversicherung einen Teil des ersetzten Schadens erstatten, weil
bereits ein geringer Blutalkoholgehalt das Reaktionsvermögen herabsetzt und die
Risikobereitschaft erhöht (33 S 118/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schleswig sind Kosten der
Wahrnehmung des Umgangsrechts dem Bedarf des Umgangsberechtigten zuzurechnen
(10 A 37/2001 13. Juni 2002).
2003-01-04 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein Anspruch gegen
den Testamentsvollstrecker als Nachlassschuldner vom Erben gerichtlich geltend
gemacht werden (III ZR 19/2002 14. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschland fällt ein im
Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung eine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit
ausübender Schuldner nicht unter § 304 I 1, 2 InsO (IX ZB 152/2002 14. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands genügt ein eine
Bürokraft mündlich zur Eintragung einer Rechtsmittelfrist anweisender
Rechtsanwalt seiner Sorgfaltspflicht nur, wenn in seiner Kanzlei ausreichende
organisatorische Vorkehrungen dafür getroffen sind, dass eine korrekte
Eintragung der Rechtsmittelfristen erfolgt (VI ZR 399/2001 5. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist es bei der
Bestimmung der für das Berufungsverfahren maßgeblichen Vorschriften für die
Frage des Schlusses der mündlichen Verhandlung ohne Bedeutung, dass einem
Beteiligten ein Schriftsatzrecht eingeräumt ist (X ZB 22/2001 5. November
2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist der Widerruf
der Bestellung eines Geschäftsführers gemäß § 38 I GmbHG kein vertragswidriges
Verhalten der Gesellschaft im Sinne des § 628 II BGB (II ZR 146/2002 28.
Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands ist in der
Begründung des ermittlungsrichterlichen Beschlusses der Überwachung der
Telekommunikation die Verdachts- und Beweislage (u. U. durch konkrete
Bezugnahme auf Aktenteile) darzustellen (3 StR 122/2002 1. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist ein
Mehrheitsbeschluss über Früchte eines Miteigentums nichtig und die Sanierung
einer Fassade eine mit Mehrheit zu beschließende modernisierende
Instandsetzungsmaßnahme (3 Wx 258/2002 8. November 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Bremen gelten in einem
Verfahren auf Schmerzensgeld wegen Mobbings die Regeln des prima-facie-Beweises
nicht für neun behauptete Vorfälle eines Zeitraums von dreieinhalb Jahren (3 Sa
78/2002 17. Oktober 2002).
Nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm begründet die
tatsächliche Erhöhung der Löhne eines aus einem Arbeitgeberverband
ausgetretenen Arbeitgebers entsprechend den Tarifvereinbarungen nicht ohne
weiteres eine betriebliche Übung (18 Sa 740/2002 25. September 2002).
Nach einer Entscheidung des Landgerichts Kleve genügt ein Bereithalten im
Internet nicht für die Zuverfügungstellung der fernabsatzrechtlich notwendigen
Verbraucherinformationen (5 S 90/2002 22. November 2002).
Marcks, Peter, Makler- und Bauträgerverordnung, 7. A. 2003
Roth, Günter/Altmeppen, Holger, GmbHG, 4. A. 2003
Peltzer, M., Deutsche Corporate Governance, 2003
Brinkhaus, Josef/Scherer, Peter, Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften, Auslandsinvestmentgesetz,
2003
Haberstumpf, Helmut, Wettbewerbs- und Kartellrecht, gewerblicher Rechtsschutz,
2. A. 2003
Staudacher, Heribert/Hellmann, Andrea/Hartmann, Claudia/Wenk, Herbert,
Teilzeitarbeit, 2003
Keidel, Theodor/Kuntze, Joachim/Winkler, Karl, Freiwillige Gerichtsbarkeit, 15.
A. 2003
The Charter of the Unites Nations, hg. v. Simma, B., 2. A. 2002
2003-01-03 Nach
einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs Deutschlands muss ein eine Wohnung zu
einer unter (75 Prozent) der Ortsüblichkeit liegenden Miete vermietender
Vermieter mit Verringerung der anrechenbaren Werbungskosten rechnen (IX R
48/2001 5. November 2002).
Das Regierungspräsidium Darmstadt leitet ein Disziplinarverfahren gegen
Oberbürgermeisterin Härtel wegen privater Fahrten mit dem Dienstwagen und
Abrechnung privater Ausgaben über die Stadtkasse ein.
Die Freie Demokratische Partei Deutschlands erklärt die Auskunftsklage gegen
Jürgen Möllemann in wesentlichen Teilen für erledigt.
Manfred Lahnstein scheidet als Aufsichtsratsvorsitzender der Authentos GmbH
(Bundesdruckerei) aus.
Die Türkei verabschiedet weitere Reformgesetze (z. B. Verfolgung von Folter,
Erleichterung für unabhängige Organisationen und Medien).
Rösch AG Medizintechnik beantragt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Oliver C. Dubber wird Vorsitzender des dreiköpfigen Lenkungsausschusses
zwischen Geschäftsführung und Gesellschaftern des Süddeutschen Verlags.
Die Deutsche Bahn will den Fahrgastverband Pro Bahn wegen der Äußerung, seit
der Preisreform müsse jeder zweite Kunde für seine Fahrkarte zuviel bezahlen,
verklagen.
Thüringen erwirbt von Stephan Perthes die Kartensammlung und Bibliothek des
(1992 an Klett/Stuttgart verkauften) Verlags Julius Perthes (400000 Landkarten,
120000 Bücher).
18. Juni 2003-27. Juni 2003 Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht
Universität Augsburg (200 Euro) www.jura.uni-augsburg.de
0821/598/4518.
Ministerialdirigent Heiner Kleffner wird zum kommissarischen Leiter der
Universität Duisburg-Essen ernannt.
Nach einer Mitteilung Clonaids hat die Mutter des ersten Clonkinds bisher nicht
in Gentests eingewilligt.
Ernst Schneider (Bundesgerichtshofs Deutschlands) 10. Juli 1941-3. Januar 2003
2003-01-02 Nach
einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs Deutschlands kann ein arglistig
getäuschter, mindernder Käufer den für den geminderten Teil des Kaufpreises
aufwendeten Finanzierungskostenteil nicht als Nichterfüllungsschaden ersetzt
verlangen (V ZR 188/2001 28. Juni 2002).
Nach einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin ist bei Streitigkeit der
Wohnflächengröße ein auf die Wohnflächen abstellender
Kostenverteilungsschlüssel unwirksam (24 W 366/2001 21. August 2002).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist eine
Verteilungsregelung der Warmwasserkosten dann nicht grob unbillig, wenn die für
eine Änderung notwendigen Kosten binnen zehn Jahren noch nicht wieder
eingespart werden können (16 Wx 202/2001 23. November 2001).
Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg haben Fahrradfahrer
(z. B. Steuerfachgehilfin) (im Gegensatz zu Fußgängern) bei einem Sturz auf
einem glatten Gehweg und Radweg (wegen der größeren Gefährlichkeit des
Radfahrens gegenüber dem Gehen) keinen Anspruch auf Schadensersatz gegen eine
Gemeinde wegen Verletzung der Streupflicht (6 U 150/2002).
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg muss ein
Spätaussiedler (2002 rund 91500) zumindest so gut Deutsch sprechen, dass er
sich über die alltäglichen Dinge des Lebens verständlich machen kann, ohne nur
Wortfetzen aneinanderzureihen (6 S 1066/2001).
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Nürnberg kann ein Vermieter von
Gewerberaum aus einer Betriebskostenabrechnung keine Zahlung verlangen, wenn
sich die in der Nebenkostenabrechnung aufgeführten Abrechnungszeiträume nicht
mit den Verbrauchszeiträumen der Leistungsträger decken (29 C 4366/2000 24. Mai
2002).
Arbeitnehmer Deutschlands waren 2002 durchschnittlich 8,8 Arbeitstage (4
Prozent) krank gemeldet.
Die Zahl der Beschäftigten Deutschlands sank 2002 um 246000 auf 38,7 Millionen.
Deutscher Aktienindex 3061 Punkte.
Bosch erwirbt 13,35 Prozent der Aktien von Buderus, wobei sich die Aktien
innerhalb weniger Minuten um 9 Prozent verteuern.
Peter Ulmer 70.
2003-01-01 Nach
einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen ist die Besetzung der
Stelle des Gründungsrektors der durch umstrittenes Gesetz vereinigten
Universitäten Duisburg und Essen vorläufig untersagt.
Die Körperschaftsteuer Deutschlands beträgt 2003 26,5 Prozent.
Die Ökosteuer Deutschlands ist um 3,07 Cent je Liter Kraftfahrzeugtreibstoff
und um 0,26 Cent je Kilowattstunde Strom erhöht.
Die Tabaksteuer Deutschlands für Zigaretten ist um etwa 5 Prozent erhöht.
Der Beitragssatz Deutschlands zur gesetzlichen Rentenversicherung steigt auf
19,5 Prozent, die Beitragsbemessungsgrenze auf 5100 Euro (westliche
Bundesländer) bzw. 4250 (östliche Bundesländer).
Die Versicherungspflichtgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung
Deutschlands wird auf 3825 Euro monatlich erhöht.
Arbeitslose werden in Deutschland als Unternehmensgründer mit 600 Euro jährlich
bezuschusst (sog. Ich-AG, bis 2005).
Auf Dosen und Einwegflaschen wird in Deutschland ein Pfand von 25 Cent bzw. 50
Cent (ab 1,5 Liter Inhalt) erhoben (ausgenommen Erfrischungsgetränke ohne Kohlensäure,
Spirituosen, Sekt, Wein, Kartonverpackungen).
Das Postporto sinkt in Deutschland auf 55 Cent (Brief) bzw. 45 Cent
(Postkarte).
Europaweit sind Versicherungen verpflichtet, in jedem Mitgliedstaat Beauftragte
zur Schadensregulierung nach Verkehrsunfällen zu benennen und Ansprüche
innerhalb von drei Monaten zu begleichen.
Nach einer Entscheidung des zuständigen Gerichts der Vereinigten Staaten von
Amerika haben die Hinterbliebenen eines Rauchers mangels nachgewiesener
Ursächlichkeit keinen Schadensersatzanspruch gegen Philip Morris und R. J.
Reynolds.
Der Basiszinssatz Deutschlands beträgt ab 1. Januar 2003 1,97 Prozent.
Der Präsident der Türkei billigt die Verfassungsänderung, die es Erdogan
ermöglicht, Ministerpräsident zu werden.
395 Polizisten aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union übernehmen das
zivile internationale Krisenmanagement in Bosnien-Herzegowina.
Schadstoffarme Lastkraftwagen der Euro-4-Norm sollen ab 2004 ohne zahlenmäßige
Beschränkung durch Österreich fahren dürfen, während für andere Lastkraftwagen
die am Ende des Jahres 2003 auslaufende Ökopunktesonderregelung für Österreich
weiter gelten soll, bis ein gemeinschaftliches Straßenbenutzungssystem
vereinbart ist.
Klaus Simon Delitzsch 1. November 1916-Bonn-Bad Godesberg 26. Dezember 2002.